Wenn ich eines vorweg nehmen darf: Tut es euch nicht an. Ich weiß nicht, ich werde mit dem Film einfach nicht glücklich.
Das begann schon damit, dass er schon seit Monaten dermaßen aggressiv und häufig beworben wurde, dass irgendwas damit nicht stimmen muss, sonst hätte man wohl kaum so vehement Werbung dafür auf die Leinwände geknallt.
Die Theorie ging bei Terminator: Genisys (3D) irgendwie auf und trifft hier dann so richtig ins Schwarze. Der große Showact, den man nach diesen verbissenen Trailern erwartet, existiert einfach nicht. Ja, die Geschichte ist großartig ausgebreitet und nimmt viel Land ein, aber genau das ist beim Erzählen auch das Problem: Zwischen den interessanten Stellen ist immer sehr viel Platz und man braucht lange, um in die nächste, interessante Ecke davon zu gelangen.
Die Erzählweise ist so langsam und ausgedehnt, dass man müde davon wird und es nicht durch Spannung oder andere Obskuritäten herausgerissen wird. Man dämmert so vor sich hin und wacht vielleicht am Schluss dann wieder etwas auf, wenn die völlig aus der Luft gegriffenen, überdrehten Animationsszenen ihren Überfluss feiern und den Film irgendwie beenden.
An Genialität oder markanten Momenten war rein gar nichts zu finden. Obwohl es im großen Stil gedreht und vom Budget sicherlich auch reich gesegnet wurde, kam hier nicht der große Brüller, den man z.B. bei The Dark Knight aus der Kiste gelassen hat. Im Gegenteil: Die Dialoge sind schwach, einsilbig und wirklich für jeden Depp zu verstehen und die Geschichte als solche glänzt auch nicht unbedingt mit unvorhersehbaren Szenen, sondern frühstückt eher ab, was jeder aus den bisherigen Teilen sowieso schon kennt.
Beim ersten Mal hab ich den kompletten Schluss verpasst (es lebe der gesunde Schlaf – in der 14 Uhr-Vorstellung!), beim zweiten Mal bin ich am Anfang weggedöst und habe mich dann gezwungen, den restlichen Film durchzuhalten, damit ich euch hier wenigstens über alles berichten kann und nicht nur selbst die Hälfe davon gesehen habe. Aber es war eine Qual und ich kann euch versprechen: Es bringt mich keiner nochmal in diesen Film rein – nie im Leben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es laufen so viele tolle Filme zur Zeit, dass man auf diesen Flop gerne verzichten darf.
Mich hat er überhaupt nicht angesprochen, Dialoge sind platt, Story vorhersehbar und an Effekten wird auch nichts geboten, dass man nicht schon tausendmal anderswo wesentlich besser gesehen hätte. Schade eigentlich, denn genügend inspirativer Stoff wäre da, um daraus auch einen Meilenstein der Kinogeschichte zu machen.
Potenzial verschenkt.

 
Nachspann
Nichts sehenswertes oder animiertes oder nachfolgendes. Und auch die Musik in diesem Film war leicht verstörend, hat irgendwo so gar nicht meinen Nerv getroffen.

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