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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Katharina Thalbach

100 Dinge

© 2018 Warner Bros. Ent.

Florian David Fitz ist ja eher für nachdenklichen Stoff bekannt, während Matthias Schweighöfer der Garant für deutsches Fremdschämen mit Ausnahmefällen ist: Seine viel zu kurze Rolle in Vielmachglas werde ich ihm nie vergessen.

100 Dinge hat bei mir schon im Vorfeld große Brechreize ausgelöst, da ich zum ersten Mal das Original aus Finnland wirklich kannte und dessen Bedeutsamkeit durch die schonungslose Komödienvergewaltigung Schweighöfers zu Grabe getragen sah.

Der Mensch, der diese Sache nämlich wirklich vollzogen hat und ganz andere Absichten dabei im Kopf hatte, hat dazu auch eine Doku gedreht, die man sich unter dem Namen My Stuff raussuchen und anschauen kann. Hier hat bereits der .trailer zu 100 Dinge ordentlich draufgehauen und prophezeit, dass das nichts gutes werden kann.

Tatsächlich liefert Warner Bros. Ent. hier aber keinen vollständigen Rohrkrepierer ab, sondern mischt das Gute mit dem Nützlichen: Man holt über nackte Ärsche und Fitz‘ sowie Schweighöfers Schwanz die Klientel in die Säle und setzt ihnen dann unterschwellige Nachdenk-Botschaften ins Hirn, die bei mir tatsächlich krampfartige Zwiespältigkeit auslösen. Man könnte sagen: Die Idee (geklaut?) ist gut genug, um sie durch einen Film zu zelebrieren und darüber wieder in den Köpfen zu bewegen, die Umsetzung und komödiante Ablenkung davon ist zu schlecht, als dass man hier von einem gelungenen Werk sprechen könnte: Es ist einfach gleichermaßen beides.

Fitz streut auch hier wieder viel von seiner unstillbaren Intelligenz ins Feld, die ihm viele aberkennen, weil er in meinen Augen im Schatten Schweighöfers immer ein wenig untergeht und etwas zu defensiv wirkt. Dabei sind seine Absichten und Denkweisen nahezu vorbildlich und liefern viel Tiefgründigkeit und Wissen verpackt in Herzensgeschichten an den Zuschauer ab.

Schweighöfer macht stattdessen weiter sein Ding und basht unterschwellig weiter auf der Werbeschiene rum, die ihm Til Schweiger ins Ohr gepflanzt hat und ist einfach wie er ist: Die meisten werden sowieso wegen ihm in den Film gehen und nicht, weil sie mehr über die Sache wissen wollen.

Und damit geht die eigentlich wichtige Botschaft halt gutbürgerlich den Bach runter und wird zwischen dämlichen Einwürfen und dümmlichen Liebesgeschichten am Ende nahezu vergessen, was mich wieder zurück auf My Stuff bringt: Wenn euch das Thema interessiert, dann schaut euch lieber das Original an und vergesst, was euch hier vorgesetzt wurde.

.kinoticket-Empfehlung: Stand von Beginn an unter einem schlechten Omen: Das Original hat hier ganz klar die Nase vorn: My Stuff.

Fitz gibt sich Mühe, eine Botschaft zu vermitteln und es fallen genügend intelligente Sätze, die es wert sind, dass man sich diesen Film anschaut, Schweighöfer und Co. tragen aber dazu bei, dass die Brisanz dabei völlig gekillt und am Schluss einfach nur ein dumm-herrlicher Film auf der Bühne steht und von der eigentlichen Intention niemand mehr etwas wissen will.

Ob das nun ein Gewinn für die Menschheit ist, oder man den Grundgedanken damit brachial zu Grabe trägt, mag jeder für sich entscheiden.

Nachspann
❌ lohnt sich nicht, sitzen zu bleiben, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 6. Dezember 2018

Original Title: 100 Dinge
Length: 110 Min.
Rate: FSK 6

Tabaluga – Der Film

Tabaluga

© 2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Peter Maffay zählt zu den Miterfindern der Zeichentrickfigur Tabaluga, die seit 1983 die Kinder begeistert und dadurch Generationen durch ihre Kindheit half.

Kein Wunder, dass diese Erfolgsgeschichte nun auch einen eigenen Kinofilm bekommt: Tabaluga – Der Film mit Michael Bully Herbig, Wincent Weiss, Rufus Beck, Heinz Hoenig, Yvonne Catterfeld und Rick Kavanian in den Hauptrollen.

Nun scheiden sich bei solchen Großprojekten, die so viele Generationen umfassen, meistens die Geister: Die älteren bejammern, dass nicht alles gleich ist wie damals, dass man auf neue Technik setzt oder verschiedene (elementare) Dinge anders ausgestaltet und eben vom Original abweicht, während jüngere eine oftmals weniger kritische Meinung äußern, oft wegen Nichtwissens älterer Fakten oder weil sie den Film eben einfach unvoreingenommener bewerten als die, die damit groß geworden sind.

