Familie

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© 2018 Twentieth Century Fox

 

Twentieth Century Fox hat für euch wieder fette Gewinne klargemacht, die unter diesem Beitrag verlost werden!

Agatha Christie dürfte selbst modernen Leuten ein Begriff sein: Mit über zwei Milliarden verkauften Werken im letzten Jahrhundert hat sie Maßstäbe gesetzt und zählt seither zu den erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen aller Zeiten.

Bislang wurde ihr Können in TV und Theater sowie auf dem Buchmarkt frenetisch gefeiert, doch komischerweise hat ihre Brillanz jüngst nicht mehr den Weg ins Kino gefunden. Also haben sich Produzent Joe Abrams und Produktionspartnerin Sally Wood hingesetzt und alle 66 Romane durchpflügt, die noch nie verfilmt wurden. Beide schrieben ihren Favoriten auf ein Stück Papier und zeigten es sich gegenseitig: Es war… Das Krumme Haus.

Was dann kam, kann sich jeder denken und gleichzeitig ab sofort in Deutschland auf den Leinwänden ansehen.

Und das Ergebnis kann sich sehr wohl sehen lassen: Man spürt, dass hier ein professionelles Verständnis guter Geschichten im Hintergrund wirkt und der Film auch überdeutliche Anzeichen der typischen Agatha Christie-Merkmale hat, die man aus ihren früheren Verfilmungen so kennt. Das Krumme Haus bringt aber nicht nur die jüngst neu verfilmte Nostalgie-Modernitätssymbiose wieder auf den Plan, die viele schon bei Mord im Orient Express geliebt haben, sondern führt tatsächlich auch beim Erzählstrang mal neue Blüten aus, die traditionelle Leser ebenfalls etwas fordern und somit eben nicht den typischen Baustein klassischer Literatur in sich tragen, sondern mit trickreichen Wendungen punkten und somit ein Spannungselement auf die Leinwand schießen, das viele in solchen Filmen oft vermisst haben.

Dies stieß bei einigen Presse-Vertretern sauer auf und war einer der Punkte, der mir besonders gefallen hat, weil man ein Überraschungsmoment erlebt, das in so einer klassischen Tradition nahezu ausgeschlossen erscheint. Womöglich wurde aus diesem Grund dieser Stoff bislang filmisch nicht angetastet.

Man begeht auf jeden Fall einen Fehler, wenn man sich das Ergebnis nicht auf der großen Leinwand besieht. Und damit das für einige noch etwas leichter wird, gibt‘s hier und heute nun das große…

 

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox hat mir nämlich 5×2 Freikarten sowie 5 Kinoplakate für Das Krumme Haus zur Verfügung gestellt, die ich unter allen Kommentatoren dieses Beitrags verlose.

Um teilzunehmen, beantwortet bis einschließlich Freitag, 7. Dezember 2018 die folgende Frage in den Kommentaren und gebt dabei eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich im Gewinnfalle eure Adressdaten abfragen kann, um euch den Gewinn postalisch zukommen lassen zu können.

Welche Werke von Agatha Christie kennt ihr, habt ihr gelesen, im Theater gesehen oder im Fernsehen geschaut und gibt es evtl. sogar Bücher, die ihr gerne in den kommenden Jahren verfilmt sehen möchtet?

Unter allen Kommentaren entscheidet das Los über die Gewinner/innen. Eure Daten werden nur von mir persönlich ausgewertet und zur Sendungsübermittlung verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Ich drücke jedem die Daumen und wünsche viel Glück und natürlich: Viel Spaß und gute Unterhaltung im Kino!

 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man gesehen haben, da selbst die nostalgisch-moderne Symbiose, die man derzeit mit Agatha Christie im Kino vollzieht, hier völlig neue Wege geht.

Die Story enthält alle typischen Merkmale ihres Schreibkönnens, punktet aber mit einem grandiosen Twist und vollzieht bis zum Schluss perfekte Filmkunst, die den Gang ins Kino sehr wohl rechtfertigt.

 

Nachspann
❌ muss man nicht zwingend aussitzen, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Crooked House
Length: 115 Min.
Rate: FSK 12

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So viel Zeit
© 2018 Universum Film GmbH

 

So viel Zeit vereint augenscheinlich so ziemlich alles, was in Deutschland Rang und Namen hat und in der Filmbranche irgendwelche Erkennungsmerkmale aufweist. Nicht umsonst sind zwei namhafte Fernsehmogule (ARD Degeto und Sky) maßgeblich in die Produktion involviert.

Genau hier liegt in meinen Augen auch das Problem: Man hat als Leader der deutschen TV-Gesellschaft und Botschafter-Beauftragter endlich mal die Chance, zu zeigen, was man auf dem Kasten hat und wie man eben doch alle Genres und Altersklassen bedienen kann und macht? Wieder nur Musik für die Alt-Generationen und weicht dabei kein Stückchen in die jugendliche Vitalität ab, sondern beschäftigt sich wieder nur mit der abgehalfterten Sterbebett-ZDF-Fraktion, die man in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten so gerne bedient. Dabei wäre die Szenerie prädestiniert dafür gewesen, endlich seine Fühler in jüngere Gefilde auszustrecken und damit der gesamten Bandbreite die Hand zu reichen.

Und ja, es ärgert mich maßlos, dass dieser Geniestreich gar nicht versucht wurde. Also bleibt nur, sich auf die Oldies zu konzentrieren und das Werk auch nur innerhalb der Grenzen des Altersheims zu bewerten.

Beschränkt man sich auf diese Zielgruppe, ist der Film durchaus sehr brauchbar, wandlungsfähig und fährt auch mit einigen Geschützen auf, die durchaus wert sind, dass man sich aus seinem Sesselchen erhebt und den beschwerlichen Weg in den großen, kalten Kinosaal antritt, weil Fernsehen dem hier fast nicht mehr gerecht werden kann, da man ein gewisses Niveau erreicht und auch etwas zu erzählen hat, wofür selbst mir die ARD dann auch wieder zu schade wäre.

Immerhin zählen die auf dem Plakat genannten Schauspieler mittlerweile quasi zum Portfolio deutschen Kinos und gehören nunmal nicht nur in die 22:00 Uhr-Schiene eines Oldie-Senders, wenn es der Film je auf so eine frühe Ausstrahlungszeit schaffen sollte.

Ich für meinen Teil hab ihn mir sogar 2x im Kino angeschaut, und das nicht nur, weil ich Jürgen Vogel mag und sein Schauspiel sehr schätze.

 

.kinoticket-Empfehlung: Verhält sich leider genauso altbacken, wie man es von der ARD erwarten würde und verpasst somit die sensationelle Chance, endlich ein jüngeres Publikum für das Schaffen der GEZ-Mogule zu begeistern, was bei dieser Steilvorlage problemlos möglich gewesen wäre.

Abseits davon hat dieser Film genug zu erzählen, um wirklich im Kino und nicht nur im TV beschaut zu werden, denn er fährt mit einigen Cast- und Plotüberraschungen auf und liefert auch sonst ein solides Bild ab – dass halt leider den Sprung in die Jungvitalität verweigert.

 

Nachspann
❌ aufstehen, rausgehen – dann macht man auch hier glaube ich alles richtig.

Kinostart: 22. November 2018

Original Title: So viel Zeit
Length: 100 Min.
Rate: FSK 6

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Juliet Naked
© 2018 PROKINO Filmverleih GmbH

 

Ich sitze wieder einmal da und weiß nicht recht, was ich über diesen Film erzählen soll, ohne euch etwas zu verraten: Das Schwierige ist, dass er weder gut noch schlecht ist und auch kein Mittelmaß als Aussage dafür herhalten könnte, denn alles trifft gleichermaßen zu und auch nicht zu.

Juliet, Naked hat definitiv seine Momente und ich stelle es mir als Buch irre toll vor, die Verstrickungen und bösen Anwandlungen machen sicherlich Lust, das zu lesen, aber als Film kommt er nicht wirklich aus sich heraus und bläst so richtig den Comedy-Marsch, den man erwarten würde, wenn man die Sprüche vom Coverplakat durchliest.

Er ist da, er hat wirklich seine vor Komik rührenden Situationen, die stellenweise auch wirklich zum Lachen herausfordern, aber alles schwankt dann zu sehr hin und her und hat irgendwie keinen richtigen Bestand. Man möchte gleichzeitig elitär wirken, die ältere Generation mit seichter Unterhaltung beschäftigen und setzt verschiedene Anhaltspunkte für Personenkult an, die wiederum ein ganz bestimmtes Klientel ansprechen sollen und rudert sich dann mit der Story in Gewässer, in denen man schier die Kontrolle über das Geschehen zu verlieren scheint und einfach alles nur noch so dahin schwappt. Es ist kein klares Ziel mehr erkennbar, die Komik verschwindet irgendwie in kitschiger Roman-Fließbandarbeit und am Ende hat man einen Film, der da ist – den man aber auch wieder vergessen könnte. Und sicherlich in 10 Jahren dann auch endgültig hat.

Dabei sind die Schauspieler aber eigentlich gar nicht schlecht und auch die Ideen gar nicht übel – nur an der Umsetzung hapert es halt gewaltig.

 

.kinoticket-Empfehlung: Man muss genau diese Erzählart lieben, um mit dem Film warm zu werden.

Der hat seine Momente, büchst aber nie daraus aus, sondern schippert dann zum Ende hin einfach ziellos hin und her, ohne auf etwas wirklich hinaus zu wollen. Und das zerstört das eigentlich gute Prinzip, das man anfangs inszeniert.

 

Nachspann
✅ Ja, nicht gleich raus springen, hier kommt noch ein kleines Video.

