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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Fernsehen

Der Junge muss an die frische Luft

Der Junge muss an die frische Luft

© 2018 Warner Bros. Ent.

Dass Hape Kerkelings Buch demnächst auf die Leinwand kommt, haben ja bereits einige .trailer zahlreich angedeutet. Dass Julius Weckauf den jungen Hape spielt, haben auch viele schon sehnlich herbeigewartet … und nun ist der Film endlich im Kino!

Und ja, man hat in der Vorschau bereits gemerkt, dass der Cast-Operator hier einen Meistercoup gelandet hat und mit der Auswahl des Jungen DEN Volltreffer des Jahrhunderts gemacht!

Ganz ehrlich? Ich wünsche mir derzeit grad nichts sehnlicheres, als dass der Kleine einfach nochmal die Laufbahn von Hape einschlägt und wir ihn in der Form einfach nochmal ins Fernsehen bekommen! Wahnsinn! Der spielt einfach mal alles und jeden dermaßen an die Wand, dass es nur so kracht!

Und demnach waren meine Erwartungen vor dem Film bereits extrem hoch. Man spürt, welch gefühlvolle Kraft nebeneinander gepaart mit Humor und Tragik in diesem Stück eine große Rolle spielen werden… und bangt ein wenig, weil der Plot nahezu danach schreit: “So war er als Kind … so entwickelt er sich … um dann in seinem “ersten großen Auftritt” zu gipfeln”.

Und genau das passiert eben … nicht!

Ein weiterer der Punkte, die mich im Kino ungemein gefreut haben. Es ist nicht alles Freude-Sonnenschein, es ist kein völlig auf eine Seite gebügeltes Werk, man zielt nicht auf seine “Und so war er als Kind und da kommt das alles her” ab, man erwähnt manche Dinge einfach gar nicht und muss einige seiner Auftritte selbst kennen, um die Andeutungen überhaupt zu verstehen – und liefert damit ein wunderbar einfühlsames Porträt eines Lebens ab.

Und: Dieser Film ist beides – super lustig und gleichzeitig mega dramatisch und beides ist sehr eng beieinander. Da reinzugehen mit der Erwartung, jetzt hier DEN Comedy-Brüller geliefert zu bekommen, ist in meinen Augen genauso falsch, wie davon auszugehen, dass es da überhaupt nichts zu lachen gibt – beides ist nicht der Fall.

.kinoticket-Empfehlung: Wesentlich besser als erwartet mit einer Performance von Julius Weckauf, der einfach alles und jeden absolut an die Wand spielt und den Kinobesuch allein wert ist!

Wenn irgendwer was Problematisches daran entdecken möchte, dann finde ich nur die falschen Erwartungen, wer hier unbefangen ran geht, erlebt einen vollkommen wunderschönen Film, der einen mitreißt und viel mehr abliefert, als der .trailer verspricht.

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 27. Dezember 2018

Original Title: Der Junge muss an die frische Luft
Length: 100 Min.
Rated: FSK 6

Durch die Wand

Haltet mal kurz inne: Atmet aus, atmet wieder ein und schließt kurz die Augen.
Und jetzt lest weiter.
Ich hoffe, ich habe nun in eurem Leben einen kleinen Break drin, denn ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll, euch dieses Stück hier etwas näher zu bringen, ohne die Masse gleich zu verschrecken. Mich hat’s geflasht. Und mir wird schon oft nachgesagt, dass ich Filme entweder mega geil oder mega scheiße bewerte und kaum was dazwischen ist.
Ich hab keine Ahnung, weil ich mich selbst von außen schlecht betrachten kann und daher schlecht einschätzen, inwieweit diese Behauptungen wahr sind oder nicht, mich hat dieser Film => geflasht.
Ich würde gern aufräumen, alle Bewertungen killen und irgendwie euer Leben tatsächlich kurz auf Pause stellen, damit man volle Aufmerksamkeit widmen kann und sich wirklich auf das besinnen, was auf der Leinwand zu sehen ist.
Wenn ich jetzt nämlich mit all den Standard-Phrasen antanze, die man so von sich geben kann von wegen “wahre Begebenheit”, “unfassbarer Vorwärts-Steber-Geist”, “american spirit” etc., dann haut jeder aus Angst vor irgendwelchen Klischees gleich wieder ab.
Ja, ich hab ne Meise, was Outdoorleben angeht (nein, es ist nicht so ein Film) und ich bin dem Amerikanischen nicht ganz so pessimistisch-krankhaft abgeneigt, wie viele andere Deutsche und ich bin der Ansicht, dass diese Dinge hierbei überhaupt nicht so stark zählen, sondern etwas völlig anderes:
Wahre Freundschaft.
Über Freundschaft liest mal viel, da triefen schon mal ganze Kerzenmeere aus Wachs aus den Ohren und Augen, wenn man die schmalzigen Fließband-Bildchen auf Facebook und Co liest, die mit ihrer Pseudo-Moral aus allen Ritzen quellen und den Lesern wertvolle Zeit stehlen, weil sie grundsätzlich nichts aussagen und dabei auf mega wichtig tun … und nein, so ein Film ist das nicht. Es ist nicht diese “Freundschaft”, sondern wahre Freundschaft – und die ist sowas von hammer, dass es fast schon weh tut.
Wer es schafft, in diesen Film einzusteigen, den Wert erkennt, den diese beiden haben, begreift, was hier und da so eine einzige Entscheidung für psychologische Konsequenzen nach sich zieht, der begreift langsam das Ausmaß dessen, was uns hier vorgeführt wird.
Und ja, es ist ne wahre Story, die sich so zugetragen hat und damals auch leidenschaftlich von den Medien zerfetzt wurde: Hier kommt der Film dazu, der die Ruhe, Vernunft, Menschlichkeit und das “Hinter den Kulissen” wieder mit sich bringt und damit die Geschichte zum ersten Mal so erzählt, wie sie wirklich ist: Ohne medial-gehypte Verfälschung drin.
Und es ist ein Film, der einen nicht unberührt wieder aus dem Kino entlässt und über den ich hinterher noch tagelang nachdenken musste.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ich fürchte, für die Wirkungseffizienz, die dieses Teil mit bringt, ist die Aufmachung viel zu klein gehalten und es wird viel zu wenig Werbung gemacht, was ich hiermit ändere:
Geht in Durch die Wand, auch wenn der Titel nicht spektakulär klingt oder das Cover an bereits Dagewesenes erinnert und vertraut mir, wenn ich euch sage: Es ist nicht so, wie es scheint.
Die Story reißt mit, birgt wahre Schätze in sich, die man erst beim näheren Hinsehen und mit der gewonnenen Ruhe entdeckt und der englische Titel enthüllt dann auch tatsächlich, worum es in diesem Film geht.

 
Nachspann
✅ fadet langsam ins off, also nicht gleich aufspringen, sondern entlasst die Spannung fließend wieder in den Alltag 🙂
Kinostart: 04. Oktober 2018
Original Title: The Dawn Wall
Length: 100 Min.
Rate: FSK (tba)

