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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Aleksandar Jovanovic

Kalte Füße

© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Kalte Füße enthält im Titel keine super-duper-hightech-nonchalanten Superheldencharaktäre und deutet darauf hin, dass hier eher eine TV-Produktion ins Kino gehievt wurde, die sich mit Ach und Krach behaupten will. Dazu noch talentierte Schauspielgrößen wie Heiner Lauterbach oder Leinwand-Emporkömmling Emilio Sakraya und man ist mittendrin im deutschen Kino.

Nur: Diesmal eben in richtig gut!

Bereits der .trailer hat angedeutet, dass hier tatsächlich echte Gagschreiber am Werk waren und – soviel sei verraten – er nimmt nichts vorweg, sondern lässt genügend Zeit und Spielraum, damit die Story sich entwickeln kann und nicht einfach nur die vorgezeigten Szenen zusammenfügt und abarbeitet.

Und obwohl hier und da schon ein klein wenig die fernsehbegabte Arbeitsweise durchschimmert und auch der ein oder andere Dialog eher den Öffentlich-Rechtlichen entsprungen sein könnte: Man gibt sich hier so viel Mühe, eine wirklich unterhaltsame, spannende und vor allem coole Geschichte zu präsentieren, die auf der Leinwand durchweg Spaß macht!

Wer also wieder mal ungeniert lachen möchte und eine wunderbar erzählte Geschichte erleben, der darf hier beherzt zugreifen und sich ein .kinoticket sichern!

.kinoticket-Empfehlung: Für die deutsche Machart übertrieben gut!

Man schafft es, witzig zu sein und präsentiert eine Coolness, die ich bei anderen deutschen Filmen oft vermisse oder als lächerlich empfinde: Keine Fremdscham, guter Humor, interessante Handlung und ungenierter Kinospaß! Mitnehmen!

Nachspann
✅ ist nett animiert, aber nicht zwingend notwendig … man braucht allerdings nicht direkt rausstürmen.

Kinostart: 10. Januar 2019

Original Title: Kalte Füße
Length: 96 Min.
Rated: FSK 12

Steig. Nicht. Aus.

Erinnert ihr euch noch an den sensationellen Niedergang der Tatort-Folge Tschiller: Off Duty? Der gleiche Regisseur hat erneut zugeschlagen und vernichtet öffentlich-rechtliche Gelder in einem triumphalen Krampf schlecht erzählter Geschichten.
Oder anders gesagt: Der ursprüngliche Plot stammt aus Spanien und hatte gänzlich andere Inhalte und ob der Einfallslosigkeit deutscher Filmemacher breitet man das Nichtkönnen merkwürdiger Regisseure über den Teppich an zwangseingesammelten Gebührengeldern und verbrennt sie in einem belanglosen Plot, der vor Lächerlichkeit und Dämlichkeit nur so glänzt.
Und dabei hat Wotan Wilke Möhring doch längst bewiesen, dass er es besser kann: Es tut einfach nur weh, die hart erkämpfte, filmische Ehrlichkeit Deutschlands mit Volldampf in den Scheißhaufen rasen zu sehen und nichts dagegen unternehmen zu können.
Ja, fürs Fernsehen könnte man diesen Plot sicherlich verwenden, dafür ist er schlechtgut genug, denn die langsam dahinsiechende Dattergreis-Generation wird sich sicherlich oft genug an den Herzschrittmacher greifen, um die Spannung und elendige Actionhast einigermaßen zu ertragen, aber jeder andere hat garantiert damit seine Schwierigkeiten.
Ich meine: Es gibt doch inzwischen eine weit verbreitete Anspruchsmesslatte, die man an Kinofilme anlegt und unter der man sich nicht bewegen sollte, wenn man vom allgemeinen Publikum auch angenommen werden soll.
Warum fabriziert man dann hier so eine – auf Deutsch gesagt – Scheiße? An Unglaubwürdigkeit, Lachhaftigkeit und selten dämlicher Nicht-Eloquenz kaum zu überbieten.
Für wen ist dieser Streifen also gemacht?
In erster Linie für den Autor selbst, der sich damit unfassbar bereichert und etwas auf die Füße stellt, für das jeder von uns grade stehen musste – und dafür sollte man ihn mal gehörig übers Knie legen.
Außerdem noch für diejenigen, die Spaß an Sonntag-Abend-ZDF-Unterhaltung haben und deren Intelligenzanspruch sich mit Alzheimer gemeinsam verbündet hat, denn dann merkt man nicht mehr, was hier eigentlich für ein Plot-Blödsinn gemacht wurde.
Und an alle, die Nick Tschiller als Tatort-Kommissar gut fanden.
Der Rest sollte einen weiten Bogen um dieses … Ding … machen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Schlecht, schlechter, Steig. Nicht. Aus.!
Christian Alvart bemüht sich, möglichst viele Gebührengelder in einem lächerlichen Plot zu verbrennen, der an allen Ecken und Enden einfach nur gnadenlos in die Bodenlosigkeit abstürzt. Dabei ist die Idee so genial, dass man daraus wirklich etwas hätte machen können, aber wer weiß, welchem ZDF-Intendanten das dann wieder nicht gepasst hätte …

 
Nachspann
nicht sitzen bleiben, hier kommt nichts weiter.
Kinostart: 12. April 2018

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