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wenn aus filmen leidenschaft wird

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Die Unglaublichen 2 (3D)

Disney (naja, eigentlich Pixar) schickt eine Animationsfilm-Fortsetzung in den Ring und macht dabei ausnahmsweise mal alles richtig: Man lässt sich gepflogene 14 Jahre (!) Zeit, um Teil zwei endlich abzudrehen und bucht nicht direkt im Anschluss an den inzwischen 644 Millionen US-Dollar schweren Erfolg die Fließband-Nachfolgeproduktion.
Seinerzeit als erster Film mit nur menschlich animierten Figürchen gewann Die Unglaublichen damals sogar den Oscar® für den besten Animationsfilm des Jahres und erfreut bis heute mit einem unglaublich starken Charme jung und alt.
Filme, für die man sich Fortsetzungen wünscht und damals noch der Meinung war, dass die nie gedreht werden dürfen, weil “Teil 2” immer scheiße war.
Ist er diesmal nicht. Im Gegenteil!
Die Unglaublichen 2 boostet gleich mal zu Anfang mit ungeheurer Erzählgeschwindigkeit und holt die Zuschauer sofort wieder zurück in die Incredibles-Welt: Sympathie, Charakterauffrischung und die Freude an diesem Universum – alles sofort wieder da.
Und man hat sich kein bisschen lumpen lassen, sondern fordert dem Zuschauer erneut viel Lachmuskel-Elastizität ab. Zwar generiert man hier und da auch ernsthaftere Szenen, bombardiert jedoch immer wieder mit dermaßen gelungenen Jokes, dass der Film selbst niemals ernst oder gar langweilig wird. Es ist ein Fest, das bereits in den Sneak Previews gefeiert wurde und ab dieser Woche seinen (hoffentlich erneuten) Siegeszug dann regulär in den Kinos antreten darf: Familie Parr ermittelt wieder und trumpft dabei mit jeder Menge Neuigkeiten auf.
Auch wenn politische und gesellschaftliche Veränderungen im Laufe der Zeit stattgefunden haben und man sich als Major-Label darauf jetzt einlassen muss, um von der Masse akzeptiert zu werden (ja, ohne das verdient niemand Geld!), so machen diese “Gleichberechtigungskompromisse” den Film nicht durch Kitsch und erzwungene politische Korrektheit kaputt, sondern man geht herrlich spielerisch damit um und gönnt dem Spaß dennoch, uneingeschränkt an erster Stelle im Film zu stehen. Auch dafür von mir ein großes Lob.
Einziges Manko des Films: Dank der Übersetzung verliert der wieder ein klein wenig seiner originellen Bissigkeit und erweicht in der Sülze der Translation-Kompromisse, aber damit werden wir wohl hierzulande leben müssen. Es sei denn, ihr verzieht euch in eine der immer häufiger auftauchenden OV / OmU-Vorstellungen, wozu ich an dieser Stelle dringlichst raten würde.
Hauptsache ihr geht rein und beweist Disney, dass mit Pixar immer noch alles stimmt.
 

.kinoticket-Empfehlung: 14 lange Jahre nach dem sensationellen Erfolg tritt man erneut aufs Gaspedal und zeigt, dass viel Zeit zwischen Fortsetzungen das pure Paradies für Filmschöpfer ist.
Der dämliche 1-Jahres-Zyklus ist durchbrochen und das spürt man an allen Ecken und Enden: Die Jokes stimmen, die Zusammensetzung stimmt, das Ding ist “mitgewachsen” ohne erwachsen worden zu sein und man wird bestens unterhalten und hat extrem viel zu lachen.
Egal, ob alt oder jung, morgens oder abends, großer oder kleiner Saal: Der Film zieht überall und sollte von jedem von euch genossen werden – egal, wo. Hauptsache im Kino 🙂

 
Nachspann
✅ ist animiert und lädt ein, bis zum Schluss sitzen zu bleiben.
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Incredibles 2
Length: 118 Min.
Rate: FSK 6

Ready Player One (3D)

