Hund

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Der Grinch
© 2018 Universal Pictures International

 

Disney hat’s vorgemacht, der Rest tut ihnen gleich: Vor dem Hauptfilm werden ab jetzt immer öfters Kurzfilme gezeigt, die sowohl in der Presse als auch in allen regulären Vorstellungen eingespielt werden. Coole Sache, denn diesmal trifft es mit Illumination natürlich die Minions auf der Flucht – ein Hochkaräter, der das .kinoticket bereits lohnenswert macht und für die richtige Stimmung vor dem Hauptfilm sorgt.

Dies wäre aber gar nicht nötig, denn Der Grinch erzeugt nur in vorurteilsbehafteten Köpfen lautstarkes Gähnen… Ich mein: Klar, es ist Weihnachten, was auch immer mit diesem Miesepeter verbunden ist, grün, Jim Carrey und allerlei Blödelei, die man nicht mehr sehen kann und wer dann noch Benedict Cumberbatch weiß und auf den deutschen Plakaten Otto liest, dem dürfte der letzte Appetit auf dieses Filmhäppchen auch noch vergangen sein.

Kein Ding – ging mir genauso. Ich hörte schon Ottos markante Lache den ganzen Film über in meinem Kopf nachhallen und dachte mir: Wieso?

… bis ich dann den Streifen tatsächlich sah und vor Lachen nicht mehr konnte.

Illumination ist kein Label, dass bislang keine Erfolge vorweisen kann, sondern die Jungs haben’s immer noch extrem drauf. Die Jokes sind teilweise so erstklassig, dass man sich zwanghaft beruhigen muss, um nicht die drei Nachfolgenden zu verpassen. Und wenn man jemanden rein schleppt, der absolut keine Ahnung hat, dann fällt gar nicht großartig auf, dass Otto das Ding synchronisiert hat: Der Mann hat dermaßen Eier bewiesen, wofür ich ihm riesigen Respekt zolle. Sich so “normal” verstellen zu können und sämtliche Typus-Markanzen von sich abzulegen ist eine Meisterleistung, die hier sagenhaft funktioniert hat! Großartig!

Doch nicht nur dies, sondern auch die altbekannte Animationszeichnung, die aus dem Hause Illumination bekannt ist, sorgt für jede Menge Heiterkeit und die Einfälle, mit denen hier groß und klein unterhalten werden, gehören auch in die Top-Schubladen, die dieses Filmbusiness hergibt.

Das Schöne ist: Man kann ihn sich wieder und wieder ansehen – es bleibt einfach spannend und macht auch beim vierten Mal immer noch ungemein Spaß, die Feldzüge gegen den weihnachtlichen Irrsinn in diesem bunten Motzgewitter untergehen zu sehen.

Dass dabei auch noch emotional getanzt wird, man sich zeitweilig vor Rührung kaum bewegen kann, gehört nebenbei noch zu den Gewinnen, die die Eltern erziehungsmäßig für ihre Kinder miteinkaufen: Die Moral von der Geschicht’ glänzt nämlich mit vorbildlichen Zügen – nicht umsonst hat dieser Film das Prädikat “wertvoll” eingeheimst!

 

.kinoticket-Empfehlung: Lirum, larum – wer schon kennt und was befürchtet – dem sei gesagt: Alles ist anders und zehntausendmal besser!

Versteckt die Vorurteile gegenüber der Geschichte, dem “immergleichen Erzähltsein” und den angeblich falsch gewählten Synchronisationstalenten: Hier wird hochkarätige Arbeit abgeliefert, die in meinen Augen DEN Film für diese Jahreszeit schlechthin auf die Leinwand bringt: Besser geht’s grad nicht!

Moral, Emotion, Miesepetrigkeit und Otto als Sychnronstimme: Illumination packt wieder ein großes Geschenk auf den Tisch und sorgt für jede Menge Spaß und Freude bei groß und klein. Geht bedenkenlos rein, eure Kinder werden “gesünder” wieder aus dem Saal rauskommen.

 

Nachspann
✅ unbedingt sitzen bleiben, der ist nämlich wunderbar animiert.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Dr. Seuss’ The Grinch
Length: 89 Min.
Rate: FSK 0

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© 2018 Alamodefilm

 

Was uns nicht umbringt manövriert den Zuschauer an den Rand des seelischen Todes. Eine Begleiterscheinung dieser Area sind meist Therapeuten, die in der Regel selbst so viele Probleme am Start haben, dass sie ihre besten eigenen Kunden wären und lieber sich als anderen helfen müssten.

Dennoch hört das Komplott verwegener, zum Teil skurriler Psychoeinfälle nicht auf und man sieht sich alltäglich mit Dingen konfrontiert, die es irgendwie zu verarbeiten gilt.

Sandra Nettelbeck inszeniert ihr eigenes Film-“Spin-Of”, wenn man so möchte und gibt einem ihrer vorherigen Nebendarsteller somit genügend Bühne, um ein wunderbar melancholisches, durch Situationskomik und Andersartigkeit aufgehelltes Filmchen auf die Leinwand zu bringen.

Die Charaktere sind so schräg und gleichzeitig so vielfältig dargestellt, dass man garantiert Ecken entdeckt, die man auch von sich kennt. Doch die liebenswerten Momente sind nicht nur protagonistischer Art, sondern finden sich z.B. auch in der Erzählweise wieder, die mit intelligenten Kameraausflügen und Moment-Ausbrüchen eine unglaublich wohltuende Wahrhaftigkeit proklamieren, die ich persönlich sehr hoch schätze.

