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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Polizei Page 1 of 3

Die Goldfische

Goldfische

© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Jetzt wird’s schwierig: Tom Schilling, Jella Haase und viele bekannte deutsche Gesichter starten eine neue Form einer Komödie, die auch beim Vorab-Publikum in der Regel super ankommt und kürzlich seine Weltpremiere in München feierte, wo ich auch auf dem Roten Teppich zugegen war und mich von der Sympathie der Schauspieler und Regisseur/Produzenten überzeugen konnte. Bilder dazu gibt’s weiter unten.

Dennoch hatte ich mit dem Plot gewisse Schwierigkeiten. Ja, das Genre ist nach wie vor eines der schwersten überhaupt: Comedy. Hier wirklich den Geschmack zu treffen ist ob der Vielzahl an Möglichkeiten “Was ist wirklich witzig” kaum zu meistern. Toll ist auf jeden Fall die Idee, die man hier aufzieht und auch die Wendungen und Twists haben mich gewissermaßen erfreut.

Grundsätzlich braucht der Film in meinen Augen aber zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen und setzt dabei ein kleines bisschen zu viel auf “Charakterbildung” und das Rundherum, wo sich viele letztendlich wohl wieder beschweren würden, wenn es nicht so gemacht worden wäre. Wie gesagt: Schwierig.

In dem Teil des Films, der wohl als Höhepunkt wahrgenommen wird, ist der nämlich tatsächlich großartig und liefert ein Gag-Gewitter, bei dem man bestens unterhalten wird und es endlich mal ohne politische Korrektheit und anderen Schwachsinn abläuft, sondern man sich mit den richtigen Darstellern den richtigen Dialogen zuwendet und dem Zuschauer hier Fun und Lachmuskeltraining bietet, dass sich die Balken biegen.

Zudem ist auch die Dichte an Humor so großartig, dass eine Nicht-Empfehlung eine Schande wäre und man auch als großer Deutscher-Film-Zweifler dieses Werk trotz allem im Kino aufgreifen sollte. Der Mehrwert, mit Publikum zu schauen, ist hier fast schon unerlässlich.

Die Reaktionen ist auf jeden Fall landesweit bislang super optimistisch und ich freue mich auf eure Kommentare und Meinungen zu dem Film.

.kinoticket-Empfehlung: Hapert für mich im Plot ein wenig und braucht zu lange, um in Fahrt zu kommen, ist dann aber fast schon unschlagbar und liefert Humor in einer Dichte, die den Kinobesuch definitiv rechtfertigt.

Sollte mit Publikum geschaut werden und liefert eine Bandbreite von deutschen Stars auf, von der andere Filme nur träumen.

Nachspann
❌ muss man nicht ausharren, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 21. März 2019

Original Title: Die Goldfische
Length: 112 Min.
Rated: FSK 12

Und abschließend gibt’s noch ein paar Eindrücke von der Weltpremiere des Films am 13. März 2019 in München im mathäser Filmpalast, bei der jede Menge Prominenz am Start war. Aber seht selbst 😉

The Hate U Give (inkl. Gewinnspiel)

The Hate U Give

© 2019 Twentieth Century Fox

Unter dem Beitrag gibts wieder ein fettes Gewinnspiel – diesmal bereitgestellt von Twentieth Century Fox (Freikarten und Plakate) sowie dem cbj-Verlag aus der Verlagsgruppe Random House GmbH | Bertelsmann (Angie Thomas‘ Bestseller The Hate U Give als Buch).

Und bevor ihr‘s meint: Nein, das beeinflusst nicht meine Meinung zum Film, denn der war schlichtweg einfach Bombe! Zum ersten Mal saß ich im Kino und dachte mir: Jaaaaa, JAAAAAAA, JAAAAAAAAAAAAA – Schrei es heraus und mach noch lauter!!!! Brüll damit Tausenden und Abertausenden aus der Seele und zeig endlich, was in so vielen Herzen verborgen ist!

What?

Genau! The Hate U Give zählt zu den ersten Medien, die ich mir in beiden Kostversionen zu Gemüte geführt habe – Film und Buch – und beides hat mich gleichermaßen begeistert. Der Titel verrät auf dem Plakat bereits schon subtil, was dahinter verborgen zu sein scheint und auch, wenn man dafür in gewissen Kreisen firm sein muss oder zumindest schon mal etwas davon gehört haben sollte, um es zu erkennen, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr darüber verraten: Geht einfach rein und genießt die „Show“.

Denn der Film schafft es, eine unglaubliche Story zu erzählen, die symbolisch für so viele Menschen Alltag und Wahrheit bedeutet, die sich nun zum ersten Mal auf der Leinwand (und eben im Buch) repräsentiert sehen und eine Form von Diskussion angeregt haben, die das Werk über Nacht bereits in die Toplisten schießen ließ und weltweit für Furore sorgte.

