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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Kinderfilm Page 1 of 3

Luis & die Aliens (3D)

Es ist Zeit für Kinderlachen und auch wenn der erste Anschein voll von Klischees ist: Dieser Film ist herzerwärmend toll und erobert die Jüngsten im Saal im Sturm! Die Animationen sind großartig und unterhalten sogar Erwachsene, der Plot ist zwar vorhersehbar, aber in Anbetracht der offensichtlich gewünschten Zielgruppe mehr als gerechtfertigt.
Was mich total umgehauen hat, ist die liebevolle Herzlichkeit, die man in dieses Stück gelegt hat und mit der man auf Basis von Spannung und Unterhaltung die Kids begeistert. Es macht richtig Spaß, den Eskapaden zu folgen und auf die witzige, urkomische Art folgt einfach nur Lachen und Heiterkeit, die das uneingeschränkte Markenzeichen von FOX ist: Die können Film und wissen es, Familien spannend zu entertainen. Genau diese Stärke spielen sie hier einmal mehr aus und liefern etwas ab, dass nicht nur liebevoll gestaltet ist, sondern auch Herz und Seele besitzt und gleiches von seinen Zuschauern erstürmt.
Zum Schluss gibt es ein paar Stellen, die ich ansatzweise heftig finde, zumindest, wenn man ganz Kleine allein ins Kino lässt, hier sollte eine Aufsichtsperson mit an Board sein, um evtl. Erklärbärtätigkeiten vollbringen zu können, ansonsten hat’s mir richtig Spaß gemacht und – dreimal dürft ihr raten – ich werde es mir nochmals im Kino geben, sofern die Zeit es zulässt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Spannend, liebevoll und unglaublich mitreißend: Diese Story unterhält groß und klein und trumpft mit unglaublich viel Sympathie und Herzwärme auf, die aus diesem Film etwas Großartiges machen.
Stellenweise sind die “Gegenspieler” etwas böse, da bedarf es womöglich ein paar schützender Händchen der Eltern, ansonsten ist das ein Film, der für Jüngere uneingeschränkt zu empfehlen ist!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.
Kinostart: 24. Mai 2018

Ferdinand geht STIERisch ab! (3D)

Ich weiß, ich bin reichlich spät mit diesem Titel – aber bevor er ganz aus den hintersten Rängen der Kinos verschwindet, sollt ihr auch hierzu noch eine angemessene Rezension bekommen.
Und keine Sorge, meine Langatmigkeit hat nicht etwa etwas damit zu tun, dass diese Filmkritik negativ ausfällt. Ganz im Gegenteil: Hier drin verbirgt sich viel mehr Herzlichkeit, Liebe, Erziehung zu guter Moral und gutem Verhalten, als man anfangs glauben mag.
Womöglich haben so manche Biofreunde, Tierschützer, PETA-Befürworter oder andere Naturfetischisten anfänglich ein wenig Schwierigkeiten mit dem Thema und gehen auf die Barrikaden, dass Kindern jetzt solcher “Unfug” als toll verkauft werden soll, aber wer sich ruhig und angemessen hinsetzt und sich die Zeit nimmt, dieses Werk vollständig auszuwerten, wird feststellen, dass der Film überhaupt nichts Schändliches oder Verurteilenswertes zu bieten hat, sondern viel mehr für eine gute und nachahmenswerte Lebensweise wirbt – und damit ein vorbildliches Beispiel für Bildung bereits in jungen Jahren ist.
Genau hier liegt womöglich oft die Schwierigkeit, wenn es um solche brisanten Situationen geht und man mit Radikalen über derartiges diskutieren will: Dass oft gar kein Wille daran vorhanden ist, sich der Sache mal vollständig anzunehmen und es in Ruhe auszuwerten. Zeit genug bietet der Streifen und am Ende geht man fast mit ein paar Tränchen in den Augen wieder aus dem Saal.
Interessant: Während des Spiels die Kinder im Saal zu beobachten, die sich gegenseitig aufmunterten mit Sätzen wie “Keine Angst, Filme gehen immer gut aus.” – daran merkt man doch, dass er sein Publikum definitiv erreicht und mitreißt und somit beste Lektüre für die Jüngeren ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene liefert Ferdinand geht STIERisch ab! genügend Material, dass man als hilfreich, bildungswirksam und emotional berührend bezeichnen kann: Solange er noch in den Kinos zu finden ist, nehmt ihn mit – egal, in welchem Saal.

