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wenn aus filmen leidenschaft wird

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The Meg

Bereits das Plakat und auch die .trailer-Vorschau ließ bei vielen die Intelligenzerwartungen purzeln und erweckte amüsantes Schmunzeln auf der Leinwand, weil irgendwie klar wurde, dass The Meg wieder einmal klabautermannhafter Action-Fun ohne Anspruch und Hirn werden würde.
Diesbezüglich wurden wir dieses Jahr ja schon mit Skyscraper verwöhnt, dem weiteren Action-Garanten der heutigen Zeit aus Hollywood. Beide Filme haben eins gemeinsam: Man versucht in Amerika derzeit vehement, den asiatischen Markt für sich zu begeistern und somit neues Kapital zu erschließen.
Beiden Filmen ist dies in meinen Augen auch gut gelungen, da die chinesischen Komponenten gut integriert wurden und nicht das Gefühl aufkommt, man zwingt hier ohne Sinn und Verstand einfach etwas ausländisches in die Hauptrollen, nur um “genehmigt” zu werden. Ob dem auch die Akzeptanz der asiatischen Bevölkerung folgen wird, werden wir in den kommenden Wochen erleben.
Ich freue mich ehrlich gesagt schon diebisch auf die ganzen “professionellen Verriss-Berichte” über diesen Film, weil meine heiß geliebte Feuilleton-Feudalismus-Elite sich so wunderbar herrlich über diesen “Zustand” aufregt und partout nicht begreifen möchte, dass dieses moderne Action-Kino keinerlei Ansprüche darauf erhebt, in dieser Form Tiefgang zu verzeichnen.
Ich meine: Wer in so einen Film geht, der möchte keinen Tiefgang, zumindest nicht psychologischer Natur, sondern man will Bierchen, Popcorn, coole Stunts und jede Menge dumme Action haben, die zum Abschalten taugt und CGI-Effekte aufbahrt, die man eben nicht im heimischen YouTube-Kanal nachstellen kann.
Und genau das wird geliefert! Der Film glänzt vor stupider Dummheit, wartet mit dem typischen Hochglanzmagazinfrau/integrativerVorzeige-Dunkelhäutiger/unverwundbarerActionMacho-Cast auf und bietet innerhalb der Dialoge nur Schwachsinn, enthält keinerlei nachvollziehbare Ernsthaftigkeit und bringt auch sonst storytechnisch nichts auf die Reihe (außer der einen coolen Idee, von der der Film lebt), aber genau das will man doch auch gar nicht?
Man sitzt sowieso den ganzen Film über da und wartet nur darauf, dass das Krawumms endlich losgeht und man mit überbordender Zerstörungswut auf was auch immer losgeht und metzelt und kracht, dass die Wände wackeln und die Kinoboxen an ihre Limits geführt werden.
Stichwort: Dolby Atmos. Der Coup geht nämlich vollkommen auf und man hat als Liebhaber solcher Action-Abschalt-Movies seine höllische Freude dabei, wenn man mit diesem Gigantismus einmal mehr auf unterstem Niveau Vernichtungswut über die Leinwand streut. Gerade in den heißen Tagen trägt dieser Film unglaublich dazu bei, auch psychologisch wieder etwas in kühlere Gefilde vordringen zu können und die Ausgewogenheit stimmt am Ende einfach. Man ist entertaint, man kriegt genau das, was die Erwartungen einem vorher versprechen und ich war keineswegs von irgendetwas enttäuscht, weil man sich nicht genügend Mühe gegeben hatte.
Um’s nochmal vorweg zu nehmen: Wer hier einen plausiblen Plot erwartet, hat das Prinzip solcher Filme verfehlt. Diese Pseudowissenschaft und erzwungene “Wir müssen unbedingt was bringen, um die Intelligenz dabei anzusprechen” wurde teilweise ja schon bei Rampage – Big meets Bigger anfangs ausprobiert und ist grandios gescheitert. Dafür sind solche Streifen nicht da.
Wer das braucht, dem sind in vielen anderen Sälen derzeit enorme Vorstellungen von Mission: Impossible – Fallout in allen Formen und Varianten geboten, die hatten die jahrelange Aufbauzeit und warten mit eben jenem Anspruch auf. Man merkte aber bereits im .trailer, dass MEG hier nicht in Konkurrenz treten will, sondern eher Abschalt-Abkühl-Momente bietet, für die man sich in keiner Form anzustrengen braucht, sondern sich einfach beplätschern lassen kann.
Und dass das total funktioniert, brauch ich jetzt ja nicht nochmal erwähnen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Mir hat’s richtig Laune gemacht und ich gehe definitiv nochmal rein, rate aber jedem dazu, sich mit keinerlei Ansprüchen zu bewaffnen, da der Film diese nicht erfüllen will.
The Meg ist Kopfpausen-Action-Dramatik, die unterhalten und dabei einfach CGI-Gaudi präsentieren will, welche über das Niveau der YouTube-Generation hinausgeht und Dinge bietet, die man im heimischen Eigenversuch so nicht nachstellen kann. Und genau das liefert der Film in einer lockeren Fluffigkeit, die dazu einlädt, sich zurückzulehnen und die Zeit einfach zu genießen.
Pusht den Saal so groß wie möglich, macht die Anlage so laut wie möglich und setzt euch in die Mitte des Kinos, um den bestmöglichen Spaß dabei zu haben. Und lasst diesmal die kleineren Kinos am Rande liegen, dort macht der Streifen keinen Spaß.

 
Nachspann
❌ fängt ziemlich cool in 3D an, darf nach dem üblichen Blackroll-Übergang dann aber abgebrochen werden, es folgt nichts weiter.
Kinostart: 9. August 2018

Jurassic World: Das gefallene Königreich (3D)