Dieses Problem beobachtet man auch hier (ich persönlich fast jeden Tag) immer wieder, weshalb der Film auch für mich persönlich eine nicht geringe Relevanz hat und umso wichtiger erscheint: Man sollte sich wirklich damit auseinandersetzen und die Thematik kennen, denn niemand hat es bisher geschafft, die Dinge so verständlich und nachvollziehbar beim Namen zu nennen und damit einer großen Leser- und hoffentlich auch Zuschauergefolgschaft näher zu bringen, wie Angie Thomas in ihrem Buch respektive George Tillman Jr. in der Verfilmung desselben.

In diesem Fall hat man vieles absolut richtig gemacht. Die Art der Einführung, Erzählweise, der Cast, allen voran Amandla Stenberg, die Form der „Beschuldigung“ und die Auflösung mit dem Schrei einer ganzen Generation nach Gerechtigkeit und Recht, der bis heute immer noch in vielen Teilen der Welt ungehört ist und eine der Gründe und Ursachen für Hass & Gewalt darstellt, die in meinen Augen vermieden werden könnte.

Diese Spitzendarbietungen sollte man sich auf keinen Fall im Kino entgehen lassen und es ist egal, welche Beschaffenheit die Säle aufweisen: Hier zählt einzig der Inhalt – und der greift auf jeder Leinwand!

Also tut euch selbst den Gefallen und besorgt euch .kinotickets – zum Beispiel in unserem…

G E W I N N S P I E L

Ja, es ist wieder soweit und wir schließen den Kreis der Dreifaltigkeit und gehen mit dem nächsten Gewinnspiel an den Start: Diesmal hat Twentieth Century Fox für euch coole Plakate und jede Menge Freikarten locker gemacht und außerdem wurde vom cbj-Verlag mehrfach das Buch zum Film zur Verfügung gestellt.

Um euch für diese Gewinne zu qualifizieren, beantwortet einfach die folgende Frage bis einschließlich Dienstag, 5. März 2019 in den Kommentaren:

Was wäre eurer Meinung nach notwendig, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Unter allen eingegangenen Kommentaren werden die Gewinne verlost und die Gewinner/innen per E-Mail benachrichtigt. Gebt also bitte beim Kommentieren eine gültige E-Mail an, unter der ihr erreichbar seid und schaut auch ein wenig in den Spam-Ordner, falls die Benachrichtigungen versehentlich dort landen sollten.

Nun wünsche ich euch aber viel Spaß im Kino und lasst mich wissen, wie ihr den Film fandet!

.kinoticket-Empfehlung: Wahnsinn, mit welcher Intensität man hier den Schrei nach Gerechtigkeit auf die Leinwand bringt und eine ungehörte Generation endlich anhört: Die immer noch gültige Botschaft des Films zeichnet deutlich ab, dass vieles aus der Vergangenheit auch heute noch lange nicht ad Acta gelegt werden darf, sondern dringlichst behandelt werden sollte.

Der Film beeindruckt auf vielfältige Weise, benötigt dazu aber keine Technik, sondern verblüfft rein mit Inhalten und deren Darstellung. Die Wahl des Kinos ist egal, wichtig ist nur, dass ihr den Film definitiv gesehen habt – und evtl. sogar danach ein wenig drüber plaudert.

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 28. Februar 2018

Original Title: The Hate U Give
Length: 133 Min.
Rate: FSK 12

Der Goldene Handschuh

© 2019 Warner Bros. Ent.

Fatih Akin hat zuletzt mit Aus dem Nichts für Aufsehen gesorgt und gilt seither als Stern am Himmel deutscher Regisseure, über den sich auch international begeistert geäußert wird. Vielleicht ist es bei einem Thema wie diesem auch notwendig, die gute Reputation eines solch herausragenden Regisseurs als „Vorwand“ zu nehmen, um nicht gleich angewidert den Kopf zur Seite zu drehen und sich zu fragen: Was sollte das denn?

Fakt ist, dass Der Goldene Handschuh schon jetzt kontrovers diskutiert wird und Fakt ist, dass mit dem Material definitiv keine bundesweite Einstimmigkeit in Sachen „toller Film“ einhergehen wird, denn was uns hier vorgesetzt wird, kann und darf nichts anderes als eine saftige und hart kontrollierte „FSK-18“-Auszeichnung mit sich rumtragen.

Der Film ist eine Herausforderung. Ein starkes Stück Arbeit für den Zuschauer, sich wirklich im Saal im Kinosessel sitzen zu lassen und nicht aufzuspringen und rauszurennen. Dabei entsteht Kopfkino und teils werden Dinge gezeigt, die so weit wie nur irgend möglich von Menschenwürde entfernt sind, dass dafür schon kaum noch Ausdrücke existieren.

Mir hat der Film gefallen.

Und ich habe mit Interesse die Meinungen anderer zu diesem Film aufgesogen und werde mich auch gerne in Zukunft mit Kritikern, Verächtern oder gar Liebhabern auseinandersetzen und ihre Stimmen anhören und versuchen, zu verstehen.

Punkt 1: Der Film hat in meinen Augen keine Geschichte. Keine Story-Line, sondern er ist ein Bild. Ein Adjektiv. Man möchte jemanden zeigen und eröffnet so einen grandiosen Milieu-Einblick in abartige Dinge, die zum einen wahr sind (und Wahrheit tut dem Zuschauer oft am meisten weh) und zum anderen nicht vom Regisseur oder den Filmemachern ausgedacht sind, sondern nur wiedergegeben werden.

Und da man nichts „erzählen“, sondern eher „zeigen“ will, stößt man hier schon mal an eine Grenze, die der Entertainment-verwöhnte Zuschauer erstmal durchbrechen muss, um überhaupt damit klar zu kommen. Sich mit einer Thematik und dem „Sein“ überhaupt auseinanderzusetzen, ist für viele schonmal schwierig. Dazu kommt, dass sich viele – früher nicht und heute erst Recht nicht – gar nicht erst damit beschäftigen wollen, sich überhaupt in eine Person hineinversetzen zu können, sondern bei mörderischen Absichten gleich einen Stempel zur Hand nehmen und die Sache vorzeitig abhaken.

Und genau das macht der Film eben anders: Er widmet sich der Sachlage und nimmt sie auseinander. Zerpflückt sie in seine Einzelteile und rührt daraus ein unglaublich konfuses und unfassbar unerträgliches Bild eines Menschen zusammen, der eben nicht nur aus Schwarz und Weiß besteht, sondern er gibt ein Bild wieder. Nimmt sich der Umstände an. Der Umstände – nicht der „Suche nach einer Ausflucht, um irgendwas zu entschuldigen.“ Im Gegenteil: Hier ist man so dermaßen hart und unnachgiebig, dass es keinerlei Diskussion darüber gibt, ob das falsch oder richtig ist, man aber gleichzeitig den Menschen nicht verdammt, sondern als Zuschauer fast schon Mitleid mit ihm hat.

Generell zeichnet Der Goldene Handschuh eine bittere, traurige und – ich wiederhole mich – wahre Szenerie von Menschen nach, die es so tatsächlich gegeben hat, das muss man sich dabei immer wieder ins Gewissen rufen. Und da schrillen bei mir Fragen über Fragen nach oben: Was treibt einen Menschen dahin, so zu werden? Was muss jemand durchstehen? In was für tiefe Löcher muss man sinken, um so zu werden? Was muss einem begegnen, dass man es fertig bringt, so zu handeln?

Und im Gegenteil: Was müsste eine Gesellschaft anders machen, damit so etwas nicht passiert? Welcher Gefühle und Handlungen müsste man sich bedienen, um so etwas zu verhindern? Wie einfach wäre es, solche Gräueltaten nicht geschehen zu lassen, wenn man nur hier und da an den richtigen Strippen zieht?

Das gibt Nachdenkstoff. Und ihr wisst: Ich liebe es. Ich liebe Nachdenken. Ich liebe analysieren. Sich damit auseinandersetzen. Und dazu hat man ob der Grausamkeiten im Film kaum Zeit – aber danach beschäftigt man sich noch sehr sehr lange mit der Thematik und das geht einem nicht so schnell aus dem Kopf.

Hier hat Fatih Akin in meinen Augen eben sehr großartige Arbeit geleistet, weil er es schafft, etwas so anzupacken, dass es den boshaften Händen der Medien und den Vorurteilskrallen der Gesellschaft widersteht und eben doch als Diskussionsobjekt im Raum stehen bleibt und man sich vernünftig damit auseinandersetzt und nicht vorschnell urteilt und fertig.

Dass er provozieren kann, weiß der gemeine Kinogänger spätestens nach Aus dem Nichts und dass ihn mächtige Stoffe reizen, genauso. Also darf man sich nicht wundern, wenn das „blaue Siegel“ auf einmal rot wird. Das muss man wissen und sich damit auseinandersetzen. Welche Filme haben es heute denn bitte schon ins Kino geschafft, die FSK-18 waren? Genau.

Ebenso kann man sich mit Grundsatzfragen auseinandersetzen: Darf eine Gesellschaft sich von so etwas im Kino „berieseln“ lassen? Muss man darüber jetzt auch noch Filme drehen? Wer braucht so etwas? Muss das echt wieder aufgewärmt und gezeigt werden? Was hat man davon, wenn man hierfür auch noch Geld ausgibt?

Und die Antworten von euch auf diese Fragen interessieren mich brennend. Dazu müsst ihr den Film halt „leider“ sehen. Aber bitte ohne Kinder. Und ohne Freundin, wenn die kein Horrorliebhaber ist und ohne Magen in den Saal geht.

