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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Cate Blanchett

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (3D)

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© 2019 Universal Pictures International

Nachdem der 3D-.trailer in den Sälen mit Brille auf dem Kopf schonmal richtig gezeigt hat, wo es demnächst langgeht, war auch bei mir die Lust geweckt, endlich die beiden Vorgänger zu sichten und mit vollem Karacho in den neuen Teil dieser Story einzutauchen: How to Train Your Dragon hat Erfolgsgeschichte geschrieben und ist nicht umsonst jetzt schon bei der Trilogie angelangt.

In Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt stürzen die Protagonisten erneut in ein Abenteuer, indem es um Mut, Kraft, Kampfgeist und Stärke geht. Und dabei fährt man allerhand optische Hochgenüsse auf, die dem Kino wieder mal seine besten Reserven entlocken und auf der Leinwand sowie im Saal für richtig Krach und Gaudi sorgen. Das Zusammenspiel zwischen den Hochglanzfarben, der gestochen scharfen Optik und dem bildschönen 3D sorgt in Verbindung mit einem super Soundtrack und eindrucksvollen Szenerien allein schon für ein Erlebnis, dass sich sehen lassen kann.

Und da ist wirklich für jedermann etwas dabei. Klar mögen die Dialoge hier und da etwas kindlich erscheinen und das Zielpublikum mit zwei schielenden Augen auch der jüngeren Riege angehören, dennoch ist ebenfalls für Erwachsene ein Event geboten, dass eines Kinos würdig ist und bei dem man nicht zwingend auf die Heimkinoveröffentlichung warten sollte.

Ich vertrete immer noch die Ansicht, 3D gehört ausschließlich in die Säle und niemals nach Hause, weil dort definitiv nicht die Atmosphäre und das Momentum erzeugt werden kann, wie auf dem richtigen Sitzplatz im Kino. Schon allein deshalb sollte man zum .kinoticket greifen und die Chance wahrnehmen.

Doch auch der Plot hat es in sich und weist eine gewisse “Süßheit” auf, die nicht von der Hand zu weisen ist und die sich damit in das Protegé der Vorgänger nahtlos einfügt. Auch hier sollte man die “3” im Titel etwas ignorieren und sich keine falschen Vorurteile in den Schädel setzen: Enttäuschungen bleiben auch an dieser Stelle sicher aus.

.kinoticket-Empfehlung: Der Gang ins Kino lohnt sich definitiv: Die Optik, 3D, der Sound und das Inhaltspaket passen derart stimmig zueinander, dass einem auch als Erwachsener hier ein Event geboten wird, dem sich niemand verweigern sollte.

Süß erzählt, ergreifend bebildert und majestätisch inszeniert setzt man die Erfolgsreihe fort und liefert nun den dritten Teil dieser Saga in technisch einwandfreiem Zustand für die Großbildleinwand ab.

Setzt eure Heimkinos auf Pause, verzichtet auf den “Ich warte, bis er …”-Satz und pflanzt euch mit Groß und Klein ins Kino und genießt den Film dort, wo er hingehört: Auf dem Big Screen!

Nachspann
❌ braucht man nicht ausharren, am Schluss folgt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: How to Train Your Dragon: The Hidden World
Length: 104 Min.
Rated: FSK 6

Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Das Plakat sieht niedlich aus, auf dem Cover prangt ein FSK 6 Logo und die farblich ungestüme Gestaltung lassen einen den Verdacht aufkommen, es handelt sich hier tatsächlich um einen Kinderfilm. Wenn man die schauspielerischen gesammelten Werke Jack Black‘s beisammen nimmt, dürfte dieser Verdacht zusätzlich erhärtet sein.
Die Erkenntnis erlangt man wieder einmal durch näheres Hinsehen: Regisseur Eli Roth und Drehbuch sowie Produktion Erik Kripke – da klingelt dann auf einmal etwas. Ersterer ist bekannt für großartigen Horror, der weit über die Grenzen des Ertragbaren geht und schon oft für Furore mit seinen Filmen gesorgt hat und zweiterer ist verantwortlich für die von mir heiß geliebte Horror-Fantasy-Serie Supernatural, die boshaft, düster und dunkel ist.
Dieses Team produziert nun: Einen Kinderfilm.
Was dabei rauskommt, könnt ihr euch vielleicht ein klein wenig ausmalen.
Kein schlechter Film. Die Ideen, das glattgebügelte Wahnsinnsgen von Jack Black in Verbindung mit der top gestylten Cate Blanchett, super Kinderstars und mega Effekte … nur, dass die Altersfreigabe hier keine Wahl zwischen “Inhalt und Dialoge” oder “Optik und Furchterregen” treffen konnte und sich so manches Kind während der PV schon ziemlich im Stuhl gezwiebelt hat und vor Furcht in die Arme der Mutter gesprungen ist.
Einheitliche Meinung: Für FSK 6 (Kind = Allein im Kino) ist dieser Film definitiv zu hart. Dass es hier um das traditionelle Halloween liebende Amerika geht, das Horror sowieso sanfter behandelt als ein klein wenig Haut, sei eine Sache. Dass in unserem Land Kinder derartiges nicht gewöhnt (sein sollten) und man es ihnen nicht per FSK vor die Augen setzen muss, eine andere. Langsam beginne ich diesen Bewertungsladen zu hassen, an dessen fahrlässige Abstumpfung sich jedes mediale Machwerk halten muss, um irgendwo gezeigt werden zu dürfen. Und der Witz ist: In Amerika hat er tatsächlich die PG-13 erhalten, was heißt, dass ein Elternteil dabei sein sollte. Das Horrorland entscheidet also vernünftiger als unser Bürokratiedschungel. Man denke sich den Rest…
Wer also möchte, dass sein Kind manches Mal nachts in der Tür steht und “Mama ich hab Monster gesehen” erzählt, dem sei geraten, sein Kind in diesem Film zu parken. Wer sich den Gruselspaß (ja, irgendwo ist er das wirklich) gönnen möchte, der sollte sich selbst ein .kinoticket mitlösen und als Begleit- und Erklärbärperson neben dem Kind sitzen, um notfalls Händchen halten und Besänftigungen aussprechen zu können, was einige der Eltern unenterwegt getan haben.
Dann macht’s eventuell sogar allen Spaß, da der Humor tatsächlich super getroffen ist und man sich neben der Härte eben auch wunderbar amüsieren kann, selbst als Kind. Nur der Weg dahin ist eben sehr holprig. Und da ist meines Erachtens ein Elternteil mindestens Pflicht in der Veranstaltung, dann kann das schon funktionieren.
Und schaut euch, wenn ihr Kinder habt, vorher unbedingt den .trailer an, der ist zwar sehr lieb gehalten, hat aber selbst eine FSK 12 Bewertung bekommen und lässt vorausahnen, auf was ihr euch da einlasst.
 

.kinoticket-Empfehlung: Horrormeister und Horrorserienschöpfer als Dreamteam für einen Horror/Kinderfilm: Eine seltsame Mischung, die Milchgesichtern extrem viel abverlangt und nur in Begleitung gesehen werden sollte.
Ich hätte den Film eher in die Erwachsenenriege verschoben, auch wenn dafür die Dialoge zu kindisch und der Plot zu zielgruppengerichtet ist. Als Fan von Horror und vernünftig denkender Mensch bin ich der Meinung, dass hier kleinen Menschen zu viel zugemutet wird, die derlei nicht gewöhnt sind (oder sein sollten).
Idee, Story und Machart sind großartig, mein Unterniveau wäre mit zugedrücktem Auge aber eher FSK 12 gewesen, also macht euch vorher schlau über die Sache und entscheidet gewissenhaft.

 
Nachspann
❌ braucht man nicht unbedingt auszuharren, hier flattern nur ein zwei Bildchen an den Rändern mit vorbei, die den Kohl aber nicht mehr fett machen.
Kinostart: 20. September 2018
Original Title: The House with a Clock in Its Walls
Length: 106 Min.
Rate: FSK 6 | PG-13

Ocean’s Eight

Ocean’s Eleven. Danach … Twelve. Und … Thirteen. Alles mit Männern. In Hauptrollen. Geht gar nicht, in einem Zeitalter der Inklusion, des Genderwahnsinns, der Gleichmacherei, wo immer es geht. Right?

Genau dieses Beispiel gab es schon mal … mit Ghostbusters. Gab’s auch schon mal. Mit Männern. In den Hauptrollen. Ging gar nicht. Musste man also neu machen und hat einfach alles durch die Bank weg weiblich besetzt.

War scheiße. Oder so naja. Auf jeden Fall nicht überragend, sondern hatte so den faden Beigeschmack des “Wir machen das jetzt nur, um die Frauenquote zu erfüllen, egal, ob die was können oder nicht.”

Ocean’s Eleven war geil. Geiler Heist. Geile Typen. Geiler Style. Der Film lebte vom Heist und flutschte durch das coole Obermachogehabe der Jungs, die es einfach astrein durchgezogen haben.

