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wenn aus filmen leidenschaft wird

Vice – Der zweite Mann

© 2019 Universum Film GmbH

Erinnert ihr euch noch an The Big Short? Der Film war für mich das ganze Jahr über das Aushängeschild von exzellentem Kino, das einem die Augen auch als Nichtwissender so weit geöffnet hat, dass danach einfach alles anders werden musste.

Man kam mit so einem Schwall an nützlichen Informationen daher, die einen Dinge verstehen ließen, von denen man früher kaum zu träumen gewagt hatte – und tatsächlich hat dieses Werk auch in meinem Leben gewaltige Einschnitte verursacht und mein Denken und Handeln komplett umgebügelt.

Mit gewissem Stolz berichte ich also an dieser Stelle, dass „… von den Machern von The Big Short“ nun ein weiteres Werk in die Kinos kommt, das mit der gleichen Härte in punkto Fakten auf den Tisch schlägt und auch hier für amüsante und erschreckend ehrliche Wahrheiten sorgt: Vice.

Und wie man dem – richtig ausgesprochenen – englischen Titel bereits entnehmen kann, geht‘s diesmal nicht um Banken, sondern Politik.

„Oh Gott … laaaaaaangwei…“ => Stop!

Erwähnte ich „exzellentes Kino“?

Ist Christian Bale wieder mit von der Partie und liefert diesmal als Hauptdarsteller eine Performance ab, die sich gewaschen hat? Spielen die großen Helden wieder auf, dass sich die Balken biegen und ist das Filmchen schon jetzt ein Quell der Wahrheit, Offenlegung und provokanter Kritik?

Gütiger Himmel – wie ich auf sowas stehe… und wie dringend bitter notwendig unsere Welt Filme wie diesen hat: Man muss endlich anfangen, die Mächtigen ans Kreuz zu nehmen und sie mit den Taten und Waffen konfrontieren, die sie selbst mit aufs Spielfeld gebracht haben – und das tut Vice in einer ehrbaren Art und Weise.

Erwähnte ich Bale?

Mal ehrlich: Was machen diese Jungs richtig, dass sie mich jedesmal so hart bei den Eiern packen und meine Begeisterung schon im Vorfeld so riesig ist und auch Jahre danach kaum abreißt?

Ich zähl keine Gründe auf, weswegen… ich geh davon aus, ihr habt verstanden und strömt nahezu in die Säle und füllt sie … nicht, weil jemand daran verdient oder die Reichen noch reicher etc. pp… Nein: Weil ihr Wissen anhäuft, das euch zu gebildeteren Menschen macht, die diese Welt danach besser verstehen und dafür sorgen können, dass sich die Dinge wieder zum besseren ändern.

.kinoticket-Empfehlung: Gleiches Statement wie bei The Big Short: Haut um, erschlägt mit Fakten, ist amüsant und unterhaltsam und Pflicht!

Geht sofort und augenblicklich da rein! Ende der Diskussion! Alles andere werdet ihr danach verstehen.

Nachspann
❌ folgt mit nichts mehr, der Saal darf also geräumt werden.

Kinostart: 21. Februar 2019

Original Title: Vice
Length: 132 Min.
Rated: FSK 12

Mia und der weiße Löwe

© 2019 StudioCanal

Mia und der weiße Löwe bekam .trailer-Aufmerksamkeit, jede Menge Poster und somit jede Menge Vorschuss-PR mit auf den Weg, wurde dann in den Kinos aber relativ schnell an den Rand gedrängt und verschwindet jetzt fast schon wieder von der allgemeinen Bildfläche.

Ich habe es nun auch endlich geschafft, mir den Film anzusehen und bin mit gemischten Gefühlen wieder raus spaziert. Why?

Ganz einfach: Der offensichtliche Fokus liegt hier ganz klar darauf, Menschen wieder etwas mehr für die Natur und die Lebewesen darin zu sensibilisieren, verächtliche Dinge wie Wilderei oder Safaris zu unterbinden und somit den Lebensraum von teils gefährdeten Spezies wieder in den Köpfen als „unantastbar“ zu markieren.

Begleitet wird dieses Unterfangen von teils wirklich guten Darstellungen von Daniah De Villiers, die sich aus den sonst doch sehr kindhaften Dialogen durch ihre rebellische Art hervortut. Außerdem wird man betört von Bildern und Landschaften, die einem schlicht den Atem rauben und alles in einer goldenen Kulisse eingehüllt, die vor Romantik und Begehrlichkeit nur so strotzt.

Alles in allem also doch sehr positiv und ansehnlich. Warum also gemischte Gefühle?

Wenn zu Beginn bereits die Marken von Luxus-Uhrenlabels als Presenter aufgefahren werden und der ganze Film prinzipiell von Upper-Class-Kapitalismus gefördert und finanziert wird, fühlt sich die ganz Sensibilisiererei doch ein ganz klein wenig heuchlerisch an, da gerade diese Klientel doch diejenigen sind, die in der Regel den im Film verdammten Freizeitaktivitäten nachgehen.

Vorurteile hin oder her: Ein Hartz IV-Empfänger wird sich wohl kaum den Luxus gönnen (können), irgendwo die Big 5 zu schießen und der gemeine Schüler oder die Durchschnitts-Mama hat wohl auch weniger im Sinn, zwingend nach Afrika zu reisen und einem Löwen den Garaus zu machen … da spricht man moralisch tatsächlich diejenigen an, die Geld haben, Zeit haben und denen im Leben der gewisse Kick fehlt … und das sind dann eben auch diejenigen, denen diese Marken tagtäglich auf dem Tablett serviert werden, was nicht gleichbedeutend ist mit „Alle Kunden dieser Marken haben derartige Verlangen“.

Somit fährt man also eine eigentlich gute Absicht auf, und es fühlt sich bitter nach „Ja, schau mal, wir haben doch aber einen Film unterstützt, der …“-Ausrede an, die man zukünftig bei Diskussionen und Vorhaltungen gegenüber Kritikern auffahren kann. Grundsätzlich richtig – aber moralisch wirklich vertretbar?

Und damit verkommt Mia und der Weiße Löwe zu einem gut produzierten, gut geschauspielerten Werbe-Image-Film für die angebliche moralische Gesundheit teurer Luxus-Klientel, die – sofern sie derartigen Aktivitäten nachgehen und sie in Social Media Kanälen präsentieren – regelmäßig mit Shitstorms überhäuft werden.

.kinoticket-Empfehlung: Beeindruckende Landschaften, tolle Aufnahmen, solides Schauspiel und eine fragwürdige Produktionsmoral, die hinter diesem Film steckt: Hier haben meiner Meinung nach die Falschen die Strippen gezogen.

Alle guten Absichten in allen Ehren: Wenn man Dinge verdammt und selbst zu denjenigen zählt, die quasi mehr oder weniger allein dafür in Frage kommen, darf zumindest gezweifelt werden – was ich hiermit aufrecht tue.

Nachspann
✅ enthält tolle Landschaftsaufnahmen, die aber die Handlung nicht weiter vorantreiben. Darf also jeder selbst entscheiden, ob man sitzen bleibt oder geht.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Mia et le Lion Blanc
Length: 97 Min.
Rated: FSK 6

Can You Ever Forgive Me (inkl. Gewinnspiel)

© 2019 Twentieth Century Fox

Die Gewinner von Alita: Battle Angel (3D) wurden gezogen und werden benachrichtigt … watch your inbox 😉 – und wir starten in Woche 2 der Gewinnspielräusche und machen weiter mit einem Film, den ich euch schwerstens ans Herz legen möchte: Can You Ever Forgive Me?

Wer‘s Plakat sieht, denkt gleich „Oh My Gosh, Melissa McCarthy“ und erlebt einen Schwall von Vorurteilen, was diese Frau betrifft! Oh Mann, was hat sie in der Vergangenheit alles rausgehauen und dabei einen ganzen Planet voller Chancen für Vorurteile geschaffen: billige Comedy, Fremdschämfaktoren, schlechte Unterhaltung, Mittelklasse-Entertainment usw. – und ja, alles das trifft auf Can You Ever Forgive Me absolut nicht zu!

Genau darin liegt die Schwierigkeit: Einen Film zu bewerben mit ihrem Konterfei, der alles andere ist, außer Melissa McCarthy: Diese Frau liefert hier eine dermaßen geile Performance ab und spiegelt damit das Bild der „echten Dame“ wieder, dass man zu Recht „Rolle ihres Lebens“ sagen darf.

Die ganze Sache ist nämlich tatsächlich so abgelaufen und allein deshalb schon sehenswert, weil es einfach viel zu verrückt ist, um wahr zu sein. Auch wenn uns die Geschichte längst eines besseren belehrt hat: Dieser Film ist es wert, gesehen zu werden!

Von der „aufgesetzten Comedy“ weit und breit keine Spur, wenngleich der Streifen genügend Material mitbringt, um situationskomisch zu sein – so habt ihr diese Frau noch nie erlebt. Und die Ernsthaftigkeit des Themas bleibt davon unberührt: Hier bewegt man sich viel näher an Seriösität und Professionalität als an irgendwelchen spinnigen Flachwitzen, die man sonst von ihr so kennt.

Selbst Twentieth Century Fox scheint nicht so recht an den Erfolg dieses Films zu glauben, sonst wäre viel mehr Werbung zu sehen … und ehrlich gesagt, ist mir da noch kaum was begegnet. Und damit solch eine Filmperle nicht im Meer der Veröffentlichungen untergeht, tut euch selbst einen Gefallen:

Sucht euch ein schönes, gemütliches Kino, bucht .kinotickets für die Show und genießt den Abend.

G E W I N N S P I E L

Und damit dieser Abend in ewiger Erinnerung bleibt, spendiert euch Twentieth Century Fox noch ein paar Plakate zu dem Film, die ihr hier gewinnen könnt.

Beantwortet einfach folgende Frage in den Kommentaren: Welche Filme mit Melissa McCarthy habt ihr schon gesehen und welcher hat euch davon am besten oder überhaupt gar nicht gefallen?

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Sonntag, 24. Februar 2019 (Oscar-Nacht!!!) unter diesem Beitrag eingehen, wird per Los entschieden. Gebt also wie immer eine gültige E-Mail an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich eure Adresse abfragen und euch die Plakate zuschicken kann.

Und nun viel Glück und natürlich extremst gute Unterhaltung im Kino!

.kinoticket-Empfehlung: Melissa McCarthy trumpft hier mit einer Performance auf, die ihr so gar nicht entspricht und absolut positiv begeistert.

Die Geschichte ist wahr, verrückt, unglaublich und extrem spannend und definitiv für einen kuscheligen Kinoabend tauglich – wo immer ihr möchtet.

Nachspann
✅ Nach dem „Text“ ist alles rum und ihr dürft raus gehen.

Kinostart: 21. Februar 2018

Original Title: Can You Ever Forgive Me?
Length: 107 Min.
Rate: FSK 0

Mein Bester & Ich

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© 2019 Constantin Film Verleih GmbH

Da ist er: Der Film des Grauens, vor dem sich zur Zeit alle fürchten: Wie kann man nur wagen, solch einen französischen Erfolg in Amerika rezuproduzieren und daraus halbgaren Mist zu gestalten, der das Original in allen Maßen angreift und kaputtschlägt?

