Kinder: Das Zeitalter der Superlative ist angebrochen!
In unzähligen überbordenden Mega-Blockbustern hat man uns in der Vergangenheit gelehrt, was es heißt, mit CGI-Fäusten auf die Zuschauerschaft loszugehen. Nicht zuletzt hat man mit der Transformers-Saga fünf unerträglich gewaltige Titel geschaffen, die den Zuschauer auf das vorbereitet haben, was Pacific Rim: Uprising jetzt auskostet.
Die Vergangenheit hat uns längst gelehrt, dass niemals für beides genug Geld da ist: entweder man hat sagenhafte Geschichten oder bombastisches Effektgewitter! Pacific Rim: Uprising nährt sich von der Gewöhnung, die in den vergangenen Jahren auf die Menschheit losgelassen wurde und liefert jetzt Letzteres in Vollendung an den Kinozuschauer ab!
Man ist längst darüber hinaus, zu ergründen, warum, wieso oder weshalb etwas geschieht und konzentriert sich einzig und allein auf die inzwischen fast schon perfekt austarierten Meistermoves, die den Federn der Macher entsprungen sind. Und die Modelle dazu erkennt man bei ungenauem Hinsehen ja auch wieder: Hollywood hat, was es braucht, und kann sich darum künftig nur noch um die Feineinstellungen kümmern, der Rest liegt bausteintechnisch abrufbereit in der Schublade.
Ich glaube, das Gefühl, dass solche Filme leicht minderbemittelt wirken, zumindest was die Inhalte angeht, entspringt der Tatsache, dass wir es gewöhnt sind, in anderen Titeln unzählig viel Spielzeit darauf zu verwenden, bürokratische Prozesse in Gang zu setzen um endlich an das gewünschte Ziel zu kommen, was hier auf einmal nach einem Hard-Cut sofort vorhanden bzw. intakt ist.
Das entbehrt jedweder Logik und führt die Story daher ad absurdum, weswegen weniger die Gefühle und Empathie als vielmehr das Popcorn-Unterhaltungsgen angesprochen wird. Hier finden sich aktuell sehr viele, schön ausgelotete Szenen, wunderbare Kameraeinstellungen, herrliche Bilder in prachtvollem 3D – und überhaupt ist der ganze Film eine optische Augenweide, die so sehr schmeichelt, wie es schon lang kein anderer Film mehr getan hat.
Genau mit diesen Erwartungen sollte man in diese Vorstellung gehen: lasst die Suche nach Logiklücken zu Hause, nehmt euch lieber ein Bier in die Hand, und genießt, was euch in diesem Genre jetzt vorgesetzt wird, denn: wir sind an der Superlative angelangt und haben ein Maß erreicht, an dem in diesem Sektor schon fast von Vollkommenheit gesprochen werden kann. Würde man jetzt weitergehen, müsste man sich wieder mit Inhalten beschäftigen und in Zukunft wesentlich mehr Geld in solche Produktionen reinpumpen, als es jetzt sowieso schon gemacht wird. Und ich glaube, darauf müssen wir noch ein ganzes Stück warten.
Genießt die Show, macht das Kino groß, dreht die Boxen auf laut und schau zu, dass alles so riesig wie möglich ist. Dorfkinos, kleinere Städte und alles was unter Super-Giga-Mega ist, hat keinen Wert und macht den Film wieder zu einem nicht sehenswerten Objekt. Sorgt dafür, dass dies nicht passiert, und fahrt gegebenenfalls einfach ein paar Kilometer weiter, wenn dort das Kino wesentlich größer ist. Dann macht auch dieser Kinoabend wieder richtig Laune!
Noch ein paar Worte zum Sound: Ich hatte schon bei Transformers das Gefühl, dass man hier eher witzig als episch sein wollte und irgendwie den großen Wurf nicht wirklich rausgepresst bekam. Das, was ich mir während des Films erwartet hätte, kam dann im Nachspann, was mich selbst verwunderte, wie schnell doch tatsächlich die Zeit rumging… langweilig wird’s also nicht. Also konzentriert euch auf den Film und genießt den Sound dann, wenn alle weg sind.
 

.kinoticket-Empfehlung: Größenwahnsinnig, gigantisch, mehr mehr mehr!
Das sollte hier die Devise sein. In jedem – und das verspreche ich euch – kleineren Kino, wird dieser Film zum letzten Schund. Alles, was bisher in dieser Richtung da gewesen ist, wurde nur produziert, um diesen Teil hier drehen zu können.
3D, Optik, visuelle Pracht und CGI glänzen auf oberstem Niveau. Wer Story, Logik oder glaubwürdig spielende Schauspieler sucht, ist hier falsch.
Am Soundtrack dürfen sie gerne noch ein wenig feilen, der wurde in meinen Augen dann richtig episch, als bereits alle wieder aus dem Saal waren: Beim Nachspann!

 
Nachspann
Bleibt sitzen und genießt die Klänge!
Kinostart: 22. März 2018

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