Testfrage: Gehst du in Jurassic World: Das gefallene Königreich – evtl. sogar in eine 3D-Vorstellung?
Menschen, die unlängst bei der Vorbestellung zugeschlagen haben, dürften hier schon eine feststehende Antwort parat haben. Und alle anderen? Hand aufs Herz? Ja oder nein?
Daran seht ihr, dass die Entscheidungen eigentlich schon längst gefallen sind und man daran auch als Kritiker womöglich nicht mehr wirklich etwas ändern könnte.
Und darum wird der Film auch funktionieren.
Logisch. Der alte hat ja auch funktioniert. Jurassic World gehört immerhin zu den weltweit (!) erfolgreichsten Filmen aller Zeiten nach Einspielergebnis (da ist das böse Wort) und belegt dort gleich Platz 5 im Ranking. Sein Urvater Jurassic Park schafft es im Jahr 1993 sogar auf den historischen Platz 1 auf der Toplist der weltweit erfolgreichsten Einspielergebnisse.
Als erfolgreichstes Franchise räkelt sich die Filmreihe derzeit auf Platz 12, was sich demnächst dann ändern dürfte. Franchise?
Das ist dieses Ding, wo jemand eine – zugegebenermaßen – grandiose Idee hat, sich dann hinsetzt und ein Papier aufsetzt, in dem steht, was andere mit dieser Idee im Rahmen der Freigaben anstellen dürfen und fortan damit nur noch Geld verdient. Und hier fangen die Probleme an. Ja, Entschuldigung, ich jammere …
Jurassic Park war damals einzigartig. Was gab es drumrum an Filmen? Wie sah der Markt aus? Was wurde dem Zuschauer an Gros aus Filmen geboten, wenn er sich für ein Lichtspielhaus entschied? Welche Alternativen gab es? Alles war gleich. Mehr oder weniger. Normale Menschen, normale Größen, mal lustig, mal traurig, aber alles auf ein und demselben Level.
Und es gab Jurassic Park. Dinosaurier! Egal, ob man sich vorher dafür interessiert hat oder nicht, danach tat man es. Diese unfassbare Vorstellung, dass diese Viecher, von denen keiner von uns je eines lebend gesehen hatte, jetzt lebendig auf der Leinwand rumtobten und dort jede Menge Krawall anrichteten – ein Traum! Allein die Faszination des Lebens ganz neu bestaunen zu dürfen und von den Protagonisten mitgerissen zu werden – das Dinofieber war ausgebrochen und ein Wort bekam neue Dimensionen: Superlative!
Die Dinos waren vor allem eins: Groß und mächtig. Wir Zuschauer fühlten uns unterlegen, klein, voller Begeisterung und Bewunderung – gefesselt von der Magie und Faszination, fast schon demütig vor ihnen und zuckten alle in unseren Sesseln zusammen, wenn das schwere Trappen der übergigantischen Monster zu vernehmen war. Es gab nichts, was ihnen den Rang ablief. Sie waren die absoluten Götter der Giga-Dimension mit einer vernichtenden Kraft, vor der man ganz automatisch in die Knie ging.
Heute?
Gibt es Godzilla, Kong: Skull Island, Transformers, Transformers – Die Rache, Transformers – Die dunkle Seite des Mondes, Transformers – Ära des Untergangs, Transformers – The Last Knight, Pacific Rim, Pacific Rim: Uprising, Cloverfield, 10 Cloverfield Lane, Monsters, Rampage: Big meets Bigger … und? Jurassic Park, Jurassic Park II, Jurassic Park III, Jurassic World und nun eben auch Jurassic World: Das gefallene Königreich. Um mal nur ein paar zu nennen.
Die Einzigartigkeit, die Jurassic Park damals ausgemacht hat, das “riesige” was uns über den Kopf gewachsen ist und seit jeher in den historischen Gedanken der Menschheit verankert existierte, wieder neu zum Leben erweckt, fristet heute ein Dasein in einer dunklen Nische und ist umgeben von Superlativen, in denen wir alle in den letzten Jahren längst ersoffen sind.
Geben wir es doch zu: Keiner will mehr was von diesen monströsen “immer noch größer und noch besser und noch schlechter animiert, aber dafür 2489 Billiarden teurer”-Filmen mehr sehen, denen jedweder Geist und Seele fehlt und denen es allen nur ums Geld geht, aber nicht mehr um eine grandiose, und vor allem funktionierende Geschichte.
Willkommen in Jurassic World. Verdammte hacke!
Und jetzt fang ich wirklich das Kotzen an! Warum?
Ihr erinnert euch an meine jüngsten Hasstiraden gegen den Megakonzern Disney, der das weltweit unrühmliche Beispiel geliefert hat, wie man aus etwas Wunderschönem eine karambolagierende Untergangsmaschinerie gestaltet und damit zahlungsunfähige und filmliebende Kinos ausblutet, die fortan mit schlechteren Filmen die großen Blockbuster subventionieren müssen, um über Wasser zu bleiben?
Universal Pictures folgt ihrem diabolischen Beispiel. Sie wollen Geld. Sie werden raffgierig. Sie kriegen nicht genug. Die Zeiten der Dankbarkeit und des “Hey, Wow, wir haben es weltweit zu Bekanntheit und Ruhm geschafft” sind vorbei und machen dem Mammon Platz. Irgendjemand hat zwischen seinen Trilliarden immer noch Lücken im Portmonee und die müssen dringend auf Kosten von kleinen Kinos gestopft werden!!! Da werden harte Verhandlungen im Hintergrund geführt, die sogar Multiplex-Kinoketten wie CinemaxX in die Knie zwingen und bis ganz zum Schluss die Entscheidungen offen stehen lassen, ob Jurassic World 2 dort überhaupt anlaufen wird oder nicht. Warum? Weil der Konzern so immens hohe Gebühren fordert, dass die Kinokette daran nichts mehr verdienen würde.
Ernsthaft jetzt?
Und was machen dann die kleinen, die nicht so solvent und zahlungsstark sind wie solche Megaketten?
Ist das wirklich euer Ernst? Ist das der Respekt vor dem Leben und die Aufrichtigkeit, die uns Jurassic Park gelehrt hat?
Ihr – die ihr die Macht in euren Händen haltet, hättet mit beispielhaftem Vorbild vorangehen müssen und sagen: Wir geben ihn euch. Wir machen damit sowieso Kohle. Unfassbar viel Kohle! Wir verdienen so viel, wie wir niemals tragen oder ausgeben können. Hier ist ein Bruchteil dessen für euch, damit keiner sich zu Tode schuften und irgendwas subventionieren muss, um unseren Film zu zeigen.
Ihr habt nämlich vergessen, dass Kinos die Plattform sind, wo eure Filme gezeigt werden und ihr auf diese Häuser angewiesen seid. Ohne ihre Leinwände seid ihr … nichts! Eure ganze verdammte Großkotzigkeit ist NICHTS ohne eine Leinwand! Ihr verachtet mit solch einer Aktion eure eigene Familie und blutet die aus, die dafür sorgen, dass ihr euch hinterher stolzierend brüsten und selbst feiern könnt, weil nur die Kinos die Menschen anlocken und dort eure Werke gefeiert werden. Oder eben nicht.
Ich warte bis heute auf den Konzern, der das einsieht und der endlich ein markantes Beispiel setzt und sich erkenntlich zeigt. Der es begreift, wenn man große Macht hat, dass darauf große Verantwortung folgt. Habt ihr denn alle nicht euren eigenen Worten zugehört? Habt ihr nichts von den Superhelden der Vergangenheit gelernt? Scheinbar nicht.
Und dieser Umstand kotzt mich an! Recherchiert man ein wenig, findet man ruckzuck Kinos, in denen ein (1!!!) Ticket für einen Film in 3D knappe 30 € – also 60 DM – kostet. Warum DM? Weil ich an die Zeit erinnern wollte, wo man für 50 Pfennig durch die Tür gelassen wurde. Aus 0,25 € wurden 30,00 €. Findet ihr nicht auch, dass ihr durch diesen Wahnsinn den Kinogängern eh das Geld aus der Tasche zieht? Und dass immer genügend Gewinne da sein werden, in denen ihr euch suhlen könnt?
Okay okay … wenn ihr auch etwas dafür bietet. Dann schauen wir doch mal.
Jurassic World: Das gefallene Königreich – gefallen … gehört das zur Selbsterkenntnis oder ist euch nichts besseres eingefallen? Selbst der grottenschlecht abschneidende Solo: A Star Wars Story hatte Momente, die an seinen Schöpfer erinnerten und bei jedem die Gänsehaut aufflammen ließen, z.B. als die beiden erstmalig im Millennium Falcon sitzen und der Beat von Star Wars erklingt. Redet den Film schlecht. Kritisiert seine Unzugehörigkeit zum Rest von Star Wars, aber die Szene hat funktioniert. Und davon hättet ihr in Jurassic Park genügend Ansatzmöglichkeiten gehabt, um genau das wieder hervorzurufen.
Und was tut ihr stattdessen? Weiß jemand, was Killcounts sind? Diese Counter, die am Bildschirmrand mitzählen, wieviele Leute abgemetzelt werden? So etwas hätte ich gerne im Eck gehabt, und zwar für Logikfehler.
Ein Dino rammt mit seinem Schädel gegen Wände und bringt massive Betonsteinmauern zum Einsturz und scheitert anschließend an einer kleinen Holzdiele? Läuft.
Dino rennt eine Treppe hoch und hinterlässt Zerstörung und das absolute Chaos, erklimmt das Dach und die zerbrechlichen, sensiblen kleinen Dachziegelchen bleiben allesamt heile? Läuft.
Oder euer Einfallsreichtum. Ich kann mir das so vorstellen: “Was hat denn schon mal funktioniert?” “Hm… keine Ahnung? Dinos?” “Ahh … ja. Welche denn?” “Ähm, wir könnten … irgendwas mit Raptoren. Ach und T-Rex vielleicht.” “Ja, machen wir das doch. Wie halten wir das Budget gering?” … das könnt ihr im Film selbst anschauen.
Euer Film erstickt an seiner eigenen Vorhersehbarkeit. Ausnahmslos jede einzelne verdammte Szene ist vorhersehbar. “Jetzt passiert das.” … und es passiert. “Und jetzt müsste das passieren” und es passiert. “Und jetzt müsste sie eigentlich dahin rennen.” … und sie rennt dahin. So geht das den ganzen Film über. Es gibt absolut keine Überraschungen oder Momente, die einen wirklich vom Hocker reißen und auch nur ansatzweise das Staunen, die Mystik und Faszination zurückkehren lassen, die uns Jurassic Park einst lieferte. Statt dessen presst sich aus allen Poren etwas völlig anderes: Scheinheilige Kompromisse, um ja niemanden auf der ganzen Erdkugel vor den Kopf zu stoßen. Jurassic World 2 ist alles: heilig, halal, vegan, bio, glutenfrei, koscher und laktoseintolerant. Diese Kompromissbereitschaft und das Daniederliegen in Angst, auch nur einen einzigen Cent zu verlieren, weil IRGENDJEMAND sich vor den Kopf gestoßen fühlen könnte, ist zum Erbrechen!
Ich meine: Überlegt euch das mal… wir haben hier einen Film mit der wohl gewaltigsten Schöpfung und Kraft, die es auf diesem Planeten jemals gegeben hat. Eingepackt in einen Film, der vor Symbolträchtigkeit und Schwere von niemandem anzuheben ist und eigentlich Unvergleichbar sein sollte. Und seine Schöpfer haben Angst? Angst davor, Geld zu verlieren? Stattdessen verlieren sie sich selbst in einer Kompromissbereitschaft, die zum Himmel stinkt und in einer öden, langweiligen und lahmarschigen Variante seiner selbst untergeht und aus etwas Meisterwerk-Unangreifbarem einen Schundfilm gemacht hat, der wie ein billiges, hässliches Kind wirkt, dass mit nichts zufrieden ist, was man ihm gibt.
Die Dialoge sind so dermaßen öde und langweilig, uninspirierend und langsam, überhaupt nimmt der Film keinerlei Fahrt auf. Alles ist einfach da. Dinos rennen. Juhu. Ach nein, auf einmal stehen wieder alle einfach nur rum. Obwohl im Hintergrund …. egal. Spoiler ich? Tschuldigung. Da … eine offene Autotür. Ach Mist, der Dino ist noch nicht da. Warten … Warten …. bloß nicht einsteigen … nicht reingehen und einfach abhauen und wegfahren. Kucken! Warten und Kucken! Noch mal kucken! Und warten. Jetzt ist der Dino da. Ein Schritt. Es wäre nur ein Schritt. Aber ich gehe ihn nicht. Sondern warte lieber. Und kucke den Dino an. Der bewegt sich. Auf mich zu. Ich bewege mich aber nicht, denn ich muss kucken. Und warten. Und zack – ist meine zehnstündige Chance, im Auto mit offener Tür direkt vor meiner Fresse auf einmal unwiderbringlich verloren.
MEINE FRESSE! Und sowas verkauft ihr uns als erfolgreichsten Dinofilm aller Zeiten, der so verhandelbar stark ist, dass ihr sogar Monster-Kinoketten in die Knie zwingen wollt, so dass sie daran nichts mehr verdienen?
Go, fuck yourself.
Das einzige, das an diesem Film gigantisch ist, ist der gigantische Schlag in die Fresse eines jeden, der im Leben schon mehr als 5 Filme gesehen hat, den ihr nach Strich und Faden verarscht und ihn perverserweise noch dafür bezahlen lasst. Und zwar teuer. Teuer mit Zeit und teuer mit Geld, über das ihr dann auf der Leinwand wieder scheinheilig rumlamentiert und es aufs höchste verurteilt. Erkannt? Das, was Jurassic World 2 am Wesen des Menschen anprangert, erfüllt ihr mit eurem eigenen Film parademäßig selbst. Wie pervers bitteschön ist das denn?
Und das eigentlich traurige daran kommt jetzt: Es wird funktionieren. Der Film wird sensationelle Einspielzahlen einfahren, denn wer will denn nicht Dinos auf der Leinwand hüpfen sehen? Wir alle lieben es doch abgöttisch, wenn diese Monster vor uns die Welt in Schutt und Asche legen und wir dabei zuschauen dürfen.
Nur, dass das leider in dem Film hier nicht passiert.
Wisst ihr, was mir an dem Film gefallen hat?
Das, was die meisten meiner Pressevorführungsmitglieder alle schon nicht mehr mitgekriegt haben, weil der Saal grottenleer war: Die After-Credits-Szenen. Ganz zum Schluss – nachdem alles abgelaufen ist, kommt nämlich noch ein saftiger Nachspann. Und bei der Sequenz hatte ich Lust auf einen neuen Film. Der war da aber dann endgültig vorbei. Verdammt!
 