Solche Töne hört man schon, seitdem der .trailer aufgetaucht und die Poster in den Aushängen eingetroffen sind: Und ja, auch ich hab mir gedacht: Wozu? Lasst es doch einfach und macht die Story nicht weiter kaputt!

Haben sie aber. Remake bedeutet sowas glaube ich immer.

Aber!!! Es ist nicht so schlimm, wie ihr vielleicht glaubt! Wirklich nicht.

Das Problem ist hier ganz klar der Vergleich, und der Film macht (1. Pluspunkt) keinen Hehl daraus, basierend auf dem französischen Original geremaked zu sein. Man kommuniziert also öffentlich, was Sache ist und verkauft sich nicht als eigenen Erfinder.

Punkt 2, der positiv auffällt: Der Cast. Hier wurde hochrangig geerntet und in die Besetzungscouch gerufen, es sind allesamt Könner, die ihr Handwerk verstehen und ein wirklich gutes Bild abgeben – nicht nur Bryan Cranston, sondern auch alle um ihn herum. Man mag sich um den Humor von Kevin Hart streiten, den fand ich auch nicht auf den Punkt getroffen und der sagt mir persönlich überhaupt nicht zu, das bedeutet aber nicht automatisch, dass ich den Film deshalb vollständig verdammen würde – auch wenn er das Original schwer schädigt.

Dann hat man sich die Mühe gemacht und weite Teile der Erzählung so geändert, dass auch Ziemlich beste Freunde-Kenner etwas Neues vorgesetzt bekommen und man eben doch wieder in den fiktionalen Bereich abdriftet und mehr auf Musical / Oper setzt, was für amerikanische Verhältnisse dann doch ein sehr gewagter und vor allem mutiger Schritt ist, da man sich hier quasi in kulturelle und “französische” Gefilde bewegt und damit meines Erachtens schon sehr viel riskiert.

Das einzige Problem in meinen Augen ist tatsächlich der fast unumgängliche Vergleich mit Ziemlich beste Freunde, der sich absolut nicht verhindern lässt und den man als Zuschauer vollkommen ausschalten muss, um sich irgendwie darauf einlassen zu können.

Bei mir hat’s nach ca. 40 Minuten dann “klick” gemacht und ich konnte dem Schauspiel und der Story genügend abgewinnen, weil der Film eben doch nicht schlecht ist, sondern durchaus sein Dafürhalten begründet und seine Existenzberechtigung hat. Dass dies extrem schwer ist, erkenne aber auch ich gebührend an.

.kinoticket-Empfehlung: Was ihr draus macht, müsst ihr entscheiden: Wer die Hürde überwindet und auf den Vergleich zum unangefochtenen Original verzichten kann, erlebt einen wirklich sehenswerten Film mit tollem Cast und rühmlichen Darbietungen.

Der Weg dort hin ist steinig und es fällt zumindest europäischen Zuschauern immens schwer, darüber hinweg zu kommen, da der “Hass” auf das Remake tatsächlich irgendwo vorhanden ist und auch begründet – auch der .trailer konnte nicht überzeugen, der Film braucht zwar etwas, schafft in meinen Augen dann aber so viel Charme, dass man am Ende doch irgendwo berührt ist.

Nachspann
❌ bringt nichts weiter, nach der Schwarzblende darf man raus.

Kinostart: 21. Februar 2019

Original Title: The Upside
Length: 118 Min.
Rated: FSK 6

Ailos Reise

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© 2019 NFP marketing & distribution | Ascot Elite Entertainment

Unglaublich schön! Was Regisseur Guillaume Maidatchevsky hier auf die Füße gestellt hat, zerbirst förmlich vor professioneller Vorbereitung, die selbst Kenner und Techniker in Staunen versetzt: Ailos Reise fährt einfach so mal den Großteil aller anderen Tierdokumentationen gnadenlos aus dem Rennen und positioniert sich nahe am Genre-Mogul BBC: Das Teil ist großartig und erzählt die Geschichte von Tierchen, die eben nicht die “üblichen Verdächtigen” darstellen, sondern zieht ganz andere Register.

Dabei hat man tief in die Wühlkiste aller Lebewesen gegriffen und Erstaunliches zu Tage gefördert. Genau das hat mir unglaublich an diesem Film gefallen: Man möchte nicht einfach nur wiederholen, den Bürger zu mehr Naturnähe und Planetenbedachtsein aufrufen, sondern liefert ein Abbild der Natur aus entlegenen Winkeln mit Beispielen, die sich selbst aus dem Sumpf aller Dokumentationen freikämpfen und damit etwas völlig Eigenständiges werden.

Dazu gesellt sich technisches Know-How, dass den Kamera-Freak in mir wieder in Wallung bringt: Die Aufnahmen sind derart meisterhaft, dass man es manchmal gar nicht glauben kann und sich die ganze Zeit fragt: Wie zur Hölle haben die das gemacht?

Wie sind die so nah an die Viecher ran? Wie haben die solche Aufnahmen herstellen können ohne die Tierchen zu verschrecken? Und dann die Qualität der Aufnahmen auf solch hohem Niveau setzt auch voraus, dass man in Technik investiert hat, um hier einen so nischigen Film abzuliefern… Perle vor die … Ihr wisst schon und sorgt hoffentlich dafür, dass dem nicht so ist, sondern möglichst viele in den Genuss dieses Streifens kommen, der seit gestern in diversen Independent-Kinos zu finden ist.

