Mir wurden im Vorfeld schon vielerlei Skepsisbekundungen zugetragen, da es sich hier wieder mal um eine deutsche Produktion handelt, was mich allerdings nicht tangierte, da ich große Hoffnungen in Frederick Lau setze, der sich in der Vergangenheit immer wieder durch seine unterschwellige Art positiv hervorgetan hat.
Wer sich Teile des .trailers zu Gemüte führt, stellt auch sehr schnell fest, dass man hier auf komische Entartungen verzichtet und sich vielmehr einem düsteren Kapitel gewidmet hat, dessen Rahmen zu Lau passt wie die Faust aufs Auge. Diese Anlehnung an den film noir, die man neuerdings in Deutschland zu entdecken scheint, gefällt mir wahnsinnig gut und segnet Werke wie diese mit einer unbezahlbaren Portion Authentizität, die jegliche Zweifel entfernt.
Wie man auch damals schon mit Er ist wieder da einen Volltreffer gelandet hat (Oliver Masucci), spielt man hier nun den zweiten Akt und setzt diesen Erfolgskurs fort. Es ist die ganze Zeit über spannend, man fährt große Geschütze auf und landet für eine deutsche Produktion einen Kracher, der schließlich auch meine Skeptiker vollständig überzeugt hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wahnsinnig sehenswerter Film über das Gebaren einiger, der sehr ernsthaft und einträglich dargestellt wird.
Frederick Lau überzeugt im Team mit Oliver Masucci und lässt gemeinsam Gewalten auf den Zuschauer los, der danach definitiv berührt und spitzenmäßig unterhalten wieder aus dem Kino kommt.
Ein großartiges Stück deutscher Kinogeschichte.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, es folgt nichts mehr.
Kinostart: 12. April 2018

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