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wenn aus filmen leidenschaft wird

Author: Ben Page 2 of 92

Frühes Versprechen

© 2019 Camino Filmverleih

Romain Gary mag für viele ein völlig neuer Name sein, mit dem man erstmal nichts weiter verbindet. Ich kannte ihn auch nicht … saß aber völlig gebannt im Kino und habe den Film, der das autobiografische Werk seines Lebens nacherzählt, mit Erstaunen und Entsetzen betrachtet! Eric Barbier hat sich der Aufgabe angenommen, sein Meisterwerk zu verfilmen und ihm damit die würdige Ehre zu erweisen, die er durchaus verdient hat!

Frühes Versprechen tischt also französische Eloquenz, Durchsetzungsvermögen, Lebensstärke, Gerissenheit, Witz und Humor, Tragik und viel Erzählkraft auf und versetzt so den Zuschauer mit wahren Tatsachen in Erstaunen. Und die Verfilmung wurde von der Presse vorwiegend positiv aufgenommen und hat auch bei mir seine Spuren hinterlassen.

Selbst, wenn man kein so historischer Mensch ist, einem die Schnörkel an Schlössern egal sind und man dem nostalgischen Touch französischer Romantik nichts abgewinnen möchte: Frühes Versprechen schafft es trotzdem, die Kritiker gefangen zu nehmen und ihnen Kurzweil zu bieten. Dies liegt nicht zuletzt an den Schauspielern, die es auch hier wieder einmal schaffen, in ihren Rollen völlig aufzugehen und glaubhaft dazustellen, was sich damals abgespielt hat. Man zeichnet auch ein sehr authentisches Bild von damals und liefert eine Arbeit ab, die in sich vollkommen stimmig ist und keine nennenswerten Mängel aufweist.

Doch nicht nur die Technik und Kulisse stimmt, sondern die Inhalte reißen so sehr in seinen Bann, dass man den Rest geflissentlich ignorieren könnte, um ein wunderschönes Kinoerlebnis zu genießen … und wenn der dann auch noch stimmt, dann ist der Abend quasi fast schon perfekt.

.kinoticket-Empfehlung: Ansehen, Ansehen, Ansehen!

Eine wunderschön erzählte, mitreißende Geschichte eines Jungen, dessen Leben so bewegt ist, dass nicht nur seine Biografie ein voller Erfolg wurde, sondern die Verfilmung derselben ebenfalls höchste Aufmerksamkeit verdient hat.

Hier ist Bild, Zeitalter, Kulisse, Klamotten und Plot in sich stimmig und vereint zu einem Ensemble, dass Kurzweil garantiert und zumindest auf der Leinwand schonmal für einen gelungenen Abend sorgt.

Daumen hoch!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: La Promesse de l’aube
Length: 131 Min.
Rated: FSK 6

The LEGO® Movie 2

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© 2019 Warner Bros. Ent.

Die Idee ist eigentlich grandios: Im Zuge des Erfolgs von Minecraft und der Pixel-Verblödung im Zeitalter von UHD und Co. einfach beides miteinander zu verbinden und “Pixel-Typen” in UHD auf die Leinwand zu werfen und damit gleichermaßen beide Fraktionen zu befriedigen.

Und was keiner merkt: Das Teil müsste mehr oder weniger als “Dauerwerbesendung” markiert werden und ist somit noch ein geniales Product-Placement, das offensichtlicher nicht sein könnte, aber rein gar keinen Wert darauf legt und sich somit so unterschwellig wie nur irgend möglich verhält… sensationell. Mit Augenmerk auf die hollywoodösen Anspielungen, die mehr nicht mehr sein könnten, zollt man als Unternehmen der Kinogemeinde Respekt und würdigt sie in ihrem eigenen Terrain. Großartig!

Das beweist nicht nur die bislang existente TV-Serie, sondern auch die vergangenen Kinofilme The LEGO® Movie, The LEGO® Batman® Movie sowie The LEGO® Ninjago® Movie. Jetzt führt man das Original eben in die Fortsetzung und ertüchtigt sich dabei an der Hürde des berühmten “zweiten Teils”.

Und ein Kinderfilm ist das schon lange nicht mehr. Ja, die Kids mögen vielleicht da rein rennen und sich ob der Situationskomik unterhalten fühlen, die Anspielungen gehören mittlerweile aber definitiv in die FSK-18-Riege, denn Kinder und Jugendliche können die Film-Sidekicks überhaupt nicht verstehen, sofern man sich im Jugendschutzgesetz-Rahmen bewegt. Das Ding gehört nicht nur in die 14:00 Uhr-Schienen, sondern darf gerne auch in den Nachtvorstellungen laufen, denn zum ersten Mal haben Erwachsene in einem als Kinderfilm vermarktetem Etwas mal wieder immens viel Gaudi!

