Jennifer Garner

All posts tagged Jennifer Garner

Peppermint - Angel of Vengeance
© 2018 Universum Film GmbH

 

Jennifer Garner als Racheperson: Ich hab nach Himmelskind immer noch meine Zweifel, dass diese liebenswürdige, zerbrechliche Frau mit Waffen wirklich umgehen könnte und eine solide Figur in einem Streifen wie diesem hier abgeben wird.

Tatsächlich hapert der Film aber weniger an ihrem Können als vielmehr dem unbeschreiblich kranken Plot, der von Vorhersehbarkeit durchkämmt ist und so ziemlich jedes Klischee einliest, das dabei auf dem Weg liegt.

Die Idee dahinter ist vielleicht ganz witzig, mündet aber in einer nahezu lächerlichen Farce, die nichts mehr mit ernstzunehmendem Actionkino zu tun hat. Angesichts der PR rund um diesen Streifen war vorher sogar fälschlicherweise fast anzunehmen, dass es hierbei um eine dieser wüsten Schlachten aus dem japanischen Anime-Sektor geht, das man nun vermenschlicht neu interpretiert – selbst, wenn dem so wäre, ging der Schuss extrem nach hinten los.

Was man geboten bekommt, ist mit viel Liebe allerhöchstens gutes Mittelmaß und reicht für einen „Film zwischendurch“, wenn man eh grad nichts zu tun hat – und davon dürfte derzeit da draußen kaum jemand reden.

Dass die Idee eigentlich gar nicht so übel klingt, ist deshalb erstaunlich, weil mir auch bei längerem Überlegen kein Film einfällt, der so in der Art schon mal etwas aufgegriffen und richtig überzeugend umgesetzt hätte: Fast schon, als läge auf dieser Thematik ein cineastischer Fluch, den es bis heute immer noch zu brechen gilt. Peppermint – Angel of Vengeance hat das aber auch nicht geschafft. Leider, denn Jennifer Garner ist tatsächlich mit Abstand noch das allerbeste am ganzen Film.

 

.kinoticket-Empfehlung: Die Erwartungen waren da und wurden in meinem Fall gänzlich enttäuscht: Die Drehbuch- und Plotarbeit ist in meinen Augen ganzheitlich misslungen.

Jennifer Garner macht trotz allem eine super Figur, kann in dem Film aber nicht richtig aufgehen, was permanent ein „Handbremse angezogen“-Gefühl auslöst, aus dem der Streifen zu keiner Zeit wirklich raus kommt. Schade, Potenzial wäre nämlich auch hier viel vorhanden.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Peppermint
Length: 96 Min.
Rate: FSK 16

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

The time has come … und ich hab diesmal keine Ahnung, wie ich mich dem “Inhalt” zuwenden soll, ohne dabei nicht maßgebliche Teile des Films zu spoilern.
Fakt ist: Es gab bereits unzählige Versuche, diese Art Thematik auf die große Leinwand zu bringen und allesamt sind sie gescheitert. Bis auf zwei. Wobei mir beim einen die fehlende Akzeptanz der Masse verständlich scheint, weil er eben an besagten Stellen doch etwas “zu hart” ist. Ich würde nun zu gern die beiden Titel verlinken, aber allein die Nennung würde spoilern. Also keine Sorge, ich bleibe meinem Pitch treu. Keine Spoiler.
Großartig ist nämlich auch, dass es FOX ebenfalls geschafft hat, ein Plakat in die Runde zu werfen, dass keine Vermutungen aufkommen lässt und man sich hier also völlig unvoreingenommen und befreit dem Film zuwenden kann, insofern man nicht vorher den .trailer gesehen hat.
Mein Gedanke bleibt trotzdem der gleiche: Time has come … wir sind so weit und ich glaube, alle Vorherbeispiele waren einfach ihrer Zeit voraus und scheiterten quasi am fehlenden Toleranzvermögen einer Gesellschaft, die ihre Zeit gebraucht und Erfahrungen hat machen müssen, um hier mit anderen Wertvorstellungen ranzugehen.
Als jüngere Filme könnte man jetzt also einen weiteren Titel und diesen hier nennen, wobei ich den Mitspieler als “Erwachsenenvariante” bezeichnen würde und Love, Simon eher als Teeniefilm, da die Zielgruppe hier eindeutig jünger ist und man an vielen Stellen im Film auch festmachen kann, dass hier eben die Jugend angesprochen wird.
Erwachsene werden wohl oder übel sowieso in diesen Film gezerrt werden, zumindest wünsche ich mir das, weil es zum einen den Kids gewisse Dinge unfassbar erleichtert, zum anderen dieser Titel eben auch zur Generationenverständigung beiträgt und für allgemein mehr Verständnis und Liebe unter allen Beteiligten sorgt.
Manch einer der alteingesessenen Buchtreuen wird wohl das doch recht “kitschige” Ende verurteilen, jedoch dürft ihr dabei nie vergessen, dass das Zielpublikum wohl selten über die 14/15 Jahre hinaus ist und diese Generation sowas noch braucht, um vollends in Gefühlen zu ertrinken.
Dennoch herrscht hier ein wunderbarer Ton, der Cast wurde gut gewählt, die Story ist enorm wichtig und für mich zählt Love, Simon zu einer Revolution, die nun endlich das Zeitalter einläutet, in dem über derartiges nicht mehr gesprochen werden braucht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Also folks, nutzt den Streifen, damit nicht ihr die Worte suchen müsst, sondern lasst die für euch sprechen, die mit Verbalkämpfen vertraut sind – hier steckt unglaubliches Potenzial, um sich das Leben ein großes Stück angenehmer zu machen. Sie werden’s verstehen.
An alle anderen: Dieser Film ist für die Jugend gemacht, beschäftigt sich mit unfassbar wichtigen Themen und bringt diese herausragend zur Sprache. In seinem Genre ist er ein wegweisender Meilenstein, der hoffentlich endlich das Zeitalter einläutet, in dem derartige Dinge nicht mehr besprochen werden.
Unterhaltung, Emotion und die ein oder andere Überraschung sind auf jeden Fall garantiert.
P.S: Keine .trailer vorab anschauen, sondern einfach ins Kino gehen!

 
Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.
Kinostart: 28. Juni 2018

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , . Leave a Comment

Es wäre nicht so jämmerlich, wenn es nicht so erbärmlich ernst wäre, so wie man da im Kino sitzt und sich diese unglaubliche (im negativen Sinne) Geschichte ansieht, die eigentlich förmlich dazu einlädt, im Saal seine Witze zu reißen und das Ding in den Dreck zu ziehen.
Haben einige auch getan und keiner kann es ihnen verdenken.
Dass ich’s aus persönlichen Erfahrungen (danke, liebe Christenheit) nicht so mit dem Glauben habe, zumindest nicht so, wie sich die anerkannten Kirchen das vorstellen, dürfte ja mittlerweile an einigen Stellen durchgesickert sein.
Dass mich diese heilige Frömmigkeit, die so ungeniert freizügig im Kino präsentiert wird, aus diesem Grund immer häufiger aufregt, wisst ihr nun auch.
Was also gibt es dieser lachhaften Nummer denn noch Positives abzugewinnen?
Wenn man täglich aufsteht und sich die Scheiße aus dem Leib kotzt und keiner der verfluchten Mediziner weiß, was Sache und was dagegen zu tun ist, dann fühlt man auf perverse Weise mit, was einem da als Geschichte im Film geboten wird – auch wenn der Ausgang hier völlig skurril und die Ursachen ganz woanders zu suchen sind.
Die Verzweiflung, in die die Protagonisten geraten, das Rumgerate, diese wahnwitzige Art und Weise, wie damit umzugehen versucht wird, erinnert einen allein nur daran, welche Strapazen man im Leben an eigener Haut durchmachen musste und lässt hier und da einen Funken Hoffnung aufkeimen, dass vielleicht andere auch eine etwas offenere Haltung zu Problemen bekommen, die eben nicht alltäglich und durch eine Aspirin wieder in den Griff zu kriegen sind.
Was man dann hier im Film allerdings für Lösungsapparate in den Raum wirft, ist nicht nur lächerlich, sondern grenzt schon fast an Gefährlichkeit, zumal weder im Abspann noch sonstwo aufgezeigt wird, welche Konsequenzen solch eine Haltung haben kann und welchen Gefahren man sich aussetzt, sollte man auf die Hinweise der Menschen hören, weil einem in seiner Verzweiflung einfach nichts anderes mehr einfällt.
Aus dem Grunde sind die witzig-gemeinten Einlagen der Zuschauer somit wahnsinnig wichtig, um Notleidende vielleicht doch bei Vernunft bleiben zu lassen und ihnen zu zeigen, dass das gewiss keine Lösung darstellt.
Auf der anderen Seite spendet diese “wahre Geschichte, die für Kinozwecke dramaturgisch aufgewertet wurde” unglaublich viel Hoffnung, in Situationen, in denen es gewissermaßen ausgeschlossen ist, Hilfe zu bekommen, vielleicht doch Hoffnungen am Horizont zu sehen, auch wenn man sie momentan nicht sieht und am Schluss auch nicht erklären kann.
Wie also soll man so eine Preview bewerten?
Gar nicht. War auch das erste Mal, dass mein Stammkino auf meine Bewertung im Kasten verzichten musste, denn ich weiß es schlichtweg einfach nicht.
Würde ich mir den Film deswegen nochmal ansehen?
Ja. Und zwar mit anderen. Um sie dafür zu sensibilisieren, wie es Menschen geht, die nicht nur unter einer Grippe leiden. Um zu zeigen, wie sehr man aufgerieben werden kann und welche Folgen das für einen hat – weil der Film diese innere Verzweiflung so wahnsinnig glaubhaft und gut rüberbringt und man das den Schauspielern wirklich abkauft, auch wenn die ganze Zeit über diese an Lachkrämpfe kratzende Lächerlichkeit im Raum mitschwingt.
Hier ist also unglaublich viel Vernunft und eingesetztes Hirn beim Schauen gefragt und ich bezweifel, dass das die Allgemeinheit pro forma mitbringt, wenn sie sich diesen Film auf gut Glück anschaut. Vielleicht hab ich auch deshalb bis zur Sneak selbst noch nie etwas von diesem Titel gesehen, gehört, oder gelesen?
P.S: Unglaublich gut: Die Darstellung der Mutter und das Wesen des Arztes – wo gibt es solche Spezialisten auf der Welt, die so viel Menschenverständnis mitbringen wie er?
 

