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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Hollywood

Feuerwehrmann Sam – Plötzlich Filmheld

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© 2019 justbridge entertainment media

Ganz ehrlich? Ich hatte noch nie damit zu tun und musste mich selbst erstmal einlesen: Es gibt wohl mittlerweile einige Kinofilme, TV-Serien und was alles zu so einem Kinder-Universum dazu gehört … inklusive der Spielzeugtrailer vor Filmbeginn, die das neueste gleich zum Kauf feilbieten… erinnert mich an ein Transformers für 4jährige, nur dass die Optik und der Sound im Film längst nicht so geil aussieht, wie in Michael Bays Werken.

Tatsächlich ist überdeutlich zu sehen, dass alles über 8 Jahren hier deutlich fehl am Platz ist … und dafür fährt man gleich zu Beginn des Films schwere Geschütze auf: Die Art, hier Stimmung zu machen ist mega-billig und gleichermaßen altersentsprechend faszinierend und fast schon “überfordernd”.

Auch weiß ich nicht genau, wie so kleine Weltenkinder nun darauf reagieren, dass man offensichtliche “Erwachsenenkrankheiten” hier derart offen kommuniziert und veranschaulicht, was stellenweise sogar im Kino Fragen auslöst (“Mama, warum ist der so böse?”) – da ob des Zeichenstils wohl kaum ein Erwachsener aus eigener Intention in so einen Film gehen würde und dafür sogar Geld bezahlen, sondern man quasi nur bei seinen Kindern sitzt und darauf wartet, dass es endlich vorbei ist… Auf die Idee, hier eigene Lehren mit zu nehmen, kommt man während des Films einfach nicht.

Tatsächlich ist mir die offensichtliche Werbung für die Spielsachen diesmal auch echt negativ aufgefallen, da eben jene Features dann im Film offensichtlich präsentiert werden und den Eltern quasi hinterher keine Chance eingeräumt wird, überhaupt “nein” zu sagen. Die “Verkommenheit dieser Welt” nun so in ein Werk für Kinder zu verpacken … keine Ahnung, was ich davon halten soll.

Tatsächlich – um bei dem Transformers-Vergleich zu bleiben – fehlt mir hier einfach der Entertainment-Funke, der auch ohne Merchandising eine unterhaltsame CGI-Schlacht bietet, die nicht offensichtlich an den Kauf von Produkten gekoppelt ist, sondern mehr oder weniger auch tolle Leinwandmomente erzeugt … und dafür war das alles eben einfach zu schwach.

.kinoticket-Empfehlung: Um die Zeit zu überbrücken, bis die Kleinsten dann endlich in den aktuellen Transformers dürfen, reicht es allemal.

Intentionen, auch für Ältere, sind mit verarbeitet, gehen aber irgendwo im Strudel der Belanglosigkeit unter und zeichnen ein Bild von der Welt, dass in meinen Augen dem Zielpublikum zu dem Zeitpunkt noch nicht vorgesetzt werden muss. Man hat halt eine Stunde Ruhe und nimmt danach aber nicht wirklich was davon wieder mit heim. Belehrt mich eines besseren, wenn ihr Kinder und andere Erfahrungen damit habt .. bin auf eure Meinungen gespannt!

Nachspann
❌ braucht man nicht abwarten, das hört alles sehr ruckartig wieder auf.

Kinostart: 05. Januar 2019

Original Title: Fireman Sam: Hollywood Hero
Length: 60 Min.
Rated: FSK 0

The 90th Academy Awards Nominations

Wie ihr alle wisst, bin ich absoluter Fan der Selbstbeweihräucherung Hollywoods und gehöre zu den Kranken, die sich Jahr für Jahr live die Oscars® geben, um mitzufiebern, wer im nächsten Jahr mit der goldenen Trophäe auf den Covern seiner Produkte werben darf.
Heute – am 23. Januar 2018 – wurden die Nominierungen der 90th Academy Awards bekanntgegeben! Und damit ihr nicht auf irgendwelchen Seiten rumsuchen müsst, gibt’s jetzt einfach mal eine kleine Übersicht aller diesjährigen Nominierungen auf eurem Lieblings-Kinoblog.
 