Apropos “Zweiter Teil-Hürde” => Mit Bravour gemeistert und meiner Meinung nach einer der besten LEGO®-Movies aller Zeiten! Die Gags sind mit den Zuschauern erwachsen geworden, die Story ist nicht mehr dämlich, sondern fast schon tiefgründig, es gibt eine Pointe und man fühlt sich über alle Maßen unterhalten und bespaßt.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass ihr diesem Film den gewünschten Erfolg bringt und den Lieferanten die Besucherzahlen schenkt, die sie sich erhoffen, damit diese genügend Anreize haben, damit weiterzumachen und uns auch in Zukunft mit derlei geilem Entertainment beglücken!

.kinoticket-Empfehlung: Best LEGO® Movie eva!

Mit mehrfach-eindeutigen FSK-18-Anspielungen längst nicht mehr die Kids als Focuspoint, sondern auf ein erwachseneres Publikum ausgerichtet. Man liefert wahnsinnig kurzweilige Unterhaltung, Mörder-Gags und eine Story, die fast schon das Attribut “tiefgründig” verdient.

Mega Leistung, gerne mehr davon. Die Entwicklung ist definitiv die richtige!

Nachspann
✅ Anfangs darf man getrost sitzen bleiben, beim “Roll Over” darf dann raus spaziert werden – das ist ewig lang und hält keine weiteren Szenen mehr parat.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: The LEGO® Movie 2: The Second Part
Length: 107 Min.
Rated: FSK (tba)

Belleville Cop

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© 2019 Constantin Film Verleih GmbH

Omar Sy ist seit spätestens Ziemlich beste Freunde als Schauspieler bekannt und in aller Munde: Damit steht er für qualitatives, hochwertiges Kino und sollte eigentlich ein Garant für den Erfolg eines Filmes sein, in dem er mitspielt.

Belleville Cop versucht, Miami Vice in die Neuzeit zu portieren und damit den Generationswechsel, der inzwischen stattgefunden hat, zu übertünchen und den Frischlingen das zu bieten, was unsere Eltern und Großeltern damals gefeiert haben.

Doch irgendwie geht die Rechnung nicht ganz auf. Der Plot hat zwar ansatzweise Reißer drin, aus denen man etwas Berührendes erschaffen hätte können, die Art und Weise der Umsetzung kommt – zumindest in der deutschen Synchronfassung – aber nicht wirklich beim Publikum an: Irgendwas fehlt, um die Story generell ernstnehmen zu können. Man driftet leicht in die Belanglosigkeit ab und reiht sich damit eher in die Kategorie “Filme, die keiner braucht und die mit allen Mitteln versuchen, witzig zu sein” ein. Damit schaufelt man sich selbst gewissermaßen sein eigenes Grab, obwohl eine gewisse nostalgische Note im Bezug auf Miami Vice unverkennbar ist.

Vielleicht hat man sich aber auch verkalkuliert und verkannt, dass Sy einen Film allein nicht tragen kann, sondern eben “nur” als Sidekick bestens funktioniert und es eben bei Ziemlich beste Freunde nicht sein Schauspiel allein, sondern die Kombination der Konstellationen gewesen ist, die den Erfolg ausmachten. Das fehlt hier und wird allein durch wenige Lacher etwas entschärft und aufgelockert. Dies reicht jedoch nicht, um den Film als Gesamtes rauszureißen und das Publikum mit einem Wohlgefühl zurück nach Hause zu schicken.

.kinoticket-Empfehlung: In Ansätzen gut gemacht, der gewünschte Knalleffekt bleibt aber aus: Der Generationenwechsel von Miami Vice in die Neuzeit funktioniert nicht so recht, dafür sind die Charaktere evtl. auch etwas zu überzeichnet.

Der Film hat seine Momente, das Gesamtkonstrukt krankt aber an mangelhafter Umsetzung und persifliert sich damit eher selbst, als in die würdigen Fußstapfen vergangener Tage zu treten. Schade, denn die Idee ist sicherlich nicht von schlechten Eltern.

Nachspann
❌ enthält keine weiteren Szenen, rausgehen erlaubt.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Le Flic de Belleville
Length: 111 Min.
Rated: FSK 12

Fahrenheit 11/9

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© 2019 Weltkino Filmverleih | Midwestern Films LLC All rights reserved

Nun ist die Verwirrung perfekt: Bowling for Columbine konnte man von Fahrenheit 9/11 noch unterscheiden. Aber Fahrenheit 9/11 von Fahrenheit 11/9? Warum bringt Michael Moore den alten Schinken jetzt wieder ins Kino?