Dass ich mit deutschem Kino sonst recht wenig anfangen kann, ist ja allgemeinhin bekannt. Dass dieser Film es trotzdem geschafft hat, mich auf einer tieferen Ebene anzusprechen und nicht mit den üblichen Verdächtigen aufkreuzt, die ich an dieser Stelle so gern kritisiere, zeugt davon, dass ihr euch schleunigst ein .kinoticket schnappen und das Ding auf der großen Leinwand anschauen solltet.

 

G E W I N N S P I E L

Und damit das besonders gut funktioniert, hat mir Alamodefilm für euch 1×2 Freikarten für diesen Film überlassen, die ich hiermit an euch weiter verlosen möchte. Schreibt mir einfach in die Kommentare, was euch an diesem Film interessiert und warum gerade ihr die Freikarten gewinnen möchtet.

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Mittwoch, 21. November 2018 eingegangen sind, werden die Freikarten dann verlost. Gebt bitte zwingend eine gültige E-Mail Adresse an, unter der ich euch erreichen kann, um euch im Gewinnfalle benachrichtigen zu können. Nach Abfrage eurer Adresse gehen die Karten postwendend an den oder die Gewinner/in.

 

.kinoticket-Empfehlung: Ein dramatisches, melancholisches, zuweilen trauriges aber auch heiteres Stück über die Abgründe der menschlichen Psyche.

Sandra Nettelbeck portraitiert die Vielfältigkeit des menschlichen Seins und lädt dazu ein, die Menschen von ihrer verletzlichsten Seite aus kennenzulernen. Ein Film, bei dem man sich entspannt zurücklehnen und ihn einfach großartig genießen darf.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 15. November 2018

Original Title: Was uns nicht umbringt
Length: 129 Min.
Rate: FSK 6

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Verrückte Titelnamen, verrückte Plakate – verrückte Filme.
Sowas ist man üblicherweise aus Frankreich gewohnt und gegebenenfalls noch aus der Türkei, aber doch nicht aus Deutschland und der Schweiz?
Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes wirft eine komplett spaßige, humorgeladene und für Kinder attraktive Geschichte auf die Leinwand, die man sich – allein schon, weil das keiner glauben mag – definitiv mit seinen Kids gemeinsam im Kino anschauen sollte.
Klar wird hier wieder etwas mehr auf jüngere Zuschauer eingegangen und ein bisschen Logik und Normalität zugunsten der Bespaßung geopfert, dies trägt dem Film aber einen authentischen Anstrich auf und hinterlässt auch bei Erwachsenen keine bleibenden Schäden 😉
Das frühkindliche Verhalten reflektiert man hier mit untergrabener Moral, so dass den Kindern keine traurig-dahinsiechenden Situationspointen vor die Füße geworfen werden, sondern man in spannender, witziger und absolut kinotauglicher Atmosphäre etwas über richtiges Verhalten lernen kann.
Mir hat’s sehr gefallen und ich kann diesen Film bedenkenlos für Familien empfehlen. Der Kino-Sonntag ist damit gesichert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Unglaublich, dass dieses Land so etwas herzlich-komisches zustande bringt und es dabei schafft, die ganze Familie zu unterhalten.
Geprägt von unterschwelliger Moral düst man hier volle Kanne in ein Abenteuer, das die kleinen Racker so schnell nicht mehr vergessen werden.
Wunderbare Filmlektüre für einen entspannt-verregneten Sonntag für die ganze Familie.

 
Nachspann
braucht keiner sitzen bleiben, hier folgt nichts mehr.
Kinostart: 12. April 2018

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Stell dir vor, es gibt einen Comedy-Film, der an der FSK 18 Schiene kratzt, du willst nicht lachen – und alles, was aus deinem Mund kommt, sind Schreie vor Glück, da du nicht aufhören kannst, zu lachen 😂
Im Ernst: Niemals im Leben hätte ich Warner Bros. eine derart geballte Portion Humor diesen Ausmaßes zugetraut. Und niemals hätte ich erwartet, dass ich (und der komplette Rest des Kinos) deswegen am Boden liegt vor Lachen 😂
Es ist unfassbar, dass man gerade mit Jason Bateman in der Hauptrolle (der zuletzt für das Drama Office Christmas Party verantwortlich war) einen so dermaßen gelungenen Coup gelandet hat, der garantiert kein Zwerchfell unberührt lässt: Mit einer beschwingten, twistreichen und absolut unterhaltsamen Kurzweil lädt man hier den Zuschauer auf ein Spiel ein, dass er so garantiert noch nie gespielt hat.
Und ich schwöre: Es wird für jeden der witzigste Kinoabend des Jahres!
Wenns um Humor geht und ihr wissen wollte, worauf ich zu 100% stehe: Das hier! Unglaublich pointenreich, absolut nicht unter der Gürtellinie, Situationskomik zum Niederknien und ein Ende, dass geiler nicht sein könnte: Zieht euch … versprecht mir das … definitiv Game Night rein, sobald er in den Kinos anläuft!
 

.kinoticket-Empfehlung: So witzig, humorvoll und durchgeknallt habt ihr Jason Bateman definitiv noch nicht erlebt!
Dieser Film toppt alles, was dieser Kerl bisher gemacht hat – und hebt sich von der sonst so peinlichen Comedy durch exzellente Pointen und absolut nicht vorhandene Unter-der-Gürtellinie-Witze von allen Genrekollegen ab und sorgt für die spaßigste Runde beim Zocken dieses Jahr.
Haut rein und versprecht mir, dass ihr euch diesen Titel definitiv ansehen werdet!!!