BESTER FILM
Call Me by Your Name
Die dunkelste Stunde
Dunkirk
Get Out
Lady Bird
Der seidene Faden
Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Die Verlegerin

 
BESTE REGIE
Dunkirk – Christopher Nolan
Get Out – Jordan Peele
Lady Bird – Greta Gerwig
Der seidene Faden – Paul Thomas Anderson
Shape of Water – Das Flüstern des Wassers – Guillermo del Toro
 
BESTER HAUPTDARSTELLER
Call Me By Your Name – Timothée Chalamet
Der seidene Faden – Daniel Day-Lewis
Get Out – Daniel Kaluuya
Die dunkelste Stunde – Gary Oldman
Roman J. Israel, Esq. – Denzel Washington
 
BESTE HAUPTDARSTELLERIN
Shape of Water – Das Flüstern des Wassers – Sally Hawkins
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Frances McDormand
I, Tonya – Margot Robbie
Lady Bird – Saoirse Ronan
Die Verlegerin – Meryl Streep
 
BESTER NEBENDARSTELLER
The Florida Project – Willem Dafoe
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Woody Harrelson
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Richard Jenkins
Alles Geld der Welt – Christopher Plummer
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Sam Rockwell
 
BESTE NEBENDARSTELLERIN
Mudbound – Mary J. Blige
I, Tonya – Allison Janney
Der seidene Faden – Lesley Manville
Lady Bird – Laurie Metcalf
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Octavia Spencer
 
BESTES ORIGINALDREHBUCH
The Big Sick – Emily V. Gordon & Kumail Nanjiani
Get Out – Jordan Peele
Lady Bird – Greta Gerwig
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Guillermo Del Toro & Vanessa Taylor
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Martin McDonagh
 
BESTES ADAPTIERTES DREHBUCH
Call Me By Your Name – James Ivory
The Disaster Artist – Scott Neustadter & Michael H. Weber
Logan – The Wolverine – Scott Frank & James Mangold & Michael Green
Molly’s Game – Aaron Sorkin
Mudbound – Virgil Williams & Dee Rees
 
BESTE KAMERA
Blade Runner 2049 – Roger A. Deakins
Die dunkelste Stunde – Bruno Delbonnel
Dunkirk – Hoyte Van Hoytema
Mudbound – Rachel Morrison
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Dan Laustsen
 
BESTES SZENENBILD
Die Schöne und das Biest – Sarah Greenwood & Katie Spencer
Blade Runner 2049 – Dennis Gassner & Alessandra Querzola
Die dunkelste Stunde – Sarah Greenwood & Katie Spencer
Dunkirk – Nathan Crowley & Gary Fettis
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Paul Denham Austerberry &Shane Vieau & Jeff Melvin
 
BESTES KOSTÜMDESIGN
Die Schöne und das Biest – Jacqueline Durran
Die dunkelste Stunde – Jacqueline Durran
Der seidene Faden – Mark Bridges
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Luis Sequeira
Victoria & Abdul – Consolata Boyle
 
BESTER TON
Baby Driver – Julian Slater & Tim Cavagin & Mary H. Ellis
Blade Runner 2049 – Ron Bartlett & Doug Hemphill & Mac Ruth
Dunkirk – Mark Weingarten & Gregg Landaker & Gary A. Rizzo
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Christian Cooke & Brad Zoern & Glen Gauthier
Star Wars: Die letzten Jedi – David Parker & Michael Semanick & Ren Klyce & Stuart Wilson
 
BESTER SCHNITT
Baby Driver – Paul Machliss & Jonathan Amos
Dunkirk – Lee Smith
I, Tonya – Tatiana S. Riegel
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Sidney Wolinsky
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Jon Gregory
 
BESTER TONSCHNITT
Baby Driver – Julian Slater
Blade Runner 2049 – Mark Mangini & Theo Green
Dunkirk – Richard King & Alex Gibson
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Nathan Robitaille & Nelson Ferreira
Star Wars: Die letzten Jedi – Matthew Wood & Ren Klyce
 
