.kinoticket-blog.de

wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Nachbarschaft

Under the Tree

Under the Tree

© 2019 farbfilm verleih GmbH

Hafsteinn Gunnar Sigurðsson – muss ich mehr sagen? Lasst euch einfach drauf ein: Under the Tree ist ein oberkrankes, krasses, grandioses Kinostück sarkastischen Ausmaßes, das ich absolut feiere!

Hier ist Lachen angesagt! Mit so bitterbösem Zynismus nimmt man die Vorstadtidylle auseinander und sorgt mit warmherzigem, tiefschwarzem Humor dafür, dass dem Kinozuschauer zu keiner einzigen Sekunde langweilig wird.

Das nicht-amerikanische Non-Mainstream-Kino lässt eine Perle der Filmkultur ganz neu erblühen: Eine Ballade schwarzen Humors, das großartig besetzt und großartig gespielt ist sowie mit herrlichen Pointen punktet.

Genug der Worte: .kinoticket lösen und endlich wieder erfrischend anderes Kino genießen!

.kinoticket-Empfehlung: Black Humor at its best!

Nordisches Kino, Arthouse-Vorzeigestück mit herrlich-düstrem Humor, der seine Pointen exakt austariert hat und dem Kinozuschauer erfrischend anderen Leinwand-Teint liefert.

Spitzenklasse!

Nachspann
❌ birgt keine weiteren Enthüllungen: Dieses Ende ist sowieso schon grandios genug!

Kinostart: 16. Mai 2019

Original Title: Undir Trénu
Length: 89 Min.
Rated: FSK 12

The Hate U Give (inkl. Gewinnspiel)

The Hate U Give

© 2019 Twentieth Century Fox

Unter dem Beitrag gibts wieder ein fettes Gewinnspiel – diesmal bereitgestellt von Twentieth Century Fox (Freikarten und Plakate) sowie dem cbj-Verlag aus der Verlagsgruppe Random House GmbH | Bertelsmann (Angie Thomas‘ Bestseller The Hate U Give als Buch).

Und bevor ihr‘s meint: Nein, das beeinflusst nicht meine Meinung zum Film, denn der war schlichtweg einfach Bombe! Zum ersten Mal saß ich im Kino und dachte mir: Jaaaaa, JAAAAAAA, JAAAAAAAAAAAAA – Schrei es heraus und mach noch lauter!!!! Brüll damit Tausenden und Abertausenden aus der Seele und zeig endlich, was in so vielen Herzen verborgen ist!

What?

Genau! The Hate U Give zählt zu den ersten Medien, die ich mir in beiden Kostversionen zu Gemüte geführt habe – Film und Buch – und beides hat mich gleichermaßen begeistert. Der Titel verrät auf dem Plakat bereits schon subtil, was dahinter verborgen zu sein scheint und auch, wenn man dafür in gewissen Kreisen firm sein muss oder zumindest schon mal etwas davon gehört haben sollte, um es zu erkennen, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr darüber verraten: Geht einfach rein und genießt die „Show“.

Denn der Film schafft es, eine unglaubliche Story zu erzählen, die symbolisch für so viele Menschen Alltag und Wahrheit bedeutet, die sich nun zum ersten Mal auf der Leinwand (und eben im Buch) repräsentiert sehen und eine Form von Diskussion angeregt haben, die das Werk über Nacht bereits in die Toplisten schießen ließ und weltweit für Furore sorgte.

Dieses Problem beobachtet man auch hier (ich persönlich fast jeden Tag) immer wieder, weshalb der Film auch für mich persönlich eine nicht geringe Relevanz hat und umso wichtiger erscheint: Man sollte sich wirklich damit auseinandersetzen und die Thematik kennen, denn niemand hat es bisher geschafft, die Dinge so verständlich und nachvollziehbar beim Namen zu nennen und damit einer großen Leser- und hoffentlich auch Zuschauergefolgschaft näher zu bringen, wie Angie Thomas in ihrem Buch respektive George Tillman Jr. in der Verfilmung desselben.