 
Nachspann
Sitzen bleiben – und bis ganz zum Schluss spielen… denn nach dem Abspann kommt noch eine längere Sequenz!
Kinostart: 1. März 2018

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Wish Upon

Neben Happy Deathday ein weiterer Horrorstreifen, der die .trailer-Welt der Kinos derzeit beflügelt und offenkundig Lust auf mehr macht.
Zwar hat man hier vom Twist her nicht unbedingt das große Los gezogen, um mit grandiosen Einfällen zu punkten und die Zuschauer durch überragende Drehbuchleistungen zu überrumpeln, jedoch besticht das Werk durch seine durchaus bodenständige und solid-ruhige Art, durch einen Film zu führen und authentische Persönlichkeiten zu formen, die durch diese von Suspense durchzogene Story getrieben werden.
Dass dabei eben nicht die üblichen Klischees erfüllt werden (und auch der Trailer richtig geschnitten wurde, um keine Handlungsüberraschungen vorweg zu nehmen) rechne ich dem Titel dabei hoch an.
Die große Offenbarung bleibt zwar außen vor, die große Enttäuschung verabschiedet sich hinterher aber auch vor der Kinotür und hinterlässt einen würdigen Eindruck vom Gesamtgeschehen.

.kinoticket-Empfehlung: So wenig ich einfallslosen Geschichten abverlangen kann, so sehr habe ich mich bei diesem Titel unterhalten gefühlt und finde, dass dies durchaus ein nettes Beiwerk zu einem ansonsten grandiosen Kinotag werden kann, dass man entweder mit Freunden in der 23-Uhr-Vorstellung genießt oder als Auftakt für andere Horrorfilme im Heimkino verwenden kann.

Nachspann
Auf jeden Fall bis ganz zum Schluss durchhalten, so gehört sich ein guter Abgang!
Kinostart: 27. Juli 2017

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Alibi.com

Früher hat man das französische Kino ausnahmslos gelobt. Der geniale Einfallsreichtum und die unverbrauchte Frische gegenüber den ausgedienten Hollywoodschinken war eine völlig neue Erfahrung im Kino.
Mittlerweile haben sich einige Schauspieler zu internationalem Ruhm emporgearbeitet, die nun – gleichsam wie in der großen Filmschmiede – zum Aushängeschild mutieren und dafür sorgen, dass die Hinter-den-Kulissen-Arbeiter nicht mehr soooo sorgfältig beim Auswählen ihrer Sprüche und Einfälle sind, da man sich auf bereits erreichte Erfolge stützt und darauf hofft, dass die aktuellen Werke daran anschließen.
Und genau dieses Eingefahren sein, dass sich damit ausbreitet, macht mir als Vielkinogänger und Filmjunkie extreme Unlust, denn ein zweites Hollywood ist nicht nur überflüssig, sondern befreit uns damit auch von der Andersartigkeit und Vielfalt, die mit internationalen Filmerschaffern einhergeht. Und genau diese Vielfalt sollten wir erhalten.
Alibi.com dreht den Spieß nun wieder um und orientiert sich an den ursprünglichen Werten französischer Komödien: Man stellt keine bekannten Leute auf die Leinwand, sondern sorgt sich wieder um einen herausragenden Plot, der mit Genialität besticht und den Zuschauer von Anfang an auf einen unglaublich irren Trip durch die Filmgeschichte mitnimmt.
Es ist wieder an der Zeit, die Zuschauer darauf vorzubereiten, dass man zum Verstehen all der vielen Anspielungen unglaubliches Filmwissen und Vorkenntnisse mitbringen sollte, um das gigantische Ausmaß an Gags hier voll auszuschöpfen.
Bei einigen Dingen wird nachgeholfen und so manche Alliteration verstehen auch Unmündige, und genau das hat mir Anfang der Woche im Saal extrem Spaß gemacht: Man wurde für sein Filmwissen belohnt und durfte von einem Lacher zum anderen segeln.
Der einzige Kritikpunkt, den ich hier anführen möchte, ist folgender: Ab einem gewissen Punkt nimmt sich der Film selbst nicht mehr wirklich ernst und driftet dabei etwas spurverloren über die Geschwindigkeit, die er anfangs aufgebaut hat. Ohne dabei sein Ziel wirklich zu verlieren, erlebt man während dieser Fahrt einen Moment der Unsicherheit, der zwar zum Ende hin wieder aufgefangen wird, aber aus einem möglichen sensationellen Erfolg “nur” einen Kinofilm macht, den man zwingend mit Freunden in vollen Sälen besucht haben sollte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die typisch gewordene French Comedy wurde durchbrochen und durch ursprünglichen Wind ersetzt, der die Segel wieder herrlich weit aufbläht und hier für ordentlich Fahrt sorgt.
Das enorme Ausmaß an filmübergreifenden Gags ist allein einen Besuch wert und die Idee als solches sorgt definitiv für Spaß in den Reihen.
Schnappt euch ein paar Freunde, fahrt ins nächstbeste Kino und genießt die Show – es lohnt sich!