.kinoticket-Empfehlung: Dieses Werk ist auf allen Ebenen des Seins eine grandiose Enttäuschung.
Auf der Leinwand, in Sachen Logik, in Sachen “baut Geschwindigkeit auf”, in Sachen Dialoge, in Sachen Animation, in Sachen Einfälle.
Hinter der Leinwand in Sachen Verhandlungen, in Sachen Geldgier, in Sachen Ausbluten kleinerer Kinos, in Sachen Ausbluten großer Kinos, in einem verachtungswürdigen Verhalten der Betreiber in jederlei Hinsicht.
Und aus diesem Grund sollte man dieses Werk konsequent boykottieren, um hier als zahlender Kunde ein Zeichen zu setzen und zu sagen: So nicht! Denn eines haben die Studios auch vergessen: Ihr braucht nicht nur die Kinos, um selbst reich zu werden. Ihr braucht in allererster Linie uns zahlende Kundschaft. Und wenn die auf mein Nachfragen nicht wie aus der Pistole geschossen antwortet “Geil!!!”, sondern Sätze fallen wie “Da muss ich erst nochmal eine Nacht drüber schlafen, ob der wirklich gut war oder nicht”, dann gibt es in meinen Augen kein besseres Zeugnis eures Versagens.
Geht, haut ab und kommt einfach nicht wieder.
P.S: Jurassic World 3 ist bereits für 2021 angekündigt.