In diesem Fall hat man vieles absolut richtig gemacht. Die Art der Einführung, Erzählweise, der Cast, allen voran Amandla Stenberg, die Form der „Beschuldigung“ und die Auflösung mit dem Schrei einer ganzen Generation nach Gerechtigkeit und Recht, der bis heute immer noch in vielen Teilen der Welt ungehört ist und eine der Gründe und Ursachen für Hass & Gewalt darstellt, die in meinen Augen vermieden werden könnte.

Diese Spitzendarbietungen sollte man sich auf keinen Fall im Kino entgehen lassen und es ist egal, welche Beschaffenheit die Säle aufweisen: Hier zählt einzig der Inhalt – und der greift auf jeder Leinwand!

Also tut euch selbst den Gefallen und besorgt euch .kinotickets – zum Beispiel in unserem…

G E W I N N S P I E L

Ja, es ist wieder soweit und wir schließen den Kreis der Dreifaltigkeit und gehen mit dem nächsten Gewinnspiel an den Start: Diesmal hat Twentieth Century Fox für euch coole Plakate und jede Menge Freikarten locker gemacht und außerdem wurde vom cbj-Verlag mehrfach das Buch zum Film zur Verfügung gestellt.

Um euch für diese Gewinne zu qualifizieren, beantwortet einfach die folgende Frage bis einschließlich Dienstag, 5. März 2019 in den Kommentaren:

Was wäre eurer Meinung nach notwendig, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Unter allen eingegangenen Kommentaren werden die Gewinne verlost und die Gewinner/innen per E-Mail benachrichtigt. Gebt also bitte beim Kommentieren eine gültige E-Mail an, unter der ihr erreichbar seid und schaut auch ein wenig in den Spam-Ordner, falls die Benachrichtigungen versehentlich dort landen sollten.

Nun wünsche ich euch aber viel Spaß im Kino und lasst mich wissen, wie ihr den Film fandet!

.kinoticket-Empfehlung: Wahnsinn, mit welcher Intensität man hier den Schrei nach Gerechtigkeit auf die Leinwand bringt und eine ungehörte Generation endlich anhört: Die immer noch gültige Botschaft des Films zeichnet deutlich ab, dass vieles aus der Vergangenheit auch heute noch lange nicht ad Acta gelegt werden darf, sondern dringlichst behandelt werden sollte.

Der Film beeindruckt auf vielfältige Weise, benötigt dazu aber keine Technik, sondern verblüfft rein mit Inhalten und deren Darstellung. Die Wahl des Kinos ist egal, wichtig ist nur, dass ihr den Film definitiv gesehen habt – und evtl. sogar danach ein wenig drüber plaudert.

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 28. Februar 2018

Original Title: The Hate U Give
Length: 133 Min.
Rate: FSK 12

(Trailer) The Book of Henry

Wollen wir diesmal einfach nicht so viele Worte verlieren, sondern uns gleich der Essenz zuwenden:
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=qJ0fFQgFlnY?rel=0&w=560&h=315]
eindrucksvolle Geschichte präsentiert von © Universal Pictures Germany
 
Warum man diesen Film gesehen haben sollte
Er wirkt auf den ersten Moment einfach intelligent und wartet dazu mit Kinderdarstellern auf, die mal nicht dem Nerv-Aroma anheim fallen, sondern hier tatsächlich charakterliche Vorbildfunktion für diese Generation an Schauspielern darstellen.
Dazu der Plot, der zwar hier und da ein paar stilistische Schwächen durchblicken lässt, im Gesamtbild dann aber dennoch in vollem Umfang überzeugen könnte und das durchaus ethisch-wertvolle Moral-Ende, dass man dieser Form von Unterhaltung zumuten darf, machen zumindest mir extrem Lust auf mehr.
Und das beste kommt zum Schluss: Ihr müsst darauf gar nicht so lange warten.
 
