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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Mütter Page 1 of 2

Sweethearts

Sweethearts

© 2019 Warner Bros. Ent.

Karoline Herfurth – manchen bekannt aus Türkisch für Anfänger – den meisten spätestens durch die Fack Ju Göhte-Trilogie, hat nun ihre zweite Regiearbeit angenommen und uns im Rahmen der Ladies Night im CinemaxX München gebeichtet, dass dies gar nicht so einfach war, da sie zeitgleich auch noch die Hauptrolle in ihrem eigenen Film spielte und beide Persönlichkeiten unterschiedlicher nicht sein könnten: Hauptdarstellerin und Regisseurin.

Tatsächlich erwägt der .trailer auch beim Publikum nicht so großes Interesse, sondern sorgte teils sogar für verhaltene Reaktionen, was wohl auch der Grund dafür ist, dass sich die Meute nicht zwingend auf den Film stürzt und die Säle aus allen Nähten platzen lässt. Großer Fehler!

Ihr kennt meine Affinität zu deutscher Kultur, was Filme angeht und wisst, dass ich regelmäßigen Brechreizen erliege, wenn ich die Klientel da drin so “sprechen” höre. Dazu kommt dann noch der “Blödplot” bekannt aus Sat.1 und fertig ist das Fremdschämprodukt… WAS?

NEIN! Herfurth zeigt endlich, wie man es richtig macht und sorgt im Saal für dermaßen Humor, wie ich es in meiner Karriere in deutschen Filmen bislang noch nie erlebt habe! ENDLICH hat’s jemand verstanden und bringt einen Plot, ausgereifte Charaktere und empfehlenswerten Witz auf die Leinwand, bei dem der Spaß im Saal mal sicher ist. Ganz ehrlich? Beste Unterhaltung ist hier garantiert!

Frederic Linkemann (ganz links) und Karoline Herfurth (ganz rechts) in der Ladies Night im CinemaxX München

© Petra Schönberger

Die beschwingte Leichtigkeit, die präsenten Darsteller, der exquisite Humor und ein Drehbuch, das am Ende leicht melancholisch wird und vielleicht etwas an Geschwindigkeit einbüßt, formen hier einen Film, den man sich definitiv mit Freundesschaft und Familie im Kino besehen sollte – denn auch das Publikum tut sein übriges und zählt an dieser Stelle für mich mit zum Film dazu.

Herfurth selbst sorgte nach dem Film zusätzlich mit Frederic Linkemann nochmal für bombastische Stimmung im Kino und stand anschließend Rede und Antwort auf die Fragen zum Film … und bewies einmal mehr, dass ihr schauspielerisches Talent tatsächlich auch außerhalb von Kamera und Set perfekt zur Unterhaltung taugt und sie die “müden Deutschen” trotzdem dazu animieren kann, Spaß zu haben und einen tollen Abend zu erleben.

Vielen Dank an dieser Stelle für die sensationelle Show – und danke, dass es nun endlich wieder eine deutsche Regisseurin gibt, deren Arbeit man anderen empfehlen kann – besucht ihren Film und habt viel Vergnügen!

.kinoticket-Empfehlung: Deutsches Kino mit Lachern und einem vergnüglichen Plot, dass tatsächlich empfehlenswert ist?

Karoline Herfurth hat genau dies geschafft und den Monster-Zweifler überzeugt: Dieser Film taugt bestens für eine absolut lustige, unterhaltsame und erfrischende Show – besser könnte man einen Tag nicht ausklingen lassen.

Also besorgt euch .kinotickets, schnappt ein paar Jungs und Mädels von der Straße dazu und geht gemeinsam in diesem Film – ihr werdet es hinterher nicht bereuen!

Nachspann
❌ muss nicht ausgesessen werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Sweethearts
Length: 107 Min.
Rated: FSK 12

Frühes Versprechen

© 2019 Camino Filmverleih

Romain Gary mag für viele ein völlig neuer Name sein, mit dem man erstmal nichts weiter verbindet. Ich kannte ihn auch nicht … saß aber völlig gebannt im Kino und habe den Film, der das autobiografische Werk seines Lebens nacherzählt, mit Erstaunen und Entsetzen betrachtet! Eric Barbier hat sich der Aufgabe angenommen, sein Meisterwerk zu verfilmen und ihm damit die würdige Ehre zu erweisen, die er durchaus verdient hat!

Frühes Versprechen tischt also französische Eloquenz, Durchsetzungsvermögen, Lebensstärke, Gerissenheit, Witz und Humor, Tragik und viel Erzählkraft auf und versetzt so den Zuschauer mit wahren Tatsachen in Erstaunen. Und die Verfilmung wurde von der Presse vorwiegend positiv aufgenommen und hat auch bei mir seine Spuren hinterlassen.