Und euren lasst ihr besser auch lieber leer … und vor der Tür. Dann habt ihr Chancen.

.kinoticket-Empfehlung: Kontrovers, krass, provokativ, ehrlich, adjektivös: Der Goldene Handschuh provoziert mit der Wahrheit und setzt sich mit Fragen auseinander, die eine Gesellschaft sich nicht stellen will – und das ist gut so.

Fatih Akin stellt eine Milieu-Studie aufs Tableau und verlangt den Zuschauern extreme Härte ab, liefert dabei aber Einblicke und einen – in meinen Augen – super guten Film ab, den man sich aber mit leerem Magen und Kotztüte in der Hand ansehen sollte.

Nachspann
✅ Ich hab auch überlegt: Ja, es ist eine „wahre Geschichte“ und hier sind die Bilder davon…

Kinostart: 21. Februar 2019

Original Title: Der Goldene Handschuh
Length: 110 Min.
Rated: FSK 18

Green Book – Eine besondere Freundschaft

© 2019 Entertainment One Germany GmbH

Inzwischen wurde dieser Film bereits mit einigen Auszeichnungen und auch bei der Mutter der Krönungsprozesse – den Academy Awards – mit reichlich Nominierungen bedacht, und das zu guter Recht. Kürzlich durfte sich eine große Fangemeinde der Sneak Previews über diesen Titel freuen und dabei ist etwas passiert, das – zumindest in meinem Kino – vorher noch nie vorgekommen ist: Bei den Bewertungen wurde 100% top erreicht!

Und das sagt tatsächlich etwas aus.

Green Book bewegt sich zwar zeitlich wieder in vergangenen Tagen, verarbeitet dabei aber eine aktuelle Botschaft und das auf eine Weise, die förmlich nach Nachahmung schreit! So galant ein so exzessives Thema zu umgarnen, dem Zuschauer einfach die Fakten zu präsentieren, ihn aber nicht in die Bedrückung zu reiten, sondern trotzdem lachen zu lassen, gleichsam aber einprägsam zu vermitteln, was es bedeutet, so von allen behandelt zu werden – hier haben die Macher ein Meisterstück geleistet!

Selten war ein ernstzunehmender gesellschaftlicher Kahlschlag so unterhaltsam und kurzweilig, selten wurden die grässlichen Eigenschaften des Menschen mit so viel Kultur und Esprit verknüpft, selten hat es so viel Spaß gemacht, sich mit einem der düstersten Kapitel der Menschheit auseinanderzusetzen.

Ja, das alles hört sich ziemlich wirr an. Auch, wenn dieses Jahr bei den Academy Awards viele Filme dabei sind, die es redlich verdient haben, ausgezeichnet zu werden: Dieser hier zählt zu denen, die man vorher definitiv gesehen haben sollte – und zwar nicht, um ihn irgendwie zu pushen, sondern weil er einfach 100% spitze ist.

In meinen Augen haben beide – Viggo Mortensen und Mahershala Ali – verdient, mit den Goldjungs nach Hause zu gehen, auch wenn das Ergebnis sicher anders aussehen wird. Gleichsam hätten die Drehbuchautoren und Plot-Schreiber verdient, honoriert zu werden, auch wenn deren „Einfälle“ auf wahren Ereignissen beruhen und die Story damals tatsächlich so stattgefunden hat.

Und da hört‘s nicht auf: Der Soundtrack … diese Musik ist absolut meins! Ein Titel nach dem nächsten, die verschiedenen kulturellen Ausflüchte, der Beat, die Sound-Totale im schwarzen Kinosaal: Hier braucht‘s die richtigen Boxen, um das vollends ausleben zu können und man tut sich selbst einen Gefallen, doch den größeren Saal zu buchen, statt im Dorfkino zu schauen, auch wenn der Film in seiner Aussage dort genauso wirkt.

Ihr merkt: Je mehr Arbeitsbereiche man vom Film aufdeckt, umso mehr erkennt man, dass an den 100% was wahres dran ist. Und das lässt für mich nur einen Schluss zu:

.kinoticket-Empfehlung: Geht rein! Unbedingt!

Hier gibt es absolut nichts auszusetzen: Nichts an der Geschichte, nichts an der Umsetzung, nichts an den Charakteren, nichts am Setting, nichts am Soundtrack, nichts an der Aussage, nichts am Humor, nichts am ganzen Film: Das Ding ist ein absoluter Volltreffer und muss von jedem von euch gesehen werden!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, hier folgt nichts mehr.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Green Book
Length: 130 Min.
Rated: FSK 6

Heavy Trip

Headbangen … bei Heavy Metal denk ich sofort an Schweden, Dänemark und Finnland… Wikingerlanges Haar, schrammelige Gitarren und grölende Laute, die irgendwie „Musik“ abgeben.