.kinoticket-Empfehlung: Nein, it isn’t just another one … es ist besser! Viel besser!

Hier steckt Vorbereitung, Planung, unfassbar viel Zeit und Geduld und vor allem ein geniales Konzept dahinter, dass es allein wert macht, diesen Film zu sehen. Darum gehört er auch ins Kino: Freigesprengt von allen anderen Dokumentationen über Tierwelten liefert man hier Beispiele, die man so eben noch nicht gesehen hat – und damit zeitgleich den Zuschauern einen Grund, doch ins Kino zu gehen und gemeinsam zu staunen.

Die Konzeption hinter der Kulisse ist wahnsinnig aufwendig und professionell und raus kommt ein super Werk für groß und klein, dass man sich definitiv besehen kann. Daumen hoch!

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, rausgehen erlaubt.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Aïlo: Und odyssee en Laponie
Length: 86 Min.
Rated: FSK 0

Sweethearts

Sweethearts

© 2019 Warner Bros. Ent.

Karoline Herfurth – manchen bekannt aus Türkisch für Anfänger – den meisten spätestens durch die Fack Ju Göhte-Trilogie, hat nun ihre zweite Regiearbeit angenommen und uns im Rahmen der Ladies Night im CinemaxX München gebeichtet, dass dies gar nicht so einfach war, da sie zeitgleich auch noch die Hauptrolle in ihrem eigenen Film spielte und beide Persönlichkeiten unterschiedlicher nicht sein könnten: Hauptdarstellerin und Regisseurin.

Tatsächlich erwägt der .trailer auch beim Publikum nicht so großes Interesse, sondern sorgte teils sogar für verhaltene Reaktionen, was wohl auch der Grund dafür ist, dass sich die Meute nicht zwingend auf den Film stürzt und die Säle aus allen Nähten platzen lässt. Großer Fehler!

Ihr kennt meine Affinität zu deutscher Kultur, was Filme angeht und wisst, dass ich regelmäßigen Brechreizen erliege, wenn ich die Klientel da drin so “sprechen” höre. Dazu kommt dann noch der “Blödplot” bekannt aus Sat.1 und fertig ist das Fremdschämprodukt… WAS?

NEIN! Herfurth zeigt endlich, wie man es richtig macht und sorgt im Saal für dermaßen Humor, wie ich es in meiner Karriere in deutschen Filmen bislang noch nie erlebt habe! ENDLICH hat’s jemand verstanden und bringt einen Plot, ausgereifte Charaktere und empfehlenswerten Witz auf die Leinwand, bei dem der Spaß im Saal mal sicher ist. Ganz ehrlich? Beste Unterhaltung ist hier garantiert!

Frederic Linkemann (ganz links) und Karoline Herfurth (ganz rechts) in der Ladies Night im CinemaxX München

© Petra Schönberger

Die beschwingte Leichtigkeit, die präsenten Darsteller, der exquisite Humor und ein Drehbuch, das am Ende leicht melancholisch wird und vielleicht etwas an Geschwindigkeit einbüßt, formen hier einen Film, den man sich definitiv mit Freundesschaft und Familie im Kino besehen sollte – denn auch das Publikum tut sein übriges und zählt an dieser Stelle für mich mit zum Film dazu.

Herfurth selbst sorgte nach dem Film zusätzlich mit Frederic Linkemann nochmal für bombastische Stimmung im Kino und stand anschließend Rede und Antwort auf die Fragen zum Film … und bewies einmal mehr, dass ihr schauspielerisches Talent tatsächlich auch außerhalb von Kamera und Set perfekt zur Unterhaltung taugt und sie die “müden Deutschen” trotzdem dazu animieren kann, Spaß zu haben und einen tollen Abend zu erleben.

Vielen Dank an dieser Stelle für die sensationelle Show – und danke, dass es nun endlich wieder eine deutsche Regisseurin gibt, deren Arbeit man anderen empfehlen kann – besucht ihren Film und habt viel Vergnügen!

.kinoticket-Empfehlung: Deutsches Kino mit Lachern und einem vergnüglichen Plot, dass tatsächlich empfehlenswert ist?

Karoline Herfurth hat genau dies geschafft und den Monster-Zweifler überzeugt: Dieser Film taugt bestens für eine absolut lustige, unterhaltsame und erfrischende Show – besser könnte man einen Tag nicht ausklingen lassen.

Also besorgt euch .kinotickets, schnappt ein paar Jungs und Mädels von der Straße dazu und geht gemeinsam in diesem Film – ihr werdet es hinterher nicht bereuen!

Nachspann
❌ muss nicht ausgesessen werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Sweethearts
Length: 107 Min.
Rated: FSK 12

Happy Deathday 2U

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© 2019 Universal Pictures International

Zum Geburtstag gibt’s bekanntlich ja für das Geburtstagskind immer Überraschungen. Und wie wir in Zeiten der Kapitalisierung schon lange von Großkonzernen beigebracht bekommen haben: “Wir feiern Geburtstag, Sie kriegen die Geschenke!”.

Eure Überraschung diesmal: Blumhouse kanns doch!

Ja, wir sprechen von dem Label, das uns in den vergangenen Jahren mit dem Instant-Horror-Bockmist die Kanäle vollgepumpt hat und das immer nach dem gleichen Schema arbeitet: Bauklötzchen durchschütteln, Titel dazu, fertig ist der neue Film, der entweder 100% ein Erfolg wird oder 100% scheitert – die Budgets sind derart irrelevant, dass das eine das andere mit subventioniert. Strategischer Plan geht auf. Der einzige, der auf der Strecke bleibt: Der Kunde, denn der kriegt Scheißdreck vorgesetzt und ihm wird beigebracht, dass das “Horror” ist.