Kinostart: 15. November 2018

Original Title: Juliet, Naked
Length: 105 Min.
Rate: FSK 0

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Kennt ihr das, wenn jemand bockwütend im Zimmer steht, schnaubt und ächzt und ihr fragt: “Is was?” und diese Person euch antwortet: “Nö, alles gut.”?
Wenn offensichtlich ist, dass was ist, und man geradewegs ins Gesicht gelogen kriegt, obwohl man einfach die Wahrheit sagen könnte und somit die Probleme aus der Welt schaffen?
Und man dann dasteht und einen unbändigen Hass oder Gleichgültigkeit auf diese Person kriegt, weil sie die Dinge nur unnötig verkompliziert und ins Lächerliche zieht, statt aktiv an dem Problem zu arbeiten und es mit einem Fingerwisch ins Nirvana zu katapultieren?
Genau diesen Hass löst Alles ist gut als Film in mir (und einigen anderen ebenso) aus. Die Idee ist simpel: Ein Team junger Filmschaffender sitzt in einem Raum und fragt sich: Worüber können wir denn mal drehen?
Die Medien brüllen laut aus allen Poren: #metoo, #metoo, #metoo und die Filmschaffenden jubilieren und eröffnen das Feuer auf die moderne, männerhassende Welt, in der Individuen männlichen Geschlechts als Dreck und Abschaum beschimpft werden, einfach nur weil sie männlichen Geschlechts sind.
An dieser Stelle sollte ich wahrscheinlich schon mal vorsorglich zynisch applaudieren und der modernen Frauenbewegung meine herzlichen Glückwünsche aussprechen, ihr habt es tatsächlich geschafft, diese Welt wahnsinnig zu verbessern und zu wesentlich mehr Frieden und Miteinander beigetragen! Großartiges Kino!
Fakt ist nämlich: Dieser Film in seinem Fail-Whale-Verhalten projiziert genau die Probleme, die die moderne Gesellschaft mit Emanzipation, Frauenrechtsbewegungen, #metoo und anderem (mittlerweile) Quatsch hat: Angeblich wurde ja bereits alles vor der großen #metoo-Erleuchtung geschrieben und gedreht. Trotzdem versagt der Film in meinen Augen auf allen nur erdenklichen Ebenen.
Man castet eine junge Frau, die dominant, aufrecht, selbstsicher und charakterstark ist, packt sie in eine klassisch-klischeetriefende Opferrolle hinein und lässt sie jeglichen Seelendummfug anstellen, der einem nur aus den Fingern gesogen werden kann. Ihre Darstellung ist sowas von unlogisch, überzogen, dämlich und unglaubwürdig, dass es einem eigenständig sämtliche Fußnägel auszieht und Fingerkuppen von selbst brechen lässt. Facepalmen ist angesagt – und zwar fast schon sekündlich!
So viel abartige Dummheit, über die man sich wenige Sekunden später dann männeranklagend beschwert, habe ich selten auf einem Haufen gesehen. Ihr werden hunderte, tausende, ja millionenfach immer wieder Angebote vor die Füße geschmissen, um andere Ausgänge dieser Story zu produzieren und sie weigert sich vehement dagegen, ihre offensichtliche Charakterstärke dafür einzusetzen, tatsächlich einfach diese starke Frau zu sein, statt rumzuheulen und zu meinen “Nö, alles gut” und dann medienlastig als ein schwer gebeuteltes Opfertier zur Schlachtbank geführt zu werden und zu “offenbaren”, wie böse die bösen bösen Männer doch alle sind.
Hau ihm halt eine rein? Tritt ihn? Wehr dich? Geh nicht wieder zu ihm zurück? Schmeiß ihn aus deiner Wohnung? Lad ihn gar nicht erst zu dir ein? Geh in die obere Etage, in der du mit der Kamera kürzlich erst durchspaziert bist und lass ihn nicht die Treppe rauf? Hau ihm ins Gesicht? Tritt ihm in den Bauch? Geh selbst auf die Straße und damit aus der Situation raus? Lass es gar nicht erst zu, dass was passiert? Renn weg und stell nicht teilnahmslos irgendwelche dummen Fragen? Nimm das Angebot an, das dir unzählige andere hinterher anbieten und erzähl einfach, was los war und mach daraus eine Sache von Wahrheit und kein Schweigen und hinterher, wenn alles viel zu spät ist, rumheulen und auf völlig blödsinnige Weise nach “Gerechtigkeit” zu schreien, die völlig unangebracht, unrechtens und illegal ist?