Swiss Army Man

Ich habe mich auf diesen Film gefreut und extra nochmal eine 150 km Fahrt investiert, um ihn in der Sneak Preview zu sichten, denn meine Befürchtungen, dass dieser Titel anschließend niemals seine Jungfräulichkeit auf der Leinwand der Masse ablegen wird, sind begründet.
Swiss Army Man ist dem Fantasy Film Fest entnommen, wo er auch bereits gezeigt wurde, was dem globalen Zuschauer ungefähr die Richtung vorgeben könnte, in welche Bahnen man hier mit der Kamera schwenkt und welche Inhalte man zum Programm macht.
Ladies und Gentleman, ich präsentiere: Independent Kino.
Den berühmten Namen eines Harry Potter-spielenden Daniel Radcliffe oder dem aus Love & Mercy bekannten Darsteller Paul Dano ist wohl zu verdanken, dass der reichhaltigen Auswahl aller Fantasy Film Fest-Filme eben dieser entzogen wurde, vermutlich, weil man sich mit einem derart bekannten Schauspielrepertoire doch ein gewisses Maß an Zuschauern erhofft oder eben hier die besten Chancen zur Weiterverwertung dieses Stoffes sieht.
Eben diese zwei waren auch der Grund, weshalb ich mich unglaublich auf diese Performance gefreut habe, denn spielen können die Jungs. Radcliffe ist seiner Schule längst entwachsen und hat bereits in Die Frau in Schwarz bewiesen, dass er hartem Stoff gefeit ist und Dano ist für mich per se eine Schauspiellegende, der unglaublich viel Feingefühl und verborgene Überraschungen in sich trägt, die vielleicht in kommenden Jahren stückweise enthüllt werden könnten.
Und allem Gezeter zum Trotz erhebt sich hier ein Stück, das jedweder Beschreibung spottet und dem Zuschauer erstmal einwas nimmt: Alle Grenzen und Barrieren.
Hierbei trennt sich sofort die Spreu vom Weizen. Sobald dann das Blitzlichtgewitter der aufgehenden Saaltüre endlich vorrüber ist, bleiben diejenigen sitzen, die zu geizig oder zu neugierig sind, um herauszufinden, was aus dem Stoff, der dem Zuschauer anfangs wirklich extrem viel abverlangt, geworden ist.
Wenn ich sage, es werden alle Grenzen überschritten, dann meine ich damit alle Grenzen. Der Mensch wird auf das absolute Minimum reduziert und in Dimensionen geschickt, wo nichts mehr zählt als das nackte Überleben.
Zwischen all dem Hohn, dem Schmutz, der fäkalen Sprache und dem irrsinnigen Schwachsinn erhebt sich dann stückweise eine Philosophie, die dir permanent mächtig ins Gemächt tritt und dabei jedesmal die Bühne für den nächsten Schlag frei macht, den dir die grenzensprengenden Momente dieses Films unwiederbringlich immer wieder ins Gesicht donnern, damit du auch ja nie vergisst, außerhalb deiner sonst denkenden Barrieren zu bleiben.
Das fällt einem als Nichtkenner solcher Movies erstmal richtig schwer. Eigentlich fällt es den ganzen Film über schwer, aber der biegt sich dann immer wieder in versöhnende Kurven, so dass die Lust niemals genommen wird, man aber immer wieder außerhalb der Bahn durch den Dreck schlingert, statt sich in einer kitschigen Komödie wiederzufinden, die auch ein anständiges Studio genommen hätte.
Und da sind wir wieder bei den Vorteilen des Independent Kinos: Es gibt keine Ärsche, die auf ihren hohen Rössern thronen und den Regisseuren vorgeben, was geht und was nicht. Man will Grenzen überschreiten und tut es auch. Alles, was man dafür braucht, ist etwas Akku in den Kameras und Menschen, die bereit sind, eine derartige Performance abzulegen, die schauspielerisch mit Sicherheit mehr abverlangt, als alle Marvel-Superhelden gemeinsam in den Pott bringen.
Denn das können die beiden wirklich herausragend: Diese abartige Rolle spielen, in die sie hier gesteckt werden und mehr als überzeugend rüberbringen, was man im Drehbuch womöglich gemeint hat. Mit Mimik, Andersartigkeit und völligem Entarten so überzeugend zu demonstrieren, dass alles, was sich der Mensch als Verhaltensweise angeeignet hat, eigentlich eine Farce ist, über die man am Ende verstohlen selber lächeln muss, gehört für mich auf einen Thron, der nicht nur im Kino platziert sein sollte, sondern weit darüber hinaus Spekulationsstoff für hoch philosophische Diskussionen bietet.
Und genau das ist das marketingstrategische Problem: Swiss Army Man kriegt man niemals für ein Massenpublikum aufbereitet in ein Kino rein, bei dem der Saal dann auch voll wird und die Leute es frenetisch abfeiern, insofern man nicht auf Wunderwaffen wie das Fantasy Film Fest zurückgreift, wo all die Fans von Independent aus ihren Gruften steigen und ihre Filme endlich mal auf der großen Leinwand bestaunen dürfen.
Insofern wird sich dieses Werk wohl eher auf einem Dachboden mit DVD Player verkrochen seiner Wohltat rühmen und still und leise im heimlichen Kämmerlein geschaut werden, was diese Sneak angesichts eines wirklich relativ gefüllten Saals dann zu einer noch interessanteren Show macht als ohnehin schon.
Dass der Film niemals alle Menschen auf seine Weise berühren kann, ist von Anfang an ausgeschlossen. Wer jedoch akzeptiert, dass hier mit Themen gespielt, die auch in fünftausend Jahren noch nicht auf RTL diskutiert werden, dem wird ein unvergesslicher Kinoabend zuteil, der – vermutlich – mangels Vorstellungen sowieso nur im heimischen Wohnzimmer stattfinden wird. Hier wiederum lohnt sich ein Stück weit mitgebrachte Ernsthaftigkeit und der Wille, sich des Stoffes tatsächlich anzunehmen, denn dann hat man eine wunderbare Diskussionsgrundlage, auf der basierend man so einiges im Leben hinterfragen darf.
Das ist dann der Moment, aus dem neue Ideen entspringen, der Zeitpunkt der Geburt von Kreativität und großem Geist. Das ist der Moment, wo die Trance, in die uns die Medien, sozialen Netzwerke und der nie aufhörende Boom an Überschwemmung von Informationen geführt hat, endlich aufhört und vielleicht ein erster Gedanke einem ansonsten schmutzigen Geist entspringt, der das Feuer des Lebens neu entfacht.
Dass dazu ungewöhnliche Methoden notwendig sind, versteht sich ganz von selbst. Und Swiss Army Man ist ungewöhnlich. Unbestreitbar. Doch davon solltet ihr euch vielleicht besser selbst ein Bild machen. Die DVD-Regale warten auf euch.
 

