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Tag: Christopher Mintz-Plasse

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (3D)

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© 2019 Universal Pictures International

Nachdem der 3D-.trailer in den Sälen mit Brille auf dem Kopf schonmal richtig gezeigt hat, wo es demnächst langgeht, war auch bei mir die Lust geweckt, endlich die beiden Vorgänger zu sichten und mit vollem Karacho in den neuen Teil dieser Story einzutauchen: How to Train Your Dragon hat Erfolgsgeschichte geschrieben und ist nicht umsonst jetzt schon bei der Trilogie angelangt.

In Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt stürzen die Protagonisten erneut in ein Abenteuer, indem es um Mut, Kraft, Kampfgeist und Stärke geht. Und dabei fährt man allerhand optische Hochgenüsse auf, die dem Kino wieder mal seine besten Reserven entlocken und auf der Leinwand sowie im Saal für richtig Krach und Gaudi sorgen. Das Zusammenspiel zwischen den Hochglanzfarben, der gestochen scharfen Optik und dem bildschönen 3D sorgt in Verbindung mit einem super Soundtrack und eindrucksvollen Szenerien allein schon für ein Erlebnis, dass sich sehen lassen kann.

Und da ist wirklich für jedermann etwas dabei. Klar mögen die Dialoge hier und da etwas kindlich erscheinen und das Zielpublikum mit zwei schielenden Augen auch der jüngeren Riege angehören, dennoch ist ebenfalls für Erwachsene ein Event geboten, dass eines Kinos würdig ist und bei dem man nicht zwingend auf die Heimkinoveröffentlichung warten sollte.

Ich vertrete immer noch die Ansicht, 3D gehört ausschließlich in die Säle und niemals nach Hause, weil dort definitiv nicht die Atmosphäre und das Momentum erzeugt werden kann, wie auf dem richtigen Sitzplatz im Kino. Schon allein deshalb sollte man zum .kinoticket greifen und die Chance wahrnehmen.

Doch auch der Plot hat es in sich und weist eine gewisse “Süßheit” auf, die nicht von der Hand zu weisen ist und die sich damit in das Protegé der Vorgänger nahtlos einfügt. Auch hier sollte man die “3” im Titel etwas ignorieren und sich keine falschen Vorurteile in den Schädel setzen: Enttäuschungen bleiben auch an dieser Stelle sicher aus.

.kinoticket-Empfehlung: Der Gang ins Kino lohnt sich definitiv: Die Optik, 3D, der Sound und das Inhaltspaket passen derart stimmig zueinander, dass einem auch als Erwachsener hier ein Event geboten wird, dem sich niemand verweigern sollte.

Süß erzählt, ergreifend bebildert und majestätisch inszeniert setzt man die Erfolgsreihe fort und liefert nun den dritten Teil dieser Saga in technisch einwandfreiem Zustand für die Großbildleinwand ab.

Setzt eure Heimkinos auf Pause, verzichtet auf den “Ich warte, bis er …”-Satz und pflanzt euch mit Groß und Klein ins Kino und genießt den Film dort, wo er hingehört: Auf dem Big Screen!

Nachspann
❌ braucht man nicht ausharren, am Schluss folgt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: How to Train Your Dragon: The Hidden World
Length: 104 Min.
Rated: FSK 6

Trolls (3D)

