Drogen

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Widows

© 2018 Twentieth Century Fox

Twentieth Century Fox hat euch für diesen Film wieder ein Gewinnerpaket geschnürt bestehend aus 3×2 Freikarten sowie 3x Kinoplakaten, die ich unter dem Beitrag an meine Leser weiterverlosen darf!

Der Rachefeldzug gegen die männliche Dominanz im Kino geht weiter – und erbt inzwischen ertragreiche Früchte, die nichts mehr mit Gender-Gerede zu tun, sondern den Absprung zum ernsthaften und wahnsinnig unterhaltsamen Kino-Entertainment-Abenteuer längst vollzogen haben.

Widows – Tödliche Witwen ist das geistige Erbe eines Fans der TV-Serie von damals, der die geballte inhaltliche Power auf die neuzeitliche Gegenwart und damit eine völlig andere Gesellschaft projizieren wollte und in meinen Augen einen großartigen Coup gelandet hat.

Gleichzeitig berührt der Film abseits der Action auch sensible Parts des Lebens und liefert übersetzbare Vorbildpraktiken für ein gemeinschaftlicheres Ziele-Erreichen, das jeder auf seine Art in den Alltag interpretieren und (ohne Waffen & Gewalt) umsetzen kann.

Steve McQueens Werk steht dabei aber in keinem Schatten und muss sich durch irgendetwas behaupten, sondern er wartet mit starken, überzeugenden und inhaltlich tragbaren Elementen auf, die am Ende einen unglaublich sehenswerten Streifen auf die Leinwand gebracht haben, der für einen gemeinschaftlichen Kinoabend lässig taugt.

Das Metier, in dem man sich hier bewusst bewegt, grenzt an das Plot-Genre des Actionkinos heran und trumpft hier und da mit ein paar tollen Überraschungen auf, die aus dem Gesehenen definitiv keine Enttäuschung werden lassen.

Damit schafft McQueen ein vorzeigbares Neuzeitelement von Lynda La Plantes Miniserie und liefert als Oscar-Gewinner für 12 Years A Slave erneut einen Titel für die große Leinwand ab, den man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox hat wieder zugeschlagen und euch ein Bundle geschnürt, bestehend aus 3×2 Freikarten für den Film sowie insgesamt 3 Kinoplakaten, die ich hiermit an euch weiterverlosen möchte.

Beantwortet diesmal einfach folgende Frage:

Welche Filme mit starken Frauenrollen habt ihr bereits im Kino gesehen und welcher hat euch davon am besten gefallen?

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Sonntag, 16. Dezember 2018 unter diesem Beitrag im Blog eingehen, werden die Gewinne verlost. Bitte gebt hierfür bitte dringend eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich euch schnell erreichen kann.

Nach Abfrage eurer Adresse wird euch im Falle des Gewinns dieser postalisch zugeschickt und alle Daten anschließend wieder gelöscht.

Ich wünsche euch viel Glück und natürlich – wie gehabt – mega viel Spaß in den gemütlichen Sesseln der Kinos.

.kinoticket-Empfehlung: Starke Geschichte über extrem starke Frauen!

Steve McQueens Filmwerk ist eine Hommage an die Londoner TV-Serie und trägt deren Inhalte ins moderne Chicago, was an der kraftvollen Aussage dieses Werks rein gar nichts ändert und definitiv für einen gelungenen Kinoabend steht.

Nutzt die Chance auf die Freikarten und bevölkert die Kinos – dieser Titel lohnt sich definitiv.

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 6. Dezember 2018

Original Title: Widows
Length: 129 Min.
Rate: FSK 16 | R

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Climax

Climax

© 2018 Alamodefilm

Climax – in einer Zeit der immer böseren Vorhersagen über das Klima, CO2 und Polkappenschmelzungen evtl. noch eine Doku über den Zerfall unseres Planeten?

Ja, aber völlig anders, als ich erwartet hatte – und zehntausendmal geiler!

