Disney eröffnet wieder eine neue animierte Welt – und macht damit so dermaßen aggressiv mit Trailern, Teasern und angepassten Werbeeinspielungen Furore, dass man glaubt, das Teil muss derart krass in die Hose gehen, sonst würde man nicht vor einer Filmvorstellung ungefähr 18x auf diesen Film hingewiesen werden.
Tatsache ist, dass Leute wie ich wahrscheinlich 18x in den Film rennen werden, denn das krankhafte da rein treten seitens der Werbeindustrie hat sich mehr wie gelohnt.
Was spielt sich im Hirn eines Menschen ab? Wie funktioniert der undurchsichtige Kasten da oben auf dem Körper und was passiert so im Laufe des Erwachsenwerdens?
Dies und mehr wird so unglaublich liebevoll und anschaulich auf der Bildfläche präsentiert, wie es sonst wahrscheinlich kein anderer könnte. Am Anfang ist es super einfach, wird dann immer komplexer und gipfelt schließlich in einem Abspann, der die meisten wohl “Nochmal! Nochmal!” schreien lässt.
Hier wurden nicht nur wissenschaftliche Fakten absolut verdaulich auf den Tisch gebracht, sondern mit einer Art, vor der ich mich tief verneige, eine Form von krankhaften Humor auf die Leinwand geprägt, die einfach jeden irgendwo mitreißt und zum Lachen bringt.
Wer bei diesem Film kein Glück empfindet, dem ist nicht zu helfen. Der Nachspann setzt uns ja schon einige Varianten vor, wie man das Ding nun weiterspinnen könnte und ich hoffe, dass da noch viele Fortführungen (und keine Kopien) folgen werden, denn diese Form der Unterhaltung macht einfach nur eines: Spaß!
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein Film, den man definitiv unbedingt gesehen haben sollte, denn hier werden so ziemlich alle Gefühlslagen angesprochen, die es gibt.
Dass man dabei nicht ausschließlich Kinder, sondern vielleicht sogar vorwiegend Erwachsene anspricht, zeigt einmal mehr, dass Animation nicht ausschließlich für die Jüngsten zu gebrauchen ist, sondern einfach nur das Feld für viel mehr kreative Freiheit schafft, auf der man sich exzellent ausleben kann.
Und das wurde hier bravourös gemeistert und mit so vielen lustigen Szenen gespickt, wie sie kaum ein anderer Film bereithält. Für einen gelungenen Kinoabend ist dieser Griff auf jeden Fall der richtige!

 
Nachspann
Sitzenbleiben, bis die Bilder verstummen. Aber hier steht sowieso keiner freiwillig auf.

0 votes