Der Trailer versprach mir einen richtig durchgeknallten, abgedrehten Film mit viel Musik, viel Schabernack und jeder Menge Extrovertiertheit. Ich habe regelrecht darauf hingefiebert, zumal ich dem angeteaserten Song von Justin Timberlake durchaus etwas abgewinnen konnte, auch wenn die meisten ihn dank der Totgespieltheit im Radio nicht mehr hören können.
Versprochen: Nach diesem Film liebt ihr ihn wieder. Ganz zu Anfang sagte ich meinem Kinobuddy noch: “Viel Spaß bei diesem durchgedrehten Popkultur-Phänomen, über dass die Welt in 10 Jahren sinnieren und sagen wird: ‘Wir waren damals dabei’.”
Und tatsächlich: Trolls entpuppt sich wirklich als ein Produkt, dass nicht nur wahnsinnig genau ein Abbild dieser Generation schafft, sondern auch vergangene Täter ins Boot holt und mit ihnen gemeinsam verschiedene Kindheitsmomente wieder aufruft. Dabei durchfährt den Zuschauer nicht nur ein Gefühl von heimatlichen, wiederbelebten Erinnerungen, sondern man wird auch ganz tief in eine Story gerissen, die völlig unaufdringlich und defensiv eine Botschaft nach draußen befördern möchte, mit deren Umsetzung man unglaublich viele Probleme dieser Welt auf einen Schlag lösen könnte.
Hierbei kommt nicht nur die direkte Ansprache verschiedener Problematiken zum Tragen, sondern man sorgt dafür, dass dieses Kulturhochglanzleistungsstück auch unzensiert als Thema im Bundesparteitag oder in einer 23-Uhr-Vorstellung unter Erwachsenen vorgeführt werden könnte.
Schmalz, triefende Romantik oder das ganze Gebrabbel, was man sonst aus solcherart Kinderunterhaltungsfilmen kennt, sind hier nicht zu finden. Wer bei der Vorschau schon Angst hatte, hier könnte eine dieser typischen “Uns allen geht es an den Kragen, aber wir packen es trotzdem”-Plots vor die Nase gehauen werden, der irrt. Das Augenmerk liegt tatsächlich viel tiefschichtiger vergraben und orientiert sich an einer Vielzahl von Vergleichsmöglichkeiten in dieser Realität.
Und dazu der Sound. Phew – es ist schwierig, sich so tief vor den Machern der Ohrenschmausmomente zu verneigen, die nicht nur Bekanntes derart umdisponiert haben, dass es als völlig neues, musikalisches Idol auf der Bildfläche der Welt erscheint, sondern auch die Hommage an eben jene Zeit, in die man sich zurückerinnert, ist derart überwältigend, dass man mit Ehrfurcht den Takt mitschnippt und sich hier in eine musikalische Welt fallen lassen kann, die einen völlig sanft und gleichermaßen defensiv auffängt und einfach nur liebevoll umhüllt.
3D – da war ja noch was. Wenn es sich je gelohnt hat, für 3D mehr auszugeben und sich eine Vorstellung wieder mal nicht nur auf einer Leinwand anzusehen, sondern in die Räumlichkeit vorzudringen, dann ist es Trolls. Die Umsetzung ist derart phantastisch und überwältigend, dass man sich dafür schämen sollte, sofern man sich nur die 2D-Variante angeschaut hat.
Allein schon bei den Trailern war die 3D-Variante um so vieles überzeugender und atmosphärischer als ihr 2D-Pendant, denn hier schafft man durch die visuelle Aufspreizung des Gesehenen den Umstand, dass der Zuschauer sich nicht nur einen animierten Film ansieht, sondern tatsächlich in seinem Geschehen versinkt und somit das Augenmerk vollständig auf die wichtigen Dinge positioniert sind.
Ihr merkt schon: Mich hat’s nicht nur in einem Punkt vollständig vom Hocker gehauen, sondern ich bin zutiefst beeindruckt, sprachlos und völlig außer mir – und nichts wünsche ich mir mehr als
 
 

.kinoticket-Empfehlung: … dass ihr alle da rein rennt und Teil dieses unglaublichen Wunderwerks werdet, in dem euch nicht nur sanft umspielt etwas mit auf den Weg gegeben wird, sondern jeder auf seine Weise in seinem Innersten angesprochen und wieder ein Stück weit gerade gerückt wird.
Hier so extrem mit Farben und Formen zu spielen, diesen Farbenorgasmus abzufeiern ohne dabei in Kitsch oder Langeweile zu driften, sondern derart brillant Humor weiterzugeben und gleichermaßen extremst die Gefühle und Emotionen anzuköcheln – das schaffen nur wahre Könner.
Die Einfälle sind obergenial, die Umsetzung ist realistisch und extrem-brutal-geil und die Moral von der Geschichte … würde unsere Welt wieder heilen, würde sich jeder die Zeit nehmen und kurz darüber nachdenken.
Mach den Anfang und sei dabei – sei ein Teil davon und sage dir hinterher: Ich hab es gemacht! Die Chance eröffnet sich seit diesem Donnerstag im Kino deiner Wahl.

 
 
Nachspann
Auf jeden Fall … sitzenbleiben! Hier folgen noch After-Show-Sequenzen, die durchaus witzig sind.

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