Äh … das ist der neue von ihm … und er handelt nicht vom 11. September (wie war das nochmal mit dem umgekehrten Monats-Tags-Dingens bei den Amis?), sondern ist sein aktuelles Werk über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, dessen Machenschaften, Ehrgeiz und Handhabe er in seiner neuesten Dokumentation leicht verständlich, aber dennoch impulsiv, inhaltsmächtig und provokant offenlegt.

Dass es Moore schon seit jeher auf die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika abgesehen hat (“Shame on you, Mr. Bush, shame on you!” [Zitat Michael Moore auf den 75th Academy Awards beim Gewinn des Oscars für Bowling for Columbine]), wissen wir seitdem ja. Ironischerweise sagte Trump damals, dass er sich wünscht, Moore würde nie einen Film über ihn machen … und voilà – da ist er.

Ich weiß, es ist sehr spät dafür, und ich weiß, der Film läuft quasi nirgends. Womöglich haben die Kinobetreiber selbst nicht gerafft, dass dies keine Wiederholung ist, sondern ein brandheißes neues Eisen, dass zwingend auf die Leinwand gehört und dort von so vielen wie nur irgend möglich gesehen werden sollte.

Umso genialer zu erfahren, dass es diverse Schulklassen in Sondervorstellungen davon schaffen und ich im Rahmen einer dieser Vorstellungen doch noch an dieses Werk gelangt bin. Und noch genialer ist, dass mir hunderte dieser Schüler am Ausgang gesagt haben, sie würden:

a) wieder in diesen Film gehen
b) nochmal Geld bezahlen, um ihre Freunde auch mit reinzunehmen und ihn nochmal anschauen
c) es weitererzählen und Werbung für den Film machen, da er grenzgenial ist

Und ja, das Ding ist Bombe und sprengt sich mit so viel Durchschlagskraft den Weg zur Wahrheit frei, dass selbst Moore, dem viele ja intensive Selbstinszenierung vorhalten (wo auch in der Vergangenheit tatsächlich etwas dran war) sehr in den Hintergrund rückt und es hier tatsächlich um die Inhalte geht und nicht um ihn.

Und was dort preisgegeben wird, mit welcher sarkastischen, zynischen und bitterbösen Wahrheit man hier auf unausgesprochene Fakten losgeht und diese belegt, schreit förmlich zum Himmel.

Gerade deshalb sind Filme wie dieser enorm wichtig, weil selbst die Medien mantraartig nachbeten, was man ihnen vorgibt und von “Pressefreiheit” schon lange keine Rede mehr sein kann. Wer kontrolliert also die Mächtigen? Wer legt offen, was keiner mehr recherchiert? Wer kümmert sich darum, wenn ganze Bevölkerungsgruppen verarscht werden?

Das Separieren in Gruppen von Unwissenden ist seit jeher ein Mittel zum Machterhalt, bloß nicht zu viele Informationen, bloß keine Zusammenhänge herstellen, bloß nicht das ganze Gesamtbild betrachten lassen, sondern immer nur schön unwichtige Brocken, die für sich selbst dann auch gar nicht so schlimm aussehen.

Das, was Moore hier macht, ist genau das Gegenteil davon: Er schöpft so viele Informationen wie möglich, packt sie in verständliche Worte und bringt sie dem Zuschauer auf einem Tablett so angeordnet, dass dieser sie trotz seiner Komplexität versteht und sich anschließend seine eigene Meinung zu den Dingen bilden kann.

Es werden genug Fragen gestellt, die man sich selbst beantworten darf. Es werden Verbrechen aufgezeigt, die so groß und unfassbar sind, dass sie selbst hier in Deutschland in den Medien präsent waren, aber doch irgendwie im Trubel des eigenen Alltags untergegangen sind … und wenigstens einer schert sich darum und zeigt, wie es tatsächlich aussieht mit dem Land, was hierzulande oft nur von Hörensagen-Märchen geprägt ist.

.kinoticket-Empfehlung: Auch, wenn er kaum zu finden ist: Stürzt euch auf die Screenings, die noch angeboten werden, fragt in den Kinos nach, fordert es ein und bittet, dass möglichst viele Säle den Film wieder ins Programm zurückholen, denn seine Mächtigkeit ist überragend und gesehen haben ihn viel zu wenige.

Und wer irgendwo die Chance hat, ihn zu sehen – ganz gleich, wo – ergreift sie! Das Ding ist wichtig … und den erschütternden Blicken der Kids nach zu urteilen auch inhaltsgewaltig und extrem sehenswert.