Und das ist (und wird vermutlich) auch immer ein “Problem” bleiben, was ich aber gar nicht mal so dramatisch auffasse: Tatsache ist, dass Tabaluga – Der Film als eigenständiges Projekt eine tolle Geschichte erzählt, die Kinder als Neulinge gefangennehmen kann und trotzdem genügend Nostalgie-Essenz enthält, damit sich die Älteren nicht gänzlich verloren im Kino fühlen.

Dass dabei auch auf die Songs von Peter Maffay gebaut wird und man quasi das Musical verfilmt, ist für mich ein weiterer Meilenstein der “Andere-Kunstformen-auf-die-Leinwand”-Anstrengungen, die seit geraumer Zeit bemüht werden.

Die Animationen, auf die man hier gesetzt hat, sehen top aus und zeugen tatsächlich von Können und bereichern dadurch die Geschichte durch die Prise Professionalität, die anderen Kinderfilmen oft noch fehlt.

Lobenswert erwähnt werden muss auch: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH und die Produzenten des Films spenden 10% der Leihmiete an die Peter Maffay Stiftung und setzen sich damit gemeinsam für Werte wie Freundschaft, Empathie und Respekt ein und fördern Kinder mit schwierigen Vergangenheiten, damit diese zu neuem Selbstwertgefühl finden.

Damit schafft man einen Kinofilm, der sowohl diese Werte präsentiert und gleichzeitig auch Taten im Hintergrund, die das Gesagte vorleben und jedem dabei helfen, aktiv etwas zu tun… einfach, indem man ins Kino geht und sich diesen Film anschaut.

Und so etwas ist großartig! Wer gerne mehr darüber wissen möchte, findet hier nähere Infos: https://petermaffaystiftung.de/.

.kinoticket-Empfehlung: Ein mittlerweile 35jähriges Projekt erhält seinen eigenen Kinofilm und begeistert damit die neuen Generationen.

10% der Leihmiete (Einnahmen durch die Kinos, die an den Verleih gehen) gehen via Sony & Produzenten an die Peter Maffay Stiftung und kommen somit Kindern erneut zugute – und damit tut der Film, was er auf der Leinwand selbst lehrt, direkt schon im Hintergrund – ein tolles Unternehmen, vor dem ich auf jeden Fall meinen Hut ziehe!

Nachspann
❌ ist zwar cool in 3D, braucht aber nicht ausgeharrt zu werden, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 6. Dezember 2018

Original Title: Tabaluga – Der Film
Length: 90 Min.
Rate: FSK 0

WUFF

Wuff

© 2018 DCM Filmdistribution

 

Buck – manch einer mag vielleicht mit den Augen rollen, wenn er seinen Namen auf dem Regie-Platz liest sich und sich seinen Teil dabei denken. Er hat in jüngster Vergangenheit einige Werke rausgebracht, die nicht überall für Applaus sorgten und einfach seinen eigenen Ruf. Seinen eigenen Stil. Er macht, was er denkt und haut es so an die Bevölkerung raus.

In diesem Rahmen kann man nun über den Titel denken, was man will – fest steht: Der Film ist für Hundeliebhaber.

Und genau die werden wohl auch ins Kino gehen und ihn sich anschauen, denn für sie ist er gemacht. Für niemanden sonst.

Klar, Tierchen haben in Bucks Filmen schon immer eine Rolle gespielt, dieses Mal erhält man jedoch eine völlig andere Story, als man auf den ersten Blick erwartet, die plottechnisch aber auch nicht sonderlich vom Hocker reißt. Man wollte eben was mit Hunden machen und spricht somit einen millionengroße Schar an Menschen an, die Hundebesitzer sind und sich den Film möglicherweise schon allein deshalb ansehen werden.

Das ist wohl genauso wie mit Kindern: Solange man keine hat, steht man eiskalt über den Dingen, sobald das eigene da ist, fängt man selbst mit “Butzi Butzi” an und kann nicht mehr anders, als sich an den kleinen Süßen zu erfreuen. Same with dogs.

Demnach schätze ich, dass hier der Grat ist, an dem die Meinungen sich scheiden werden: “Betroffene” finden es herzallerliebst, die “Eiskalten” stehen über den Dingen und sagen sich: “Naja”.

Das einzige, über das sich alle einig sein dürften ist der Nachspann: Verrückt, skurril, dümmlich und zum Knutschen geil! Also bitte bis ganz zum Schluss sitzen bleiben.

 

.kinoticket-Empfehlung: Man sollte Hundeliebhaber sein, das erhöht die Bonuspunkte für diesen Film immens!

Alle anderen finden ihren Spaß dran, wenn sie “Hundetypen” sind, die bei so einem Filmtitel klar favorisiert bespaßt werden. Und wer reingeht: Auf jeden Fall den Nachspann mitnehmen, der ist meiner Meinung nach das allerbeste am ganzen Film!