Steven Spielberg ist der erfolgreichste Regisseur aller Zeiten, der auf ein Repertoire an Filmen zurückblicken kann, die legendär-episch und definitiv prägend für die Geschichte Hollywoods und auch für die Geschichte des Films an sich sind.
Neben Kevin Feige (Avengers) zählt er zudem zu den erfolgreichsten Produzenten aller Zeiten, zumindest, wenn man sich die Einnahmen mal so ansieht.
Seine Lebenswerkliste liest sich runter wie das Who is Who in Hollywood und wer bin ich schon, dass ich einen Großmeister wie ihn kritisiere.
Ich tu’s trotzdem!
Ready Player One – als sein neuester Geniestreich – ist ein Film, der als allererstes Mal ein Kniefall vor den 80ern ist, was man an der diebisch freudigen Hingabe und Exzellenz spürt. Spielberg hatte definitiv seinen Spaß daran und es ist dabei völlig egal, ob er seinen Kindern eine Freude machen oder sich und den Rest der Welt nostalgisch in dieses Zeitalter zurück katapultieren wollte: Gepaart mit dem vollmundigen Humor und der vor Easter Eggs und Anspielungen triefenden Tiefe, mit der er in dieses Jahrzehnt abtaucht, erlebt man als Zuschauer einen ehrenhaften und respektvollen Kniefall vor einem Jahrzehnt, aus dem die heutigen Generationen, die .trailer und Plakat ansprechen sollten, wohl schon längst entwachsen sind.
Die Leute, die damals mit den entsprechenden “Artefakten” in ihrer Jugend groß geworden sind, können nun endlich dankbar den seinerzeit von Pixels vermasselten Versuch als gelungen bezeichnen, einer Ära den Respekt zu zollen, die es verdient. Was damals in lächerlicher Peinlichkeit versank, kommt dank Spielberg und seiner exzellenten Fähigkeit, solide Filme zu machen, nun endlich vollkommen zur Geltung.
Wie ich jüngst schon einmal schrieb: Spielberg gehört der konservativen Generation an, die es noch gewohnt ist, Filme zu machen, in denen man sich etwas ausdenken musste, um es glaubwürdig an die Zuschauer weiterzugeben. Er gab sich auch in der Vergangenheit nicht mit einem Versuch ab, sondern war – wie z.B. James Cameron auch – eine wegweisende und innovative Größe, die nicht einfach das tat, was ganz Hollywood schon mehr oder weniger versuchte, sondern der Meilensteine setzte und damit maßgeblich das nächste Zeitalter einläutete. Spielbergs Filme waren visionär, er war ein Mann, der sich Gedanken darum macht, was demnächst kommt und dem man durchaus nachsagen durfte, dass er sich auf der Ebene eines Genies bewegte.
Genau dieser Tupfer hat mir bei Ready Player One gefehlt. Natürlich versucht er, über moderne Techniken zu akkumulieren, dass sein Werk im Jahr 2018 tatsächlich ein Existenzrecht hat, was sich mit dem Kniefall vor den 80ern aber irgendwie beißt, da die Generation 80er schon längst aus den Kinderschuhe raus ist und dafür auf breiter Fläche viel zu wenig Zeit hat, um sich mit etwas derartigem zu beschäftigen, auf der anderen Seite mir von Spielberg zu wenig Innovation aufgefahren wurde, um daraus ein legendäres Masterpiece zu machen, dass in die Annalen der Geschichte eingeht.
Wäre ich böse (und ihr wisst, dass ich viel zu brav bin ^^), würde ich sagen: Man könnte es mit der katholischen Kirche von 1604 vergleichen, die dir erzählt, dass weiterhin alles so bleibt, wie bisher, man aber jetzt die Bibel auch auf dem iPad lesen könne. Innovation. Yeah.
Genau diese Bauchschmerzen, dieses “Können, aber aus Gründen nicht so richtig wollen”, dieses Abgeschleifte, damit sich keiner so richtig dran stößt, das “auf alle Märkte zugeschnitten sein” beißt sich mit der einst vorpreschenden Marke, die Spielberg schon immer ausgemacht hat.
Keine Frage: Die Actionszenen sind allesamt grandios umgesetzt, es kracht gewaltig und für’s Auge ist immens viel geboten. Wer sich für den Film entscheidet und dabei auf 3D verzichten möchte, sollte hochkant wieder aus dem Kino geschmissen werden, denn das wäre ein unverzeihlicher Frevel – das 3D ist gigantisch! Und zwar permanent! Da wurde nicht gespart und es rummst auch gewaltig.
Am Drehbuch scheitert es allerdings ein bisschen, da kommt meiner Meinung nach viel zu sehr die brave Anstandsmoral, die man auch schon aus BFG – Big Friendly Giant kennt, durch. Hier hat er sich meiner Meinung nach einfach ein wenig zu viel selbst gefeiert und dabei vergessen, dass nicht nur das (durchaus erlaubte und verständliche) Zurückschauen auf vollbrachte Taten an der Tagesordnung stehen sollte, sondern man den einen Schritt, den bisher noch keiner gewagt hat, eben auch noch hätte gehen sollen.
Ja, ich weiß, das ist Jammern auf sehr sehr hohem Niveau – doch jemand, der eben nicht grad erst damit begonnen hat, sondern unglaublich viele Filmjahre und -erfolge auf dem Buckel hat, darf man – denke ich – auch etwas anspruchsvoller kritisieren.
Für gute Laune, spaßige Unterhaltung und ein Easter-Egg-Feuerwerk an Anspielungen auch auf mein liebstes Jahrzehnt ist definitiv gesorgt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Spielberg ist ein Genie, der auch dieses Mal wieder bis an seine Grenzen gegangen ist, ohne jedoch den einen entscheidenden Schritt auch noch zu gehen, der aus Ready Player One ein unvergessliches Meisterwerk hätte machen können.
Stattdessen hört er an dem Punkt auf, wo er auch die letzten Jahre schon stand, ohne dabei nicht trotzdem einen Reißer abzuliefern, der andere Filme mit Leichtigkeit in den Schatten wirft.
Für DIE Empfehlung der Woche reicht es definitiv – allerdings bitte NUR in 3D – denn das ist so grandios wie schon lange nicht mehr!

 
Nachspann
braucht man nicht abzuwarten, hier folgen keine After-Credits.
Kinostart: 05. April 2018

Emoji – Der Film (3D)