.kinoticket-Empfehlung: Fakt ist: Wer diesen Film anschaut, sollte einen religiös-harten Magen mitbringen und nicht enttäuscht sein, wenn hier Dinge offenbart werden, die der Allgemeinheit so gar nicht schmecken dürften.
Was mich brennend interessieren würde: Wieviel von dieser ganzen Sache nun tatsächlich passiert ist und wo die Filmschaffenden alles die unterhaltsame Schere angesetzt haben, um hieraus verdauliche Kinokost zu gestalten. Aber diese Fragen werden wohl für immer unbeantwortet bleiben. Schade eigentlich. Denn unter “abartig” kann man das Geschehen nämlich tatsächlich einstufen.

 
Nachspann
Geht die Blende auf schwarz, darf man erlöst aus dem Saal spazieren und sich weiterhin mit den Dingen beschäftigen, die wichtig sind. Facebook zum Beispiel. Oder Bier. Oder vielleicht auch etwas ganz anderes.

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . 1 comment

Ein Titel, bei dem man als Erwachsener gar nicht erst überlegt, ob man ins Kino soll. Wenn man die Spielzeiten dann noch betrachtet – 12:00 Uhr, 14:00 Uhr – erst recht nicht. Und genau das ist ein riesiger Fehler.
In meinem Fall war der Film auch eher aus der Not geboren, um die Zeit bis Avengers zu überbrücken, und was soll ich sagen? Von der ersten Sekunde an überraschend und dermaßen spaßig, dass ich es sowas von bereut hätte, wäre diese Filmperle des gehobenen Familienfilms an mir vorüber gezogen.
Für diejenigen, denen sich der Magen bei dem Wort Familienfilm zusammenknäult: Nein, es ist keiner von den typischen Klischeefilmen, bei denen das Kind nervt, Heinz Harald Papa niemals da ist, weil er arbeitet und Mama Heike Makatsch mit ihren deutschen Plattitüden rumnervt und ihre Kinder brav erziehen will, während sie ihr Leid bei einer Zigarette ihrem ach so verständnisvollen Ehemann beichtet. Ganz im Gegenteil: Das hier – und das meine ich ernst – macht von der ersten Sekunde an einfach so richtig richtig Fun!
Keine von diesen Familien, bei denen es immer nur hektisch zugeht, jeder nervt und man am Schluss froh ist, wenn einfach mal wieder fünf Minuten lang gar nichts zu hören ist.
Die Liebe und der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Mitgliedern fügt sich genauso harmonisch ins Gesamtbild ein, wie die restlichen Darsteller in das erzählte Geschehen. Klar wird auch hier das ein oder andere Erlebnis überspitzt und überzogen, jedoch niemals mit Fremdschämfaktor, sondern zu Gunsten des Zwerchfells der Zuschauer. Den Tag, über den hier berichtet wird, mit der Familie mitzuerleben, ist etwas, an das man sich gerne zurückerinnert. Keine schwülstigen Emotionsausbrüche, keine Pannen, die irgendwann alle ausrasten lassen und alles derart ad absurdum führen, dass man die Geschichte ins Reich des Fantastischen schieben könnte.
Es wäre toll, gäbe es Mütter und Väter, die derart erwachsen und dennoch so wahnsinnig cool mit ihren Kindern umgehen und Probleme auf diese Art meistern. Genau da kommen wir zum Wehrmutstropfen: Hollywood will unterhalten und hat sich nicht (nur) zur Aufgabe gemacht, die Wirklichkeit abzubilden. Denn es wäre fatal, von Eltern zu erwarten, sie würden permanent so mit ihren Kindern umgehen – dafür wurde dann doch etwas zu viel Sonnenschein gezeichnet – aber genau das tut als Zuschauer mal so richtig erholend gut.
 

.kinoticket-Empfehlung: Einfach mal eine Auszeit nehmen und einen Tag mit anderen erleben, der so chaotisch wie nur irgend möglich ist, aber dafür um so mehr Spaß macht und schlussendlich wie ein triefend-nasser Schwamm im Sommer wirkt, der über einem ausgedrückt wird: Erfrischend, erquickend und einfach himmlisch.
Auch für Erwachsene ein riesen Spaß! Reingehen!

 
Nachspann
ist bis zum Ende hin be-bewegt-bildert – man darf also sitzen bleiben.

Posted in: .kinofilmrezensionen. Tagged: , , , , , , , , , , . Leave a Comment