 
Nachspann
Selten so gelacht. Also: Sitzenbleiben!
Kinostart: 3. August 2017

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Zeit für eine Perle des Kinos. Woody Harrelson verbinden die meisten wohl mit Rollen in Action oder Zombie-Filmen, ein harter Kerl, der von Tiefgründigkeit oder Ernsthaftigkeit wenig versteht.
Seine Rolle in Wilson – Der Weltverbesserer ist herausragend. Mit Konzentration auf Gestikulation und Mimik und vor allem auf verbale Auseinandersetzung mit der charakteristischen Zeichnung seines Profils erklimmt er hier fast schon ungeahnte Höhen in punkto Können und Professionalität. Unglaublich, was er da abliefert. Wo sich andere eher hilflos an dem Drehbuch entlang hangeln und versuchen, möglichst glaubhaft zu wirken, geht Harrelson hier auf wie eine Blume im Wind: Seine Kraft sprießt förmlich aus den Dialogen, die er im Film anführt und das eröffnet dem Zuschauer einen heimeligen, liebenswürdigen und unnahbar schönen Film, der nicht nur das Publikum verzaubert, sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Dass man die Plakate nicht überall in der Stadt findet und die Kinos die größten Säle mit diesem Werk bestücken, liegt vermutlich daran, dass man hier keine großartige Bühne braucht, um zu präsentieren, welch großartige Inhalte hier verborgen liegen. Dieses Stück gehört auf die Independent-Bühnen und darf gerne die kleineren Kinos bevölkern und den Menschen Zeit und Raum zum Suchen solcher Perlen geben – denn die Anstrengungen, hier ein Kino zu finden, in dem der Streifen läuft, werden für diese Menschen definitiv belohnt.
Wer sich einen näheren Eindruck verschaffen möchte, darf gerne auf den .trailer zurückgreifen in dem Wissen, dass der bereits viel vom Plot und den Entwicklungen verrät und somit den Sehspaß am Film mächtig verdirbt. Wer jedoch nach den ersten 20 Sekunden ausschaltet und den Spaß dann im Kino vervollständigt, der erlebt ein intellektuell wertvolles Ereignis, dass auch nach dem Film noch lange nachhallt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Definitiv sehenswerte Perle des Kinos, die von Dialogträchtigkeit und extrem gutem Können der Schauspieler lebt.
Harrelson ist ein Genie in Sachen Wandlungsfähigkeit und beweist einmal mehr, dass man in ihm einen Schauspieler gefunden hat, der sein Geld auf jeden Fall wert ist. Die Unerbittlichkeit seines Charakters gegenüber dem Rest der Welt ist absolut sehenswert.

 
Nachspann
enthält keine weiterführenden Szenen. Rausgehen erlaubt.

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Ouway, ich höre sie schon – die Bombe. Den Weltuntergang. Den wütenden Mob, der auf mich zurast, nur weil der Titel im Zuge meines Blogs auch auf Facebook auftaucht und man ja sogar davor gewarnt hat, diesen Film zu sichten.
Ja, ich habe eine Pressevorführungseinladung bekommen und musste an diesem Termin leider meinem Geldverdienerjob nachgehen, weshalb ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, sonst hätte ich die Macher zu gerne persönlich mit den Vorwürfen konfrontiert und sie gefragt, was da jetzt nun Sache ist.
Und die Tatsache, dass ich hier und heute darüber schreibe, löst bei vielen sicherlich schon pure Empörung und Hass oder dergleichen aus, weswegen ich an dieser Stelle eine intensive Bitte habe:
Ja, ich weiß, ihr alle seid extreme Tierfreunde. Ich sogar so sehr, dass ich einem Job nachgehe, bei dem man fast täglich mit Tieren zu tun hat in einer Umgebung, die tatsächlich so malerisch und unberührt ist, wie man es sich auf vielen Milchverpackungen und anderen “Verpackungslügenbildern” vorstellt.
Die glücklich weidenden Kühe auf der Alm mit viel Platz, jeder Menge Frischluft und natürlichem Gras, die sozusagen den ganzen Sommer über keinen Stall von innen sehen und ihr Leben zwischen freilaufenden Hasen, Hennen, Eseln, Katzen und anderem Getier verbringen, existieren direkt in meiner Arbeitsstätte und erfreuen sich bester Gesundheit und verbringen ihr Leben in großem Glück.
Und ich liebe diese Form von Natürlichkeit und Tierliebe so über alle Maßen, dass ich meinen Fanatismus bezüglich des Kinos dem Treiben auf den Bergen hinten an stelle und mich in erster Linie um die Arbeit bemühe und dann erst dem Vergnügen Film die Bühne biete.
Ich selbst war stolzer Besitzer einer Katze, die nach unzähligen glücklichen Stunden und extrem viel Zeit, Schmuserei und jeder Menge Abenteuer nach einem sehr langen Leben in hohem Alter friedlich entschlafen ist und mich immer daran erinnert, wer von beiden Spezies der Treue, Zuverlässige und Liebende ist: Nicht der Mensch, sondern das Tier.
Im Zuge dessen kann ich all die empörten Verbreitungen von Tierquälermaterial auf Facebook nicht verstehen – Leute, die Videos posten, mit den Überschriften: “Wer macht sowas?” und dann clickbait-Challenges Starten, um mit ihren voyeuristischen Videos möglichst viele Zugriffe auf Facebook zu erlangen, während sie selbst diejenigen sind, die diese Gräueltaten weiterverbreiten und damit den Tierquälern eine kostenlose Plattform bieten und mit ihrem Sharen dafür sorgen, dass genau diese Quälerei immer mehr Zulauf bekommt und von möglichst vielen Menschen gaffend konsumiert wird.
Genau, wie es bei ISIS-Enthauptungsvideos das beste ist, diesen kranken Schwachsinn gar nicht erst anzuklicken, sondern ihn einfach im Sande verlaufen zu lassen, genauso sollte man die Finger (oder den Mauszeiger) von Tierquälervideos lassen, denn DU bist es, der diesen Tierschändern die Kohle in den Rachen wirft, indem du diese Videos schaust, verbreitest und dafür sorgst, dass die Werbeeinnahmen in den Taschen der Tierquäler landen.
Eigentlich müsste schlussfolgernd jeder, der so ein Video teilt, in seinem Profil die Zwangsaufschrift stehen haben: “Ich unterstütze Tierquäler und verbreite solches Material weiter und verhelfe ihnen so zu mehr Geld.”
Aus diesem Grunde schaue ich mir so einen Schwachsinn gar nicht erst an.
Die zusammengeschnittenen Clips von Bailey – Ein Freund fürs Leben, wo ein Hund laut den Beschreibungen gequält worden ist, habe ich mir angeschaut.
Weil ich nicht persönlich unreflektiert über etwas schreiben möchte, dass tatsächlich mit solchen Handlungen verbunden ist.
Weil ich als Blogger und “öffentliche Stimme” eine “Verantwortung” gegenüber anderen habe, und auf meiner Seite ein Statement abgeben kann, dass andere Menschen aktiv beeinflussen kann und ich daher nicht einfach nur irgendwas wild zusammengeflicktes glauben kann, sondern die Sache untersuchen muss, bevor ich mich darüber äußere.
Und darum meine Bitte: Eure tief aus dem Herzen entspringende Empörung und Wut kann ich so sehr nachvollziehen, dass euch die Galle übergeht, weil man niemals ein Tier schlagen, schubsen, treten oder zu Dingen zwingen sollte, die es nicht freiwillig möchte. Ich kann euren Hass verstehen und bitte euch deshalb darum: Holt kurz Luft, lest erst bis zum Schluss – und zwar so besonnen und ruhig, dass ihr einzelne Wörter nicht überlest und damit evtl. die Bedeutung eines Satzes ins Gegenteil verkehrt, stellt Fragen, nutzt die Kommentare und lest vor allem bis zum Schluss, bevor ihr wütend anfangt, andere zu bashen.
Ich habe das Un-Talent, die Dinge nicht gleich im ersten Satzteil auf den Punkt zu bringen und brauche für meine Ausführungen oftmals eine kleine Weile, um das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Wer also gleich beim ersten Abschnitt Hassgefühle auf mich entwickelt, liegt damit sicherlich absolut daneben und hasst mich für Dinge, die so gar nicht sind.
Klar soweit? Dann mal los: Fakten sammeln.
Im Tierquäler-Clip werden Ausschnitte gezeigt und die Frage, ob es hier tatsächlich um die Kulisse des Films geht, war für mich zum Zeitpunkt des Schauens des Clips nicht ersichtlich, da nirgendwo in dem Clip ein Logo oder ähnliches zu finden war, dass tatsächlich auf diesen Film hinweist. Man kann nur vermuten – und so etwas ist schon mal sehr gefährlich.
Man sieht einen Hund, der unsanft ins Wasser gestoßen wird, (ich vermeide an dieser Stelle mal das Wort “panisch”) versucht, dem Becken wieder zu entkommen und schlussendlich doch im Becken landet.
In diversen Weiterverbreitungen wird von “kämpft um Leben und Tod”, “weiß jemand, ob der das überhaupt überlebt hat” etc. berichtet, was meines Erachtens völlig aus der Luft gegriffen ist, da Hunde bekanntermaßen schwimmen können und man auch deutlich erkennt, dass dieses Tier zum Schluss nicht verendet irgendwo im Straßengraben oder einer Mülltonne liegt.
Das bedeutet nicht, dass ich die Handhabe in dem Clip dem Tier gegenüber gutheiße, sondern nur, dass man nüchtern betrachtet ein wenig übertreibt, wenn man hier von “dem Tod nahe” erzählt.
Hier malt sich der Facebook-User gerne mal die irrsten Horror-Stories aus und übertreibt dann mit dem “Stille Post”-Prinzip mal Dinge in eine Richtung, die nichts mehr mit “aufdecken” zu tun haben, sondern schier in abstruse Richtungen abdriften.
Fakt ist (und Fakten sind das einzige, was zählt): Ich persönlich war zu dem Zeitpunkt nicht dabei und kann daher keine Aussage darüber treffen, ob es sich a) tatsächlich um den Filmhund handelt und b) ob er gequält wurde oder das Gezeigte in einem völlig anderen Zusammenhang steht. Und ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der “Boykottiert diesen Film”-Meute auch nicht persönlich vor Ort war und daher genauso nur Vermutungen äußern kann, die auf keinerlei Grundlage basieren und daher fragwürdig ist, wie man mit dem Thema nun umzugehen hat.
Eben dies war einer der Hauptgründe, weshalb ich den Film nun erst recht sehen wollte, um herauszufinden, ob diese Szenen, die man sich dann mit viel Fantasie in den Film rein interpretieren muss, dann auch tatsächlich so vorkommen.
Und ja, ich habe im Film das “Becken” entdeckt, in dem diese Form der “Wellen” und “Sprudler” zu sehen war, was ich jetzt zwar nicht 1:1 vergleichen konnte, da Kino und ich den Film nicht stoppen kann, um dann den Clip mitlaufen zu lassen, aber eine Ähnlichkeit aus dem Gedächtnis war tatsächlich vorhanden.
Also kann ich mich auch nur wieder auf die Suche nach Leuten machen, die ebenfalls darüber schreiben, was für mich wieder keine hundertprozentigen Aussagen sind, da auch hier wieder die Frage gestellt werden muss: Wer schreibt für wen? Wer bezahlt die Miete für den Schreiber etc. pp…
… und an dieser Stelle bin ich mal heilfroh, dass ich eben KEINEN Sponsor habe und hier tatsächlich völlig unabhängig über die Dinge berichten kann, da mir niemand von den Großen in die Suppe spucken oder mich zur Rechenschaft ziehen kann – auch die Presse nicht.
Die Vermutungen, dass ich mich hab kaufen lassen, weil ich nicht von vornherein auf den “Ich hasse den Film”-Zug aufspringe, könnt ihr euch deshalb also gerne stecken. Im Gegenteil: Ich bin stolz darauf, wirklich unabhängig zu sein, weil mich das Blog und die Arbeit dahinter ausschließlich kostet und mir keinen einzigen Cent einbringt!
Im Rahmen dessen möchte ich gerne mal auf einen Bericht von Filmstarts hinweisen, der sehr interessant zu lesen ist und mit dem gleichen Enthusiasmus auf Facebook geteilt werden sollte:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18510340.html
Dort ist die Rede von der AHA, also der American Humane Association, die dafür da ist, dass genau diese Dinge nicht passieren und die bei jedem Dreh permanent vor Ort ist, um auszuschließen, das zum Vergnügen des Menschen Tiere in irgendeiner Weise gequält oder misshandelt werden.
Ist laut denen alles in Ordnung, wird im Nachspann der berühmte Satz “No Animals were harmed” gezeigt, der auch bei Bailey – Ein Freund fürs Leben im Abspann am Schluss zu lesen war.
Fakt: Jeder, der behauptet, dort wäre ein Hund so gequält worden, dass er dem Tode nahe kam, zweifelt damit auch automatisch die Seriösität der AHA an, deren Aufgabe es ist, sich darum zu kümmern, dass Tiere nicht für filmische Zwecke misshandelt werden.
Dies müsste jetzt also eine Grundsatzdiskussion auslösen, die die Existenzberechtigung dieser Vereinigung infrage stellt – nur lese ich darüber kein Sterbenswort, sondern höre nur die wild um sich schlagenden “Tierschützer”, die alle den armen Hund lieben und die Produzenten so sehr hassen.
Auf welcher Grundlage?
Desweiteren ist im Text von Filmstarts die Rede davon, dass der Hund im zweiten Teil des Clips sofort aus dem Wasser geholt und gewärmt wurde und Hercules (so heißt der Süße) extra ausgewählt wurde wegen seiner Vorliebe zu Wasser.
Desweiteren sind viele weitere Dinge beschrieben worden, über die ich jetzt auch persönlich keine Aussage zu richtig oder falsch treffen kann, jedoch wäre ein Versagen der AHA gleichbedeutend damit, zu sagen, das TÜV-Siegel bei Autos hätte keinerlei Bedeutung mehr, weil die die Autos nicht richtig kontrollieren. Und damit müsste man konsequenterweise alles in Frage stellen und dürfte niemandem mehr glauben. Und alles wegen etwas Wasser und einem Hund in einem unscharfen Video in einem offensichtlich zusammengeschnittenen Clip, der wieder vieles aus dem Zusammenhang reißt.
Und genau da sehe ich viele Probleme.
 
