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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Romanverfilmung

Der Goldene Handschuh

© 2019 Warner Bros. Ent.

Fatih Akin hat zuletzt mit Aus dem Nichts für Aufsehen gesorgt und gilt seither als Stern am Himmel deutscher Regisseure, über den sich auch international begeistert geäußert wird. Vielleicht ist es bei einem Thema wie diesem auch notwendig, die gute Reputation eines solch herausragenden Regisseurs als „Vorwand“ zu nehmen, um nicht gleich angewidert den Kopf zur Seite zu drehen und sich zu fragen: Was sollte das denn?

Fakt ist, dass Der Goldene Handschuh schon jetzt kontrovers diskutiert wird und Fakt ist, dass mit dem Material definitiv keine bundesweite Einstimmigkeit in Sachen „toller Film“ einhergehen wird, denn was uns hier vorgesetzt wird, kann und darf nichts anderes als eine saftige und hart kontrollierte „FSK-18“-Auszeichnung mit sich rumtragen.

Der Film ist eine Herausforderung. Ein starkes Stück Arbeit für den Zuschauer, sich wirklich im Saal im Kinosessel sitzen zu lassen und nicht aufzuspringen und rauszurennen. Dabei entsteht Kopfkino und teils werden Dinge gezeigt, die so weit wie nur irgend möglich von Menschenwürde entfernt sind, dass dafür schon kaum noch Ausdrücke existieren.

Mir hat der Film gefallen.

Und ich habe mit Interesse die Meinungen anderer zu diesem Film aufgesogen und werde mich auch gerne in Zukunft mit Kritikern, Verächtern oder gar Liebhabern auseinandersetzen und ihre Stimmen anhören und versuchen, zu verstehen.

Punkt 1: Der Film hat in meinen Augen keine Geschichte. Keine Story-Line, sondern er ist ein Bild. Ein Adjektiv. Man möchte jemanden zeigen und eröffnet so einen grandiosen Milieu-Einblick in abartige Dinge, die zum einen wahr sind (und Wahrheit tut dem Zuschauer oft am meisten weh) und zum anderen nicht vom Regisseur oder den Filmemachern ausgedacht sind, sondern nur wiedergegeben werden.

Und da man nichts „erzählen“, sondern eher „zeigen“ will, stößt man hier schon mal an eine Grenze, die der Entertainment-verwöhnte Zuschauer erstmal durchbrechen muss, um überhaupt damit klar zu kommen. Sich mit einer Thematik und dem „Sein“ überhaupt auseinanderzusetzen, ist für viele schonmal schwierig. Dazu kommt, dass sich viele – früher nicht und heute erst Recht nicht – gar nicht erst damit beschäftigen wollen, sich überhaupt in eine Person hineinversetzen zu können, sondern bei mörderischen Absichten gleich einen Stempel zur Hand nehmen und die Sache vorzeitig abhaken.

Und genau das macht der Film eben anders: Er widmet sich der Sachlage und nimmt sie auseinander. Zerpflückt sie in seine Einzelteile und rührt daraus ein unglaublich konfuses und unfassbar unerträgliches Bild eines Menschen zusammen, der eben nicht nur aus Schwarz und Weiß besteht, sondern er gibt ein Bild wieder. Nimmt sich der Umstände an. Der Umstände – nicht der „Suche nach einer Ausflucht, um irgendwas zu entschuldigen.“ Im Gegenteil: Hier ist man so dermaßen hart und unnachgiebig, dass es keinerlei Diskussion darüber gibt, ob das falsch oder richtig ist, man aber gleichzeitig den Menschen nicht verdammt, sondern als Zuschauer fast schon Mitleid mit ihm hat.

Generell zeichnet Der Goldene Handschuh eine bittere, traurige und – ich wiederhole mich – wahre Szenerie von Menschen nach, die es so tatsächlich gegeben hat, das muss man sich dabei immer wieder ins Gewissen rufen. Und da schrillen bei mir Fragen über Fragen nach oben: Was treibt einen Menschen dahin, so zu werden? Was muss jemand durchstehen? In was für tiefe Löcher muss man sinken, um so zu werden? Was muss einem begegnen, dass man es fertig bringt, so zu handeln?

