Laut Titel bin ich schon mal per Definition das falsche Publikum. Dazu kommt, dass ich mich alkoholfrei durchs Leben bewege und damit den Sinn für Humor an manchen Stellen wohl nicht so sehr aufbringen kann, wie manch einer das gerne öfters mal hätte.
Böse Zungen könnten behaupten, dass Mädelstrip nur auf Stoff zu ertragen ist, ich denke jedoch, dass ich wirklich eher das ungeeignete Zielpublikum darstelle, weil’s nicht nur da hakt, sondern ich auch meine lieben Schwierigkeiten mit Amy Schumer habe. Keine Ahnung, ich werde nicht warm mit ihr, der Humor ist mir zu platt, ihre Art finde ich absolut unsympathisch.
Dann eine neutrale Kritik über einen Film zu schreiben… unmöglich. Aber Gottseidank ist .kinoticket-blog.de ja keineswegs neutral, sondern absolut parteiergreifend subjektiv, was mir die Chance eröffnet, hier ehrliche Worte zu sprechen – was meine Person angeht.
Ich hätte den Film gerne in einer Ladies Night gesehen, wenn der Saal mit unzähligen Damen voll ist, und dabei die Reaktionen und Feedbacks der Damen konsumiert. Und das dann gerne in die Bewertung mit aufgenommen. Aber da die erst am Mittwoch starten und ich an dem Tag anderweitig beschäftigt bin (seid gespannt!), verzichten wir eben darauf und begnügen uns mit der Meinung, die mir nach der Pressevorführung geblieben ist.
Ich war im höchsten Maße verwirrt. Der Film startet genretypisch in Erfüllung der Erwartungen, die man an eben einen solchen Streifen setzt und erhält dann im Laufe der Zeit ein paar ziemlich untypische Wendungen, die daraus etwas… verwirrendes gestalten.
Zugegeben, ich hatte zwischendrin wirklich meinen Spaß und einige Szenen sind tatsächlich zum Brüllen komisch, jedoch erschließt sich mir die Gesamthandlung nicht wirklich, woran das auch immer liegen mag. Fehlenden, weiblichen Genen? Falsche Zielgruppe? Zu blöd? Zu anders gestrickt? Zu wenig im befreiten Mainstream zu Hause?
Keine Ahnung. Die Idee ist auf jeden Fall super und wird auch an vielen Stellen ordentlich ausgeschmückt, jedoch empfand ich das Ende als unbefriedigend und zu wenig aufschlussreich. Wie oben schon erwähnt: Auf Stoff und mit den richtigen Mädels zu Hause könnte das durchaus Spaß machen, aber dafür bin ich absolut nicht der Typ ^^.
Ich würde sagen, man sollte sich einfach den Trailer zu Gemüte führen und danach entscheiden, denn der bringt die Seele des Films ziemlich gut rüber. Überraschungen und trickreiche Wendungen bleiben danach noch genügend übrig, um auch während dem Film seinen Spaß zu haben, wenn man in die Zielgruppe dieser Art Humor passt. Ich persönlich tu genau das nicht und hake es damit als Erfahrung ab.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man sollte Amy Schumer lieben und dem Trailer gegenüber absolut aufgeschlossen sein, dann wird’s ein super Filmabend mit den Freundinnen.
Ansonsten bleibt eine trickreiche Verwirrungsaktion, zu der ich keine richtigen Worte finde, da ich mit dieser Art Film persönlich einfach überhaupt nichts anfangen kann.
Ihn deshalb jetzt aber schlecht zu bewerten, halte ich genauso für falsch, da mit Sicherheit seine Abnehmerschaft existiert und die hier auch gnadenlos bedient werden.

 
Nachspann
gibt’s keinen, man darf also vorzeitig abbrechen und rausrennen.
Kinostart: 15. Juni 2017

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