.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Jugend

Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats

Of Fathers and Sons

© 2019 Port au Prince Pictures GmbH

Talal Derki hat’s getan: Sein Leben riskiert, eine falsche Identität angenommen, andere Verhaltensweisen einstudiert, sich als jemand ausgegeben, der er nicht ist, sich mit Kamera über 300 Tage in der “Friendzone” einer Familie der al-Nusra-Front eingenistet und deren Alltäglichkeiten gefilmt.

Dieser Coup brachte ihm bereits 17 Preise, 19 Nominierungen sowie eine Oscar-Nominierung ein.

Und die ganze Welt hat nun die Chance, den “Fehler” der Academy wieder auszubügeln und diesen immens wichtigen Film dennoch zu schauen – denn der macht viele Diskussionen überflüssig.

Und kein Film dieser Art hat mich bisher mehr beeindruckt, als dieser.

Der Stoff ist harter Tobak. Extrem harter Tobak. Man wird mitten in die Dinge geworfen, die einem kein Medienvertreter zeigen, kein TV-Sender zur besten Sendezeit präsentieren kann, denn in diese geschlossenen Gelage dringt gewöhnlich niemand vor, ohne dabei seinen Kopf zu verlieren. Talal Derki hat seinen noch, aber auch nur, weil er in der Lage dazu war, sich als Sympathisant dieser grausamen Machenschaften auszugeben und dabei nicht aufzufliegen.

Das Material, das hier gesammelt und ungeschönt vorgeführt wird, wurde unter Einsatz seines Lebens zusammengetragen – und ich hab keine Ahnung, ob ich persönlich dazu in der Lage gewesen wäre, mit solchen Menschen zu speisen, zu beten, zu leben … über 300 Tage lang. Wohl eher nicht.

Umso mehr Respekt verlangt diese Tat mir ab, umso mehr verbeuge ich mich vor dem Risiko, dem sich dieser Regisseur gestellt hat – eine Welt zu erkunden, über die man im “Wilden Westen” unserer Breitengrade eigentlich wenig weiß.

Als jemand, der das Leben schätzt, der gleichzeitig aber auch alle Menschen erst einmal respektiert und in ihrer Kultur und ihren Bräuchen toleriert und der zugegebenermaßen keinerlei Ahnung vom Islam, IS, Terrorismus und Co. hat, weil mich das Thema bis dato offen gesagt nur “tangiert”, aber niemals aufmerksam interessiert hat, habe ich beim Sichten dieses Films nahezu Schockzustände bekommen, denn die bittere Wahrheit dieser Personen kommt in diesem Film abartigst zum Tragen.

Und ich verneine solcherlei Absichten, Durchführungen, Weltanschauungen und Taten aufs Schärfste, denn für solches Gedankengut kann und darf man keinerlei Verständnis und Toleranz aufbringen… und es ist mir bis jetzt immer noch ein Rätsel, wie dieser Regisseur in solch einem Umfeld ruhig bleiben konnte.

Of Fathers and Sons geht aber nicht um Abartigkeiten, sondern nimmt sich einer noch viel größeren Aufgabe an: Nämlich ein Bild zu zeichnen, dass nicht Schlag auf Schlag verurteilt und grausame Gräueltaten zur Schau stellt, sondern das Verhältnis eines Vaters zu seinen Söhnen darzustellen, die in dieser krankhaften Welt aufwachsen und mehr oder weniger gar keine Chance dazu haben, anderes Gedankengut kennenzulernen oder zu spüren, was echte Liebe überhaupt ist.

Das rechtfertigt überhaupt nichts, schafft aber sehr viel Denkstoff, zukünftig solche Personen anders zu bewerten und ihnen die “Menschlichkeit” nicht vollständig abzusprechen. Wie wärst du, wenn du so einen Vater hättest und dir keine Auswege blieben, um dich anders zu entwickeln? Was würdest du tun?

Fragen, die ich niemals beantworten möchte …

Das eigentlich grausame daran ist, dass es für diese Menschen normal ist, so zu handeln, so zu leben, so zu denken und ihre Beweggründe aus einer tiefen Überzeugung heraus geschehen, die man ihnen womöglich noch nicht einmal vorwerfen könnte – as said: Was würdest du in dieser Situation tun?

“Auf keinen Fall Menschen umbringen” ist an dieser Stelle keine Antwort, denn diese Konsequenz ist bereits aus westlicher Erziehung innerhalb einer Demokratie entstanden und nicht auf dem eigenen Mist gewachsen…

Ihr merkt: Es ist soooooo wichtig, dass ihr diesen Film seht. Und es gibt tatsächlich Möglichkeiten, dies in einem sicheren Rahmen zu erledigen, denn die Kinovorstellung weiß, worum es geht und kennt die “Rahmenhandlung” drumrum, während bloßes Ausstrahlen auf einem Fernsehsender womöglich bei Menschen, die “mitten rein zappen” zur bloßen Verstörung führen könnte, denn hier wird unkritisch berichtet und einfach draufgehalten… mit dem allseits vorhandenen Anfangswissen “Er kann nicht anders.”

Keine Kommentare, keine Erklärungen, keine kritischen Fragen, sondern das hungrige Draufstürzen auf diese krankhaften Wahnvorstellungen, die eine Welt offenbaren, die – wie oben erwähnt – viele Diskussionen beendet und überflüssig macht.

Und das macht Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats zu einem brutal wichtigen Werkzeug im Rahmen der Aufklärung über Kultur, Brauchtum, Gedankengut und Handlungsweisen, weil es kein Blatt vor den Mund nimmt und weil es das vorführt und bloßstellt, das hierzulande niemand zu Hauf zu Gesicht bekommt und von dem viele gar nicht erst sprechen, weil sie sich selbst entblößen und sich ihrer eigenen Grundlage berauben würden, die sie so vehement verteidigen.

Der Film ist aber kein Moralstück, dass zum Hass und zum Völkermord aufruft oder in mannigfaltiger Art und Weise denunziert und demütigt, sondern es ist eine Flut von Aufrichtigkeit und Vervollständigung, die ein Bild gänzlich beleuchtet und darum höchst wertvoll im Umgang mit diesen Themen bei Diskussionen und Konfrontationen ist, denen sich die westliche Welt immer häufiger aussetzen muss.

Und glaubt mir: Ihr wollt dieses Ding nicht auf Netflix im Bus oder irgendwo auf der Straße schauen, eure Blicke würden immer mehr über eure Schultern wandern und ihr würdet irgendwann vermutlich vor Scham und Angst abschalten, denn wenn euch jemand darauf ansprechen würde, kämt ihr in große Erklärungsnöte.

Harter Tobak.

Und was sich da festsetzt, was man da sieht, was sich zusätzlich im Kopf abspielt und was letztendlich der Regisseur vor seinen Augen gesehen und teilweise (Gott sei Dank) nicht gefilmt hat – ich hoffe, dass der FSK 12-Antrag scheitert und es eine 16 wird – und jeder, der dieses Alter erreicht hat, dazu aufgerufen wird, dieser Pflicht nachzugehen und diese Inhalte zu konsumieren, um sich – ganz automatisch – damit auseinanderzusetzen und die Dinge zu bewerten.

Ganz ehrlich? Der Text ist jetzt schon viel zu lang und ich hab noch lange nicht das Gefühl, euch auch nur annähernd gesagt zu haben, was ich zu diesem Titel gerne los werden möchte: Hier habt ihr es auf jeden Fall mit einem Ausnahmewerk zu tun, dass die Nominierung verdient und den Oscar erhalten hätte sollen. Das Niveau wurde bei weitem überstiegen.

.kinoticket-Empfehlung: Schockierend, brachial, erschütternd und gnadenlos: Dieser Film wurde unter dem Risiko gedreht, das Leben des Regisseurs von Heut auf Morgen zu beenden.

Es ist ein Ausnahmezustand, der so viel Kraft, Mut und Courage erfordert, um so etwas fertig zu bringen, die tatsächlich kaum jemand besitzt, sonst hätten wir längst viele dieser Dokumentationen. Das Niveau ist Oscar-würdig, die Einsichten zerschlagen deinen Geist und die Erkenntnisse zertrümmern dein Weltbild mehrfach in Gänze.

Harter Stoff, Bilder im Kopf und Herausforderungen, denen manche womöglich nicht gewachsen sind, die aber eine dringliche Wichtigkeit und Warnung an alle beinhalten, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen und die grundsätzlich dabei helfen, Terror und Hass zu verstehen und damit umzugehen.

Was der Film kann, dazu bin ich nicht in der Lage, darum reiche ich euch einfach ans Kino weiter: Ich weiß, ihr werdet anders wieder raus kommen, als ihr reingegangen seid. Promise!

Nachspann
❌ muss nicht abgewartet werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 21. März 2019

Original Title: Of Fathers and Sons
Length: 99 Min.
Rated: FSK 12 (beantragt)

Mid90s

© 2019 MFA+ FilmDistribution

Jonah Hill ist mir zum ersten Mal in Superbad aufgefallen, einer ziemlich schrägen Komödie über das Erwachsenwerden. Ich hätte mir zwar nie träumen lassen, dass dieser Junge mal Regie führen würde, aber es ist nicht weit hergeholt, dass gerade ein Typ wie er derartige Themen angeht und hier mit seinem Regiedebüt gleich einen absoluten Volltreffer landet.

Mid90s beschäftigt sich mit dem, was benannt wird und zieht dabei seine Kreise über einem Lebens-Genre, mit dem man entweder dermaßen zu tun hat, dass es quasi nichts anderes mehr gibt – oder meilenweit davon entfernt lebt und diese Szene als totgeglaubt abhakt. Beides ist nicht der Fall, sondern nur ein Extrem – und die Wahrheit liegt bekanntlich immer in der Mitte.

Umso erfreulicher, dass es nun einen Szeneneinblick gibt, der ein Milieu unter die Lupe nimmt, mit dem die meisten wohl nichts anfangen können. Das mag sich anfangs noch befremdlich anfühlen, läuft dann aber in ein heroisches Biopic einer ganzen Generation über und liefert so viel Tiefgang und Emotion. Genau das traut man dem Streifen anfangs überhaupt nicht zu, wenn man sich als „Outsider“ noch zurechtfinden muss und irgendwie nicht so richtig weiß, was das alles nun soll.

Salopp gesagt wird hier eine ganze Generation erklärt, die sich in der Welthistorie nie ganz nach oben gekämpft hat und heute mehr oder weniger immer noch das „Nischendasein“ feiert, wenngleich es unzählige Anhänger gibt, die man aber in der Stadt oder auf dem Land kaum sieht. Dass darin tausende Jugendlich immer noch „festhängen“ mag manchem nicht ganz klar sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch diese Generation ihr A Clockwork Orange bzw. ihr Shank braucht, um sich selbst zu erklären und zu definieren: Wir sind da – und wir gehen auch nicht so schnell weg.

Ein interessanter Aspekt ist an dieser Stelle das Alter, dass – so kann ich mir in der verrückten, politisch-angefressenen Welt sehr gut vorstellen – auch hier für viel Ärger und Häme sorgen könnte, da doch einige Dinge gezeigt werden, die zumindest fragwürdig sind und näherer Erklärungen bedürfen. Genau diese „Schocker“ sind es, die dem Werk eine gewisse Brisanz verleihen und aus ihm etwas Authentisches werden lassen, dass auch von Außenstehenden nicht mehr wegzudiskutieren ist.

Aber das möchte der Film auch nicht: Er hat es nicht nötig, mit anderen in Wettstreit zu treten und dem territorialen Kräftemessen beizuwohnen, sondern fügt sich in seelische Abgründe, die einen zum Schluss richtig packen und fast schon trunken wieder aus dem Saal entlassen. Der Paukenschlag sitzt tief und man ist zum Schluss ergriffen und erstaunt über den Tiefgang und die Würde, die man dabei behalten hat.

Nicht zuletzt begeistert aber der kleine Hauptdarsteller, der hier eine wirklich hammerharte Performance abliefert und damit viele andere vom Thron der Neuentdeckungen entlässt, um selbst den Platz einzunehmen und ihn – so hoffe ich – in Zukunft würdig auszufüllen.

.kinoticket-Empfehlung: Eine epische Milieubeschau, die weder Tiefen, noch Provokation und Ängste scheut und auch in der Cast-Auswahl mutige Schritte geht: Debütfilme sind oftmals die Dinger, die ich richtig liebe und schätze (mit einigen Ausnahmen), und auch Mid90s reiht sich hier ein.

Es ist das Clockwork Orange der frühen 90er, dass hier sensitive Einblicke gewährt und den Zuschauer – ob Kenner oder nicht – in diese Gesellschaft einführt und tief darin verwurzelt. Absolut sehenswert!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 7. März 2019

Original Title: Mid90s
Length: 85 Min.
Rated: FSK 12

Vom Ende einer Geschichte

Die BBC ist bekannt für Film- und Dokumentarbeiträge, denen man eigentlich nie die Note “schlecht” attestieren kann. Auch wenn das Buch mit 182 Seiten nicht zu den Monster-Romanen gehört, ist der Inhalt doch von vielen als preisverdächtig ausgezeichnet worden. Immerhin hat Julian Barnes – der Autor – so viel Aufmerksamkeit erregt, dass sich die British Broadcasting Corporation dazu verpflichtet gefühlt hat, diesen Inhalt für die Leinwand zu inszenieren.
Und das Ergebnis darf sich sehr wohl sehen lassen. Jim Broadbent und Charlotte Rampling geben ein Schauspielerduo ab, dass sich den wirklich wichtigen Fragen des Lebens stellt und in einer gelungenen Performance verschiedensten Dingen auf den Grund geht. Die Themen dürften am heutigen Tag aktueller denn je sein. Dem Tag, nachdem Deutschland erstmalig in der Geschichte als Weltmeister bereits in der Vorrunde der Fußball-WM ausschied und in vielen Gesichtern auf der Straße, in Lokalen und Restaurants der Schock tief in den Gliedern sitzt.
Exakt solche Szenen durfte ich gestern Abend zu Hauf beobachten und habe daher beschlossen, mich in ein kleines, schnuckliges Kino zu verkrümeln und mir eben diesen Film anzusehen.
Und er liefert nicht nur Gedankenanstöße für die “Großen”, sondern ist selbst wie eine liebevolle Umarmung, die dich vollständig einhüllt, schützt und wärmt und das Gefühl von Sorglosigkeit und Lebensvertrauen vermittelt. Vielleicht habe ich deshalb das Durchschnittsalter im Saal drastisch nach unten korrigiert, weil eben dies eine Realität aufbaut, die sich wohl viele der älteren Generationen heute wünschen würden: Langsamkeit, Sinnieren, Reflexion, die Frage nach Eigenverantwortung und Erinnerungen an ein besseres Leben.
In Zeiten wie diesen, in denen alles so wahnsinnig schnell geht, in der Dinge bereits vorbei sind, bevor sie richtig angefangen haben, darf man gerne Werke wie dieses nutzen, sich zurücklehnen und die Zeit einfach für eine Weile mal etwas langsamer verstreichen lassen. Es fühlt sich unglaublich gut an. Versprochen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Buchverfilmung der besonderen Art, die viel Nähe, Liebe, Selbstkritik und reflektierendes Verhalten zulässt und damit zu den besonderen Werken unserer Zeit zählt.
Dass man sich dafür auf den Weg in die nischigen Independent-Kinos machen muss, sollte kein Hindernis darstellen, nutzt einfach gezielt die Kinosuche und schaut euch dann das Ende einer wunderbaren Geschichte an. Ihr werdet euch danach nicht schlechter fühlen als vorher – soviel garantiere ich euch.

 
Nachspann
❌ braucht man nicht abzuwarten, hier folgen keine weiteren Szenen.
Kinostart: 14. Juni 2018

Tigermilch

Den Kino-Trend zu beobachten, der sich inzwischen in deutschem Lande ausbreitet, bereitet meiner einer relativ großes Vergnügen. Hatte ich in der Vergangenheit immer extreme Schwierigkeiten mit deutschen Filmemachern und ihren Endprodukten, entwickelt sich derzeit fast schon eine erbarmungslose Liebe zwischen mir und dem deutschen Kino.
Deutsche haben vorwiegend versucht, Komödien zu produzieren und die Welt zum Lachen zu bringen, vermutlich, weil dann nicht so schwerwiegend auffällt, dass hierzulande nicht mal annähernd so viel Kohle für die Filmproduktion übrig ist, wie in Hollywood. Das kann man in Komödien noch besser kaschieren, als wenn man sich z.B. Actionfilme vornehmen und diese produzieren würde.
Aus dem Grund quellen in den heimischen Verkaufsregalen auch nicht Unsummen von Action-Krachern, sondern Filme, die ich persönlich niemals kaufen würde, sondern eher peinlich berührt belächle.
Unter der Annahme, dass Geschmäcker verschieden sind, wage ich jetzt einfach mal die Aussage und behaupte, dass es in diesem Land niemanden gibt, der wirklich großartige Komödien auf die Reihe kriegt – weder Comedians noch Akteure der Filmindustrie. Zumindest sieht es so aus, wenn man das Tagesgeschäft dessen betrachtet, was sich derzeit auf dem Markt tummelt (Ja, ich weiß, Bully und so … der gehört für mich aber eher in das vergangene Zeitalter und nicht mehr zur modernen Filmpolitik).
Und statt aufzugeben und den Kopf in den Sand zu stecken, widmet sich das inländische Kino einfach einem anderen Genre, und haut da in kürzester Zeit einen Erfolg nach dem anderen raus: Drama.
Schaut man sich die ins Millionenfach gehenden Nazi-Produktionen an, mit denen wir im TV zugeschwemmt werden und deren Depressivität Nacht für Nacht die emotional Instabilen ins Unglück stürzt, hätte man sich eigentlich so etwas denken können. Doch bisher ist wohl niemand drauf gekommen, anders lässt sich nicht erklären, dass derartige Filme erst jetzt so richtig den Durchbruch an die Oberfläche des cineastischen Alltags geschafft haben und dort mächtig abstauben.
Tigermilch ist einer dieser Filme, in dem Constantin Film ein weiteres Mal absolutes Gespür für guten Geschmack, eine hervorragend erzählte Geschichte und prätentiösen Tiefgang beweist. Die Charaktere laben sich in ihrer Unschuld und erwecken beim Zuschauer sogleich Mitgefühl, Verständnis und emotionale Nähe, während sie ihren widerstrebsamen Geist auf das Volk loslassen und somit für Entertainment pur sorgen.
Nach Axolotl Overkill hat man auch hier wieder fähige Musiker die Auswahl des Soundtracks treffen lassen und zeugt einmal mehr davon, dass dieses Land mehr kann als Sauerkraut und Weißwurstbrezeln. Der Beat ist berauschend und führt mit der jugendlichen Agonie zwei Kinder an den Rand des Erwachsenwerdens, die sich eben nicht mehr nur mit Luxusproblemen herumschlagen müssen, sondern knallhart mit aktuellen, politischen Fakten konfrontiert und diese im Alleingang an vorderster Front lösen müssen.
Hierbei trifft Regisseurin Ute Wieland den Geist der Zeit und fordert den mündigen Bürger von anderer Seite her auf, aktiv zu werden um in der Gesellschaft manche Dinge im Sinne der Heranwachsenden endlich zu klären.
Dass man als Zuschauer die Problematik des Inhalts nun endlich auch mal sorgenfrei von der anderen Seite aus betrachten kann, ist fast schon ein Bonus, der interkulturell für mehr Verständnis sorgt und somit sogar ein klein wenig zum Bildungsreichtum beiträgt, den ich so gerne auf der Leinwand sehe.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ob es nun einfach die Frage ist, was derzeit grad sehenswert ist, oder man sich ein wenig amüsieren möchte – oder einfach auf der Suche nach tiefgründigem Stoff ist, der den Abend intellektuell auf ein klein wenig höheres Niveau hebt – Tigermilch eignet sich für all das hervorragend.
Der Zuschauer wird mitten in eine Welt geschmissen, von der man in den vergangenen Jahrzehnten immer weniger gehört hat, und dort durch richtige Songauswahl, erfrischende Charaktere und unglaublich gutes Können mit allerlei Liebenswertem beworfen.
Wieder einmal zeigt sich in jüngster Zeit das präferierte Genre, dem sich die inländischen Filmemacher mehr zuwenden sollten: Drama, Baby!

 
Nachspann
ist klassisch, wartet mit Musik und Text auf und enthält keine weiteren Überraschungsszenen. Rausgehen erlaubt.
Kinostart: 17. August 2017

Saban's Power Rangers

Die Marketingabteilung dieser Produktion wird es in den nächsten Monaten schwer haben, zielgerichtete Werbung zu erstellen, mit der man nicht nur die vermeintlich jugendliche Zielgruppe erreicht.
Die ursprüngliche Serie aus Japan, die neu für die USA adaptiert wurde und aus der einige Kinofilme und Spin Offs entstanden sind, erfährt unter der Leitung von Dean Israelite eine Wiederauferstehung, die bei vielen jetzt womöglich Gedanken a la “Großer Gott, nicht noch ein Remake, alles wird ständig wiederholt” hervorrufen könnte.
Ehrlich gesagt erweckt es auch ein wenig den Eindruck, wenn man die Neupublikationen der letzten Wochen und Monate aus Hollywood näher betrachtet hat. Wir befinden uns scheinbar in einem Zeitalter, in dem die Filme aus den vergangenen Jahrzehnten einfach neu abgedreht werden, damit noch mal richtig Geld verdient wird, und man einfach altbekannte Geschichten mit der aktuellen Technik verfeinert.
Dazu dann noch der Markenname, der ja auch schon wie bei anderen Filmen dieser Art (zum Beispiel Transformers oder Avengers) dazu beiträgt, eben jene Kinder anzulocken, die man auch mit dem unzähligen Merchandising erreichen möchte. Und die Erfahrung hat unlängst bewiesen, dass diese Unterfangen aus kinotechnischer Sicht meist in die Hose gehen.
Natürlich verkauft man hinterher wieder mehr Spielfiguren, wenn es derzeit aktuell einen bombastischen Film im Kino dazu gibt und wieder alle Läden und Restaurants auf diesen Zug aufspringen und ihre Variante dazu ausgraben, um vom Erfolg des Films zu profitieren. Spiele- oder Spielzeugverfilmungen sind sowieso oft gefährdet, wenn es um den Erfolg und die Harmonie einer gut erzählten Geschichte geht.
An dieser Stelle erlebt man mit Power Rangers eine Sensation! Dieses Reboot ist mit Dacre Montgomery, Naomi Scott, Elizabeth Banks, Bryan Cranston und Bill Hader nicht nur hervorragend besetzt, sondern der Regisseur hat eine weitere Sache geschafft: Den Menschen inmitten einer von computeranimierten Effekten beherrschen Generation wieder in den Mittelpunkt zu stellen und unersetzbar zu machen. Jeder einzelne Charakter erfährt so viel Liebe, Zeit und Hingabe beim Gestalten seiner Persönlichkeit und den Verwirrungen, die abseits des Superhelden-Mythos entstehen, dass man als Zuschauer direkt von der ersten Minute mit den Darstellern sympathisiert.
Dabei geht es eben nicht um die klischeehafte Auseinandersetzung mit einem Menschen, der im Verlauf der Geschichte über sich selbst hinaus wächst, sondern man implementiert genauso Themen wie Mobbing, Unangepasstheit, Gruppendruck oder familiäre Probleme.
Das Ziel der Macher, hierbei möglichst nahe an der ursprünglichen Serie zu bleiben, was die Action und den Humor der Power Rangers angeht, wurde von allen Beteiligten mit Bravour erreicht. Man wollte den Hauptdarstellern sehr viel mehr Freiraum zur Entfaltung ihrer Emotionen und Persönlichkeit gewähren und gleichzeitig den Film mit sehr viel mehr Humor und spritzigen Szenen aufladen. Dies ist aus meiner Sicht mehr als gelungen.
Man spürt, dass man die Geschichte nicht nur in das Hightech-Zeitalter katapultiert hat und sich hier effektemässig ganz nah an der Schwelle zur Zukunft bewegt, sondern muss an dieser Stelle lobenswert erwähnen, dass man sich im Vergleich zu anderen Filmen dieser Klasse deutlich aus der Masse heraushebt und hier eben mit einer Story punktet, die fast interessanter ist als die dazugehörige Action.
Beide Teile haben in diesem Film ihre Bühne und bekommen ausreichend Spielzeit zugestanden, sodass eben nicht nur die Generation angesprochen wird, die damals mit den Figuren gespielt hat und jetzt im gleichen Alter ist, sondern man erhält einen Film, bei dem sowohl Alt als auch Jung unterhalten werden und der neben granatenmäßiger Action eben auch eine sehr tiefsinnige, unterhaltsame und absolut kurzweilige Geschichte erzählt.
Trotz einer Spielzeit von 124 Minuten gibt es hier nicht einen einzigen Moment der Langeweile. Der Drive, den dieser Film von der ersten Minute an entwickelt, ist sensationell und reißt den Zuschauer sofort mit in seinen Bann.
Die Freigabe ab 12 ist in meinen Augen angesichts des Szenen, die man zu Gesicht bekommt, auch mehr als gerechtfertigt, auch wenn das bedeutet, dass man hier eben nach unten hin weniger Publikum abbekommt, dafür aber erwähnen muss, dass das Potenzial nach oben hin unermesslich ist.
Und genau dieser Generation möchte ich diesen Film schwer ans Herz legen. Ihr bekommt hier nicht nur ein Reboot, das mit allen Wassern gewaschen ist und seine Konkurrenten mit Leichtigkeit in die Tasche steckt, sondern auch einen Kinoabend voller Unterhaltung und Spaß, der augenscheinlich den Jüngsten gewidmet ist, hier aber viel eher die ältere Generation anspricht.
Solltest du also zu denen gehören, die in ihrer Kindheit mit den Figuren gespielt und die Serien im Fernsehen gesehen haben, dann bist du genau derjenige, für den dieses Machwerk erschaffen wurde.
Selten habe ich es erlebt, dass ich eine Neuerschaffung den Originalen vorziehen würde – und genau das ist hier der Fall.
Ich bin absolut begeistert von dem Ergebnis, dass mir gestern auf der Leinwand präsentiert wurde und kann es kaum erwarten, wenn der Film am Donnerstag diese Woche endlich in den Kinos regulär anläuft.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist das erste Mal in der Filmgeschichte, dass eine Neuauflage so gelungen und überragend ist, dass sie sein Vorbild locker in die Tasche steckt.
Als Fan der Power Rangers gibt es an dieser Stelle sowieso nichts zu überlegen, und auch als jemand, der genrefremd ist, tut man gut daran, einen Kinobesuch einzuplanen.
Das filigrane Zusammenführen von den Geschichten der einzelnen Hauptdarsteller und dem epischen Machwerk der technischen Animateure ist hier absolut gelungen.
Von daher tut euch selbst den Gefallen und geht auf jeden Fall ins Kino, alle anderen Medienkanäle sind an dieser Stelle ungeeignet, da sich der Film dort nicht zu 100% entfaltet.

 
Nachspann
Man sollte nicht gleich rausrennen, kurz nach Anfang des Abspanns kommt noch eine Szene.

Störche – Abenteuer im Anflug

Das Babygeheul im Trailer mochte bei so manch einem kinderlosen Zuschauer wohl eher Übelkeitsgefühle hervorgerufen haben und den Titel ganz weit hinten im Regal der nicht anzusehenden Filme abgelegt haben.
Mich hat man auch nicht damit angesprochen, aber dank meiner Leidenschaft für Kino und Bloggen habe ich mir auch dieses Werk unter den Nagel gerissen und mit – zugegeben – reichlicher Genugtuung vorgenommen.
Störche sind ja bekannt für ihre Optionen in den Geschichten, die man kleinen Kindern immer wieder erzählt. Hier bricht man mit diesen Traditionen und legt eine Geschichte in die Erzähltruhe, die so tatsächlich keiner erwarten würde. Die Animationen sind gewohnt professionell, der Zeichengeschmack wird einfach nur genutzt und nicht weiterentwickelt, womit der Streifen aber definitiv gepunktet hat: Die Erzählung.
Dass hier auch nicht die großartige Moral von der Geschicht’ aufs Silbertablett gehört, muss nicht extra gesagt werden. Die Idee jedoch strotzt vor Eigenständigkeit und etabliert ein Universum, dass sich von allen anderen bisherigen unterscheidet und damit wieder Kreativität im Kino Freiraum verschafft. Und so eine Tatsache – ihr ahnt es – liebe ich! 🙂
Die Wendungen, die man in den Plot integriert hat, die Darstellungsmethode, der flotte Erzählschritt und die frische Blüte, die aus jedem der Sätze mitschwingt, errichten Stück für Stück ein Wohlfühlimperium, in der sich nicht nur Kids unsäglich suhlen, sondern das auch Erwachsenen ein Tableu der guten Laune liefert.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn das Ganze natürlich mit Kindern im Saal wesentlich mehr Spaß macht, so gelangt man auch mit Freundin oder als gesamte Familie in einen Filmvergnügungsgarten, der reichlich für alle Altersschichten zu bieten hat und in mir Freude auf den kommenden The Boss Baby aufkeimen lässt.
Trotz Anratens dazu, diesen Film nicht zu schauen, bereue ich kein Stück davon, sondern habe wieder ein paar neue Running Gags für die verrückten Situationen des Lebens gewonnen, die man immer wieder anbringen kann. #zungeschlabber 😉

 
Nachspann
Hocken bleiben. Da folgt noch was.

Mein Bruder der Held

Nach den ersten positiven Erfahrungen in einer Gay-Filmnacht habe ich beschlossen, mir erneut ein solches Event zu geben und im Zuge dessen Mein Bruder der Held geschaut.
Dass sich dieser Film primär mit den militärisch-familiären Problemen der thailändischen Bevölkerung auseinandersetzt und ein gesellschaftliches Bild der Kultur dort abbildet, lässt mich persönlich daran zweifeln, was dieser Film in einer schwulen Abendvorstellung verloren hat. Vielmehr hätte ich ihn in die bildende Fraktion anderer Kulturen gesteckt, in denen eben das Schwulsein u.a. sehr dezent und unterschwellig mit angerissen wird.
Die Freigabe ab 12 lässt ebenfalls vermuten, dass hier so gut wie gar keine eindeutigen Szenen gezeigt werden, die nähere Rückschlüsse zulassen, sondern allenfalls Andeutungen stattfinden, die aber so subtil und unterschwellig dargestellt wurden, dass man rein aus der Tatsache heraus, in einem Gay-Film zu sitzen auf eben dieses schließen musste.
Die sozialkritischen Aspekte der Jugendlichen, die sich mit den Gepflogenheiten ihres Landes auseinandersetzen müssen, standen ganz klar im Vordergrund und bildeten für mich damit eine Basis, die den Film einem viel breiterem Publikum zugänglich macht. Nicht umsonst hat dieses Werk ein paar Preise abgeräumt. Und das meines Erachtens nach zurecht.
Ich war anschließend dankbar dafür, welche Zustände in Deutschland herrschen und dass wir nicht derartiger Willkür ausgesetzt sind, die im Film ganz klar kritisiert wurden.
Auch die eher unbekannten Darsteller lieferten in diesem Werk eine überzeugende Performance ab und hinterließen bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Nehmt den Film aus der schwulen Ecke raus und stellt ihn auf eine künstlerische Basis, damit viel mehr Menschen sich mit diesen Dingen auseinandersetzen und zumindest filmtechnisch wichtige Aufklärung erfahren. Und damit meine ich nicht sexuelle Aufklärung.
 

.kinoticket-Empfehlung: Und was hatte der Film jetzt mit Schwulsein zu tun?
Exakt das war meine Frage beim Verlassen des Kinosaals. Ein hervorragendes Portrait der thailändischen Jugend in einem Land, das eine völlig andere Kultur lebt als wir sie kennen und darüber unterhaltsame Aufklärung liefert.
Vielen Dank für die Chance dieses intimen Einblicks in das Leben anderer Länder.

 
Nachspann
Es werden keine nachfolgenden Szenen oder Sequenzen gezeigt. Bei Abspann: Flucht.

Ewige Jugend

Der im Englischen viel sprachgewaltigere Titel Youth spendiert hier wohl einem ganz bestimmten Publikum eine Bühne, was fast schon putzig zu beobachten war: Der Saal gerammelt voll mit weißen Haaren. Und mir.
Die Story liefert eben jenem Publikum auch genügend Zündstoff, sodass nicht nur die Themen, sondern auch die Schauspieler in jenen Generationen ihr zu Hause finden. Und die bieten im Ensemble eine Show, die sich durchaus auch jüngeres Publikum zu Gemüte führen darf.
Michael Caine und Harvey Keitel philosophieren gemeinsam mit Paul Dano (Wahnsinnsauftritt in Love & Mercy) über das Leben im Alter und die dabei entstandenen Probleme. Und sie nostalgieren ihre Jugend.
Gedreht in den Alpen liefert der Film hier eine traumhafte Kulisse, die schöner nicht sein könnte. Den Tiefgang einer wendungsreichen Story braucht man nicht erwarten, allenfalls ein wenig erzählerische Tiefe bei der Suche nach einer Pointe, die in schockierenden Bildern endet.
Die schauspielerische Zusammenstellung funktioniert. Der Grund, weshalb man in diesen Film geht (Rachel Weisz‘ Auftritt im Trailer) gepaart mit den komödiantisch anmutenden Erwartungen gipfelt in einer Drama-Satire über das Leben selbst.
Hier lehnt man sich entspannt zurück und erlebt etwas, das man mit Worten kaum zu beschreiben vermag.
 

.kinoticket-Empfehlung: Als Fan von Caine sollte man sich diesen Film auf jeden Fall ansehen.
Mit hochgelobter Kunst verbaler Interaktion gepaart mit seidenweichen Bildern einer Umgebung, die das Herz direkt anspricht, erwartet den Zuschauer hier etwas, das tief in seiner Seele einen Samen sät, der andernorts aufblühen und Freude spenden kann.
In punkto Erzählstrategie jetzt vielleicht nicht unbedingt der beste Streifen, die Professionalität der Hauptdarsteller tut aber ihr übriges, um daraus einen sehenswerten Film zu machen.

 
Nachspann
gibt’s keinen, man darf also getrost wieder nach Hause gehen.

Ich & Earl & das Mädchen

Ich weiß, ich hänge nach (es steht immer noch eine Gewinnspielauswertung und Gewinnerbekanntgabe aus) und der Montag ist aus beruflichen Gründen gerade auch verflossen, darum gibt es diese Woche einmalig die Sneak Preview an einem Dienstag im Blog.
Ein Film, der mir bei dem dieswöchigen Sneak-Beispiel sofort einfällt, ist Coconut Hero. Nur dass hier nicht schamlos kopiert oder krampfhaft versucht wurde, alles besser zu machen. Im Gegenteil: Man möchte wohl ein neues Genre erschaffen, das mit dem Mix aus schwarzem Humor, Dramatik und anti-filmgesetzmäßigem Heroismus punktet.
Und was soll ich sagen – es funktioniert. Beginnt die Story anfangs noch etwas weltfremd, fühlt man sich als Zuschauer wild in den ungewöhnlichen Mix hineingeworfen, landet man schon bald in einem Terrain, wo weder Humor, noch Tragik oder Unterhaltung zu kurz kommen. Kurzum: Es macht einen Heidenspaß, sich in die Gegebenheiten der Geschichte zu schmeißen und den Protagonisten beim Durchleben ihrer Probleme zuzuschauen.
Und nicht nur das: Hier wird feinfühlig auf einen eingedroschen, schmerzhaft unter Beanspruchung der Lachmuskeln Tabuthemen abgehandelt, die eine große Portion von Kunstverständnis voraussetzen, um nicht die Masse zu vergraulen. Und glaubt mir: Alle im Kino hatten Spaß dabei.
Ein riesiger Bonuspunkt, den Ich & Earl & das Mädchen mitbringt, sind die vielen kleinen “Einspieler” innerhalb des Films, die nicht nur fanatische Filmkenner wie mich tierisch zum Schmunzeln bringen, sondern definitiv jeden, der auch nur ansatzweise weiß, was Kino ist, an einer der tausend Stellen packen dürften. Eine riesige Hommage an die Kunstschaffenden des Films, die mit einer derart sympathischen Art auf dem Silbertablett serviert wird, dass jedem Cineasten warm ums Herz wird.
Selbiges beginnt nicht nur an besagten Momenten zu schlagen, sondern bereitet zusätzlich noch viel Platz für die Lebensart der Hauptdarsteller, denn die wirken nicht nur absolut knuffig, sondern strahlen eine charmante Liebenswürdigkeit aus, die jedweden Fehler verzeihen lässt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Hier wird einem Kino fürs Herz geboten, das definitiv kein Auge trocken lässt.
Selbst die Entscheidung darüber, ob die feuchten Augen vom Lachen oder den herzzerreißenden Momenten her rühren, wird einem abgenommen: Hier stimmt einfach alles!
Kurzweil, Unterhaltungsfaktor, Tiefgründigkeit, Charakterprofiltiefe, ein nischiges Thema, die richtige Form von Humor, keine Unter- oder Übertreibungen: Kino in Vollendung.
Wem der Film vor die Linse kommt, der macht einen Fehler, wenn er die Chance nicht ergreift und ihn sich ansieht.

 
Nachspann
gibt es keinen, dafür vorher einen wahnsinnig guten Film, den man neben all den berühmten Blockbustern zur Zeit mehr als beachten sollte.

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén