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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: niederbrennen

Master Z: The IP Man Legacy

© 2019 NEW KSM Cinema

Ein spannendes Phänomen ist: Bei uns westlichen Kulturen besteht förmlich eine “Blindheit”, wenn wir in asiatische Gefilde blicken – für viele von uns “sehen die alle gleich aus”. Trotz massiver Unterschiede.

Das gleiche ist von asiatischer Seite her mit uns Westlern genauso: Wir sehen für sie allesamt “gleich aus”. Trotz massiver Unterschiede.

Gewissermaßen geht es mir mit asiatischen Filmen genauso: Die sind alle irgendwo gleich. Trotz massiver Unterschiede.

The IP MAN zählt zu den chinesischen Martial Arts-Wunderwerken, die es in diesem Genre weit gebracht haben und sogar hierzulande bekannt sind.

Eben jene Filme bekommen nun Nachwuchs: Man könnte fast sagen das Creed des Rocky Balboa taucht von chinesischer Seite her auf und schließt Kreise.

Aus dem Grund braucht man auch nicht viel über den Plot sagen: Ich weiß nicht, ob wir je dazu in der Lage sind, hier vernünftig einzusteigen und den diversen Sinn dahinter zu begreifen, oder ob das tatsächlich alles “nur ein Mix” aus asiatischer Weisheit und Lebensweise ist und zur puren Unterhaltung dient.

Fakt: Die Martial Arts Moves sind berauschend geil. Das, wozu die Protagonisten körperlich fähig sind – ob mit oder ohne Tricks – ist immer wieder atemberaubend und definitiv wert, dass man sich Master Z: The IP Man Legacy im Kino besieht: Die wunderschöne Choreographie körperlicher Kampfkunst in Vollendung auf der Leinwand zu erleben ist selbst für mich, der diesem Genre sonst eigentlich nicht viel abgewinnen kann, ein kultureller Genuss und optischer Augenschmaus.

Und auch an Schauspielern fährt man einige bekannte Gesichter auf. Manch einer wird Drax von den Guardians of the Galaxy sicherlich direkt wiedererkennen: Auch hier wieder: Schauspielerisch eine Topleistung, wenn man bedenkt, zu was dieser Mann fähig ist und was er im Film verkörpert.

Also hadert nicht lang mit euch rum, bewaffnet euch mit Süßkram und Flüssigkeit – und dann genießt einfach die Show.

.kinoticket-Empfehlung: Die Kampf-Choreos sind der helle Wahnsinn, der Plot darum halbwüchsig und dennoch ist es das Spin Off des weltweit erfolgreichsten Martial Arts-Franchise der letzten Jahrzehnte.

Genießt die Show!

Nachspann
✅ Lohnt sich wieder mal, also rennt nicht gleich raus 🙂

Kinostart: 09. Mai 2019

Original Title: Cheung Tin-Chi
Length: 107 Min.
Rated: FSK 16

Der Mann aus dem Eis

Wenn man sich in den Kinos umschaut, entdeckt man eher die ältere Riege auf den Plätzen, die scheinbar etwas völlig anderes erwartet haben, sofern man die zwischen den Szenen geführten Kurzgespräche à lá “Na, du wolltest unbedingt hier rein, jetzt musst du da auch durch” richtig interpretiert.
Tatsächlich ist das kein Zuckerschlecken, sondern wirft einen zurück in die Zeit vor 5000 Jahren, aus der angeblich der berühmte Ötzi stammen soll und zeigt eine mögliche Variante dieses brutalen Lebens.
Dass dabei weniger auf Tatsachenberichte und vielmehr auf fiktive Erzählungen zurückgegriffen wurde, war einerseits Kritikpunkt der Medien, ist andererseits aber irgendwo logisch. In meinem Umfeld gibt’s zumindest niemanden, der aus dieser Zeit stammt und mir aus erster Hand davon erzählen könnte.
Dennoch macht diese Form der Unterhaltung etwas her: Man könnte beim Schauen fast meinen, man wäre auf eine deutsche Variante von The Revenant – Der Rückkehrer gestoßen – etwas nischiger, etwas natürlicher, aber genauso blutig und brutal und gleichzeitig gefühlvoll: Emotionen sind mehr oder weniger das einzige, das man in diesem Film wahrhaftig versteht, was jedwede Diskussion über Tiefgründigkeit oder höhere Absichten obsolet macht.
Vielmehr möchte man an die Einfachheit und das blanke Überleben erinnern – und stößt so während den unfassbar vielen Naturaufnahmen immer wieder an Gedanken, wie gut wir es heute doch eigentlich haben. Und dafür ist man nach dem Film wieder ein Stück weit dankbarer – was für mich eigentlich schon Grund genug ist, ihn einfach mal anzuschauen. Ob nun im Kino – oder später mal im TV – das bleibt jedem selbst überlassen.
 

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Jürgen Vogel mit kinoticket-blog.de-Macher Benjamin Klob auf der Deutschland-Premiere von Der Mann aus dem Eis

© 2017 Petra Schönberger

 

.kinoticket-Empfehlung: Brutal, blutig und emotional definitiv bewegend: Großartiges Kino basierend auf fiktiven Möglichkeiten des Lebens vor 5000 Jahren.
Jürgen Vogel liefert eine einzigartige Performance und erschafft damit die deutsche Antwort auf The Revenant – Der Rückkehrer.

 
Nachspann
braucht man nicht abzuwarten, da folgt nichts weiter.
Kinostart: 30. November 2017

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