Climax – dieser Begriff beschreibt nicht etwa das Klima oder irgendeinen Zenitpunkt im Erreichen eines bösartigen Zustands, sondern steht tatsächlich für die absolute Ekstase, in die man im Rausch gelangt: Der Moment des Abspritzens, der Moment, in dem man kommt, die unkontrollierbare und absolut hemmungslose Spitze eines Gefühls, dem man sich vorher intensiv hingegeben hat.

Richtiger Titel. Hammerharter Film.

Wenn du Kinder hast, geh zu ihnen und sag ihnen, dass du ein Leben lang finanziell dafür sorgst, dass ihnen niemals die Drogen und der Stoff ausgehen – wenn sie sich vorher diesen Film ansehen und verinnerlichen.

Ich persönlich glaube, danach rührt nie wieder jemand Rauschmittel an, der noch ganz bei Trost ist. Dieses Werk startet relativ harmlos und erliegt dann einem filmischen Rausch, wie ich ihn lange nicht mehr gesehen habe: Die Münder der Presse standen offen, ich selbst hatte meine großen Abnormitätsmomente und musste eigentlich während des gesamten Films nur noch mit offenen Mund grinsen und dachte mir: WTF! Richtig so! Einfach richtig so – direkt in die Fresse der konservativen Arschlöcher und immer schlimmer werden lassen. Mal sehen, wieviele rausrennen.

Und ja – das begann bereits bei den ersten Pressevorführungen. Die Menschen können Dinge wie diese nicht ertragen und brechen ihren Coolness-Status lieber, bevor sie sich das zu Ende ansehen und begreifen, worauf man eigentlich hinaus wollte.

Gaspar Noé ist bekannt dafür, die Dinge einfach zu zeigen und keine Wertungen in seinen Filmen zu präsentieren – eine Eigenschaft, von der sich viele Medien ein Stück abschneiden sollten. Diese Wertungsfreiheit macht aus diesem Movie ein einzigartiges Kunstwerk, das eine tatsächlich realisierbare Situation aufstellt und im Blutrausch zerpflückt: Die humanoide Spezies wird in ihre Einzelteile zerlegt, man nimmt ihnen Normalität und Alltag weg und schaut dann einfach, was übrig bleibt. Ein hemmungsloses Bild einer verwüsteten Krankheit in betörend schönen Bildern und einer absurd-geilen Kameraführung, die ebenfalls Blut geleckt hat und aus sich raus will. Und kommt.

Hier sind bereits zu Beginn unverwüstliche Hinweise vergraben, denen man Zeit gibt, sie zu entdecken, bevor es dann im big train auf die Reise geht und man schlussendlich in einer Hölle wieder zu sich kommt, die mehr Wahrheit beinhaltet, als man anfangs glauben mag.

Nach The House That Jack Built der nächste kranke krasse Film, der tiefe Aufrichtigkeit mit sich bringt und den Zuschauer komplett verstört, darum aber umso wichtiger ist und eine immens geile Botschaft beinhaltet.

Ja, ich hab es tierisch gefeiert und dachte mir: Wie kann man nur so etwas krankhaft geiles ins Kino bringen und keiner weiß davon? Es ist hammerhart, wie absurd, weltfremd, gestört, verherrlichend und abnorm die gezeigten Szenen hier sind und mit welcher grazil-evilenten Anmut man dabei an das Zerstörungswerk herantritt, um letztendlich alles bis auf die Knochen abzuschaben und den Menschen in seiner völlig entblößten Psycho-Nacktheit zu zeigen.

Ein Meisterwerk des Nischenkinos, das man gut genug verstecken sollte, damit nur diejenigen Zugriff darauf kriegen, die sich den Inhalt auch geistig verdient haben: Hier mit Unterhaltungswünschen reinzuspazieren wäre der völlig falsche Ansatz und wird mit bloßer Entrüstung bestraft.

.kinoticket-Empfehlung: Ein Blutrausch psychedelischer Ekstase, die keine Grenzen kennt und keine Wertungen aufstellt: Mit dieser Offenheit kann kaum jemand umgehen.

