Willkommen im Wunderpark

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Diesen Film habe ich sehr lange vor mir hergeschoben. Irgendwas hat mir jedweden Antrieb genommen, als die .trailer-Kampagne im Kino gelaufen und die Zuschauer auf das Projekt scharf gemacht werden sollten. Es ist halt wieder einer der typischen Animationsschinken, die man aus den Filmschmieden mittlerweile zuhauf kennt und die keinerlei nennenswerte Alleinstellungsmerkmale aufweisen können.

Und auch ein Lena auf dem Plakat hilft mir nicht zwingend dabei, mich jetzt mehr für den Streifen zu begeistern, im Gegenteil: Ich habe niemals verstanden, wofür diese Frau überhaupt berühmt geworden ist. Aber das ist meine persönliche Ansicht, da darf jeder denken, was er möchte.

Und nur, weil jetzt hier und da ein paar „lustige“ Szenen angeteasert werden, ist das noch lange keine Garantie, dass ich jetzt einen Kracher à lá Illumination auf den Tisch gepackt kriege. Daher rühren also meine tiefen Zweifel, was Willkommen im Wunderpark angeht.

Nun habe ich mich kürzlich eben doch in diesen Film gezwungen und mich mal etwas näher mit der Materie auseinandergesetzt: Vergebt mir, aber Begeisterung sieht anders aus.

Ja, hier werden ruhige Momente aufgefahren, tiefgründigere Elemente verbastelt, als anfangs erwartet und auch die Moral ist nicht von schlechten Eltern. Aber …

In meinen Augen besteht der Film dennoch nicht aus Elementen, die man so dermaßen abfeiern muss, dass sie ihn als zwingend alleinstehend brandmarken könnten. Und nur, weil Comedy auf dem Genrelabel steht, ist das für mich kein Grund, anders über ihn zu urteilen: Das hier ist in meinen Augen die komödiantische Blumhouse-Variante eines Films: Baukastensystem, was alles angeht: Plot, Charaktere, Viecher, Twists. Man liefert nichts neues – und lässt altes mit exzellenter Technik weiterhin brillant aussehen.

Für Mainstream-Unterhaltung reicht‘s – und genau der war im Kino längst nicht mehr anzutreffen. Das konnte man damals von den Minions nicht behaupten.

.kinoticket-Empfehlung: Schön, dass du da warst und ich mich nicht großartig über dich aufregen musste.

Hier fehlt der Drive, etwas Besonderes an den Tag zu legen, dass dieses Movie von allen anderen Animationsfilmen abhebt und ihn zu etwas Einzigartigem macht. Er ist nicht schlecht, technisch exzellent umgesetzt und birgt auch eine gute Moral, ist für mich aber viel zu sehr nach Baukasten-Schema-F aufgebaut, um mich wirklich zu begeistern.

Nachspann
❌ Muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 11. April 2019

Original Title: Wonder Park
Length: 86 Min.
Rated: FSK 0