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wenn aus filmen leidenschaft wird

Assassin’s Creed (3D)

Es kracht wieder im Kino. Vorausgesetzt, man stellt die Lautsprecher seitens der Betreiber leicht überhöht ein und gönnt seinen Besuchern damit, dass die Euros, die jeder für sein .kinoticket in diesem Fall hingeblättert hat, auch wirklich lohnenswert waren.

Denn hier sollte man als Gast tatsächlich in die Taschen greifen und nicht nur die Vorstellung buchen, sondern alle Features mitnehmen, die dieser Film zu bieten hat, auch das 3D. Scheiß drauf, was es kostet.

Wieso? Eingefleischte Fans dieser Spielereihe (ja, es handelt sich tatsächlich um eine Gameverfilmung, die sehenswert ist) strömen sowieso in die Kinos um sich die Adaption in aller Größe zu geben und zu sehen, was Hollywood aus dem Kultspiel gemacht hat.

Mein allergrößter Pluspunkt: Der Sound! Ich sag nur: Wow! Und meine damit nicht ein bekanntes anderes Onlinespiel… – Komponist Jed Kurzel hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet und bietet allein schon vom Hören ein Audioexemple, dass weit und breit in der Game-Verfilmungswelt keinerlei Vergleichbares antrifft. Man kann seine Augen schließen und sich einfach von der Wucht der beeindruckenden Impressionen audiovisueller Natur ein paar Kilometer weiter in den Boden rammen und diesen brachial-harten Beat in seiner ästhetischen Schönheit auf sich wirken lassen … wenn die Betreiber des Kinos vorher rechtzeitig in ihre Anlagen investiert haben und diese bei den Vorstellungen auch an ihre Grenzen führen.

So und nicht anders kann ich mir all die negativen Kritiken seitens der Presse und Besucher erklären, die wiederum eines nicht verstanden haben: Filme sind eine Kunst, die es nicht nur zu konsumieren gilt (man trinkt Wein auch nicht aus alten Pappbechern), sondern bei der man nicht nur gezielt seine Filme auswählt, sondern ebenfalls das passende Kino dazu. Und da greift bei vielen die gute alte Faulheitsregel: Warum sollte ich 120 km in ein passendes Kino fahren, wenn es um die Ecke auch eins gibt, das zwar nicht so toll ist, aber den Film genauso zeigt?

Falsch. Falsch falsch falsch! In diesem Fall macht diese lapidar herbeigeführte Entscheidung nämlich den kompletten Film kaputt! Assassin’s Creed lebt von dem Zusammenspiel der Musik, Töne, Effekte und den dazu gezeigten Bildern, die sich nicht unbedingt auf brutale Action ausrichten, sondern in ihrer Gänze als Konstrukt überzeugen, bei dem man nicht von der Story, sondern deren Umsetzung überzeugt wird und anschließend ohrwurmträllernd durch die Straßen schlendert und dafür dankbar ist, dass es Apple Music gibt …

Selbst in der deutsch synchronisierten Fassung greift diese packende Wucht, obgleich die Dialoge noch etwas bescheuerter klingen als im Original, da plottechnisch hier genauso Schindluder getrieben wurde, wie bereits in den Folgespielen, wo auch nicht wirklich mehr auf die Storyline geachtet wurde, sondern man eher auf visuelle Effekte gesetzt hat.

Die Schauspielgrößen (Michael Fassbender, Jeremy Irons, Marion Cotillard) liefern nämlich auch hier allein durchs Rumstehen irgendwo Größe ab, was letztendlich nur durch das Drehbuch selbst kaputtgeschrieben wird, wofür der komplette Crew-Rest aber auch nicht wirklich was kann. Es mag verwunderlich sein, wieso man sich an dieser Stelle für diese Art von Geschichte entschieden hat, wäre da doch so viel mehr Potenzial gewesen, auch erzählerisch noch auf die höchsten Klippen zu steigen, jedoch sollte man das Beschweren darüber lieber den Kolumnisten irgendeiner Zeitung überlassen, sich ein Popcorn schnappen, die Kinoleitung beknien, dass sie die Lautstärke über Normal regelt und die Show einfach genießen.

Der beeindruckende Effekt, den Assassin’s Creed damit bei den Zuschauern hinterlässt, ist auch so ein Epos an sich, worüber sich all jene freuen, die Gäste in einer meiner Vorstellungen sind, denn ich lass es mir niemals nehmen, diesen Film durch zu nischenhafte Boxen in den Abgrund stürzen zu lassen.