 
Nachspann
✅ Hocken bleiben – und zwar ganz bis zum Schluss, sonst verpasst ihr das Beste des Films! Hier kommt noch eine mörderische Szene!
Kinostart: 06. Juni 2018

Rampage – Big meets Bigger (3D)

Dann schauen wir mal, wie gut ihr alle mit Vorurteilen umgehen könnt 😀 – und beginnen gleich mal mit einem Schauspieler, der sich in letzter Zeit irgendwie sein eigenes “Genre” aufgebaut hat: Dwayne Johnson.
Gebt zu, wenn ihr seinen Namen lest, denkt ihr alle an die Art Film, in der er gefühlt permanent vertreten ist – und schaut man sich seine Filmografie mal näher an, ist deutlich erkennbar: Dieser Typ hat seinen Style, Filme zu machen, gefunden und lebt ihn:
The Scorpion King
Welcome to the Jungle
San Andreas
Central Intelligence
Baywatch
Jumanji – Willkommen im Dschungel
Es ist irgendwie immer die gleiche Variante von “billigem Humor”, gepaart mit einer Unzahl an übermenschlichen Kräften und Muskelspielchen, bei denen er prollhaft seine Männlichkeit demonstrieren und über den Normalo obsiegen kann. Alles jenseits der realen Möglichkeiten physischer und psychischer Konstellationen.
Stellt euch das Szenenbild doch einfach mal mit Orlando Bloom in der Hauptrolle vor: Funktioniert?
Nicht wirklich. Hier fehlt nämlich die protzende Stärke, mit der er u.a. auch in der The Fast and the Furious-Reihe vertreten ist und dort innerhalb der Fangemeinde für einigen Unmut sorgt, da er angeblich nicht dort reinpasst und zu der scharfen Antiheld-Coolness eines Vin Diesel einfach einen zu proletenhaften Gegenpol bildet.
Und genau deshalb ist er für Rampage – Big meets Bigger perfekt: Es ist ein Film, der zu ihm passt, der ihm genügend Nährboden für seine Ausflüchte bietet und ihm das Wasser reicht.
Achja: Rampage ist ein Computerspiel und daher zählt dieser Film auch zu den Spieleverfilmungen, die … Fluch … und so … ihr wisst schon.
Mit über 335 Mio. Einnahmen bislang kann sich dieser Film aber bereits in der Top 10 Liste der erfolgreichsten Filme des Jahres 2018 wähnen und ist dabei noch nicht mal in Deutschland angelaufen … und das hat einen Grund: Er funktioniert.
Wenn man mit den Vorurteilen klar kommt.
Ich glaube, Dwayne Johnson-Fans wissen bei seinen Titeln genau, worauf sie sich einlassen und schrauben daher keine widernatürlichen Erwartungen in absurde Höhen, sondern gehen mit einem gemächlichen, Popcornentertainment-Gefühl ins Kino, um sich einfach gut unterhalten zu lassen. Ohne Anspruch, ohne Tiefgang, einfach nur gute Action und mittelmäßige Jokes.
Dem entgegen steht der anfängliche Start des Films, wo durchaus andere Erwartungen geweckt werden könnten, jedoch wird sehr schnell klar, in welche Richtung sich das alles bewegen wird und als Zuschauer gelangt man schnell an den Punkt, wo es einfach heißt: Actiondauerfeuer und CGI-Explosion. Mass-Destruction und abartige Zelebration einer übermäßigen Devastation.
Nichts verstanden? Macht nichts. Auf die Story oder andere tiefgreifende Elemente kommt es nämlich überhaupt nicht an, im Gegenteil: Die hätte gern auch noch etwas platter ausfallen dürfen, hauptsache das Maß an Action stimmt.
Und hier fährt man gewaltige Geschütze auf und verbreitet so viel Spaß in den Räumen, dass einem die Laufzeit von 108 Minuten viel zu kurz vorkommt. Für den nächsten Männerabend im Kino absolut perfekt. Für Action-Liebhaber und Freunde von brachialer Zerstörungswut ein gefundenes Fressen.
Für Bierchen, Popcorn, Hirn aus und eine grandiose Filmschlacht ohne Anspruch feiern: Perfekt!
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Streifen zeigt nirgendwo Andeutungen auf, dass er gern mehr sein möchte: Er ist ehrlich und damit liebenswürdig und funktionierend: Man bekommt gewaltiges Action-Gewitter mit Szenen, die optisch und klanglich überwältigend sind und dem Zuschauer einmal mehr einen guten Grund bieten, sich in ein Kino zu setzen und ihn nicht irgendwo anders zu schauen.
Dann – und nur dann – macht er richtig Spaß!

 
Nachspann
Macht in 3D sicher auch richtig Spaß – allerdings funktioniert der Streifen genauso in 2D – also überlegt es euch. Sitzenbleiben, wenn ihr mögt – muss aber nicht.
Kinostart: 10. Mai 2018
Wer ihn gerne vor Kinostart schon sehen möchte, kann dies im Rahmen des Männerabends z.B. im CinemaxX München bereits am 9. Mai 2018 um 20:15 Uhr tun.

Avengers: Infinity War (3D)

Einige haben mir nicht geglaubt, als ich geschrieben habe, Black Panther sei nur der sanfte Auftakt für den bevorstehenden Infinity War – und ab Donnerstag prescht eben jener auf euch nieder und mäht alles weg, was es bisher jemals gegeben hat.
Marvel macht seit jeher alles richtig. Figuren einführen, Geschichten liefern, mit denen der Zuschauer sympathisieren kann, das Universum langsam ausgestalten und dann die Brachialität zusammenführen und aufeinander loslassen.
Was andere Labels schmähhaft kopieren und damit kläglich scheitern, Marvel weiß die richtigen Schrauben anzuziehen und liefert etwas ab, bei dem ich nicht gegen den Pressetext wettere.
Leute?
DAS sind Superlativen.
Und zwar welche, die funktionieren!
Ich hatte es schon im Gefühl, dass sie mit Infinity War ein Gewitter auf uns loslassen und habe mich über all jene Meldungen gewundert, die aus Black Panther den “bislang erfolgreichsten Marvel-Film aller Zeiten” machten, denn gefühlt ist der in meinen Augen nur ein armseliger Abgesang auf das, was uns da bevorsteht.
Es ist Dienstag Nacht, ich zähle zu den Gesegneten, die den Film bereits vor die Füße gesetzt gekriegt haben und ich bin seitdem ein paar Kontinente tiefer im Kinosessel festgeklebt und komme nicht mehr hoch!
Äh … Sprachlos!
Und meine Erwartungen waren GIGANTISCH! Okay? Da gehört es normalerweise zum guten Ton, dass man während der Vorstellung dann permanent verarscht, enttäuscht und links liegen gelassen wird – und nichts dergleichen ist passiert: Jeder Blick gefesselt auf die Leinwand mit offenem Mund während ich nicht glauben konnte, dass man aus “Fantasie” so etwas erschaffen kann.
WAHHHHH!!! Jetzt zeigt sich erstmal, womit man in all den Jahren mit dem ganzen “Anteasern” der Machtspitzen überhaupt erst hinaus wollte, auch wenn man vorher beim .trailer manchmal das Gefühl hatte, dass Thanos als kleines rumhoppelndes Männchen kein ernstzunehmender Gegner werden würde, sondern eher eine enttäuschende Figur abliefern…
NEIN!
DEFINITIV NEIN!
Ich würde Avengers: Infinity War mal gelinde gesagt als superlativen Schlag in die Fresse eines jeden bezeichnen – ein Film, nach dem nichts mehr so ist, wie es einmal war. Beim Nachspann sitzt du allen ernstes im Kino und fragst dich, ob die es auf die Reihe bringen und diesmal einfach mal keine After-Credits bringen? Weil das so ein niederschmetternder finaler Roundhousekick in die Fresse wäre – und ehrlich gesagt: Es hätte mich nicht verwundert.
Ja, auch ich habe mir die ein oder andere These zum Film im Vorfeld im Internet durchgelesen und mit der gleichen Amüsiertheit wie bei den ganzen “definitiv richtigen Apple-Vorhersagen” verfolgt, was nun denn in Infinity War passieren müsste. Leute? Lächerlich!
Eure Thesen waren allesamt lächerlich. Und wir alle sollten um Vergebung flehen und lernen, dass Marvel tatsächlich kein Filmlabel ist, sondern eine geheime Religion, die nicht nur vorgibt, Götter für die Leinwand zu produzieren, sondern auch im Stande dazu ist, diesen Göttern wahrhaftig Leben einzuhauchen!
Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll, außer alles zu revidieren und mich geschlagen zu geben: Seit A Quiet Place – der im “Horror”-Sektor komplett aufgeräumt hat – ist etwas im Kino explodiert und wir alle sind jetzt entweder tot oder erleben gerade das geilste Filmzeitalter, das die Menschheit je hatte.
Infinity War gehört dazu!
 

