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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: George Clooney

Fahrenheit 11/9

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Nun ist die Verwirrung perfekt: Bowling for Columbine konnte man von Fahrenheit 9/11 noch unterscheiden. Aber Fahrenheit 9/11 von Fahrenheit 11/9? Warum bringt Michael Moore den alten Schinken jetzt wieder ins Kino?

Äh … das ist der neue von ihm … und er handelt nicht vom 11. September (wie war das nochmal mit dem umgekehrten Monats-Tags-Dingens bei den Amis?), sondern ist sein aktuelles Werk über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, dessen Machenschaften, Ehrgeiz und Handhabe er in seiner neuesten Dokumentation leicht verständlich, aber dennoch impulsiv, inhaltsmächtig und provokant offenlegt.

Dass es Moore schon seit jeher auf die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika abgesehen hat (“Shame on you, Mr. Bush, shame on you!” [Zitat Michael Moore auf den 75th Academy Awards beim Gewinn des Oscars für Bowling for Columbine]), wissen wir seitdem ja. Ironischerweise sagte Trump damals, dass er sich wünscht, Moore würde nie einen Film über ihn machen … und voilà – da ist er.

Ich weiß, es ist sehr spät dafür, und ich weiß, der Film läuft quasi nirgends. Womöglich haben die Kinobetreiber selbst nicht gerafft, dass dies keine Wiederholung ist, sondern ein brandheißes neues Eisen, dass zwingend auf die Leinwand gehört und dort von so vielen wie nur irgend möglich gesehen werden sollte.

Umso genialer zu erfahren, dass es diverse Schulklassen in Sondervorstellungen davon schaffen und ich im Rahmen einer dieser Vorstellungen doch noch an dieses Werk gelangt bin. Und noch genialer ist, dass mir hunderte dieser Schüler am Ausgang gesagt haben, sie würden:

a) wieder in diesen Film gehen
b) nochmal Geld bezahlen, um ihre Freunde auch mit reinzunehmen und ihn nochmal anschauen
c) es weitererzählen und Werbung für den Film machen, da er grenzgenial ist

Und ja, das Ding ist Bombe und sprengt sich mit so viel Durchschlagskraft den Weg zur Wahrheit frei, dass selbst Moore, dem viele ja intensive Selbstinszenierung vorhalten (wo auch in der Vergangenheit tatsächlich etwas dran war) sehr in den Hintergrund rückt und es hier tatsächlich um die Inhalte geht und nicht um ihn.

Und was dort preisgegeben wird, mit welcher sarkastischen, zynischen und bitterbösen Wahrheit man hier auf unausgesprochene Fakten losgeht und diese belegt, schreit förmlich zum Himmel.

Gerade deshalb sind Filme wie dieser enorm wichtig, weil selbst die Medien mantraartig nachbeten, was man ihnen vorgibt und von “Pressefreiheit” schon lange keine Rede mehr sein kann. Wer kontrolliert also die Mächtigen? Wer legt offen, was keiner mehr recherchiert? Wer kümmert sich darum, wenn ganze Bevölkerungsgruppen verarscht werden?

Das Separieren in Gruppen von Unwissenden ist seit jeher ein Mittel zum Machterhalt, bloß nicht zu viele Informationen, bloß keine Zusammenhänge herstellen, bloß nicht das ganze Gesamtbild betrachten lassen, sondern immer nur schön unwichtige Brocken, die für sich selbst dann auch gar nicht so schlimm aussehen.

Das, was Moore hier macht, ist genau das Gegenteil davon: Er schöpft so viele Informationen wie möglich, packt sie in verständliche Worte und bringt sie dem Zuschauer auf einem Tablett so angeordnet, dass dieser sie trotz seiner Komplexität versteht und sich anschließend seine eigene Meinung zu den Dingen bilden kann.

Es werden genug Fragen gestellt, die man sich selbst beantworten darf. Es werden Verbrechen aufgezeigt, die so groß und unfassbar sind, dass sie selbst hier in Deutschland in den Medien präsent waren, aber doch irgendwie im Trubel des eigenen Alltags untergegangen sind … und wenigstens einer schert sich darum und zeigt, wie es tatsächlich aussieht mit dem Land, was hierzulande oft nur von Hörensagen-Märchen geprägt ist.

.kinoticket-Empfehlung: Auch, wenn er kaum zu finden ist: Stürzt euch auf die Screenings, die noch angeboten werden, fragt in den Kinos nach, fordert es ein und bittet, dass möglichst viele Säle den Film wieder ins Programm zurückholen, denn seine Mächtigkeit ist überragend und gesehen haben ihn viel zu wenige.

Und wer irgendwo die Chance hat, ihn zu sehen – ganz gleich, wo – ergreift sie! Das Ding ist wichtig … und den erschütternden Blicken der Kids nach zu urteilen auch inhaltsgewaltig und extrem sehenswert.

Also sucht sie, findet sie und bevölkert sie: Die wenigen Vorstellungen, die es vielleicht irgendwo noch gibt!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 17. Januar 2019

Original Title: Fahrenheit 11/9
Length: 128 Min.
Rated: FSK 12

Suburbicon

Würdet ihr Angela Merkel etwas abkaufen, wenn diese Dame aufs Podium tritt und verkündet, dass sie etwas mitzuteilen hat? Man würde ihr vielleicht aus Respekt zuhören oder einfach nur mitkriegen wollen, was da passiert, weil’s nunmal eine wichtige Persönlichkeit ist, aber ernst nehmen und anschließend danach leben ohne zu hinterfragen, wieso sie das sagt, was sie sagt? Niemals. Ich zumindest nicht.
Wie sieht’s bei George Clooney aus? Schon ganz anders, hm? Er hat zwar längst nicht so einen massiven politischen Einfluss auf die Welt, aber er hat bereits früher durchblicken lassen, dass er etwas zu sagen hat – und dazu auch noch etwas in der Birne und ich finde, selbst Jugendliche tun gut daran, sich die Zeit zu nehmen und ihm zuzuhören.
Mit seinem neuen Regiewerk Suburbicon trifft er nämlich mit einem ziemlich wichtigen Thema auf den Kern und offenbart eine hässliche Fratze, die seinerzeit zwar von Vorvorgenerationen erschaffen wurde, jedoch heute wieder beginnt, in vielen Köpfen unserer Nation zu sprießen und seine verdorbenen Früchte zu tragen, weil – wie damals auch – niemand genau hinsieht.
Jetzt kann man hinsehen – so man möchte – und wenn es einfach nur stupide auf die Leinwand ist. Clooney vollbringt nämlich das krasse Wunder, eine völlig komplexe Eigenart in verständliche Bilder zu packen, diese beeindruckend und umwerfend dem Publikum zu präsentieren, damit Humor und Unterhaltung nicht zur Seite zu schieben und dennoch eine der wichtigsten Lektionen begreiflich unters Volk zu verteilen, so dass der Zuschauer sich hinterher weder vors Gesicht gestoßen noch moralisierend belehrt fühlt und dennoch mit unglaublich wertvollen Gedanken wieder aus dem Saal gestoßen wird, die es nun umzusetzen gilt.
Und wie aktuell das Werk, wie wichtig seine Message derzeit ist, merkt jeder, der auch nur ansatzweise etwas von Suburbicon mitkriegt.
Leute: Es lohnt sich und zählt fast schon zu den ehrenwerten Bürgerpflichten, sich mit diesem Stoff auseinanderzusetzen und zu verstehen, inwieweit uns alle diese Belange angehen.
Und wer jetzt meint: Mäh, wieder nur so Politikmüll, der uns zum 100.000sten Mal sagen will, wer wann wo scheiße ist: Falsch. Auch ihr könnt rein und einfach einen wahnsinnig unterhaltsamen, spannenden Kinoabend erleben, der definitiv seine Spuren hinterlassen wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wie anders sollte man es bezeichnen, als ein absolutes Meisterwerk, dessen Brillanz darin liegt, Vergangenes aktualisiert auf die Leinwand zu werfen und damit die Wut und den Ärger vieler aufzugreifen, um ihnen zu zeigen, wohin das alles führen wird.
In letzter Zeit gab es keinen politisch dermaßen relevanten Film, der zusätzlich über genügend Entertainment und Spannung verfügt, um auch Nichtinteressierten einen herrlichen Kinoabend zu bescheren und dennoch unterschwellig eine Botschaft zu verteilen, deren Wichtigkeit man nur unterstreichen kann.
Reingehen, verinnerlichen und anschließend nach guten Maßstäben leben!

 
Nachspann
folgt ohne weitere Szenen oder zusätzliches Material. Rausgehen erlaubt.
Kinostart: 9. November 2017

Money Monster

In letzter Zeit dreht sich in Hollywood viel um Geld. Doch nicht nur hinter den Kulissen wird vermeintlich Kohle gescheffelt, sondern man bringt das Thema in jüngster Vergangenheit erstaunlich oft vor die Kamera.
Neben The Big Short reiht sich nun ein weiterer Film in die Liste genialer Geld-Filme ein: Money Monster.
Regie führt keine geringere als Jodie Foster, deren filmische Machwerke sowieso ein Garant für solide Spannung und gute Unterhaltung sind. Klar kann man so immensen und für das gemeine Volk fast schon zu komplizierten Vorgängern wie oben erwähntem The Big Short nicht das Wasser reichen, dafür ist der Plot zu niedrig, das Ausmaß zu klein, die Lehrstunde zu selbsterklärend – jedoch wurde die Geschichte wahnsinnig spannend und wohl durchdacht inszeniert und somit hier ein Kinofilm geschaffen, der den Kauf eines .kinotickets mehr als Wert ist.
Es macht schon zu Beginn des Films Spaß, Julia Roberts und George Clooney dabei zuzusehen, wie sie voller Elan in die Story einsteigen – das Zusammenspiel beider Schauspielgrößen war für mich allergrößte Genugtuung. Beide machen ihre Sache mehr als perfekt und Jack O’Connell als eher unbekannterer Hauptdarsteller zieht mit beiden nahtlos mit.
Diese Schauspielprofessionalität, die man hier auftischt, macht aus dem Film etwas ganz großes, auch wenn im Verlauf der Story dann hin und wieder kleine Wartezeiten entstehen, die nicht so recht gefüllt werden wollen, so braucht man vom Gesamteindruck trotz allem keine Abstriche geltend machen, denn die Story stimmt und erzählt hier einmal mehr etwas wahnsinnig wichtiges, das in den Köpfen aller Menschen langsam Fuß fassen sollte.
War der Vorbildfilm eher etwas für die studierte Oberliga der Banker-Intellektuellen, bringt dieser Film nun das Thema artgerecht in die “Schulen” und liefert hier wunderbare Ansätze auf kleinerem Nährboden, der eher dazu einlädt, in die Materie einzusteigen und sich auch in Zukunft mit solchen Eskapaden zu beschäftigen.
Dazu jede Menge spannende Unterhaltung, keine dämlichen Reaktionen und eine wunderbare Stimme aus Hollywood, die hier für Millionen kleiner Menschen spricht – ergibt dieses Stück ein wohlschmeckendes Stück Kino-Kuchen, von dem sich sicher viele verstanden fühlen dürften.
Mir hat es wahnsinnig gefallen und ich würde diesen Film definitiv in die “Kann man jedem zeigen und sofort hernehmen, wenn man nicht weiß, was man im Kino schauen soll”-Schublade packen – und ich würde jederzeit wieder mit rein gehen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Hollywoods ausgewachsene Schauspiel-Ikonen werfen sich hier so gekonnt die Bälle zu, dass es wahnsinnig erstaunt, wenn ein relativ unbekannter Jack O’Connell sich dabei nahtlos in die Oberliga einreiht und hier einfach hypercool im ganzen Spiel mitmischt.
Die Thematik ist hervorragend, die Ausarbeitungen sind zwar nicht allerbeste Oberklasse, aber definitiv gut verdaulich und laden dazu ein, sich mehr auf solche Problematiken einzulassen.
Spannung, Wendungen und Ende setzen hier keine neuen Maßstäbe, die Gesamtpackung funktioniert aber als hervorragender Kinoabend und liefert hier wieder mal einen Film mit Sinn und Verstand, den gerne viele sehen sollten.

 
Nachspann
Nach der Schwarzblende darf man gehen, hier folgen keine weiteren Informationen mehr.

Hail, Caesar!

Die Zeiten, wo man sich über tiefsinnige Fehlbeiträge auf den deutschen Kinoleinwänden beklagen konnte, sind vorbei. Mit Hail, Caesar! geht ein weiterer Film ins Rennen, dem ich das Prädikat zuspreche, von Hollywood für Hollywood gemacht worden zu sein.