Vor einigen Jahren hätte man sich noch darüber gewundert, dass Handys im Kinoleben mal eine so große Rolle spielen würden.
Mittlerweile bekommen nicht nur diverse Applikationen ganze Filme spendiert, sondern man treibt es langsam auf die Spitze und sondiert immer mehr "Inhalte", die zu einem Film umgemünzt werden. Böse Zungen könnten den Machern nun vorwerfen, es handele sich hierbei nur um strategische Schachzüge, um diverse Marken sichern und so nebenbei noch Geld einstreichen zu können. Die Frage stellt sich mir jedoch ernsthaft, welchen Nutzwert es hat, nun einen vollwertigen Titel über Emojis zu machen und wo das hinführt, wenn jemand darin Konsequenz sieht.
Kriegen wir dann demnächst einen ganzen Spielfilm über die Texteingabezeile in iMessage? Und was kommt danach? Die arabischen Textzeichen greifen die spanische Tastatureingabe an? 😀
Ich frag ja nur …
Auf jeden Fall positiv aufgefallen ist die Dimensionalität, die sich innerhalb solcher Kisten versteckt und irgendwo schon einen Mehrwert darstellt, sofern man nichts über die Smartphones weiß und bisher einfach nur damit gespielt hat. Die ganzen Zusammenhänge ein wenig besser zu begreifen und im Kindesalter zu verstehen, was z.B. eine Cloud ist, ist einerseits löblich erklärt, andererseits fragwürdig, ob man in solch jungen Jahren bereits solche Probleme im Kopf bewegen sollte. Das gleiche gilt übrigens für die Emojis selbst, da diese ja nur fortführen, was Kritiker der "neuen Kommunikation" generell schon bejammern: Dass man sich einfach nicht mehr unterhält und der andere einem noch nicht mal mehr einen ganzen Satz wert ist.
Ihr seht schon: Ich stehe der Sache sehr sehr kritisch gegenüber und bin daher grundsätzlich nicht sonderlich positiv voreingestellt – und meine Erwartungen wurden weder untergraben, noch dementiert.
Von der Aufmachung und der Animationstechnik braucht keiner schwätzen, hier gilt der aktuelle Standard, der nichts Weltbewegendes erfindet, jedoch auch nicht unter Niveau verkauft wird. Fragwürdig ist einzig und allein das Gesamtprojekt, was an und für sich keinen tatsächlichen Mehrwert bietet und somit auch für mich keinerlei Unterhaltungsfaktor darstellte, dafür waren die Jokes einfach zu platt und die Story an sich zu uninteressant und vorhersehbar.
Vielmehr etabliert sich hier eine angstmachende Praktik, die Werbetreibende ganz offensichtlich auf die Hauptleinwand lässt und man noch nicht mal mehr deklarieren braucht, dass hier grundsätzlich für verschiedene Apps geworben wird, indem man sie einfach bunt und niedlich darstellt. Daran könnten sich einige stören und grundsätzlich hebelt man damit die eigentliche Intention des Kinos ein wenig ins Abseits, indem man "Beigaben" (für den Zuschauer) zum Hauptgeschäft macht und damit dem Entertainment komplett den Todesstoß versetzt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer damit glücklich wird, darf gerne rein – an dieser Stelle sei dann auch das 3D empfohlen, da der Film durch die Animation dafür wie geschaffen ist – alle anderen dürfen gerne einen Bogen darum machen, weil die Vorüberlegungen für mich definitiv in die falsche Richtung laufen und man mit solchen Filmen Kino eher tot macht, als es zu beleben.
Aber das ist meine persönliche Meinung, die euch zu nichts überreden soll. Schaut einfach den .trailer und macht euch am besten vorab selbst ein Bild.

 
Nachspann
Nicht gleich wegspringen, ihr werdet noch mit einem Nachschlag belohnt.
Kinostart: 3. August 2017

(Trailer) Terminator 2: Tag der Abrechnung (3D)

Zum heutigen .trailer möchte ich eigentlich nicht viel sagen, außer: Schaut ihn euch an und freut euch tierisch drauf – genau wie ich. Im Ernst: Es wird der absolute Kracher. Aber seht selbst:
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Nn2KojlG-0Q?rel=0&w=560&h=315]
Ein absoluter Klassiker präsentiert von © Studiocanal
 
Warum man den Film gesehen haben sollte:
Was waren es für Zeiten, als Terminator 2: Tag der Abrechnung in den Kinos lief und alle Welt begeisterte. Mittlerweile sind wir so weit in der Zeit vorangeschritten, haben so viele technische Errungenschaften erobert, haben so große Wandel auch im cineastischen Sinne er- und durchlebt, dass es fast unglaublich ist, ein so vergleichsweise altes Werk wieder auf der großen Leinwand bestaunen zu dürfen.

Und Leute: Der Moment ist absolut magisch! Wenn Arnold Schwarzenegger erneut durch die Weltgeschichte eiert, um seine Aufträge zu erfüllen und die Geschichte ein weiteres Mal erzählt. Man sitzt im Kino, kann – als absoluter Fan der Terminator-Reihe – jedes einzelne Wort mitsprechen und feiert den bis dato besten Terminator in seinem Lieblingskino im Jahr 2017! Was für ein Fest!

Sofort spürt man den Unterschied, welche Machenschaften damals aktuell waren. Dass mit Technik nicht viel gemacht wurde und höchstens hier und da mal ein paar visuelle Effekte eingepflegt wurden, die jedoch eher verpönt waren, weil es das Gesamtbild des Realistischen einfach verzerrte und aus einem perfekten Film nur etwas Zweitklassiges werden ließ.
Terminator 2 ist nicht zweitklassig, sondern glänzt auch heute noch mit einer unverkennbar wichtigen, eindrücklichen und wohlüberlegten Botschaft, die ihre Wirkung auch jetzt auf der Leinwand immer noch nicht verfehlt.
Die Liebe und Hingabe, die James Cameron damals in sein Werk investierte, zeigt sich auch aktuell bei der von ihm persönlich überwachten, in 3D konvertierten Fassung, die den Film technisch auf das aktuelle Niveau hebt, ohne ihn durch modernen Schnickschnack zu verschandeln.
Zwischen den technisch perfekten, unglaublich in die Tiefe projizierten Bildern (Cameron wusste natürlich, welche Szenen sich perfekt dafür eignen und hat sich auf eben diese spezialisiert) finden sich immer noch die Original-Material-Aufnahmen, wodurch man spürt, dass man auch heute dem Werk immer noch einen tiefen Respekt zollt und nicht mit Modernität überrumpelt und der Ansicht ist, es einfach alles besser zu können und dadurch nochmal die gleiche Geschichte neu verfilmt respektive einfach alles neu rendert.
Die Schärfe ist extrem – die Bilder unglaublich plastisch und mit immenser Detail-Tiefe bereichert, während der Film selbst noch den Charme seiner Zeit ausstrahlt und eben ein echtes Original ist, von dem man meinen könnte, es wäre heute erst gedreht worden. Mad Max: Fury Road (3D) und seine authentische Stunt-Darstellung lässt grüßen.
Dieser Respekt gegenüber dieser Zeit, die tiefe Verneigung vor der unglaublich visuellen Kraft, die man damals in seine Filme gesteckt hat, findet sich auch in der dreidimensionalen Neufassung wieder, die im Kino zu sehen definitiv Pflicht ist. Denn: Cameron wollte der heutigen Jugend einen Film näherbringen, den man damals gesehen hat – auf DVD – und nicht in dieser unfassbar coolen Fassung, die es am 29. August 2017 in den Kinos zu bestaunen gibt.
Also rein da!
 