.kinoticket-Empfehlung: Überlegt euch mal: Es gab 18 (!!!) – ACHTZEHN – Filme, die uns alle darauf vorbereitet haben, dass das hier kommen würde.
Und jeder davon war für sich ein eigener Riesenerfolg. Andere Filmreihen versuchen, immer größer zu werden, Marvel wird immer größer. Nach allem, was sie bisher abgeliefert haben, läutet man mit Avengers: Infinity War nun definitiv ein neues Kinozeitalter ein und hinterlässt tiefe Spuren, die dutzende andere Arbeiten gemeinsam bei weitem nicht wegzudrängen vermögen.
Geht in die größten Kinos die ihr findet – schöpft und kostet das neue Dolby Atmos aus und lasst euch einfach gehörig schön wegbomben – es macht endlich wieder einmal richtig Spaß – und das ohne eine einzige Pause!

 
Nachspann
Es ist und bleibt Marvel.
Kinostart: 26. April 2018

Der Sex Pakt

Auch wenn wir es hier seit langer Zeit mal wieder mit einem durch und durch deutschen Titel zu tun haben: Der Film kommt aus Amerika und er ist für Amerika geschaffen.
Allein des Titels wegen werden die ahnungslosen Kinogänger die Säle stürmen und sich einfach darauf einlassen, was da kommen möge. Dabei ist der Film weitaus weniger witzig, als uns das .trailer oder Vorahnungen glauben lassen möchten.
Nun hatte ich gleich das “Vergnügen”, diesen Film 2x hintereinander mit einem völlig unterschiedlichen Publikum zu sehen: Einmal mit der “Elite der Presse”, denjenigen, deren Schreibarbeit maßgeblich das Denkbild unserer Nation prägt und die mit ihren Eingebungen ganze Menschenhorden versorgen, um hier Meinungsbildung zu betreiben und unter Achtung aller verstrickten Verlagsauflagen einen Artikel zu schreiben, der “morgen” dann in aller Munde diskutiert wird – und das Ergebnis hierbei war schlichtweg negativ.
Im Anschluss daran dann mit dem “gemeinen Volk”, dass sich zahlungswillig in die Kinosäle hockte und den Film beschaute. Auch hier habe ich mir die Mühe gemacht und bin wieder wahllos auf Zuschauer zugegangen und habe sie nach ihrer Einschätzung gefragt – und überraschenderweise zeigte sich (auch bei der Auszählung der Stimmzettel, die nach dem Film eingeworfen werden durften) ein ganz anderes Bild: Die Menschen mochten es zum Großteil bzw. waren hin und hergerissen.
Ich glaube, um mit Der Sex Pakt wirklich warm zu werden, braucht man ganz viel kulturelles Verständnis für das womöglich klischeehafte Verhalten einiger ländlicher Amerikaner. Das Problem ist nämlich: So viele Dinge sind hier so maßlos überzogen und unwirklich, dass sich dieser Film unfreiwillig eigenständig persifliert – dies aber so schlecht umsetzt, dass man hin und wieder daran zweifelt, ob er wirklich eine Parodie sein möchte, oder tatsächlich einfach nur ein schlecht gemachtes Werk ist, dass uns da vor die Füße geknallt wird.
Um jetzt aber vollends darauf rumzuhacken, enthält er zu viele – mit dem richtigen Publikum im Saal – funktionierende Witze, die teils schon so dämlich sind, dass man wieder darüber lachen kann.
Auch die Mädels, die ich gefragt habe, meinten, dass der Film relativ ausgewogen zwischen peinlich und gut dahin schippert, einige fanden ihn toll, ungefähr gleich viele haben nur mit den Augen gerollt.
Meiner Meinung nach fehlt hier einfach das gewisse Etwas, dass ihn aus diesem schon millionenfach erzählten Plot rausreißt und zu etwas besonderem macht. Die Story – schön und gut. Das peinliche Gehabe, wenn Erwachsene versuchen, auf Jugendlich-Cool zu machen, kennen wir schon aus anderen Rohrkrepierern zur Genüge. Was fehlt, ist das erfrischend andere Etwas.
Da zeigen sich zwar Ansätze, die fingerdeutend auf die scheinbare “American Stupidity” zeigen, die Frage ist aber, ob “die da drüben” wirklich so sind, wie dieser Film vermuten lässt. WENN (großes Fragezeichen) das tatsächlich die Message sein sollte, wäre dies ein höchst lobenswerter Ansatz, der uns alle von dem unmöglichen Gebaren werdender Eltern erlöst und nun endlich “von oben herab” die Leviten liest, auf dass sich vielerorts vieles in den Familien wieder normalisieren möge – das würde ich durchaus begrüßen.
Allerdings denke ich kaum, dass das – im besten Falle angetrunkene – Publikum derart viel Denkvermögen in petto mit in den Saal schleppt, um derlei Überlegungen anzustellen, wenn es sich einfach nur unterhalten lassen möchte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wenn selbst die Damen nach der Vorstellung schon allesamt bejahen, dass man bestenfalls MIT Sekt den Saal betritt, dann sagt das eigentlich schon alles über den Film aus.
Es kann gut werden, Voraussetzung dafür ist meiner Meinung nach aber viel Publikum im Saal, dass definitiv gut drauf ist und Lust auf so etwas hat. Mit ein paar deprimierten Nasen im Raum macht es dann überhaupt keinen Spaß mehr und wer Ernsthaftigkeit oder Logik hier drin sucht, geht elendig zugrunde.
Mein Lob gilt denen, wo man es am wenigsten erwartet – dieser Moment war für mich einer der Besten des Films.

