Man darf von den Hangover-Machern denken was man will. Begrabt es!
Man darf von solcher Art Filme halten, was man will: Begrabt es!
Man darf Vorurteile haben, sie ausleben, aussprechen … ratet mal: Begrabt sie!
Man darf von dem Trailer halten, was man will: …. ihr wisst schon => Begrabt es!
Bad Moms macht nämlich so richtig richtig richtig viel Laune und verbreitet eine Stimmung, gegen die der Trailer richtig mies wirkt!
Wo man anfangs noch das Gefühl hat, es wird wieder nur zu so einer erbärmlichen Show, die nahe am Fremdschämen vorbeischlittert und vielleicht grad so den Bogen kriegt – diesmal halt wieder nach derzeit üblicher Manier auf Frauenseite – der täuscht sich gewaltig.
Der Humor in diesem Streifen ist derart gut austariert, dass er zwar immer den Bogen sehr weit spannt und sich streckenweise auch gewaltig aus dem Klischeefenster hängt, jedoch niemals den Absturz in die Tiefe exerziert, sondern jedesmal einen Volltreffer landet, der in tausenden Lachern beim Publikum mündet.
Ganz ehrlich? Mich hat es total erstaunt! Ich hatte nämlich echte Bedenken, obwohl ich beim ersten Mal beim Trailer schon dachte: Wow, das könnte was werden – während meine Stimmung beim 50. Mal Trailer ziemlich tief im Keller war.
Und der ist weit weit von dem entfernt, was der Film letztendlich bietet: Nicht nur die Spaßmomente sind einzigartig und erfreuen das Publikum in mannigfaltiger Art und Weise, sondern auch die Lehren zwischen den Zeilen sprechen mir zu 100% aus der Seele.
Mal ganz im Ernst: Wir alle fühlen mit Mila Kunis, wenn sie ihre Ansprachen hält und die Wahrheit auf den Tisch packt und können nachempfinden, was sie meint. Und diese für einige bittere Realität ist derart unterhaltsam und witzig verpackt worden, dass man jedem nur empfehlen kann, sich auf die Socken zu machen und diesen Titel auch tatsächlich zu schauen, sobald er in die Kinos kommt: Ein absolutes Muss, denn dieser Film gehört endlich mal zu der Kategorie “Comedy”, der ich wirklich etwas abgewinnen kann.
Und zwar nicht nur vom Humor, sondern vor allem auch von den schauspielerischen Leistungen der Damen. Kunis feierte in älterer Vergangenheit ja nicht gerade ruhmreiche Dialoge in Filmen wie Jupiter Ascending und hatte bislang auch schauspielerisch bei mir nicht die besten Karten. Aber was diese Frau hier vom Stapel lässt und welche Mimik und Eigenaura sie dabei auf den Tisch wirft, haut mich fast schon vom Hocker.
Generell hat der Cast eine derart hervorragende Leistung erbracht, die allein schon Grund genug für den Film liefert, im Gesamtpaket mit dem Plot, den verbalen Spitzen und den vergnügt-seeligen Reißern in die Klischee-Schiene macht das Werk dann aber nicht nur richtig Spaß, sondern haut einem förmlich den Wecker weg.
Mich würde es wundern, wenn in der Auswertung nächste Woche tatsächlich Stimmen dabei sind, die den Film als negativ bewertet haben, denn der ist alles andere als das!
 

.kinoticket-Empfehlung: Klarer Fall: Reingehen! Und zwar sofort!
Ohne Diskussion und ohne Kompromisse. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Der hier bricht sogar den Erfolg von Hangover, denn er ist besser als der.
Wer den verpasst hat, kann nicht nur nicht mitreden, sondern hat auch 100 Minuten geilste Kinogeschichte nicht miterlebt – tut euch das selbst nicht an, sondern geht verdammtnochmal rein! Danke 🙂

 
Nachspann
Selten erlebt: Jeder blieb sitzen – bis zum Schluss. Der ist nicht nur reichlich gefüllt, sondern macht das gesamte Werk nochmal um Klassen sympathischer! Also auf jeden Fall bis zum Ende sitzen bleiben!

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