.kinoticket-Empfehlung: Tja, jetzt einfach alles auf einen Punkt zu bringen, ist genauso schwierig, wie das Publikum über die ersten 15 Minuten zu führen.
Nach der Vorstellung vor dem breiten Publikum einer preisreduzierten Sneak Preview wird der große Ansturm wahrscheinlich sowieso ausbleiben, demnach ist es schwierig, dass anschließend noch Leute aus dem Saal rennen, denn es geht wohl kaum erst jemand rein.
Und das ist nicht nur traurig, sondern zeigt auch, warum das Independent Kino bislang keine großartigen Erfolge feiern durfte. Dass eben jene Machart von Filmkunst allerdings extrem wichtig ist, davon zeugt Swiss Army Man genauso wie von der Tatsache, dass man hier sehr wohl gewusst hat, was man tat, die wahren Absichten aber genial zwischen den Zeilen versteckt hält.
Und Menschen, die dafür den Türöffner gefunden haben, haben hier nicht nur ein Freudenfest, sondern eine rühmliche Orgie an dematerialistischen Eindrücken, die nicht nur aus der Realität holt, sondern einen auch nicht wieder in diese hinein lässt.
Was meine Person angeht: Gerne mehr davon.

 
Nachspann
bleibt weitere Sequenzen schuldig, nach der Abblende darf man also nach draußen tigern und sich wieder in geordneten Bahnen bewegen.

