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Romain Gary mag für viele ein völlig neuer Name sein, mit dem man erstmal nichts weiter verbindet. Ich kannte ihn auch nicht … saß aber völlig gebannt im Kino und habe den Film, der das autobiografische Werk seines Lebens nacherzählt, mit Erstaunen und Entsetzen betrachtet! Eric Barbier hat sich der Aufgabe angenommen, sein Meisterwerk zu verfilmen und ihm damit die würdige Ehre zu erweisen, die er durchaus verdient hat!

Frühes Versprechen tischt also französische Eloquenz, Durchsetzungsvermögen, Lebensstärke, Gerissenheit, Witz und Humor, Tragik und viel Erzählkraft auf und versetzt so den Zuschauer mit wahren Tatsachen in Erstaunen. Und die Verfilmung wurde von der Presse vorwiegend positiv aufgenommen und hat auch bei mir seine Spuren hinterlassen.

Selbst, wenn man kein so historischer Mensch ist, einem die Schnörkel an Schlössern egal sind und man dem nostalgischen Touch französischer Romantik nichts abgewinnen möchte: Frühes Versprechen schafft es trotzdem, die Kritiker gefangen zu nehmen und ihnen Kurzweil zu bieten. Dies liegt nicht zuletzt an den Schauspielern, die es auch hier wieder einmal schaffen, in ihren Rollen völlig aufzugehen und glaubhaft dazustellen, was sich damals abgespielt hat. Man zeichnet auch ein sehr authentisches Bild von damals und liefert eine Arbeit ab, die in sich vollkommen stimmig ist und keine nennenswerten Mängel aufweist.

Doch nicht nur die Technik und Kulisse stimmt, sondern die Inhalte reißen so sehr in seinen Bann, dass man den Rest geflissentlich ignorieren könnte, um ein wunderschönes Kinoerlebnis zu genießen … und wenn der dann auch noch stimmt, dann ist der Abend quasi fast schon perfekt.

.kinoticket-Empfehlung: Ansehen, Ansehen, Ansehen!

Eine wunderschön erzählte, mitreißende Geschichte eines Jungen, dessen Leben so bewegt ist, dass nicht nur seine Biografie ein voller Erfolg wurde, sondern die Verfilmung derselben ebenfalls höchste Aufmerksamkeit verdient hat.

Hier ist Bild, Zeitalter, Kulisse, Klamotten und Plot in sich stimmig und vereint zu einem Ensemble, dass Kurzweil garantiert und zumindest auf der Leinwand schonmal für einen gelungenen Abend sorgt.

Daumen hoch!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: La Promesse de l’aube
Length: 131 Min.
Rated: FSK 6