 
Nachspann
Nicht gleich aufspringen, nach dem Nachsatz kommt dann nichts mehr.
Kinostart: 12. April 2018

Pacific Rim: Uprising (3D)

Kinder: Das Zeitalter der Superlative ist angebrochen!
In unzähligen überbordenden Mega-Blockbustern hat man uns in der Vergangenheit gelehrt, was es heißt, mit CGI-Fäusten auf die Zuschauerschaft loszugehen. Nicht zuletzt hat man mit der Transformers-Saga fünf unerträglich gewaltige Titel geschaffen, die den Zuschauer auf das vorbereitet haben, was Pacific Rim: Uprising jetzt auskostet.
Die Vergangenheit hat uns längst gelehrt, dass niemals für beides genug Geld da ist: entweder man hat sagenhafte Geschichten oder bombastisches Effektgewitter! Pacific Rim: Uprising nährt sich von der Gewöhnung, die in den vergangenen Jahren auf die Menschheit losgelassen wurde und liefert jetzt Letzteres in Vollendung an den Kinozuschauer ab!
Man ist längst darüber hinaus, zu ergründen, warum, wieso oder weshalb etwas geschieht und konzentriert sich einzig und allein auf die inzwischen fast schon perfekt austarierten Meistermoves, die den Federn der Macher entsprungen sind. Und die Modelle dazu erkennt man bei ungenauem Hinsehen ja auch wieder: Hollywood hat, was es braucht, und kann sich darum künftig nur noch um die Feineinstellungen kümmern, der Rest liegt bausteintechnisch abrufbereit in der Schublade.
Ich glaube, das Gefühl, dass solche Filme leicht minderbemittelt wirken, zumindest was die Inhalte angeht, entspringt der Tatsache, dass wir es gewöhnt sind, in anderen Titeln unzählig viel Spielzeit darauf zu verwenden, bürokratische Prozesse in Gang zu setzen um endlich an das gewünschte Ziel zu kommen, was hier auf einmal nach einem Hard-Cut sofort vorhanden bzw. intakt ist.
Das entbehrt jedweder Logik und führt die Story daher ad absurdum, weswegen weniger die Gefühle und Empathie als vielmehr das Popcorn-Unterhaltungsgen angesprochen wird. Hier finden sich aktuell sehr viele, schön ausgelotete Szenen, wunderbare Kameraeinstellungen, herrliche Bilder in prachtvollem 3D – und überhaupt ist der ganze Film eine optische Augenweide, die so sehr schmeichelt, wie es schon lang kein anderer Film mehr getan hat.
Genau mit diesen Erwartungen sollte man in diese Vorstellung gehen: lasst die Suche nach Logiklücken zu Hause, nehmt euch lieber ein Bier in die Hand, und genießt, was euch in diesem Genre jetzt vorgesetzt wird, denn: wir sind an der Superlative angelangt und haben ein Maß erreicht, an dem in diesem Sektor schon fast von Vollkommenheit gesprochen werden kann. Würde man jetzt weitergehen, müsste man sich wieder mit Inhalten beschäftigen und in Zukunft wesentlich mehr Geld in solche Produktionen reinpumpen, als es jetzt sowieso schon gemacht wird. Und ich glaube, darauf müssen wir noch ein ganzes Stück warten.
Genießt die Show, macht das Kino groß, dreht die Boxen auf laut und schau zu, dass alles so riesig wie möglich ist. Dorfkinos, kleinere Städte und alles was unter Super-Giga-Mega ist, hat keinen Wert und macht den Film wieder zu einem nicht sehenswerten Objekt. Sorgt dafür, dass dies nicht passiert, und fahrt gegebenenfalls einfach ein paar Kilometer weiter, wenn dort das Kino wesentlich größer ist. Dann macht auch dieser Kinoabend wieder richtig Laune!
Noch ein paar Worte zum Sound: Ich hatte schon bei Transformers das Gefühl, dass man hier eher witzig als episch sein wollte und irgendwie den großen Wurf nicht wirklich rausgepresst bekam. Das, was ich mir während des Films erwartet hätte, kam dann im Nachspann, was mich selbst verwunderte, wie schnell doch tatsächlich die Zeit rumging… langweilig wird’s also nicht. Also konzentriert euch auf den Film und genießt den Sound dann, wenn alle weg sind.
 

.kinoticket-Empfehlung: Größenwahnsinnig, gigantisch, mehr mehr mehr!
Das sollte hier die Devise sein. In jedem – und das verspreche ich euch – kleineren Kino, wird dieser Film zum letzten Schund. Alles, was bisher in dieser Richtung da gewesen ist, wurde nur produziert, um diesen Teil hier drehen zu können.
3D, Optik, visuelle Pracht und CGI glänzen auf oberstem Niveau. Wer Story, Logik oder glaubwürdig spielende Schauspieler sucht, ist hier falsch.
Am Soundtrack dürfen sie gerne noch ein wenig feilen, der wurde in meinen Augen dann richtig episch, als bereits alle wieder aus dem Saal waren: Beim Nachspann!

 
Nachspann
Bleibt sitzen und genießt die Klänge!
Kinostart: 22. März 2018

Tomb Raider (3D)