.kinoticket-Empfehlung: Es fühlt sich an, als wäre man selbst in der Zeit zurückgereist und all die Probleme, in die uns unsere Geschichte gefahren hat, seien vergessen: Man bekommt nochmal eine Chance, während Edward Furlong gerade in den Kinos vorgestellt wird.
Die Originalität dieses Meisterstücks wurde in keinster Weise verbogen oder durch irgendwelche modernen Techniken verschandelt, sondern dem Werk wurde der ihm gebührende Respekt gezollt, während man die Geschichte topmodern und technisch auf absolut einwandfreiem Niveau erneut der Jugend in den Kinos vorführt.
Gut so, denn das ist ein unangefochtenes Beispiel für einen wahrhaft sensationellen Film, der alles mitbringt, was das Kinoherz liebt: Action, Schauspieler-Originale und eine fantastische Story, die man mittlerweile in den Sand gefahren hat.
Damals war sie noch in Ordnung – und am 29. August wird sie es wieder sein. Eure Chance!

 
Nachspann
Wie damals – nichts neues mehr nach dem Abspann – außer dem aktualisierten 3D-Abspann, der die Mitarbeiter würdigt, die hier wirklich unfassbare Arbeit geleistet haben. Danke Jungs!

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

Wer erinnert sich noch an seinen sensationellen Auftritt in A Cure for Wellness? Dane DeHaan besticht ein weiteres Mal neben Cara Delevingne in einem Masterpiece von Regisseursmeister Luc Besson.
Und Leute – meine Begeisterung ist kaum zu zügeln. Ja, wir alle kennen die morbiden Versuche von brüllenden Löwen, in der Filmwelt Großartiges vollbringen zu wollen und dabei zu vergessen, dass die wahrhaft Starken die ruhigen Teilhaber sind und wahre Macht immer in flüsterleisen Tönen zu suchen ist.
Luc Besson hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, was für ein filmisches Genie er ist. Seine Filme bestechen durch die Bank weg mit Alltime-Klassiker-Prädikat und sind derzeit wieder in aller Munde.
Mit Valerian – Die Stadt der tausend Planeten sorgt er im Trailer bereits für ein unglaubliches Gefühl von Vorfreude und Anspannung – noch nie habe ich eine Pressevorführung so sehr erwartet, wie diese. Und meine Vorfreude war begründet. Doch der Reihe nach.
Besson orientiert sich hier an einem Comic, das wohl die wenigsten Kinobesucher auf Anhieb kennen werden, zumindest ist mir noch niemals in meinem Leben etwas davon begegnet. Zugegebenermaßen bewege ich mich auch so gut wie kaum in der Comic-Welt und kann daher keine allgemeingültigen Aussagen dazu treffen. Was mir allerdings aufgefallen ist: Diese brachiale Wucht, die in dem Erfindergeist dieser Welten steckt, schlägt meiner Meinung nach sogar ansatzweise Avatar in seiner bildhaften Größe.
Valerian trumpft hier mit einer unfassbaren Farbenpracht und Formenvielfalt auf, die mir in dem Maße so gut wie nie begegnet ist. Diese Entführung startet mit unglaublich ausweitender Geschwindigkeit und schlägt den Zuschauer direkt in ein visuelles Filmerlebnis, dass vollkommen neue Maßstäbe im Kino ansetzt. Dass dabei IMAX-Qualität mit Dolby Atmos™ vermischt in ultrahochauflösender Qualität die Fronten von James Camerons ursprünglich moderner Pionierarbeit ankratzt, ist unangefochten. Und dabei muss noch nicht mal viel gesprochen werden: Die Bilder wirken einfach von selbst!
Während man dabei zuschaut, vergisst man völlig, auf welchem Planeten man eigentlich zu Hause ist. Diese Mutation im Kopf funktioniert hervorragend und hinterlässt ein Gefühl von Alltagsvergessenheit, indem man dabei vollkommen das produziert, wofür Filme im Ursprung gedacht sind: Zur geistigen Entführung in fremde Welten, die einen das eigene Leben vergessen lassen und für bombastisches Entertainment sorgen.
Beides erfüllt Valerian mit Bravour und entzückt voller Farbenpracht und Einfallsreichtum mit Kreativität, die seiner Zeit weit voraus ist. Und genau deshalb werden die Kritiker diesen Film lieben: Er sprüht nur so vor futuristischem Charme und frisst sich immer tiefer in die Gehirne seiner Besucher rein, um hier fundamentale Eindrücke einzupflanzen, die so leicht nicht mehr vergessen werden können.
Und dabei fährt man zu Höchstleistungen auf! Nicht nur Cara Delevingne besticht mit völlig neuem schauspielerischen Talent, dass man bisher von ihr nicht kannte, sondern auch alle anderen reihen sich in die von Erfolg gekrönte Inszenierung dieser unfassbaren Geschichte ein und liefern Leistungen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.
Und dabei wird nicht nur auf Bildgewalt oder unfassbar gutes 3D wertgelegt, sondern auch auf Inhalt: Die Funken sprühen nur so zwischen beiden, was eine völlig eigenwillige Harmonie entwickelt, die man jeder Seite abkauft und die abseits jeden Schnodders einer kitschigen Liebesgeschichte so richtig Lust auf mehr macht: Auch hier ist man seiner Zeit wieder weit voraus. Wir alle werden wohl erst in einigen Jahren begreifen, was Besson damit tatsächlich aktuell bereits geschaffen hat.
Diese unfassbare Spritzigkeit, der Flair, die Andersartigkeit und die Filmkolorierung schicken die Zuschauer auf eine unvergessliche Reise, die ihr Leben nachhaltig prägt und das Kino der heutigen Zeit schon jetzt verändert hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ich nenne es nicht Pflicht, ich mache es zur Ehrensache, als Gast zu beweisen, dass man verstanden hat, wozu Filme eigentlich da sind: Als Form von Kunst akzeptiert und gewürdigt zu werden.
Valerian ist einer der Filme, die die Kinos niemals verlassen dürften, denn keine andere Leinwand würde dem gerecht werden. Man braucht Größe. Man braucht aktuelle Technik und viel Verständnis auf allen Ebenen, um diesen Film in einem würdigen Areal zu präsentieren und das auszuschöpfen, was Besson dafür gedacht hat.
Das Erlebnis gleicht dem von Avatar und reicht nicht nur an dessen Unerreichbarkeit heran, sondern übertrifft mit seiner allumfassenden Ausarbeitung sogar seinen Meilensteinvorgänger. Gut, dass davon die nächsten Teile erst in ein paar Jahren erscheinen, denn die Zeit werden sie brauchen, um mit Valerian gleichzuziehen.
Also bevölkert die schwarzen Säle und zeigt der Welt: Genau davon wollen wir so unendlich viel mehr und wir genießen jede Sekunde davon wieder und wieder und wieder.
Ich bin dann mal im Kino – und ihr?