Massentaugliche Unterhaltung ist etwas völlig anderes. Im Ernst: Hier werden Arbeitsweisen auf den Tisch gebracht, die so mancher Regisseur wohl leidlich kennen dürfte, die aber eher persiflierend von der Meute der Filmschaffenden auf die Bildfläche projiziert wurde, um mit nicht funktionierender Unterhaltung eines zu tun: zu unterhalten.

Die Selbstironie, mit der man das Filmbusiness damit aufs Korn nimmt, zeugt von extrem hoher Qualität und sorgt im Vorbeigehen dafür, dass nicht nur die Kinozuschauer fluchtartig den Saal verlassen, sondern auch die Vorstellungsanzahl rapide abnimmt, wenn man sich die Spielpläne einiger Kinos mal näher betrachtet.

In meinen Augen geschieht beides völlig zu unrecht, da hier doch mit einer enorm großen Portion Verstand an die Sache rangegangen wurde und man im Stile großer Abendunterhaltung à la arte ein Portfolio an funktionierenden Gags und cineastischem Flair geschaffen hat, bei dem nicht nur George Clooney überzeugend wirkte.

Vielleicht liegt’s auch einfach nur daran, dass Josh Brolin einfach schauspielern kann und mit seiner selbstfinderischen Art den Film zusammenhält wie sonst kein anderer. Das Ganze als ein Art Geschichte zu bezeichnen, grenzt in meinen Augen schon fast an Sünde. Es von der Leinwand zu nehmen oder – wie in vielen Fällen – gar nicht erst abzuspielen, genauso.

Hail, Caesar! ist ein Werk, das zeitlich vollkommen richtig platziert wurde und im Zuge der Academy Award-Verleihungen auch nochmals unterstreicht, dass man in Hollywood nicht ausschließlich Filme produziert, um Kohle zu scheffeln, sondern hier und da auch künstlerisches Können publiziert, um Liebhaber selbiger zu unterhalten.

Dieser Film mitsamt seinem Charme, seiner verdrehten Art und den selbstironischen Partikeln, die explodierend überall durch die Luft fliegen, gehört für mich jetzt schon zu den Errungenschaften, die viele Samstag Abende gekonnt in ihren Bann ziehen und für die “Bettlektüre” taugen.

Eine tiefe Verbeugung vor dem Hollywood vergangener Tage und zugleich eine Selbstbeweihräucherung eigener Fehler, die man hier offen im Film eingesteht und gekonnt in Szene setzt.

Dass der Zuschauer dabei noch lachen kann, ist quasi der Bonus oben drauf.

.kinoticket-Empfehlung: Sollte jemand tatsächlich noch ein Kino finden, dass dem Massenwahn der aktuellen Blockbuster noch entgegenwirken kann und diesen Titel tatsächlich in seinem Programm führt, sollte man schleunigst die Chance nutzen und sich das Werk gemeinsam mit einer Handvoll erlesener Kunstkenner zu Gemüte führen.

Denn nirgendwo macht Film schauen so viel Spaß, wie im Kino – für das Filme gemacht worden sind.

Und wer noch eine Portion mehr Glamour benötigt, um reinzugehen: Bitteschön.

Alden Ehrenreich * Ralph Fiennes * Jonah Hill * Scarlett Johansson * Tilda Swinton * Channing Tatum * Christopher Lambert * Dolph Lundgren …

Nachspann
❌ Wer braucht schon einen Nachspann, wenn er einen guten Film gesehen hat, hm? Ganz genau!

Kinostart: 18. Februar 2016

Original Title: Hail, Caesar!
Length: 100 Min.
Rated: FSK 0

A World Beyond

Zuallererst einmal: Herzliches Dankeschön an Disney, dass sie beim Titel nicht den verhudelten Deutschversuch gelassen haben, sondern bei der englischen Bezeichnung geblieben sind. Im Rausche meiner Kinoextase sind mir nämlich durchaus hier und da Trailer vor die Augen gekommen, in denen für “Projekt: Neuland” geworben wurde, was schon vor Beginn für ein mieses Gefühl gesorgt hätte. A World Beyond ist da doch um so vieles tiefgründig- und zweideutiger … und in meinen Augen einfach der bessere Titel. Also: Danke!
Desweiteren hatte ich beim ersten Trailer, der in die Kinos kam, anfangs noch so ein wenig Bedenken, ob das nicht wieder irgendein Disney-Abklatsch wird, der Altbackenes neu aufwärmt und als frische Idee verkaufen will. Bisschen Animation hier, bisschen Schabernack da und fertig ist das neue Gewinsel, mit dem wieder viel Geld gemacht werden kann. Die Häufigkeit, mit der dieser Film beworben wurde, tat ihr übriges, um mich erneut mächtig zittern zu lassen.
Dann: Ein kurzer Exklusiv-Clip im Rahmen einer Sneak Preview, der den Spieß sofort umgedreht hat und offenbarte, dass hier tatsächlich mehr dahinter steckt als anfänglich vermutet. Die Neugier war geweckt, der Platz auf der Liste wieder ganz weit oben.
Kürzlich war’s dann so weit: .kinoticket gelöst und angeschaut.
Leute? Reingehen!
Hier treffen Schauspielgrößen aufeinander, die sich nicht gegenseitig die Show stehlen, sondern gemeinsam eine viel größere erschaffen. George Clooney ist bekannt dafür, Filme zu generieren, die ein wenig zum Nachdenken anregen und Hugh Laurie dürfte als Dr. House vielen ein Begriff sein. Beide gemeinsam kreieren ein Verbalfeuerwerk, das nicht nur den Gaumen aufheizt.
Und nicht nur die Großen vollziehen Profiarbeit, sondern gerade die Newcomer begeistern von Anfang an mit Charme und einer schnippisch-freudigen Lebensgier, die einfach nur Spaß macht und mehr als nett anzuschauen ist. Hier wurde nicht blind gefrühstückt, sondern mit Liebe zum Detail gekocht und unter Applaus des ganzen Saales aufgetischt.
Ganz ehrlich? Geht rein und hört auf das, was Hugh Laurie euch zu sagen hat! Es ist so wahr, so tief, so begehrenswert ehrlich – das tut einfach nur gut.
Manche der Effekte mögen an Kinderfilme erinnern (und als solches mag man ihn wohl auch vermarkten), aber von kindisch kann hier absolut keine Rede sein, denn Unerfahrenheit oder Halbherzigkeit findet man hier nirgends. Im Gegenteil: Gerade die Kleinsten begeistern mit einer schauspielerischen Reife, die nicht nur nicht enttäuscht, sondern in großem Maße begeistert.
Und das wichtigste: Disneys Botschaft mag seit Jahren die gleiche sein, so gut, so einprägsam und nachhaltig rübergebracht haben sie die bisher aber noch nie. Und das – Ladies und Gentlemen – haut einen echt um!
Dieser Film ist ein Weckruf an die eingeschlafene Welt, die langsam aber sicher im Sumpf der Negativ-Schlagzeilen erstickt und daran zu zerbrechen droht. Er fordert jeden dazu auf, durchzuatmen und die Komplettheit einmal ganz anders zu betrachten, um weit weit über sich hinauszuwachsen.
Und das zu zeigen – ohne dabei in Klischees abzudriften oder gar darin zu versinken – ist Kino der Meisterklasse. Und als solches geht der Film auch in meinem Schädel ein: Ganz ganz großes Kino, das man unbedingt gesehen haben sollte! Dieser Film lebt beim Vorstellen seiner Idee bereits vor, was er zu sagen hat. Anschauen!
 

.kinoticket-Empfehlung: Witzig, unterhaltsam, spannend, einfallsreich, kreativ, erstaunlich, fordernd, fördernd – das sind nur ein paar der vielen Eigenschaften, die A World Beyond mitbringt. Dieser Film gehört zu den ganz Großen und sollte definitiv von jedem einmal gesehen werden.
Nicht nur die völlig neue Ideenschöpfung überzeugt im Film wieder und wieder, sondern auch das schauspielerische Talent von Jung und Alt begeistern von der ersten Sekunde an.
Und die Botschaft – in dieser Form präsentiert – frisst sich direkt in dein Herz und züchtet dort drin Nachwuchs. Wer hier nicht zugreift, für den ist Kino nicht interessant. Definitive Kino-Empfehlung!

 
Nachspann
dürft ihr genießen, denn auch der wartet mit netten Animationen auf.

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