Falsch. Der wahre Horror ist, dass dieses Kino geschlossen werden soll, weswegen an dieser Stelle einfach mal jeder diese Petition unterzeichnen sollte, und zwar unabhängig davon, ob er Münchner|in ist oder nicht und das Kino kennt oder nicht – hier geht Kultur verloren und den finanzversessenen Medien scheint es vollkommen egal zu sein. DAS ist Horror.

Aber zurück zu Blumhouse und deren Gebaren, dem ich in der Vergangenheit immer mit Unwohlwollen begegnet bin: Sie können’s doch! Sie übertreffen sich in einem Maße, dass mir (!) (jaahaaa) der Mund offen stehen bleibt !!! Was ist auf einmal los?

Ich hab nun irgendwie verstanden, warum zweite Teile immer so mies sind, wie zweite Teile immer sind. Man fährt irgendwas geiles hoch, stellt unglaublich sympathische Charaktere dazu, lässt eine bombastische Geschichte auf sie nieder, regnet mit sensationellen Twists auf die Zuschauer runter und gipfelt in einem Finale, das jeder feiern muss.

Zweiter Teil? Bedeutet für die meisten einfach: “Okay, nochmal.” Also: Kuchenform raus, wieder mit Teig füllen, wieder mit gleichen Zutaten bestücken, wieder mit dem selben Bockmist in den Ofen, garen und fertig ist … langweilige Sülze, denn Kinofilme funktionieren immer nur einmal. Und die Hauptdarsteller von Teil 1 sind ja bereits “gegessen” – ergo lässt man das Ganze jetzt – auch aus Kostengründen – mit dermaßen unsympathischen Arschlöchern nachstellen, damit man a) verdient (rennt ja eh jeder rein, weil man wissen will, wie’s geworden ist) und b) niemandem höhere Gagen zahlen muss, weil sie durch Bekanntheit und Erfolg diese auch verlangen könnten und verdient hätten.

Raus kommt ein dermaßen mieser Abklatsch, der nicht selten das Wort “Cash Cow” nicht verdient hätte, denn Kühe sind etwas wunderbares und dieser Beleidigung eigentlich absolut unwürdig.

Nun zurück zu Blumhouse: Die Jungs können’s doch!!!

Hier wird uns eben nicht ein zweiter Teil vorgesetzt, sondern eine FORTSETZUNG der Geschichte, die mit dermaßen viel Selbstironie und Marvelscher Eigenverarsche vollgepackt ist, dass du während der Vorstellung lachst, klatschst und es so dermaßen feierst, wie du sonst eigentlich nur Tony Stark feierst! Blumhouse… Dieses Label … wirklich!

Was ich da in der Pressevorführung gesehen habe, hat meine Pupillen rausgewaschen! Der .trailer hat sanfte Andeutungen gemacht, dass hier mal so in Nebelbuchstaben ganz unscheinbar das Wörtchen “Konzept” ins Räumchen schwebt und man sich womöglich tatsächlich mal Gedanken gemacht hat, BEVOR man die Kamera anschmeißt … und der Film lässt diese Letter in Beton gießen und mit harter Wucht auf den Boden krachen: Es ist da! Ein Konzept! Ein Drehbuch! Eine Geschichte, die mit so viel Genialität begeistert und damit auf Teil 1 aufbaut, OHNE uns zu erklären, wie dumme Lämmchen, was wir nicht wissen können, weil ja eh niemand Teil 1 gesehen hat.

Also: Hausaufgabe: Happy Deathday schauen! Pflicht! Ohne das Ding funktionieren 67% der Gags nicht und das ist gut so. Und dann raus aus dem miefigen Zimmer und rein ins Kino – Popcorn in großen Eimern auf den Schoß, Handys aus und Happy Deathday 2U auf die Leinwand: Es gibt endlich wieder etwas zu feiern: Mein Hasslabel kann’s doch!!!

Es ist unglaublich! Erstmal eine Idee nach der anderen, die sensationelle fortsetzende Umsetzung, die nicht einfach stupide wiederholt, sondern anknüpft und so großartig weitermacht, dass es einfach zum Schreien geil ist und dann: Comedy! Horror ist Comedy. Das wissen wir spätestens seit den 90ern und wer das in seinem Masterplan nicht bedenkt, der macht Grundsatzfehler.

Blumhouse macht keinen Grundsatzfehler, sondern setzt zum ersten Mal, seit ich sie kenne, auf die vollkommen richtigen Karten und liefert ein Fest von einem Film ab, bei dem manchmal keine Zeit zum Lachen bleibt, denn die Show ist dermaßen leinwandwürdig, dass ich’s auf den Pflichtunterricht setzen muss und es keine freiwillige Option mehr sein darf: Schaut diesen Film! Bitte! Ihr krieg auch Kuchen dafür!

Etwas besseres hat dieses Label in meinen Augen bislang noch nicht geliefert – und ich hoffe schwer, dass sie kapiert haben, was sie da getan haben und es nicht einfach nur Zufall war, der später kläglich reproduziert werden will.

Happy Deathday 2U funktioniert sowas von und ich hoffe, ihr haltet euch an die Spielregeln:

  1. Happy Deathday schauen.
  2. kinoticket für Teil 2 lösen.
  3. Spaß haben und alle Gags verstehen!

Geiler kann’s eigentlich kaum noch werden!

.kinoticket-Empfehlung: Whoah!

Muss ich mehr sagen? REIN! Und zwar sofort! Jeder, der Happy Deathday schon gesehen hat.