Und im Gegenteil: Was müsste eine Gesellschaft anders machen, damit so etwas nicht passiert? Welcher Gefühle und Handlungen müsste man sich bedienen, um so etwas zu verhindern? Wie einfach wäre es, solche Gräueltaten nicht geschehen zu lassen, wenn man nur hier und da an den richtigen Strippen zieht?

Das gibt Nachdenkstoff. Und ihr wisst: Ich liebe es. Ich liebe Nachdenken. Ich liebe analysieren. Sich damit auseinandersetzen. Und dazu hat man ob der Grausamkeiten im Film kaum Zeit – aber danach beschäftigt man sich noch sehr sehr lange mit der Thematik und das geht einem nicht so schnell aus dem Kopf.

Hier hat Fatih Akin in meinen Augen eben sehr großartige Arbeit geleistet, weil er es schafft, etwas so anzupacken, dass es den boshaften Händen der Medien und den Vorurteilskrallen der Gesellschaft widersteht und eben doch als Diskussionsobjekt im Raum stehen bleibt und man sich vernünftig damit auseinandersetzt und nicht vorschnell urteilt und fertig.

Dass er provozieren kann, weiß der gemeine Kinogänger spätestens nach Aus dem Nichts und dass ihn mächtige Stoffe reizen, genauso. Also darf man sich nicht wundern, wenn das „blaue Siegel“ auf einmal rot wird. Das muss man wissen und sich damit auseinandersetzen. Welche Filme haben es heute denn bitte schon ins Kino geschafft, die FSK-18 waren? Genau.

Ebenso kann man sich mit Grundsatzfragen auseinandersetzen: Darf eine Gesellschaft sich von so etwas im Kino „berieseln“ lassen? Muss man darüber jetzt auch noch Filme drehen? Wer braucht so etwas? Muss das echt wieder aufgewärmt und gezeigt werden? Was hat man davon, wenn man hierfür auch noch Geld ausgibt?

Und die Antworten von euch auf diese Fragen interessieren mich brennend. Dazu müsst ihr den Film halt „leider“ sehen. Aber bitte ohne Kinder. Und ohne Freundin, wenn die kein Horrorliebhaber ist und ohne Magen in den Saal geht.

Und euren lasst ihr besser auch lieber leer … und vor der Tür. Dann habt ihr Chancen.

.kinoticket-Empfehlung: Kontrovers, krass, provokativ, ehrlich, adjektivös: Der Goldene Handschuh provoziert mit der Wahrheit und setzt sich mit Fragen auseinander, die eine Gesellschaft sich nicht stellen will – und das ist gut so.

Fatih Akin stellt eine Milieu-Studie aufs Tableau und verlangt den Zuschauern extreme Härte ab, liefert dabei aber Einblicke und einen – in meinen Augen – super guten Film ab, den man sich aber mit leerem Magen und Kotztüte in der Hand ansehen sollte.

Nachspann
✅ Ich hab auch überlegt: Ja, es ist eine „wahre Geschichte“ und hier sind die Bilder davon…