Mother's Day – Liebe ist kein Kinderspiel

Ja, ich weiß: Das Genre der Liebe ist ausgeschöpft und alle Geschichten wurden mindestens schon einmal erzählt, verfilmt, wiederverfilmt und dazu dann als Buch geschrieben.
Der Intellekt unserer Welt ist natürlich viel zu hoch angesiedelt, um zu erwarten, dass man von so einem Film überrascht werden könnte, der quasi nur der lauwarme Aufguss einer Erzählung ist, die in hochgradigem Stil bereits vor Jahrzehnten für Begeisterung sorgte.
Warum hat mich der Streifen trotzdem fasziniert?
Weil er eine gewisse Grundordnung ins Leben bringt. Dieses typische 2016er Muttigehabe, das man seit Jahren von der Leinwand runterpredigt und damit gestressten Erziehenden moraltechnisch die Hölle ins Leben wirft, wird hier einfach mal komplett verurteilt. Dieser ganze Wahnsinn rund um Kinder, Erziehung, Schule, Fahren etc. wird hier vom Plot erwürgt, in die ewigen Jagdgründe geschickt und dadurch dieses fürchterliche Mami-Papi-Getue beendet. Endlich!
Und diese Normalität in den Gesprächen, in den Vertrauensgesprächen, in den Dialogen, in den Situationen, in die die Protagonisten im Laufe der Zeit reinschlittern – all das hat mich verbal ziemlich beeindruckt.
Man hat einen Film, bei dem jeder erwartet, dass jetzt hier die Post abgeht und stattdessen wird man einfach wieder ruhig und … normal.
In einer krankhaften Welt, wie unsere eine ist, empfinde ich das fast schon wieder als begehrenswert, wenn einfach mal wieder alte Werte zurück ins Bewusstsein kehren, die dabei aber nicht verstaubt, sondern auf irrationale Weise modern wirken. Und diese Entwicklung kann ich persönlich nur begrüßen – aus diesem Grund hab ich den Film auch gleich 2x gesehen, bevor ich hier drüber schreibe.
Und ja, das Gefühl ist auch beim zweiten Mal noch das gleiche. Wäre kein Problem, ein drittes Mal reinzugehen und diese Bodenständigkeit und ruhige Ausgeglichenheit erneut zu erleben. Das sensible Herantasten an die verborgenen Gefühle inmitten einer Welt, die erbarmungslos auf einen einschlägt und dann in die Augen einer Julia Roberts zu schauen, die in diesem Film meines Erachtens wirklich gut spielt – für mich ein Genuss, den ich jedem nur ans Herz legen kann.
 

.kinoticket-Empfehlung:Die Presse verreißt das Stück nach bestem Wissen und Gewissen – und ich kanns nicht verstehen. Wieder einmal.
Geht unbefangen in das Teil rein, fahrt runter, setzt euch gemütlich in den Kinosessel und genießt die Show. Wer sich darauf einlässt, dessen Herz bleibt danach nicht unberührt.

 
Nachspann
sollte man auf jeden Fall sitzen bleiben. Und zwar bis ganz zum Schluss.

Mike and Dave need Wedding Dates

Wenn Zac Efron auf den Plakaten steht, hat man als Zuschauer schon fast die Garantie, dass es schräg wird, viel Party existiert und man jede Menge zu sehen und als weiblicher Fan zu schmachten hat.
Der einstige BRAVO-Bubi hat sich zum Body-Idol seiner Fangemeinde entwickelt und trägt in der Neuzeit immer wieder mit den körperlichen Errungenschaften seiner Arbeit dafür auf.
Wer ihn jüngst in Bad Neighbors 2 gesichtet hat, hätte meinen können, seine besten Tage sind gezählt und er rappelt sich jetzt nur noch von einem Film zum nächsten, während das Rampenlicht um ihn herum immer dunkler wird und schlussendlich im Nirgendwo verblasst.
Und genau das stoppt Mike and Dave Need Wedding Dates mit einer Vollbremsung: Hier geht es sprüchemäßig wieder richtig zur Sache und man bewegt sich nunmehr mit Stil unter der Gürtellinie und spricht dadurch auch die etwas erwachsenere Klientel an, da nicht mehr nur stupides Feiern an der Tagesordnung steht.
Und genau das versprüht einen gewissen Charme, der aus einem niedrigniveaulastigen Billigfilm etwas Sehenswertes kredenzt – wenngleich man sich den Film auch nur ein einziges Mal anschauen braucht, denn danach ist wirklich alles gesagt.
Soll heißen: Er ist phänomenal genug, um ihn im Kino zu besuchen, man sollte bei diesem Besuch aber alle Freunde dabei haben, denn das zweite Mal könnte dann langweiliger werden.
Im Sneak-Saal war zumindest mal Gelächter angesagt und das kam diesmal nicht nur von blöden Schnepfen, denen man auch auf der Straße davon gehen würde, sondern wir hatten Spaß bei der Sache, waren uns aber hinterher alle irgendwo einig, dass das ein Einmalding ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Fans von Zac Efron dürfen sich freuen: Der Junge läuft wieder in Höchstform auf und begeistert mit einer neuen Frische seine Fans und Zuschauer.
Die Story drumrum ist diesmal auch gar nicht so bescheuert und man hat durchaus Spaß, auch wenn das kein Film ist, den man unbedingt mehrere Male gesehen haben muss.

 
Nachspann
Auf jeden Fall sitzenbleiben!

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