 

Nachspann
✅ sollte man mitnehmen, das Gebotene ist herzallerliebst 😉

Kinostart: 25. Oktober 2018

Original Title: WUFF – Folge dem Hund
Length: 114 Min.
Rate: FSK 6

Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde

Vom Stil her fühlt man sich natürlich stark an das Genre-Vorzeigebild Bibi & Tina erinnert, das genau wie hier auch alle Merkmale eines Films dieser Art mitbringt und die gleiche kindliche Klientel anspricht.
Dennoch stellt sich dabei kaum die Frage, wieso man dann die gleichen Bausätze nochmal verfilmt: Denn in Hanni und Nanni – Mehr als beste Freunde funktioniert nicht nur die Geschichte, sondern auch das Zusammenspiel des Cast’s und die aus dem Film schließende Moral, welche sich genau an das Zielpublikum richtet und hierbei großartigen Vorbildcharakter liefert.
Die Abenteuer der beiden Mädels sind dabei nicht nur zielführend, sondern sorgen zudem für einen abwechslungsreichen Plot und gut durchdachte Unterhaltung. Hierbei sind eben klar aufgezeigte Parallelen zu oben genanntem Beispiel nicht von der Hand zu weisen.
Dennoch funktioniert’s. Die Höhen und Tiefen, der Grad der Veränderung, die klassische Zusammenführung und das ansonsten genretypische Verhalten wird auch von den Kleinsten gut verstanden und von normalen Handlungen im Rahmen der Story gut verpackt ausgeliefert, so dass man sich auch als Erwachsener nicht vor den Kopf gestoßen fühlt, während man einen Film erlebt, der sehr bodenständig und vernünftig wirkt.
Dass dabei natürlich ein großes Maß der üblichen Mädchenträume mit erfüllt wird, ist fast schon obsolet zu erwähnen. Und durch den großartigen Erfolg der Kinderbücher vorbestimmt existiert auch hier ein Publikum, dass diesen Film dankbar annehmen und mit Freuden genießen wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die Kinderbuchreihe feiert mit dieser Fortsetzung nun bereits seine 4. Verfilmung, in der die Hauptdarsteller erstmals durch jüngere Charaktere ausgetauscht wurden.
Die Story ist solide, spannend, und erreicht die Kids in gewohnt-guter Manier auf ihrem Niveau in den Vorstellungen, die man in solch einem Alter vom Leben hat. Dass dabei eine gute Moral aufgebaut und gezeigt wird, macht diese Geschichte zu einer sehenswerten Idee, die ganz und gar familientauglich über die Leinwand flimmert.

 
Nachspann
sollte man abwarten, hier kommen noch abschließende Szenen.

Sing (3D)