 
Nachspann
ebbt sachte in Text ab und braucht daher nicht ausgesessen zu werden.
Kinostart: 14. Dezember 2017

Hexe Lilly rettet Weihnachten

Schaut euch das Kinoplakat an, dann bekommt ihr einen ziemlich treffenden Einblick darüber, was dieser Film darstellen will – wobei man Michael Mittermeier deutlich herausheben muss, denn seine Sprechrolle im Film ist gigantisch und passt total.
Der Rest hebt sich nicht sonderlich von den üblichen Mainstream-Kinderfilmen ab, die eben vor Weihnachten quasi immer von der Stange produziert in die Kinos geworfen werden, um die Familien mit irgendeinem Weihnachtskruddel zu unterhalten….
Zumindest könnte man das denken, wenn man jetzt weiter in Vorurteils-Beuteln rumwühlt und etwas daraus hervorkramen möchte.
Mir hat der Film in seiner Essenz nämlich sehr gut gefallen, weil wir genau dieses Problem haben: Es ist nichts neues mehr für diese Zeit vorhanden, dass man Kindern und Jugendlichen noch vorsetzen könnte, dass sie nicht schon zum 1000sten Mal gehört, gelesen oder gesehen hätten. Und genau hier setzt man mit Hexe Lilli rettet Weihnachten an und überbringt eine Botschaft, die den Konsumwahn und das Rumgeeiere zu Weihnachten wieder etwas eindämmt und uns zurück zu den Wurzeln führt, für die diese Tage ursprünglich mal gedacht waren.
Dabei zählt dann eben nicht mehr das Geschrei von kleinen Kindern nach kapitalistischer Aufmerksamkeit oder anderer Firlefanz, den sich irgendwer mal irgendwann ausgedacht hat und bei dem die Meute mittlerweile nur noch augenrollend durch den Dezember stolpert und sich quasi den Content von Bad Moms 2 wünscht, um dem ganzen Trubel zu entgehen, sondern man versucht, den Kindern wieder einzuimpfen, was Weihnachten tatsächlich bedeutet und worauf man wert legen sollte – und das auf eine sehr einfühlsame und lehrreiche Art und Weise.
Und dafür: Daumen hoch und eine klare Sichtungsempfehlung.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die meisten Eltern sind im Endmonat des Jahres sowieso oft mit Entscheidungen überfordert – daher spreche ich hier mal eine klare Empfehlung aus, wenn’s darum geht, was man sich vor Weihnachten mit der Familie im Kino besehen möchte.
Hier wird nicht nur spannende Unterhaltung geboten, sondern man rechnet mit der wütenden Raserei ab, die sich rund um dieses Fest gebildet hat und führt die Kleinsten wieder zurück zu den wahren Absichten, für die diese Feiertage ursprünglich mal gedacht waren. Und damit meine ich nicht irgendwas Religiöses.

 
Nachspann
kommt keiner mehr, nach der Schwarzblende darf man also gern nach draußen.
Kinostart: 9. November 2017

(Trailer) Burg Schreckenstein 2

Nach langer Zeit gibt’s endlich mal wieder den .trailer-Sonntag, heute aus dem Hause Concorde.
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=3KGvdZ1m0Jc&w=560&h=315]
Schulspaß präsentiert von © 2017 Concorde Filmverleih GmbH
 
