Mit Gal Gadot und Zach Galifianakis eher prominent besetzt, erwartet man hier einen Film, der sich seinen Ruhm und Titel für den Aufstieg in die erste Liga reichlich verdient hat.
Geschichtlich fühlt man sich als Zuschauer sehr schnell an alte Kassenschlager erinnert (Mr. und Mrs. Smith), merkt aber recht früh, dass die Klasse, die seinerzeit Brad Pitt und Angelina Jolie an die Tagesordnung legten, hier gänzlich fehlt. Galifianakis steht als Persönlichkeit dank seines Erfolgs durch Hangover ja auch eher für schräge Filme (auch, wenn ich dieses Mal zweimal hinsehen musste, um zu checken, dass wirklich er es ist).
Die kuriose Erzählweise, der flache Humor, die unglaublich schlechte Vorhersehbarkeit – all das sind die Dinge, die den Zuschauer hier böse aufstoßen lassen. Mittlerweile sollte man kapiert haben, dass Menschen, die Geld für einen Film im Kino liegen lassen, intellektuell nicht jederzeit zur untersten Schiene gehören, sondern auch gerne gefordert werden und man ihnen durchaus geistig anspruchsvolles Material vorsetzen darf.
Dass dies hier nicht gemacht wurde ist offensichtlich und zugleich tragisch, denn dadurch beerdigt sich der Film von vornherein selbst.
Sollte die Intention jedoch eine ganz andere gewesen sein und man wollte einfach nur leichte Kost und spaßige FBI-Unterhaltung, so hätte man sich wohl mehr an dem Erfolg von Spy – Susan Cooper undercover orientieren sollen. Der spielt genauso mit den niederen Instinkten und befriedigt eine Klientel, der man die Klischee-Bierflasche in der Hand zuschreiben kann, stürzt dabei aber nicht so oft vom schmalen Grat des guten Geschmacks ab wie dieser Film hier.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein paar witzige Szenen sind durchaus enthalten, allgemein ist der Film für mich aber eher enttäuschend gewesen, zu uninnovativ und zu vorhersehbar.
Spannung und eine flotte Erzählweise fehlen und machen es dem Zuschauer dadurch sehr schwer, mit Begeisterung bei der Sache zu bleiben.

 
Nachspann
kann abgebrochen werden, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.

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