.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Animation Page 1 of 2

Luis & die Aliens (3D)

Es ist Zeit für Kinderlachen und auch wenn der erste Anschein voll von Klischees ist: Dieser Film ist herzerwärmend toll und erobert die Jüngsten im Saal im Sturm! Die Animationen sind großartig und unterhalten sogar Erwachsene, der Plot ist zwar vorhersehbar, aber in Anbetracht der offensichtlich gewünschten Zielgruppe mehr als gerechtfertigt.
Was mich total umgehauen hat, ist die liebevolle Herzlichkeit, die man in dieses Stück gelegt hat und mit der man auf Basis von Spannung und Unterhaltung die Kids begeistert. Es macht richtig Spaß, den Eskapaden zu folgen und auf die witzige, urkomische Art folgt einfach nur Lachen und Heiterkeit, die das uneingeschränkte Markenzeichen von FOX ist: Die können Film und wissen es, Familien spannend zu entertainen. Genau diese Stärke spielen sie hier einmal mehr aus und liefern etwas ab, dass nicht nur liebevoll gestaltet ist, sondern auch Herz und Seele besitzt und gleiches von seinen Zuschauern erstürmt.
Zum Schluss gibt es ein paar Stellen, die ich ansatzweise heftig finde, zumindest, wenn man ganz Kleine allein ins Kino lässt, hier sollte eine Aufsichtsperson mit an Board sein, um evtl. Erklärbärtätigkeiten vollbringen zu können, ansonsten hat’s mir richtig Spaß gemacht und – dreimal dürft ihr raten – ich werde es mir nochmals im Kino geben, sofern die Zeit es zulässt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Spannend, liebevoll und unglaublich mitreißend: Diese Story unterhält groß und klein und trumpft mit unglaublich viel Sympathie und Herzwärme auf, die aus diesem Film etwas Großartiges machen.
Stellenweise sind die “Gegenspieler” etwas böse, da bedarf es womöglich ein paar schützender Händchen der Eltern, ansonsten ist das ein Film, der für Jüngere uneingeschränkt zu empfehlen ist!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.
Kinostart: 24. Mai 2018

Bamse – Der liebste und stärkste Bär der Welt

Kürzlich habe ich mich mit meiner Schwester über Peru unterhalten, ein Land, das noch nicht so zivilisiert und modernisiert ist, wie Deutschland. Es ging um gesellschaftliche Gepflogenheiten, Kulturbräuche, Umstände und Situationen aus dem alltäglichen Leben.
Sie war völlig entgeistert, mit welcher Geschwindigkeit und welchem Irrsinn wir uns hier in Deutschland mittlerweile rumärgern müssen und hat mir von Zeit haben berichtet: Menschen, die am Straßenrand sitzen und einfach mal nichts tun und die Welt sich dabei trotzdem weiter dreht.
Bei diesem Gespräch kam ich nicht umhin, in mir ein wenig Neid auf die Einfachheit und Simplizität zu entdecken, mit der dieses arme und durchaus ebenfalls mit Problemen geplagte Land gesegnet ist. Am Heiligabend kommen viele Familien einfach im Dorf zusammen, bringen gerichtete Backbleche mit Truthahn und anderen Speisen darauf mit, geben diese beim öffentlichen Lehmofen ab und werden dann nach wenigen Stunden informiert, sobald sie diese wieder abholen können. Erst dann zahlt man für diesen Service, der dort üblich ist, da viele Leute keine Öfen in ihren Häusern haben und zudem Truthahn in einem Lehmofen zubereitet wesentlich besser schmeckt als mit einem Elektroherd zu Hause – sofern denn Strom da ist.
So kann es also passieren, dass in einem riesigen Ofen, der eigens dafür hergerichtet wurde, eben mal 20-24 Backbleche verschiedener Familien nebeneinander stehen, bei denen man nur den Namen gesagt hat und sonst nichts weiter. Diese unbürokratische Gemeinschaft und Unkompliziertheit wäre in Deutschland heutzutage fast undenkbar!
Warum ich das alles erzähle?
Sitzt man demnächst im Kino und schaut sich Bamse – Der liebste und stärkste Bär der Welt an, könnte in einem genau das gleiche Gefühl des in der Zeit Zurückgeworfenseins entstehen, denn man fühlt sich auf einmal, als wäre Disney noch an seinen Ursprüngen und würde erstklassige Familienunterhaltung liefern, nur eben in viel niedlicher.
Diese Figur wurde 1966 von Rune Andréasson erfunden und erfreut sich seitdem in Schweden höchster Beliebtheit. Mit seinen Anfängen im TV, später durch Comics in Wochenzeitungen und eigene Hefte ergänzt, eroberte der Bär mittlerweile seinen eigenen Freizeitpark und steht als unmissverständliches, kindgerechtes und vollkommen unverdorbenes Symbol für so ziemlich alles, das man als gut bezeichnen kann.
Dabei ist nicht nur die Geschichte für jedermann geeignet, sondern die Inhalte beschäftigen sich mit teils hochkomplexen politischen und gesellschaftsrelevanten Themen – aber dermaßen kindgerecht verarbeitet, dass selbst als Erwachsener oft vor Staunen der Mund offen bleibt.
Mittlerweile gibt es zwei Kinofilme, die in Schweden ca. 300.000 Zuschauer begeistert haben und damit verhältnismäßig mit Filmen wie Ice Age oder Ich – Einfach unverbesserlich im Kinderfilmsektor mitziehen. Dieser Erfolg ist Grund genug, den liebenswürdigen Bär nun auch nach Deutschland in die Kinos zu bringen und ich wünsche mir von Herzen, dass er hierzulande genauso die Herzen erobert, wie in unserem Nachbarland.
 