Warum man den Film gesehen haben sollte
Bereits der erste Teil zeugte davon, dass Schule nicht ausschließlich langweilig und doof sein muss, sondern fetzige Gaudi und spannendes Lernen sich gegenseitig nicht ausschließen.
Bereits im .trailer wird angekündigt, dass auch hier wieder jede Menge neue Ideen, viel Turbulenz und frischer Wind in die coolste Schule Deutschlands katapultiert wird und man den Freudenfaktor aus dem Vorgänger durchaus aufrecht erhalten will.
Ich für meinen Teil freue mich auf den
Kinostart: 7. Dezember 2017

Ostwind – Aufbruch nach Ora

Nachdem ich hier bereits meine “große Freude” an dieser Filmreihe bekanntgegeben habe, hatte ich natürlich “wahnsinnige Lust”, mir dieses von frevelhaftem Deutsch durchzogene Nachfolgewerk im Kino anzuschauen.
Und sorry, ja, ich bin spät dran. Zu spät.
Und sorry für meine Vorurteile. Ich entschuldige mich zutiefst bei den Machern, denn mit dem dritten Teil der Ostwind-Verfilmungen hat man mich gelinde gesagt extrem vom Kinosessel gehauen!
Die Verniedlichungen sind weg. Alle. Das ist kein Kinderfilm mehr, sondern höchster Anspruch auf Erwachsenen-Niveau, der nicht nur metaphysische Gipfel erklimmt, sondern mit einer Tiefgründigkeit aufwartet, die mehr als erstaunlich ist!
Probe gefällig? Dann zappt allein mal in den Soundtrack des Films (Ostwind – Aufbruch nach Ora – “Opener” reicht da schon fast als Track) rein und macht eure Augen dabei zu. Was seht ihr?
Ich sehe keinen Kinderfilm mehr (auch wenn die Spielzeiten das vermuten lassen). Ich sehe großartiges Kino, wohl bedacht, mächtig, mit Tiefgang und Eleganz, ein Epos. Und genau das ist Ostwind – Aufbruch nach Ora auch: Ein mit Menschlichkeit durchzogener Strang einer Geschichte, die für Kinder erzählt anfing und eine tränenbringende Wendung angenommen hat, die mich zutiefst im Herzen erschüttert.
Ich schreie vor Verzweiflung und Ergriffenheit, wenn der Soundtrack in meinen Ohren dröhnt und die imposanten Bilder des Films in seiner glanzvollen Pracht in meinem Kopf nachhallen, während ich ungeduldig darauf warte, dass dieser Film wieder und wieder über die Leinwand flimmert und ich mich erneut in den Fluten dieser von Niedergeschlagenheit und Ernsthaftigkeit durchzogenen Welt verlieren kann und als stiller Begleiter der Hauptdarstellerin durch die Wesenszüge gleite, die dort sanft umspielt, ernsthaft untermauert und mächtig durch den Boden krachend in die Welt posaunt werden.
Das hier ist kein “Wir sind kleine Hippies, die Pferde anhimmeln” mehr. Es ist so viel größer. So viel ehrbarer. So viel imposanter und mächtiger, dass man längst das Genre verlassen muss, weil Kinder nur noch die nette Beigabe sind, die man außerhalb als Entschuldigung braucht, um sich als Erwachsener ein Bild davon machen zu dürfen.
Und sobald man im Saal sitzt und all die bunten, quietschenden Trailer vorbei sind, landet man in einem Emotionsstrudel, der vor Ernsthaftigkeit und Harmonie nur so sprudelt. Man fiebert. Man weint. Man leidet. Und da ist absolut nichts mehr von dem ursprünglichen Hass des Nichtskönnens oder irgendwelcher Sprache. Oder typisch-deutscher Blödheit. Nichts.
Herrschaft, ich seh kaum noch, während ich diese Zeilen schreibe, weil sich meine Augen bereits beim Klang wieder mit Wasser füllen…
Wie konnte man zwischen zwei Filmen so schnell “erwachsen” werden? Wie konnte man aus einer fast schon “Lachnummer” etwas so dermaßen großartiges werden lassen? Ich bin immer noch beeindruckt und wünsche jedem sehnlichst, dass er meine Worte versteht und sich tatsächlich auf den Weg macht und sich den Film im Kino anschaut.
Denn Kino ist der einzige Ort, wo diese präsente Wucht auch gebührend rübergebracht werden kann. Nicht umsonst landete die Ausstrahlung im größten Saal, der dem Film überraschend angemessen war.
 

.kinoticket-Empfehlung: Überwindet euren Stolz und traut euch in diesen Film.
Er ist für Erwachsene fast besser geeignet als für Kinder, denn nicht nur die Charaktere sind älter geworden, sondern die Story bezeugt eine derartige Reife, wie sie manch andere – an Erwachsene gerichtete – Filme vermissen lassen.
Mich hat’s zutiefst beeindruckt (und dabei meine ich nicht nur, dass man sich von der üblichen Schmalzigkeit deutscher Filme gelöst hat).
Absolut sehenswert – und dieses Prädikat auch mehr als verdient bekommen!
Reingehen!

 
Nachspann
Nicht gleich aufspringen. Es endet langsam.
Kinostart: 27. Juli 2017

Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde

Vom Stil her fühlt man sich natürlich stark an das Genre-Vorzeigebild Bibi & Tina erinnert, das genau wie hier auch alle Merkmale eines Films dieser Art mitbringt und die gleiche kindliche Klientel anspricht.
Dennoch stellt sich dabei kaum die Frage, wieso man dann die gleichen Bausätze nochmal verfilmt: Denn in Hanni und Nanni – Mehr als beste Freunde funktioniert nicht nur die Geschichte, sondern auch das Zusammenspiel des Cast’s und die aus dem Film schließende Moral, welche sich genau an das Zielpublikum richtet und hierbei großartigen Vorbildcharakter liefert.
Die Abenteuer der beiden Mädels sind dabei nicht nur zielführend, sondern sorgen zudem für einen abwechslungsreichen Plot und gut durchdachte Unterhaltung. Hierbei sind eben klar aufgezeigte Parallelen zu oben genanntem Beispiel nicht von der Hand zu weisen.
Dennoch funktioniert’s. Die Höhen und Tiefen, der Grad der Veränderung, die klassische Zusammenführung und das ansonsten genretypische Verhalten wird auch von den Kleinsten gut verstanden und von normalen Handlungen im Rahmen der Story gut verpackt ausgeliefert, so dass man sich auch als Erwachsener nicht vor den Kopf gestoßen fühlt, während man einen Film erlebt, der sehr bodenständig und vernünftig wirkt.
Dass dabei natürlich ein großes Maß der üblichen Mädchenträume mit erfüllt wird, ist fast schon obsolet zu erwähnen. Und durch den großartigen Erfolg der Kinderbücher vorbestimmt existiert auch hier ein Publikum, dass diesen Film dankbar annehmen und mit Freuden genießen wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Die Kinderbuchreihe feiert mit dieser Fortsetzung nun bereits seine 4. Verfilmung, in der die Hauptdarsteller erstmals durch jüngere Charaktere ausgetauscht wurden.
Die Story ist solide, spannend, und erreicht die Kids in gewohnt-guter Manier auf ihrem Niveau in den Vorstellungen, die man in solch einem Alter vom Leben hat. Dass dabei eine gute Moral aufgebaut und gezeigt wird, macht diese Geschichte zu einer sehenswerten Idee, die ganz und gar familientauglich über die Leinwand flimmert.

 
Nachspann
sollte man abwarten, hier kommen noch abschließende Szenen.