Selbst, wenn man kein so historischer Mensch ist, einem die Schnörkel an Schlössern egal sind und man dem nostalgischen Touch französischer Romantik nichts abgewinnen möchte: Frühes Versprechen schafft es trotzdem, die Kritiker gefangen zu nehmen und ihnen Kurzweil zu bieten. Dies liegt nicht zuletzt an den Schauspielern, die es auch hier wieder einmal schaffen, in ihren Rollen völlig aufzugehen und glaubhaft dazustellen, was sich damals abgespielt hat. Man zeichnet auch ein sehr authentisches Bild von damals und liefert eine Arbeit ab, die in sich vollkommen stimmig ist und keine nennenswerten Mängel aufweist.

Doch nicht nur die Technik und Kulisse stimmt, sondern die Inhalte reißen so sehr in seinen Bann, dass man den Rest geflissentlich ignorieren könnte, um ein wunderschönes Kinoerlebnis zu genießen … und wenn der dann auch noch stimmt, dann ist der Abend quasi fast schon perfekt.

.kinoticket-Empfehlung: Ansehen, Ansehen, Ansehen!

Eine wunderschön erzählte, mitreißende Geschichte eines Jungen, dessen Leben so bewegt ist, dass nicht nur seine Biografie ein voller Erfolg wurde, sondern die Verfilmung derselben ebenfalls höchste Aufmerksamkeit verdient hat.

Hier ist Bild, Zeitalter, Kulisse, Klamotten und Plot in sich stimmig und vereint zu einem Ensemble, dass Kurzweil garantiert und zumindest auf der Leinwand schonmal für einen gelungenen Abend sorgt.

Daumen hoch!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: La Promesse de l’aube
Length: 131 Min.
Rated: FSK 6

The LEGO® Movie 2

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© 2019 Warner Bros. Ent.

Die Idee ist eigentlich grandios: Im Zuge des Erfolgs von Minecraft und der Pixel-Verblödung im Zeitalter von UHD und Co. einfach beides miteinander zu verbinden und “Pixel-Typen” in UHD auf die Leinwand zu werfen und damit gleichermaßen beide Fraktionen zu befriedigen.

Und was keiner merkt: Das Teil müsste mehr oder weniger als “Dauerwerbesendung” markiert werden und ist somit noch ein geniales Product-Placement, das offensichtlicher nicht sein könnte, aber rein gar keinen Wert darauf legt und sich somit so unterschwellig wie nur irgend möglich verhält… sensationell. Mit Augenmerk auf die hollywoodösen Anspielungen, die mehr nicht mehr sein könnten, zollt man als Unternehmen der Kinogemeinde Respekt und würdigt sie in ihrem eigenen Terrain. Großartig!

Das beweist nicht nur die bislang existente TV-Serie, sondern auch die vergangenen Kinofilme The LEGO® Movie, The LEGO® Batman® Movie sowie The LEGO® Ninjago® Movie. Jetzt führt man das Original eben in die Fortsetzung und ertüchtigt sich dabei an der Hürde des berühmten “zweiten Teils”.

Und ein Kinderfilm ist das schon lange nicht mehr. Ja, die Kids mögen vielleicht da rein rennen und sich ob der Situationskomik unterhalten fühlen, die Anspielungen gehören mittlerweile aber definitiv in die FSK-18-Riege, denn Kinder und Jugendliche können die Film-Sidekicks überhaupt nicht verstehen, sofern man sich im Jugendschutzgesetz-Rahmen bewegt. Das Ding gehört nicht nur in die 14:00 Uhr-Schienen, sondern darf gerne auch in den Nachtvorstellungen laufen, denn zum ersten Mal haben Erwachsene in einem als Kinderfilm vermarktetem Etwas mal wieder immens viel Gaudi!

Apropos “Zweiter Teil-Hürde” => Mit Bravour gemeistert und meiner Meinung nach einer der besten LEGO®-Movies aller Zeiten! Die Gags sind mit den Zuschauern erwachsen geworden, die Story ist nicht mehr dämlich, sondern fast schon tiefgründig, es gibt eine Pointe und man fühlt sich über alle Maßen unterhalten und bespaßt.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass ihr diesem Film den gewünschten Erfolg bringt und den Lieferanten die Besucherzahlen schenkt, die sie sich erhoffen, damit diese genügend Anreize haben, damit weiterzumachen und uns auch in Zukunft mit derlei geilem Entertainment beglücken!

.kinoticket-Empfehlung: Best LEGO® Movie eva!