Also sucht sie, findet sie und bevölkert sie: Die wenigen Vorstellungen, die es vielleicht irgendwo noch gibt!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 17. Januar 2019

Original Title: Fahrenheit 11/9
Length: 128 Min.
Rated: FSK 12

Green Book – Eine besondere Freundschaft

© 2019 Entertainment One Germany GmbH

Inzwischen wurde dieser Film bereits mit einigen Auszeichnungen und auch bei der Mutter der Krönungsprozesse – den Academy Awards – mit reichlich Nominierungen bedacht, und das zu guter Recht. Kürzlich durfte sich eine große Fangemeinde der Sneak Previews über diesen Titel freuen und dabei ist etwas passiert, das – zumindest in meinem Kino – vorher noch nie vorgekommen ist: Bei den Bewertungen wurde 100% top erreicht!

Und das sagt tatsächlich etwas aus.

Green Book bewegt sich zwar zeitlich wieder in vergangenen Tagen, verarbeitet dabei aber eine aktuelle Botschaft und das auf eine Weise, die förmlich nach Nachahmung schreit! So galant ein so exzessives Thema zu umgarnen, dem Zuschauer einfach die Fakten zu präsentieren, ihn aber nicht in die Bedrückung zu reiten, sondern trotzdem lachen zu lassen, gleichsam aber einprägsam zu vermitteln, was es bedeutet, so von allen behandelt zu werden – hier haben die Macher ein Meisterstück geleistet!

Selten war ein ernstzunehmender gesellschaftlicher Kahlschlag so unterhaltsam und kurzweilig, selten wurden die grässlichen Eigenschaften des Menschen mit so viel Kultur und Esprit verknüpft, selten hat es so viel Spaß gemacht, sich mit einem der düstersten Kapitel der Menschheit auseinanderzusetzen.

Ja, das alles hört sich ziemlich wirr an. Auch, wenn dieses Jahr bei den Academy Awards viele Filme dabei sind, die es redlich verdient haben, ausgezeichnet zu werden: Dieser hier zählt zu denen, die man vorher definitiv gesehen haben sollte – und zwar nicht, um ihn irgendwie zu pushen, sondern weil er einfach 100% spitze ist.

In meinen Augen haben beide – Viggo Mortensen und Mahershala Ali – verdient, mit den Goldjungs nach Hause zu gehen, auch wenn das Ergebnis sicher anders aussehen wird. Gleichsam hätten die Drehbuchautoren und Plot-Schreiber verdient, honoriert zu werden, auch wenn deren „Einfälle“ auf wahren Ereignissen beruhen und die Story damals tatsächlich so stattgefunden hat.

Und da hört‘s nicht auf: Der Soundtrack … diese Musik ist absolut meins! Ein Titel nach dem nächsten, die verschiedenen kulturellen Ausflüchte, der Beat, die Sound-Totale im schwarzen Kinosaal: Hier braucht‘s die richtigen Boxen, um das vollends ausleben zu können und man tut sich selbst einen Gefallen, doch den größeren Saal zu buchen, statt im Dorfkino zu schauen, auch wenn der Film in seiner Aussage dort genauso wirkt.

Ihr merkt: Je mehr Arbeitsbereiche man vom Film aufdeckt, umso mehr erkennt man, dass an den 100% was wahres dran ist. Und das lässt für mich nur einen Schluss zu:

.kinoticket-Empfehlung: Geht rein! Unbedingt!

Hier gibt es absolut nichts auszusetzen: Nichts an der Geschichte, nichts an der Umsetzung, nichts an den Charakteren, nichts am Setting, nichts am Soundtrack, nichts an der Aussage, nichts am Humor, nichts am ganzen Film: Das Ding ist ein absoluter Volltreffer und muss von jedem von euch gesehen werden!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Green Book
Length: 130 Min.
Rated: FSK 6

Big Fish & Begonia

Big Fish - Begonia

© 2016 B&T Film

Achtung: Bei diesem Film handelt es sich wieder um ein Einmal-Event, welches nur heute, am Sonntag, den 3. Februar 2019 deutschlandweit in den Kinos gescreent wird!

Solltet ihr also in den Genuss dieses überaus sehenswerten Streifens gelangen wollen, müsst ihr euch heute (!) in ein Kino setzen, das diesen Film zeigt.

Das Plakat verrät bereits, dass es sich um asiatische Kunst handelt, die – was Animes betrifft – meist in Japan angesiedelt ist, hier aber mal nichts mit dem Land der Kirschblüten zu tun hat, sondern sich im Großraum China abspielt und auch von dort stammt. Dass der Erzählstrang dabei mit allerlei seltsamer “Natürlichkeiten” angereichert ist, ist ein Merkmal für Filme, die aus Fernost kommen.

Hier sind aber auch erneut viele Weisheiten, interessante Sprüche und die übliche fortschrittliche Denkweise der Chinesen etabliert und werden in einer Großgeschichte verpackt serviert, die mit Sicherheit jeden Zuschauer auf seine Weise packen wird. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wieso es derart positive und hochkarätige Filme nicht öfters auf die deutschen Leinwände schaffen, denn das Publikum ist doch längst da und das Interesse groß, solche Filme sehen zu wollen. Zumindest sind die Anime-Night-Säle fast immer ordentlich voll und zuweilen auch schon mal vollkommen ausverkauft.