Wendy – Der Film

Fast jedes Kind hat im Laufe seines Erwachsenwerdens mindestens einen der Klischeewünsche gehabt. Lokführer, Pilot, Prinzessin oder aber Pferde.
Die Ursache solcher Wünsche rührt meist aus diversen Promotions, die aus der Erwachsenenwelt überschwappen und die Kinder manipulativ beeinflussen. Nicht umsonst buhlen so viele Konzerne um die Aufmerksamkeit der Kleinsten. Mit dazu gehört die bekannte Pferdezeitschrift Wendy, die sogar an mir nicht ungesehen vorbeigekommen ist.
Mit Wendy – Der Film projiziert man nun die Kindheitswünsche in einen gut verträglichen Kinofilm und widmet sich ganz im Sinne der Kleinsten dem Thema erneut, nur dass diesmal eben nicht irgendwelche Comics zur Fantasieanregung parat stehen, sondern man die Gestaltung und das Umfeld im Film klar deklariert und daraus einen für Kinder interessanten Plot zimmert, der meine Erwartungen weit übertroffen hat.
Ganz ehrlich? Fast die komplette Erwachsenen-Riege hat mir viel Kraft für die Vorstellung gewünscht und gemeint, dass ich da drin sowieso keinen Spaß haben werde, weil sich das für sie eher nach Qual als Vergnügen anhört – und das muss ich leicht dementieren.
So übel ist das alles nämlich gar nicht und auch die übliche Kinderkrankheiten solcher Filme, wie man sie z.B. in Ostwind 2 hatte, kommen hier nicht wirklich zum Tragen. Man verhält sich sehr normal und spricht auch nicht übermäßig verblödend, sondern konzentriert sich wirklich auf schöne Pferdeaufnahmen, einen interessanten Plot und akzeptable Charaktere, die das Gesamtbild des Films ausschmücken und so zu einem Gesamterlebnis verhelfen, das durchaus positiv ist.
Und Fetischisten von extrem geilen Kamerapositionen haben hier auch das ein oder andere Schmankerl drin.
 

.kinoticket-Empfehlung: Besser als die Erwartungen, die man als Erwachsener an so einen Film stellt.
Geschichte, Darsteller, Kamera und Aufnahmen überzeugen und liefern hier Stoff für einen unterhaltsamen Nachmittag mit den kleinen Geschwistern. Darüber hinaus sollte man aber keine allzu hohen Forderungen stellen, denn der Film möchte nicht auf internationalem Niveau irgendwelche Preise absahnen, sondern verhält sich in meinen Augen hier völlig bodenständig und richtig.

 
Nachspann
Im Nachspann wird man dann wieder an alte Zeiten erinnert, zu schnelles Abwandern sollte man also vermeiden.

Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott (3D)

Es ist für mich immer wieder eine tolle Erfahrung, in einem Kinosaal voller Kinder zu sitzen und die Reaktionen der Kleinen aus erster Hand mitzukriegen. Anhand dessen möchte ich die Fortsetzung von Ritter Rost gerne analysieren.
 
3D
Geschaffen für’s Kino, adaptiert für die Heimkinos und derzeit wohl tatsächlich mehr oder weniger am Untergehen … die Dreidimensionalität.
Ein von mir durchaus geschätztes Feature, wenn es technisch liebevoll umgesetzt und bis in die unwichtigsten Szenen konsequent durchgezogen wird, um dem Zuschauer tatsächlich ein verbessertes Filmerlebnis zu garantieren. Hierfür finde ich dann auch einen Aufpreis gerechtfertigt, da sich in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hat, dass man mit dem Sprung ins 3D tatsächlich ein anderes Feeling hervorrufen kann als in der günstigeren 2D-Variante.
Fakt ist, dass gerade Kinder diese Form der Darbietung immens schätzen und es immer wieder großartiges Erstaunen hervorruft, sobald die 3D-Brille-Aufsetzen-Meldung auf der Leinwand gezeigt wird. Dies war auch bei Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott der Fall, obgleich die beste Szene in 3D hier fast das Studio-Logo war und der Film sich dann mit räumlichen Effekten eher zurückgehalten hat.
Entsprechend verhalten haben die Kleinen auch reagiert.
Richtig finde ich, die Technik fürs Kino beizubehalten und ggfs. auch auszubauen und fürs Heimkino den Tod von 3D zu akzeptieren, nicht allein deswegen, weil die Lichtspielhäuser so wieder an Attraktivität gewinnen und man dann hier exklusiv bekommt, was andere in der Form nicht bieten können.
Dennoch hätte man ruhig mehr auffahren können, zudem alles animiert ist und diese Option die besten Grundvoraussetzungen für 3D liefert.
 