Wenn man genauer hinhört, entdeckt man ziemlich bald eine zarte Liebe zu diesen durchdringenden Tönen und – sofern es nicht ausschließlich Geschrei ist, sondern hier und da etwas Melodisches abgespielt wird – zählt diese Musikrichtung bald zu den öfters gehörten Stücken in der hauseigenen Playlist.

Seitdem ist „Heavy Metal“ bei mir irgendwie finnisch.

Heavy Trip ist nicht etwa irgendeine Band-Doku, sondern das klamaukbehaftete Beispiel eines „Blödheini-Films“, der für ziemlich viel Furore sorgt und im Kinosaal kein Auge trocken bleiben lässt. Tatsächlich ist man hier weit entfernt von Seriösität, Anstand und moralischen Werten und haut auf deutsch gesagt einfach mal richtig mächtig auf die zwölf. Dabei zählen Dummheit, Übertreibungen, und skurrile Momente, die immer wieder von boshaftem Humor untermalt werden und rein gar nichts mit political correctness zu tun haben.

Und damit macht dieser Film zwischen „wahren Begebenheiten“, tiefgründigem Arthouse-Kino und anspruchsvoller Kostümlektüre als geistige Entspannung zwischendurch richtig Laune.

.kinoticket-Empfehlung: Befreit euren Geist … und habt einfach mal wieder ausgelassen Spaß im Kino: Bitterböser Humor, Galgen-Klamauk und das tief-dunkle, finnische Böse in einem Film über Heavy Metal und seine nicht ganz ernstzunehmende Genre-Politik dazu.

Macht Spaß, ist herrlich politisch-unkorrekt und spiegelt einfach mal die pure unterhaltsame Blödheit wider.

Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 10. Januar 2019

Original Title: Hevi reissu
Length: 90 Min.
Rated: FSK 12

Death Wish

Eli Roth debütierte mit Cabin Fever ja gleich mit einer Hommage an das Horrorkino vergangener Jahre und durchzog dann die Zeit auf der Suche nach Stoff, den er neuinterpretiert in die Kinos bringen konnte.
Death Wish, dessen Ursprungsidee einem Roman von Brian Garfield aus dem Jahre 1972 entstammt und der bereits schon einmal unter dem Titel Ein Mann sieht rot verfilmt wurde, tastet sich an den Versuch, diesen Stoff medientauglich erneut auf die Leinwand zu bringen und das heutige Publikum von der Brillanz solcher Ideen auf moderne Weise zu überzeugen.
Durch die Wahl von Bruce Willis als Hauptdarsteller, den viele wohl ganz stark mit Stirb Langsam in Verbindung bringen und zeitgleich auch in dieser Zeit ansiedeln, hat man direkt einen Bezug zu vergangenen Tagen hergestellt, was heutzutage wohl eher das ältere Publikum statt die Jugend in die Kinos locken dürfte, was angesichts des Titels aber dann auch eher eine abschreckende Wirkung haben dürfte… keine Ahnung, ob man sich da vielleicht verkalkuliert hat.
Fakt ist: Man spürt deutlich, dass diesem Film die moderne Innovation fehlt und auch Willis hat bereits besseres abgeleistet. Er wirkt müde, erschöpft und nicht mehr so richtig in seinem Element, während die Leute um ihn herum eine “brachiale Story” zum Besten zu geben versuchen, die 1972 durchaus skandalös war, heute aber den Zuschauern eher nur müdes Gähnen entlockt.
Irgendwie hatte ich während der Spielzeit ständig das Gefühl, man müsse verschiedene Elemente zwanghaft in einem Werk verarbeiten und hat sich nirgends so richtig Zeit genommen, dieses Ding mit Liebe auszuschmücken und sich rührend darum zu kümmern. Vieles wirkte halbherzig, abgefrühstückt und teils zusammenhanglos und auch die Beweggründe gehören eher ins Actionfilm-Klischee als dass man einen emotionalen Bezug zum Drang der Handlung herstellen könnte.
Hätte man hier eine Direkt-to-DVD-Production gestartet, hätte ich geschrieben: Toll gemacht, weil das dann auch im oberen Segment stattgefunden hätte, für Kino jedoch erwarte ich etwas mehr Innovation und Liebe zur Geschichte, da wäre durchaus mehr drin gewesen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Bruce Willis kämpft nochmal auf seine alten Tage und fordert sich selbst neu heraus: Dass dies nicht gleichzeitig mit einer Geling-Garantie verbunden ist, wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen.
Die Neuinterpretation aus dem Jahre 1972 zündet heute mit weit weniger Skandaltracht und findet daher im Kino nicht so richtig den Anklang, den man sich vielleicht gewünscht hätte. Da gab es schon besseres…

 
Nachspann
Nicht abwarten, das lohnt sich dieses Mal nicht.
Kinostart: 8. März 2018