Tut euch also selbst einen Gefallen und lasst diesen Tag im Zeichen des Lebens stehen, indem ihr nicht nur die (Nicht)Kirche eurer Wahl, sondern danach noch ein Lichtspielhaus aufsucht und euch auf die Reise begebt, die euer Leben ändern wird.

Unterhaltung, Spannung, Spaß, Farben, Formen, Licht, Reize, Sanftheit, Liebe und ein wahnsinnig cooler Zeichenstil sind das, was euch hier u.a. geboten wird. Und dabei ist man eben nicht voll in die Geek-Nische getreten, sondern spricht durch die doch relativ „bodenständige“ Zeichenart und die Abwesenheit völliger Skurrilitäten dann doch ein größeres Publikum an als nur die eingeschworene Anime-Fangemeinde.

.kinoticket-Empfehlung: Überlegt nicht so lange rum, sondern nutzt diesen Tag heute und geht in die Kinos.

Morgen ist nämlich schon alles vorbei und die Chance verstrichen, den Big Screen als Location für diese tolle Erzählung zu nutzen. Auch China kann nämlich „Anime“ und die verborgenen Weisheiten für sich selbst daraus zu entdecken und zu entfalten zählt für mich immer noch zu den lebensbereichernden Dingen, die man Filmen abgewinnen kann.

Dies hier ist einer, der dafür ausreichend Stoff bietet und der das Potenzial dazu hat, der nächste größte Hit zu werden. Und ihr wart dann dabei… wenn ihr heute ins Kino geht und ihn euch anschaut!

Nachspann
✅ Bitte nicht rausgehen, hier folgt noch eine Sequenz.

Kinostart: 03. Februar 2019

Original Title: Dayu haitang
Length: 105 Min.
Rated: FSK 6 | PG-13

The Possession of Hannah Grace

© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Horror. Kino. Eigentlich immer eine schlechte Idee. Mainstream-Horror kam noch niemals gut in der Genre-Gemeinde an und das richtig geile Zeug schafft es komischerweise niemals in die Kinos. Alles, was man in der Regel zu sehen zu bekommt, dümpelt irgendwo in der Belanglosigkeitsgrube vor sich hin und macht in Sachen Plot und „Wir erschrecken dich zu Tode“-Versprechungen immer die gleichen Fehler.

Ich habe gewissermaßen aufgegeben, guten Horror im Kino vorgesetzt zu bekommen und meine Hoffnungen ad Acta gelegt, die mich immer wieder vorwärts trieben und meine sehnsüchtigen Adrenalindrüsen schon im Vorfeld auf Hochtouren laufen ließen, wenn auf den Plakaten wieder irgendeine zukünftige Enttäuschung angepriesen wurde.

Inzwischen haben ja eh Halbkommerzialisierte den Bau übernommen, die fortan als Produktionsschleuder fungieren und so hoffentlich einen „Hit“ nach dem anderen landen, der zumindest viel Geld in die Kassen spült. Sehr zum Ärger des Horrorkinofans, der eben keine ausgewählten Schmankerl mehr vor die Füße gesetzt bekommt, sondern sich mit dem Schrott rumschlagen muss, den andere als „absolut tödlich“ bezeichnen.

Ja, man hat sich gewissermaßen damit abgefunden, dass niemand mehr bereit ist, neue Ideen auszuwählen und aus ihnen hervorragendes Kino entstehen zu lassen. Ja, man weiß inzwischen, dass die letzten Bastionen inzwischen die Filmfeste sind, auf denen das Material für den Deutschen unverständlich und vor allem nur ein einziges Mal über den Screen gejagt wird, auf dass ja keiner auf die Idee kommen könnte, das ihm das gefallen und er womöglich NACH seiner Arbeitszeit aus freien Stücken nochmals in den Film gehen kann. Gott bewahre.

Für den Rest sind Studios wie Blumhouse Pictures zuständig, die inzwischen ein absolut perfektes Allround-Puzzle entworfen haben, das mit „Einmal schütteln“ einen verkaufsfähigen Horrorscreener auf die Leinwände bringt und dabei abwechselnd mal absolut abkackt und dann wieder richtig fett Kohle macht.

Und der Horror-Fan?

Der bleibt auf der Strecke, wird noch einmal mit Stahlstiefeln getreten und ihm dann ein Rohr in die Eier gebohrt und gut ist. Immerhin steht der ja auf so einen Scheiß, right?

Nope.

The Possession of Hannah Grace macht hier einiges anders, krankt aber gleichermaßen an einigen schier unheilbaren Tatsachen. Fangen wir mal mit dem Positiven an: Der Einstand des Films. Optischer, akustischer und erschreckender Hochgenuss, der so richtig Bock auf den Film macht und quasi verspricht: Leute, die Zeiten haben sich geändert!

Ja, man bedient sich hier auch wieder der typischen Elemente, die man aus „Der Exorzismus der/des [hier Name einsetzen]“-Filmen schon zur Genüge kennt und die heute niemanden mehr erschrecken dürften, zeichnet aber dabei ein vollständiges und teils echt schmuck anzusehendes Gesamtwerk, das in seiner Aussage und dem „Wow-Effekt“ tatsächlich funktioniert.

Auch Pretty Little Liar-Star Shay Mitchell leistet großartige Arbeit und kommt nicht als die völlig verblödete Teenie-Schlampe daher, die wir sonst in zweitklassigen Gruselfilmen so oft auf den Knien ausgewalzt bekommen, sondern neben optischen Augenweiden liefert man hier auch noch ein wenig Hirn und einen halbwegs soliden Charakter, aus dem man tatsächlich etwas formen könnte.

Dann kommen ein paar völlig neue und (haltet euch fest!) realistische Ideen her, die dem Film quasi Raketendüsen nach oben verpassen und auch wunderbar durchgezogen werden, aus deren Potenzial man aber irgendwie nicht schöpfen wollte. Es scheint den Machern egal zu sein, dass sie hier eigentlich einen stummen Geniestreich erschaffen haben. Sie legen es hin, rühren es danach aber kein einziges mal mehr an. Why?

Also bleiben die toten, starren Erwartungen, dass man mal mit einem super Plot überrascht werden könnte oder es Szenen gibt, die einem die Fußnägel ausziehen und daraus schöne Bilder an der Fensterscheibe gestalten oder einfach nur das billige und leicht zu befriedigende Gefühl, etwas in Sachen Horror auf den Tisch zu kriegen, dass eben nicht vollkommen hirnlos ist, sondern (vielleicht sogar WEGEN) seiner Realismus-Nähe so viel Grusel erzeugt, dass die Leute davor gewarnt werden müssen, das zu sehen.

Ich säße in der ersten Reihe.

The Possession of Hannah Grace geht hier ein paar ganz gute Schritte in die richtige Richtung, stolpert dann aber auch wieder über die „üblichen Verdächtigen“ und entfaltet seine Größe einfach nicht, die aber nachweislich in diesem Ideen-Paket steckt.

Dennoch hat der Film ein paar ganz brauchbare Szenen und ist nicht auf ganzer Linie enttäuschend, so wie man es von anderen Gruselschockern inzwischen gewöhnt ist. Deshalb hat er‘s auch in die Top 5 geschafft: Im Vergleich zu allem anderen reden wir hier von einem wirklich geilen Stück!

.kinoticket-Empfehlung: Großartiger Einstand, teils schön gruselige Momente, abwesende Horrorfilm-Dummheit und Ansätze von Ideen, die man tatsächlich hätte aufgreifen sollen, statt sie einfach nur in den Raum zu stellen und anschließend daraus nichts zu machen.

Im Vergleich ein mit Abstand gelungenes Werk, wer allerdings den Oscar®-Überflieger sucht, den muss ich auch weiterhin vertrösten und ihm zuraunen: Warte noch ein bisschen, vielleicht ist der echte Tod gar nicht mehr so weit … 😉

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: The Possession of Hannah Grace
Length: 85 Min.
Rated: FSK 16

Plötzlich Familie

© 2019 Paramount Pictures Germany GmbH

Dass ich das noch erleben darf … Plötzlich Familie – ja, schon der Titel schreit nach „Just another one“. Mark Wahlberg – auch nicht unbedingt DER Garant für gelungene Comedy… dann irgendwelches Familiengeraffel mit Kindern – eigentlich meistens nur nervig und klischeebehaftet. Und ein .trailer mit “Die Presse ist sich einig…“ – braucht‘s mehr um ein schlechtes Gefühl zu haben?

Schon in der Vorschau im Kino waren die Lacher garantiert und man spürte die Anflüge von „Das könnte echt was werden“ – aber dann das?

Du siehst den Film, kringelst dich am Boden vor lachen und diskutierst hinterher im Foyer mit anderen darüber auf der Suche danach, was daran jetzt kritikwürdig wäre und findest… nichts!

HAMMER!