Dass man aus dem Hause Illumination Pictures auch in Zukunft noch so einige Erfolgshits sehen dürfte, müsste jedem nach dem durchschlagenden Erfolg der Minions eigentlich klar sein. Mit Pets haben sie ja bereits ihre Vorliebe zu tierischer Animation preisgegeben und dem steilen Aufstieg der kleinen gelben Viecher klammheimlich den Saft etwas abgedreht, um zu bewerkstelligen, dass auch in Zukunft annehmbares Material auf die Leinwand rasselt, das die Zuschauer nicht nur begeistert, sondern irgendwo den Erfolgsweg weiter führt.
Klar, nach derartigem Anstieg des Beliebtheitsfaktors ist es unglaublich schwer, diese Geschwindigkeit und das Niveau der Unterhaltung und Niedlichkeit zu bewahren, um zukünftige Zuschauer nicht zu enttäuschen.
Nach eben einer solchen Enttäuschung sah der Trailer zu Sing aus, der seit geraumer Zeit in allen möglichen Vorstellungen im Vorprogramm runtergespielt wird. Platte Story, vorhersehbare Wendungen, ganz im Sinne des langweiligen Attests der “Noch eine Casting-Show”-Phrase, die so manchem Unwissendem da über die Zunge gerutscht sein könnte.
Gestern – zum Kinostart – hab ich mir den Film dann zum ersten Mal angesehen und darauf gewartet, dass die bitterschmeckenden Magenschmerzen, die sich dumpf grollend aus dem Hintergrund angekündigt hatten, endlich hervorbrechen und bekam …
… die beste Casting-Show, die ich je in meinem Leben gesehen habe.
Ganz im Ernst: Wenn es endlich mit der Professionalität und der ungeahnten Genieweisheit der Macher weitergeht, dann mit Sing! Der Film trifft ins Schwarze und protraitiert mit einem überragenden Soundtrack und einer herzergreifenden Art eine Szene, die nicht aus platter Motivation und durchtrainiertem Versagen besteht, sondern erweist einmal mehr einer Generation von Musik die Ehre, die in vielen Casting-Shows ihresgleichen sucht (und dort nicht findet).
Ich war baff. Baff von der Fröhlichkeit, die jeden der “Darsteller” hier mit anmutigem Glanz umhüllt. Baff von der sympathischen Art, die jeder auf seine Weise ins Geschehen einbringt und daraus eine Geschichte formt, die nicht nur Inhalte liefert, sondern eine völlig authentische, funkionierende Welt um sich herum aufbaut, die nicht nur dank ihrer (gezeichneten) Kulissen wunderbar auftrumpft, sondern auch die Liebe zur Kunst, die Hingabe zum Gesang zelebriert und dabei – ganz unterschwellig – den wahren Geist von Musik zu ergründen versucht und dessen Denkresultate als unaufdringliche Moral ganz sanft in den Plot einbaut und dabei den Zuschauern zärtlich vermittelt.
Der Geist, der den Film beflügelt, ergreift nicht nur von einem selbst Besitz, sondern reißt einen in ungeahnte Höhen mit, nur um zu zeigen, dass es eben doch weiter geht. Diese Form von Motivation, von eleganter Ausgewogenheit, die so meilenweit entfernt von dem üblichen Animationskitsch entfernt ist, macht Sing nicht nur aus, sondern definiert in ihrer Weise auch das Geschehen als solches und impliziert Möglichkeiten, wo andere nur stumpfsinnige Leere sehen.
Es fällt schwer, jemand anderem die Gewichtigkeit und Schwere beizubringen, die aussagt, was es heißt, sich diesen Film nicht nur anzusehen, sondern ihn zu schlucken, zu verinnerlichen und daraus zu zehren. Viele werden – so denke ich – nach außen hin eh nur auf das übliche DSDS-Da-singt-wieder-einer-also-ist-es-cool-Gehabe hinauswollen und aus diesem Grund die Vorstellungen besuchen.
Leute – dieser Gedanke wäre verschwendet. Holt euch die .kinotickets, erlebt diesen Film. Spürt den Drang, spürt das Verlangen, spürt die Emotionen, die man hier unverblümt reingelegt hat und seid dabei Teil eines der größten Kinoereignisse, die dieses Jahr überhaupt hervorgebracht hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Was Arrival als ruhiger, dramatisch-etablierter Film auf der einen Seite erreicht hat, bringt Sing mit Furore und musikalischer Erhabenheit genauso auf die Bühne: Er erreicht den Zuschauer auf einer metaphysischen Ebene und zeugt davon, dass den Kunstschaffenden hier nicht nur ein galantes Meisterstück gelungen ist, sondern jeder einzelne von ihnen auch den Geist der Musik verstanden, erlebt und rezitiert hat.
Sing gehört zu den Stücken, die es im Kino anzusehen gilt, die den Zeitgeist unserer Generation in einer Welt, die so von Negativität zerrissen und durchzogen ist, auf derart motivierende Weise durchschneiden, dass selbst in dunkelsten Tagen die Hoffnung auf Besserung nicht ausbleibt. Wer hier drin war, der weiß, dass es immer weiter gehen wird und kein Problem noch so groß sein könnte, als dass es sich nicht lösen ließe.
Die Niedlichkeit, die Ernsthaftigkeit und das schon von den Minions gekannte Akzeptieren dieser andersartigen Realität ist auch hier wieder einer der größten Pluspunkte, die den Film vorwärts treiben und dem Zuschauer Zeit geben, sich auf die Inhalte zu konzentrieren.
Und die dann mit einem galanten 3D, überzeugenden Grafiken und einer Tonleidenschaft, die sich gewaschen hat, zu erleben – dafür gibt es nur einen Ort: Kino.

 
Nachspann
Solange das Teil animiert bleibt, sollte man auch bleiben, der Rest gehört denen, die nicht nur Bilder, sondern auch Akkustik zu schätzen wissen. Nach dem Abspann folgt nichts weiter.

Smaragdgrün

Betrachtet man die Namensgebung auf dem Kinoplakat, stellt man schnell die Behauptung auf, es handele sich hierbei um eine deutsche Produktion.
Mir aufgefallen, als ich das .kinoticket bereits in den Händen hielt und wenige Minuten vor der Vorstellung im Foyer meines Kinos war und mit dem Personal über dieses Machwerk plauderte. Die Erwartungen sanken dementsprechend in den Keller und zudem gesellte sich noch meine Unwissenheit bezüglich der beiden Vorgänger Rubinrot sowie Saphirblau dazu, was sich in diesem Fall dann tatsächlich zum ersten Mal als echtes Manko entpuppte.
Zu meinem großen Erstaunen gibt es hier aber gar nicht die breite Palette an Ärgerlichkeiten, die man im nationalen Filmbusiness so oft antrifft, sondern lediglich den Hauch eines angekratzten sprachlichen Äußeren, der aber auch nicht so penetrant nervt, wie man es von anderen Produktionen heimischer Filmemacher gewöhnt ist.