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Ewig ist es her, dass ich diesen Film in einer Pressevorführung gesehen habe und Aussagen dazu noch unter Embargo standen – und nie ist es mir schwerer gefallen, dazu die Klappe zu halten.
Nun sind die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben worden und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri hat sage und schreibe 7 (!) davon eingeheimst und steht damit unter den Top 3 der diesjährigen Nominierten bei der größten Verleihung überhaupt – allein das sagt ja schon mal verdammt viel über den Film aus!
In diesem bitterschwarzen Stück, das im Übrigen von seinen zynischen Inhalten lebt, die Ernsthaftigkeit und Tiefe, zum Himmel schreienden Schmerz und Provokation gegen das Eingefahrensein und die Gleichgültigkeit des Rechtssystems proklamieren, erhebt sich Francis McDormand in einer Frauenrolle zur Schauspielikone, die nicht nur für Recht und Gerechtigkeit kämpft, sondern auch das weibliche Geschlecht weltweit auf ein ansehnliches Niveau hebt, was Schauspielerei und die Bedeutung der Frau in Hollywood und grundsätzlich auf der Leinwand ganz neu bewertet.
Allein schon diese starke Weiblichkeit, die sich gegen unzählige frauenfeindliche Männercharaktere durchsetzen muss, habe ich bereits beim ersten Schauen genüsslich begrüßt! Ich liebe es, wenn endlich nennenswerte weibliche Beispiele an der Front der Schauspielerei stehen, damit tatsächlich mal etwas in Sachen Gleichberechtigung getan wird und die Klischees nicht immer weiter gefüttert und diese unglaublich wichtige Grundsatzdiskussion durch Lächerlichkeiten ad absurdum geführt wird.
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es richtig angeht und grollt mit unfassbarem Zorn gegen ein System, dass vielerorts auf der Welt für Ungerechtigkeit sorgt und Menschen in den richtigen Positionen die Macht gibt, Dinge falsch zu machen ohne dafür bestraft zu werden.
Dass man sich hier nicht vollkommen der Menschlichkeit entledigt und einfach auf einen groben Schlachtfeldzug geht, bei dem alles, was sich einem in den Weg stellt, zunichte gemacht wird, sondern die Emotionen und Gefühle, aber auch Verantwortung und Ehre gefordert werden, macht diesen Film unter allen Filmen dieses Jahr zu einem der ganz großen.
Und die bisherigen Nominierungen und Auszeichnungen sprechen eine ganz klare, deutliche Sprache: 3x AACTA International Awards 2018, Aufnahme in die Top-10-Filme des Jahres 2017 im American Film Institute, 9 Nominierungen bei den British Academy Film Awards 2018, 5 Nominierungen und 2 Auszeichnungen bei den British Independent Film Awards 2017, 6 Nominierungen und 3 Auszeichnungen bei den Critics’ Choice Movie Awards 2018, 4 Golden Globes und 6 Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2018 und und und … die Liste ist endlos!
 

.kinoticket-Empfehlung: Ihr seht: Man braucht kein Oscar®-Filmjäger zu sein, um diesen Film gut zu finden, sondern von allen Seiten strömt der Tenor zu einem, dass dieses Werk eines der besten Filme aller Zeiten ist, das zu Recht mit Preisen überschüttet wird und jede einzelne Auszeichnung davon redlich verdient!
Francis McDormand pusht starke, weibliche Charaktere in Paraderollen in Hollywood, während sich die Männerriege hinten anstellt und gleichermaßen herausragende Performances abliefert, bei denen sich jeder einzelne davon sehen lassen kann.
Nicht nur der zynisch-sarkastische Humor, der es in vielen Dingen oft auf die Spitze treibt, sondern die unfassbare Härte und Konsequenz, der man sich hier opfert, machen aus diesem Stück einen Film, den jeder – wirklich jeder – unbedingt gesehen haben muss!
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gehört für mich schon seit einigen Monaten zu den Top 10 Lieblingsfilmen meines Lebens, und jeder, der ihn gesehen hat, weiß anschließend, warum!
Also tut euch selbst den Gefallen und geht rein – es lohnt sich. In jedem Kino. Zu jeder Zeit. Hauptsache gesehen!

 
Nachspann
braucht man nicht abwarten, hier kommt nichts weiter.
Kinostart: 25. Januar 2018

LUX – Krieger des Lichts

Ich werfe mal zwei Aussagen in den Raum:

  1. Debütfilm
  2. Gewinner des Heinz-Badewitz-Preises der Internationalen Hofer Filmtage 2017

Spitz drauf gemacht?
Okay, noch eine: Superheldenfilm.
Und damit sind wir schon voll bei der Sache. LUX – Krieger des Lichts behandelt Identität, Alltag, Menschsein, Sozialsein, Verdrängung, Suche und Realität und lässt dabei den typischen Marvel-Klassiker ins Kiez münden, was bei mir gleich mal folgende Fragen aufwarf:

  1. Ist der Typ echt? Gibt’s den wirklich?
  2. Handelt es sich hier um Dokumentation? Fiktion? Beides?
  3. Sollte das nicht echt sein, warum macht sich jemand Gedanken um so etwas?