Du bist sowas von blöd und dämlich und das hat auch überhaupt nichts mit Hilflosigkeit oder falschem Verständnis in der Gesellschaft zu tun, sondern ist schlichtweg einfach nur dumm und dumm und dumm!
Und sowas regt mich maßlos auf! Und dass dann irgendwelche Heinis noch daherkommen und erzählen, dass dieser Film die #metoo-Debatte auf den Punkt bringt, zeigt eigentlich nur, dass keiner dieser modernen Bioanbeter verstanden hat, worum es eigentlich gehen sollte. Sorry, sowas gehört fast schon verboten!
Dieser Film bringt überhaupt nichts auf den Punkt, sondern zeigt offen und für jeden erkennbar, welches Problem diese ganze Frauenrechtsdebatte hat: Sie führt sich selbst ad absurdum, indem eben nicht echte Vergewaltigungsszenen beleuchtet oder tatsächliche Opfer zu Wort gebeten werden, sondern irgendwelche Möchtegerne eine Plattform bekommen, auf der sie ungestraft über alles und jeden herziehen können, der ihnen gerade nicht in den Kram passt und das dann unter dem Deckmantel des #metoos verstecken und Menschen für Dinge büßen lassen, die an sich überhaupt keine Straftat sind.
Dass dabei den echten Opfern die Brisanz und grandiosen Möglichkeiten zur Findung wahrer Gerechtigkeit ganz nebenbei mit entzogen werden und diese nach Gerechtigkeit schreienden Monster dafür verantwortlich sind, dass wahre Opfer im tosenden Sturm der Entrüstung sang- und klanglos untergehen, dafür wird a) niemand zur Rechenschaft gezogen und b) interessiert’s auch keinen weiter, hauptsache, man dreht den Spieß jetzt einfach um und wehrt sich mit Unterdrückung und wüster Beschimpfung und Hasstiraden und Beil und brennender Fackel gegen das männliche Geschlecht um am Ende die selben Probleme wieder zu haben: nur umgekehrt.
Rache. Blutrünstige Rache war schon immer DAS Mittel der Wahl, um hier auf Erden das Himmelreich entstehen zu lassen. Man nehme: Gleichgültigkeit, forciertes Fehlverhalten und lehne jede Möglichkeit zur vernunftbasierten Klärung offensichtlicher Tatbestände vehement ab. Dann hat man wenigstens einen selbst herbeigezauberten Grund, sich zu beschweren.
Und weil grad alle so wahnsinnig toll mitwolfheulen, passt’s doch wunderbar in diese Zeit mit rein und mit dem Thema hat man sogleich einen “Nerv der Zeit getroffen”, der nur mit Filmförderung und Subvention unterstützt werden kann – immerhin geht’s um Frauenrechte!!!
Wer Zynismus in meinen Worten findet, darf ihn behalten oder auf Internetplattformen versteigern. Sorry – bei aller Liebe, aber so nicht!
Wenn man schon in so eine Schiene möchte, dann bitte auf glaubwürdige Art und Weise und nicht mit einer Darstellerin, die genau das Gegenteil von dem verkörpert, was sie in ihrer Rolle eigentlich aussagen möchte und ohne die dämlichen forcierten Anti-Möglichkeiten, die sie mit Leichtigkeit hätte ergreifen können, um aus der Situation eine gänzlich andere zu machen: Das ist nichts weiter als pure Verarsche, die im Wahnsinn des Gerechtigkeitsaufschreis einfach nicht zur Kenntnis genommen wird, aber alle verarscht ihr damit eben nicht automatisch.
Und die Gesellschaft täte gut daran, eben dies auch zu erkennen. Das heißt nicht, dass ich hier eine Lanze für Männer breche, das heißt nur, dass in diesem Film das dümmste anzunehmende Beispiel gewählt und ausgebrütet wurde, dass man auf diesem Planeten finden konnte und dass mich dieser Schwachsinn so überhaupt nicht überzeugt hat.
Und wie schon erwähnt: Ich steh damit nicht alleine da. Dieser Film hat unbändige Diskussionen ausgelöst und noch ein paar Pressevorführungen weiter wurde immer noch hitzig darüber diskutiert – wenn das das Ziel war: Erreicht. Etwas für die Frauen zu unternehmen: Kläglich versagt!
Also Finger weg von diesem Mist und lieber selber vorher das Hirn einschalten, dann wird’s auch was mit der besseren Welt, von der alle träumen.
 