Alle anderen: Ab auf die Couch, 1. Teil schauen und dann: REIN! Kapiert?

Nachspann
✅ Ja, es lohnt sich mal wieder, nicht gleich aufzuspringen, hier kommt noch eine mächtige Sequenz, bevor es dann in den endlos langen Abspann geht, der nichts weiter bringt.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Happy Death Day 2U
Length: 100 Min.
Rated: FSK 12

Club der Roten Bänder – Wie alles begann

© 2019 Universum Film GmbH

Warum tut ihr uns das an?

Der Club der Roten Bänder feierte auf VOX bereits einen Sensationserfolg nach dem anderen und heimste genügend Preise ein, um sich einen Namen im Business der Bewegtbilder zu machen und eine breite Kennerschaft heran zu züchten. Und das Konzept ging auf: Man erzählte die wahre Geschichte von Albert Espinosa, der grundlegende Dinge an die Öffentlichkeit trug und mit seinem Wirken für Vorbildcharakter im Bereich der Krankengeschichten sorgte, die weltweit eine große Fangemeinde erschuf.

Nach insgesamt drei Staffeln und dem “Final”-Aufdruck auf dem Cover der letzten war das Ende dieser Ära besiegelt. Entweder man war dabei und kennt sie nun – oder man kann auf die Archive zugreifen und sich gewissermaßen “nachbilden”. Genau das ist auch der Punkt, an dem viele Fans der Serie nun scheitern werden: Man kennt einfach die Storyline, man weiß über alles Bescheid und bekommt inhaltlich keine Wucht mehr aufs Tablett. An dieser Stelle kommt nicht selten die Frage auf, wieso man etwas irgendwo erfolgreiches nun nochmal zwingend in die Kinos bringen muss, um die Kuh nun vollständig zu melken und nochmal Kapital aus dem vergangenen Erfolg schlagen zu müssen.

Ganz so hart würde ich an dieser Stelle gar nicht mehr ins Gericht gehen, denn: Wer die Serie nicht gesehen hat, bekommt nun einen saftigen Einstieg, der dafür sorgt, dass man das Verpasste möglichst schnell nachholen möchte. Und ich möchte fast sagen, es ist besser, sich erst den Kinofilm anzusehen und dann mit Staffel 1 zu starten, denn die Storyline geht auf und der Film punktet mit etwas, das die Serie nicht bringen durfte: Jürgen Vogel.

Im Ernst? Man hockt im Kino und flennt.

Wer hier schon etwas länger mitliest, kennt meine Allüren mit deutschen Kinomachern – dem Theatersprech-Hass und der absurden Charakterbildung, die das deutsche TV gerne als “normal” abstempelt, was in meinen Augen eigentlich einfach nur krank ist. Und davon gibt’s hier reichlich. Ganze Parts wurden mit solchen Persönlichkeiten besetzt, denen man – nüchtern betrachtet – gerne ins Gesicht schlagen möchte ob ihrer Realitätsfremdheit.

Und dennoch packt der Film jeden Zuschauer bei den Eiern und erreicht diesen Punkt, an dem das alles einfach nur noch egal ist und man von einem Emotionsbombardement zerschlagen wird, das niemandes Augen trocken lässt. Man leidet mit. Man fühlt. Und geht’s nicht genau darum, wenn man in einem Kinosaal sitzt? Um Gefühle?

Und da kommt Jürgen Vogel ins Spiel. Ein großartiger deutscher Schauspieler, der zwar nie sein “Alleinstellungsmerkmal” im Blockbuster-Segment gefeiert hat, jedoch so viele Stücke und Werke vollzogen, dass man ihn längst als feste Größe im Filmbusiness etabliert hat. Und seine Rolle hier: Grandios! Nicht nur im Plot, auch im Schauspiel und der “Begeisterung” – für mich eine seiner Paraderollen, die dem Film das gewisse Etwas geben und eben doch ein Grund sind, sich nochmal ins Kino zu setzen, auch wenn man den Ausgang längst kennt.

Genauso hat man meiner Meinung nach an den Seriencharakteren gefeilt und ihnen etwas mehr “Cineasmus” verpasst, um sie aus der trockenen TV-Ebene ins Kino zu bringen, auch wenn man die Fernsehherkunft kaum leugnen kann und deutlich spürt, aus welchem Boden sie gewachsen sind. Setzt man sich nach dem Kinobesuch hin und kramt die alten Blu-rays wieder raus, stellt man die spürbare Steigerung zum “Beginn” der ersten Staffel fest und merkt, wie “gereift” das ganze nun ist.

.kinoticket-Empfehlung: Serienkenner: Setzt euch ins Kino und schaut euch den Film an – Jürgen Vogel zuliebe.

Der reißt es wirklich raus und liefert genügend Grund, das .kinoticket zu lösen.

Alle anderen: Euch ist der Segen vergönnt, den besten Serienstart ever zu erhalten: Dieser Film ist ein grandioser Auftakt, wenn man die Serie noch nicht kennt und liefert Gründe genug, um anschließend die Läden, VoD-Shops und Streamingportale zu stürmen und sich die Serie endlich anzusehen.

Und vergesst die Tempo-Box nicht auf dem Schoß – ihr werdet sie brauchen!

Nachspann
✅ Sitzen bleiben, hier folgt noch ein bisschen was.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Club der Roten Bänder – Wie alles begann
Length: 113 Min.
Rated: FSK 6

Alita: Battle Angel (3D) (inkl. Gewinnspiel)

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© 2019 Twentieth Century Fox

So, und nun fehlen mir mal wieder die Worte und ich fürchte, dass dies einer der nächsten “langen” Beiträge werden wird, die einen ganz vergessen lassen, dass Twentieth Century Fox mal wieder ein gewaltiges Paket geschnürt hat, das ich an euch weiter verlosen darf. Mehr dazu findet ihr am Ende des Beitrags!

Beginnen wir mal mit dem Plakat und damit mit einer der wenigen Ausnahmen, wo es tatsächlich mal wichtig ist, zu schauen, von wem das hier alles eigentlich stammt: James Cameron.

Cameron zählt schon seit Jahren zu meinen Lieblingsregisseuren und ich schätze nicht nur, welche Geschichten er zu erzählen hat, wie er sie erzählt, sondern auch, was er im Hintergrund alles für Kino getan hat und immer noch tut. Dieser Mann liebt Kino und verdient damit nicht nur sein Geld.

Schaut man sich seine vergangenen Werke an, findet man Filme, die weltweit und zeitlos in den Top-Rängen der besten Filme aller Zeiten rangieren. Cameron hat die zwei erfolgreichsten kommerziellen Filme überhaupt verbrochen, ist Erfinder bahnbrechender Techniken und Möglichkeiten, die das Gefühl auf der Leinwand mehrfach revolutionierten und ist damit einer der “ganz großen”.

Auch in Sachen 3D haben wir ihm viel zu verdanken: Mit Avatar – Aufbruch nach Pandora hat er 3D quasi für die Kinos “erschaffen” und extrem viel in die Verbreitung und Weiterentwicklung gesteckt, die mehr oder weniger dieses Feature überhaupt für Kinos interessant gemacht hat. Wenn 3D, dann James Cameron-3D – und ja, ich habe bereits die .trailer mit einer derart heißen Vorliebe erschnüffelt und immer wieder genossen, wenn er dann endlich mal wieder im Vorprogramm gezeigt wurde, denn das 3D ist brachial und lässt alles andere wieder weit hinter sich.

Hier spürt man das Echte, das Tiefe, das Wahrhaftige… kein gerendertes Nachgeäffe oder Möchtegern-“Aber-das-ist-doch”-3D, sondern PS unterm Arsch, dass es nur so kracht.

Und ja, setzt euch nach vorne! Je weiter ihr an der Leinwand hockt, umso granatenmäßiger fliegen euch die Gegenstände um die Ohren und je größer die Leinwand ist, umso besser!

Und der Film macht den Versprechungen wieder mal alle Ehre! Hier kracht, was das Zeug hält und man landet in einer Steampunk-Welt, die den Wunderwerken, die man von Cameron gewöhnt ist, in nichts nachsteht.

Man findet wirklich alles, was man sich nur erträumen kann: Einfälle, Ideen, Detailreichtum, ausgearbeitete Kulissen, fertige Kreaturen, Charaktere, die nicht im Vorbeigehen gezeichnet wurden, eine Story, die laut nach mehr schreit und Schauspieler, die man nicht zwingend alle kennt: Auch hier wurde alten Traditionen Ehre gemacht und frisches Blut auf die Leinwände gebracht, die damit eine Chance für eine wundervolle Karriere vor sich haben.

Und nun paart sich dieser westliche Regisseur mit der amerikanisierten Verfilmung eines Themas, das östlicher nicht sein könnte: Mangas. Alita: Battle Angel ist im Anime-Sektor zu Hause und dort auch nicht unbekannt. Das ist der Punkt, an dem Autoreifen im Gullideckel hängen bleiben können: Hier kommen die Kritiker und Manga-Fans zum Einsatz und schreien normalerweise nach “Geht gar nicht” und so weiter … aber auch hier kann ich wenig entdecken, das diesen Film weniger interessant machen würde. Die Umsetzung ist mega durchchoreografiert, man hat sich so viel Mühe gegeben, hier etwas von Belang an die Kundschaft weiterzureichen, das mir eher Respekt abverlangt statt Kritik über die Tische rollen zu lassen.

Im .trailer haben wir bereits einen guten Einblick bekommen, was auf einen wartet – und auch, wenn man das Ding auswendig mitbeten kann: Der Film wird deshalb nicht langweiliger oder zerstört, sondern erhebt sich als Epos am Himmel der Kinos, als gäbe es kein Morgen.

Glaubt mir: Wenn ihr diesen Titel auf euren .kinotickets stehen habt, dann war euer Abend ein berauschendes Event, dass nicht nächste Woche wieder vergessen ist, sondern von dem ihr auch nächstes Jahr noch erzählen werdet.

Fanschwarm, weil ich hier verlose und irgendwie von Twentieth Century Fox gekauft wurde?

Nope – ich schreibe weiterhin aus freien Stücken und verdiene hieran keinen Cent, damit genau das niemals passiert. Im Gegenteil: Das kostet mich sogar ne Menge Geld und ich gebe es gerne aus, weil ich – genau wie James – Kino liebe und es jedem von euch wünsche, solch ein Event endlich mal wieder zu erleben.

Producer James Cameron and Director Robert Rodriguez on the set of ALITA: BATTLE ANGEL. Photo Credit: Rico Torres.

© 2018 Twentieth Century Fox

G E W I N N S P I E L

Und damit das meine Leser können, ohne tief in die Taschen greifen zu müssen, gibt’s nun wieder ein fettes Fanpaket zu gewinnen: Twentieth Century Fox hat für euch nämlich 5x 2 Freitickets für Alita: Battle Angel (3D) ausgemacht und obendrein gibt’s noch 2 megacoole Poster zum Film dazu, die ihr euch in eure Zimmer hängen könnt, um das Kinoerlebnis wie im Fotoalbum früh beim Aufwachen nochmal zu erleben.