Tatsache ist: Wir haben es hier mit einem unfassbar genialen Projekt zu tun, das sich Filmemacher Daniel Wild auf die Fahnen geschrieben und als fertiges Produkt ans Publikum ausgeliefert hat, was viele Fragen aufwirft und zugleich durch Eigenvorbild beantwortet.
In einer Zeit, in der die Suche nach der eigenen Identität, dem Selbstbestimmtsein, dem Individuellen ganz oben auf der Tagesordnung steht, vergisst man oft, dass genau das jeder andere um einen herum auch tut und man damit per Massendefinition wieder in einem Pfuhl aus Gleichheiten landet, die eben nicht individuell bestimmt, sondern fremdgesteuert sind.
Was ist wichtig in unserer Zeit? Welche Komponenten braucht das Leben, um der Menschlichkeit genügend Raum zu bieten, sich zu entfalten?
Wie weit kann man dabei gehen?
Welche Konsequenzen hat es, wenn man Menschen in ihren Gefühlen an den Rand ihrer Existenz bringt und sie dann gnadenlos schlachtet?
Fragen, denen sich LUX – Krieger des Lichts in seiner unverblümt ehrlichen, schroffen und authentischen Erzählstrategie widmet und sie dem Zuschauer unverdaut in die Hand legt. Dabei werden moderne Elemente genauso beachtet und gleichwohl Augenmerk auf den Status und die Einflussnahme von Medien und moderner Kommunikationskultur gelegt.
Wieviel also ist ein Mensch wert? Was macht ihn zum Menschen und nicht nur zu einer Marionette innerhalb eines Systems unübersichtlicher Ignoranz und Selbstverliebtheit?
Diesen Dingen geht Wild mit leidenschaftlichem Ehrgeiz und einer völlig neuen Herangehensweise auf den Grund. Was anfangs noch als “merkwürdig” rüberkommt, erschließt sich im Laufe des Films automatisch und findet seine Erklärung in einem völlig absurden und damit realistischen Ende, was sowohl Anprangerung als auch Appell an jeden einzelnen ist, seine Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich in seinem Denken ggfs. neu auszurichten.
Und damit landet man einen Coup, der einerseits lachhaft, andererseits todernst ist und – Fiktion oder nicht (ich löse es bewusst mal nicht auf) – jeden einzelnen auf seine Weise erreicht.
 

.kinoticket-Empfehlung: Dieses illustre Stück startet diese Woche in ausgewählten Kinos und sollte zahlreich von euch besucht werden, denn die anfangs anmutende Unfähigkeit eines überbordenden Superhelden mündet alsgleich in Sympathie und Zuneigung.
Erst im Verlaufe des Films merkt man, wie eigentlich charaktergleich LUX im Vergleich zu Marvel’s Superhelden ist, was ihn nicht nur sofort ins Herz schließen lässt, sondern vielfältige Fragen aufwirft, für die man sich ruhig in einem Kino Zeit nehmen sollte.
Als Debütfilm wirklich gelungen und zu recht mit einem Preis ausgezeichnet.

 
Nachspann
lohnt nicht abzuwarten, hier kommt nichts weiter.
Kinostart: 4. Januar 2018
Kinofinder: Deutschlandweit in diesen Kinos*

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Aus dem Nichts

Wer wirklich gut aufpasst, dem fällt beim Titelschriftzug schon auf, welche Thematiken man in diesem Film behandeln möchte – und wer dann den .trailer schaut, der wird womöglich erstmal etwas abgeschreckt sein.

Ich zumindest habe bislang noch niemanden getroffen, der mir gesagt hat, er will diesen Film unbedingt sehen. Und genau das halte ich für einen Fehler.

Natürlich, Diane Kruger mit einer Titelrolle ist angesichts ihrer vergangenen Leistungen jetzt nicht unbedingt ein Garant für durchschlagenden Erfolg und krönende Szenen, in denen man wie gebannt auf dem Sessel gefesselt ist und einfach nicht weiß, wohin zuerst schauen.

Wer sich aber dann die Zeit nimmt und tatsächlich den Film schaut, stellt sehr schnell fest, dass ihre Rolle hier zu einer der besten zählt, in der ich sie jemals erlebt habe. Und das bei diesem Thema ist nahezu faszinierend und schockierend zugleich.

Auch die Fassaden, die immer mehr zu bröckeln beginnen und das anfangs eigentlich super austarierte Bild einer Familie widerspiegeln, beginnt man systematisch zu demontieren, bis es in einem fragwürdigen und daher diskutablen Ende mündet, dass durchaus zu Diskussionen auffordert, die an dieser Stelle sehr wohl auch angebracht sind.

Und obwohl man hier sehr wohl zu unterhalten weiß und auch niemals großartig den Spannungsbogen abbrechen lässt, sollte man dennoch einen Beutel voll Willen auf kritische Inhalte mitbringen, die nicht unbedingt auf Unterhaltung ausgelegt sind, sondern eher politisch-gesellschaftliche Aspekte provokativ hinterfragen.

Und dieser Mut gehört meiner Meinung nach belohnt – also lasst den Film ruhig in eure Kinowochenplanungen mit einfließen.

.kinoticket-Empfehlung: Großartige Schauspielleistung von Diane Kruger in einem Thema, dass erschreckende Einblicke liefert.

Regt zur Diskussion an, hält aber die ganze Laufzeit über Spannung und Unterhaltung ganz weit oben.

Nachspann
❌ Braucht man nicht abwarten, hier kommt nichts mehr.

Kinostart: 23. November 2017

Original Title: Aus dem Nichts
Length:
106 Min.
Rated:
FSK 12

Suburbicon

Würdet ihr Angela Merkel etwas abkaufen, wenn diese Dame aufs Podium tritt und verkündet, dass sie etwas mitzuteilen hat? Man würde ihr vielleicht aus Respekt zuhören oder einfach nur mitkriegen wollen, was da passiert, weil’s nunmal eine wichtige Persönlichkeit ist, aber ernst nehmen und anschließend danach leben ohne zu hinterfragen, wieso sie das sagt, was sie sagt? Niemals. Ich zumindest nicht.
Wie sieht’s bei George Clooney aus? Schon ganz anders, hm? Er hat zwar längst nicht so einen massiven politischen Einfluss auf die Welt, aber er hat bereits früher durchblicken lassen, dass er etwas zu sagen hat – und dazu auch noch etwas in der Birne und ich finde, selbst Jugendliche tun gut daran, sich die Zeit zu nehmen und ihm zuzuhören.
Mit seinem neuen Regiewerk Suburbicon trifft er nämlich mit einem ziemlich wichtigen Thema auf den Kern und offenbart eine hässliche Fratze, die seinerzeit zwar von Vorvorgenerationen erschaffen wurde, jedoch heute wieder beginnt, in vielen Köpfen unserer Nation zu sprießen und seine verdorbenen Früchte zu tragen, weil – wie damals auch – niemand genau hinsieht.
Jetzt kann man hinsehen – so man möchte – und wenn es einfach nur stupide auf die Leinwand ist. Clooney vollbringt nämlich das krasse Wunder, eine völlig komplexe Eigenart in verständliche Bilder zu packen, diese beeindruckend und umwerfend dem Publikum zu präsentieren, damit Humor und Unterhaltung nicht zur Seite zu schieben und dennoch eine der wichtigsten Lektionen begreiflich unters Volk zu verteilen, so dass der Zuschauer sich hinterher weder vors Gesicht gestoßen noch moralisierend belehrt fühlt und dennoch mit unglaublich wertvollen Gedanken wieder aus dem Saal gestoßen wird, die es nun umzusetzen gilt.
Und wie aktuell das Werk, wie wichtig seine Message derzeit ist, merkt jeder, der auch nur ansatzweise etwas von Suburbicon mitkriegt.
Leute: Es lohnt sich und zählt fast schon zu den ehrenwerten Bürgerpflichten, sich mit diesem Stoff auseinanderzusetzen und zu verstehen, inwieweit uns alle diese Belange angehen.
Und wer jetzt meint: Mäh, wieder nur so Politikmüll, der uns zum 100.000sten Mal sagen will, wer wann wo scheiße ist: Falsch. Auch ihr könnt rein und einfach einen wahnsinnig unterhaltsamen, spannenden Kinoabend erleben, der definitiv seine Spuren hinterlassen wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Wie anders sollte man es bezeichnen, als ein absolutes Meisterwerk, dessen Brillanz darin liegt, Vergangenes aktualisiert auf die Leinwand zu werfen und damit die Wut und den Ärger vieler aufzugreifen, um ihnen zu zeigen, wohin das alles führen wird.
In letzter Zeit gab es keinen politisch dermaßen relevanten Film, der zusätzlich über genügend Entertainment und Spannung verfügt, um auch Nichtinteressierten einen herrlichen Kinoabend zu bescheren und dennoch unterschwellig eine Botschaft zu verteilen, deren Wichtigkeit man nur unterstreichen kann.
Reingehen, verinnerlichen und anschließend nach guten Maßstäben leben!

 
Nachspann
folgt ohne weitere Szenen oder zusätzliches Material. Rausgehen erlaubt.
Kinostart: 9. November 2017

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