.kinoticket-Empfehlung: So einen unfassbaren Schwachsinn hab ich selten erlebt: Man forciert genau wie in der Gesellschaft auf stupide Weise eine charakterstarke Lady in eine herbeigezauberte Situationen, aus der sie sich angeblich nicht selbst befreien kann und am Ende leider leider das großartige Opfertierchen wird, vor dem sich alle Welt verneigen sollte.
Wenn das der Versuch für mehr Gleichberechtigung und härtere Bestrafung für männlichen Trash sein soll, dann ist’s leider tierisch in die Hose gegangen. Und diese Windel wird euch niemand freiwillig wechseln, aus der Scheiße müsst ihr euch schon selbst wieder rauskämpfen.
Also lasst die Finger davon, überlegt selbst und stellt fest: Alles, was im Film passiert, hätte einfach nicht sein müssen, wenn an winzigen Stellschrauben gedreht worden wäre, was keinerlei Anstrengung und Aufwand bedeutet hätte, sondern einfach nur eines gewesen wäre: Vernünftig. Und nein, sie hätte dafür auch nicht ihren Charakter eingebüßt, sondern alles wäre am Ende tatsächlich einfach “gut” gewesen.
Aber mit Debatten lebt sich’s ja einfacher, gell?

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, der macht’s auch nicht besser.
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Alles ist gut
Length: 93 Min.
Rate: FSK 12

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Beim Originaltitel Crazy Rich Asians denkt unsereiner im schönen Europa ja erstmal “Was für ein Schmarren” – und wendet sich, sofern keine Liebe zum asiatischen Kino vorhanden ist, elegant zur Seite.
Aus dem Grund hat man den Filmtitel auch geändert um dieser Fehlentscheidung ein wenig entgegen zu wirken, denn dieses Ding mischt zwar im “Wir möchten den asiatischen Markt erobern”-Feldzug mit, zählt aber zu den Titeln, die auch jeder Europäer einmal gesehen haben sollte.
Und ganz ehrlich: Der Film ist richtig gut! Das ganze Kino hat sich während der Vorstellung den Arsch abgelacht und seinen Heidenspaß dabei. Interessanterweise löst weder der Titel, noch das Plakat noch der .trailer eben dieses Gefühl aus, was ich bei einigen Probanden mittlerweile getestet habe. Einerseits erzählt man im .trailer wieder die halbe Geschichte, ohne dabei jedoch auf das Wesentliche zu kommen, andererseits hab ich zur Zeit das Gefühl, man hat generell kein Interesse mehr daran, gute Filmtrailer zu machen, sondern lässt einfach so per Zufall KI entscheiden, welche von den Szenen jetzt in den .trailer sollen.
Zumindest ist mir das schon häufiger begegnet, dass die Vorschauen sowas von selten dämlich waren und der Film hintendran dann richtig gut.
Crazy Rich macht hier keine Ausnahme und ist überhaupt nicht das, was man im Vorfeld vielleicht vermuten würde – und vor allem nicht, was man im .trailer verspricht, sondern einfach ein Film, der eine wunderbare Story erörtert und dabei auch noch eine wunderbare Moral in sich trägt, die sich im Laufe der Spielzeit gänzlich entfaltet.
Diese Pointe tut einfach nur gut und man spaziert am Schluss wieder aus dem Saal und hatte ein richtig gutes Filmerlebnis.
 

.kinoticket-Empfehlung: Begrabt eure Vorurteile und gebt diesem Titel eine Chance, er hat es echt verdient!
Hier schlummert wesentlich mehr unter der Decke, als anfänglich angenommen, was weder Plakat, noch .trailer offenbaren. Erst im Film merkt man, dass die Entscheidung zum Kauf eines .kinotickets eigentlich doch gar nicht verkehrt war und hat hinterher das Gefühl, etwas richtig gemacht zu haben – geht rein!

 
Nachspann
✅ ist ziemlich cool animiert, hält zwar keine weiteren Szenen bereit, aber betört durch geile Grafik.
Kinostart: 23. August 2018

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Buchverfilmung: 98% derer, die das Originalwerk gelesen haben, fühlen sich also schon mal angepisst. Ich lese nichts, von dem ich glaube, dass es verfilmt werden könnte, um mir den Filmspaß nicht zu verderben, ergo hatte man mich spätestens nach 3 Minuten und dem ersten Song.
Ja, ich hab eine Schwäche für American Country Music und kann mich an unzählige Nächte erinnern, in denen ich eben jenen Klängen gelauscht habe und meine eigenen Vorstellungen davon hatte.
Und yes, die Umsetzung davon ist dermaßen bombastisch, dass einfach jeder davon begeistert sein muss – einfach, weil im Film dazu alles passt! Farben, Klänge, Publikum, Sound, Kamera, Technik im Hintergrund, Abmischung: Die Songs sind dermaßen geil, dass sie den Film fast allein schon retten.
Gleiches gilt für die Technisierung rund um den Film: Die Crew im Hintergrund hat großartige Arbeit geleistet – und zwar bis in die kleinsten Ecken: Selbst die Casting-Geschichte, die sich über Wochen hinzog, weil man tatsächlich sehr anspruchsvoll auswählen musste, hat hier erstklassige Arbeit geleistet und Leute auf die Bühne geholt, die man von außen vielleicht nicht gleich kennt, die aber in meinen Augen perfekt ausgewählt wurden, um ihren Rollen im Film zu entsprechen.
Mankos? Die Inhalte. Man mag sich über die Moral solcher Filme streiten und ich mag sie aufgrund meiner Spoilerfreiheit jetzt hier auch nicht einzeln zerpflücken und aufschlüsseln .. und meinetwegen, es ist okay, wenn man derart in eine Geschichte packen will und die Leute dazu “bekehren”, auch wenn alles in Love-Liebe und Schnulze ertrinkt.
(P.S: Don’t forget the songs: Die retten wirklich alles!!!)
Die Handlung an sich (Buchvorlage => Gebt also der Autorin die Schuld) ist allerdings derartig kitschig und unglaubwürdig, dass ich sehr gut verstehen kann, wenn dieser Film gemischte Kritiken vom Publikum erntet: Und die fielen in der Sneak Preview tatsächlich super ausgewogen aus – zu etwa gleichen Teilen gut / mittel / schlecht, was meiner Meinung nach absolut zu diesem Film passt, je nach Gewichtungsgrundlage.
Mein Kinobuddy meinte noch: “Warum verschleudert man so viel großartiges Potenzial an so einen mistigen Plot?” – und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Wer sich wieder einmal richtig in einen Milchbubi verschießen will, oder die weibliche Riege voll auskosten, wer auf gemütlichen Südstaaten-Flair steht oder in Musikwelten abtauchen möchte ohne dabei den trockenen Knuspermüsli-Effekt einer Dokumentation ertragen zu müssen, wer abartig geile Songs genießen und in den erstklassigen Kinoboxen zum Besten gegeben haben möchte, der darf in den Film – und wird ihn lieben.
Wem’s um Story geht und wer da ein paar Ansprüche erhebt, wird gnadenlos enttäuscht und wer beides zu gleichen Teilen wertet, wählt am Ende eben “mittel”.
Ich bin gespannt, was ihr zu dem Titel sagen werdet, ich werde (ob der grandiosen Musik!!!) wohl noch einmal reingehen und mir die Show erneut antun … denn davon hätte ich gern unsäglich viel mehr!
 

.kinoticket-Empfehlung: Die Musik!!! So etwas großartiges, mitreißendes und absolut exzellent ausgeführtes gehört durch ein Kinobesuch belohnt!
Der Rest vom Film stimmt auch absolut, bis auf den tragenden Teil der Geschichte: Der ertrinkt im süffisanten Südstaaten-Heimatschmonzetten-Kleinbürgertum und kann von Plotversessenen wohl kaum wegignoriert werden.
Wer sich jedoch dafür entscheidet, den Film zu sehen, der sollte es solange tun, solange er im Kino läuft, danach ist auch der absolut rettende Teil der Musik “im Arsch”. Also sagt ja und geht ins Kino, oder lasst es ganz bleiben.

 
Nachspann
❌ abwarten lohnt nicht, man darf gerne rausspazieren.
Kinostart: 16. August 2018

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Italiens Star-Regisseur Gabriele Muccino kümmert sich um die Familie und erschafft mit seinem neuen Film Zuhause ist es am schönsten ein bildgewaltiges Werk, dass die wunderbaren und gleichzeitig landestypischen Merkmale der Familie offenbart und im Rahmen von idyllischer Kulisse alle möglichen Facetten der Menschen zum Vorschein bringt.
Was man hier definitiv braucht, sind starke Verbaldrahtseil-Nerven, denn die Latenzzeit zwischen den einzelnen Worten ist quasi kaum vorhanden. So zeitgeballte Ausdruckskraft und italienisches Temperament kennt man zwar aus zahlreichen Vorurteilen über dieses Land, dass dies jedoch gleich so “schlimm” ist, hätte selbst ich nicht gedacht.
Was mich an dem Streifen fasziniert hat, war das Zusammenspiel der optischen Reize, denen man als Zuschauer ausgesetzt wird, dem “Abgeschiedensein” in wundervollem Ambiente sommerlicher Gefühle und dort drin dann die düstersten Machenschaften menschlicher Existenz zum Vorschein zu bringen und all das quasi fast schon als “Sozialexperiment” auf der Leinwand zu durchleiden. Dieses illustre Gegenspiel guter und negativer Emotionen und die subtile Ironie, die man hier mit viel Detailgetreue in die einzelnen Partien dieses Emotionsballetts gelegt hat, sind ohne Frage faszinierend.
Und damit trifft Muccino den Kern der Sache und nennt die Dinge quasi beim Namen: Denn genau das ist Familie. Weg mit der trügerischen Falschheit der Schönheit und absoluten Liebe und Ruhe, die uns die Werbung immer vorgaukelt, hier werden die Dinge beim Namen genannt und es artet aus, was immer ausarten kann und damit erschafft man ein realistisches Abbild, dass eben nicht still und leise die ungemütlichen Parts verschweigt und facebookgleich nur die tollen Momente des Lebens widerspiegelt und damit eine verzerrte Wahrheit zur Tugend erklärt.
Wer jetzt meint, er müsse diesen Film nicht besuchen, weil seine Familienfeiern schon schlimm genug sind, der irrt: Das ist keine Streit-Parade, in der jeder jeden nur angiftet, sondern tatsächlich ein Film, der sich dennoch innerhalb der Unterhaltungsnormen bewegt und zu einem diskutierfreudigen Abend als Anregung gelten kann.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man sollte sich vielleicht ein klein wenig tonfrei und definitiv gestückelt beim .trailer bedienen, um eine endgültige Entscheidung für diesen Titel treffen zu können, jedoch nicht den vollen .trailer schauen, da hier dann schon zu viele Twists verraten werden würden.
Ölt vorher eure Ohren und macht euch auf ein Verbalgewitter gefasst, dass sowohl zum Lachen als auch zum Facepalmen anregt: Dieser Film weckt Emotionen und wirbelt sie wunderbar umher, so dass man hinterher geistig erfrischt und mit neuen Impressionen gesegnet wieder ins Leben entlassen wird.
Achja: Die Kulisse ist den Film auf jeden Fall wert.

 
Nachspann
❌ aufstehen, rausgehen, das Leben genießen und die Familie dabei nicht vergessen 😉
Kinostart: 02. August 2018