Mit mehrfach-eindeutigen FSK-18-Anspielungen längst nicht mehr die Kids als Focuspoint, sondern auf ein erwachseneres Publikum ausgerichtet. Man liefert wahnsinnig kurzweilige Unterhaltung, Mörder-Gags und eine Story, die fast schon das Attribut “tiefgründig” verdient.

Mega Leistung, gerne mehr davon. Die Entwicklung ist definitiv die richtige!

Nachspann
✅ Anfangs darf man getrost sitzen bleiben, beim “Roll Over” darf dann raus spaziert werden – das ist ewig lang und hält keine weiteren Szenen mehr parat.

Kinostart: 7. Februar 2019

Original Title: The LEGO® Movie 2: The Second Part
Length: 107 Min.
Rated: FSK (tba)

Underdog

Im Film dauerte es genau 4 Minuten, bis ich das erste Mal Gänsehaut verspürte. Die größte Überraschung des Abends: Der Film wurde im polnischen Original gezeigt mit … englischen Untertiteln! Ein schöneres Geschenk kann man mir eigentlich gar nicht machen.

Da ich für polnisch normalerweise nicht so viel übrig habe (liegt vermutlich an den nicht vorhandenen Sprachkenntnissen und damit der absoluten Unverständlichkeit) und somit auch dem „polnischen Charme“ wenig abgewinnen kann, ist es mehr oder weniger ein Wunder, dass mir dieser Film echt gut gefallen hat: Man spürt nämlich die zumindest hierzulande bekannten Klischees aus jeder Pore tropfen, was in mir manchmal die Frage auslöste, ob da nun wirklich etwas dran ist oder nicht.

Erschwerend dazu kommt noch eine Form des Sports, bei der ich ebenso liebend gern wegschalte … die Chancen, mich hier zu begeistern, liegen also tendenziell bei … wie gesagt: 4 Minuten und die Gänsehaut war da!

Dank des polnischen Publikums im Saal habe ich erlebt, dass der Film auch einige „Insider-Gags“ gebracht hat, die übersetzt wohl nicht soooo lustig (oder klassisch: verloren gegangen) sind, allerdings saalweit für Lachen gesorgt und somit im Original durchaus spaßiges Ambiente hervorgerufen haben.

Was mir unglaublich gut gefallen hat: Die gemütliche Lebensweise der beiden Hauptdarsteller und das eine einzige Wort, für das ich sterben würde: Ehre!

Ja, die Botschaft des Films ist zum Knutschen und ich mochte das Ende so dermaßen, dass ich lächelnd den Saal verlassen habe (als letzter, klaro!) und Underdog damit den besten Schlussstrich unter ein tolles Wochenende von mir gezogen hat und mir den Sonntagabend versüßte.

Durch die polnischen Eigenheiten ist dieses Werk auch nicht mit anderen Filmen dieses Genres vergleichbar, sondern schafft für sich ein eigenes Umfeld und lebt sich darin bestens aus: Als Event-Sondervorstellung im Kino durchaus zu gebrauchen und laut Aussagen der Kinobetreiber auch prächtig bis ausgebucht besucht.

.kinoticket-Empfehlung: Eine tolle Botschaft in einem Filmuniversum, dass dir ein ganzes Land vorstellt und dabei den Geist des Sports beflügelt: Selten wurde so eloquent an ein Mysterium herangeführt, wie hier.

Durch seine landestypischer Eigenheiten nicht zwingend vergleichbar mit anderen Filmen dieses Genres und darum als „Kinoevent“ sehr gut zu gebrauchen: Nutzt die Möglichkeiten, die sich euch noch bieten, gerne aus: Auch Polen kann Kino!

Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 11. Januar 2019

Original Title: Underdog
Length: 116 Min.
Rated: FSK 16

Ben is Back

Ben is Back

© 2019 TOBIS Film GmbH

Dass ich erstmal mit dem Namen sympathisiere … logo.

Lucas Hedges – ein Gott von einem Darsteller, der mich bis jetzt kein einziges Mal auch nur ansatzweise enttäuscht hätte – im Gegenteil: Ich liege ihm zu Füßen! Und sein Dad führt Regie und bietet seinem Sohn einmal mehr eine Bühne in Hollywood, die er mit seinem Charme füllen und den Kinozuschauer begeistern kann.

Und glaubt mir: Es geht vielleicht um völlig andere Themen, aber eines hat sich dieser Film in blutroten Buchstaben auf alle Fahnen geschrieben: Megakrasse Spannung! Im Ernst: Du fieberst sowas von mit und spürst allgegenwärtig eine Anspannung, die Gänsehaut, Grusel, Erwartung und Adrenalin gleichzeitig hervorruft und auch von einem alten Kinohasen wie mir noch nicht so gesehen wurde.