Als Kind erinnere ich mich noch daran, die PC-Spiele gezockt zu haben und war zutiefst erfreut, als sich seinerzeit Angelina Jolie daran machte, Lara Croft für die Leinwand zu mimen.
Mittlerweile hat sich vieles getan, im Kino, auf der Leinwand, an den Spiele-Apparaten und die Menschen sind dank der Verwöhnstrategie der letzten Jahrzehnte auch immer anspruchsvoller geworden. Wo man früher noch froh darüber war, wenn etwas Verpixeltes auf dem Monitor überhaupt irgendwie wie ein Mensch aussah, muss es heute das absolut perfekte UHD-Rendering sein, in Filmen darf man CGI nicht mehr merken und das Drehbuch drumherum muss auch stimmen.
Diese Anforderungen erfüllt Tomb Raider nicht.
Dieser Streifen wurde für gigantische Kinosäle gebaut, in denen es vor IMAX-Technologie wimmelt und man von 3D und monströsen Bässen erschlagen wird: Eine optische Augenweide, in die man abtauchen und vor visuellen Eindrücken nur so umschmeichelt ist.
Jedes kleinere Kino kann (und sollte) da nicht mitziehen, weil Tomb Raider dadurch zu einem schlechteren Film gemacht wird, als er ist. Wer nicht von der optischen Wucht und der dazugehörigen 3D-Technik in den Kinosessel gehauen wird, der erlebt stundenlang quälende Langeweile und ein schlecht geschriebenes Drehbuch, dass unter seiner Vorhersehbarkeit krankt wie es schon lange kein anderer Film mehr getan hat.
Als Spieleverfilmung reiht sich dieses Werk damit in die verfluchte Geschichte aller bisherigen Spieleverfilmungen ein, die ein trauriges Kapitel des Kinos aktuell in den modernen Tagesablauf der Kinogänger einpflanzen und dort neu beleben wollen. Sollte dieses Werk nämlich von monetarischem Erfolg gekrönt sein, war dies nur der Auftakt einer ganzen Reihe, in der man Lara Croft als Gamecharakter wieder aufleben lassen und mit neuen Abenteuern rebooten möchte.
Das Problem dabei sehe ich wieder einmal darin, dass hier entscheidende Merkmale der Kategorie “Game” zwangsweise im Kino vernachlässigt werden müssen, da eben nicht jeder Zuschauer die Freiheit hat, durch Interaktion eine ganz eigene Version der Geschichte zu sehen und zu erleben, sondern man sich auf eine einzige Variante (die des Regisseurs) beschränken muss und damit eben viele einfach enttäuscht.
Auch wird das Spielerleben nicht so transportiert, wie es ist, wenn man selbst den Joystick in den Händen hält und den Charakter damit steuert – ergo bleibt mehr Zeit zum Nachdenken, zum Ansprüche stellen und zum sich enttäuschen lassen.
Besieht man sich das Werk (und schaut sich ein paar Bilder hinter den Kulissen des Schaffens an), entdeckt man schnell, dass hier fast vollständig auf CGI gebaut wurde, was leider auch in vielen Szenen unübersehbar ist. In Verbindung mit dem schauspielerischen Können einer Alicia Vikander möchte ich hier fast schon von einer Fehlbesetzung sprechen, da sie für die Rolle einfach viel zu schade ist und im Film eher als “austauschbar-gebeuteltes Objekt” gehandelt wird, da der eigentliche Star des Films wieder einmal die beeindruckenden Bilder aus den Computern sind.
Dies ist insofern schon in Ordnung, wenn das spektakle Drumherum dann auch passt und man mit Popcorn und Coke bewaffnet durch die 3D-Brille auf den Screen starrt, weil dann einfach keine Zeit mehr bleibt, um sich noch in eine intelligente Story reinzufuchsen. Da dies aber in 98,9% der Fälle nicht der Fall sein wird (wer geht schon regulär in ein echtes IMAX?) ist verständlich, dass sich der Großteil davon eher weniger unterhalten fühlen wird und es bleibt abzuwarten, was die Kinokassen am Ende dann tatsächlich sprechen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Alicia Vikander gibt ihr bestes und mimt die neue Action-Ikone in einem Film, dessen Drehbuch eigentlich verhindert hätte werden sollen.
Konzentriert man sich einzig auf die Technik, die grandiosen Kulissen und das intensiv eingesetzte CGI, kann man da drin durchaus aufblühen und ein Bildergewitter erleben. Da dies die meisten Kinos aber nicht in der entsprechenden Wucht bieten können, wie es nötig wäre, sollte man sich an dieser Stelle wohl tatsächlich einzig in ein IMAX aufmachen und den Film dort besehen. Alles andere wäre verschwendet.

 
Nachspann
lässt deutlich spüren, dass hier nur für 3D gearbeitet wurde, lässt anschließend aber auch keine weiterführenden Hoffnungen zu. Rausgehen ist also erlaubt.
Kinostart: 15. März 2018

Call Me By Your Name

Lasst uns mal ein bisschen träumen: Ich bete schon, seit ich ihn gesehen habe, dafür, dass genau dieser Film den Goldjungen in der Kategorie “Best Picture” abräumt!
Es wäre so ein dermaßen endgeiles Statement der Academy und ganz ehrlich: Timothée Chalamet spielt zum Heulen schön! Egal, was du über die Thematik denkst: Nach diesem Film bleibt garantiert kein Auge trocken und kein Herz unberührt!
Bislang hat man noch nicht oft genug versucht, den Menschen diese Inhalte in einer derartig normalen Version zu vermitteln, und alle früheren Versuche hatten bislang eins gemeinsam: Sie scheiterten grandios!
Call Me By Your Name macht die Ausnahme und holt garantiert jeden aus seiner Ecke ab und pulvert ihn mit Normalität zu, dass gar nicht auffällt, was sich hier eigentlich tatsächlich abspielt!
Und Leute: Vorbilder! Es ist so tränenrührend nachahmenswert, wie sich Stuhlbarg und Co. hier verhalten: Jede Gesellschaft muss davor niederknien, zutiefst um Entschuldigung flehen und anschließend schwören, sich für alle Zeiten zu bessern! Eine bessere, sinnlichere und aufwühlendere Pointe in einem Bilderbad der Gefühle hat bislang noch niemand so unvergesslich auf die Leinwand gebannt!
Nach Call Me By Your Name gibt es einfach keine Entschuldigungen mehr, kein “Ich konnte es ja nicht wissen”, keine Intoleranz und Wegsehen – danach muss es endlich jeder verstanden haben und ich erbitte, dass die Welt reif genug ist, um damit umgehen zu können: Der Oscar® in Best Picture würde ein Vielfaches dazu beitragen!
Und ja, ich hab selten so intensiv und berührt im Kino gesessen und einfach geweint!
 

.kinoticket-Empfehlung: Mein Lieblingsfilm 2018? Call Me By Your Name.
Timothée Chalamet legt eine Performance an den Start, die dieses Genre ENDLICH mit Normalität, verspielter Jugendlichkeit und absolut liebenswürdiger Unerfahrenheit beseelt, was aus Call Me By Your Name für mich schon jetzt DEN Film des Jahres macht!
Rein! Anschauen und von dem lernen, was euch da vor die Füße gespielt wird – etwas herzergreifenderes wie das hier werdet ihr sowieso nicht so schnell wieder finden!
Vote 4 Best Picture!

 
Nachspann
😭😭😭😭😭😭😭 Wer hält sowas aus?
Kinostart: 1. März 2018
P.S: Man spricht bereits über Fortsetzungen … JAAAAAA BITTE!!!

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone (3D)