Positiv aufgefallen ist mir ebenfalls, dass man sich hier tatsächlich mal völlig auf die Sache eingelassen hat und nicht wieder jeden Dummfug von Anfang an erklärt, sondern als Quereinsteiger durchaus seine lieben Schwierigkeiten hat, mit dem Gesagten mitzukommen, sofern man die Vorläufer der Geschichte nicht kennt. Toll, denn dadurch erlebt man als Kenner eine Geschichte, die nicht langweilt und die Story tatsächlich spannend bleiben lässt, ohne sich mit Nebensächlichem aufzuhalten.

Die Effekte und der visuelle Wumms verblüfft für eine deutsche Produktion auch und zeugt von einer Art kreativem Aufstieg, den ich diesem Werk ganz ehrlich nicht zugetraut hätte. Zwar merkt man schon, dass im Vergleich zu den ganz großen Trilogien aus Hollywood noch das Quäntchen Unterbau fehlt, auf dem sich die Story ausbreiten und das Gesamtwerk als solches überzeugen kann, jedoch waren die Abstände zur Oberliga noch niemals so gering wie hier.

Am Ende machte es richtig Spaß und aus einem “Wäh, ich muss mir gleich einen deutschen Film geben” wurde ein “Wow – echt geil, dass ich den gesehen habe”.

Respekt an die Leistung, Respekt an die Darsteller und das Team hinter den Kulissen, das, was ihr damit auf die Beine gestellt hat, treibt den deutschen Film wieder viel mehr in Richtung internationale Professionalität und gerade die Einlagen und der “Stil” des Films, der dann sicherlich wieder aus externen Landen zugeschanzt wurde, macht aus diesem Werk eine Art nationales Hail, Caesar!. So viel Freude am Schluss eines deutschen Machwerks hatte ich bisher noch nie!

 

.kinoticket-Empfehlung: Meinen größten Respekt und allerbesten Dank an die Macher, die diese cineastische Erfahrung mit uns teilen.

Die Inkludierung der altertümlichen Momente, das Heranführen an internationalen Slapstick und die Wesenszüge historischer Filme, die hier aufgegriffen wurden, machen aus diesem Werk etwas wirklich großes.

So einen rühmlichen Einschlag hätte ich dem deutschen Film niemals zugemutet und bin froh, dass ich ihn im Kino sehen konnte. Rubinrot und Saphirblau stehen seitdem definitiv auch auf der Liste der zu sichtenden Filme.

 
Nachspann
greift hier in wunderbarer Manier nochmals einen Rückblick auf die gesamte Trilogie auf, die lobenswerter Weise nicht in zwei Hälften am Ende gesplittet wurde, sondern ihren Finalschlag tatsächlich in einem einzigen Kunststück aufweist.

Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs

Mutprobe: Schnapp dir deine zwei besten Freunde, geht ins Kino und sagt den magischen Satz: “3x Bibi & Tina bitte“.
Ja, ich hab mir den Film angeschaut und ja, er ist überraschend gut gelungen. Und zwar nicht nur, weil die PR-Giganten im Vorfeld gute Arbeit geleistet und das Werk entsprechend promoted haben, sondern gerade wegen seines Inhalts.
Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs bringt nun endlich das auf die Leinwand, was ich bei vielen vergangenen Kinderfilmen immer etwas vermisst habe. Hier wird eben nicht nur die Geschichte um Bibi Blocksberg erzählt, sondern den Kindern und Zuschauern sehr viele Werte mit auf den Weg gegeben.
So schrill und farbenprächtig das Werk in den ersten Spielminuten startet, so facettenreich und ehrlich häufen sich die bemerkenswerten Aussagen, die sich nicht nur in Liedform ihren Weg in den Verstand graben. Wer nun glaubt, es handele sich hier um eine zweite Art Eisprinzessin, der irrt gewaltig. Was dort noch verspielt, kindisch und zuweilen einfach nervig von der Leinwand schrillt, entpuppt sich hier fast schon als kompakte Form von Kunst, die spielerisch verschiedene und vor allem wichtige Aspekte diverser Gegensätzlichkeiten auf den Tisch legt und gerade im Genderstreit eine Lösung präsentiert, die eben nichts mit zurückhaltender Emanzipation zu tun hat.
Schluss mit dem ewigen Gleichgemache der verschiedenen Geschlechter. Schluss mit der elenden Rücksichtnahme auf alles und jeden. Bühne frei für eigenständiges Denken, gegenseitigen Respekt und das miteinander Wetteifern. Gerade diese gesunde und positiv-altertümliche Ansicht tut einem beim Zuschauen so richtig gut.
Und damit wird erneut ein Stück Normalität eingeführt, die eher auf das Miteinander setzt als auf das irrsinnige Gerangel, verschiedene Voraussetzungen in der gleichen Weise bewerten zu wollen. Eben diese gesunde Einstellung und der Hinweis auf das Miteinander machen aus diesem Film ein wertvolles Lehrstück für all jene, denen man etwas mit auf den Weg des Lebens geben will. Der Krampf, zu dem sich der Kampf um Emanzipation mittlerweile längst entwickelt hat, der längst nichts mehr mit der eigentlich guten Grundidee zu tun hat, sondern eher zu einer Farce mutiert ist, wird hier zurück auf das kindliche Verständnis des Einfachen gebrochen und somit wieder in gesunde und verstandesreiche Bahnen gelenkt.
Und nicht nur das, sondern vor allem der Soundtrack mit seinen Inhalten überzeugt in einer Weise, die erwachsenen Filmen in absolut gar nichts nachsteht. Die Texte sind derart tiefgründig, dass man auch nach dem Soundtrack Ausschau halten sollte, statt sich nur den Film anzusehen. So merkwürdig es sich anhört, so wichtig ist die Botschaft, die Charakter-Spinner wie Charly Hübner in ihrer Figur hier an den Tag legen.
Genau dieser Aspekt hat mich davon überzeugt, diesen Film als sehenswert weiterzuempfehlen, denn hier wird in einer absurden Welt gezeigt, wo wir einmal herkamen, als noch nicht alles derart verdreht und überspannt in der Öffentlichkeit ausgelebt wurde.
 