.kinoticket-Empfehlung: Zu recht mit dem Prädikat “besonders wertvoll” ausgezeichnet – Kindgerechte Unterhaltung mit absolut pädagogischem Mehrwert in einer optimistischen, lebensbejahenden und fast schon superheldenmäßigen Weise, die bislang beispiellos ist.
Die Welt des Bären versprüht familiären Charme, die Probleme sind brandaktuell und die Geschichte ist völlig frei von Boshaftigkeit und düsteren Elementen, so dass dieser Film tatsächlich für jeden geeignet ist.
Auch Erwachsene sollten sich von den moralischen Ansichten dieses Bären eine große Scheibe abschneiden.

 
Nachspann
Nicht gleich davon springen, hier kommt noch ein klein bisschen was.
Kinostart: 28. Dezember 2017

Cars 3 (3D)

Die Abenteuer um Lightning McQueen gehen jetzt bereits in die dritte Runde und ja, ich gebe zu, ich hab es als “Kinderkram” abgetan und darum keine großen Erwartungen an das neue 3D-Spektakel von Disney gehegt.
Warum auch? Selbst das Merchandising, das mittlerweile überall in den Spielzeugabteilungen zu finden ist, spricht mich nicht wirklich an, weswegen ich mir auch weder den ersten, noch den zweiten Teil angesehen habe. Bisher.
Mit eben jenen Empfehlungen bin ich dann auch ins Kino spaziert: Völlig ohne Erwartungen, Kinderkram eben.
Und da hat mich Cars 3 extrem positiv überrascht. Nicht nur vom Design der Autos, die wirklich schön rund gezeichnet sind und durch ihren Glanz und Farben eine optische Augenweide abgeben, sondern vor allem durch den sinnlich gestalteten, teils wirklich tiefgründigen Inhalt, der einen auf eine emotionale Reise mitnimmt und den Zuschauer unbewusst wieder zu den Wurzeln von Disney führt: Familienunterhaltung mit einer Geschichte, die alle bewegt und freundschaftliche Werte und Zusammenhalt, aber auch Streben nach Erfolg und Zielen auf die Fahnen geschrieben hat und damit bereits die Jüngsten “erzieht”.
Genau diesen Punkt habe ich den neusten Werken dieser Filmschmiede immer wieder vorgeworfen, dass nur noch Geldmacherei im Vordergrund steht und man die einst liebenswürdige Grundintention scheinbar aufgegeben hatte.
Natürlich mag man den Machern nun erneut vorwerfen, sie würden ihre Produkte wieder zusätzlich mit Kinofilmen bewerben um den Vertrieb von Merchandising vorantreiben, jedoch habe ich diesmal innerhalb der Kinoschranken nicht den Eindruck, dass das bloß aufgesetztes Gehabe war, wie es z.B. bei Emoji der Fall gewesen ist. Der Film in sich funktioniert völlig eigenständig und ich bin hinterher bewegt wieder aus dem Saal und dachte mir nur:
“Nein, ihr habt nicht Recht gehabt, der Film war durchaus empfehlenswert und wesentlich besser als erwartet – mir hat er gefallen.
So sehr gefallen, dass ich langsam damit beginnen könnte, meinen Frieden mit Disney zu schließen und zu schauen, was demnächst dann von deren Schreibtisch in die Produktion fällt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Vorzeigen kann man dieses Abenteuer auf jeden Fall, denn hier erwartet einen eine herzensgute Geschichte, die sich um Freundschaft, Ehrgeiz und Erfolg dreht und eine wunderbare Botschaft zu vermitteln hat.
Das Teil hat mich sogar so angesprochen, dass ich überlege, ihn mir auf 3D-Blu-ray zu holen, weil selbst die Optik absolut überzeugend und das 3D unfassbar räumlich war und dementsprechend Vergnügen bereitet hat.