BESTE VISUELLE EFFEKTE
Blade Runner 2049 – John Nelson & Gerd Nefzer & Paul Lambert & Richard R. Hoover
Guardians Of The Galaxy Vol. 2 – Christopher Townsend & Guy Williams & Jonathan Fawkner & Dan Sudick
Kong: Skull Island – Stephen Rosenbaum & Jeff White & Scott Benza & Mike Meinardus
Planet der Affen: Survival – Joe Letteri & Daniel Barrett & Dan Lemmon & Joel Whist
Star Wars: Die letzten Jedi – Ben Morris & Mike Mulholland & Neal Scanlan & Chris Corbould
 
BESTES MAKE-UP UND BESTE FRISUREN
Die dunkelste Stunde – Kazuhiro Tsuji & David Malinowski & Lucy Sibbick
Victoria & Abdul – Daniel Phillips & Lou Sheppard
Wunder – Arjen Tuiten
 
BESTER SONG
Call Me By Your Name “Mystery Of Love” – Sufjan Stevens
Coco – Lebendiger als das Leben!Remember Me” – Kristen Anderson-Lopez & Robert Lopez
Greatest Showman “This Is Me” – Benj Pasek & Justin Paul
Marshall “Stand Up For Something” – Diane Warren & Lonnie R. Lynn
Mudbound “Mighty River” – Mary J. Blige & Raphael Saadiq & Taura Stinson
 
BESTE FILMMUSIK
Dunkirk – Hans Zimmer
Der seidene Faden – Jonny Greenwood
Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers – Alexandre Desplat
Star Wars: Die letzten Jedi – John Williams
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Carter Burwell
 
BESTER ANIMATIONSFILM
The Boss Baby – Tom McGrath & Ramsey Ann Naito
The Breadwinner – Nora Twomey & Anthony Leo
Coco – Lebendiger als das Leben! – Lee Unkrich & Darla K. Anderson
Ferdinand – Geht STIERisch ab! – Carlos Saldanha
Loving Vincent – Dorota Kobiela & Hugh Welchman & Ivan MacTaggart
 
BESTER ANIMIERTER KURZFILM
Dear Basketball – Glen Keane & Kobe Bryant
Garden Party – Victor Caire & Gabriel Grapperon
Lou – Dave Mullins & Dana Murray
Negative Space – Max Porter & Ru Kuwahata
Revolting Rhymes – Jakob Schuh & Jan Lachauer
 
BESTER KURZFILM
Dekalb Elementary – Reed Van Dyk
The Eleven O’Clock – Deren Seale & Josh Lawson
My Nephew Emmett – Kevin Wilson, Jr.
The Silent Child – Chris Overton & Rachel Shenton
Watu Wote/All Of Us – Katja Benrath & Tobias Rosen
 
BESTER DOKUMENTARFILM
Abakus: Small Enough To Jail – Steve James & Mark Mitten & Julie Goldman
Face Places – Agnès Varda, Jr & Rosalie Varda
Icarus – Bryan Fogel & Dan Cogan
Last Men In Aleppo – Feras Fayyad & Kareem Abeed & Soren Steen Jespersen
Strong Island – Yance Ford & Joslyn Barnes
 
BESTER DOKUMENTAR-KURZFILM
Edith+Eddie – Laura Checkoway & Thomas Lee Wright
Heaven Is A Traffic Jam On The 405 – Frank Stiefel
Heroin(E) – Elaine McMillion Sheldon & Kerrin Sheldon
Knife Skills – Thomas Lennon
Traffic Stop – Kate Davis & David Heilbroner
 
BESTER FREMDSPRACHIGER FILM
A Fantastic Woman – Chile
The Insult – Libanon
Loveless – Russland
On Body And Soul – Ungarn
The Square – Schweden
 