Mit Maze Runner – The Death Cure – wie er im Original heißt – geht Twentieth Century Fox nun in die dritte Runde dieser Reihe und offenbart sich wieder einmal als absoluter Könner, was hervorragendes Kino angeht! Warum habt ihr bloß an Disney verkauft? 🙁
Mit den ersten beiden Filmchen hatte ich ja so meine Schwierigkeiten, da sie im Vergleich zu anderen “Jugend-Filmserien” einfach zu unausgereift und holprig unterwegs waren: Hat man bei Die Tribute von Panem z.B. noch einen immensen Zusammenhalt gespürt und gemerkt, dass es – trotz filmischer Rivalitäten – bei den Darstellern privat einfach ein harmonisches Miteinander gibt, war diese Gemeinschaft bei Maze Runner seit jeher gestört. Irgendwie wollte es nicht so richtig zünden und auch der zweite Teil hauste mit viel zu viel Stolpern recht ungemütlich über die Screens und offenbarte sich nicht als Erleuchtung, sondern man zwängte sich durch die Plots und war am Ende irgendwo froh, als es vorbei war.
So zumindest ging’s mir.
Mit Death Cure verlassen Regisseur Wes Ball und seine Boygroup nun genau dieses Pflaster der Erfolglosigkeit und legen hier einen Actionritt hin, der Monsterproduktionen das Wasser reicht und an der Schärfe und Eloquenz von The Fast and the Furious kratzt – mit wahnsinnig gereiften “Kindern”, aus denen echte Jungs geworden sind und einem Plot, der zwar immer noch im Maze Runner-Universum spielt, aber mit den ersten Filmen und deren Unbeholfenheit so rein gar nichts mehr zu tun hat.
Leute: Ich saß in dem Kino und hab dabei zugesehen, wie mir überall am Körper die Gänsehaut rumgekrochen ist – und das bei Maze Runner!
Es ist fast so, als würden die Filme immer erst dann gut, wenn klar wird, dass es dem Ende zugeht und man endlich alles zerstören darf! Ich sag nur: Wow! Und meine das todernst: Die geballte Kraft, mit der man hier ein paar Boys auf die Welt los- und sie ihre Schlachten schlagen lässt, wuchtet von einer Ecke zur anderen und hinterlässt auf ihrem Weg deutliche Spuren von Beeindrucktsein und einer bestaunenswerten Stärke und Größe, die ich gerne schon viel früher in dieser Reihe gesehen hätte.
Und dabei erstrahlen einstige Lachnummern auf einmal in Rollen, die ehrbar und würdevoll sind – allen voran Thomas Brodie-Sangster, dessen Entwicklung und Style mich gelinde gesagt vollkommen umgehauen hat!
Ich saß mit Staunen, angespannten Muskeln und Schmerzen in den Armen vom Festkrallen in den Stuhllehnen während dem Abspann im Raum und dachte mir: “Fuck, eigentlich wolltest du doch den Abgang verreißen, weil die Serie bislang eh beschissen war …”
Tja, Pustekuchen!
Wenn ihr also mal etwas richtig geiles sehen wollt, was nicht unbedingt vom Plot her begeistert, sondern wieder Stimmung und Momentum erzeugt, dass einem die Gänsehaut den Rücken runter läuft, dann seht euch dieses Werk an und bestaunt seine Reife und jung-erwachsene Würde, die es innerhalb der zwei Jahre entwickelt hat, die man dem Film nun Zeit gegeben hat.
Das Ergebnis beeindruckt auf vielen Ebenen und hat einen eingefleischten Unterhaltungsfetischisten wie mich vollkommen überzeugt. Ich werde nach offiziellem Kinostart definitiv noch ein paar Mal in die Vorstellungen rennen und mir das Ding erneut antun!
 

.kinoticket-Empfehlung: Thomas Brodie-Sangster – ahhhhh!
Was für eine Änderung: Im Zusammenspiel, in der Gruppenharmonie, in der Reifung des Universums, im Erzählen einer Geschichte, die vom Buch zwar leicht abgewandelt wurde, aber dennoch packend fürs Kino inszeniert und – im Vergleich zu allen Vorgängerteilen – diesmal maßlos und ganzheitlich überzeugt!
Geht rein und kostet von diesem Actionspektakel, dass FOX da auf die Menschheit losgelassen hat – genau deshalb kauft unsereins .kinotickets, weil wir genau das haben wollen, was Maze Runner uns da bietet!
Also Abflug und rein in die schwarzen Säle! Und vertraut mir, wenn ich euch sage, dass man überhaupt nicht merkt, wie schnell diese 141 Minuten vergangen sind! Mega positives Zeichen!

 
Nachspann
Sitzenbleiben, Luft holen, aufstehen und raus – hier kommt nix mehr.
Kinostart: 1. Februar 2018

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Ewig ist es her, dass ich diesen Film in einer Pressevorführung gesehen habe und Aussagen dazu noch unter Embargo standen – und nie ist es mir schwerer gefallen, dazu die Klappe zu halten.
Nun sind die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben worden und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri hat sage und schreibe 7 (!) davon eingeheimst und steht damit unter den Top 3 der diesjährigen Nominierten bei der größten Verleihung überhaupt – allein das sagt ja schon mal verdammt viel über den Film aus!
In diesem bitterschwarzen Stück, das im Übrigen von seinen zynischen Inhalten lebt, die Ernsthaftigkeit und Tiefe, zum Himmel schreienden Schmerz und Provokation gegen das Eingefahrensein und die Gleichgültigkeit des Rechtssystems proklamieren, erhebt sich Francis McDormand in einer Frauenrolle zur Schauspielikone, die nicht nur für Recht und Gerechtigkeit kämpft, sondern auch das weibliche Geschlecht weltweit auf ein ansehnliches Niveau hebt, was Schauspielerei und die Bedeutung der Frau in Hollywood und grundsätzlich auf der Leinwand ganz neu bewertet.
Allein schon diese starke Weiblichkeit, die sich gegen unzählige frauenfeindliche Männercharaktere durchsetzen muss, habe ich bereits beim ersten Schauen genüsslich begrüßt! Ich liebe es, wenn endlich nennenswerte weibliche Beispiele an der Front der Schauspielerei stehen, damit tatsächlich mal etwas in Sachen Gleichberechtigung getan wird und die Klischees nicht immer weiter gefüttert und diese unglaublich wichtige Grundsatzdiskussion durch Lächerlichkeiten ad absurdum geführt wird.
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es richtig angeht und grollt mit unfassbarem Zorn gegen ein System, dass vielerorts auf der Welt für Ungerechtigkeit sorgt und Menschen in den richtigen Positionen die Macht gibt, Dinge falsch zu machen ohne dafür bestraft zu werden.
Dass man sich hier nicht vollkommen der Menschlichkeit entledigt und einfach auf einen groben Schlachtfeldzug geht, bei dem alles, was sich einem in den Weg stellt, zunichte gemacht wird, sondern die Emotionen und Gefühle, aber auch Verantwortung und Ehre gefordert werden, macht diesen Film unter allen Filmen dieses Jahr zu einem der ganz großen.
Und die bisherigen Nominierungen und Auszeichnungen sprechen eine ganz klare, deutliche Sprache: 3x AACTA International Awards 2018, Aufnahme in die Top-10-Filme des Jahres 2017 im American Film Institute, 9 Nominierungen bei den British Academy Film Awards 2018, 5 Nominierungen und 2 Auszeichnungen bei den British Independent Film Awards 2017, 6 Nominierungen und 3 Auszeichnungen bei den Critics’ Choice Movie Awards 2018, 4 Golden Globes und 6 Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2018 und und und … die Liste ist endlos!
 

.kinoticket-Empfehlung: Ihr seht: Man braucht kein Oscar®-Filmjäger zu sein, um diesen Film gut zu finden, sondern von allen Seiten strömt der Tenor zu einem, dass dieses Werk eines der besten Filme aller Zeiten ist, das zu Recht mit Preisen überschüttet wird und jede einzelne Auszeichnung davon redlich verdient!
Francis McDormand pusht starke, weibliche Charaktere in Paraderollen in Hollywood, während sich die Männerriege hinten anstellt und gleichermaßen herausragende Performances abliefert, bei denen sich jeder einzelne davon sehen lassen kann.
Nicht nur der zynisch-sarkastische Humor, der es in vielen Dingen oft auf die Spitze treibt, sondern die unfassbare Härte und Konsequenz, der man sich hier opfert, machen aus diesem Stück einen Film, den jeder – wirklich jeder – unbedingt gesehen haben muss!
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gehört für mich schon seit einigen Monaten zu den Top 10 Lieblingsfilmen meines Lebens, und jeder, der ihn gesehen hat, weiß anschließend, warum!
Also tut euch selbst den Gefallen und geht rein – es lohnt sich. In jedem Kino. Zu jeder Zeit. Hauptsache gesehen!

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten, hier kommt nichts weiter.
Kinostart: 25. Januar 2018

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