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wenn aus filmen leidenschaft wird

Passengers (3D)

Ich höre schon die Plot-Eulen am Horizont rumschreien … aber mal der Reihe nach.
Ein jeder erinnert sich noch an das sagenumwobene 2-Mann-Werk, welches von Hollywood gefeiert wurde und neben Avatar – Aufbruch nach Pandora einen erneuten 3D-Hype auslöste, der diese hinter den Zäunen gefeierte Technik innerhalb der Filmwelt mit einem Pro-Argument mehr ausstattete – Gravity?
So manch böse Zunge könnte nun behaupten, dass hier ein zweiter Teil vorliegt, denn viele Komponenten scheinen laut Trailer eindeutig zu passen. Das mag auf den ersten Blick wohl auch stimmen, doch der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass der Filmtitel in der Mehrzahl geschrieben ist, was gleich die erste Abweichung von besagtem Schein-Vorbild ist.
Was mich angeht: Ich liebe das Weltall. Mit all seinen Facetten. Als Horror, als Action, als “unendliche Weiten” – mit Reisen ins Universum kann man mich fast immer einfangen. Demnach hatte man mich schon bei dem ersten Blick auf das Raumschiff im Trailer und der Rest war mir ehrlich gesagt egal.
Ich habe mich auf den Film gefreut. Tierisch.
Und dann kommen die damit!
Ästhetik im Schiffdesign, die sich gewaschen hat. Einem Plot, der die erste Hälfte vom Film so richtig abartig Spaß macht. Immer wieder dazwischen diese unglaublich präzise, anschmiegsame und Lust auf mehr bereitende Schiffsoptik in 3D-Bildern, die selbst Gravity klein machen.
Irgendwann kommt dann der Break und man eröffnet sich einer Actionballade, die meiner Meinung nach gar nicht hätte sein müssen, hätte man die lineare Struktur des ersten Teils einfach gradlinig bis zum Schluss durchgezogen und damit perfekt ein Nischenpublikum angesprochen ohne “am Schluss auch noch die Masse zu befriedigen”.
Dennoch: Ich war beeindruckt. Beeindruckt von der Idee (die es auch in diversen Mangas schon mal gegeben hat – ich weiß), beeindruckt von der Innenarchitektur und dem Design des gesamten Films, beeindruckt von der Durchdachtheit, die bis zur Mitte des Films nahezu perfekt ist. In Anbetracht dessen sehe ich auch gerne über das ein oder andere Manko hinweg, das nicht bis zum Schluss fertig entwickelt worden ist, da sich auch hier so manche Logik- und Denkfehler verbergen. Dennoch bleibt einem im Film kaum Zeit darüber nachzudenken, weil man permanent mit den Darstellern mitfiebert und irgendwo nicht nur das, sondern: Ich kann mich richtig gut in die Lage reinversetzen, weil viele Punkte nicht nur mein persönliches Empfinden zu 100% widerspiegeln, und ich mich dadurch vom Film selbst nicht nur verstanden, sondern umarmt fühle.
Vielleicht rührt auch daher ein wenig meine Beratungsresistenz, was den nicht perfekten Plot angeht und ich überlasse das Heulen den Eulen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein GEDICHT, was die Optik, das Design und das Anfixen der Story angeht.
In der zweiten Hälfte lässt er etwas nach und bricht mit der ruhigeren Schiene, stürzt aber als positiver Eindruck absolut nicht ab, sondern entlässt aus einer Welt bestehend aus wunderschönen Formen, Farben und anschmiegsamer Kunst.
Gibt es die Möglichkeit, das Raumschiff irgendwo zu besichtigen oder sogar dort einzuziehen?

 
Nachspann
Wer auf Zusatzmaterial wartet, tut dies an dieser Stelle vergeblich.

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