Das Tomatenbeispiel
Jeder hat sicherlich schon mal davon gehört, dass im Strunk einer Tomate Blausäure enthalten ist, die bekanntlich giftig für den Menschen ist und daher besser entfernt werden sollte, weil man sich sonst vergiftet, wenn man Tomaten roh isst.
Hier haben wir jetzt das gleiche Problem: Es steht ein Fakt im Raum (“In der Tomate im Strunk ist Blausäure, die giftig ist”), der richtig ist und sicherlich auch wissenschaftlich nachgewiesen werden kann und wurde.
Soweit, so gut. Dann beginnt das Nachdenken und Nutzen des Hirns, bei dem die meisten Menschen aussteigen und es einfach bei der “Horrormeldung” belassen, denn das ist ja einfacher.
Fakt 2 im Raum: Blausäure ist für den Menschen schädlich ab einer Menge von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
In meinem Fall mit ca. 85 kg Körpergewicht bedeutet das eine Menge von 85 mg Blausäure pro Tag, die ich zu mir nehmen müsste, um gesundheitliche Schäden zu erleiden.
Grob gerechnet enthalten 1000 (eintausend!) Kilogramm rohe Tomaten 1,6 mg Blausäure.
Dreisatz:
1000 kg / 1,6 = 625 kg Tomaten enthalten 1 mg Blausäure.
625 kg Tomaten * 85 mg notwendige Blausäure ergibt ein Tagessoll von 53125 kg rohen Tomaten, die ich täglich verzehren müsste, um von Blausäure vergiftet zu werden.
Um dieser Aussage von oben (“In Tomatenstrunks ist Blausäure, von der du vergiftet wirst”) also Wahrheit beipflichten zu können, muss die Grundlage gewährleistet sein, dass ich als Mensch täglich (!) dreiundfünfzigtausendeinhundertfünfundzwanzig Kilogramm rohe Tomaten zu mir nehme!!!
Na, wie wahrscheinlich ist das?
Ihr seht – die Aussage ist ein Phänomen, dass im Internet rumgeistert und immer wieder auf erfreute Verschwörungstheoretiker stößt, die das weiter verbreiten und Angst und Schrecken schüren. Und wie sinnvoll ist das?
Es ist ABSURD sich mit Tomaten zu vergiften, weil bei dieser Menge ein Mechanismus einsetzt, der dich erbrechen lässt, weil allein der Magen physikalisch schon absolut nicht in der Lage ist, diese Menge an Tomaten überhaupt zu fassen und zu verdauen. Auf Deutsch: es ist UNMÖGLICH an Blausäurevergiftung zu verrecken, nur weil man den Strunk nicht entfernt hat.
Und obwohl diese Aussage nachweisbar ist, ist sie hinfällig, weil es keinerlei Bedeutung hat und im Zusammenhang MIT Nachdenken dazu führt, dass es lächerlich ist, solche Behauptungen aufzustellen.
 