Damit lebt oder stirbt er.

.kinoticket-Empfehlung: Wählt zu dem Film das richtige Kino und lasst die richtige Lautstärke einstellen, alles andere macht euch die komplette Vorstellung kaputt!

Sound, die dazu gezeigten Bilder und die Schauspielgrößen, die man dazu gesellt, bilden ein Komplott, das als Ganzes sehenswert ist, sofern man von der packenden Wucht der Szenen audiovisuell in den Sessel gedrückt wird. Ist dies nicht vorhanden (Dorfkinos, TV, Blu-rays oder VOD), ist der Film als solches gar nicht sehenswert.

Wer hier nicht ins richtige Kino geht, der braucht gar nicht erst drüber nachdenken. Alle anderen haben ein Extraerlebnis meisterlicher Klasse, bei dem Story nicht wichtig und Momentum alles ist. Genießt es!

Nachspann
❌ wird keiner geliefert, allerdings gilt auch hier wieder: Sperrt die Ohren auf … es lohnt sich so dermaßen, ich bin immer noch ganz zittrig vor Aufregung!

Kinostart: 27. Dezember 2016

Original Title: Assassin’s Creed
Length: 116 Min.
Rated: FSK 16

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13 Comments

  1. Um wie viel besser wird denn die Story durch ein besseres Kino?

    • Ben

      Nicht die Story wird besser sondern das insgesamte Erlebnis als solches.
      Was ich rüberbringen wollte war, dass man es hierbei schaffen muss über die Story hinweg zu sehen und sich allgemein auf die Eindrücke konzentrieren sollte und die durchaus beeindruckend sind in den richtigen Kinos.

      • Ich weiß schon, was du meinst. Aber ich würde dann doch nicht so weit gehen, dass jeder, der den Film nicht gut fand, im falschen Kino saß. Der Film ist in meinen FLop 3 2016 und selbst eine IMAX-Erfahrung hätte den nicht davor bewahrt, dass ich ihn allenthalben durchschnittlich gefunden hätte.

        • Ben

          Es trägt einen großen Anteil dazu bei, den Film scheisse zu finden, wenn selbst nicht mal der Ton überzeugend rüber kommt. Das Sounderlebnis in dem Film finde ich überragend.
          Sieh es quasi eher als “bebildertes Orchester” denn als Film mit Soundbeigabe – und das geht nur, wenn das Kino genau da seine Stärken ausreizen kann und dieses “Hörspiel” macht zumindest mir höllisch Spaß. Und da gibt es eben eine ganze Menge Kinos, die das eben nur durchschnittlich sind und damit garantiert dafür sorgen, dass wirklich alles an dem Film schlecht ist.

          • Es stimmt natürlich schon, dass zu einem Kinoerlebnis alles dazugehört. Das Polfilter-3D bei uns ist z.B. völliger Käse und runiert durch das viel zu dunkle Bild fast alleine einen gesamten Film.
            Aber ich denke, dass da jeder andere Schwerpunkte an einen Film stellt. Und bei mir gehört der Sound nicht unbedingt dazu. Bei Jack Reacher 2 fand ich die knackenden Knochenbruch-Geräusche auch super, aber trotzdem war ich insgesamt gelangweilt.
            Nur würde ich für Assassin’s Creed jetzt auch keine 200 km fahren, um mich davon überzeugen, ob das audioviseulle es mehr rausreißen würde. Star Wars VII habe ich z.B. im IMAX, im “normalen” Kino und im Heimkino gesehen und war jedes Mal von den Charakteren und dem flotten Erzähltempo angetan. IMAX war natürlich das beste Erlebnis, alles andere wäre gelogen, aber ich gehöre zu den Leuten, denen es mehr um den Film geht und was er in mir auslöst. Liegt vll. daran, dass ich bis vor drei Jahren mit meinem kleinen Röhrenfernseher ausgekommen bin.
            Übrigens weiß ich nicht, ob es Absicht ist, aber bei deinen Kommentaren in WordPress wird mir immer ein Javascript angezeigt
            https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