Julia Roberts verbinde ich zumindest immer noch mit Pretty Woman, das war ihre Traumrolle, mit der sie sich in unser aller Herz gespielt hat und die sie auch nicht so leicht wieder los wird. Was diese Frau jedoch in Ben is Back leistet, drückt dermaßen auf die Tränenkanäle, dass Taschentücher gemeinsam zum .kinoticket gereicht werden sollten.

Überhaupt: Wie kriegt man ein derart krasses Skript hin, bei dem eigentlich gar nicht viel passiert, was den Zuschauer so bannt, dass der sich kaum bewegen kann? Schon lange habe ich die Wartezeit zwischen Pressevorführung und Kinostart nicht mehr so unerträglich lang empfunden wie hier. Und ich werde ihn mir definitiv noch so oft wie irgend möglich reinziehen, denn dieser Film löst unglaubliches in einem aus!

Tut euch selbst den Gefallen und flieht förmlich vor .trailern und allem, was euch irgendwie den Lauf der Geschichte spoilern könnte … vertraut mir und geht einfach da rein. Wirklich: Hier kommt niemand enttäuscht wieder raus! Promise.

.kinoticket-Empfehlung: Einfach nur krass … hier tobt es an Spannung und gebannter Fesselung, dass einem Hören und Sehen vergeht!

Selten hab ich einen Film so mitreißen sehen, wie es Ben is Back tut – und das bei einem so vergleichsweise lahmen Titel! Lasst euch das nicht entgehen und schaut oder lest vorher NICHTS darüber, sondern geht einfach rein! Vertraut mir!

Nachspann
❌ bringt keine weiteren Szenen oder Bilder, rausgehen erlaubt!

Kinostart: 10. Januar 2019

Original Title: Ben is Back
Length: 103 Min.
Rated: FSK 12

Der Vorname

Der Vorname
© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

 

Theateradaption von Regiemeister Sönke Wortmann neu für die Leinwand erfunden, um das Kinopublikum mit anspruchsvollen Inhalten zu begeistern: Ich liebe es, dass dieser Schachzug nun mehr und mehr ausgeführt wird und man sich auch ohne Abendgarderobe an diesem niveauvollen Anspruch erfreuen kann.

Dabei trifft man inhaltlich nicht mal wieder nur absolut den Kern, sondern bewegt sich in süffisant-humorvollen Gefilden, die Spaß, Ehrgeiz, Diskussionsfreudigkeit und tief empfundene Freundschaft zelebrieren.

Es ist herrlich, den schrägen Ausführungen der Protagonisten zuzuhören, die sich zum gemeinsamen Mahl verabredet haben und dabei allerlei verbalen Schabernack treiben. Dass dabei jeder seine Rolle gefunden hat und darin hervorragend aufgeht, versteht sich von selbst. Für eine deutsche Produktion unverhältnismäßig gut umgesetzt und in höchstem Maße unterhaltsam, so wie man sich eben perfektes Kino wünscht: Viel gute Laune, supertolle Bilder, hervorragende Twists und jede Menge Bauchschmerzen vom Lachen.

Und all das, ohne unter die Gürtellinie abrutschen zu müssen, um irgendwelche Zuschauer zu ködern oder sonstige billige Tricks anzuwenden, sondern konsequent auf einem Niveau, dass ich persönlich zutiefst erbaulich finde. Und dass das Münchner Premierenpublikum sogar während der Vorstellung Applaus spendete, zeugt ebenso von einem gelungenen Auftritt, den es so selten gibt.

Großartig – weiter so!

 

.kinoticket-Empfehlung: Verbale Gaudi auf höchstem Niveau: Man diskutiert hier in wundervollem Ambiente über Themen, die die Welt bewegen und erschafft dabei eine humorgeladene Atmosphäre, in der sich jeder Zuschauer einfach wohlfühlen muss!

Der Film überrascht mit großartigem Humor und einer Peinlichkeitsfreiheit und gleichzeitig mit tollen Twists. Gelungener könnte ein Kinoabend nicht werden als mit diesem Titel! Unbedingt reingehen!

 

Nachspann
❌ kümmert sich dann endlich auch um den Nachnamen, bereitet ansonsten aber keine Überraschungen, rausgehen ist also erlaubt.

Kinostart: 18. Oktober 2018

Original Title: Der Vorname
Length: 91 Min.
Rate: FSK 6

 

Und zum Schluss gibt’s noch ein paar exklusive Einblicke vom Red Carpet im mathäser Filmpalast in München, wo am 9. Oktober 2018 ein Special Screening des Films stattfand, für das natürlich der komplette Cast mit Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Tom Spiess geladen war, das auch viele Prominente besuchten.

