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Tag: neu

Wie gut ist deine Beziehung?

© 2019 X Verleih

Friedrich Mücke gilt für mich seit Ballon ein wenig als die neue deutsche Hoffnung am Himmel der nationalen Schauspielerstars, seine Charaktere und Darbietungen lassen auf jeden Fall auf viel hoffen. Klar, dass ich dann auf weitere Filme mit ihm heiß bin, denn was dieses Land zu bieten hat, kann ja eigentlich in den meisten Fällen nur noch besser werden.

Aktuell läuft Wie gut ist deine Beziehung? in den deutschen Kinos und stellt damit eine Frage, die sich so manch einer sicherlich selbst auch gern stellen dürfte 😉

Der Film spaziert im Dschungel der Liebschaften umher und erörtert dabei ganz neu die landestypische Interpretation von Beziehungen und den Dramen drumrum. Dabei entdeckt man so manch kleine Neuerung, aber eben auch wieder viel, das nicht so in die Realität passt, was auch von vielen anderen in der Presse selbst angezweifelt wurde.

Was ich mich an dieser Stelle aber langsam beginne zu fragen: Ist es wirklich so realitätsfremd oder gibt es tatsächlich irgendwo da draußen die Familien, in denen so gesprochen, so gehandelt wird? Ich meine, immerhin entdeckt man das ja wirklich fast überall, was deutsches Kino angeht und nur in den allerseltensten Fällen ist es wirklich mal anders (Nur Gott kann mich richten z.B.) – also muss doch auch da irgend etwas wahres dran sein… Ich beginne auf jeden Fall, langsam zu zweifeln.

Nichtsdestotrotz übt auch dieses Manko keinerlei Angriff auf den üblichen Charme Mückes aus und man wird von den Konversationen des Films in eine heimelige, warme und fast schon einschläfernde Gemütlichkeit geschickt, die in jedes Genre-Kino passt und dort inzwischen auch zum Besten gegeben wird.

.kinoticket-Empfehlung: Wer sich Deutsches Kino ansehen möchte, tolle Schauspieler/innen erleben und dabei in den üblichen Topf der nationalen Gegebenheiten eintauchen möchte, ist hiermit wunderbar bedient.

Mücke entzückt erneut mit seinem Charme, der Film selbst hat durch die Sprechweise und teils skurrilen Ideen aber eine gewisse Anti-Realität, mit der man sich dann anfreunden muss, um den Film wirklich gut zu finden.

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 28. Februar 2019

Original Title: Wie gut ist deine Beziehung?
Length: 111 Min.
Rated: FSK 0

Die Hofer Filmtage locken ab dem 23. Oktober 2018 mit einem neuen Goldpreis

Heute gibt’s an dieser Stelle mal keine Kritik, sondern einen Sonderbeitrag, der etwas weiter in die Tiefen des Filmemachens einsteigt und euch einen ganz besonderen Preis vorstellt.
Ihr werdet festgestellt haben, dass meine besondere Vorliebe für Debütfilme jedesmal zum Tragen kommt und ich, wenn ich etwas besonders Schönes oder Empfehlenswertes entdecke, oftmals erst danach feststelle, dass es sich hier um ein Filmdebüt handelt.
Dazu gibt es ein Festival, die Internationalen Hofer Filmtage, auf denen alljährlich junge Filmemacher dazu angehalten wurden, ihre Erstlingswerke der breiten Öffentlichkeit vorzustellen um damit quasi in der Filmlandschaft Fuß zu fassen und neue, junge Regisseure und Regisseurinnen zu entdecken und zu fördern. Immerhin möchten wir in 20 Jahren noch genauso gute und frische Filme auf den Leinwänden sehen und nicht dabei aufpassen, wie die alten Genies langsam aussterben und immer mehr Müll auf den Bildschirmen landet.
Nachdem der Initiator und Gründer der Filmtage Heinz Badewitz verstorben ist, war es fraglich, wie es mit dieser Veranstaltung weitergehen sollte. Hierfür hat sich die Bayerische Akademie der Schönen Künste ein ganz besonders attraktives Angebot ausgedacht und wird fortan im Rahmen der Hofer Filmtage einen neuen Preis vergeben – den
 

Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung verliehen durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz

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Dieser Preis zählt zur wichtigsten Auszeichnung des Festivals und wird künftig am letzten Samstag im Rahmen des Festivals an den Gewinner übergeben, dessen Gewinnerfilm dann als Abschlussfilm am Sonntag im Rahmen einer Matineeveranstaltung erneut gezeigt wird.
Er besteht aus einem 1kg schweren Goldbarren (zertifiziert) in einer edlen Schatulle und wird gemeinsam mit einer repräsentativen Urkunde der Hofer Filmtage mit der Begründung der Preisvergabe sowie einer Stele der Hofer Filmtage ausgehändigt.
Der derzeitige Handelswert des Goldbarrens liegt bei rund 35.000,- €.
 
Warum Gold? Warum nicht Geld?
Die Initiatoren des neuen Preises haben sich gründlich darüber Gedanken gemacht, wie sie aktiv die Filmneulinge fördern können und sind darum auf diese Idee gekommen. Gold in diesem Wert ist ja nun mal etwas anderes als Geld, was man zum Kitten von Schulden oder Krediten im Nullkommanix verbraten kann.
Mit so einem edlen Stück in den Händen entscheidet man sich voraussichtlich dann doch etwas anders und kann den Barren z.B. als Sicherheit für einen Filmkredit bei einer Bank hinterlegen und so den Absprung über die Hürde der nächsten Filmproduktion schaffen. Was anschließend mit dem Preis angestellt wird, ist den Preisträgern völlig freigestellt.
In der Tat ist die Akademie selbst gespannt, wie die Filmemacher sich entscheiden werden und werden ihnen dafür eben nicht nur den Preis aushändigen, sondern stellen einen jährlich wechselnden Mentor an deren Seite. Dieser wird aus den Reihen der Akademie der Schönen Künste gewählt und hat fortan die Aufgabe, den oder die Preisträger/in ein Jahr lang beim Zweitfilm zu beraten.
Dieser Mentor muss alle zur Auswahl gestellten Filme selbst gesehen haben und wird völlig unbeeinflusst darüber entscheiden, welcher Film den Preis gewinnen wird. Als Mentor-Debütant ist dieses Jahr Edgar Reitz aufgestellt worden.
 
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Diese Auszeichnung soll dazu dienen, die Attraktivität der Internationalen Hofer Filmtage zu erhalten und junge Filmemacher dazu animieren, ihre Erstlingswerke beim Festival einzureichen. Die Deadline dafür ist dieses Jahr bereits der 3. September 2018.
Der Goldpreis wird ausschließlich für Debütfilme verliehen. Die Filmemacher können eigenständig entscheiden, ob dies der HFF-Abschlussfilm oder der erste Regiefilm ist.
Somit bleibt Hof als künstlerisches Sprungbrett für großartige Filme auch in Zukunft ein spannender Ort, an dem jeder jeden trifft und man sich in familiärer Stimmung mit Filmschaffenden austauschen kann.
Diese Förderung junger Talente war Heinz Badewitz’ großes Anliegen und wird durch die Vergabe des neuen Preises somit auch in Zukunft fortgeführt.
 

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Thorsten Schaumann (Künstlerischer Leiter der Hofer Filmtage), Edgar Reitz (1. Mentor des Goldpreises), Georg von Waldenfels (Kurator der Friedrich-Baur-Stiftung), Bernhard Sinkel (Direktor “Film- und Medienkunst” der Bayerischen Akademie der Schönen Künste)


 
Die diesjährigen Hofer Filmtage finden vom 23. – 28. Oktober 2018 statt. Mehr dazu auf der Homepage www.hofer-filmtage.com.

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