.kinoticket-Empfehlung: Der Trailer mag vorwiegend Kinder ansprechen, die Message ist aber eher für die Großen gedacht.
Auch die älteren Herrschaften werden hier eine wohltuende Form von Normalität wiederfinden, die sich nicht nur auf respektvolle, gesellschaftliche Werte beruft, sondern aus dem stümperhaften Einheitsbrei etwas hervorbringt, das in Zeiten wie diesen längst verloren geglaubt schien: das Individuum.
Die tolle Art, wie man das Miteinander in einer Gesellschaft voller Unterschiede hier zu lösen sucht, ist meines Erachtens nicht nur mutig, sondern vorbildgebend. Daher zählt dieser Film für mich zu den besten Errungenschaften dieses Jahres.

 
Nachspann
ist ziemlich cool gemacht, man sollte also sitzen bleiben und der Dinge harren, die auf einen warten.

Ich bin dann mal weg

Hape Kerkeling dürfte für viele ja ein Begriff sein. Sein Buch Ich bin dann mal weg über seinen Trip auf dem Jakobsweg auch.
Devid Striesow als Hauptdarsteller zu engagieren war ein genauso kluger Schachzug wie die Idee, dieses Buch zu verfilmen. In einer Generation, die des Lesens überdrüssig geworden ist, erreicht man kein Publikum mehr mit Büchern, die schon seit Alters her als Inbegriff von Weisheit und Fortschritt gelten.
Mochte man vielleicht meinen, man kenne diesen Mann anhand seiner Auftritte im TV und vor Live-Publikum, entsendet dieser Film nun ein gänzlich anderes Image seiner Person umgeben von einer gemütlich-charmanten Leichtigkeit, die sich – gottseidank – mal nicht auf die kirchlich-sakramentösen Rituale stürzt und versucht, hier ein möglichst religionsbehaftetes Moralgetue von sich zu geben. Im Gegenteil: Die Kirche verschwindet fast schon in der Bedeutungslosigkeit, während das Suchen und Finden einer göttlichen Instanz in Hape-üblicher Gemütlichkeit über die Bühne gestrichen wird.
Und genau diese Entspanntheit, das Ankommen in der Natur – umgeben von den faszinierenden Landschaften Spaniens – das schrittweise Herantasten an Probleme, die im Geschrei unserer Zeit längst untergegangen sind, die Offenbarungen und das Lösen innerer Konflikte bricht hier wie ein großer, erlösender Schwall aus Entschleunigung auf den Zuschauer herein und hinterlässt eine wahnsinnig gemütliche Aura, in der sich sicherlich nicht nur ich mich allzu gerne dauerhaft baden würde.
Gepaart mit dem einzigartigen Humor von Kerkeling ergibt dies eine wunderbare Reise zurück zum Glück jedes einzelnen Menschen, der sich auf diesen Erzähltrip einlässt. Die ergreifenden Profile der verschiedenen Begleiter werden teils so stark und emotional ausgebreitet, dass man durchaus an einigen Stellen mit tiefer Ergriffenheit im Kino sitzt und sogar stellenweise mit den Tränen zu kämpfen hat.
Für mich war der Film ein Quell der Erquickung, der genau diesem Zeitgeist entgegenwirkt, in dem wir alle gefangen sind und unweigerlich unserem Ende zusteuern. Alles wird mehr, alles muss wachsen, wir arbeiten immer schneller, immer heftiger, der Mensch beutet sich selbst immer stärker aus und hinterlässt eine Spur seelischer Verwüstung und körperlicher Zerstörtheit, die innerhalb der Hetze umgeben von sinnlosen Postings, Facebook und anderem Firlefanz längst nicht mehr gehört, geschweigedenn entschleunigt wird.
Und aus genau diesem Wahnsinn bricht dieser Film gekonnt aus und zeigt auf, wie wichtig es für einen jeden von uns ist, sich wieder dem inneren Ich zu stellen und sich auf die Person und den Mensch selbst zu besinnen, statt sich weiterhin zombielike mit Dingen zu beschäftigen, nach denen bereits wenige Sekunden später kein Hahn mehr kräht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Aus diesem Grund kann ich jedem nur schwerstens empfehlen, sich diesen Film anzusehen – auch wenn man das Buch schon kennt. Julia von Heinz hat derart filigran den Sprung in die richtige Richtung geschafft und endet hier mit keiner Silbe in einem Topf aus triefenden Klischees oder andersartiger Verwüstung eines guten Buches.
Im Gegenteil: Die Entschleunigung, das Mensch werden, das Fragen stellen und Antworten darauf finden. Die richtigen Fragen stellen, sich Zeit nehmen, für andere da sein, zur Ruhe kommen, weitergeben, entschlacken, innerlich wieder frei werden und der Seele neues Futter geben, damit der Mensch in all dem Wahnsinn nicht kaputt geht, sondern das Herz wieder lacht – all das organisiert dieser Film in gekonnter Art und Weise und richtet in diesem Schema wahnsinnig viel gerade.
Wer nach den 92 Minuten nicht gründlich gebadet wieder aus dem Kinosaal tritt und sein Leben unglaublich erleichtert empfindet, der hat während der Vorstellung geschlafen oder schlichtweg kein Auffassungsvermögen.
Genau solche Filme sollte man sich als Lehrbuch hernehmen, um das allgemeine Gesellschaftsbild wieder etwas gerader zu rücken und den Menschen zu erklären, dass neben Displays, Handys, Facebook und Co. auch noch andere Dinge existieren, die nicht nur einfach so da sind, sondern für die meisten von uns unverzichtbar.
Und weil die im Alltag mittlerweile fehlen, leben wir in einer Welt, in der das Handydisplay wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt bekommt als dein Gegenüber, das verzweifelt versucht, mit dir ins Gespräch zu kommen um einfach mal wieder ein friedliches Beisammensein zu genießen.
Vielleicht schaffen wir es doch wieder zurück zu einem Zustand, wo Geselligkeit einen Stellenwert bekommt, weil die Menschen zu dem zurückfinden, was wirklich zählt.
Was das ist, zeigt dieser Film in allen Facetten. Also Abflug ins Kino!