Zurück zum Hund
Ich weiß selbst, dass dieser Vergleich hinkt und vielleicht nicht die beste Methode ist, um hier Aufklärung zu betreiben. Ich möchte nur zeigen, dass es wahnsinnig ist, wenn man sich hinsetzt, auf Facebook einen Clip anschaut und aufgrund von wirren Behauptungen Dinge verbreitet, von denen man auf deutsch gesagt keine Ahnung hat.
Denn konsequenterweise hieße das, dass Hunde als Haustiere absolut verboten gehören, denn Tiere leben in Freiheit und sind nicht für den Menschen geschaffen.
Was ist mit den Hundehalsbändern mit Spikes nach innen? Was ist mit Elektroschocktherapie? Was ist mit Hundeschulen? Erziehung von Hunden? Dingen, die fast jeder Hundebesitzer völlig selbstverständlich macht und die für die Tiere im Ursprungsgedanken genauso unnatürlich sind?
Die sind in meinen Augen viel schlimmer, als ein Tier ins Wasser zu schmeißen. Ja, es ist nicht in Ordnung – aber im Zusammenhang einfach nur “nicht die feine englische Art” und hat nichts mit Tötung oder Quälerei zu tun.
Und nochmal: lest euch den Text auf Filmstarts durch – und dann nochmal. Und lasst es euch auf der Zunge zergehen.
Dem Tier geht es gut. Die Handhabe wurde kritisiert, jedoch wurde kein unwürdiges Verhalten gegenüber dem Tier festgestellt und keinerlei Quälerei nachgewiesen. Die ärztliche Untersuchung des Hundes hat seine völlige Gesundheit ergeben.
Die Macher haben die Pressevorführungen abgesagt, die Weltpremiere abgesagt und somit ihre ganze Arbeit niedergelegt und den Erfolg des Films selbst vernichtet – war das im Interesse des Regisseurs, wenn den das Wohl des Tieres nicht kümmern würde?
 
Was ist denn nun mit dem Film selbst?
Kommen wir also nun mal zu dem bei diesem Thema eigentlich langweiligen Part: Dem Film selbst.
Ich fand ihn mittelmäßig. Er soll den Bezug von Mensch und Tier herstellen, die Liebe und Hingezogenheit von Tieren gegenüber ihren Besitzern unterstreichen und er tut dies mittelmäßig. Für mich war der Plot eher halbgar, die Darstellungen zu gestellt, und die Symmetrie in den Erzählsträngen zu asynchron.
Die Szenen – gerade, die beanstandete Szene – wirkte so herausgerissen und eigentlich völlig überflüssig im Film, dass man sich das gerne hätte schenken können und dem Tier alles ersparen und die Bauchschmerzen im Kinosaal ob dieser ganzen Vorwürfe, waren am Schluss mehr als gerechtfertigt, weil ich keinerlei Bereicherung darin gefunden habe, die dieser Film jetzt an die Welt gibt.
Er ist einfach mal da, wirft einige Dinge in den Raum und wartet nicht mit absonderlichen Neuheiten oder intelligenten Geniestreichen auf, sondern plätschert vor sich hin und erzählt eine Geschichte, die man auch dem Trailer entnehmen könnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Von daher geht nicht nicht in diesen Film, weil ihr ihn wegen Tierquälerei boykottieren wollt, sondern geht nicht rein, weil er nicht wirklich toll ist und man sich im Kino wirklich besseres vorstellen kann als diese 0815-Story mit klischeehaftem Ende und fehlender Euphorie.
Und wenn ihr wirklich etwas gegen Tierquälerei tun wollt, dann hört auf, solche Bilder und Videos zu verbreiten und kümmert euch lieber persönlich um die artgerechte Haltung eines Tieres. Denn dann geht es einem einzigen Tier nämlich richtig gut: eurem.
Denkt mal drüber nach.

 
Nachspann
Der Film hört irgendwie abgehackt auf und bringt es auch nach dem Lauftext nicht zu einem befriedigenden Abschluss.
 
P.S. Und um noch mit einem Vorurteil zu brechen, ich hätte diesen Film jetzt finanziell unterstützt:
Ich zahle im Jahr eine Pauschale von 399,- € für eine Flatrate, die mir erlaubt, in jeden Film zu schlendern ohne auch nur einen weiteren Cent in die Hand zu nehmen.
Bei ca. 300 Vorstellungen jährlich bedeutet dies ein Filmdurchschnittspreis von 1,33 € pro Film. Da ich die 399,- € aber so oder so zahle und es EGAL ist, in welchen Film ich nun gehe oder nicht (ich könnte mir also auch 1000 oder 4000 oder 40.000 Filme ansehen, wenn es die Zeit zuließe), messe ich dem keinerlei weitere Bedeutung bei. Das Kino bekommt also keine explizite Zahlung durch mich.
Und Pressevorführungen kosten mich absolut nichts außer die An- und Abreisekosten (die bei der Deutschen Bahn und der MVG landen) und etwas meiner freien Zeit. Auch hier fließt also keinerlei Kohle zu irgendwelchen Produzenten.
Für weitere Fragen und Ungereimtheiten eurerseits stehe ich in den Kommentaren gerne zur Verfügung.

