Zwölf Jahre ist es nun her, dass sich Regisseur Luc Jacquet an die Antarktis aufgemacht und das Leben der Pinguine dort filmisch dokumentiert hat.
Mit 25 Millionen Zuschauern weltweit, davon 1,4 Millionen allein in Deutschland gehörte diese Aktion zu den erfolgreichsten in der Geschichte der Dokumentation. Fasziniert vom Leben und dem Anmut dieser Tierchen packte ihn 2015 erneut die Reiselust und er machte sich mit Team und 4K-Kameras sowie Drohnen und Unterwasserequipment auf, um seinen tierischen Freunden erneut zu begegnen und faszinierende Aufnahmen von ihnen für die Nachwelt festzuhalten.
Ich mein: Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was dafür notwendig ist: Filmisches Equipment, dass dazu in der Lage ist, mehrere Tauchgänge an der Antarktis – dem so ziemlich feindlichsten Lebensraum überhaupt – zu überstehen und dabei noch hochwertige Bilder in gestochen scharfem 4K zu liefern, damit unsereiner gelangweilt ins Kino rennen kann, um sich davon berieseln zu lassen.
Was mir da auf der Leinwand begegnet ist, war ein sehr angenehmes, narratives Erlebnis, dass die Enttäuschungen, die einige beim ersten Teil empfanden, sanft dahinwehen ließ und sich nunmehr aufs Beobachten konzentrierte, so dass man tatsächlich die Wunder des Lebens weit entfernt auf unserem Planeten bestaunen und ihnen so nah sein kann, wie sonst nie.
Es ist nicht nur eine herzerwärmende Geschichte, sondern sie ist auch frei von jedwedem “Ach, ist der süß”-Kitsch, den viele an dieser Stelle vielleicht erwarten würden.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wem das Geplänkel mit Vorschauen und Werbetrailern im Fernsehen zu viel ist und wer sich einfach mal ungemein viel Zeit für etwas Wunderschönes nehmen will – oder sogar durch den Kauf eines .kinotickets folgende Filme dieser Art supporten möchte, der sollte genau dies tun und auch beim zweiten Teil zeigen, dass die Lust auf derartige Momente immer noch vorhanden ist.

 
Nachspann
hält keine weiteren Momente bereit.
Kinostart: 2. November 2017

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