Und jetzt kriegt ihr das alles mit Frauen. Mööööööp.

Was ist euer erster Gedanke?

Meiner war: “Scheiß Genderwahnsinn! Macht doch einfach alles kaputt durch irgendeine Quote.”

Und die Wirklichkeit?

Schaut sowas von geil anders aus. Wir haben Sandra Bullock. Diese Frau ist nicht bekannt für posende Überfliegerrollen, sondern wird eher von uns für ihr Understatement geliebt. Das hat sie irgendwo auch in den letzten Jahren geprägt und ich möchte schon fast sagen, es wurde zum Markenzeichen von ihr. Damit muss man sich abfinden.

Oceans’s Eight funktioniert nämlich genauso. Geiler Heist, geile Frauen, geiler Style! Hier wurde die weibliche Kiste ausgepackt, aber man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, man macht dies nur wegen der Frauenquote, sondern der Film hätte damals genauso als erster erscheinen dürfen und hätte mit Sicherheit genauso abgeräumt!

Die Ladies haben’s einfach voll drauf! Sind witzig, reichern den absolut treffsicheren Heist durch ihren Style komplett an und liefern damit das für die männliche Zuschauerschaft wohl begehrenswertere Ensemble ab, die nun in ihrem ersten Teil grandios abliefern und daraufhin hoffentlich den zu vermutenden Ocean’s Nine und … Ten nachliefern.

Sprich: Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen und dieses mal gibt’s keine Genderwahsinns-Enttäuschung, sondern das Ding zieht bis in die letzten Ecken und macht einfach komplett Spaß!

Allein schon das Aufgebot, dass man am Set fährt, ist einen Blick in den Film wert! Die Kulissen, der Beat, die Geradlinigkeit und die Crew – es passt einfach alles und macht selbst als Mann total Spaß, an dieser Odyssey teilzunehmen.

.kinoticket-Empfehlung: Keine Frauenquote, kein Verweiblichen etwas bereits dagewesenen, sondern ein komplett funktionierender, berauschender und eloquenter Streifen, der mit weiblicher Starbesetzung glänzt und dem männlichen Vorbild in absolut nichts nachsteht.

Hier hätten genauso die Frauen den Anfang machen können – der Heist ist gleich geil, die Sympathie und Coolness wirkt genauso gut und ich freue mich schon, wenn der Titel endlich anläuft und ich ihn – evtl. in einer Ladies Night nochmal schauen kann.

Daumen hoch!

Nachspann
❌ braucht ihr nicht ausharren, hier kommt nichts weiter.

Kinostart: 21. Juni 2018

Original Title: Ocean’s 8
Length: 110 Min.
Rate: FSK 0

Thor – Tag der Entscheidung

Das Marvel-Universum umfasst mittlerweile einiges an trächtigen Titeln, so dass man langsam den Überblick zu verlieren scheint.
Wenn wir also von den Avengers reden, inkludiert das folgende bisher vorhandene Filme:
Iron Man
Iron Man 2
Iron Man 3
Der unglaubliche Hulk
Thor
Thor – The Dark Kingdom
Captain America: The First Avenger
The Return of the First Avenger
The First Avenger: Civil War
Marvel’s The Avengers
Avengers: Age of Ultron
Guardians of the Galaxy
Guardians of the Galaxy Vol. 2
Ant-Man
Doctor Strange
Spider-Man: Homecoming
Zu den bislang 16 veröffentlichten Titeln gesellen sich in absehbarer Zukunft dann noch:
Black Panther
Avengers: Infinity War
Ant-Man and the Wasp
und an folgenden Titeln wird noch gearbeitet (darum sind sie bislang nur unter dem Arbeitstitel bekannt):
Captain Marvel
Untitled Avengers
Untitled Spider-Man: Homecoming Sequel
Guardians of the Galaxy Vol. 3
Damit hätten wir dann insgesamt 24 Marvel Cinematic Universe-Filme, die in ihrem glorreichen Glanz ein großartiges Stück Filmgeschichte ausmachen.
24? Yes – denn am 31. Oktober 2017 erscheint der dritte Teil von Thor – Tag der Entscheidung und damit transformiert man diesen Zweig der Avengers-Saga endlich in einen ernstzunehmenden, anbetungswürdigen Teil dieses Universums.
Viele von euch wissen ja, dass sich Tony Stark alias Robert Downing Jr. würdig aus dem Filmlegendenbusiness verabschiedete, um seinen Charakter in Ehre zu halten, bevor er nicht mehr mithalten kann. Dieser Schritt bekam von mir höchste Würdigung, weil ich so etwas schätze, wenn die Leute wissen, wann es genug ist und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere aufhören, statt immer weiter zu strampeln, bis es einfach nur noch eine Witzveranstaltung ist.
Gleichermaßen vermisst man den ungleich coolen, einzigartigen und legendären Humor von Stark, was in meinen Augen Guardians of the Galaxy Vol. 2 wieder etwas aufgefangen und eingeholt hat, um weiter damit um sich zu werfen.
Thor war innerhalb dieses Filmbiotops immer ein wenig der kleine Außenseiter. Der erste Teil sprüht zwar vor gigantischem 3D und unfassbaren Farben, einem komplexen Multiversum und vielen grafischen Höhepunkten, die Story fand zuletzt jedoch im zweiten Teil ein morbides Ende – was für mich der absolute Tiefpunkt aller Filme darstellte.
Nicht gut gespielt, irgendwie lieblos zusammengezimmert und ohne jedweden Charme dümpelt man so vor sich hin und erzählt keine sonderlich spannende Story, sondern hat einfach nur einen gigantisch teuren Durchhänger, der eigentlich das Ende der Thor-Erzählung bedeuten könnte.
Und hier ist es nun meine Aufgabe, euch davon zu berichten, dass dem nicht so ist – ganz im Gegenteil.
Wer Guardians of the Galaxy Vol. 2 zum Schreien komisch fand, wird Thor – Tag der Entscheidung lieben! Die Aufgabe von Marvel bestand nämlich darin, einen Regisseur zu finden, der dem ganzen einen völlig neuen Anstrich verpasste und somit Thor aus der Versenkung holte, um ihn wieder zu einem würdigen, lustigen, unterhaltungsreichen Event zu gestalten – und das ist Taika Waititi hervorragend gelungen.
Man hat nicht nur alle Register der Avengers gezogen, sondern auch mit hollywoodinternen Jokes, Tony Starks Humor und inhaltlicher Reichhaltigkeit der Guardians gearbeitet und damit ein Werk erschaffen, dass seine Zuschauer von Anfang an verblüfft und außer den Figuren rein gar nichts mit den ersten beiden Filmen zu tun hat – sofern man diese in ihrer Genialität bewertet.
Es flasht wirklich alles – auf höchstem Niveau. Man hat sich hier aller technischer Mittel bedient, um die Kundschaft auch weiterhin auf dem Level der übrigen Avengers-Filme zu halten, jedoch wieder damit begonnen, den Charakteren Tiefsinnigkeit zukommen zu lassen und das mit einem begeisternden Charme und exzellentem Witz, dass man fast vergisst, dass es mal so etwas wie Iron Man gegeben hat.
Optionen wie Jeff Goldblum als einen der Charaktere einzusetzen, waren für mich eines der größten Pluspunkte, die man diesem Werk angedeihen ließ, denn er spielt herausragend und offenbart sich als völlig neue Entdeckung auf dem Schauspielermarkt, da man mit ihm auch weiterhin derartige Rollen besetzen könnte – großartig!
Cate Blanchett in einem Superheldenfilm? Diese zierliche Frau, die sich kaum traut, ihre Texte richtig aufzusagen? Auf ihr Konto gehen einige Lacher und sie behauptet sich in dieser Saga mit ihrer aussagekräftigen Persönlichkeit in einem Ausmaß, dass ich dieser Frau niemals zugetraut hätte. Großartig!
Man hat es wirklich geschafft, den Karren aus dem Dreck zu ziehen und präsentiert nunmehr ein Meisterwerk, dass sich sehen lassen kann und überlaut nach mehr schreit! Wer also mit Thor abgeschlossen hatte, sollte sich jetzt darum bemühen, .kinotickets zu ordern und die Show wieder beginnen lassen, sonst verpasst er einen großartigen Neueinstand eines alten Titanen der Filmgeschichte!
 

.kinoticket-Empfehlung: Man wollte alles irgendwie umkrempeln, neu gestalten, frischen Wind in die Sache bringen und das Genre komplett neu beleben – und es hat definitiv funktioniert!
Die Schauspieler sind allesamt klasse, überzeugen durch großartiges Können und übertreffen sich selbst.
Humor, Unterhaltung, Optik und Sound überzeugen genauso wie das 3D und offenbaren sich als eine völlig neue Schöpfung in einem bisher langsam aussterbenden Ast eines Filmuniversum.
Wenn sich je ein Thor-Film gelohnt hat, dann dieser hier: Reingehen! Und zwar sofort!