 
Nachspann
kann abgewartet werden, für diese Laufzeit ist der eh kurz genug, enthält aber keine weiteren Szenen oder Gimmicks.
Kinostart: 20. Juli 2017

Transformers – The Last Knight (3D)

Ist es nicht unglaublich, was für eine epische Macht aus einem Plastikspielzeug hervorgehen kann? Im Jahre 2007, als sich Michael Bay daran machte, eine erwachsenentaugliche Version der Hasbro-Spielzeuge zu verfilmen, ahnte noch keiner, was das für weitreichende Konsequenzen für die Filmindustrie haben würde.

Heute, im Jahr 2017, feiern wir bereits den fünften und gleichzeitig ersten Teil eines aufkommenden Transformers-Universums, dass sich ganz speziell an eine bestimmte Kundschaft richtet: Den Popcorn-Cineasten.

Mal im Ernst: In Transformers, und Transformers – Die Rache waren wir alle noch leicht begnügt damit, als man uns die Charaktere vorstellte, die Figuren einführte und wenigstens ansatzweise ein klein wenig Story bot, auch wenn da von Anfang an eigentlich nichts nennenswertes da gewesen ist, dass man nachträglich noch als tiefsinnig hätte bezeichnen können.

Spätestens im dritten Teil war jedem zunehmend klar, dass es hier nicht um Story oder Rahmenhandlung geht, sondern man einfach nur irre geil auf Special Effects gezielt, die Waffe abgedrückt und einschlagende Ergebnisse produziert hat. Nicht nur in Sachen 3D wurden Maßstäbe gesetzt, auch in punkto Optik und Filmtechnik hat man mit Avatar gleichgezogen und die Messlatte hoch positioniert.

Und Bay hat niemals aufflammen lassen, hier erzählerische Höchstleistungen vollbringen zu wollen, sondern er präsentiert. Und zwar affenscharfe Karren, megageile Transformationen, superscharfe Babes und eine Menge Haudrauf-Action, die absolut keine Hirnleistung erwartet, sondern einfach nur die niedersten Instinkte des Actionkinoliebhabers erfüllen will. Und wird.

Nachdem jeder weiß, was es mit den Autobots und Decepticons auf sich hat, beschäftigt man sich auch nicht länger damit, hier noch irgendwelche Erklärungen abzuliefern, sondern kümmert sich um die Superlative. Was in anderen Filmen nur angedeutet wurde, wird jetzt zum Hauptaugenmerk gemacht und bereits im Trailer ansatzweise präsentiert: Man fährt volle Geschütze auf und geht voll auf Action. Und in 152 Minuten Spieldauer hat man dafür auch genügend Zeit.

Und es macht tierischen Spaß – zwischen all den in letzter Zeit gesehenen Independent-Filmen – einfach mal hirnlos dazuhocken, ein Eis zu schlemmen und sich an der brachialen Action zu erfreuen, die hier gnadenlos von der einen zur anderen Minute vorprescht und die Zeit wie im Fluge vergehen lässt.

Allein die Optik ist den Besuch eines Megakinos wert. Und Leute: Je größer der Saal, je lauter die Boxen, je wuchtiger der Gesamteindruck, umso wertvoller das Erlebnis im Kino. Lasst die Dörfer hinter euch und verzichtet auf das nächstbeste Kino, sondern wählt eines aus, dass euch auch die dazugehörige Technik bieten kann, um diesem Film seine epische Macht zu lassen und ihn nicht auf Stereo-Sound runterbrechen zu müssen, nur weil die Kinos dafür nicht ausgelegt sind. Hier zählt nicht nur auf der Leinwand die Superlative.

Apropos Superlative: Meiner Meinung nach ist man jetzt auf einem Pegel angelangt, auf dem es kaum weiter nach oben gehen kann. Wenn man damit das Universum eröffnet und auch in Zukunft weiterhin Filme dieser Art liefern möchte, wird das die absolute Highlight-Kirsche auf der Torte des Kinojahres.

.kinoticket-Empfehlung: Bay erfüllt hier keinerlei Erwartungen an Story, Handlung oder sonstige bahnbrechende Elemente, sondern erfüllt einzig und allein den Zweck, megamäßige Effekte aufzubauen und mit niederschmetterndem Donner auf den Zuschauer niederregnen zu lassen.

Wer hier rein geht, sollte wissen, worauf er sich einlässt und die Show einfach genießen. Ohne Erwartungen wird man auch nicht enttäuscht, sondern mit einer Show der Superlative belohnt, die die Zeit im Kino unvergessen werden lassen.

Nachspann
❌ Für einen Film dieser Länge der kürzeste Nachspann, den ich jemals gesehen habe. Im Ernst: bleibt mal hocken und lasst euch überraschen, wie schnell der vorbei ist …

Kinostart: 22. Juni 2017

Original Title: Transformers: The Last Knight
Length: 149 Min.
Rated: FSK 12

King Arthur: Legend of the Sword (3D)

Vorab und mega kurz zusammengefasst:
Trailer: Scheiße.
Plakat: Scheiße.
Thema: Oh Gott, nicht schon wieder diese dämliche Arthur-Sage, die schon gefühlte eine Million Mal + 7 Fortsetzungen oft erzählt wurde und jetzt wieder ausgebuddelt wird. Bitte nicht. Bitte bitte bitte nicht.

Dann: Männerabend. Ein prall gefüllter, großer Saal, Lautstärke bis zum Umfallen und nach dem Studiologo wars dann aus mit der Abneigung gegen diese Vorstellung und mir sind meine Augen fast rausgefallen => vor Bewunderung und Erstaunen!
Leute, echt jetzt? Ich meine, Guy Ritchie ist ein Genie und Könner seines Fachs, er weiß durchaus mit Menschen umzugehen und hat Erfahrung darin, wie man Stoff auf der Leinwand richtig erzählt, aber: Echt jetzt?
Wie zur Hölle schafft man es, einen Stoff, den absolut jeder schon mindestens 1000x gehört hat, so zu erzählen, dass man während des Films vor Spannung manchmal kaum mehr ordentlich im Kinosessel hocken bleiben kann?
Die Gewalt – diese bombastische Bildgewalt sucht seinesgleichen. Manche mögen sich noch zurück an die damals alles erschlagende Trilogie von Der Herr der Ringe erinnern und das Gefühl, jetzt cineastisch in einem epischen neuen Zeitalter angekommen zu sein. Meine Meinung? King Arthur – Legend of the Sword legt da nochmal ordentlich eins drauf und darf sich gerne mit der Trilogie messen – und gewinnt!
Die Effekte sind so dermaßen überragend, dass einem vor Staunen nur der Mund offen stehen bleibt und die brachiale Gewalt prasselt so schlagartig auf einen nieder, dass es kaum auszuhalten ist.
Dazu kommt dann der unverkennbare Stil von Guy Ritchie, der hier nicht nur in den Dialogen beweist, dass die Leinwand für ihn kein Ort ist, vor dem er kniend vorspricht und hoffentlich akzeptiert wird, so wie viele andere Filmemacher dies oft tun. Er ist dort nicht nur zu Hause, sondern hat das so dermaßen im Griff, dass man die Professionalität förmlich im Bauch spürt, während sie aus allen Ebenen von der Leinwand schießt. Ritchie versteht es, dem Film das gewisse Etwas zu verpassen und aus ihm tatsächlich einen Epos zu machen, der alle anderen Verfilmungen bisher in Grund und Boden tritt.
Meine Meinung nach der Vorstellung? Außer Die Nebel von Avalon hätte man allen anderen verbieten müssen, sich über dieses Thema zu äußern und gleich ihm das Regiezepter überreichen müssen, denn was hier rausgekommen ist: Wow!
Und wir reden hier von klassischem Stoff, den man ja nicht verändern darf, der immer wieder gleich erzählt werden muss und Tradition und bla und so … Fuck yourself! Diese Neuinterpretation dieser fast schon langweiligen Geschichte hat mich dermaßen gepackt … ich glaube, ihr spürt es ein wenig.
Und was auch herausragend war: Man trumpft nicht nur verbal auf und zieht hier die Leinen straff an (es gibt keine Filmlücken, kein “Wann geht’s endlich weiter”, keine Warteschleifen, sondern mal schneller mal weniger schnelleres Erzähltempo, aber dennoch konsequent Speed im Film), sondern haut auch beim Soundtrack und dem allgemeinen epischen Moment ENDLICH mal auf die Pranke und zeigt dem Kinobesucher, was Bildgewalt ist.
Wo andere immer so anfangen, mal an den Rippen zu kitzeln, man am ganzen Körper Gänsehaut bekommt, der Score anfängt aufzudrehen und man sich freut: Yeah, endlich wird’s episch….. bwaaaaaaaahhhhh schon vorbei. Hier? Dreht der Score nicht auf, sondern fängt gleich mit Maximum an und hält das Level konsequent … man wird umgerannt, in den Schwitzkasten genommen und in einem so brutal überwältigenden Momentum auf den Boden gehauen, dass man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Durchchoreografierte Kampfszenen, denen man folgen kann, ein unglaubliches (!!!) – wirklich absolut unfassbar räumliches 3D – und dazu eine tiefe, dunkle Aura, die diese Sage zu der besten meines Lebens macht – sofern man sie so erzählt, wie Ritchie.
Und dieses brachiale Momentum reißt nicht nach ein oder zwei Minuten ab, sondern bewegt sich ständig weiter und rollt walzend alles vor sich geschehene platt. Mal im Ernst: Ich habe noch nie erlebt, dass ein Mann so stilvoll und überragend mit einem Schwert zwei Striche in die Luft ziehen kann, wie es hier gezeigt wird.
Überhaupt: Der Cast ist so extrem gut gewählt, jeder einzelne macht hier eine so gute Figur und ringt von mir tiefste Bewunderung und ehrwürdige Verneigungen ab – ich kann es echt jedem nur empfehlen!
 