 
Nachspann
Dranbleiben, hier kommt ganz zum Schluss noch etwas.
Kinostart: 28. September 2017

Happy Family (3D)

Wie es mir schon bei Bigfoot Junior ergangen ist, so schreit es auch hier von der Leinwand: Ich bin besser als du glaubst.
Mein Presetting vor dem Film war gewesen: Kinderkram, animiert, just another vampire movie mit aufgesetztem Witz, krampfhafter Lustigkeit und dem Wunsch, beim jungen Publikum abzusahnen.
Wie falsch man liegen kann.
Wie falsch.
Man bekommt nämlich eine ordentliche Ladung Erwachsenenspaß, der die ganze Familie mit anspricht und durch unglaublich dichte Situationskomik punktet. Und die reißt selbst Komiker-Pessimisten wie mich aus der Lethargie und ringt mir ein Lachen nach dem anderen ab.
Die Charaktere sind so überragend gezeichnet, formen sich durch persönliche Entwicklung zu immer besseren Figuren ab und überdauern so die Häme, die andere Werke an dieser Stelle entblößt hätten. Man offenbart eine neue Form von Familienunterhaltung und entfesselt dabei der kulturellen Intensität tiefsten Wunsch.
Die spaßige und dennoch ernstzunehmende Integration in das alltägliche Normalsein Sterblicher, deren Momente immer wieder vor Situationskomik nur so schreien, erbietet dem Zuschauer hier ein Flair von Leichtigkeit und Eleganz, die von glasklarer Unterhaltung im trüben Nebel des Genres nur so vor Eigenständigkeit glänzt. Und diese erfrischende Kur inhaltsträchtigen Klamauks ist auch für Erwachsene die besten Entschuldigung dafür, ein .kinoticket für diese Vorstellung zu lösen und den Machern zu zeigen: Richtig so – und bitte eine Fortsetzung davon!
 

.kinoticket-Empfehlung: Kinder schnappen, .kinoticket lösen und rein in die Vorstellung, denn auch hier schlummert Potenzial, dass sich erst beim Schauen erschließt und den Sichtungswilligen offenbart, dass die Entscheidung mehr als richtig gewesen ist, in genau diesen Saal zu gehen.
Die Situationskomik sprießt aus allen Poren und ringt selbst Widerwilligen ein Lachen nach dem anderen ab.
Luftig-lockerer Unterhaltungsspaß für die ganze Familie, die danach tatsächlich als “Happy Family” wieder aus dem Kino dümpelt.

