Die Wiese

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Früher als Kind war “Wiese” für mich einfach “Grün”. Später hat man dann schon bemerkt, dass es da verschiedene Blumen und Pflanzen drauf gibt – und inzwischen als Erwachsener hat man jedweden Spieltrieb vergessen und “Wiese” ist auf einmal ein hoch wissenschaftliches Projekt mit politischen und gesellschaftlichen Verflechtungen, derer niemand mehr Herr wird.

Tatsächlich bestehen so viele Grünflächen, die man im Alltag einfach übersieht, weil sie selbstverständlich sind bzw. man sich dessen nicht gewahr ist, inwiefern man selbst persönlich von eben jenen Flächen abhängig ist, da sie in unserem Leben indirekt eine wichtige Rolle spielen.

Jan Hafts neuester Kinostreich beschäftigt sich mit diesem Phänomen und baut auf informative und spielerische Fähigkeit, die nicht – wie man eingangs glauben mag – nur für Kinder, sondern vor allem für diese kruden Verwirrungen in den Köpfen der Erwachsenen gedacht ist und grundlegende Dinge wieder ganz einfach erklärt.

Dabei wird das eigentliche Paradies einer “Wiese” wieder völlig neu erlebbar und man erkennt erst mal, welche Ausmaße das überhaupt annehmen kann und wie sehr wichtig es ist, dass solche Lebensräume bestehen bleiben.

Nein, keine Bienen. Ich fang damit nicht an und darauf läuft’s auch gar nicht hinaus. Vielmehr wird man in ein Meer von Lebewesen, Lebensräumen, andere Dimensionen geschmissen, über die man sonst eben einfach nicht nachdenkt – und dafür ist dieser Kinofilm eine wahre Bereicherung.

.kinoticket-Empfehlung: Macht “Wiese” wieder zu einem völlig unbekannten Objekt und weckt den kindlichen Forscherdrang in einem, etwas ganz neu zu entdecken.

Dabei konzentriert man sich auf Flora, Fauna und Lebewesen und erklärt mit simplen Worten, warum es wichtig ist, solche Lebensräume zu erhalten und zu pflegen.

Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, es folgt nichts mehr.

Kinostart: 04. April 2019

Original Title: Die Wiese – Ein Paradies nebenan
Length: 93 Min.
Rated: FSK 0

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