England

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© 2018 Twentieth Century Fox

 

Twentieth Century Fox hat für euch wieder fette Gewinne klargemacht, die unter diesem Beitrag verlost werden!

Agatha Christie dürfte selbst modernen Leuten ein Begriff sein: Mit über zwei Milliarden verkauften Werken im letzten Jahrhundert hat sie Maßstäbe gesetzt und zählt seither zu den erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen aller Zeiten.

Bislang wurde ihr Können in TV und Theater sowie auf dem Buchmarkt frenetisch gefeiert, doch komischerweise hat ihre Brillanz jüngst nicht mehr den Weg ins Kino gefunden. Also haben sich Produzent Joe Abrams und Produktionspartnerin Sally Wood hingesetzt und alle 66 Romane durchpflügt, die noch nie verfilmt wurden. Beide schrieben ihren Favoriten auf ein Stück Papier und zeigten es sich gegenseitig: Es war… Das Krumme Haus.

Was dann kam, kann sich jeder denken und gleichzeitig ab sofort in Deutschland auf den Leinwänden ansehen.

Und das Ergebnis kann sich sehr wohl sehen lassen: Man spürt, dass hier ein professionelles Verständnis guter Geschichten im Hintergrund wirkt und der Film auch überdeutliche Anzeichen der typischen Agatha Christie-Merkmale hat, die man aus ihren früheren Verfilmungen so kennt. Das Krumme Haus bringt aber nicht nur die jüngst neu verfilmte Nostalgie-Modernitätssymbiose wieder auf den Plan, die viele schon bei Mord im Orient Express geliebt haben, sondern führt tatsächlich auch beim Erzählstrang mal neue Blüten aus, die traditionelle Leser ebenfalls etwas fordern und somit eben nicht den typischen Baustein klassischer Literatur in sich tragen, sondern mit trickreichen Wendungen punkten und somit ein Spannungselement auf die Leinwand schießen, das viele in solchen Filmen oft vermisst haben.

Dies stieß bei einigen Presse-Vertretern sauer auf und war einer der Punkte, der mir besonders gefallen hat, weil man ein Überraschungsmoment erlebt, das in so einer klassischen Tradition nahezu ausgeschlossen erscheint. Womöglich wurde aus diesem Grund dieser Stoff bislang filmisch nicht angetastet.

Man begeht auf jeden Fall einen Fehler, wenn man sich das Ergebnis nicht auf der großen Leinwand besieht. Und damit das für einige noch etwas leichter wird, gibt‘s hier und heute nun das große…

 

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox hat mir nämlich 5×2 Freikarten sowie 5 Kinoplakate für Das Krumme Haus zur Verfügung gestellt, die ich unter allen Kommentatoren dieses Beitrags verlose.

Um teilzunehmen, beantwortet bis einschließlich Freitag, 7. Dezember 2018 die folgende Frage in den Kommentaren und gebt dabei eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich im Gewinnfalle eure Adressdaten abfragen kann, um euch den Gewinn postalisch zukommen lassen zu können.

Welche Werke von Agatha Christie kennt ihr, habt ihr gelesen, im Theater gesehen oder im Fernsehen geschaut und gibt es evtl. sogar Bücher, die ihr gerne in den kommenden Jahren verfilmt sehen möchtet?

Unter allen Kommentaren entscheidet das Los über die Gewinner/innen. Eure Daten werden nur von mir persönlich ausgewertet und zur Sendungsübermittlung verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Ich drücke jedem die Daumen und wünsche viel Glück und natürlich: Viel Spaß und gute Unterhaltung im Kino!

 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man gesehen haben, da selbst die nostalgisch-moderne Symbiose, die man derzeit mit Agatha Christie im Kino vollzieht, hier völlig neue Wege geht.

Die Story enthält alle typischen Merkmale ihres Schreibkönnens, punktet aber mit einem grandiosen Twist und vollzieht bis zum Schluss perfekte Filmkunst, die den Gang ins Kino sehr wohl rechtfertigt.

 

Nachspann
❌ muss man nicht zwingend aussitzen, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Crooked House
Length: 115 Min.
Rate: FSK 12

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Die heranwachsenden Generationen gehören nun langsam vollständig zu denjenigen, die weder den Krieg persönlich miterlebt, noch sich mit deren Thematiken auseinandergesetzt haben, um hernach in Gedenken an vergangene Fehler Vorwürfe und andere Unschönheiten zu Gehör zu bekommen, die von verschiedenen Seiten aus immer wieder gestreut und – zu Recht oder Unrecht – dem heute lebenden Volke vorgeworfen werden.
Ich finde, dieses Thema gehört zu denjenigen, die man am besten überhaupt nicht diskutieren sollte, weil daraus meist nur Streit, erboster Hass und Unverständnis bzw. Missverständnisse geboren werden, die den heutigen Frieden, der – zumindest in Deutschland – herrscht, maßgeblich stören.
Andererseits ist es zwingend erforderlich, sich mit solchen Gegebenheiten auseinanderzusetzen, um Dinge, wie sie damals passiert sind, zu verhindern und dafür Vorsorge zu betreiben, dass eben jene Fehler, in die man sich in der Historie unmissverständlich hineinmanövriert hat, nicht wiederholt werden.
Und wer in Geschichte im Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass sich Geschichte immer wieder wiederholt. Leider.
Weshalb dafür also nicht mal einen Film nehmen, der sich nicht mit Hitler auseinandersetzt, sondern geschichtliche Ereignisse aufgreift, die uns Deutschen aus einer Perspektive heraus erzählt werden, die keiner von uns in diesem Maße je gesehen oder vorgelesen bekommen hat? Gerade die Generation YouTube, der es egal geworden ist, was vor 50 Jahren war und die heute ihren Spaß haben und Bonuscoupons bei Billig-Massenwarenartikelverkäuferläden einlösen wollen, interessiert doch reichlich wenig, welche Gewissensbisse damals ein Mensch gehabt hat, hunderte von Menschen in den Tod zu schicken oder nicht.
Ginge es also um diese Themen – und wären diese historisch mehr als relevant – würde sich der Großteil doch längst abwenden und sich lieber mit der neuesten Folge aus Bibi’s Beauty Palace beschäftigen. Right?
Irgendwo schon. Es ist uncool, seine Freunde zu fragen, ob sie Bock hätten, mit in Churchill zu gehen. Wer sollte sich so etwas denn je anschauen, der auch nur ansatzweise Coolness und Style vorzuweisen hat?
Tja – mir ging es anfangs ähnlich und ich dachte auch: “Meine Güte, was da wohl auf mich zukommen würde, irgend ein Alter-Leute-Film, der sich wieder maßregelnd um den Krieg schert und Dinge erzählt, die eh jeder längst weiß und keiner mehr hören will.”
Macht nicht den Fehler wie ich und wendet euch von den Plakaten und Anzeigetafeln ab, die die Spielzeiten bekannt geben und für diesen Film werben. Mich hatte der Film ziemlich am Anfang bereits in der Tasche und auch, wenn man hier die britischen Wesenszüge sehr stark spürt und dafür empfänglich sein muss (was ich ebenfalls nicht sonderlich bin), so erhält man doch ein Werk, dass für mich hochgradig preiswürdig ist.
Teplitzky schafft es nicht nur, die Figur des Filmnamensgebers authentisch darzustellen und den seelischen Zwist auseinander zu flechten, sondern er erzählt auch von den ganzen Verstrickungen, Schwierigkeiten und Problemen, denen sich diese starken Persönlichkeiten seinerzeit stellen mussten. Dieser tiefe, emotionale Einblick in die Geschichte eines Krieges, den wir nur von der anderen Seite aus kennen, offenbart völlig neue Sichtweisen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Churchill ist also nicht nur das hervorragend ausgearbeitete Porträt eines Krieges, sondern auch das eines Menschen, dessen Inspiration, Stärke, Willenskraft und Zweifel, aber auch Mut, Courage, Antriebskraft und Schwäche deutliche Zeichen setzt, an denen man sich auch in unserer Zeit noch ein Beispiel nehmen kann.
Was für viele Briten bis heute ein leuchtendes Monument von Menschlichkeit ist, ist dieser Film im Wust der heutigen Filme: Ein glanzvolles Beispiel von sehenswertem Inhalt, das überall hingehört, außer in die Vergessenheit.

 
Nachspann
enthält keine weiteren Szenen.
Kinostart: 25. Mai 2017

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Normalerweise kommen die Sneak-Filme ja immer Montags auf den Schirm, da die Abstände zur tatsächlichen Kinoveröffentlichung allerdings oftmals bereits so kurz sind, dass die gezeigten Filme bereits in dieser Woche Donnerstag regulär ins Kino kommen, probiere ich jetzt einfach mal, die Sneak am Mittwoch zu veröffentlichen, so dass ihr euch vorab informieren könnt und direkt zum Kinostart schon auf dem Laufenden seid.
Verräter wie wir war diese Woche meine Wunsch-Sneak-Film und meine hohen Erwartungen an das Werk wurden mit ein zwei Abstrichen absolut erfüllt.

Bereits die Buchvorlage erhielt von aller Welt ja schon überwiegend positive Kritiken und genau diesem Niveau hat man sich bei der Verfilmung angeschlossen und mit Ewan McGregor und Stellan Skarsgard zwei Schauspieler ins Rennen geschickt, die diese hoch angesiedelte Professionalität wahnsinnig gut rüberbringen können.

Die Geschichte an sich ist spannend, unterhaltsam und außergewöhnlich und wird im Film mit top gestylten Bildern vor traumhafter Kulisse angereichert. Der Film ist sehr dialoglastig und überzeugt hierbei mit viel Intellekt. Skarsgards sarkastische Ader entspannt so manch angespannten Moment mit erfrischend-fluffiger und menschlicher Art innerhalb einer total verstrickten, teils angsteinflößenden Situation und bringt hier immer wieder Sympathie auf die Bildfläche.