 
Nachspann
erfordert auch diesmal nicht, dass man sitzen bleibt, denn: Es kommt einfach nichts mehr.
Kinostart: 24. August 2017

Bigfoot Junior (3D)

“Kinderfilm!!!” schreit es aus den Mündern der kleinen Götter, die für die Vorurteile in den Köpfen Erwachsener zuständig sind und insgeheim die Weltherrschaft längst an sich gerissen haben. Und ja, der Trailer vermittelt genau dies, das Plakat dementiert davon nichts und rein geht wirklich nur, wer selbst auch welche von den kleinen Schreihälsen dabei hat (und insgeheim hofft, dass die jetzt wenigstens mal 2 Stunden die Klappe halten).
Tja, weit gefehlt. Bigfoot Junior hat mich in vielerlei Hinsicht tatsächlich richtig vom Hocker gehauen. Ich mein: Nimm die Maske der Animation beiseite, schieb das Programm in die 20 Uhr Schiene und James Bond bekommt auf einmal Konkurrenz. Nicht, weil es sich hier auch um Agentenscheiß handelt, sondern einfach, weil der Film durch seine Machart dieser Größe und dem professionellen Erwachsenen in absolut nichts mehr nachsteht.
Woran ich das genau festnageln soll, weiß ich nicht – der Kameraführung? Der Zeichnung? Dem absolut gehaltvollen Plot? Dem “Action-Momentum”, dass sich aus der Tiefe der Kreativität erhebt und gemeinsam mit dem Soundtrack und der gekonnten Blickführung etwas vollkommen Großartiges erschafft, das dem Zuschauer als Kino-Highlight vorgesetzt wird?
Dazu das unfassbar (!) räumliche 3D, das auf mich so krass wirkte, dass ich ernsthaft am Überlegen bin, ob ich euch nicht lieber davor warnen statt davon schwärmen soll, weil die ganzen “Epilepsie”-Warnungen, die man von Spielepackungen so kennt (sollte man tatsächlich – wie ich – die Einleger mal durchlesen), auf einmal doch Sinn ergeben und es absolut ratsam ist, sich nicht in die Vorstellung zu hocken, wenn man eh schon einen flauen Magen hat?
Auf jeden Fall haut’s rein – so sehr, dass sich auch ungezwungen jeder Erwachsene zu jeder Tageszeit in eine dieser Vorstellungen setzen kann und nicht enttäuscht wird.
Hut ab vor dem, was da geschaffen wurde. Entertainment für die Kinder, Technik und Background-Können für die Erwachsenen und einfach Spannung und Abenteuer, dass so sehr aus allen Nähten platzt, dass man es ohne zu Überlegen und ohne viel Zutun ohne Schwierigkeiten als Megablockbuster auf ProSieben präsentieren könnte und niemand erahnen würde, dass dieses Stück einst aus der Feder für Kinderunterhaltung entschlüpfte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Würde ich wieder reingehen?
Auf jeden Fall. Aber nur in Begleitung, denn der Film geht zu sehr in seinem voreingestellten Klischee unter und ist dabei um so vieles Größer als man ihm zutraut.
Was auch immer die Plakateure dazu getrieben hat, hier nur Kinder ansprechen zu wollen: Die Schaffenskunst, die hinter diesem Projekt steckt, ist absolut ausgereift und spricht daher auch alle anderen Altersklassen an, ohne dabei in irgendeiner Form zu hinken.
Rein gehen!

 
Nachspann
Braucht man nicht abwarten, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 17. August 2017