Der Plot
Als Erwachsener wird man es stellenweise schwer haben, mit Begeisterung den Geschehnissen auf der Leinwand entgegenzufiebern, da das Zielpublikum hier nicht nur exzellent bedient wird, sondern auch unter der Pubertätsgrenze lebt. Diejenigen bekommen Unterhaltung, der man folgt, die nicht langweilig wird und bei der alle gespannt auf die Leinwand starren, ohne Unterbrechungen, Gequängel oder anderweitigem Desinteresse.
Die Animationen sind auch liebevoll gestaltet, die Schwenker richtung “Furcht” gestalten sich als harmlos und selektieren sich hiermit aus der Schiene des Düster-Bösen heraus, um tatsächlich ein Filmevent zu liefern, dass das Prädikat “familientauglich” mit Stolz tragen darf.
Jedoch hat man als Erwachsener wohl eher mehr Freude an den leuchtenden Augen der Kinder als dass man selbst derjenige ist, dessen Glück von der Leinwand besprudelt wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man kleine Geschwister sein Eigen nennen und ist auf der Suche nach etwas völlig unverfänglich Schönem, darf man hier getrost und ohne Bedenken reingehen.
Gute Unterhaltung, spannende Story, liebevoll gestaltete “Darsteller” und jede Menge lustiger Klamauk warten hier auf die Jüngsten und liefern ihnen eine völlig bedenkenlos erzählte Geschichte.
Für Erwachsene eher bedingt geeignet, da das Zielpublikum hier konsequent angesprochen und bedient und dabei keine Rücksicht auf den Rest genommen wird.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach der Abblende darf man den Saal bedenkenlos verlassen.

Molly Monster – Der Kinofilm

Eine Vorschau auf das Werk habe ich nie gesehen. Geschweige denn Plakate oder anderweitige Einblicke, die einen auf diesen Film einstimmen sollten. Ganz im Gegenteil: Der tauchte auf einmal im Programm meines Stammkinos auf und diese Tatsache allein reicht ja für mich, um reinzugehen und euch mitzuteilen, was euch dabei erwarten wird.
Hatte ich große Lust, mir einen Film mit diesem Titel anzuschauen, der auch noch irgendwelche gezeichneten Kinderfigürchen auf dem Plakat beinhaltet? Nicht wirklich.
Doch dieser Umstand legte sich nach wenigen Minuten, als mir eines bewusst wurde: Diese Geschichte strotzt nur so vor kindlicher Liebe und einer gütigen Unverdorbenheit, die in Zeiten wie diesen für Menschen wie mich fast ein Quell des Lebens sind, der nicht nur Wärme und Geborgenheit vermittelt, sondern einem auch unverblümt mitteilt, dass man auf dieser Welt nicht alleine ist und es immer noch Orte und Punkte im Leben gibt, wo wirklich alles noch in Ordnung ist.
Molly Monster ist zwar ein Titel, der auf den ersten Blick böse klingt, aber so alles andere als das ist. Und diese gelebte und gezeigte vollkommene Liebe ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern berührt tatsächlich auch Erwachsenenherzen auf eine herrliche Art, die nahezu gottgleich ist.
Und dabei hat man hier nicht die übliche Babysprache aufgelegt oder wieder unerträglich-schrille Babyunterhaltung zum Thema gemacht, sondern bewegt sich auf einer normalen und einfach herzig-lieblichen Welle, die sanft ans Hirn klopft und dabei den Schädel von dem ganzen Mist da draußen frei wäscht.
Würde ich mir diesen Film nochmal anschauen?
Jup. Definitiv. Der hat sogar so gut gefallen, dass ich ernsthafte Überlegungen anstrebe, ihn in meine Sammlung fließen zu lassen – und da kommen wirklich nur die besten der besten rein.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn es womöglich uncool klingen mag und garantiert kein Film ist, der als erste Wahl von Teens und Erwachsenen vorgezogen wird, so macht man dennoch nichts falsch, wenn man sich irgendein Kind als Ausrede schnappt und trotzdem in die Vorstellung wandert.
Die unbeschreibliche Liebe und das erzählerische Wohlwollen, das hier auf den Tisch kommt, ist so dermaßen ergreifend, dass es kaum Worte gibt, um es näher zu beschreiben.
Ich habe die Vorstellung auf keinen Fall bereut und kann jedem empfehlen, sich diesen Film näher zu betrachten.