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Auf den Werbeplakaten wird von dem “nächsten großen Blockbuster nach Avengers: Infinity War” gesprochen und wahrhaftig hab ich mir schon seit einiger Zeit meine lieben Gedanken gemacht, wie man dieses monströse Meisterwerk jetzt noch toppen und daraus etwas erstrebenswert Sehenswertes machen möchte. Und mich immer wieder mit den Worten beruhigt: “Es ist Marvel – die wissen seit langem ganz genau, was sie tun.”
Und so ist es. Klar schiebt die PR-Abteilung irgendwelche .trailer außer Haus, klar muss man irgendwo anfangen, die Leute wieder zu ködern, aber das wäre in meinen Augen gar nicht nötig gewesen, weil da längst nicht aufgefahren wird, was der Film letztendlich liefert: Das pure Vergnügen und so einen gigantischen Plot, dass die Leinwand sich förmlich auflöst und man vergisst, dass man auf dieser Welt und dazu noch in irgendeinem Kino sitzt.
Man ist mittendrin. Seit langem ist klar, dass Marvel weiß, wie 3D richtig zu funktionieren hat. Und seit langem ist klar, dass Marvel-Filme nicht zu der Spezies gehören, die entweder mit grandiosen Effekten ODER mit einem vergötterbaren Plot daherkommen, sondern die Macher wissen beides perfekt miteinander zu verschmelzen und werfen damit genau das auf den Screen, das ich bei Jurassic World: Das gefallene Königreich erwartet und gewünscht hätte.
Es ist der Hammer! Der zweite Teil dieser Mini-Filmreihe innerhalb des MCU heimst natürlich automatisch die Vorschusslorbeeren durch den perfekten Cast und die irre geile Zusammenstellung von Charakteren ein und wieder einmal hat man so überhaupt nicht das Gefühl, dass hier mit Ach und Krach weiter gevögelt wurde, sondern der Humor quillt förmlich aus allen Ritzen und man spürt überdeutlich, wie viel Freude die Darsteller bei ihrem Tun hatten.
Der damals von mir beklagte Was-sollen-wir-eigentlich-noch-hier, den man in Avengers – Age of Ultron noch deutlich spüren konnte, ist längst weg. Er wurde schon vom ersten Ant-Man dahingerafft. Dieser neue Charakter entpuppt sich langsam als Neuentdeckung der Coolness eines Tony Stark, was durchaus geschichtliche Konsequenzen haben dürfte, da die ganze Stammhorde ja nun durch Infinity War leicht angekratzt ist und man hier jetzt Geschütze auffährt, die das Fortbestehen von Gänsehautmomenten im Kinosaal garantieren dürften.
Ja, ich steh auf ihn. Ja, mir sagt diese Form des Humors absolut zu. Ja, Marvel fährt wieder in Hochform auf und lässt sich überhaupt nichts davon anmerken, dass jeder meinte, nach dem Vorgänger ist jetzt Schluss, weil das Ding nicht mehr zu toppen wäre.
Und es ist bezeichnend, dass gerade die “Kleinsten” ganz groß werden.
Mein Rat an alle, die Filme mögen, ist daher: Scheiß drauf, was die .kinotickets kosten, scheiß drauf, ob ihr Zeit habt oder nicht, scheiß drauf, was ihr von Vorgängerteilen hieltet oder welche Aversionen ihr gegen amerikanisch produzierte Blockbuster-Monster hegt: Gönnt euch Ant-Man and the Wasp in 3D im größten Kino weit und breit, dass ihr finden könnt und habt dabei genauso extrem viel Spaß, wie ich es bereits hatte.
Wirst du ihn dir nochmal ansehen?” wurde ich nach der Pressevorführung gefragt.
Jeder freie Filmslot ist für Ant-Man and the Wasp reserviert.” Natürlich werde ich ihn mir nochmal ansehen. Und nochmal. Und nochmal. So oft ich eben kann und so lange das Ding in den Kinos läuft. Und wenn ihr genau das tut … und dann bis ganz zum Schluss sitzen bleibt … dann werdet ihr von allein verstehen, warum.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wenn einer der Kapital-Giganten kapiert hat, wie man ordentliches Kino produziert, dann die Marvel Studios.
Verdient Kohle damit, so viel ihr wollt. Lasst euch von nichts und niemandem reinreden und macht einfach weiter mit dem, was ihr die ganze Zeit schon tut. Never change a running system. Und an Disney: Lasst Marvel einfach tun und schreibt ihnen nichts vor. Besser als jetzt wird es nicht! Die Jungs und Mädels garantieren dafür, dass auch große Produktionen mit Geist und Hirn gefüllt sein können und das Wörtchen “Blockbuster” nicht automatisch mit “Plot-Rohrkrepierer” zusammenhängt. Diese Eleganz, mit der man sich hier durch die infantil-wunderschönen Comedy-Momente schlängelt und dabei das ganze Equipment menschlicher Emotionen durchpflügt, ist einzigartig in der Filmwelt zur Zeit und ich bete und hoffe, dass dies zu meinen Lebzeiten für immer so bleiben möge.
Steht Marvel drauf, ist Gutes drin! Einfach drauf verlassen und reingehen!

 
Nachspann
✅ Es ist ein Marvel. Also ja. Und zwar bis ganz zum Ende!
Kinostart: 26. Juli 2018

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Wir sind wieder im deutschen Kino und man findet auf der Leinwand diesbezüglich fast alles, was hierzulande Rang und Namen hat – zumindest, wenn man die aktuellen Teenie-Stars mal so durchforstet. Dementsprechend kratzt man auch wieder an meiner heiß geliebten Theatersprache und beordert meine Fav-Stars gleich mal in den Keller, weil man so einfach nicht spricht. Aber was soll’s.
Samuel Finzi dürfte meinen Lesern aktuell noch aus HERRliche Zeiten in Erinnerung sein und wenn ich euch jetzt verrate, dass sein vorheriges Projekt Hot Dog war, dürfte jeder wissen, wie meine Sympathien um diesen Darsteller stehen und mit welchen Gefühlen und Erwartungen ich diesen Film begonnen habe.
Die Startvoraussetzungen sind also unterirdisch und genau da setzt wohl auch der Plot an, der – zu meiner großen Überraschung – zwar von vielen kleinen filmischen Gemeinheiten gebeutelt wird, sich daraus aber extravagant empor kämpft und dem Zuschauer, im speziellen dem Zielpublikum, eine wahrhaft sehenswerte Story vorbeibringt, die von Moral und guten Vorbildern geprägt ist und gleichsam durch seine Ungewöhnlichkeit ungemein viel Spaß bereitet.
Wer jetzt mit Anstand und Konservativismus ankommt, so von wegen “Teufel”, “Dämonen” und “Das ist nichts für Kinder, schon gar nicht für meine”, darf diese Vorurteile gerne sofort wieder einstecken, denn davon ist im Film rein gar nichts zu sehen. Schaut euch ein Profilbild des Darstellers an, dann seht ihr alles, was an “Teufelsfratze” im Antlitz erstrahlt – die Kindertauglichkeit ist demnach also gewährleistet.
Vielmehr finden die diabolischen Streifzüge eher in den Handlungen statt, wobei hier angemerkt werden darf, dass der Alltag in deutschen Schulen wohl oftmals wesentlich boshafter ist, als auf der Leinwand gezeigt. So mag wohl auch manch einer die Überschwänglichkeit der guten Seite anzweifeln, die jedoch im Rahmen des Films meiner Meinung nach super ausgelotet dargestellt wurde und fast wie der sprichwörtlich trockene Schwamm vorbildhaftes Verhalten an die Tagesordnung bringt, die unserer Gesellschaft in Teilen heute so arg fehlt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist schon bezeichnend, dass man erst in die Hölle hinabsteigen muss, um moralisch-ethisch vertretbares Handeln zu finden, was metaphysisch betrachtet schon wieder ein glanzvolles Beispiel zum derzeitigen Zustand unserer Welt offenbart.
Das alles in einen kinderfreundlichen Film verpackt, der wieder ehrbares Verhalten lehrt und dabei noch wunderbar unterhält, ist Inhalt dieses Films. Familientaugliche Kost, die gerne im Kino konsumiert werden kann – wer danach noch mit den Kids über das Verhalten der verschiedenen Charaktere spricht, hat pädagogisch alles richtig gemacht! Top!

 
Nachspann
✅ Ist zwar nicht sonderlich wichtig oder Story-vorantreibend, aber es werden alle Figuren nochmal schön bebildert gezeigt.
Kinostart: 28. Juni 2018

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Christian Clavier kennt man hierzulande wohl am besten aus Monsieur Claude und seine Töchter. Später kam noch Nur eine Stunde Ruhe! ins Kino, der aber an der großen Allgemeinheit leicht vorbeigesegelt ist und in dem er meiner Meinung nach die großartigere Rolle gespielt hat, als in dem Vorgänger. Natürlich hat er noch viel mehr Werke auf dem Kasten, die teilweise aber sehr weit in der Zeit zurückreichen und somit von keinem Jugendlichen mehr als selbstverständlich auf dem Schirm sein dürften.
Nicht ohne Eltern geht einmal mehr den Schritt ins Culture-Clash-Milieu und begeistert mit einer fast schon grenzwertigen politischen Unkorrektheit, für die Clavier aber irgendwo bekannt ist. Hier werden Themen inkludiert, die manch einem vielleicht bitter aufstoßen mögen und hier und da Fragen aufwerfen, ob das noch “in Ordnung” ist oder man es lieber kritisieren sollte.
Ich finde, es passt. Zum einen ist das eine Theaterstückverfilmung, was sowieso für provokante Thesen steht und oft die unliebsamen Dinge anspricht, zum anderen wird aus der Geschichte so viel Klamauk rausgehauen, dass man sich stattdessen eher für die “normalen Reaktionen” schämt und in Sachen Randgruppe spaßig unterhalten fühlt. Hier gehört meines Erachtens einfach eine neue Denkweise her, die mit den alten Vorurteilen und den oft als falsch beschrieenen Reaktionen aufräumt und eine grundsätzliche Gelassenheit ins Spiel bringt, auf deren Basis man dann auch solche Filme wie diesen drehen kann.
Also bringt ein wenig Toleranz mit und ölt dafür eure Zwerchfelle, mit den Jokes treibt man es hier gerne und häufig auf die Spitze, was im Kino einfach zwischendurch mal wieder so richtig Gaudi bereitet und die Lachmuskeln beansprucht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wunderbar schräg, herrlich inkorrekt und mit einer süffisanten Spitze Humor zu nehmen: Dieser Film unterhält bestens und bedient sich dabei völlig neuer Ideen.
Clavier in einer seiner besten Rollen, geht hier völlig auf und bereitet dem Kinopublikum jede Menge Lacher und beste Unterhaltung. Großartig!

 
Nachspann
✅ Darf man sitzenbleiben, hier werden noch Bilder gezeigt, die allerdings die Handlung nicht noch weiter voran treiben.
Kinostart: 21. Juni 2018

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