Das Thema ist lange nicht neu und einer der Klassiker, wenn es um Frau-Mann-Filme geht. Unzählige Beispiele haben vorher schon Wege für diese Art von Unterhaltung geebnet und nun folgen Wotan Wilke-Möhring und Mina Tander eben diesem Beispiel und beleben aktuell im Kino erneut eine dieser Geschichten, die folglich mit schwerwiegenden Vorhersehbarkeiten zu kämpfen haben.
Warum lohnt sich trotzdem der Gang ins Kino?
Klar fehlt mir an dieser Stelle wieder etwas die seelische Spieltiefe, die man bei amerikanischen Schauspielern oder fremdländischen Darstellern eher entdeckt, jedoch mausert sich das deutsche Kino mit kleinen Schritten und entdeckt seine ganz eigenen Talente, die zwar meines Erachtens noch lange nicht mit internationalen Schauspielgrößen mithalten können, jedoch auf eine andere Art eine Form des Kinos entwickeln, die ihrerseits auch eine Daseinsberechtigung hat.
Tatsache ist: Die Klischees, die man hier ausgräbt, werden nicht nur erwartet, sondern auch bedient, jedoch machen die beiden Hauptdarsteller ihre Sache wirklich gut. Gerade, wenn der Seitenwechsel stattgefunden hat, erlebt man hier teilweise wirklich komische Momente, die nicht nur die Lachmuskeln anstrengen, sondern so dermaßen übertrieben sind, dass es schon wieder gute Unterhaltung ist.
Und das aus meinem Munde, wo ich den deutschen Darstellern und Darstellerinnen doch immer nichts abgewinnen kann …
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Überflieger ist es nicht, das absolute Überraschungsmoment bleibt auch aus, es kochen viele Klischees hoch und vorhersehbar ist das Ganze insofern auch irgendwie, jedoch überzeugen die Hauptdarsteller mit einer unglaublich guten Performance und daher lohnt sich der Gang ins Kino doch: Man sollte einfach nur wissen, worauf man sich einlässt und sich von Anfang an damit abfinden.
Und dann wird es auch ein unterhaltsamer Kinoabend.

 
Nachspann
kommt keiner, auch wenn hier farblich wirklich cool gespielt wurde.

0 votes