 
Nachspann
Es ist und bleibt Marvel – da bleibt man sitzen. Nicht bis zum Zwischeneinspieler, sondern bis ganz zum Schluss – denn auch da kommen noch großartige Sequenzen.
Kinostart: 31. Oktober 2017

(Trailer) Thor: Ragnarok (3D)

Mein Blog ist der falsche Ort, um diesen Trailer zu sichten. Wirklich.
Was man dafür braucht: Ein großes Multiplex-Kino, satte Boxen, aufgedrehte Lautstärke und eine 3D-Brille auf dem Schädel.
Alle anderen nutzen halt derweil den Trailer vom offiziellen Marvel-Account auf YouTube:
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=v7MGUNV8MxU?rel=0&w=560&h=315]
Gänsehaut, präsentiert von © Marvel Entertainment
 
Warum man den Film gesehen haben sollte:
Der Soundtrack ist schonmal unglaublich geil und vermittelt bereits ein düsteres, mächtiges Debüt des kommenden Films. Hoffentlich ist die Trackauswahl im Film dann genauso berauschend, denn was hier an Action versprochen wird, übersteigt nochmals bei weitem das, was bereits in Thor und Thor: The Dark Kingdom aufgefahren wurde.
Dass die Mythen rund um Götter und Altertum nicht mehr nur ein Produkt der Fantasie zurückgebliebener Nerds sind, sondern durchaus alltagstauglich verarbeitet und für den Massenkonsum aufbereitet produziert werden können, hat Marvel unlängst bewiesen.
Die angespannte Engstirnigkeit bei der Entfaltung neuer Optionen, die oft zur billigen Flopversion eines gigantischen Epos’ verroht wurde, ist hier absolut nicht zu finden. Stattdessen scheint Thor himself sich zu einem brachialen Durchbruch in Sachen Erfolg entschieden zu haben, was einen spannenden, wendungsreichen und definitiv sehenswerten Film verspricht.
Ich bin zumindest tierisch gespannt auf den kommenden
 
Kinostart: 26. Oktober 2017

Cinderella

Nachdem in Hollywood ja die Märchenverfilmungswut ausgebrochen ist und man Grimm jetzt nicht mehr lesen, sondern anschauen kann, war es keine Frage, bis die Großen auch hier versuchen, die Geschichte neu aufzusetzen und erneut in die Kinosäle zu bringen.
Ist bei einigen vergangenen Filmen ja auch durchaus gelungen. Maleficent zum Beispiel, den ich wunderbar adaptiert und in die moderne Zeit transferiert fand. Entsprechend groß war meine Neugier, wie die Macher es bei dieser durchaus ausgelutschten Story nun bringen würden.
Optisch auf jeden Fall ein Augenschmaus. Die Märchentortensüße schleimt hier nur allzu stark und man wird überannt von Farben, Formen, Glitzer und Glamour. Seien es Ballsäle, die Kutsche, Schuhe oder Kleider – hier lässt man Mädchenherzen sicher höher schlagen.
Geschichtlich wurden keine großen Ausbrüche gewagt, sondern das erzählt, was gesagt werden musste. Statt alte Geschichten neu zu erzählen, wird hier nur analoges digitalisiert. Ob man sich dabei nun auf die “Buchtreue” beruft oder sich Einfallslosigkeit vorwerfen lassen darf, sei dahingestellt.
Müde sollte man sich den Film keinesfalls anschauen, denn Soundtrack und Score tun ihr übriges, um dich in den Dornröschenschlaf fallen zu lassen. Der trägt so butterweich durch den ganzen Film, dass Spannungsspitzen keine Chance haben, deinen Geist wieder wachzurütteln. Du gehst irgendwie benommen wieder aus dem Saal, was jetzt aber auch nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Cinderella-Liebhabern liefert man hier eine neue Version ihrer Geschichte, die mit modernen Mitteln durchaus gelungen umgesetzt ist. Wer spannende Unterhaltung sucht, die überrascht, begeistert und vereinnahmt, der wird hier eher enttäuscht.
Diesen Film sollte man sich dann anschauen, wenn man einfach mal wieder kurzfristig in die Märchenwelt getragen und dort fallen gelassen werden möchte. Das funktioniert nämlich tatsächlich richtig gut.

 
Nachspann
liefert keine neuen Erkenntnisse.

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