          • Ben

            Ich suche bei einem Film immer die Absichten dahinter. Die der Macher und die, die einen Zuschauer dazu bewegen könnten, sich gerade für diese Vorstellung zu interessieren.
            Ich sehe hunderte Filme im Jahr und habe dazwischen immer wieder Ausreißer – positive und negative. Und zwischen all den Filmen gibt es hier und da dann mal Streifen, wo es einem egal ist ob die Story top ist oder nicht. Die muss nicht überall top sein. Ich erwarte von Transformers zb auch keinen geschichtlichen Tiefgang sondern nur abartig geiles 3D und dass es richtig kracht und rummst.
            Wer jetzt genau diese Erwartungen an diese Filme stellt, der wird dabei nicht enttäuscht werden.
            Viele Menschen gehen “blind” ins Kino und entscheiden spontan, was sie schauen. Solchen Menschen möchte ich mit auf den Weg geben, dass die Entscheidung FÜR Assassins Creed eben nur in Verbindung mit der Erwartung (und Erfüllung) von technischer Seite her ein gutes Kino-Erlebnis wird und jegliche Hoffnungen auf gute Story enttäuscht werden.
            Und genau so ein Film ist das hier: wie auf Drogen sein, keine Vernunft walten lassen, sondern einfach geschehen lassen und im Sound-Strom mitschwimmen.
            Im Heimkino kann dieses Teil nur versagen.
            P.S. Das Java Script hat irgendwas mit der Kommentar-Like Funktion zu tun oder so, dass hängt aber nicht bei mir, sondern an den Programmierern der WordPress Plattform, wo ich mein Blog gehostet habe. Ist mir auch schon aufgefallen, taucht mal auf und mal nicht. Wenn jemand weiß wie man das abstellen kann ohne die Like-Funktion auszuschalten, darf er/sie mir gerne behilflich sein. Ich geb auch ein Bier aus 😉

          • Hab das sonst bei noch niemandem gesehen mit dem Javascrip, hat aber wohl mit diesem Rating-Widget zu tun
            https://support.polldaddy.com/rating-widget/
            Das mit der Erwartungshaltung ist völlig in Ordnung und je nach Zuschauer auch wichtig. Allerdings setzen wir offensichtlich auch bei Action unterschiedliche Ansprüche an einen Film. Transformers ist für mich alles andere als “gute” Action, weil er es zu keiner Zeit schafft, den Actionszenen Übersichtlichkeit zu geben. Und so etwas nervt mich ungemein. Genauso die mit hundert Schnitten versehenen Kampfszenen in Assassin’s Creed, die meiner Meinung nach ohne viel Liebe für Martial Arts auf die Leinwand gebracht wurden.
            Zudem bezweifle ich, dass es den Machern bei diesem Film darum ging, dass die Zuschauer sich nur am Ton ergötzen und der Rest egal ist. Dem Verantwortlichen für den Ton vielleicht, aber sonst hege ich da meine Zweifel. Alles Spekulation, ich weiß.
            Mir geht es hier auch nicht darum, dir deine Meinung kaputt zu machen, oder sie zu ändern. Dass dir der Film gefällt, du dazu stehst und darüber gesittet diskutieren kannst, finde ich sogar sehr gut.Ich für meinen Teil finde jedoch, dass zwischen “Enttäuschung” und etwas “gut” finden, ein riesengroßer Unterschied liegt.
            Andererseits stellst du gut heraus, dass für dich der Sound bei dem Film an erster Stelle liegt und was soll man daran groß kritisieren. Jeder wird in dieser Hinsicht andere Kriterien an einen Film legen. Wobei auch das von Film zu Film unterschiedlich ist. Transformers z.B. würde ich nie an der Story messen, weil es dem Film offensichtlich nie um die Story ging. Aber bei Assassin’s Creed bin ich der Überzeugung, dass es die Macher sehr wohl auf eine interessante Story angelegt haben. Ansonsten hätten sie die meiste Zeit kaum in der Gegenwart mit Gesprächen verbracht, die die Geschichte erklären.
            Aber wie gesagt, mit Begründung finde ich jede Meinung okay, sofern man gegenteilige auch zulässt.

          • Ben

            Den Machern ging es darum, den Verkauf der Spiele wieder anzukurbeln und nicht mit dem Film Geld zu verdienen, sofern man Wikipedia glauben schenken darf in diesem Punkt.
            Ich kenne jedoch auch andere Spieleverfilmungen, die um so vieles grottiger sind als Assassin’s Creed, die in meinen Augen rechtfertigen, dass dieser Film hier den Status “gut” durchaus verdient hat. Auch würde ich nicht so weit gehen und das hier als C-Movie bezeichnen, dieses Attribut darf man bei so manchem Versuch, ein Game zu verfilmen aber durchaus doch anwenden.
            Ich schätze mal, die Spielereihe ist einfach zu populär, so dass die meisten damit gleich überhöhte Anforderungen stellen und man Sachen erwartet, die so in Richtung Herr der Ringe tendieren und dabei vergessen wird, dass hier die Vorlage eine intuitive Bedienung ist, die dadurch lebt, dass der Zuschauer vieles selbst entscheidet, während er den Charakter steuert, während man im Film bloß einflusslos daneben sitzen kann und akzeptieren muss, was einem geboten wird. Bei anderen Geschichten (mit mehr Handlungsspielraum) mag dies ok sein, aber in diesem Falle ist es eben für viele einfach enttäuschend und damit dann gleich das gesamte Werk doof.
            Und mit dieser Meinung wird – zumindest den Audioleuten – unrecht getan.
            Der Sound war spitze. Die Klamotten ja wohl auch. Und so mies, wie der Plot und die Dialoge nun mal sind: das Momentum, wenn man zu “Geschwindigkeit” auffährt, sind durchaus sehenswert und für mich den Preis eines Kinotickets würdig.

  2. Florian Jänicke

    Wunderbar und gelungen beschrieben,
    Es sollte immer das passende Kino zum Film gewählt werden.

  3. Japp, deswegen haben sie sich auch mehrere Hollywood-Größen ins Boot geholt. Außerdem sollte man im gleichen Zeitraum ein Spiel auf den Markt bringen, um den Verkauf anzukurbeln. Til Schweiger z.B. wollte das mit dem Cro-Film genau andersrum. Er erhoffte sich, dass Cro ein lbum rausbringe, damit er in aller Munde ist und die Leute ins Kino strömen. Es gab aber keines. Und hier fehlt mir das dazugehörige Spiel. Zudem sorgt ein FIlm, der bei allen gut ankommt für mehr positive PRfür ein kommedes Spiel und bleibt auch länger im Gedächtnis als eine durchschnittliche bis negative Erfahrung.
    Dieses Argument, dass es schlechtere Videospielverfilmungen gibt, habe ich auch schon an anderer Stelle gelesen. Aber dem steht zum einen entgegen, dass Videospielverfilmung kein Genre ist und man Assassin’s Creed mit anderen Abenteuer-Action-Filmen vergleichen sollte und nicht mit Uwe-Boll-Produktionen oder Silent Hill: Revelations. Zweitens wird ein FIlm nicht deshalb “gut”, weil er besser ist als noch schlechtere Filme. Würde ich jede Komödie nur Beilight & Co. vergleichen, dann stünde sie natürlich ganz gut da. Aber es gibt auch Videospielverfilmungen, die in meinen Augen um einiges besser waren. Und selbst aus dieser Gruppe fand ich nur Silent Hill I wirklich sehenswert. Mir persönlich ist wumpe, ob es ein A-,B-,C- oder Z-Movie ist. Wenn ich mit einem FIlm Spaß habe, dann gebe ich ihm eine gute Wertung und fühle mich unterhalten. Hier leider nicht.
    Auch hier kann nur für mich und diejenigen sprechen, die mit mir im FIlm waren und wage es nicht eine Prognose für alle Gamer und nicht-Kenner abzugeben, aber meine / unsere Erwartungen waren einfach nur einen unterhaltsamen Action-Film zu sehen, der ein Paar Dinge aus dem Spiel übernimmt und im besten Fall die Story für einen FIlm anpasst. Denn ein Film funktioniert, wie du bereits schreibst, anders als ein Spiel.
    Die zwei Begleiter, die die SPiele nicht gespielt haben, saßen am Ende da und haben (und das lieder keine Übertreibung, um meinen Punkt zu unterstützen) und haben so gut wie nichts von der Story kapiert. Sie war da und mein Standpunkt bleibt nach wie vor, dass es den Machenr auch darum ging, eine Story zu erzählen, aber für die beiden war sie nicht erkenn- und entschlüsselbar. Die Action fanden wir alle vier zu unbersichtlich und zu schnell geschnitten. Geschmackssache. Das Ende mit dem plötzlichen Charakterwechsel von der Tochter hat für ungläubiges Kopfschütteln gesorgt, auch wenn kurz Spielflair geatmet wurde mit der Infiltration. Achja, selbst derjenige, der die Piele mal gespielt hat (längere Zeit her) hat mich gefragt, wer die guten und die bösen sind, wer eigentlich was wollte und was der Eden-Apfel genau macht. Da hilft auch eine erklärende Texttafel zu Filmbeginn nicht weiter.
    Könnte an dieser Stelle weiter Fehler aufzählen, die ihn für mich zu einem schlechten Film machen. Schlecht, nicht enttäuschend, nicht durchschnittlich, schlecht. Aber wie gesagt geht es mir jetzt nicht darum, irgendjemand auf die dunkle Seite zu ziehen, denn es macht viel mehr Spaß, wenn man Gefallen an einem Film hat.
    Mir geht es an dieser Stelle nur noch darum, dass du dir scheinbar unbedingt erklären möchtest, warum Assassin’s Creed von so vielen Leuten nicht gemocht wird. Man hätte zu große Erwartungen gehabt (wer soll hier bitte Herr der Ringe erwartet haben?), bzw. auf die falschen Dinge geachtet haben. Aber ist es nicht vielmehr so, dass Menschen nunmal einen völlig unterschiedlichen Geschmack haben? Lies dir fünf Kritiken zu diesem Film durch und du wirst völlig unterschiedliches Zeug zu lesen bekommen. Kann dir eine zeigen, bei der das Fazit ist, dass besonders Videospielfäns keinen Spaß mit haben würden und eine, die mit den Worten schließt, dass er für Videospielfans großartig sei. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und ich finde es gut, dass du auch weißt, warum er dir gefällt, finde es aber verkehrt zu argumentieren, warum er anderen gefallen sollte. Ich weiß es ist kein gutes Gefühl, wenn ein Film, der einem so richtig gut gefallen hat, bei dem Großteil der Leute untergeht bzw. sogar zerrissen wird. Aber da sollte man drüber stehen und sich nichts draus machen. Meine Meinung. Denn am Ende steht die Frage, wer sich bei einem Kinobesuch eines Action-Films, der eine Story über freien Willen erzählen will und die Frage nach der Herkunft von Bösem auf der Welt stellt, einzig auf den Sound konzentriert. Die Zahl wird verschwindend gering sein. Denn selbst bei den postivien Reviews (derer es in der Film-Blogosphäre durchaus einige gibt) habe ich bis auf deine Seite noch nichts davon gelesen, dass der Sound der Grund für das Gefallen ist. Jeder hat seine eigene Herangehensweise und wird dies auch nicht ändern.
    Bei so einem Experiment wie Victoria, wo der ganze Film drauf ausgelegt ist (bsp. auch Boyhood) mag das vll. noch funktionieren, dass einem der Film mit dem Wissen um die Machart besser gefällt, aber wenn der Ton nur ein kleiner Teil der gesamten Produktion ist, dann wird es sehr schwer, jemanden nur dadurch von einem Film zu überzeugen. Besonders dann, wenn mir der Rest beinahe unterträglich erschien.
    Du stehst jedenfalls nicht alleine mit der Meinung, dass Assassin’s Creed besser sei als sein Ruf. Aber bei mir stößt du da auf taube Ohren. Wobei ich gerne darüber diskutiere, wie du merkst 😉

    • Ben

      Dann bin ich mal gespannt, was du zu der nächsten Videospielverfilmung sagst – Resident Evil: The Final Chapter (3D), den ich gestern gesehen habe und der am 26. in die Kinos kommen soll.
      Da wären wir ja quasi wieder bei dem gleichen Thema und sobald das Embargo rum ist, werde ich meine Meinung dazu auch gerne kund tun 🙂

      • Wenn ich mir den überhaupt anschaue. Manchmal ist mir mein Geld dann doch zu schade, besonders wenn er nur in teurem 3D gezeigt wird. Denn wie ich die bisherigen Verfilmungen wahrgenommen habe, hatten die ihre stärkste Szene jeweils am Schluss, der nächste Film schloss aber nie direkt daran an. Von dem her sagt mein Kopf mitsamt meinem Geldbeutel, dass das ein VOD-Film wird. Zudem kommen in der gleichen Woche Split und Hacksaw Ridge, die mich um Welten mehr interessieren.
        Musst dich also bis zu meinem Aufschrei gedulden.

        • Ben

          Split schaffe ich die Pressevorführung nicht, weil ich an dem Tag arbeiten muss – Hacksaw Ridge interessiert mich genauso brennend. Mit Kinoflatrate interessieren mich persönlich die Preise weniger und daher schau ich mir grundsätzlich auch alles an – egal, wie gut oder schlecht ^^

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