Mit insgesamt 13 Nominierungen ist Shape of Water – Das Flüstern des Wassers bereits jetzt ein hochgehandelter Favorit, gefolgt von Dunkirk und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – allesamt verdient!
Schön ist auch, dass Blade Runner 2049 mit insgesamt 5 Nominierungen in für den Film wichtigen Kategorien bedacht wurde, da so das Heimkino-Verkaufsspiel dieses Titels etwas gefördert werden kann und trotz des massiven Kinoflops dennoch weitere Hoffnungen auf Fortsetzungen dieser Art bestehen bleiben.
Wie üblich landet Star Wars auch in diesem Jahr wieder keine wichtigen Treffer, sondern dümpelt nur in technischen Kategorien vor sich hin, was einmal mehr beweist, dass das Original von George Lucas bislang ungeschlagen ist und Disney sich für seine Zukunft etwas ausdenken muss, wenn sie da mal einen Hit landen möchten.
Host ist wohl auch dieses Jahr wieder Jimmy Kimmel, der auch schon letztes Jahr durch die Verleihung geführt hat. Da hätte ich mir etwas mehr Weiblichkeit gewünscht (Ellen DeGeneres z.B.), wobei ich denke, dass man ihn deshalb wieder ausgewählt hat, um die negativen Schlagzeilen in und um Hollywood rum etwas zu relativieren – das hat er letztes Jahr ja auch schon sehr gekonnt vollzogen.
Und nun Bühne frei für politisches Geläster, Equality-Geschrei und sonstigen Müll, der mit der Ehrung von Filmleistungen rein gar nichts zu tun hat.
Achja: Aufgrund der Olympischen Winterspiele wurde die Verleihung auf die Nacht am 4. März 2018 verlegt. Datum also rot anstreichen 🙂

Liebe zu Besuch

Reese Witherspoon steht mit ihrem Namen ja nicht unbedingt für Kategorie A-Humor, sondern sie hatte auch in der Vergangenheit immer wieder damit zu kämpfen, dass ihre Filme nicht so sonderlich fruchten wollten.
In Liebe zu Besuch merkt man dies sofort zu Beginn des Films, der sich marternde 15 Minuten lang dahinquält und nichts davon zum Vorschein kommen lässt, dass einen nun ein herrlicher Feel-Good-Movie erwartet.
Aber das Zähne zusammenbeißen lohnt sich, denn mit dem Auftreten ihrer Mitcharaktere ändert sich der Lauf und das Ding wird auf einmal irre spannend, unterhaltsam und nimmt Fahrt auf, die man auch bis kurz vorm Schluss durchweg durchzieht.
Stellenweise weiß man nicht so richtig, wohin man nun will und schickt den Zuschauer in die Plot-Warteschleife und auch der Schluss ist meiner Meinung nach nichtsaussagend, da man seine Gradlinigkeit stellenweise aufgegeben hat und quasi alles mehr oder weniger ins Leere laufen lässt.
Dies liegt aber – wie auch schon zu Beginn – in meinen Augen eher am Drehbuch und den Vorgaben daraus als an den Schauspielern als solches. Die geben sich nämlich bis auf das letzte, gequälte Lächeln Witherspoons durch die Bank weg richtig Mühe und meistern ihre Rollen super, allen voran Pico Alexander, dessen forsches Auftreten fast jeden den ganzen Film über köstlich amüsiert hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Man sollte sich zu Anfang zwingen, im Saal zu bleiben und auch das unbefriedigende Ende nicht als Grund heranziehen, nicht in diesen Film zu gehen.
Liebe zu Besuch ist ein herrlicher Feel-Good-Movie, dessen überwiegender Teil sehr unterhaltsam und komisch ist und somit für einen gelungenen und spaßigen Kinoabend durchaus taugt.
Hier und da schwächelt er etwas am Drehbuch und Witherspoons übrigen Handicaps, aber das Ensemble an sich funktioniert und rang auch mir immer wieder herzliche Lacher ab.
Durchaus sehenswert.

 
Nachspann
braucht man nicht sitzen bleiben, auch nach dem Scrolling kommt kein erhofft gutes Ende mehr.
Kinostart: 23. November 2017

Ich – Einfach unverbesserlich 3 (3D) (mit Gewinnspiel)

Am 6. Juli 2017 ist es wieder soweit: Dann bevölkern erneut landesweit die kleinen gelben Minions die Kinoleinwände und sorgen bei Jung und Alt für Spaß und Vergnügen!
Mit zwei bahnbrechenden Vorgängerfilmen und einem exklusiven Minions-Spin-Of sorgten bereits in den letzten Jahren die Macher Pierre Coffin und Kyle Balda für einen unglaublichen Hype, der weltweit für Aufsehen gesorgt hat.
Ein Schachzug, der weitreichende Folgen haben sollte und dem sich dieses Jahr ein weiterer Filmteil anschließen wird: Ich – Einfach unverbesserlich 3. Die Marke ist längst etabliert und hat in Ländern wie Japans bereits Platz 1 der lizensierten Spielzeugfiguren erreicht.
Der Bekanntheitsgrad ist enorm und Illumination Entertainment darf jetzt schon auf eine Einspielsumme von über 4,7 Milliarden Dollar zurückblicken. Diese Zahlen beweisen, dass man seine Publikmachung längst hinter sich hat und keinerlei Imagepflege mehr zu betreiben braucht, um beim Publikum anzukommen.
Vielleicht ist das der Grund, weshalb man jetzt mit dem Erzählspeed sehr viel langsamer wird und sich eher an dem Schema einer Fernsehserie orientiert, als zu viele Inhalte in einen Film zu packen, obwohl der auf der großen Leinwand gescreent wird.
Man munkelt ja, dass demnächst noch einige Filme kommen, in denen wir unsere Lieblingsbösewichter wieder zu Gesicht bekommen werden. Und damit eröffnet man einer Welt Tür und Tor, durch die zu gehen jeder Kinobesucher bereit ist – die Zuschauerzahlen des aktuellen Films werden es beweisen.
Wer jetzt jedoch glaubt, dass damit die Essenz der Filme streikt und man sich eher auf billiges Niveau herunterlässt, der irrt sich ein wenig. Klar, die Inhalte protzen nicht mehr so arg mit Einfallsreichtum und Eleganz, wie es in den ersten beiden Ich – Einfach unverbesserlich-Teilen der Fall war, dass man deswegen jetzt aber weniger zu lachen hätte oder betrübter aus dem Kinosaal fliegt, heißt das aber noch lange nicht.
Die Minions sorgen auch im aktuellen Teil für enorme Stimmungsaufhellung und machen wieder jede Menge Klamauk, den zu betrachten das .kinoticket definitiv wert ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch, wenn die Schlagzahl der Gags deutlich verringert wurde und man sich jetzt thematisch langsam ans Ausschöpfen der Möglichkeiten ran macht, bedeutet der neuste Teil über die Minions und Gru aktuell auch wieder enormen Spaß auf den Leinwänden.
Macht es zu einem weiteren Erfolg und zeigt, dass sich die Macher auch für die kommenden Teile anstrengen sollten, um hier nicht im Niveau abzusinken oder daraus etwas Alltägliches werden zu lassen, damit die kleinen gelben Bösewichter auch in Zukunft noch etwas besonderes für uns bleiben.

 
Nachspann
sollte man natürlich noch dabei bleiben, denn auch der wartet wieder mit einigen Überraschungen auf.
Kinostart: 6. Juli 2017
 
Gewinnspiel
Zum aktuellen Gewinnspiel gibt’s auch dieses Mal wieder eine kleine Aufgabe:
Postet euren Lieblingsfilm der Minions (“Ich – einfach unverbesserlich“, “Ich – einfach unverbesserlich 2“, “Minions“, etc.) unter diesen Beitrag oder auf Facebook in den Kommentaren und nehmt automatisch an der Verlosung teil.
Zu gewinnen gibt es dieses Mal eine Auswahl an verschiedenen Postern zum aktuellen Kinofilm, die von Illumination Entertainment / Universal Pictures International Germany gesponsort wurden.
Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 31. Juli 2017 – die Gewinner werden dann Anfang August ausgelost und bekommen ihr Plakat nach Hause geschickt.
Kurz und knapp:

  • Lieblingsfilm mit den Minions hier im Beitrag oder auf Facebook in den Kommentaren posten.
  • Mit etwas Glück im August ein Plakat der Minions zugeschickt kriegen.

Ich wünsche jedem viel Glück und natürlich viel Spaß im Kino.