.kinoticket-Empfehlung: Wenn ich euch mit dem Text oben noch nicht geil genug auf die Vorstellung gemacht hab, dann eben nochmal: Scheißt auf die Guardians, die kann man sich hinterher immer noch auf ProSieben in der Free-TV-Premiere anschauen, King Arthur nicht, denn dazu braucht man das monumentale Soundsystem eines Megakinos und Personal, dass sich dazu verpflichtet fühlt, alles unter 80% Maximallautstärke konsequent zu verbieten.
Der Film schlägt ein neues Kapitel in der Geschichten epischen Kinos auf und erzählt eine tausendmal erzählte Sage völlig stilsicher, neu interpretiert und mit einem absolut bleibenden Eindruck auf eine Weise, wie sie die Welt bis dato noch nicht erlebt hat.
Also tut euch selbst den Gefallen und straft das Versagen der PR-Abteilung nicht durch Ausbleiben aus dem Film ab – ihr schadet euch damit nur selbst!

 
Nachspann
hatte keine weiteren Bilder, aber die braucht man hier nicht, sondern eher die angekündigten Filmreihe-Fortsetzungen, denn davon will ich garantiert mehr sehen! Viel mehr!

Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott (3D)

Es ist für mich immer wieder eine tolle Erfahrung, in einem Kinosaal voller Kinder zu sitzen und die Reaktionen der Kleinen aus erster Hand mitzukriegen. Anhand dessen möchte ich die Fortsetzung von Ritter Rost gerne analysieren.
 
3D
Geschaffen für’s Kino, adaptiert für die Heimkinos und derzeit wohl tatsächlich mehr oder weniger am Untergehen … die Dreidimensionalität.
Ein von mir durchaus geschätztes Feature, wenn es technisch liebevoll umgesetzt und bis in die unwichtigsten Szenen konsequent durchgezogen wird, um dem Zuschauer tatsächlich ein verbessertes Filmerlebnis zu garantieren. Hierfür finde ich dann auch einen Aufpreis gerechtfertigt, da sich in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hat, dass man mit dem Sprung ins 3D tatsächlich ein anderes Feeling hervorrufen kann als in der günstigeren 2D-Variante.
Fakt ist, dass gerade Kinder diese Form der Darbietung immens schätzen und es immer wieder großartiges Erstaunen hervorruft, sobald die 3D-Brille-Aufsetzen-Meldung auf der Leinwand gezeigt wird. Dies war auch bei Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott der Fall, obgleich die beste Szene in 3D hier fast das Studio-Logo war und der Film sich dann mit räumlichen Effekten eher zurückgehalten hat.
Entsprechend verhalten haben die Kleinen auch reagiert.
Richtig finde ich, die Technik fürs Kino beizubehalten und ggfs. auch auszubauen und fürs Heimkino den Tod von 3D zu akzeptieren, nicht allein deswegen, weil die Lichtspielhäuser so wieder an Attraktivität gewinnen und man dann hier exklusiv bekommt, was andere in der Form nicht bieten können.
Dennoch hätte man ruhig mehr auffahren können, zudem alles animiert ist und diese Option die besten Grundvoraussetzungen für 3D liefert.
 
Der Plot
Als Erwachsener wird man es stellenweise schwer haben, mit Begeisterung den Geschehnissen auf der Leinwand entgegenzufiebern, da das Zielpublikum hier nicht nur exzellent bedient wird, sondern auch unter der Pubertätsgrenze lebt. Diejenigen bekommen Unterhaltung, der man folgt, die nicht langweilig wird und bei der alle gespannt auf die Leinwand starren, ohne Unterbrechungen, Gequängel oder anderweitigem Desinteresse.
Die Animationen sind auch liebevoll gestaltet, die Schwenker richtung “Furcht” gestalten sich als harmlos und selektieren sich hiermit aus der Schiene des Düster-Bösen heraus, um tatsächlich ein Filmevent zu liefern, dass das Prädikat “familientauglich” mit Stolz tragen darf.
Jedoch hat man als Erwachsener wohl eher mehr Freude an den leuchtenden Augen der Kinder als dass man selbst derjenige ist, dessen Glück von der Leinwand besprudelt wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man kleine Geschwister sein Eigen nennen und ist auf der Suche nach etwas völlig unverfänglich Schönem, darf man hier getrost und ohne Bedenken reingehen.
Gute Unterhaltung, spannende Story, liebevoll gestaltete “Darsteller” und jede Menge lustiger Klamauk warten hier auf die Jüngsten und liefern ihnen eine völlig bedenkenlos erzählte Geschichte.
Für Erwachsene eher bedingt geeignet, da das Zielpublikum hier konsequent angesprochen und bedient und dabei keine Rücksicht auf den Rest genommen wird.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach der Abblende darf man den Saal bedenkenlos verlassen.