Das Thema regt an, darüber nachzudenken, welche menschlichen Züge unsere Gesellschaft noch hat und zeigt, welche Werte die breite Öffentlichkeit gerne bereit ist, aufzugeben, wenn es um die Sicherheit des eigenen Lebens geht.

Wie oben erwähnt, mache ich hier aber auch ein paar kleine Abstriche. Zum einen hatte der Film für mich ein paar Längen, wo man sich unglaublich viel Zeit lässt, in der eigentlich nicht sonderlich viel passiert und die Geschichte insofern auch nicht vorangetrieben wird. Zum anderen – und das ist wohl der Buchvorlage geschuldet – kam für mich die “Auflösung” (wenn man so will) etwas zu früh und demnach schlittert man in ein Filmende, das eigentlich gar keins ist, allerdings ebenfalls nicht wirklich Potenzial liefert, um hieraus eine Filmreihe zu kredenzen. Damit stirbt ein wenig die Cineastenhoffnung auf Fortsetzungen oder eben eine wahnsinnig geile restliche Zeit mit dem Film. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

 

.kinoticket-Empfehlung: Verräter wie wir liefert eine neue Form von Geschichte eingepackt in wahnsinnig ästhetische Bilder auf glanzvollem Niveau.

Dialoge und Zusammenspiel der Hauptdarsteller ist herausragend, ihr Können gibt dem Film einen hochwertigen Touch, am Intellekt des Zuschauers wird nicht gezweifelt.

Dass der Film ein paar Längen hat ist entschuldbar, allerdings hätte ich mir ein etwas fulminanteres Ende gewünscht. Hier landet man etwas unsanft auf dem Eis nach einer wunderbaren Performance vorab.

Alles in Allem ist dieser Film jedoch sehr sehenswert und darf in der wöchentlichen Kinoplanung gerne die oberen Plätze der Wunschkandidaten einnehmen.

 

Nachspann
braucht nicht abgewartet werden, nach der Schwarzblende ist tatsächlich Schluss (auch wenn mir die Hintergrundanimation richtig gut gefallen hat ^^)

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Der Titel an sich ist ja bereits eine wunderbare Persiflage über die allseits aufkommenden Zombiefilme, die gerade ein Revival feiern, dass derartig überhand nimmt, dass man es bald nicht mehr sehen kann.
Dass nun überall einfach noch Zombies dazu kommen, gepaart mit dem Original Stolz und Vorurteil macht hier im Saal mal richtig Laune auf hohem Niveau. Das wunderbare Arrangement zwischen Romantik und Töten wurde hier so gekonnt ineinander verflochten, dass die Balance auf beiden Seiten immer gewahrt bleibt und keiner von beiden Interessenten zu jedweder Sekunde im Film enttäuscht von dannen ziehen muss: Sowohl Damen als auch Herren haben hier einen höllischen Spaß und können das Werk abfeiern, ohne dabei argwöhnisch die Augen zu verdrehen, wenn man mit Freundin wieder einer ihrer Schnulzen schauen respektive mit ihm wieder einer seiner brutalen Blutfilme durchleiden muss.
Wie die Herrschaften es gepackt haben, derart unterschiedliche Genres in ein einziges zu verwandeln und dann auch noch eine so gute Geschichte darum zu basteln, dass das Patchwork-Filmwerk als Alleinstellungsmerkmal dastehen lässt, ist mir bis heute ein Rätsel. Tatsache ist: Dieses unglaubliche Experiment funktioniert – und zwar erstaunlich gut. Es macht Spaß, den Helden bei ihrer Arbeit zuzusehen und in der Traumwelt der Romantik einzutauchen, während rund um einen rum einfach alles einstürzt.
Selten habe ich bei einer so ernsten Angelegenheit so viel Spaß im Kino erlebt und erst recht nicht nach dem Abspann so über das Nachfolgende so laut gelacht, wie hier: Wer sich mal etwas völlig Abwegiges anschauen möchte, einen einigermaßen harten Magen hat und im allerbesten Fall noch das Original kennt, der kommt hier richtig auf seine Kosten.
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Titel holt hier beide schon von ihren Plätzen ab: Leute, die Romantik mögen und Menschen, die solche Filme überhaupt nicht abkönnen.
Das Kunstwerk zu vollziehen, hier beide Klientel friedliebend im Kino nebeneinander vergnügt zu sehen, ist den Machern hier ausgesprochen gut gelungen. Hoffen wir, dass die restlichen Bücher dieser Reihe auch noch verfilmt werden, denn auf diesen Klamauk hätte ich ehrlich riesig Bock.

 
Nachspann
Sitzen bleiben … geiler kann ein Film kaum enden 😉

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