 
Nachspann
Sitzenbleiben. Der ist voll mit Animationen und berauschenden Bildern.

Elliot, der Drache (3D)

Frage Nr. 1: Schon mal etwas davon gehört?
Frage Nr. 2: Auch vom Trailer derart angefixt gewesen, dass man direkt entschlossen hat, sich etwas anderes anzuschauen, weil die üblichen Klischeekeulen wieder tief durch die Lüfte fliegen und man so gar keine Überraschungen in dem Film vorhält?
Mir zumindest ging es so und nach der ersten Testvorstellung entpuppte sich dieser Film als überraschend positiv. Disney ist bekannt dafür, die Magie in die Welt zu verströmen und versucht dies seit nunmehr schon unzähligen Jahren in immer wiederkehrenden Filmen, die uns erzählen, dass Dinge existieren, die es nicht gibt und man sie sehen kann, wenn man einfach nur daran glaubt.
Zugegeben: Es ist schwer, in der heutigen Zeit mit dem umfassenden Filmwissen noch einen Plot zu kreieren, der tatsächlich Überraschungen parat hält und die Zuschauer wirklich verzaubert, aber diesen Part braucht mittlerweile wohl nicht mehr die Storyline übernehmen, sondern die Magie findet ganz woanders statt.
Und genau das hat mich zutiefst beeindruckt. Man erfindet hier eine Umgebung, lockt aus einer völlig neuen Perspektive eine dermaßen überwältigende kindliche Unschuld heraus, die im Einklang mit sich selbst ist und tiefsten Frieden und Zufriedenheit ausstrahlt. Man lässt sich Zeit und genießt diese unterschwellige Ordnung und gibt dieser völlig surrealen Wirklichkeit Zeit, sich zu entfalten und zu beweisen, dass diese Form von Leben nicht nur möglich, sondern fantastisch ist.
Dieser Film verzichtet dabei auf sämtliche schnulzigen Eigenschaften, die man dem Kinderkino andichten kann und erhebt sich selbst zu völlig neuer Größe. Schon die Introduktion erstrahlt in einer neuen Art des Friedens, die nicht nur vollkommen familiengeeignet ist, sondern auch in epischer Stärke aufspielt, die nichts mehr mit dem unwirklichen Comic-Charakter gemein hat, der in letzter Zeit als Ausweg für die immer mehr explodierenden Superlativen Hollywoods geworden ist. Und genau da – zwischen den Zeilen – erlebt man auch als Erwachsener einen Film, den man sich trotz des schlechten Marketings und uneinladenden Trailers dennoch unbedingt ansehen sollte.
Ob nun das Herz ergriffen, man vielleicht hier und da doch vom Plot erwischt wird, oder man einfach nur die selige Natürlichkeit dieser wahrhaft fantastischen Story in seiner wohlbehüteten Atmosphäre genießen darf – dieser Film ist es wert, ein .kinoticket dafür zu lösen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es war nicht nur ein fulminanter Start in einen Reigen von herrlichen Filmen, sondern auch ein krönender Abschluss mit einer neuen Art Kino, das wieder an einem Punkt angekommen ist, der die Auswüchse und Verirrungen der letzten Jahre hinter sich lässt und erneut etwas Traditionelles liefert: Richtig gutes Kino mit Geschichte, Emotionen und einer ungekannten Stärke, die nichts Böses braucht, um auf der Leinwand zu überleben und in den Herzen der Menschen zu funktionieren.
Traut euch – dieser Film ist es wert.

 
Nachspann
berührt mit seiner anfänglichen Animation im Detail und blendet danach ins übliche ab. Geht also langsam raus.

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