Dieses Ding hat einen Plot zum Niederknien! JEDER Gag ist einfach absolut gelungen, man feiert sich nicht selbst und zelebriert das, was jeder schon zum ersten Mal verstanden hat, noch 100x in Zeitlupe, sondern lässt das Publikum lachen während man straff am Geschehen weiterarbeitet und einfach noch mehr Gags aufs Volk runter regnen lässt. Die Charaktere allesamt meisterhaft gecastet – der Witz, die Nebenfiguren, die Ideen, die Kulissen, keine Schleimereien, keine Tränendrüsendrückerei, selbst in dramatischen Momenten schafft man es noch, mit Humor zu punkten und die Szenen so aufzulockern, dass sich niemand vors Knie gestoßen fühlt ohne sich dabei von den üblichen Regeln gängeln zu lassen.

Erzieherische Werte, Vorbildfunktion ohne uncool zu sein, Frische, Pep, Jugendprobleme, Erwachsenenprobleme und etwas ganz besonderes: Ehrlichkeit!

Dieser Film macht einfach nur WOW!

Und ja, ungefähr alle 10 Sekunden wird eine Steilvorlage für schlechte Witze geliefert und NICHT ausgenutzt, sondern man hält das Niveau und bricht wirklich KEIN EINZIGES MAL ab und landet doch wieder im Keller der schlechten Komödien, sondern liefert erstklassige Unterhaltung und eine wahre Geschichte oben drauf!

Ladies, Gentlemen und was noch alles so da draußen rum wandelt: Kino!!! Und zwar zackig!

Wer das hier verpasst – egal, ob Familienmensch, Kinderhasser, Single oder frisch verliebt: Ihr MÜSST diesen Film sehen oder ihr verpasst etwas großartiges!

.kinoticket-Empfehlung: Noch nie habe ich erlebt, dass ein Drehbuch und Plot so derart ausgereift und formvollendet war – und das in einer Komödie – der schwersten Form der Unterhaltung überhaupt!

Ohne Scheiß: Hier dran gibt es wirklich GAR NICHTS auszusetzen – das ist die perfekteste Komödie, die ich in meinem Leben je gesehen habe! Und das, obwohl eigentlich alles danach schreit, dass das gar nicht sein kann… Kann es! Plötzlich Familie ist der erstklassige Beweis dafür.

GEHT! REIN!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Instant Family
Length: 119 Min.
Rated: FSK 6

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

Checker Tobi - Das Geheimnis der Welt

© 2019 MFA+ FilmDistribution

Die kommende Woche hält viele Filmperlen parat und wir starten gleich mal mit der Kinoversion der gleichnamigen TV-Serie Checker Tobi, der sich auf die Geheimnisse des Lebens spezialisiert und diese für Kinder unglaublich lehrreich und einprägsam aufbereitet hat.

Nun wird einem hier nicht so eine Schul-Kindergarten-Plörre vorgesetzt, sondern tatsächlich eine Reise angetreten, die selbst für Erwachsene unglaublich spannend gestaltet ist und mit Eindrücken punktet, die sich auch nach dem Film noch lange ins Gedächtnis haften. Es dauert tatsächlich nur ganz kurz, bis man selbst gespannt miträtselt und auch als Erwachsener die gezeigten Elemente verfolgt. Hierbei werden Orte der Erde gezeigt, die ich auf Film gerne für die Ewigkeit konserviert und vom Tourismus gleichermaßen ausgegrenzt sehen möchte, um diese wertvollen Punkte unseres Planeten auch in Zukunft noch zu erhalten.

Und auch das tatsächliche Geheimnis des Planeten … der Moment, als man endlich kapiert, was damit gemeint ist, war in den Pressevorführungen nicht nur für die Kinder ein Aha-Erlebnis, sondern auch super zufriedenstellend für den Rest im Saal.

Checker Tobi zählt damit zu den Sendungen, die man sowohl im TV als auch im Kino verfolgen sollte und die sich zur Aufgabe gemacht haben, nachhaltiges Lernen für Kinder zum Lust-Erlebnis zu machen, ohne dabei den Moral-Zeigefinger aus der Requisiten-Ecke hervorzukramen. Auch wenn die ersten fünf Minuten noch etwas spielerisch sind und man ein ganz klein wenig Zeit braucht, um sich einzugewöhnen, spätestens beim Start des Rätsels ist man voll dabei und schaut gebannt bis zum Schluss zu.

Und ja, es ist wahrlich beeindruckend, welche Momente hier kreiert werden. Also gönnt ihn euch und schenkt euren Kindern eine Schulstunde, nach der sie mehr davon haben wollen.

.kinoticket-Empfehlung: Ohne Klimbim und dämlichem Rumgespinne eine super spannende, lehrreiche und einprägsame Botschaft an die kommende Generation, wenn es um die Frage des Planeten geht.

Checker Tobi entführt an spannende Orte, in fremde Welten, zeigt bombastische Erlebnisse und macht Kindern und Erwachsenen so gleichermaßen klar, worauf es wirklich ankommt. Viel Spaß beim Entschlüsseln des Rätsels – eine Perle der Wissensvermittlung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nachspann
❌ muss nicht abgewartet werden, hier kommt nichts weiter.

Kinostart: 31. Januar 2018

Original Title: Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten
Length: 84 Min.
Rate: FSK 0

Creed II: Rocky’s Legacy

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© 2019 Warner Bros. Ent.

Eines haben Legenden immer gemeinsam: Sie sind oben an der Spitze ziemlich einsam einem Sturm ausgesetzt, der extrem hohe Erwartungen fordert, die teils kaum noch zu erfüllen sind und weit über das menschliche Vermögen hinaus gehen.

Oftmals treten dann “jüngere Schauspieler” in die Fußstapfen von Meistern, an deren Vorgaben sie kaum heranreichen und die “Masterpiece-Legende” stirbt schon, bevor sie überhaupt begonnen hat, zu leben.

Creed als Fortsetzungs-Ableger der legendären Rocky-Verfilmungen war einer dieser Geniestreiche, die Sylvester Stallone ins Leben gerufen hat, um die Geschichte nobel abzugeben und selbst wieder in den Hintergrund treten zu können, jedoch merkt man auch im zweiten Teil der “Nachgeschichte”, dass er die viel größere Legende ist, als der Hauptdarsteller selbst. Und so etwas verurteilt quasi das Werk an sich schon von Anfang an zum Tode.

Michael B. Jordan hat auch im zweiten Teil nicht das, was ich als ein rühmliches Scheinen bezeichnen möchte, sondern seine Rolle bleibt blass und unstrukturiert, fast schon langweilig und unbeholfen und erzählt eben einfach einmal mehr den nicht besonderen Plot eines ganz gewöhnlichen Boxerfilms.

Der heimliche Favorit und in meinen Augen unterschätzte Star des Films ist Florian Munteanu, dem eigentlich nur die “Nebenrolle” gegeben wurde, der darin aber brilliert und einen hochedlen Glanz auf die Leinwand pfeffert, der alles andere des Films mit Leichtigkeit in den Schatten stellt. Das, was er hier zur Vollendung führen möchte, ist der Biss, den ich von Creed erwartet hätte, der jedoch eher “rumjammert” als zu liefern und damit dem Reigen der Langweiligkeit angeschlossen bleibt, während Munteanu abzieht und alles hinter sich liegen lässt.

Florian Munteanu beim Special Screening von Creed II: Rocky’s Legacy in München

Klar sind auch hier wieder gestählte Muskeln und unglaubliche Eigendressuren im Hintergrund notwendig gewesen, um derart gewaschenen Männerschweiß und edle Linien auf die Leinwand zu werfen – auch das möchte geschätzt und gewürdigt werden, auf beiden Seiten.

Fakt ist, dass das Publikum den Film trotzdem liebt und auch eine Woche nach Kinostart beim Abspann noch Applaus durch den Saal hallt, der einmal mehr beweist, dass die Welt dem Boxsport mehr abgewinnen kann, als ich.

Wenn ich aber vergleiche, dann ist die Legende weniger wert als der viel mehr hingebungsvolle Underdog, der im Polnischen auf die Bretter schickt und in meinen Augen die wesentlich bessere Aussage mit sich bringt. Hier fehlt mir dann doch etwas das Epische und man zögert sich zu zaghaft aus dem Plotende heraus.

.kinoticket-Empfehlung: DER Hingucker und Star des Films ist und bleibt für mich Florian Munteanu, der nicht nur den Plot, sondern auch seine Hauptdarsteller in den Schatten stellt und als Gegenspieler auf Platz 2 beweist, dass er eigentlich an die Spitze gehört und seine Hollywood-Karriere gerade erst begonnen hat.

Dieser Typ ist Bombe und haut einen nach dem anderen raus und liefert den Biss und die Schlagfertigkeit, die ich einem Boxfilm abgewinnen möchte und weder von Stone noch von Jordan geliefert bekomme.

Jürgen Prochnow als Sylvester Stallones Synchronsprecher einzusetzen, schließt zwar an die Nostalgie an, ist aber für die heute lebende Generation eher nicht so der geniale Schachzug, denn diese Stimme ist tatsächlich befremdlich und wirkt irgendwie “falsch”, auch wenn dieser früher seine Filme gesprochen hat. Wir sind mit einer anderen Stimme aufgewachsen und empfinden es nicht mehr als das Original, was der deutschen Version zusätzlich etwas den Reiz nimmt.

Nachspann
❌ beginnt mit Bildern, muss aber nicht abgewartet werden, nach dem üblichen Blackroll kommt nichts mehr.

Kinostart: 24. Januar 2019

Original Title: CREED II
Length: 130 Min.
Rated: FSK 12

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