Kinostart: 21. Februar 2019

Original Title: Der Goldene Handschuh
Length: 110 Min.
Rated: FSK 18

Grenzenlos

Wim Wenders ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und zumindest bei der betagteren Generation ein Begriff, der zuweilen besondere Gefühle auslöst. Das erste Mal so richtig auf ihn aufmerksam wurde ich durch Buena Vista Social Club, ein Film, den ich damals vergöttert und heute immer noch geliebt habe und der längst seinen Stammplatz in meiner Sammlung gefunden hat.
Aktuell kennen ihn wohl einige durch seine auch von mir kritisch beäugte Dokumentation Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes, die selbst bei einigen Pressekollegen ebenfalls schlecht abschnitt, da man ihn eben durch bessere Werke kennt und er sich seinen angestammten Platz in den hohen Riegen der Filmgesellschaft nicht durch gutes Aussehen verdient hat.
Vor diesem glücklichen Missgriff ertüchtigte er sich an einem Film, den man im Original mit Submergence bezeichnet, was übersetzt soviel wie “unter den Meeresspiegel tauchen”, “eintauchen” oder “überfluten” bedeutet. Hier merkt man sehr deutlich, dass der gewählte deutsche Begriff eher belanglos klingt und den Film schlechter dastehen lässt, als er ist.
Die Texte auf den Covern werden vermutlich von “Liebesfilm” reden, dem ich mich nicht wirklich anschließen möchte, da das Original bereits anklingen lässt, dass diesmal eben auf anderen Harfen gespielt wird und nicht die üblichen Kamellen auf dem Boden der Tatsachen landen.
Das geht schon mit einem hervorragend auftretenden James McAvoy los, dem diese Rolle unglaublich gut steht und den ich seitdem als Sam Witwicky in den Transformers-Filmen sehen möchte. Der Knabe läuft hier zu Hochtouren auf und verblüfft in seiner ziemlich abgedrehten Charakterpose mit einem unfassbar guten Schauspiel.
Über das Drehbuch mag man streiten, über die etwas farblos erscheinende Eigentlich-Hauptdarstellerin ebenfalls und hier und da hätte man wohl auch noch etwas an den Intensitätsschrauben drehen und dieses faszinierende Thema besser ausschmücken können, aber was soll das Jammern: Die Idee ist nicht von schlechten Eltern und die sprunghafte Umsetzung hat mich persönlich jetzt nicht so sehr gestört, wie man anderen Kollegen.
An der Tatsache, dass man diesen Reißverschluss gerne aufreißen und beide Teile in einem jeweils eigenen Film, dafür aber ausgeschmückter und intensiver hätte präsentieren können, so wie das beispielsweise Clint Eastwood mit seinem Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima gemacht hat, ist durchaus etwas dran. Aber Wim Wenders ist eben nicht Eastwood und darum macht er auch nicht genau das gleiche wie er.
Die Connection zwischen beiden eigentlich krassen Gegenteilen käme dann wohl auch schlechter zur Geltung, allerdings erreichte der Höhepunkt-Effekt in meinen Augen keine Glanz und Glorie, sondern verfehlt ein klein wenig das Thema, da hier und da dann doch noch zu viele Fragezeichen auftauchen, wenn auch leicht in Richtung Metaphorie driftend.
Fakt ist: Der Film hat grandiose Ansätze, baut diese Themen dann auch sehr gut aus und beeindruckt durch unglaublich gute Bilder, die jedoch den Absprung in die Königsklasse verfehlt haben. Anschauen sollte man sich den Streifen aber dennoch, und wenn es nur ist, um hinterher drüber reden zu können.
 

.kinoticket-Empfehlung: McAvoy ist klasse und reißt hier tugendhafte Stücke vom Bock, die starke Bilder in einem völlig neuen Licht präsentieren.
Der vermutete Ansatz von Wenders geht durch die leichte Blässe von Alicia Vikander etwas flöten und die “Verknüpfung” wirkt teilweise lächerlich, hier hätte man besser zwei Filme gedreht und diese dann genügend ausgearbeitet. Dennoch sind die verbliebenen Eindrücke sehenswert und das Schauspiel McAvoys rechtfertigt jeden .kinoticket-Kauf mal definitiv! Also Daumen hoch – reingehen!

 
Nachspann
❌ braucht man nicht abzuwarten, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.
Kinostart: 2. August 2018

Am Strand

Passend zum Sommer schickt PROKINO den Titel Am Strand in die Kinos, was einerseits als Aufforderung verstanden werden darf, andererseits geht es – wie man dem englischen Original On Chesil Beach entnehmen kann – um einen ganz bestimmten Strand. Saoirse Ronan als Hauptdarstellerin passt ebenso perfekt in die Rolle, wie ihr gegenüber Billy Howle, die sich gemeinsam an einem Thema zu schaffen machen, über das unsereiner heutzutage vielleicht nur noch lächeln mag.
Eben dies veranlasste mich dazu, die dargebotene Jahreszahl als etwas zu “jung” zu erachten. Aber meine Recherchen und einige Interviewgespräche haben ergeben, dass zu dieser Zeit damals tatsächlich nicht nur in England oder anderen Ländern solche noblen Sitten an der Tagesordnung waren, sondern selbst ein paar Straßenzüge von dem Kino, wo ich den Film gesehen habe, weiter derartiges Alltag war.
Wie schnell sich die Welt doch ändert. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb gerade solch ein Thema, exerziert aus einer Buchvorlage, heute auf der Leinwand so viel Spaß machen kann, weil man sich so köstlich über die Unbeholfenheit und teilweise Hilflosigkeit der beiden amüsiert und es wirklich herzallerliebst anzuschauen ist, wie sie sich stückweise nach vorne quälen und dabei immer wieder in verschiedene Fettnäpfchen treten.
Unterlegt mit wunderbaren Bildern ergibt dies einen herrlichen Film, der einem den Kinoabend vollends versüßen kann. Und macht es anschließend bitte besser als die beiden 😉
 