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Sky-Moderator und Synchronsprecher Sebastian Höffner

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Schauspielerin Veronica Ferres und Constantin Film Verleih Marketing & Filmpresse-Geschäftsführer Torsten Koch

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Tänzerin, Choreographin, Fotomodel & Schauspielerin Tiger Kirchharz

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Das Schauspielerensemble Christoph Maria Herbst, Iris Berben, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Florian David Fitz

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… gemeinsam mit Regisseur Sönke Wortmann

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Schauspieler Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz

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Schauspieler Justus von Dohnányi und Schauspielerin Iris Berben

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Florian David Fitz und Schauspielerin Janina Uhse

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Buchautorin Rita Falk

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Im Saal beim Special Screening von Der Vorname im mathäser Filmpalast in München am 9. Oktober 2018

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Alles ist gut

Kennt ihr das, wenn jemand bockwütend im Zimmer steht, schnaubt und ächzt und ihr fragt: “Is was?” und diese Person euch antwortet: “Nö, alles gut.”?
Wenn offensichtlich ist, dass was ist, und man geradewegs ins Gesicht gelogen kriegt, obwohl man einfach die Wahrheit sagen könnte und somit die Probleme aus der Welt schaffen?
Und man dann dasteht und einen unbändigen Hass oder Gleichgültigkeit auf diese Person kriegt, weil sie die Dinge nur unnötig verkompliziert und ins Lächerliche zieht, statt aktiv an dem Problem zu arbeiten und es mit einem Fingerwisch ins Nirvana zu katapultieren?
Genau diesen Hass löst Alles ist gut als Film in mir (und einigen anderen ebenso) aus. Die Idee ist simpel: Ein Team junger Filmschaffender sitzt in einem Raum und fragt sich: Worüber können wir denn mal drehen?
Die Medien brüllen laut aus allen Poren: #metoo, #metoo, #metoo und die Filmschaffenden jubilieren und eröffnen das Feuer auf die moderne, männerhassende Welt, in der Individuen männlichen Geschlechts als Dreck und Abschaum beschimpft werden, einfach nur weil sie männlichen Geschlechts sind.
An dieser Stelle sollte ich wahrscheinlich schon mal vorsorglich zynisch applaudieren und der modernen Frauenbewegung meine herzlichen Glückwünsche aussprechen, ihr habt es tatsächlich geschafft, diese Welt wahnsinnig zu verbessern und zu wesentlich mehr Frieden und Miteinander beigetragen! Großartiges Kino!
Fakt ist nämlich: Dieser Film in seinem Fail-Whale-Verhalten projiziert genau die Probleme, die die moderne Gesellschaft mit Emanzipation, Frauenrechtsbewegungen, #metoo und anderem (mittlerweile) Quatsch hat: Angeblich wurde ja bereits alles vor der großen #metoo-Erleuchtung geschrieben und gedreht. Trotzdem versagt der Film in meinen Augen auf allen nur erdenklichen Ebenen.
Man castet eine junge Frau, die dominant, aufrecht, selbstsicher und charakterstark ist, packt sie in eine klassisch-klischeetriefende Opferrolle hinein und lässt sie jeglichen Seelendummfug anstellen, der einem nur aus den Fingern gesogen werden kann. Ihre Darstellung ist sowas von unlogisch, überzogen, dämlich und unglaubwürdig, dass es einem eigenständig sämtliche Fußnägel auszieht und Fingerkuppen von selbst brechen lässt. Facepalmen ist angesagt – und zwar fast schon sekündlich!
So viel abartige Dummheit, über die man sich wenige Sekunden später dann männeranklagend beschwert, habe ich selten auf einem Haufen gesehen. Ihr werden hunderte, tausende, ja millionenfach immer wieder Angebote vor die Füße geschmissen, um andere Ausgänge dieser Story zu produzieren und sie weigert sich vehement dagegen, ihre offensichtliche Charakterstärke dafür einzusetzen, tatsächlich einfach diese starke Frau zu sein, statt rumzuheulen und zu meinen “Nö, alles gut” und dann medienlastig als ein schwer gebeuteltes Opfertier zur Schlachtbank geführt zu werden und zu “offenbaren”, wie böse die bösen bösen Männer doch alle sind.
Hau ihm halt eine rein? Tritt ihn? Wehr dich? Geh nicht wieder zu ihm zurück? Schmeiß ihn aus deiner Wohnung? Lad ihn gar nicht erst zu dir ein? Geh in die obere Etage, in der du mit der Kamera kürzlich erst durchspaziert bist und lass ihn nicht die Treppe rauf? Hau ihm ins Gesicht? Tritt ihm in den Bauch? Geh selbst auf die Straße und damit aus der Situation raus? Lass es gar nicht erst zu, dass was passiert? Renn weg und stell nicht teilnahmslos irgendwelche dummen Fragen? Nimm das Angebot an, das dir unzählige andere hinterher anbieten und erzähl einfach, was los war und mach daraus eine Sache von Wahrheit und kein Schweigen und hinterher, wenn alles viel zu spät ist, rumheulen und auf völlig blödsinnige Weise nach “Gerechtigkeit” zu schreien, die völlig unangebracht, unrechtens und illegal ist?
Du bist sowas von blöd und dämlich und das hat auch überhaupt nichts mit Hilflosigkeit oder falschem Verständnis in der Gesellschaft zu tun, sondern ist schlichtweg einfach nur dumm und dumm und dumm!
Und sowas regt mich maßlos auf! Und dass dann irgendwelche Heinis noch daherkommen und erzählen, dass dieser Film die #metoo-Debatte auf den Punkt bringt, zeigt eigentlich nur, dass keiner dieser modernen Bioanbeter verstanden hat, worum es eigentlich gehen sollte. Sorry, sowas gehört fast schon verboten!
Dieser Film bringt überhaupt nichts auf den Punkt, sondern zeigt offen und für jeden erkennbar, welches Problem diese ganze Frauenrechtsdebatte hat: Sie führt sich selbst ad absurdum, indem eben nicht echte Vergewaltigungsszenen beleuchtet oder tatsächliche Opfer zu Wort gebeten werden, sondern irgendwelche Möchtegerne eine Plattform bekommen, auf der sie ungestraft über alles und jeden herziehen können, der ihnen gerade nicht in den Kram passt und das dann unter dem Deckmantel des #metoos verstecken und Menschen für Dinge büßen lassen, die an sich überhaupt keine Straftat sind.
Dass dabei den echten Opfern die Brisanz und grandiosen Möglichkeiten zur Findung wahrer Gerechtigkeit ganz nebenbei mit entzogen werden und diese nach Gerechtigkeit schreienden Monster dafür verantwortlich sind, dass wahre Opfer im tosenden Sturm der Entrüstung sang- und klanglos untergehen, dafür wird a) niemand zur Rechenschaft gezogen und b) interessiert’s auch keinen weiter, hauptsache, man dreht den Spieß jetzt einfach um und wehrt sich mit Unterdrückung und wüster Beschimpfung und Hasstiraden und Beil und brennender Fackel gegen das männliche Geschlecht um am Ende die selben Probleme wieder zu haben: nur umgekehrt.
Rache. Blutrünstige Rache war schon immer DAS Mittel der Wahl, um hier auf Erden das Himmelreich entstehen zu lassen. Man nehme: Gleichgültigkeit, forciertes Fehlverhalten und lehne jede Möglichkeit zur vernunftbasierten Klärung offensichtlicher Tatbestände vehement ab. Dann hat man wenigstens einen selbst herbeigezauberten Grund, sich zu beschweren.
Und weil grad alle so wahnsinnig toll mitwolfheulen, passt’s doch wunderbar in diese Zeit mit rein und mit dem Thema hat man sogleich einen “Nerv der Zeit getroffen”, der nur mit Filmförderung und Subvention unterstützt werden kann – immerhin geht’s um Frauenrechte!!!
Wer Zynismus in meinen Worten findet, darf ihn behalten oder auf Internetplattformen versteigern. Sorry – bei aller Liebe, aber so nicht!
Wenn man schon in so eine Schiene möchte, dann bitte auf glaubwürdige Art und Weise und nicht mit einer Darstellerin, die genau das Gegenteil von dem verkörpert, was sie in ihrer Rolle eigentlich aussagen möchte und ohne die dämlichen forcierten Anti-Möglichkeiten, die sie mit Leichtigkeit hätte ergreifen können, um aus der Situation eine gänzlich andere zu machen: Das ist nichts weiter als pure Verarsche, die im Wahnsinn des Gerechtigkeitsaufschreis einfach nicht zur Kenntnis genommen wird, aber alle verarscht ihr damit eben nicht automatisch.
Und die Gesellschaft täte gut daran, eben dies auch zu erkennen. Das heißt nicht, dass ich hier eine Lanze für Männer breche, das heißt nur, dass in diesem Film das dümmste anzunehmende Beispiel gewählt und ausgebrütet wurde, dass man auf diesem Planeten finden konnte und dass mich dieser Schwachsinn so überhaupt nicht überzeugt hat.
Und wie schon erwähnt: Ich steh damit nicht alleine da. Dieser Film hat unbändige Diskussionen ausgelöst und noch ein paar Pressevorführungen weiter wurde immer noch hitzig darüber diskutiert – wenn das das Ziel war: Erreicht. Etwas für die Frauen zu unternehmen: Kläglich versagt!
Also Finger weg von diesem Mist und lieber selber vorher das Hirn einschalten, dann wird’s auch was mit der besseren Welt, von der alle träumen.
 

.kinoticket-Empfehlung: So einen unfassbaren Schwachsinn hab ich selten erlebt: Man forciert genau wie in der Gesellschaft auf stupide Weise eine charakterstarke Lady in eine herbeigezauberte Situationen, aus der sie sich angeblich nicht selbst befreien kann und am Ende leider leider das großartige Opfertierchen wird, vor dem sich alle Welt verneigen sollte.
Wenn das der Versuch für mehr Gleichberechtigung und härtere Bestrafung für männlichen Trash sein soll, dann ist’s leider tierisch in die Hose gegangen. Und diese Windel wird euch niemand freiwillig wechseln, aus der Scheiße müsst ihr euch schon selbst wieder rauskämpfen.
Also lasst die Finger davon, überlegt selbst und stellt fest: Alles, was im Film passiert, hätte einfach nicht sein müssen, wenn an winzigen Stellschrauben gedreht worden wäre, was keinerlei Anstrengung und Aufwand bedeutet hätte, sondern einfach nur eines gewesen wäre: Vernünftig. Und nein, sie hätte dafür auch nicht ihren Charakter eingebüßt, sondern alles wäre am Ende tatsächlich einfach “gut” gewesen.
Aber mit Debatten lebt sich’s ja einfacher, gell?

 
Nachspann
❌ braucht man nicht aussitzen, der macht’s auch nicht besser.
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Alles ist gut
Length: 93 Min.
Rate: FSK 12

Tully

Über Tully gibt es nicht sonderlich viel zu verraten, wenn ich meiner “Absolut keine Spoiler”-Regel treu bleiben will, denn: Jeder gesagte Satz ist im Prinzip ein Satz zu viel. Menschen, die den Twist bereits im Voraus kennen, dürften beim Anschauen dann wesentlich gelangweilter und unfreudiger sein, was sich teilweise bei den Previews geäußert hat: Fast alle, die den .trailer bereits kannten, fanden den Film schlechter als die, die völlig unvoreingenommen reingegangen sind.
Das Thema empfand ich allerdings sehr anschaulich präsentiert und gerade als Nicht-Betroffener außerordentlich einprägsam und plastisch dargestellt. Auch Charlize Theron zeigt einmal mehr, was für schauspielerische Fähigkeiten in ihr stecken. Bei einem so heiklen Thema, zu dem schon oft wütende Diskussionen entbrannt sind, einmal so ehrlich und aufgeschlossen auf der Leinwand zu sein und damit einige Tabus zu brechen und für diese Menschen zu sprechen, ist in meinen Augen das, was Tully am besten gelungen ist. Von dieser einfühlsamen, hingebungsvollen und absolut nachvollziehbaren Annäherung an diesen Konflikt war ich sehr angetan.
Am Ende ist man zwar vom Twist überrascht, jedoch nicht sonderlich begeistert, weil mir dafür einfach die Pointenschwere fehlt, wenn man so möchte. Der Knall kommt zwar, schlägt aber nicht wie gewünscht ein, sondern hinterlässt eher Fragezeichen auf den Augen und hat damit in meinen … Augen … das Ziel verfehlt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Charlize Theron spielt großartig und mimt einmal mehr den Fürsprecher einer ganzen Nation zu einem diskussionsfreudigen Thema.
Umsetzung, Darstellung und Verträglichkeit sind garantiert und funktionieren auch, das gewisse Etwas, dass diesen Ballon dann auch wirksam platzen lässt, bleibt aber – trotz hervorragendem Twist – irgendwie aus. Für einen gemütlichen Abend mit den Freunden und Freundinnen aber nicht die schlechteste Wahl.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, es folgen keine weiteren Szenen.
Kinostart: 31. Mai 2018

Dieses bescheuerte Herz

Fack Ju Göhte 3 verschwindet langsam aus den größeren Sälen und einigen Kinos und beendet damit einen deutschen Kinoerfolg, der manche stark geprägt hat. Gerade Elyas M’Barek hat damit zu kämpfen, sich nach diesem einschlagenden Erfolg von den Vorurteilen seiner Rolle zu befreien um den Schöpfern neuer Kinofilme zu zeigen, dass er nicht nur der obercoole Lehrer ist.
Deshalb war Dieses bescheuerte Herz für mich auch so ein klein bisschen die Feuerprobe M’Bareks, weil das quasi der erste Film nach seiner Karriere als Kinolehrer ist, in dem er beweist, wohin es in Zukunft mit ihm gehen wird.
Und liest man sich den Plot des neuen Films ein bisschen durch, quellen Zweifel und Ängste, da dieses Bild so absolut gar nicht zu dem passt, wofür man Elyas inzwischen kennt. Logisch teasert man im .trailer dann auch möglichst nahe an seiner Coolness-Rolle, um die Fack Ju-Gemeinde abzuholen und auch im nächsten Film gute Quoten einzuheimsen.
Dieser Schachzug ist meines Erachtens gelungen, denn Dieses bescheuerte Herz ist ernst, ergreifend, absolut gefühlvoll und emotional. Es reißt einen in die Tiefe seelischer Agonie und erzählt eine unfassbare, wahre Geschichte, die meiner Meinung nach voll reinknallt!
Man sitzt gebannt im Kino, beobachtet das Geschehen, fiebert mit, hat extrem starke Empfindungen und ist äußerst angetan – obgleich dies eine deutsche Produktion ist, von der man gerne glauben möchte, dass sie wieder in die typischen Fremdschämfallen abdriftet, die man aus TV-Produktionen nur allzugut kennt. Hier haben die Macher so ein unglaublich fähiges Händchen bewiesen, um diese Gefälle zwar aufkommen zu lassen, aber niemals den Abgrund hinabzustürzen, sondern in einer ehrenhaften, ruhigen und ergreifenden Variante die Würde aller bestehen zu lassen: Also quasi das völlige Gegenteil von Fack Ju.
 

.kinoticket-Empfehlung: Womit wieder einmal bewiesen wäre: Drama können die Deutschen! Gebt uns einfach mehr davon – und bevölkert erstmal die Säle, wenn Dieses bescheuerte Herz demnächst anläuft. Endlich wieder mal ein Film, der sich zu schauen lohnt!

 
Nachspann
offenbart die echten Protagonisten – man sollte also nicht gleich rausrennen.
Kinostart: 21. Dezember 2017

Bad Moms 2

Wer an Bad Moms denkt, dem tanzen doch sofort Bilder der neuartigen Möchtegern-Power-Party-People im Kopf rum, also die Sorte Film, die brutal hart auf feier-jugendlich macht, obwohl der Hauptanteil der Darsteller-Charaktere längst den Zenit von “Party” überschritten hat.
Solcher Art “Gute Laune-Unterhaltung” ist bei mir in der Vergangenheit immer unten durch gewesen und ein zweiter Teil macht sowas nicht sonderlich besser.
Dazu kommt das unübersehbare Thema Weihnachten, das schon in Office Christmas Party einen mega schlechten Eindruck hinterlassen hat und schon ist die Kinolaune tiefer als der Keller.
Und weil’s alles Frauen sind noch ein bisschen Gender-Wahnsinn dazu und fertig ist die schlechteste Komödie des Jahres.
Soweit mal zu meiner Vorstimmung. Erwartungen also unter aller Sau und der Kinosaal gespickt mit Kindern jenseits der 14 – abwärts.
Und dafür muss ich sagen, war der Film verdammt gut. Die Grundbotschaft aller dieses Jahr erschienenen Christmas-Filme war ja irgendwie immer, dass man genug von der Scheiße hat, die jedes Jahr zu dieser Feierzeit veranstaltet wird – und bereits der .trailer ließ ja anmerken, dass man auch hier keine Ausnahme von dieser Message machen würde.
Was aber vorher nicht so offensichtlich mitgeteilt wurde: Teil zwei basiert nur auf den Charakteren aus dem ersten Film und stellt somit keine wirkliche Fortsetzung dar, sondern ist viel viel besser als erwartet. Dieser Zinnober mit “Wir müssen jetzt zwingend witzig sein und cool noch oben drauf” findet überhaupt nicht statt, sondern die Damen waren erfrischend sympathisch und viel freier von solchen Allüren als vorerst angenommen.
Klar braucht man an dieser Stelle nun auch kein übermäßig anspruchsvolles Stück erwarten, dass in jederlei Hinsicht punktet und der Renner des Jahres wird, aber für die Erwartungen und Vorraussetzungen, unter denen man Bad Moms 2 bekannt gemacht hat, war die Show überraschend angenehm.
 

.kinoticket-Empfehlung: Für Erwachsene wohl eher zu anspruchslose Kost, auch wenn der Film insgesamt wesentlich sympathischer und angenehmer rüberkommt, als man vorerst glauben mag.
Die grundsätzliche Moral ist wohl vertretbar, dafür hinkt Bad Moms 2 aber noch zu sehr an seinen Klischees und bietet zu wenig Überraschendes oder Neues. Halt einfach “just another christmas movie”.

 
Nachspann
kommt keiner, man darf den Saal also mit der Schwarzblende verlassen.
Kinostart: 9. November 2017

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