La La Land

Es ist wieder kurz vor Februar. Die Zeit, in der sich Hollywood selbst huldigt, wird eingeleitet – wir alle stehen kurz vor den 89. Academy Awards und schon im Vorfeld dessen hat La La Land Rekorde gebrochen: 14 Nominierungen, u.a. in den besten Kategorien.

Das haben bisher nur zwei Filme überhaupt geschafft. Einer davon war Titanic. Auch bei den Golden Globes hat dieser Film schon rühmlich abgegriffen und wenn man die einschlägigen Magazine und Presseberichte aufschlägt, wüstet einem ausschließlich Positives entgegen: Man überschlägt sich mit Lob, huldigt diesem Streifen in allerbesten Tönen und lässt die Zuschauerschaft glauben, dass man da unbedingt rein rennen muss.

Rein gehen auch welche. Vorwiegend diejenigen mit grauen Haaren.
Und soll ich euch was sagen, Leute?

Wenn schon im Vorfeld eines Films so viel Hype geschoben wird, dann bin ich erst recht skeptisch. Mir haben sogar direkt Presseleute zugetragen, dass sie aufgrund des Trailers nicht reingegangen wären, und nachdem sie den Film in der Pressevorführung gesehen haben, unbedingt nochmal rein wollen.

Das schreit geradezu nach Skepsis. Dementsprechend arglistig waren meine Erwartungen, als ich in den Saal rein bin und die Vorstellung vor mir hatte.
Tja.

La La Land … huldigt den Kinoanfängen und erweckt den Broadway zum Leben. Hier wird nicht nur viel besser als bei Disney zum Träumen aufgerufen, sondern eine Show geliefert, bei der die Tränen ehrlich gesagt nur so fließen.

Ich saß noch nie in einem Titel und hab tatsächlich so derb mit den Flüssigkeiten in der Fresse kämpfen müssen, nicht mal bei Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Und das soll was heißen.

Die pure Liebe, die man hier in Dramaturgie, Filmkunst, Musik, Bewegung, Farben, Design, Zeitalter und alles andere gelegt hat, reißt einen nicht nur vom Stuhl, sondern schleudert einen permanent seelisch durchs Kino und lässt einen immer wieder positiv auflaufen.

Nicht nur der Plot, sondern die ganze Musik, die Show, das Entertainment in seiner höchsten Ehre würdigt hier die Anfänge und eine Zeit, in der Kino noch etwas besonderes war. Dagegen stinkt sogar Hail, Caesar! erbärmlich ab. Und diesen Film hab ich für genau diese Tatsache absolut gemocht!

Ich hab kaum noch was gesehen, als es gegen Ende des Films zuging und der Abspann lief. Mein erster Gedanke war: Oh Gott, nein, warum jetzt schon? Warum ist das schon vorbei?

Wenn die Academy Awards auch so auffahren, na dann haltet euch mächtig fest. Denn der Film passt nicht nur wieder mal extrem in diese Zeit, sondern schlägt als waschechte Arthaus-Publikation auch tatsächlich mal wieder Messlatten in die Öffentlichkeit, die zukünftige Filme nun im nächsten Jahr vergeblich zu erklimmen versuchen werden. Das Niveau – der Stil – die Eleganz – der Anmut – die Liebe – die pure Kunst … das ist alles nicht wirklich zu toppen.

Und wisst ihr was? Den Oscar® für den besten Film aller Zeiten hat sich La La Land in meinen Augen schon jetzt verdient!

.kinoticket-Empfehlung: Es ist ein Arthaus.

Und jetzt geht gefälligst da rein, aber zackig! 14 Nominierungen bei den Oscars®, davon in der Kategorie “Bester Film” und das zu recht! Muss ich mehr sagen?

Rein!! Bevor ihr euch während der Verleihung spoilern lassen müsst.
Und auch ohne dass ihr sie schaut – der Film ist die absolute Pflicht!

Nachspann
❌ Als jemand, der den Film würdigt, bleibt man sowieso beim Abspann sitzen. Bei mir ist mal niemand aufgestanden und frühzeitig raus, auch wenn keine Bilder mehr kommen.

P.S.
* Bester Film
* Beste Regie
* Bester Hauptdarsteller
* Beste Hauptdarstellerin
* Bestes Originaldrehbuch
* Bester Song (2x)
* Beste Filmmusik
* Beste Kamera
* Bestes Szenenbild
* Bestes Kostümdesign
* Bester Ton
* Bester Schnitt
* Bester Tonschnitt

Dazu hat er in der Filmpreissaison 2016/17 bereits über 120 Preise abgegriffen und ist für weitere 180 nominiert. Bei den Golden Globes hat er erstmalig in der Geschichte überhaupt in allen 7 Kategorien Preise abgegriffen und somit einen Weltrekord aufgestellt.
(Quelle: Wikipedia)

Noch Fragen?

Kinostart: 12. Januar 2017

Original Title: La La Land
Length: 128 Min.
Rated: FSK 0

Hail, Caesar!

Die Zeiten, wo man sich über tiefsinnige Fehlbeiträge auf den deutschen Kinoleinwänden beklagen konnte, sind vorbei. Mit Hail, Caesar! geht ein weiterer Film ins Rennen, dem ich das Prädikat zuspreche, von Hollywood für Hollywood gemacht worden zu sein.

Massentaugliche Unterhaltung ist etwas völlig anderes. Im Ernst: Hier werden Arbeitsweisen auf den Tisch gebracht, die so mancher Regisseur wohl leidlich kennen dürfte, die aber eher persiflierend von der Meute der Filmschaffenden auf die Bildfläche projiziert wurde, um mit nicht funktionierender Unterhaltung eines zu tun: zu unterhalten.

Die Selbstironie, mit der man das Filmbusiness damit aufs Korn nimmt, zeugt von extrem hoher Qualität und sorgt im Vorbeigehen dafür, dass nicht nur die Kinozuschauer fluchtartig den Saal verlassen, sondern auch die Vorstellungsanzahl rapide abnimmt, wenn man sich die Spielpläne einiger Kinos mal näher betrachtet.

In meinen Augen geschieht beides völlig zu unrecht, da hier doch mit einer enorm großen Portion Verstand an die Sache rangegangen wurde und man im Stile großer Abendunterhaltung à la arte ein Portfolio an funktionierenden Gags und cineastischem Flair geschaffen hat, bei dem nicht nur George Clooney überzeugend wirkte.

Vielleicht liegt’s auch einfach nur daran, dass Josh Brolin einfach schauspielern kann und mit seiner selbstfinderischen Art den Film zusammenhält wie sonst kein anderer. Das Ganze als ein Art Geschichte zu bezeichnen, grenzt in meinen Augen schon fast an Sünde. Es von der Leinwand zu nehmen oder – wie in vielen Fällen – gar nicht erst abzuspielen, genauso.

Hail, Caesar! ist ein Werk, das zeitlich vollkommen richtig platziert wurde und im Zuge der Academy Award-Verleihungen auch nochmals unterstreicht, dass man in Hollywood nicht ausschließlich Filme produziert, um Kohle zu scheffeln, sondern hier und da auch künstlerisches Können publiziert, um Liebhaber selbiger zu unterhalten.

Dieser Film mitsamt seinem Charme, seiner verdrehten Art und den selbstironischen Partikeln, die explodierend überall durch die Luft fliegen, gehört für mich jetzt schon zu den Errungenschaften, die viele Samstag Abende gekonnt in ihren Bann ziehen und für die “Bettlektüre” taugen.

Eine tiefe Verbeugung vor dem Hollywood vergangener Tage und zugleich eine Selbstbeweihräucherung eigener Fehler, die man hier offen im Film eingesteht und gekonnt in Szene setzt.

Dass der Zuschauer dabei noch lachen kann, ist quasi der Bonus oben drauf.

.kinoticket-Empfehlung: Sollte jemand tatsächlich noch ein Kino finden, dass dem Massenwahn der aktuellen Blockbuster noch entgegenwirken kann und diesen Titel tatsächlich in seinem Programm führt, sollte man schleunigst die Chance nutzen und sich das Werk gemeinsam mit einer Handvoll erlesener Kunstkenner zu Gemüte führen.

Denn nirgendwo macht Film schauen so viel Spaß, wie im Kino – für das Filme gemacht worden sind.

Und wer noch eine Portion mehr Glamour benötigt, um reinzugehen: Bitteschön.

Alden Ehrenreich * Ralph Fiennes * Jonah Hill * Scarlett Johansson * Tilda Swinton * Channing Tatum * Christopher Lambert * Dolph Lundgren …

Nachspann
❌ Wer braucht schon einen Nachspann, wenn er einen guten Film gesehen hat, hm? Ganz genau!

Kinostart: 18. Februar 2016

Original Title: Hail, Caesar!
Length: 100 Min.
Rated: FSK 0

Chuck Norris und der Kommunismus

So ungewöhnlich dieser Titel klingt, so interessant ist sein Thema. Menschen in einer Diktatur in Rumänien widersetzen sich den Zensurbedingungen ihres Landes und konsumieren Filmgut aus dem Westen.
Es ist schon fast ein kleines bisschen absurd, im Kino zu sitzen und sich eine Reportage darüber anzusehen, wie andere Menschen zu Hause sitzen und Filme schauen, jedoch ist die These interessant und wohl auch nicht allzu weit hergeholt, dass die gedanklichen Inspirationen unserer Kinokultur mit dazu beigetragen haben sollen, dass der eiserne Vorhang fällt.
Eben jenes Phänomen erleben wir derzeit wieder – gefördert durch Fernsehen und Internet, dass der Blick in andere Kulturen geöffnet wird und dadurch Neid und Missgunst, aber auch Sehnsucht und Verlangen nach Veränderungen geschaffen werden, die bis dahin reichen, dass Familien ihre Standorte abbrechen und weit reisen, um woanders ein besseres Leben zu führen.
Interessant war es allemal, zu erfahren, wie es sich in ärmeren Ländern mit Filmmaterial verhält, das wir hier problemfrei konsumieren können. Ich glaube, keiner von uns kann sich wahrhaft vorstellen, was es bedeutet, in so einem Land zu leben, das von Angst und Schrecken dominiert wird.
Filme sind seit jeher eine Methode, den tristen Alltag eines Menschen zu versüßen und mit wenig Aufwand seine Gedanken auf eine Reise zu schicken, die außer etwas Geld und ein bisschen Zeit sonst nichts weiter kostet.
Die Inspiration, den Geist der Freiheit, der Antrieb zum Heldentum, die Ermahnung das Leben als ein besserer Mensch zu führen – Filme liefern die Bühne für große, freigeistige Ideen und bieten eine einfache Chance, ganze Kulturen zu lenken.
Vor eben jenen “Gefahren”, die damit für eine Diktatur einhergehen, wollte man die Bürger “schützen”, indem man ihnen den Konsum solcher Gedanken schlichtweg verbot.
Ob diese Schilderungen nun tatsächlich real sind und in diesem Ausmaße stattgefunden haben (was bewundernswert wäre) oder einfach nur den Blick auf etwas ziehen möchten, das sicherlich auch einen Anteil daran hatte, jedoch nicht unbedingt ausschlaggebend gewesen ist, sei dahingestellt.
Tatsache ist, dass man nach Chuck Norris und der Kommunismus wieder einmal viel dankbarer auf sein eigenes Leben blickt und die ganz einfachen Dinge wesentlich mehr zu schätzen weiß – zum Beispiel, dass wir einfach ins Kino rennen und uns jeden Film anschauen können, der dort läuft, ohne Gefahr zu laufen, geschnappt zu werden.
 

.kinoticket-Empfehlung: In meinen Augen ein interessanter Einblick in fremde Kultur, in geschichtliche Vorkommnisse, die jeden von uns dazu ermahnen, dankbar für die Freiheit zu sein, in der wir leben.
In Nostalgie schwelgende Berichte über Filmabende in einem Land, das eben diese verboten hat mit Einblicke hinter die Kulissen, wie diese Filme ins Land und zu den Menschen kamen. Eine sehenswerte Produktion.

 
Nachspann
… ist bestückt mit Bildern der Menschen im Film und liefert so noch einmal weitere Eindrücke dieser Situationen.

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