Filme dieser Art gibt es mittlerweilen wie Sand am Meer. Auch habe ich längst darüber berichtet, dass sich die Inhalte insofern fast immer gleichen. Allerdings hat man die Form der Umsetzung bisher nicht in dieser Variante gebracht: nämlich animiert.
Dass hier ganz neue Möglichkeiten auftauchen, mit denen man punkten kann, versteht sich von selbst. Denn immerhin öffnet die animierte Welt Tür und Tor für alles, wo der menschliche Körper an Naturgesetzen oder mangelnder Kohle für schlechte CGI-Animation scheitert.
Mit Ballerina schickt man jetzt einen bekannten Plot ins Rennen, der sich zwar aus der trist-dramatischen Variante seines Genres erhebt, mit den neuen Optionen fast schon gänzlich andere Bereiche beschreitet und damit zum Filmerlebnis für Kinder wird, die sich nach Abenteuer, Ferne und einer anderen Welt sehnen.
Damit verlässt man das klassische, namensgebende Ballerina-Genre und eröffnet hier Wege zu völlig neuartiger Unterhaltung, die nicht in pompösen Finalen mündet oder anderweitige Klischees bedient.
Was mir daran gut gefallen hat, war, dass man sich trotz des scheinbar vorhandenen Budgets hier dennoch nicht auf die Erfüllung abstruser Erwartungen eingelassen hat, sondern etwas völlig eigenes macht und Kinder damit unterhalten möchte – losgelöst von sämtlichen wirtschaftlichen und sonstigen Ansprüchen. Man bedient die Kinder im eigenen Garten und kümmert sich einmal nicht um den Rest der Welt.
In einem Zeitalter wie diesem, wo Blockbuster, Massenmillionen und aberwitzige Einspielergebnisse dominierend sind, ist das schon fast wieder ein Statement, dass den Besuch im Kino durchaus rechtfertigt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Zielpublikum: Die Kids.
Für die wird hier eine gemütlich-freche Geschichte mit aufgeweckten Charakteren und moralisch achtenswerten Ansätzen erzählt, die auch bedenkenlos mit den ganz Jüngsten geschaut werden kann.
Als Erwachsener muss man entweder eine Vorliebe für Animationsfilme oder absolut Ballerina-Versessen sein, um dabei wirkliche Freude empfinden zu können. Die Wahl zwischen 2D und 3D entscheidet eindeutig letzteres, denn da kommen noch ein paar Einstellungen und Momente sehr viel mehr zum Tragen als in der vergleichsweise langweiligen 2D-Fassung.

 
Nachspann
Einfach mal den Anfang abwarten, dann weiß man, wie der restliche Nachspann ist und kann bei Nichtgefallen immer noch nach draußen verschwinden.

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