Passengers (3D)

Ich höre schon die Plot-Eulen am Horizont rumschreien … aber mal der Reihe nach.
Ein jeder erinnert sich noch an das sagenumwobene 2-Mann-Werk, welches von Hollywood gefeiert wurde und neben Avatar – Aufbruch nach Pandora einen erneuten 3D-Hype auslöste, der diese hinter den Zäunen gefeierte Technik innerhalb der Filmwelt mit einem Pro-Argument mehr ausstattete – Gravity?
So manch böse Zunge könnte nun behaupten, dass hier ein zweiter Teil vorliegt, denn viele Komponenten scheinen laut Trailer eindeutig zu passen. Das mag auf den ersten Blick wohl auch stimmen, doch der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass der Filmtitel in der Mehrzahl geschrieben ist, was gleich die erste Abweichung von besagtem Schein-Vorbild ist.
Was mich angeht: Ich liebe das Weltall. Mit all seinen Facetten. Als Horror, als Action, als “unendliche Weiten” – mit Reisen ins Universum kann man mich fast immer einfangen. Demnach hatte man mich schon bei dem ersten Blick auf das Raumschiff im Trailer und der Rest war mir ehrlich gesagt egal.
Ich habe mich auf den Film gefreut. Tierisch.
Und dann kommen die damit!
Ästhetik im Schiffdesign, die sich gewaschen hat. Einem Plot, der die erste Hälfte vom Film so richtig abartig Spaß macht. Immer wieder dazwischen diese unglaublich präzise, anschmiegsame und Lust auf mehr bereitende Schiffsoptik in 3D-Bildern, die selbst Gravity klein machen.
Irgendwann kommt dann der Break und man eröffnet sich einer Actionballade, die meiner Meinung nach gar nicht hätte sein müssen, hätte man die lineare Struktur des ersten Teils einfach gradlinig bis zum Schluss durchgezogen und damit perfekt ein Nischenpublikum angesprochen ohne “am Schluss auch noch die Masse zu befriedigen”.
Dennoch: Ich war beeindruckt. Beeindruckt von der Idee (die es auch in diversen Mangas schon mal gegeben hat – ich weiß), beeindruckt von der Innenarchitektur und dem Design des gesamten Films, beeindruckt von der Durchdachtheit, die bis zur Mitte des Films nahezu perfekt ist. In Anbetracht dessen sehe ich auch gerne über das ein oder andere Manko hinweg, das nicht bis zum Schluss fertig entwickelt worden ist, da sich auch hier so manche Logik- und Denkfehler verbergen. Dennoch bleibt einem im Film kaum Zeit darüber nachzudenken, weil man permanent mit den Darstellern mitfiebert und irgendwo nicht nur das, sondern: Ich kann mich richtig gut in die Lage reinversetzen, weil viele Punkte nicht nur mein persönliches Empfinden zu 100% widerspiegeln, und ich mich dadurch vom Film selbst nicht nur verstanden, sondern umarmt fühle.
Vielleicht rührt auch daher ein wenig meine Beratungsresistenz, was den nicht perfekten Plot angeht und ich überlasse das Heulen den Eulen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ein GEDICHT, was die Optik, das Design und das Anfixen der Story angeht.
In der zweiten Hälfte lässt er etwas nach und bricht mit der ruhigeren Schiene, stürzt aber als positiver Eindruck absolut nicht ab, sondern entlässt aus einer Welt bestehend aus wunderschönen Formen, Farben und anschmiegsamer Kunst.
Gibt es die Möglichkeit, das Raumschiff irgendwo zu besichtigen oder sogar dort einzuziehen?

 
Nachspann
Wer auf Zusatzmaterial wartet, tut dies an dieser Stelle vergeblich.

Teenage Mutant Ninja Turtles 2: Out of the Shadows (3D)

Wenn Michael Bay im Spiel ist, dann krachts und macht dem eingefleischten Popcornjünger richtig Spaß. Genau dieses Credo gilt auch für Teenage Mutant Ninja Turtles 2: Out of the Shadows, denn hier wird mit 3D gearbeitet, das wieder als Meilenstein in der Geschichte des dreidimensionalen Films gilt und eine Story abliefert, die erwartungsgemäß ist und somit keinerlei großartige Überraschungen bereithält.
Aber wen schert es: Man geht nicht in diesen Film, um mit herausragenden Dialogen begeistert zu werden, sondern weil man es krachen sehen will. Und tatsächlich erinnert hier alles ein wenig an die monumentale Größe von Transformers, nur dass die Effekte und der Wahnsinn fast einen Ticken besser sind als in der Saga der Autobots.
Der Streifen macht dabei nicht nur den jüngeren Zuschauern Spaß, deren Actionfiguren man belebt und in eine Schlacht schickt, die effektreißerisch und großartig ist, sondern unterhält hier auf einem Level, das eine eigene Dynamik entwickelt und somit nach gegebener Zeit auch erwachseneren Menschen Spaß zu machen beginnt.
Der absolute Star des Films ist ganz klar die Technik und Erfahrung, die Bay hier mit einfließen lässt, die eindrucksvoll beweist, das hier Action-Können dahintersteckt, von dem sich viele Kracherfilme eine Scheibe abschneiden können. Wer jemandem eindrucksvolles 3D näherbringen möchte, sollte sich diesen Referenzfilm packen, denn auch die Inhalte sind nicht so schlecht, dass man sich darüber mockieren müsste, sondern man bekommt solide Unterhaltung und hat hoffentlich viel Popcorn am Start, denn das wird gebraucht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Das 3D ist allererste Sahne, die Action weiß überzeugend zu beeindrucken und die Bayschen Einflüsse der Transformers-Liga sind deutlich spürbar.
All das macht TMNT 2 zu einem Film, der als Referenz in Ton und Bild gilt und hier einmal mehr eindrucksvoll beweist, welche audiovisuellen Fähigkeiten in einem Kinosaal stecken können.
Als Familienunterhaltung sehr wohl zu gebrauchen, auch wenn man nicht zwingend mit 4jährigen da reingehen sollte, so wie es eine Zuschauerin versucht hat ^^.

 
Nachspann
liefert anfangs noch recht nette Animationen, nach dem Umsturz auf den Normalfließtext darf man aber nach draußen.

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