Willkommen im vergangenen Jahrhundert. Nicht, weil der Stoff so altbacken klingt und nur Generation Oma anspricht, sondern, weil die Bestandteile dieses Stückes in ihrer ehrbaren Eleganz wohl am besten in dieses Jahrhundert passen.
Meine Cousine Rachel entführt in eine Zeit, in der die allgegenwärtige Hektik und das Übermaß an Technologisierung noch nicht stattgefunden hat und man sich stattdessen vielmehr auf familiäre Werte und emotionale Beziehungen konzentrieren konnte, ohne von unzähligen Schreckensmeldungen abgelenkt zu werden.
Genau dieses Gefühl steigt auch langsam beim Zuschauer auf, wenn die Türen sich schließen und der Film in seinen unbestechlichen Bildern in eine Welt entführt, die längst vergangen zu sein scheint.
Die ausgeklügelte Story entwindet sich der Feder einer vorzüglichen Buchautorin und den unbändigen Charme dieses Metiers hat man in dieser Adaption durchaus gekonnt eingefangen. Nicht nur Rachel Weisz, sondern auch Sam Claflin passen generös in diese Rolle, die sie mit ihrem Schauspielkönnen und eloquenter Liebe füllen.
Für mich war es ein faszinierender Genuss, diesen Film mit jeder Minute aufzusaugen und endlich mal wieder in Anspruch gebadet zu werden – fernab jedweder Redundanz moderner Kinofilme.
 

.kinoticket-Empfehlung: Eine absolut sehenswerte Filmperle, die mit faszinierenden Bildern und unglaublich eleganter Anmut besticht und die Zuschauer in ihren Bann zieht.
Claflin und Weisz geben der Rolle so viel Wohlwollen, dass man sich nur in sie verlieben kann. Der Plot und die absolut herausragende Darstellung überzeugen auf ganzer Linie.

 
Nachspann
kommt nur in schwarz-weiß, also braucht man nicht extra bis ganz zum Schluss abzuwarten.
Kinostart: 7. September 2017

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