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Woher kenn ich den Typen? Aus Gänsehaut, der bei mir bekanntermaßen nicht so dolle abgeschnitten hat. Hatte ich trotzdem Lust auf Don’t breathe? Und wie!
Der Trailer hat mich mal richtig gepackt und für mich fast schon den besseren The Purge: Election Year auf den Tisch geschmissen und mit genau so großer Vorfreude bin ich in diesen Film gegangen … und habe die Überraschung des Tages erlebt.
Allein die Idee, mit der man hier aufwartet, entbehrt jedwedem Fehlen kreativen Geistes und beugt bekannte Muster dieses Filmgenres in eine neue Welt runter, die in dieser Form nicht nur unendlich viel Spaß macht, sondern vor allem auch für jüngeres Publikum tauglich ist, da man auf die üblichen Grotten schlechter Horrorfilme ganzheitlich verzichtet.
Und genau diese Form von neuem Horror lässt jede Fan-Seele erblühen, denn man durfte sich endlich mal wieder richtig gruseln ohne die undurchsichtige Dunkelheit, das vorhersehbare Zucken aus einem unbeleuchteten Winkel oder sonstigem öden Mist.
In welcher Form man hier in die Köpfe der Zuschauer vordringt und den Menschen auf eine völlig neue Art und Weise Angst macht, ist für mich mehr als gelungen. Und genau das macht einen riesigen Spaß.
Die Realitätsnähe, der man sich hier bedient, umschmeichelt nicht nur den Intellekt, sondern schifft eine neue Portion Glaubwürdigkeit in das Gesamtpaket, was es angesichts der Tatsache, dass solche Unternehmungen tatsächlich nicht so weit hergeholt sind, noch ein klein wenig gruseliger macht. Dazu der perfekt abgestimmte Soundtrack, die Liebe zur Ruhe und Gelassenheit, die inspirativen Ideen, die man immer wieder einfließen lässt und ganz einfach die Liebe zum Horror macht aus Don’t breathe ein Meisterwerk, das selbst genrefremde Gäste lieben könnten.
Bei mir kommt er definitiv nochmal auf die Liste und die Tatsache, dass die Kinos den selbst im Nachmittagsprogramm zeigen, zeugt auch davon, dass es hier nicht um Blut und Gore, sondern viel mehr um gekonnte Umgarnung des menschlichen Geistes geht, der die Angst wo ganz anders entstehen und die Zuschauer immer wieder “Oh Fuck, das ist jetzt nicht wahr” ausrufen lässt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist wahr. Und es macht einen Heidenspaß!
Und den sollte man sich auch als Nicht-Fan von Gruselstoff nicht entgehen lassen, denn dieser Titel birgt mehr als das bloße Erschrecken von adrenalinsüchtigen Kindern.
Das Gesamtkonzept und schon allein die Idee des Films sind es wert, dass man ein .kinoticket löst und sich den Streifen zu Gemüte führt – ihr werdet nicht enttäuscht. Glaubt mir.

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten, es sei denn, man hockt in der Spätvorstellung und hat anschließend sowieso nichts mehr vor. Der Sound ist es wert.

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Okay, ich bewege mich wirklich nicht im literarischen Bereich von Kinderbüchern und habe persönlich absolut keine Ahnung, welcher Stoff da zu gebrauchen ist oder gar von der Filmbewertung zu recht oder unrecht mit dem Prädikat wertvoll ausgezeichnet werden darf oder nicht. Von dem her ist es nun sehr schwer, über einen Film zu urteilen, in dessen Genre ich mich absolut nicht auskenne und daher rein und allein meinen ganz persönlichen Geschmack spielen lassen kann, der hier aber ein Urteil abliefert, dass dem Film womöglich nicht gerecht wird.
Schon der Trailer war für mich die reinste Hölle, wenn ich in das selbstgefällige Grinsen dieses Kindes blicken und die übertrieben fürsorgliche Art über mich ergehen lassen musste, die dem schweigerischen Clan allgemein inne zu hängen scheint. Dass ich nicht unbedingt der größte Fan von Til Schweiger bin, dürfte ja bekannt sein. Dass man jetzt seine schauspielerischen Beziehungen wirken lässt und nun seine Sprösslinge auch auf den erhabenen Ast des Erfolges setzen möchte, macht dieses Unterfangen für mich persönlich nicht unbedingt sympathischer.
Ja, ich schaue mir gern mal Kinderfilme an, denn immerhin gibt es in diesem Bereich genauso empfehlenswerte Kost, die sogar Erwachsenen Spaß machen kann – siehe Baymax. Leider ist Connie & Co. so völlig gegenteilig und verbreitet gleich von Anfang an pure Langeweile. Ich fühle mich als Rezensent schon fast schlecht, so mies über einen Film mit dieser Auszeichnung zu urteilen, jedoch hatte man auch im Kinosaal nicht den Eindruck, dass die Kids dabei wirklich Spaß hatten, sondern eher gelangweilt und desinteressiert waren, was ich angesichts der Geschehnisse auf der Leinwand auch vollkommen nachvollziehen kann.
Ich weißt nicht, warum man erwägt, sich so einen Film reinzuziehen und kann nicht verstehen, weshalb er mit dieser Auszeichnung gelobt wurde. Für mich war es einfach nur anstrengend, peinlich und zum Fremdschämen, denn das gesamte Paket hapert an allen Ecken und Enden. Die Sprache – wieder einmal – zum Schreien. Das übertrieben kindhafte stimmliche Gezeter über Themen, wo man als Erwachsener im echten Leben nur mit den Augen rollen kann und sich womöglich entnervt abwendet, das Wichtigtuerische, für das man in jeder Schulklasse erstmal eins auf die Fresse kriegen würde und genau diese Voraussetzungen bilden dann die Grundlage für einen Film, dessen Plot man eigentlich gar nicht ernst nehmen kann.
Wäre das das echte Leben, müssten sich die Protagonisten nicht darüber wundern, dass es mit den Freunden mauer gesät ist. Und wenn einem das Kinopersonal schon sagt, dass man wirklich viel auf sich nimmt, nur um den Film dann auch im Blog bewerten zu können, dann ist damit eigentlich alles gesagt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auf deutsch gesagt: Wer hier rein geht, der ist selber schuld.
Es gibt wirklich tausende bessere Möglichkeiten, seine Kinder zu unterhalten und zu lehren, als dieses langweilige, übertriebene und realitätsferne Werk. Ob daran nun jetzt ein filmischer Erfolg geknüpft wird oder nicht, lass ich einfach mal so stehen, denn das alles hier ist einzig meine persönliche Meinung und nichts anderes.

 
Nachspann
darf man nun auch noch mitnehmen, wenn man es eh schon bis hierhin geschafft hat. Auch wenn er für mich nicht zu den größten Errungenschaften dieser Welt zählt.

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