Mit Ana, Mon Amour erhalten wir eine deutsch-rumänisch-französische Produktion im Original mit deutschen Untertiteln. Für die meisten ist dies bereits ein Grund, das Kino zu meiden. In meinen Augen völlig zu Unrecht.
Diese Produktion hat bereits den Silbernen Bär für herausragende künstlerische Leistung (Schnitt) bekommen. Selbstverständlich mutet der Plot mit den Darstellern in ihrer Komplexität teilweise etwas schwierig an, was den Unterhaltungsfaktor aber nicht mindert.
Die philosophischen Ansätze, die in diesem Werk diskutiert werden, münden immer mehr in der Fokussierung auf die reellen Probleme des tatsächlichen Menschen, der diese Überlegungen anstellt und somit in Geiste versucht, ein besserer Mensch zu sein.
Dabei entpuppt sich der Film als eine Art Studie des Menschen. Es ist interessant, in die Abgründe der Seele hinabzusteigen und zu erkennen, das im Endeffekt immer der Mensch das schwächste Glied in der Kette ist.
Dies gepaart mit einer Liebesgeschichte der absolut besonderen Art macht aus dem Stück ein völlig neues Kinoerlebnis, dass man so schnell nicht vergisst.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer den Lichtspielhäusern unserer Zeit bislang vorgeworfen hat, nur Oberflächliches zutage zu tragen, findet hier jetzt keinen Grund mehr, sich nicht selbst aus der Haustür zu bewegen.
Die Nische, in der dieser Film vergraben ist, ist so weit weg vom Mainstream wie nur irgend möglich.
Der Film fordert geistig, enthält aber auch genügend Spannungsmaterial, um den Zuschauer hier gebührend zu unterhalten.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf also genüsslich nach draußen spazieren.
Kinostart: 24. August 2017

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