Kinostart: 21. September 2017

Begabt – Die Gleichung eines Lebens

“Hast du einen Stoff, der wirklich groß und ungewöhnlich ist? Was begeistert dich am meisten?”
(Karen Lunder im Gespräch mit Produzent Andy Cohen)
© Presseheft by Twentieth Century Fox

Daraufhin schickte dieser ihr das Skript und der Anfang für den Film war gemacht. Der Rest ist – wie man so schön sagt – Geschichte. Die passieren wird. Denn am 29. Juni diesen Jahres kommt das Endresultat der Bemühungen des gesamten Teams auf die Leinwand und begeistert euch hoffentlich genauso wie mich.
Mögen viele bei dem Namen Chris Evans automatisch sofort ihren Superhelden aus der Avengers-Reihe Captain America im Sinn haben, beweist dieser Junge, dass er zu so viel mehr fähig ist. Gemeinsam mit McKenna Grace widmet er sich hier einem Problem, dem sich wohl viele Lehranstalten dieses Landes ausgesetzt sehen und erzählt in typischer Arthouse-Kino-Manier über das Leben eines ganz besonderen Menschen.
Dabei war man sich nicht zu schade, die allbekannten Regeln moderner Kinogeschichte über Bord zu werfen und sich wieder ganz dem klassischen Erzählen hinzugeben, welches man hier mit einer unglaublichen Warmherzigkeit und Hingabe zelebriert. Die Ausgestaltung jedes einzelnen Charakters mit der würdigen Zeit, das Zusammenspiel verschiedener Elemente, der Fluss und die Entwicklung deuten mehr als einmal darauf hin, dass das, was man so über die Produktion hört, tatsächlich stimmt: Dass nämlich beim Schreiben der Drehbücher mal keine Verkaufsstrategien, Verträge und Kommerz im Vordergrund standen, sondern sich jemand für lange Zeit ins dunkle Kämmerchen zurückgezogen hat und einfach frei von der Seele weg geschrieben hat.
Genau das ist ein Faktor bei Spielfilmdebüts, die ich so liebe und schätze: Der freie Geist ohne Einschränkungen von Ultramogulen, die ihre standardisierten Vorstellungen jedem noch so kleinen Independent-Gedanken aufzwingen wollen, um daraus möglichst viel Kapital zu schlagen.
Und diese hier existente Freiheit merkt man nicht nur dem Drehbuch, sondern auch den Darstellern und dem gesamten Werk unbändig an. Ich war schon immer der Meinung, dass man am besten schreibt, wenn man nicht dazu “gezwungen” wird – denn diese Geschichten sind unbezahlbar wertvoll für jeden, der sie liest.
Mit Begabt – Die Gleichung eines Lebens erhält die Welt ein weiteres solches Werk, dass nicht nur aktuelle Thematiken aufgreift, sondern auch noch Lösungsansätze für Familie, Freunde und Bekanntschaft liefert, die unter ethischen Aspekten beleuchtet eine wahnsinns Vorbildfunktion haben. Gerade diese daraus entstehende menschliche Komponente, die dem Alltag so sehr fehlt, liefert hier das Kino auf einer Bühne des Träumens und der Glückseligkeit.
Hört sich vielleicht ein bisschen an wie eine Droge, hat vielleicht auch die gleiche Wirkung, bietet aber kompromissfreie Chancen, in die Welt der Hauptdarsteller abzutauchen und mit ihnen zu lachen und zu weinen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Diesen Film muss man unbedingt gesehen haben.
Charmant, herzerwärmend, liebevoll und intelligent: Alles, was man für einen kuschligen Kinoabend benötigt. Ein Film, der die Seele berührt und das Herz eines jeden ein Stück weiter öffnet.
Daumen hoch.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, hier kommt nichts weiter.
Kinostart: 29. Juni 2017

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén