Ein Matthias Schweighöfer-Trailer und ich muss lachen: Verheißt nichts gutes? Oh doch. Meine Vermutung war: Das hier wird der erste Schweighöfer-Film, mit dem ich tatsächlich warm werde.
Mit der Vermutung lag ich leicht daneben, denn Regie hat ein gewisser Florian David Fitz, der erstgenannten nur in seinem Kielwasser mitschleppt und damit dafür sorgt, dass diese Komödie tatsächlich funktioniert und bei Leuten wie mir punktet.
Hier wurde wirklich mal lustig agiert und neben all der sonst grottig-schlechten deutschen Komik eine Form von Humor verwendet, die ich Fitz hoch anrechne, denn dieser Film macht wirklich Spaß. Man hat zu lachen, man hat zu kämpfen, man fiebert mit und wird auf Wattewölkchen durch die endgültige Welt der beiden getragen, die nicht nur eine Überraschung in sich birgt.
Könnt ihr solche Regie-Konstellationen nicht einfach öfters aufstellen und somit dem deutschen Kino doch zu mehr internationalem Ruhm verhelfen? Denn wenngleich am Ende immer die Sympathie darüber entscheidet, ob wir einen Film gut finden oder nicht, so wurde hier doch etwas mehr Abstand von der obskuren Gedankenwelt Schweighöfers genommen und damit wieder ein gemeinsames Vielfaches in Sachen Schaufreudigkeit geschaffen.
Der Film ist immer noch deutsch, trägt deutsche Wurzeln und bandelt hier und da auch ein kleines wenig mit der Filmmentalität unseres Landes an, lässt dabei aber erfreulich viele negative Seiten dieser Filmweise hinter sich und eröffnet den Weg zu neuen Welten.
Ich hatte durchaus meinen Spaß und war nicht enttäuscht darüber, mir diesen Titel angesehen zu haben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Lasst euch nicht davon abschrecken, dass Schweighöfer hier mitspielt: Die Zügel hat Florian David Fitz in der Hand und das ist gut so.
Denn nun schippert die Story wieder ordentlich durch die Zeit. Der Spannungsverlauf ist völlig in Ordnung, die Jokes sind teilweise echt richtig gut und auch das emotionale Gefühl, das jeder Film in einem auslösen möchte, gehört hier nicht zu schlechten Eltern.
Gerne weitermachen und mehr in diese Richtung produzieren. Reingehen lohnt sich auf jeden Fall.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf also aufspringen und sich wieder der Normalität widmen.

0 votes