Und das beste ist: Die Kinos sucht ihr aus! Einfach mit den Verleih-Gutscheinen an die Kinokasse gehen und diese dort gegen 2 Freitickets für Alita: Battle Angel (3D) tauschen. Damit seht ihr das 3D-Spektakel auf Kosten von Twentieth Century Fox und werdet quasi indirekt von ihnen ins Kino eingeladen! Was will man mehr?

Wie ihr gewinnen könnt?

Kommentiert unter diesem Beitrag, ob ihr Filme grundsätzlich lieber in 3D oder in 2D seht und warum. Was gefällt euch an dieser Technik und welche Filme habt ihr evtl. schon in 3D gesehen und wie fandet ihr diese?

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Sonntag, den 17. Februar 2019 eingehen, entscheidet das Los und der Gewinner / die Gewinnerin wird von mir per E-Mail benachrichtigt. Bitte gebt also zwingend eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich euch schnell erreichen kann, damit die Karten und Poster rechtzeitig bei euch eingehen.

Das Gewinnspiel wird von www.kinoticket-blog.de veranstaltet und die Preise wurden von Twentieth Century Fox gestiftet. Es gelten die üblichen Bedingungen. Die Auswertung findet von mir persönlich statt und keinerlei Daten werden an fremde Institutionen oder ähnliches weitergegeben, sondern alles händisch von mir ausgewertet und nach dem Versand gelöscht.

Nun wünsch ich euch viel Glück, freue mich auf eure Kommentare und kann es kaum erwarten, bis der Film endlich in den Kinos startet: Ich werde definitiv wieder reingehen. Und ihr?

.kinoticket-Empfehlung: Vom Quasi-Schöpfer des 3D aus der japanischen Manga-Szene aufgeschnappt und als Leinwand-Epos mit neuem Leben versehen entdeckt man hier einmal völlig neu, wozu Kino überhaupt fähig ist!

Dieser Film macht einen Heidenspaß, liefert eine bombastische Welt und sorgt schon jetzt für mächtig Furore.

Die Steampunk-Welt ist großartig und detailverliebt gestaltet, die Action kracht gewaltig und das 3D ist so, wie es sein soll: Makellos! Wer den nicht im Kino sieht, macht einen gewaltigen Fehler – und Twentieth Century Fox spendiert sogar die Karten – einfach beim Gewinnspiel teilnehmen und etwas Glück haben!

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Alita: Battle Angel
Length: 122 Min.
Rated: FSK 12

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (3D)

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© 2019 Universal Pictures International

Nachdem der 3D-.trailer in den Sälen mit Brille auf dem Kopf schonmal richtig gezeigt hat, wo es demnächst langgeht, war auch bei mir die Lust geweckt, endlich die beiden Vorgänger zu sichten und mit vollem Karacho in den neuen Teil dieser Story einzutauchen: How to Train Your Dragon hat Erfolgsgeschichte geschrieben und ist nicht umsonst jetzt schon bei der Trilogie angelangt.

In Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt stürzen die Protagonisten erneut in ein Abenteuer, indem es um Mut, Kraft, Kampfgeist und Stärke geht. Und dabei fährt man allerhand optische Hochgenüsse auf, die dem Kino wieder mal seine besten Reserven entlocken und auf der Leinwand sowie im Saal für richtig Krach und Gaudi sorgen. Das Zusammenspiel zwischen den Hochglanzfarben, der gestochen scharfen Optik und dem bildschönen 3D sorgt in Verbindung mit einem super Soundtrack und eindrucksvollen Szenerien allein schon für ein Erlebnis, dass sich sehen lassen kann.

Und da ist wirklich für jedermann etwas dabei. Klar mögen die Dialoge hier und da etwas kindlich erscheinen und das Zielpublikum mit zwei schielenden Augen auch der jüngeren Riege angehören, dennoch ist ebenfalls für Erwachsene ein Event geboten, dass eines Kinos würdig ist und bei dem man nicht zwingend auf die Heimkinoveröffentlichung warten sollte.

Ich vertrete immer noch die Ansicht, 3D gehört ausschließlich in die Säle und niemals nach Hause, weil dort definitiv nicht die Atmosphäre und das Momentum erzeugt werden kann, wie auf dem richtigen Sitzplatz im Kino. Schon allein deshalb sollte man zum .kinoticket greifen und die Chance wahrnehmen.

Doch auch der Plot hat es in sich und weist eine gewisse “Süßheit” auf, die nicht von der Hand zu weisen ist und die sich damit in das Protegé der Vorgänger nahtlos einfügt. Auch hier sollte man die “3” im Titel etwas ignorieren und sich keine falschen Vorurteile in den Schädel setzen: Enttäuschungen bleiben auch an dieser Stelle sicher aus.

.kinoticket-Empfehlung: Der Gang ins Kino lohnt sich definitiv: Die Optik, 3D, der Sound und das Inhaltspaket passen derart stimmig zueinander, dass einem auch als Erwachsener hier ein Event geboten wird, dem sich niemand verweigern sollte.

Süß erzählt, ergreifend bebildert und majestätisch inszeniert setzt man die Erfolgsreihe fort und liefert nun den dritten Teil dieser Saga in technisch einwandfreiem Zustand für die Großbildleinwand ab.

Setzt eure Heimkinos auf Pause, verzichtet auf den “Ich warte, bis er …”-Satz und pflanzt euch mit Groß und Klein ins Kino und genießt den Film dort, wo er hingehört: Auf dem Big Screen!

Nachspann
❌ braucht man nicht ausharren, am Schluss folgt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: How to Train Your Dragon: The Hidden World
Length: 104 Min.
Rated: FSK 6

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