Mein Bezug zu Animes sieht folgendermaßen aus: Vor Jahren hat mich ein Kumpel nach einer 4tägigen Dauerwachphase mal gefragt, ob ich Neon Genesis Evangelion bereits kenne, was ich verneinte. “Dann musst du dir unbedingt noch eine Folge anschauen, bevor du ins Bett gehst.”
Ihn dazu zu überreden, mit mir zu schauen, war aufgrund seines Unvermögens, noch länger wach zu bleiben, schlicht unmöglich, ich hab mich jedoch breitschlagen lassen und bin nach allen 26 Folgen in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln dann auch endlich ins Bett.
Danach habe ich immer wieder mal die Fühler nach Animes ausgestreckt und niemals mehr eine solche Verbundenheit und Nähe empfunden, wie es bei Neon Genesis Evangelion der Fall war.
Seitdem sind Jahre vergangen. Mittlerweile (oder früher auch schon? Und ich hab es nur nicht registriert?) zelebriert man seine Lieblingsserien ja inzwischen auch in Filmform im Kino und manche Ketten haben dazu extra wiederkehrende Events eingerichtet, die genau diese Klientel ansprechen.
Und wenn’s im Kino läuft, interessiert’s jemanden wie mich, also bin ich hin und habe hier und da wieder neue Erfahrungen mit den japanischen Animationen gemacht.
Manche haben mich erneut ergriffen (One Piece Gold zum Beispiel), andere haben mich eher weniger tangiert. Bei Detective Conan kenne ich weder das Serienvorbild noch habe ich je vorher etwas davon gehört oder konsumiert, es war also ein Sprung ins kalte Wasser.
Der mächtig erfrischt hat! Die Story, die Zeichnung, die Charaktere und das Thema haben mich dermaßen fasziniert und ich war so begeistert von dem Film, dass ich mich hinterher tatsächlich in die Stores aufgemacht und Ausschau nach mehr gehalten habe.
Und es gibt mehr. Viel mehr. Dies ist bereits der 21. Kinofilm, der eine luftig-lockere Erzählweise und einen dazu gegensätzlich straffen, unnachgiebigen Eifer hat, mit der die Protagonisten an ihre Sache rangehen. Und diese Mischung funktioniert exzellent. Es gibt kaum Szenen, in denen der Plot nicht vorangetrieben, die Darsteller nicht weiter preschen und somit Langeweile vorbeugend verhindert wird. Auch die “Größe”, die man hier auffährt, hat längst nichts mehr mit einer günstigen TV-Produktion zu tun, sondern bewegt sich vergleichsweise auf Blockbuster-Niveau.
Nach dieser Vorstellung hat sich nun eine weitere Marke in mein bisher noch recht leeres Anime-Verzeichnis geprägt, nach der ich auch in Zukunft weiterhin Ausschau halten werde, um einfach dann und wann mal wieder in diese Welten abzutauchen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Höchst professionelle Auseinandersetzung mit Teilen der japanischen Kultur, in die die westliche Welt kaum Einblicke hat, insofern man dem Land nicht selbst einen Besuch abstattet.
Das Rätselraten macht Laune und der pointierte Witz macht extrem Lust auf mehr.

 
Nachspann
Sitzenbleiben – hier läufts weiter bis zum Schluss und darüber hinaus.

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