Bob der Baumeister – Das Mega Team – Der Kinofilm

Ich glaube, man braucht hier nicht zu erwähnen, dass die Zielgruppe eindeutig das Vorschulalter ist und hier schon auf Profi-Niveau mit “Schleichwerbung” für handwerkliche Tätigkeiten im Berufsleben geworben wird, um bereits die Allerjüngsten für Berufe dieses Zweigs zu begeistern und unbewusst darauf einzustimmen.
Diese Form von wirtschaftlicher “Manipulation” (wenn ich das mal provokativ so nennen darf) funktioniert auch hervorragend und hat auf perfide Weise sogar Bildungscharakter, denn so kriegen bereits die Kids erklärt, wie welche Instrumente funktionieren und was es wo überall braucht.
Dabei wurde bei den Animationen darauf geachtet, dass sie frei von jedweder Ablenkung sind und die kleinen Gehirne nicht überfordert mit zu viel Plemplem, denn man will sich ja auf das Wesentliche konzentrieren und neue Bauarbeiter mit unterhaltsamen Mitteln heran züchten.
Und das scheint zu funktionieren. Das unaufmerksame Kleinkind bekommt hier eine wunderbar liebevoll animierte Story vorgelegt, die den Handlungsstrang von Transformers – The Last Knight beinahe dramaturgisch übertrifft.*
Hat sich eigentlich schonmal jemand vorgestellt, wie es wäre, wenn Bumblebee und Optimus die Probleme von Bob der Baumeister lösen müssten? Kinoidee für 2018 … – ich schweife ab.
Genau die oben benannte Ablenkungsfreiheit gehört aber eindeutig zu den Schwächen, wenns darum geht, dass man als Erwachsener mit ins Kino muss und seine Kleinen da nicht einfach nur abladen kann. Denn hier zieht mordsmäßige Langeweile und unglaubliche Anstrengung auf, da eben genau ein Zielpublikum erreicht werden will und nicht die ganze Familie.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nichtsdestotrotz erhalten die Vorschulkids hier hervorragende Unterhaltung mit Bildungscharakter und einer möglichen Vorauswahl in Sachen Berufsleben.
Wer sich dafür begeistern kann, hat später schon mal ein gewisses Vorwissen und fliegt nicht mehr ganz so ahnungslos durch das Tal der Hoffnungslosigkeit.
Für die Kids sicher unterhaltsam – ich persönlich hab mir meine Auslachsalven im Kino extra dafür abgeholt. War trotzdem “schön” 😉

 
Nachspann
birgt keine Easter-Eggs oder sonstige Weiterführungen an, also rausgehen durchaus erlaubt.
*Danke, Dominic 😉

Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper

Ein Freund meinte zu mir: “Es ist nicht schlimm, wenn du ihn nicht gesehen hast, es ist aber auch nicht schlimm, wenn du ihn gesehen hast.” und sprach damit dem Film einen studentisch-professionellen Auftritt zu.
Und in der Tat: Es ist endlich mal nicht das samtweiche 3D-Rendering, welches man sonst aus animierten Filmen so kennt, sondern man hat sich anderer Technik bedient und damit wieder mehr dem Independent-Kino zugewandt. Dieser Schritt macht sich auch im Drehbuch und bei den darin befindlichen Problematiken bemerkbar. Man wollte sich wieder auf den Inhalt konzentrieren und ließ die Technik (aus Kosten- oder anderen Gründen) mal außen vor, um ein liebenswürdiges Stück Kinderfilmgeschichte zu schreiben, dass sich durchaus sehen lassen darf.
Dabei erleben die kleinen Tierchen im Laufe ihres Jahres einiges an Erlebnissen, die zwar typische Merkmale aufweisen, jedoch genauso Parallelen zum Leben eines Kindes ziehen und damit Hilfestellung für Entscheidungen im jungen Alter geben. Die unterschwellige Moral, die hier im Hinblick auf Freundschaft, Ziele erreichen und Über sich hinauswachsen gegeben wird, ist löblich und wurde überzeugend dargestellt und umgesetzt.
Dass man es als Erwachsener eher schwer hat, die ganze Laufzeit über voll bei der Stange zu bleiben, geht in der Aufmerksamkeit und Begeisterung der jüngsten Kinozuschauer gänzlich unter, denn man ist genügend damit beschäftigt, die Kleinsten zu beruhigen und in diversen Szenen über das Geschehene aufzuklären.
 

.kinoticket-Empfehlung: Damit hat man einen Film, den man Kids auf jeden Fall bedenkenlos vorsetzen kann, aus der man nicht nur eine positive Moral, sondern auch löbliche Grundsteinlegung fürs weitere Leben ziehen kann.
Die Independent-anmutende Animation ist erfrischend anders und sorgt auch hier wieder für ein Stück Abwechslung im Pfuhl der sonstigen Animationsfilme.

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten.

Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (3D)

Vormaterial gibt’s vieles – neben zwei animierten Filmen auch unzählige Folgen von TV-Serien, CDs, Merchandising und Co. – Die Schlümpfe begeistern seit jeher die jungen Generationen mit ihren durchtriebenen Geschichten.
Mit Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf startet man ein neues Abenteuer, dass sich von altem Ballast befreit und einmal völlig neu die Geschichte der kleinen Umtreiber erzählt, die diversen Rätseln auf die Schliche gehen und dabei ihre ganz eigenen Erkenntnisse sammeln.
Die liebenswürdige Machart in Sachen Animation, Sprache, Bildpracht und Farbenerguss lassen dieses Reboot auf der Liste aller Reboots weit nach oben klettern, denn der Aufwand hat sich – in meinen Augen – gelohnt. Nicht nur die Story ist dabei herzerwärmend und verströmt wieder viel Liebe, weckt Neugier und erzählt inspirativ von völlig neuen Möglichkeiten, sondern auch die Vorankündigung im Teaser fand ich PR-technisch mal wieder absolut gelungen.
Dass man hier bedenkenlos mit allen Kleinen hingehen kann, versteht sich von selbst und dass man selbst als Erwachsener seine Portion Unterhaltung und Kurzweil abkriegt, wisst ihr nun auch.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer über die Ostertage also nicht weiß, wohin mit der Familie, darf hier gerne zuschlagen und sich für eine knappe anderthalbe Stunde in die blaue Welt der Schlümpfe entführen lassen.
Die Geschichte ist absolut familientauglich, toll animiert und keinesfalls so enttäuschend wie die Remakes von Biene Maja und Co.
Von mir gibt’s ein Daumen hoch!

 
Nachspann
nicht gleich rausrennen, hier kommen noch ein paar Sequenzen, die auch das granatige 3D nochmal so richtig auskosten.

The Lego® Batman® Movie (3D)

Als bekennender Fan der neuen Batman-Filme und Liebhaber von Blockbuster-Action war es für mich quasi schon fast Pflicht, diesen Titel hier zu konsumieren. Meine Erwartungen nach den Trailern waren extrem hoch. Und wurden bereits in den ersten Sekunden übertroffen.

The Lego® Batman® Movie punktet nicht nur mit hervorragendem 3D, einer stilsicheren Parodie auf so ziemlich alle (Superhelden)Filme, die mir je untergekommen sind, sondern thematisiert auch auf wundersame Art und Weise die tiefgründige Botschaft, die uns in den legendären Nolan-Filmen nähergebracht werden sollten.

Somit hat dieser Geniestreich bei mir eine derartige Punktlandung hingelegt, die nicht nur die Komödienerwartung vollends befriedigt, sondern auch in allen anderen Belangen mit seinen ernstgemeinten großen Brüdern gleichzieht. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ist hervorragend animiert und auch Filmunwissende haben zeitweilig wirklich ihren Spaß.

So richtig zum Tragen kommt die volle Ladung natürlich erst, wenn man ansatzweise ein paar der satirisch-interpretierten Originale kennt, aber bei der Menge, die man sich hier vorgeknüpft hat, sollte einem mindestens 20% der Filme bekannt sein, selbst wenn man “eigentlich gar nie TV schaut”.

Somit reiht sich diese kommerzialisierte Variante von Spielzeug auch wieder in die Reihe der funktionierenden Unterhaltungsstreifen ein und bastelt nicht nur einen funktionierenden Plot, sondern ebenfalls jede Menge Grinsen auf die Gesichter der Zuschauer, denn endlich gibt es mal wieder was zu lachen, das modern, großartig und nicht unter der Gürtellinie ist.

Und beileibe: Die Jokes sind durchaus gelungen und haben selbst mir als Comedyfilm-Hasser ständig Lacher aus dem Bauch gerissen.

.kinoticket-Empfehlung: Ein legendäres Spiel mit den bekannten Figuren des DC-Universums, das meinen Geschmack einer guten Satire in diesem Genre durchaus getroffen hat.

Ich hatte den ganzen Film über richtig Spaß und musste mehrfach über die Einfälle lachen, die uns hier von Seiten der Macher präsentiert wurden.

Unterhaltungsspaß für die ganze Familie, da nicht nur kleine und noch kleinere, sondern auch Erwachsene voll auf ihre Kosten kommen. Das hat man dem Kinosaal auch deutlich angemerkt.

Nachspann
✅ ist animiert und darf gern noch eine Weile angeschaut werden, bevor man aus dem Saal rennt.

Kinostart: 9. Februar 2017

Original Title: The Lego® Batman® Movie
Length: 105 Min.
Rated: FSK 6

Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott (3D)

Es ist für mich immer wieder eine tolle Erfahrung, in einem Kinosaal voller Kinder zu sitzen und die Reaktionen der Kleinen aus erster Hand mitzukriegen. Anhand dessen möchte ich die Fortsetzung von Ritter Rost gerne analysieren.
 
3D
Geschaffen für’s Kino, adaptiert für die Heimkinos und derzeit wohl tatsächlich mehr oder weniger am Untergehen … die Dreidimensionalität.
Ein von mir durchaus geschätztes Feature, wenn es technisch liebevoll umgesetzt und bis in die unwichtigsten Szenen konsequent durchgezogen wird, um dem Zuschauer tatsächlich ein verbessertes Filmerlebnis zu garantieren. Hierfür finde ich dann auch einen Aufpreis gerechtfertigt, da sich in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hat, dass man mit dem Sprung ins 3D tatsächlich ein anderes Feeling hervorrufen kann als in der günstigeren 2D-Variante.
Fakt ist, dass gerade Kinder diese Form der Darbietung immens schätzen und es immer wieder großartiges Erstaunen hervorruft, sobald die 3D-Brille-Aufsetzen-Meldung auf der Leinwand gezeigt wird. Dies war auch bei Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott der Fall, obgleich die beste Szene in 3D hier fast das Studio-Logo war und der Film sich dann mit räumlichen Effekten eher zurückgehalten hat.
Entsprechend verhalten haben die Kleinen auch reagiert.
Richtig finde ich, die Technik fürs Kino beizubehalten und ggfs. auch auszubauen und fürs Heimkino den Tod von 3D zu akzeptieren, nicht allein deswegen, weil die Lichtspielhäuser so wieder an Attraktivität gewinnen und man dann hier exklusiv bekommt, was andere in der Form nicht bieten können.
Dennoch hätte man ruhig mehr auffahren können, zudem alles animiert ist und diese Option die besten Grundvoraussetzungen für 3D liefert.
 
Der Plot
Als Erwachsener wird man es stellenweise schwer haben, mit Begeisterung den Geschehnissen auf der Leinwand entgegenzufiebern, da das Zielpublikum hier nicht nur exzellent bedient wird, sondern auch unter der Pubertätsgrenze lebt. Diejenigen bekommen Unterhaltung, der man folgt, die nicht langweilig wird und bei der alle gespannt auf die Leinwand starren, ohne Unterbrechungen, Gequängel oder anderweitigem Desinteresse.
Die Animationen sind auch liebevoll gestaltet, die Schwenker richtung “Furcht” gestalten sich als harmlos und selektieren sich hiermit aus der Schiene des Düster-Bösen heraus, um tatsächlich ein Filmevent zu liefern, dass das Prädikat “familientauglich” mit Stolz tragen darf.
Jedoch hat man als Erwachsener wohl eher mehr Freude an den leuchtenden Augen der Kinder als dass man selbst derjenige ist, dessen Glück von der Leinwand besprudelt wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man kleine Geschwister sein Eigen nennen und ist auf der Suche nach etwas völlig unverfänglich Schönem, darf man hier getrost und ohne Bedenken reingehen.
Gute Unterhaltung, spannende Story, liebevoll gestaltete “Darsteller” und jede Menge lustiger Klamauk warten hier auf die Jüngsten und liefern ihnen eine völlig bedenkenlos erzählte Geschichte.
Für Erwachsene eher bedingt geeignet, da das Zielpublikum hier konsequent angesprochen und bedient und dabei keine Rücksicht auf den Rest genommen wird.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach der Abblende darf man den Saal bedenkenlos verlassen.

Page 1 of 2

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén