John Ortiz

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Peppermint - Angel of Vengeance
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Jennifer Garner als Racheperson: Ich hab nach Himmelskind immer noch meine Zweifel, dass diese liebenswürdige, zerbrechliche Frau mit Waffen wirklich umgehen könnte und eine solide Figur in einem Streifen wie diesem hier abgeben wird.

Tatsächlich hapert der Film aber weniger an ihrem Können als vielmehr dem unbeschreiblich kranken Plot, der von Vorhersehbarkeit durchkämmt ist und so ziemlich jedes Klischee einliest, das dabei auf dem Weg liegt.

Die Idee dahinter ist vielleicht ganz witzig, mündet aber in einer nahezu lächerlichen Farce, die nichts mehr mit ernstzunehmendem Actionkino zu tun hat. Angesichts der PR rund um diesen Streifen war vorher sogar fälschlicherweise fast anzunehmen, dass es hierbei um eine dieser wüsten Schlachten aus dem japanischen Anime-Sektor geht, das man nun vermenschlicht neu interpretiert – selbst, wenn dem so wäre, ging der Schuss extrem nach hinten los.

Was man geboten bekommt, ist mit viel Liebe allerhöchstens gutes Mittelmaß und reicht für einen „Film zwischendurch“, wenn man eh grad nichts zu tun hat – und davon dürfte derzeit da draußen kaum jemand reden.

Dass die Idee eigentlich gar nicht so übel klingt, ist deshalb erstaunlich, weil mir auch bei längerem Überlegen kein Film einfällt, der so in der Art schon mal etwas aufgegriffen und richtig überzeugend umgesetzt hätte: Fast schon, als läge auf dieser Thematik ein cineastischer Fluch, den es bis heute immer noch zu brechen gilt. Peppermint – Angel of Vengeance hat das aber auch nicht geschafft. Leider, denn Jennifer Garner ist tatsächlich mit Abstand noch das allerbeste am ganzen Film.

 

.kinoticket-Empfehlung: Die Erwartungen waren da und wurden in meinem Fall gänzlich enttäuscht: Die Drehbuch- und Plotarbeit ist in meinen Augen ganzheitlich misslungen.

Jennifer Garner macht trotz allem eine super Figur, kann in dem Film aber nicht richtig aufgehen, was permanent ein „Handbremse angezogen“-Gefühl auslöst, aus dem der Streifen zu keiner Zeit wirklich raus kommt. Schade, Potenzial wäre nämlich auch hier viel vorhanden.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 29. November 2018

Original Title: Peppermint
Length: 96 Min.
Rate: FSK 16

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Und wieder einer der Filme, in dem es um …. Achja, ich wollte ja nicht spoilern, jedoch fällt mir enorm auf, wie wichtig und präsent dieses Thema die letzte Zeit durch alle Medienkanäle geistert und auch von Hollywood als thematisch relevanter Stoff mit Freuden verarbeitet und durchexerziert wird.
Wer’s gar nicht aushält, schaut halt den Trailer und nimmt sich damit schon mal einen Großteil der Freude vorab weg – ich rate davon eher ab und empfehle lieber, direkt die freien Ostertage zu nutzen und eines der Kinos zu besuchen, die diesen Film neben Fast & Furious 8 zeigen (den man natürlich ebenfalls gesehen haben muss!).
Ich glaube, die Spitzenbesetzung mit CaineFreeman und Arkin löst auch so schon jede Menge Sympathiebekundungen in den Köpfen der Leute aus, und ihre schnippische und andere Art zeigt etwas von dem, dem sich in Zeiten wie diesen viele gegenübergestellt sehen und womöglich darunter leiden.
Ihre ausgeführte Konklusion ist zwar keinesfalls realistisch oder als mögliche Nachahmertat zu empfehlen, der sprudelnde Esprit und die humoristische Verpackung sorgen aber für galante 96 Minuten Kurzweil, wenn auch mit kurzen Hängern.
So wird man ganz im klassischen Stil für ein paar Momente aus seinem Alltag gezerrt und in fremde Welten entführt, in denen alles möglich zu sein scheint.
Die Stelle, an der mich der Film dann richtig gepackt hat, war die, als langsam klar wurde, worum es hier wirklich geht. Ich möchte gar nicht mal so viel vorwegnehmen. Schon allein wegen der Botschaft möchte ich einfach jeden Einzelnen ohne Vorbehalte da rein schicken und euch mit auf den Weg geben: Achtet darauf, nicht nur im Film, sondern in eurem Leben. Sorgt euch darum, denn am Schluss wird nichts anderes mehr außer das da sein.
Und Rückblickend – mit Ziel auf diese finale Erkenntnis – ist der Film generell gespickt mit Hinweisen und Offenbarungen, die genau das unterstreichen und unterstützen – und diese Nachhaltigkeit, mit der man zum Schluss diese Erkenntnis ins Gedächtnis hämmert, hat mir sozusagen den Rest gegeben und mich ganz tief drin berührt.
 

.kinoticket-Empfehlung:Man verbirgt ganz viele kleine, wunderschöne Dinge in einer Welt, die für sich schon wieder als liebenswürdig angesehen werden kann und richtet ein emotionales Fest aus, bei dem Lacher und tiefe Betroffenheit nicht weit voneinander entfernt sind.
Was ich befürchte, ist, dass der Film neben den Epos-Krachern untergeht, die gerade im Kino laufen und hoffe natürlich darauf, dass sich möglichst viele ein weiteres Mal dazu aufraffen, um genau diese Vorstellung hier zu besuchen, denn dieses .kinoticket gilt noch lange als wegweisendes Erinnerungssouvenir für’s eigene Leben.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf also wieder aus dem Saale hinausspazieren.

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Die Geschichte rund um King Kong geistert ja nicht erst seit gestern durch die Kinos. Wie bereits erwähnt, füllen zur Zeit sehr viele Remakes die Leinwände und bezeugen, dass Hollywood derzeit mal wieder der Stoff zum Verfilmen ausgegangen ist, weshalb man auf altbewährte Konzepte zurückgreift und hier eben Geschichten neu erzählt, die es schon mal gegeben hat.
Im Zuge dessen braucht man als Interessierter an diesem Film auch keinerlei großartige Anforderungen an einen trickreichen und überraschenden Plot stellen, denn die Vergangenheit hat bereits bewiesen, dass die Ära von hervorragend erzählten Storys diesbezüglich längst vorbei ist.
Kong: Skull Island macht hier keine Ausnahme. Ehrlich gesagt bin ich mir zum ersten Mal wirklich unsicher, ob ich den Film in 3D oder 2D empfehlen soll. Gesehen habe ich mittlerweile beide Varianten und unschlüssig bin ich mir immer noch.
Tatsache ist, dass man hier unglaublich viel Geld und Rechenleistung in herausragende und absolut beeindruckende Special Effects investiert hat, die sich nicht nur sehen lassen können, sondern über alle Maßen überzeugen. Macht man die Ohren zu und schaut sich diesen Film als Stummfilm an, wird man mit einer Augenweide an grafischen Monumentalszenen belohnt, die in der Tat meisterhaft sind. Hierbei macht das 3D dann noch mal den richtigen Unterschied, da der Film so noch mal einiges an Größe dazu gewinnt und die gezeigten Szenen umso beeindruckender rüberkommen.
Warum empfehle ich dann nicht gleich die teurere, räumliche Variante?
Beim Sichten in 2D habe ich festgestellt, dass die Kluft zwischen computeranimierter Technik und dem vergleichsweise mauen Plot nicht ganz so groß ist und daher die Enttäuschung über die relativ miese Story nicht ganz so weh tut. Hier gibt es nämlich nicht nur viele Logiklücken, sondern die Erzählung verliert ein wenig ihren Charme, dadurch, dass man sich eben nicht mehr auf die in den Vorgängerfilmen gezeigten Elemente konzentriert, die eigentlich die Geschichte von King Kong ausmachen, sondern hier eben wieder mal relativ lieblos einige Szenen zusammenschustert, die dann rechtfertigen, dass man absolut gelungene CGI-Effects hat, die man innerhalb eines Filmes miteinander verbinden will.
Der Plot gewinnt dadurch nicht an eigener Harmonie und es entsteht am Ende auch keine rühmliche Moral, die hier in die Tiefe des Charakters vorstößt und gewisse Dinge aufzeigt, die in heutiger Zeit durchaus relevant wären. Stattdessen hat man einfach nur hammerhart geile Effekte, die es im Kino zu feiern gilt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wer damit klar kommt, dass die Geschichte nicht mit inhaltlicher Brillanz auftrumpft, der sollte unverzüglich zur 3D Variante des Films greifen.
Alle anderen können sich auch mit der kleineren Variante zufrieden geben, die etwas mehr Harmonie mitbringt, da der Anspruch hier generell etwas niedriger ist.
Dieser Film wurde eigentlich nur deshalb gemacht, um den technischen Fortschritt unserer Zeit zu feiern, und weniger deshalb, um eine emotionale Geschichte zu erzählen.

 
Nachspann
Viel wichtiger ist es, die kurze Zeit während des Abspanns sitzen zu bleiben, denn danach kommt noch eine etwas längere Abhandlung, die das eigentliche Ende des Films darstellt und das Gefühl eines offenen Endes verschwinden lässt. Erst danach macht der Film in meinen Augen wieder etwas mehr Sinn.

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Ouway, ich höre sie schon – die Bombe. Den Weltuntergang. Den wütenden Mob, der auf mich zurast, nur weil der Titel im Zuge meines Blogs auch auf Facebook auftaucht und man ja sogar davor gewarnt hat, diesen Film zu sichten.
Ja, ich habe eine Pressevorführungseinladung bekommen und musste an diesem Termin leider meinem Geldverdienerjob nachgehen, weshalb ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, sonst hätte ich die Macher zu gerne persönlich mit den Vorwürfen konfrontiert und sie gefragt, was da jetzt nun Sache ist.
Und die Tatsache, dass ich hier und heute darüber schreibe, löst bei vielen sicherlich schon pure Empörung und Hass oder dergleichen aus, weswegen ich an dieser Stelle eine intensive Bitte habe:
Ja, ich weiß, ihr alle seid extreme Tierfreunde. Ich sogar so sehr, dass ich einem Job nachgehe, bei dem man fast täglich mit Tieren zu tun hat in einer Umgebung, die tatsächlich so malerisch und unberührt ist, wie man es sich auf vielen Milchverpackungen und anderen “Verpackungslügenbildern” vorstellt.
Die glücklich weidenden Kühe auf der Alm mit viel Platz, jeder Menge Frischluft und natürlichem Gras, die sozusagen den ganzen Sommer über keinen Stall von innen sehen und ihr Leben zwischen freilaufenden Hasen, Hennen, Eseln, Katzen und anderem Getier verbringen, existieren direkt in meiner Arbeitsstätte und erfreuen sich bester Gesundheit und verbringen ihr Leben in großem Glück.
Und ich liebe diese Form von Natürlichkeit und Tierliebe so über alle Maßen, dass ich meinen Fanatismus bezüglich des Kinos dem Treiben auf den Bergen hinten an stelle und mich in erster Linie um die Arbeit bemühe und dann erst dem Vergnügen Film die Bühne biete.
Ich selbst war stolzer Besitzer einer Katze, die nach unzähligen glücklichen Stunden und extrem viel Zeit, Schmuserei und jeder Menge Abenteuer nach einem sehr langen Leben in hohem Alter friedlich entschlafen ist und mich immer daran erinnert, wer von beiden Spezies der Treue, Zuverlässige und Liebende ist: Nicht der Mensch, sondern das Tier.
Im Zuge dessen kann ich all die empörten Verbreitungen von Tierquälermaterial auf Facebook nicht verstehen – Leute, die Videos posten, mit den Überschriften: “Wer macht sowas?” und dann clickbait-Challenges Starten, um mit ihren voyeuristischen Videos möglichst viele Zugriffe auf Facebook zu erlangen, während sie selbst diejenigen sind, die diese Gräueltaten weiterverbreiten und damit den Tierquälern eine kostenlose Plattform bieten und mit ihrem Sharen dafür sorgen, dass genau diese Quälerei immer mehr Zulauf bekommt und von möglichst vielen Menschen gaffend konsumiert wird.
Genau, wie es bei ISIS-Enthauptungsvideos das beste ist, diesen kranken Schwachsinn gar nicht erst anzuklicken, sondern ihn einfach im Sande verlaufen zu lassen, genauso sollte man die Finger (oder den Mauszeiger) von Tierquälervideos lassen, denn DU bist es, der diesen Tierschändern die Kohle in den Rachen wirft, indem du diese Videos schaust, verbreitest und dafür sorgst, dass die Werbeeinnahmen in den Taschen der Tierquäler landen.
Eigentlich müsste schlussfolgernd jeder, der so ein Video teilt, in seinem Profil die Zwangsaufschrift stehen haben: “Ich unterstütze Tierquäler und verbreite solches Material weiter und verhelfe ihnen so zu mehr Geld.”
Aus diesem Grunde schaue ich mir so einen Schwachsinn gar nicht erst an.
Die zusammengeschnittenen Clips von Bailey – Ein Freund fürs Leben, wo ein Hund laut den Beschreibungen gequält worden ist, habe ich mir angeschaut.
Weil ich nicht persönlich unreflektiert über etwas schreiben möchte, dass tatsächlich mit solchen Handlungen verbunden ist.
Weil ich als Blogger und “öffentliche Stimme” eine “Verantwortung” gegenüber anderen habe, und auf meiner Seite ein Statement abgeben kann, dass andere Menschen aktiv beeinflussen kann und ich daher nicht einfach nur irgendwas wild zusammengeflicktes glauben kann, sondern die Sache untersuchen muss, bevor ich mich darüber äußere.
Und darum meine Bitte: Eure tief aus dem Herzen entspringende Empörung und Wut kann ich so sehr nachvollziehen, dass euch die Galle übergeht, weil man niemals ein Tier schlagen, schubsen, treten oder zu Dingen zwingen sollte, die es nicht freiwillig möchte. Ich kann euren Hass verstehen und bitte euch deshalb darum: Holt kurz Luft, lest erst bis zum Schluss – und zwar so besonnen und ruhig, dass ihr einzelne Wörter nicht überlest und damit evtl. die Bedeutung eines Satzes ins Gegenteil verkehrt, stellt Fragen, nutzt die Kommentare und lest vor allem bis zum Schluss, bevor ihr wütend anfangt, andere zu bashen.
Ich habe das Un-Talent, die Dinge nicht gleich im ersten Satzteil auf den Punkt zu bringen und brauche für meine Ausführungen oftmals eine kleine Weile, um das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Wer also gleich beim ersten Abschnitt Hassgefühle auf mich entwickelt, liegt damit sicherlich absolut daneben und hasst mich für Dinge, die so gar nicht sind.
Klar soweit? Dann mal los: Fakten sammeln.
Im Tierquäler-Clip werden Ausschnitte gezeigt und die Frage, ob es hier tatsächlich um die Kulisse des Films geht, war für mich zum Zeitpunkt des Schauens des Clips nicht ersichtlich, da nirgendwo in dem Clip ein Logo oder ähnliches zu finden war, dass tatsächlich auf diesen Film hinweist. Man kann nur vermuten – und so etwas ist schon mal sehr gefährlich.
Man sieht einen Hund, der unsanft ins Wasser gestoßen wird, (ich vermeide an dieser Stelle mal das Wort “panisch”) versucht, dem Becken wieder zu entkommen und schlussendlich doch im Becken landet.
In diversen Weiterverbreitungen wird von “kämpft um Leben und Tod”, “weiß jemand, ob der das überhaupt überlebt hat” etc. berichtet, was meines Erachtens völlig aus der Luft gegriffen ist, da Hunde bekanntermaßen schwimmen können und man auch deutlich erkennt, dass dieses Tier zum Schluss nicht verendet irgendwo im Straßengraben oder einer Mülltonne liegt.
Das bedeutet nicht, dass ich die Handhabe in dem Clip dem Tier gegenüber gutheiße, sondern nur, dass man nüchtern betrachtet ein wenig übertreibt, wenn man hier von “dem Tod nahe” erzählt.
Hier malt sich der Facebook-User gerne mal die irrsten Horror-Stories aus und übertreibt dann mit dem “Stille Post”-Prinzip mal Dinge in eine Richtung, die nichts mehr mit “aufdecken” zu tun haben, sondern schier in abstruse Richtungen abdriften.
Fakt ist (und Fakten sind das einzige, was zählt): Ich persönlich war zu dem Zeitpunkt nicht dabei und kann daher keine Aussage darüber treffen, ob es sich a) tatsächlich um den Filmhund handelt und b) ob er gequält wurde oder das Gezeigte in einem völlig anderen Zusammenhang steht. Und ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der “Boykottiert diesen Film”-Meute auch nicht persönlich vor Ort war und daher genauso nur Vermutungen äußern kann, die auf keinerlei Grundlage basieren und daher fragwürdig ist, wie man mit dem Thema nun umzugehen hat.
Eben dies war einer der Hauptgründe, weshalb ich den Film nun erst recht sehen wollte, um herauszufinden, ob diese Szenen, die man sich dann mit viel Fantasie in den Film rein interpretieren muss, dann auch tatsächlich so vorkommen.
Und ja, ich habe im Film das “Becken” entdeckt, in dem diese Form der “Wellen” und “Sprudler” zu sehen war, was ich jetzt zwar nicht 1:1 vergleichen konnte, da Kino und ich den Film nicht stoppen kann, um dann den Clip mitlaufen zu lassen, aber eine Ähnlichkeit aus dem Gedächtnis war tatsächlich vorhanden.
Also kann ich mich auch nur wieder auf die Suche nach Leuten machen, die ebenfalls darüber schreiben, was für mich wieder keine hundertprozentigen Aussagen sind, da auch hier wieder die Frage gestellt werden muss: Wer schreibt für wen? Wer bezahlt die Miete für den Schreiber etc. pp…
… und an dieser Stelle bin ich mal heilfroh, dass ich eben KEINEN Sponsor habe und hier tatsächlich völlig unabhängig über die Dinge berichten kann, da mir niemand von den Großen in die Suppe spucken oder mich zur Rechenschaft ziehen kann – auch die Presse nicht.
Die Vermutungen, dass ich mich hab kaufen lassen, weil ich nicht von vornherein auf den “Ich hasse den Film”-Zug aufspringe, könnt ihr euch deshalb also gerne stecken. Im Gegenteil: Ich bin stolz darauf, wirklich unabhängig zu sein, weil mich das Blog und die Arbeit dahinter ausschließlich kostet und mir keinen einzigen Cent einbringt!
Im Rahmen dessen möchte ich gerne mal auf einen Bericht von Filmstarts hinweisen, der sehr interessant zu lesen ist und mit dem gleichen Enthusiasmus auf Facebook geteilt werden sollte:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18510340.html
Dort ist die Rede von der AHA, also der American Humane Association, die dafür da ist, dass genau diese Dinge nicht passieren und die bei jedem Dreh permanent vor Ort ist, um auszuschließen, das zum Vergnügen des Menschen Tiere in irgendeiner Weise gequält oder misshandelt werden.
Ist laut denen alles in Ordnung, wird im Nachspann der berühmte Satz “No Animals were harmed” gezeigt, der auch bei Bailey – Ein Freund fürs Leben im Abspann am Schluss zu lesen war.
Fakt: Jeder, der behauptet, dort wäre ein Hund so gequält worden, dass er dem Tode nahe kam, zweifelt damit auch automatisch die Seriösität der AHA an, deren Aufgabe es ist, sich darum zu kümmern, dass Tiere nicht für filmische Zwecke misshandelt werden.
Dies müsste jetzt also eine Grundsatzdiskussion auslösen, die die Existenzberechtigung dieser Vereinigung infrage stellt – nur lese ich darüber kein Sterbenswort, sondern höre nur die wild um sich schlagenden “Tierschützer”, die alle den armen Hund lieben und die Produzenten so sehr hassen.
Auf welcher Grundlage?
Desweiteren ist im Text von Filmstarts die Rede davon, dass der Hund im zweiten Teil des Clips sofort aus dem Wasser geholt und gewärmt wurde und Hercules (so heißt der Süße) extra ausgewählt wurde wegen seiner Vorliebe zu Wasser.
Desweiteren sind viele weitere Dinge beschrieben worden, über die ich jetzt auch persönlich keine Aussage zu richtig oder falsch treffen kann, jedoch wäre ein Versagen der AHA gleichbedeutend damit, zu sagen, das TÜV-Siegel bei Autos hätte keinerlei Bedeutung mehr, weil die die Autos nicht richtig kontrollieren. Und damit müsste man konsequenterweise alles in Frage stellen und dürfte niemandem mehr glauben. Und alles wegen etwas Wasser und einem Hund in einem unscharfen Video in einem offensichtlich zusammengeschnittenen Clip, der wieder vieles aus dem Zusammenhang reißt.
Und genau da sehe ich viele Probleme.
 
Das Tomatenbeispiel
Jeder hat sicherlich schon mal davon gehört, dass im Strunk einer Tomate Blausäure enthalten ist, die bekanntlich giftig für den Menschen ist und daher besser entfernt werden sollte, weil man sich sonst vergiftet, wenn man Tomaten roh isst.
Hier haben wir jetzt das gleiche Problem: Es steht ein Fakt im Raum (“In der Tomate im Strunk ist Blausäure, die giftig ist”), der richtig ist und sicherlich auch wissenschaftlich nachgewiesen werden kann und wurde.
Soweit, so gut. Dann beginnt das Nachdenken und Nutzen des Hirns, bei dem die meisten Menschen aussteigen und es einfach bei der “Horrormeldung” belassen, denn das ist ja einfacher.
Fakt 2 im Raum: Blausäure ist für den Menschen schädlich ab einer Menge von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
In meinem Fall mit ca. 85 kg Körpergewicht bedeutet das eine Menge von 85 mg Blausäure pro Tag, die ich zu mir nehmen müsste, um gesundheitliche Schäden zu erleiden.
Grob gerechnet enthalten 1000 (eintausend!) Kilogramm rohe Tomaten 1,6 mg Blausäure.
Dreisatz:
1000 kg / 1,6 = 625 kg Tomaten enthalten 1 mg Blausäure.
625 kg Tomaten * 85 mg notwendige Blausäure ergibt ein Tagessoll von 53125 kg rohen Tomaten, die ich täglich verzehren müsste, um von Blausäure vergiftet zu werden.
Um dieser Aussage von oben (“In Tomatenstrunks ist Blausäure, von der du vergiftet wirst”) also Wahrheit beipflichten zu können, muss die Grundlage gewährleistet sein, dass ich als Mensch täglich (!) dreiundfünfzigtausendeinhundertfünfundzwanzig Kilogramm rohe Tomaten zu mir nehme!!!
Na, wie wahrscheinlich ist das?
Ihr seht – die Aussage ist ein Phänomen, dass im Internet rumgeistert und immer wieder auf erfreute Verschwörungstheoretiker stößt, die das weiter verbreiten und Angst und Schrecken schüren. Und wie sinnvoll ist das?
Es ist ABSURD sich mit Tomaten zu vergiften, weil bei dieser Menge ein Mechanismus einsetzt, der dich erbrechen lässt, weil allein der Magen physikalisch schon absolut nicht in der Lage ist, diese Menge an Tomaten überhaupt zu fassen und zu verdauen. Auf Deutsch: es ist UNMÖGLICH an Blausäurevergiftung zu verrecken, nur weil man den Strunk nicht entfernt hat.
Und obwohl diese Aussage nachweisbar ist, ist sie hinfällig, weil es keinerlei Bedeutung hat und im Zusammenhang MIT Nachdenken dazu führt, dass es lächerlich ist, solche Behauptungen aufzustellen.
 
Zurück zum Hund
Ich weiß selbst, dass dieser Vergleich hinkt und vielleicht nicht die beste Methode ist, um hier Aufklärung zu betreiben. Ich möchte nur zeigen, dass es wahnsinnig ist, wenn man sich hinsetzt, auf Facebook einen Clip anschaut und aufgrund von wirren Behauptungen Dinge verbreitet, von denen man auf deutsch gesagt keine Ahnung hat.
Denn konsequenterweise hieße das, dass Hunde als Haustiere absolut verboten gehören, denn Tiere leben in Freiheit und sind nicht für den Menschen geschaffen.
Was ist mit den Hundehalsbändern mit Spikes nach innen? Was ist mit Elektroschocktherapie? Was ist mit Hundeschulen? Erziehung von Hunden? Dingen, die fast jeder Hundebesitzer völlig selbstverständlich macht und die für die Tiere im Ursprungsgedanken genauso unnatürlich sind?
Die sind in meinen Augen viel schlimmer, als ein Tier ins Wasser zu schmeißen. Ja, es ist nicht in Ordnung – aber im Zusammenhang einfach nur “nicht die feine englische Art” und hat nichts mit Tötung oder Quälerei zu tun.
Und nochmal: lest euch den Text auf Filmstarts durch – und dann nochmal. Und lasst es euch auf der Zunge zergehen.
Dem Tier geht es gut. Die Handhabe wurde kritisiert, jedoch wurde kein unwürdiges Verhalten gegenüber dem Tier festgestellt und keinerlei Quälerei nachgewiesen. Die ärztliche Untersuchung des Hundes hat seine völlige Gesundheit ergeben.
Die Macher haben die Pressevorführungen abgesagt, die Weltpremiere abgesagt und somit ihre ganze Arbeit niedergelegt und den Erfolg des Films selbst vernichtet – war das im Interesse des Regisseurs, wenn den das Wohl des Tieres nicht kümmern würde?
 
Was ist denn nun mit dem Film selbst?
Kommen wir also nun mal zu dem bei diesem Thema eigentlich langweiligen Part: Dem Film selbst.
Ich fand ihn mittelmäßig. Er soll den Bezug von Mensch und Tier herstellen, die Liebe und Hingezogenheit von Tieren gegenüber ihren Besitzern unterstreichen und er tut dies mittelmäßig. Für mich war der Plot eher halbgar, die Darstellungen zu gestellt, und die Symmetrie in den Erzählsträngen zu asynchron.
Die Szenen – gerade, die beanstandete Szene – wirkte so herausgerissen und eigentlich völlig überflüssig im Film, dass man sich das gerne hätte schenken können und dem Tier alles ersparen und die Bauchschmerzen im Kinosaal ob dieser ganzen Vorwürfe, waren am Schluss mehr als gerechtfertigt, weil ich keinerlei Bereicherung darin gefunden habe, die dieser Film jetzt an die Welt gibt.
Er ist einfach mal da, wirft einige Dinge in den Raum und wartet nicht mit absonderlichen Neuheiten oder intelligenten Geniestreichen auf, sondern plätschert vor sich hin und erzählt eine Geschichte, die man auch dem Trailer entnehmen könnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Von daher geht nicht nicht in diesen Film, weil ihr ihn wegen Tierquälerei boykottieren wollt, sondern geht nicht rein, weil er nicht wirklich toll ist und man sich im Kino wirklich besseres vorstellen kann als diese 0815-Story mit klischeehaftem Ende und fehlender Euphorie.
Und wenn ihr wirklich etwas gegen Tierquälerei tun wollt, dann hört auf, solche Bilder und Videos zu verbreiten und kümmert euch lieber persönlich um die artgerechte Haltung eines Tieres. Denn dann geht es einem einzigen Tier nämlich richtig gut: eurem.
Denkt mal drüber nach.

 
Nachspann
Der Film hört irgendwie abgehackt auf und bringt es auch nach dem Lauftext nicht zu einem befriedigenden Abschluss.
 
P.S. Und um noch mit einem Vorurteil zu brechen, ich hätte diesen Film jetzt finanziell unterstützt:
Ich zahle im Jahr eine Pauschale von 399,- € für eine Flatrate, die mir erlaubt, in jeden Film zu schlendern ohne auch nur einen weiteren Cent in die Hand zu nehmen.
Bei ca. 300 Vorstellungen jährlich bedeutet dies ein Filmdurchschnittspreis von 1,33 € pro Film. Da ich die 399,- € aber so oder so zahle und es EGAL ist, in welchen Film ich nun gehe oder nicht (ich könnte mir also auch 1000 oder 4000 oder 40.000 Filme ansehen, wenn es die Zeit zuließe), messe ich dem keinerlei weitere Bedeutung bei. Das Kino bekommt also keine explizite Zahlung durch mich.
Und Pressevorführungen kosten mich absolut nichts außer die An- und Abreisekosten (die bei der Deutschen Bahn und der MVG landen) und etwas meiner freien Zeit. Auch hier fließt also keinerlei Kohle zu irgendwelchen Produzenten.
Für weitere Fragen und Ungereimtheiten eurerseits stehe ich in den Kommentaren gerne zur Verfügung.

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Als die 3D-Brillen in den Sneak-Saal getragen wurden, schränkte sich die Vielfalt möglicher gezeigter Filme auf einmal nur auf diesen einen einzigen ein: Was sonst hätte in 3D gezeigt werden können, das demnächst irgendwann anläuft?
Das Disney-Logo am Anfang verwirrte mich zwar ein wenig, da ich diesen Film dem Trailer nach eher anderen Studios zugemutet hätte und die Studiofrage wohl verdrängt habe, das Ergebnis wankt dann aber genau an diesem Faktor.
Was genau verbinden wir denn alle mit Disney? Märchen, Sagen, Piraten und die liebreizende Welt gemütlicher Familienstunden mit massentauglicher Unterhaltung.
The Finest Hours versucht anfänglich, genau so etwas aufzubauen. Die Kostüme, das Kulissenbild, die Stimmung und Zeit befördert einen geradewegs in ein Disney-Märchen und will hier die konstruiert aufgesetzte Geschichte erzählen, die die beiden Hauptdarsteller umrankt. Dass es vordergründig um etwas ganz anderes gehen sollte, wird in der ersten halben Stunde so gut wie kaum klar.
Ein Punkt, an dem ich innerlich die ganze letzte Woche haderte, war, zu erklären, dass ich hier die filmische Umsetzung dieser Geschichte kritisiere und nicht das Geschehen der echten Personen bewerten möchte. Sollte dies in dem gezeigten Ausmaß und Umfang tatsächlich so stattgefunden haben, genießen die Originalpersonen meinen tiefsten Respekt und ich möchte ihren Heldentaten keinen einzigen Funken absprechen oder abwertend darüber urteilen.
Da sich der Film jedoch an einem Buch orientiert, das wiederum “nur” auf wahren Begebenheiten beruht, spricht dafür, dass so manch überzogener Zufall im Film doch eher hollywoodeske Liebäugelei mit unrealistischen Tatsachen zur Steigerung des Unterhaltungswertes darstellt und keinesfalls in seiner Gänze als “wahr” wahrgenommen werden sollte. Sollten die Dinge tatsächlich so passiert sein, dann sind die wahren Helden wohl die unzähligen Schutzengel, die so eine wahnsinnige Aktion überhaupt ermöglicht haben und dafür sorgten, dass jemand exakt an dem Punkt aufkreuzt, wo er zu sein hat.
Auch in Sachen Emotion, mitfiebern und “Panik” bei den Zuschauern füllt man den Saal hier eher mit Dunkelheit. Wäre ich gemein, würde ich sagen, dass 80% der Schauspieler 80% der Zeit nur mit Kucken beschäftigt sind und dies aus den immer gleichen Kameraperspektiven aufgenommen wurde. Dialogträchtigkeit mit inhaltlichem Tiefgang sucht man auf dieser See vergebens. Stattdessen wird dem Sturm von angeblichen Fakten nachgegangen, die irgendwie abgespult und währenddessen noch die obligatorisch-konstruierte Liebesgeschichte obendrein zum Besten gegeben werden.
Glaubt man dem Abspann, ist diese den Bildern nach zu urteilen dann tatsächlich vorhanden, jedoch fühlte ich mich in keinster Weise unterhalten oder erschlagen, sondern eher vehement lange gequält.
Als Kinogänger ist man mittlerweile verwöhnt mit episch-tragischen Heldentaten, mit sinnigen Geschichten und Profil, mit tränenangereicherter Moral und Umständen, die den Saal zum Beben bringen. Während der Vorstellung hab ich auf all das die ganze Zeit gewartet und war mir irgendwann dessen bewusst, dass der Seegang des Niveaus sein Endziel bereits erreicht hatte und ich auf nichts weiter zu hoffen brauchte.
Geht man völlig vorbehaltlos an die Sache ran, verbleibt einem dennoch das ungute Gefühl im Magen, dass hier in gewisser Weise nichts gesagt wurde und die Darsteller sowie der Plot den inhaltlichen Ansprüchen der “spektakulärsten Rettungsaktion” aller Zeiten wohl eher der Strom ausgegangen ist, als erfüllend zu unterhalten.
Und man fragt sich zum Schluss: “Was haben die denn jetzt im Ernst überhaupt gemacht?”
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte das tatsächlich die größte Rettungsaktion überhaupt gewesen sein, dann muss man von den Erzählungen noch ein ganzes Stück weiter abweichen, um sie als Geschichte fürs Kino glaubhaft und tauglich zu machen.
Die Personen und der Plot kommen derart träge und fast lieblos rüber, die Dialoge entbehren jedwedem tieferen Sinn und die eigentliche Heldentat besteht gewiss nicht aus den Grundlagen einer gut erzählten Geschichte.
Vielmehr versucht man hier, Disneys Image einem Film aufzudrücken, der aufgrund von Tatsachenberichten nicht in die Welt der Fantasie ausbrechen darf und somit an sich selbst zugrunde geht. Gutes Essen genießt man auch entweder heiß oder kalt und niemals lauwarm.
Darüber oder darunter kommt dieser Film aber nicht – und genau das macht ihn für mich ungenießbar.

 
Nachspann
bleibt von weiteren Enthüllungen verschont. Wer sich dafür interessiert, kann sich am Anfang noch mit Bildmaterial begnügen, das wohl die echten Personen dieses Dramas zeigt, danach folgen aber keine weiteren visuellen Eindrücke mehr.

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