Burg Schreckenstein wurde von mir bereits zur coolsten Schule aller Zeiten abgestempelt. Viel Klamauk, viel Blödsinn, Streiche und pädagogischer Wert zählen für mich zu den Dingen, die diese Geschichte ausmachen. Kein Wunder, dass ich mich auf die diesjährige Fortsetzung des Stücks ungemein gefreut habe.
Die lieferte Concorde seit dem 7. Dezember auch an die Allgemeinheit aus und lud erneut in den Alltag dieser Schüler ein, der sich diesmal weniger in den eigenen Reihen abspielt, als vielmehr Teil der unaufhaltsamen Globalisierung wird und sich daher den Problemen dieser Bereiche zuwendet.
Tragischerweise geht dadurch ein klein wenig das Gefühl der unberührbaren Heimat verloren – es wirkt fast, als stäke das Gift des allseits zerstörenden Globalisierungswahnsinns seine Finger in eine unschuldige Familie und verursache da nur Chaos und Zerstörung. Dies führt zwar einerseits zu “mächtigen Gegnern”, andererseits aber auch zu Frustration und Enttäuschung, da nun nicht mal mehr auf der Leinwand die Welt zumindest stellenweise noch in Ordnung ist.
Genau dieses Gefühl macht den ersten Film zu so etwas positivem: Man erlebt mit, dass es eben doch noch die Inseln der Normalität gibt und nicht alles krank zu sein scheint.
Ich weiß nicht, ob dieser Schritt ein richtiger gewesen ist, obgleich er themenaktuelle Situationen kindgerecht verarbeitet und somit ebenfalls zur Verständigung und zum Verständnis von Politik und Leben beiträgt – es tut einfach trotzdem weh.
Sehenswert ist der Film aber dennoch, denn auch hier wieder bringen Kids und Lehrer ihre Rollen gut zum Tragen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die Schutzmauer der Burg wird aufgesprengt, die Kämpfe werden stärker, die Heimeligkeit verschwindet ein bisschen und das gegenseitige Bekriegen tritt etwas zur Seite.
Burg Schreckenstein 2 überzeugt wieder durch talentiertes Schauspiel, kindgerechte Unterhaltung und öffnet die Pforten für die hässlichen Alltagssituationen des Lebens nach der behüteten Schulzeit.

 
Nachspann
anfangs noch interessant, später dann vernachlässigbar.
Kinostart: 7. Dezember 2017

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