Gaspar Noé entführt die Menschen in eine durchaus reelle Situation und überlässt sie dann ihrem eigenen Schicksal, in das sie unweigerlich rennen, sobald man ihnen Normalität entreißt: Das Ergebnis ist ein filmischer Rausch, der extrem in seinen Bann zieht und mit Bildern verstört, die sich lange und dauerhaft ins Hirn einbrennen und einen nicht mehr loslassen.

Unbedingt ansehen, wenn man dazu in der Lage ist, diesen Film nicht als “Entertainment” abzutun, sondern sich ausgiebig damit befassen kann. Etwas geileres gibt es derzeit kaum!

Nachspann
❌ hält keine weiteren Szenen bereit.

Kinostart: 06. Dezember 2018

Original Title: Climax
Length: 95 Min.
Rate: FSK 16

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Buck, dem wir u.a. die Bibi und Tina-Filme zu verdanken haben, hat sich auf die Straße gewagt und einen Rennfilm gemacht. Dachte ich. Als ich auf Facebook die Titelabfrage gelesen habe und mitentschieden, wie der Film nun endgültig heißen soll.
Asphaltgorillas war auch meine finale Entscheidung gewesen, was ich allerdings, seit ich diesen Film gesehen habe, nun doch bereue. Nicht, weil der Filminhalt schlecht ist, sondern weil der Titel nun eben doch nicht so optimal passt und ein anderer Vorschlag besser gewesen wäre. Der Inhalt ist nämlich völlig entgegengesetzten Erwartungen gerecht geworden.
Aber mal der Reihe nach. Film kann Deutschland ja erst seit neuestem, nicht zuletzt das Teenie-Machwerk Das Schönste Mädchen der Welt überzeugt mit einer technischen und vor allem inhaltlich- und sprachlichen Eleganz, wie man sie von deutschen Filmschaffenden eigentlich sonst nicht kennt. In etwas älterer Vergangenheit gab es schon einmal “Frankfurter Milieu”-Filme, die ebenfalls ganz brauchbar sind – Nur Gott kann mich richten ist da nur ein Beispiel davon.
Man arbeitet sich also langsam nach oben und merkt, dass ernsthaftes Kino durchaus seine Abnehmerschaft findet und man sich gerne auch ohne auf zwanghaften Humor setzen zu müssen hinter die Kamera stellen und Filme drehen darf.
Hat Buck gemacht. Und irgendwie packt einen der Film ob seiner technischen Raffinesse und Eigenart doch relativ schnell. Auf eine seltsame Art und Weise. Natürlich muss man konform gehen mit den schon im Vorfeld plakativ präsentierten Darstellern, muss eine gewisse Vorliebe für solche Filme mitbringen und sich dann im Kino auch willentlich darauf einlassen, meine vorurteilenden Zweifel habe ich jedenfalls relativ schnell abgelegt.
Das Problem bleibt meiner Meinung nach eher beim Titel hängen, der – so ganz ohne Vorwissen und .trailer nun eben doch etwas völlig anderes verspricht, als der Film schlussendlich liefert. Enttäuscht ist man deswegen aber trotzdem nicht, vor allem die Moves und Kämpfe im Film sind sehr durchgestylt und lassen viel Erfahrung und ästhetisches Geschick vermuten. Und dass in diese Richtung aus dem deutschen Filmeareal noch einiges auf euch zukommen wird, brauch ich ja nicht groß ankündigen, oder?
 

.kinoticket-Empfehlung: Ist kein Rennfilm im klassischen Sinne, sondern ein technisch durchgestylter und plakativer Film, der das deutsche Kino wieder sehr stark aufwertet.
Lässt man sich auf die Schauspieler ein, kann dem “Frankfurter Film” einiges abgewinnen, findet man hier sehr schnell Freude. Und Kida Khodr Ramadan, mach bitte immer so weiter!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht auszuharren, es sei denn, man steht auf den Sound 😉
Kinostart: 30. August 2018

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Leute: GEHT! DA! REIN!
Es ist doch einfach unfassbar: Die Zeit ist absolut reif, um zu sagen: Pumpt etwas mehr Kohle in die deutsche Filmproduktion und wir haben in ein paar Jahren ernsthafte Konkurrenz für Hollywood in unserem eigenen Land!
Klar, auf dem Plakat ist Moritz Bleibtreu zu sehen, der als deutscher bekannter Schauspieler schon einiges verzapft hat und jetzt vielleicht nicht bei jedem Zuschauer Sympathien hervorruft. Nur Gott kann mich richten gehört meiner Meinung nach jedoch zu seinen besten Werken und hält – als Gesamtpaket – die absolute Spitze, was deutsche Filme angeht, derzeit spielend leicht im Alleingang aufrecht!
Die immer wieder erwähnte Tatsache, dass sich dieses Land Tragödien, Dramen und düsterer Materie zuwenden sollte, um cineastisch erfolgreich zu sein, wird einmal mehr überdeutlich aufgezeigt und entfacht in mir die Sehnsucht nach genau solchem Stoff – und zwar viel mehr!
Hier landet man direkt in einem packenden, faszinierenden und gleichzeitig emotional bewegenden Stück schwarzer Filmgeschichte, die gleich von Anfang an fasziniert und mitreißt – und bei der einfach alles stimmt!
Sprache => Dialekt. Ohne Fremdschämen. Klasse!
Soundtrack => hat Hollywoodblockbustern durchaus das Wasser gereicht und erzeugt eine bizzelnde und knisternde Stimmung, die den Big Budget-Produktionen in nichts mehr nachsteht.
Plot / Twist => mag einigen Vorbildern ein wenig nachhängen, ist aber im Rahmen dieser düster-schauerlichen Film-Noir-Atmosphäre richtig gut angepasst und erzeugt Stimmung. Und genau das treibt diesen Film richtig vorwärts und macht ihn zu einem der sehenswertesten deutschen Produkte, die derzeit auf dem Markt zu finden sind.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nutzt die Chance und schaut, was aus deutscher Filmschmiede entstehen kann – auch wenn man hierzulande immer noch auf Erfolge baut, die kaum vorhanden sind: Dieser Film treibt das internationale Ansehen Deutschlands auf Kinoebene weit nach vorne.
Definitiv ein sehr empfehlenswertes, düsteres und ernstzunehmendes Genre, dem sich Özgür Yildirim da geopfert hat – weiter so!

 
Nachspann
Wer auf die Musik abfährt: Kinos haben immer noch geilere Anlagen als mancher zu Hause – ansonsten kommt da nichts weiter.
Kinostart: 25. Januar 2018

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Gleich zum Gewinnspiel? Dann einmal bitte ganz nach unten scrollen … 😉
Nachdem uns in Die Mumie Tom Cruise alle so wahnsinnig negativ begeisterte, wird es Barry Seal – Only in America unglaublich schwer haben, mit ihm als Frontmann wieder Punkte beim Publikum abzugreifen oder generell die Säle gefüllt zu kriegen. So zumindest mal meine Vermutung.
Und das ist schade, denn dieser Film hätte ausgebuchte Vorstellungen unglaublich verdient. Der Hype um diesen kontroversen Darsteller wird im Film nämlich absolut beiseite geschoben und einer Erzählung Platz gemacht, die es wert ist, von den Menschen gehört zu werden.
Dem Zuschauer hierzulande bleibt wohl nur der Vorschuss an Vertrauen, wenn man erklärt kriegt, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, die von Produzent Doug Davison und Drehbuchautor Gary Spinelli aus den Akten hervorgekramt wurden. Ich möchte nicht mal abschlagen, dass es sich hier tatsächlich um Tatsachen handelt, denn – wie jeder so schön aus dem Filmregelwerk weiß – ist eine Geschichte dermaßen bizarr, kann sie nur wahr sein.
Und dazu gesellt sich dann ein unglaublich frischer, spaßig aufgelegter und gute Laune verbreitender Tom Cruise, der wie aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein scheint und hier mit Frohsinn und Leichtigkeit seine Rolle spielt, die den Patzer aus seinen vorherigen Werken leicht vergessen lässt.
Und obwohl es eigentlich um seine Person geht, steht er als Persönlichkeit vollständig im Hintergrund und überlässt wieder dem Charakter, den er darstellen soll, das Spielfeld. Die Selbstbeweihräucherung fehlt und genau das gibt Barry Seal so unglaublich viel Auftrieb.
Man hat als Zuschauer enorm viel zu lachen, zu staunen, zu bewundern und zu sehen, dass die die Laufzeit von 115 Minuten wie im Flug vergeht. Und das Prädikat “Besonders wertvoll” wurde auch zu recht verliehen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Cruise ist wie ausgewechselt und verbreitet auf einmal ganz andere Stimmung im Kino.
Der Film ist intelligent, unglaublich, wahnsinnig unterhaltsam und unfassbar und damit ein Garant für einen gelungenen Kinoabend mit der Freundesclique.
Also .kinoticket gekauft und ab in die Kinos!

 
Nachspann
bringt keine weiteren Überraschungen mit, wer also unbedingt raus muss, darf dies konsequenzlos tun.
Kinostart: 7. September 2017

* * GEWINNSPIEL * *

Universal Pictures hat euch fünf Plakate zur Verfügung gestellt, die euch den Kinostart von Barry Seal versüßen. Wie kommt ihr dran?
Ganz einfach unter diesen Beitrag oder auf Facebook im Post euren Lieblingsfilm kommentieren, in dem Tom Cruise mitgespielt hat. Die Auswahl ist ja groß.
Hier mal eine kleine Auswahl:

Es zählen alle Kommentare, die bis einschließlich 10. September 2017 unter einer der beiden Beiträge eingegangen sind. Kommentieren mehr als 5 Personen, entscheidet das Los. Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
Facebook oder andere Seiten / Firmen sind nicht in das Gewinnspiel involviert. Die Verlosung wird ausschließlich durch www.kinoticket-blog.de ausgeführt und die zu verlosenden Plakate von Universal Pictures International gestellt.
Ich wünsche jedem von euch viel Glück und natürlich mega viel Spaß und beste Unterhaltung im Kino bei Barry Seal – Only in America.
Ben

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Mit den Eberhofer-Krimis ist zumindest in Bayern ein neuer Kinokult aus dem Boden gestampft worden, der hierzulande auch wahnsinnig positiv aufgenommen und von den Kritikern hoch gelobt wird.
Kein Wunder also, dass man sich jetzt auch anderweitig in dieser Nische versucht und mit Maria Mafiosi erneut ein Mundart-Werk in die Kinos bringt, das genau diese Zielgruppe befriedigen soll: Bayerische Fans, die Krimi-Komödien lieben und ihre bekannten Stars aus den Eberhofer-Verfilmungen auch zwischen den Publikationen auf den Leinwänden erleben wollen.
Dieser Aufgabe hat sich Jule Ronstedt angenommen und einen abtrünnigen Bruder der großartigen Filme erschaffen, der eine eigene Gangstergeschichte erzählt, die nicht weniger lustig ist und vor lauter Klischees nur so trieft.
Ob dies nun positiv oder negativ aufgenommen wird, überlasse ich den Zuschauern. Offensichtlich versucht man sich hier kaum an politischer Korrektheit noch daran, der Gleichberechtigung oder anderen neuartigen Phänomenen hinterherzurennen, sondern bedient sich ganz altbackener, klassischer Stereotype, um den Kinozuschauer in seiner Lust nach lokalsprachlicher Komik-Unterhaltung zu befriedigen. Und das gelingt meiner Meinung nach auch ganz gut, sofern man sich nicht den vergleichsweise hohen Ansprüchen der Rita Falk-Verfilmungen stellen möchte.
Maria Mafiosi bedient hier sozusagen die gleiche Klientel auf hohem Fan-Art-Niveau und lockt mit dem Regiedebüt der aus Wer früher stirbt ist länger tot bekannten Schauspielerin in die Kinos.
 

.kinoticket-Empfehlung: Natürlich muss man sich damit abfinden, dass hier keine großartigen Hollywoodbudgets im Hintergrund dümpeln oder sich die Macher auf ihre jahrelange Erfahrung stützen können, sondern man es mit einem vergleichsweise “jungen” Film zu tun kriegt, der die Zuschauer einfach auf seine Weise begeistern will – und kann.
Die Darsteller sind teilweise bekannt und liefern allesamt glaubwürdige Szenarien ab, die für sich zwar kein Meilenstein in der Kinogeschichte darstellen, allerdings auch nicht zum Lückenbüßer verkommen, sondern durchaus ihre Existenzberechtigung vorweisen.
Wer sich darauf einlässt, hat hier durchaus seinen Spaß im Kino – solange der Streifen noch auf den Screens gezeigt wird.

 
Nachspann
gibt’s ohne weiterführende Szenen oder zusätzliche Gimmicks – man darf also getrost nach draußen spazieren.

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Lommbock

Zur Zeit strotzen die Kinos ja vor Wiederholungen, Wiederaufbereitungen, Neuinterpretation alter Geschichten und aufgewärmtem schon einmal Dagewesenem, dass man meinen könnte, es gebe keine genialen Buchautoren mehr.
Lommbock reiht sich in die Riege der Geschichten ein, die eine alte, bereits einmal funktionierende Welt erneut auf die Kinoleinwand bringen möchten, um dem dagewesenen Erfolg noch einen obendrauf zu setzen.
An dieser Stelle höre ich die an Kreativität Interessierten bereits stöhnen – und das zu Unrecht. Denn dieser Film frisch nicht nur eine bereits dagewesene Geschichte wieder auf, sondern lässt sie in so einem hellen Licht erstrahlen, dass dieser Teil seinen Vorgänger bei weitem überflügelt.
Wenn man wie ich die Meinung vertritt, dass jeder Schauspieler nur eine einzige Rolle hat, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist, dann ist es im Fall von Moritz Bleibtreu dieser Film.
Wir hatten in jüngster Zeit bereits einmal das Beispiel bei Trainspotting, dass eine vor Jahren ins Leben gerufene Welt wieder neuen Odem eingetaucht kriegen sollte, was ja bekanntlich voll in die Hose ging. In diesem Fall hier ist genau das Gegenteil passiert: Teil zwei ist um so vieles besser als der erste Teil und bringt nicht nur die Welt erneut zum Beben, sondern forciert mit überflügeltem Witz, einer derart trockenen und inspirierenden Darbietung an Flapsigkeit, Ernsthaftigkeit und Kult, dass man als Fan des alten Films garantiert nicht enttäuscht wird. Und das ist für eine Fortsetzung alles andere als einfach.
Die Pointen sind herausragend ausgearbeitet, das Niveau kippt niemals über, der Humor leidet an keiner Stelle an Zwanghaftigkeit und gerade diese trockene und selbstverständliche Art und Weise, mit der die beiden Hauptdarsteller agieren, machen hier den großen Charme aus.
Ich habe mich auf jeden Fall von Anfang bis ganz zum Schluss köstlich amüsiert, konnte sehr viel lachen und hatte mit vielen weiteren im Saal richtig Spaß.
Und obwohl das hier ein deutscher Film ist, dazu noch eine Fortsetzung, und man als Kinogänger eigentlich keinerlei Intention hegen dürfte, hier gezielt rein zu gehen, so ist dieses Stück eines der wenigen, das man als mega positives Beispiel für exzellente Filmkunst made in Germany zitieren kann.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nicht nur als Fan des ersten Teils, sondern auch als Freund und vor allem Feind des deutschen Kinos sollte man sich diese Komödie zu Gemüte führen.
Die Gageinlagen sind pointiert herausgearbeitet, der Humor trifft absolut meinen Geschmack und nicht nur ich hatte während des Films immensen Spaß und hervorragende Unterhaltung.
Also fiebert dem Kinostart entgegen und füllt die Säle, denn auf diesem Niveau darf man hierzulande gerne mit dem Geschichten erzählen auf der Leinwand weitermachen.

 
Nachspann
folgt keiner weiter, das aus dem Sall rennen ist also folgenlos.

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Ich weiß, in letzter Zeit kracht es hier ein wenig mit Rezensionen und ich habe nicht nur mehrfach meine 2-Tages-Update-Regel gebrochen. Solltet ihr allerdings lesen, welch sehenswerten Stoff man mir vor die Füße gelegt hat, dann dürfte jedem klar sein, weshalb ich damit nicht länger schweigen will, sondern euch darüber informieren, dass ihr nach einem Film Ausschau haltet, der im Original The Oath heißt.
Baltasar Kormákur liefert bei diesem Werk nicht nur hinter der Kamera Erstklassiges ab, sondern stellt mit seiner Person auch gleich noch den Hauptdarsteller für dieses Leinwandstück ab, dass sich geografisch wieder in unbekannterem Terrain bewegt und hier mal nicht die typische Hollywood-Keule schwingt.
Genauer gesagt begeben wir uns nach Island, wo nicht nur der Plot spielt, sondern auch der Film gedreht wurde, trotz dessen man dem Macher nahegelegt hat, seine Drehorte doch anderweitig auszuwählen.
Und genau diese Entscheidung hilft Der Eid, hier extreme Glaubwürdigkeit aufzubauen, da eben nicht künstlich irgendetwas gesponnen wird, dem wir als Zuschauer anschließend Glauben schenken müssen, sondern man mit einem unschlagbaren Stilmittel arbeitet: Echtheit.
Die beklemmende Enge, das “um die Ecke ist bereits der nächste”, der fehlende Freiraum für mögliche Fluchten in die Ungewissheit drängen sich einem nicht nur förmlich auf, sondern lassen den Plot um so spannender wirken, da hier eine nicht harmlose Geschichte erzählt wird, die psychisch stellenweise fordert.
Die grandiose Umsetzung und das natürliche Herangehen an die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte zeugt hier nicht nur davon, dass sich der Macher durchaus mit der Materie beschäftigt hat, sondern eben auch Fakten mit eingespielt wurden, die hier und da tatsächlich so passiert sind.
Dennoch gilt Der Eid als Fiktion und sollte nicht als Tatsachenbericht angesehen werden.
Spannungsmäßig tut das aber absolut nichts zur Sache, denn nach dem Film ist das freudige Kinoherz entzückt von einem Film, wie er besser nicht sein könnte: Gewagt, mutig, extrem, spannungsgeladen, unterhaltsam, heimisch, emotional, tragisch und mit ganz ganz viel Seele.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer also wieder mal so richtig gutes Kino erleben möchte, kommt um Der Eid nicht drumrum.
Losgelöst von jedwedem Massenanspruch bedient man sich hier wieder einer Nische und vögelt dabei den Zuschauern so richtig das Hirn an die Wand, denn Mitfühlen wird hier fast schon bestraft.
Extrem spannend, extrem sehenswert und in meinen Augen richtig gutes Kino.
Daumen hoch!

 
Nachspann
kommt keiner mehr, nach der Abblende verpasst man nichts mehr.

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Im Getümmel der ganzen durchaus brauchbaren Veröffentlichungen zur Zeit geht Bob, der Streuner fast schon ein wenig unter. Zu unrecht, denn hier handelt es sich um einen Film, dessen Sehenswertigkeit nicht nur in der Wiedergabe einer wahren Begebenheit liegt, sondern der auch mit ganz viel Charme und Sympathie das Herz der Zuschauer erobert.
Und damit meine ich nicht das typische “Oh kuck mal, Katzen”-Emotionsgetue, dass man auf einigen Timelines auf Facebook oder sonstwo im Internet abfeiert, sondern durchaus eine tiefgreifende Geschichte, die die berührende Veränderung erzählt, die der Protagonist im Laufe seines Lebens durch dieses Tier durchmacht.
Auch wenn das Poster in meinen Augen schon fast etwas 0-8-15 erscheint, den Kauf eines .kinotickets werdet ihr an dieser Stelle nicht bereuen. Es ist das Leben, das die besten Geschichten schreibt und Regisseur Roger Spottiswoode spielt hier gekonnt die Fäden dieser Erfahrungen zu einem Geflecht zusammen, dass wiederum ein gemütliches Gesamtbild ergibt, an dessen Ergebnis nicht nur die Leser der Buchvorlage in jüngster Vergangenheit bereits ihren Spaß hatten.
Das Besondere am Film: Der Original-Kater spielt tatsächlich seine eigene Rolle und wird nur in wenigen Fällen “gedoubelt”. Das macht alles noch ein Stück weit authentischer und verleiht der Erzählung einen Spritzer mehr Esprit.
Das Abtauchen in diese für viele unbekannten Züge des Lebens wird nicht nur gekonnt umgesetzt, sondern die damit verbundenen Empfindungen auch glaubwürdig rübergebracht. Damit erstellt der Film ein ganz neues Profil einer Gesellschaftsklasse, der wenige angehören möchten und die in der Öffentlichkeit allgemein ungern gesehen ist.
Der schonungslose Umgang mit diesen Widerwärtigkeiten lässt diesen Film als lehrreiche und dennoch unterhaltsame und zuletzt wunderschöne Erfahrung im Saal widerhallen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Nicht nur für Katzenfans, sondern alle, die Gefühlskino lieben, ohne dass man in die Schnulzen-Region abdriftet.
Aufrichtiges Kino mit der richtigen Portion Geschick, bei der die wahre Geschichte sehr authentisch und glaubwürdig wiedergegeben wird.
Definitiv sehenswert!

 
Nachspann
Zum Schluss wird noch einiges an Überraschungen geboten – also nicht gleich aufspringen.

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Barash

Zu Israel hab ich persönlich absolut keine Beziehung. Ganz ehrlich? Alles, was ich darüber weiß, ist, dass da drüben irgendwie immer Krieg zwischen Israelis und Palästinensern ist wegen irgendwelcher Glaubenssachen. Und dass das ein Land ist, dem ich mich als Tourist auch bislang permanent verweigert habe.
Ja, man kann die Geburts- und Todesstätte Jesu’ Christi bereisen und auch sonst jede Menge kulturelle Hochgüter bewundern, jedoch habe ich als Kind immer von Meldungen erfahren, dass dort Busse in die Luft gesprengt und mal eben mir nichts, dir nichts, die Lebenslichter ausgelöscht werden – und darauf hatte ich nie Bock.
Dementsprechend stand dieses Land niemals auf meiner bevorzugten Liste und ich habe mich ein wenig darauf gefreut, im Rahmen der Queer-Filmnacht meine Kenntnisse über diese Kultur etwas zu erweitern.
Der war dann aber in jederlei Hinsicht eine Enttäuschung. Nicht nur der Plot war in sich irgendwo merkwürdig konstruiert, auch die Zusammenhänge haben meiner Meinung nach nicht richtig funktioniert. Dass der Film gleich mehrere Preise kassiert hat, ist für mich völlig unbegreiflich.
Und dabei spreche ich nicht nur von dem miserablen Schauspiel der Darsteller, die absolut nicht authentisch wirkten und so überzogen aufgesetzt gespielt haben, dass man ihnen diese Rolle nur schwer abkaufte, sondern auch von der miesen Kameraführung und dem unfassbar schlechten Soundtrack, den man sich hier zu eigen machte.
Ganz ehrlich? Die Herausforderung “Machs doch besser” würde ich in dem Fall gerne annehmen. Selbst mein bester Kumpel meinte nach der Vorstellung zu mir, dass ich das wohl selbst besser gedreht hätte als die Macher dieses Kinoflops.
 

.kinoticket-Empfehlung: Fazit? Mich hat’s nicht überzeugt, absolut nicht abgeholt und auch nicht unterhalten, sondern gelangweilt und technisch genervt.
Kameraführung unter aller Sau, einfach so dahingeplätschert und das dann als “freie Kunst” zu bezeichnen funktioniert auch mit gutem Zureden bei diesem Film nur schwer. Gottseidank ist daraus kein Kinodauerbrenner geworden, sonst würde ich mir das mit meinem Hobby nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen.

 
Nachspann
gab es auch keinen, hier darf man also schon vor Beendigung des Schlussakkords die Segel streichen.

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