 
Nachspann
Der Nachspann flattert genauso gemütlich mit vielen Bildern über die Leinwand und bricht das Gesehene dadurch nicht gleich ab. Vorzeitiges Aufspringen ist also unangebracht.
 

Und damit wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ein frohes neues Jahr 2016 und hoffe, dass nicht nur ich die Elemente dieses Films als Leitlinie statt der guten Vorsätze hernehmen werde.

Geht wieder aufeinander zu, schaut einander an, wenn ihr euch unterhaltet, lasst die Displays wieder in den Hintergrund rücken und hört auf, eure Umgebung mit diesem ignoranten und verletzenden Verhalten zu massakrieren. Nur wenn die Menschheit wieder aufeinander zugeht, sich in die Arme schließt und gegenseitigen Respekt erweist, wird es auf diesem Planeten wieder möglich sein, in Frieden miteinander zu leben.

Und ich denke, von diesem Krieg und seinen langfristigen Auswirkungen, die uns die letzten Jahre ständig erschüttert haben, haben wir alle mehr als genug.

Auf dass 2016 das Jahr wird, in dem Gespräche von Angesicht zu Angesicht wieder mehr wert sind, als das tote, kalte Tippen auf einem Smartphone, bei dem der Mensch hintenan gestellt wird und nicht mehr das wertvollste Geschöpf auf diesem Planeten ist.

Schaut euch wieder in die Augen – und schaut diesen Film.

In diesem Sinne – Frohes neues Jahr 2016!

Ben

Der kleine Rabe Socke 2 – Das große Rennen

Heute gibt es mal wieder einen Film für die Allerkleinsten: Der kleine Rabe Socke 2 – Das große Rennen.
Animatorisch sehr angenehm gezeichnet und geschichtlich bei weitem nicht so langatmig und “grausam”, wie ich es via Trailer erwartet hätte. Ganz im Gegenteil: Der Unterhaltungswert ist zwar für Erwachsene durchaus anstrengend, durch die konservative Zeichnung und die durchaus tragbare Message des Films aber wesentlich besser zu ertragen, als in anderen Animationsfilmen, deren Wirkung sehr viel mehr Zwiespalt entfachen könnte.
Eines der kleinen Mädchen im Saal hat am Ende sogar geweint, als die Mutter tatsächlich nach dem Abspann aufstehen und den Kinosaal verlassen wollte 😉
Die “bösen Komponenten” hat man sich hier komplett ausgespart und sich vollends auf realistische, natürliche und vor allem für Kinder erlebbare Konflikte konzentriert, die nicht nur wunderbar herausgearbeitet, sondern auch mit Lösungsansätzen gespickt sind, mit denen die Zuschauer letztendlich auch etwas anfangen können, so dass es hier nicht nur beim unterhaltsamen Film bleibt, sondern das Gesehene auch im wahren Leben angewendet und umgesetzt werden kann.
 

.kinoticket-Empfehlung: Schwere Kost für ältere Menschen, da der intellektuelle Anspruch doch sehr weit unten angesiedelt ist.
Als Einsteigermodell für zukünftige Kinosüchtige aber sehr zu empfehlen, da die typisch-disneyhafte Karikatur des Bösen vollends fehlt und hier tatsächlich auf Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt geachtet und somit eine pädagogisch wichtige Lektion mit auf den Weg gegeben wird, mit denen Heranwachsende tatsächlich etwas anfangen können.

 
Nachspann
wartet zwar mit toller Musik, dafür aber nicht mit Szenen oder weiterführendem Material auf. Wem die Musik egal ist, der darf gern frühzeitig entfliehen 😉

Rico, Oscar und das Herzgebreche

Um ehrlich zu sein hatte ich im Zuge meines Kinotages auf diesen Film am wenigsten Lust. Schuld daran war der wirklich dämlich zusammengeschnittene Trailer, der Furchtbares vermuten ließ. Flachwitze vom Allerfeinsten, doofe Anspielungen unter der Gürtellinie und das alles so verpackt, dass sich die naiven Kinder vor Kringeln den Bauch verbiegen? Absolut nicht mein Fall.
Tja, gottseidank reizt der Ehrgeiz, neue Filme zu sehen, dann doch stark genug, damit man sich tatsächlich ins Kino begibt und den Film sogar ganz an den Anfang seines Marathons setzt.
Der Einlasser machte mir dann gleich Mut, indem er fragte, ob ich den ersten Teil bereits gesehen habe, weil der auch schon gar nicht schlecht ist für einen Kinderfilm. Wow – wenn selbst das Kinopersonal gut von dem Film redet, dann darf ich meine Erwartungen wohl doch wieder etwas hoch schrauben?
Die Antwort lautet: Jap!
Selten so einen Film gesehen, bei dem sich Trailer und das Schlusswerk so stark unterscheiden. Hier wird nicht nur wirklich ansprechende Unterhaltung geliefert, sondern schön dezent verpackte Anspielungen, die den Erwachsenen im Saal richtig Spaß machen. Das “Unter der Gürtellinie” verschwindet komplett und entpuppt sich als wirklich unglücklicher Schnitt im Trailer – das Niveau des Films erstaunt.
Was ebenfalls so richtig vom Hocker haut: Der Bildungswert. Ja – richtig gelesen: Dieser Film macht sich zur Aufgabe, die heranwachsende Nation zu bilden – und das sogar richtig gut! Es tat sooo gut, immer wieder diese “Einspieler” (falsches Wort, aber ein anderes fällt mir grad nicht ein) zu sehen und die wahrhaft rühmlichen Absichten der Macher dahinter zu erkennen. Fantastisch, dass hier mal nicht die übliche “Hey, wir machen einen Kinderfilm, schön einen auf dämlich und ja keine intelligenten Szenen rein, das könnten die Sabberviecher nicht verstehen”-Keule ausgepackt wurde, sondern vorgemacht, dass es auch anders geht.
Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache echt professionell und versprühen einen angenehmen Charme, der jeglichen “Sowas tu ich mir nicht an”-Hass, den man im Trailer noch spürte, verblassen lässt. Es macht ganz schnell richtig Spaß, mit den beiden auf ihre Entdeckungsjagd zu gehen und die Dinge zu durchleben, denen sich die zwei stellen.
Am Ende hat man einen Film, der nicht nur unterhält, sowohl groß und klein anspricht, sondern auch noch mit richtig viel Wissensdurststillung daherkommt. Top – so sollten Filme sein.
 

.kinoticket-Empfehlung: Durchaus unterhaltsame Lektüre mit einem richtig großen Stück Bildung, geistiger Unversehrtheit und jeder Menge detektivischem Spaß, der sowohl jung als auch älter durchaus anzusprechen weiß.
Wer den Trailer hasste, wird den Film lieben. Das Niveau ist überraschend hoch und alle involvierten machen ihre Sache richtig gut.
Kann bedenkenlos mit der ganzen Familie geschaut werden und selbst Erwachsene erleben hier und da ein paar Szenen zum Schmunzeln. Daumen hoch!

 
Nachspann
Der wartet mit ein paar zusätzlichen Szenen auf, beim Aufstehen also nicht allzu sehr hetzen, da folgt nach einem kurzen “schwarz” noch mehr.

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