.kinoticket-Empfehlung: Kultiviert, konservativ und herrlich schräg dabei: Am Strand ist herrliche Lektüre, die sowohl als Buch, als auch auf der Leinwand wunderbar funktioniert.
Die Rollen sind hervorragend gecastet und das Thema ist heutzutage so herrlich altmodisch, dass eine durchaus ernste Angelegenheit hier die Basis für viel Schmunzeln und Lachen bildet. Wer sich einfach mal gut unterhalten lassen möchte, ist hier genau richtig.

 
Nachspann
❌ braucht nicht abgewartet zu werden, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 21. Juni 2018

Transit

Erinnert ihr euch noch an die Anfänge der Flüchtlingsströmung, die nach Deutschland einreiste und halb Europa mental verrückt gemacht hat? Durch Medien, gezielte Berichterstattung und jeder Menge seltsam kodierter Schreckensmeldungen auf Facebook und in sozialen Netzwerken ist dieses Phänomen längst nicht mehr objektiv bewertbar und hat uns Wortschöpfungen wie “Fake News” eingebrockt.
Die Menschen haben sich in Verbindung mit den politischen Ereignissen und der zunehmend verschobenen Denkweise einiger Verirrter längst einen völlig neuen Begriff dafür definiert und sich ihre teils absurde Meinung darüber gebildet.
Passt soweit auch – gehört ja u.a. zu einer der Errungenschaften einer Demokratie, eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten. Ob man die nun verstehen oder gar mitvertreten will, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Schaut man sich heute die Fakten mal an, erörtert die einstigen Ängste dieser Sorgenbürger, die eine Überfremdung und völlige Entmenschlichung der natürlichen Verhältnisse befürchtet haben und schaut sich um, was tatsächlich in diesem Land abgeht, wird man schnell folgendes feststellen:

  • Man kann immer noch auf deutsch seine Brötchen beim Bäcker ordern.
  • Die Landessprache hat auch 2018 noch nicht in arabisch oder “islamistisch” gewechselt, sondern ist weiterhin Deutsch.
  • Die unzähligen Massen, die aufgrund der illegalen Flüchtlinge alle ihre Arbeit verlieren werden, arbeiten weiterhin täglich in ihrem üblichen Job und wurden noch nicht durch Senegalesen, Irakis oder andere Weltbürger reihenweise aus ihrem Job verdrängt.
  • Es gibt immer noch mehr christliche Kirchen innerhalb dieses Landes, als Moscheen.
  • Die Ausübung des christlichen Glaubens (Hand auf’s Herz: Wer tut dies aus voller Überzeugung und nicht nur, weil Ostern oder Weihnachten ist?) ist auch weiterhin problemlos möglich – es wurde noch niemand erschossen, nur, weil er weiterhin in die Kirche geht und noch nicht zum Islam konvertiert ist.
  • Durch die Auseinandersetzung mit fremden Menschen und anderen Kulturen hat sich Deutschland der Aufgabe gestellt, über seinen eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und an ungewöhnlichen Situationen zu erstarken.
  • Diesem Land geht es – trotz vermeintlicher Überflutung von Flüchtlingen – unfassbar gut.

Beleuchtet man dies also alles ein wenig distanzierter und entspannter, stellt man unglaublich schnell fest: Die Dinge scheinen viel weniger spektakulär, als sie uns so manch Anhänger einer seltsamen Partei weismachen will.
Warum ich das alles erzähle?
Transit handelt nicht von der aktuellen Flüchtlingskrise, sondern dreht den Spieß einmal rum: Der Deutsche flieht – und das nicht 2018, sondern weit weit früher – 1940. Dies ist eine wunderbare Romanverfilmung, die sich nicht auf wahre Ereignisse stützt, sondern vielmehr das Verständnis für Fliehende ganz neu aufmischt und eine völlig andere Perspektive liefert, die man gerne auf heutige Zustände kopieren darf.
Genau dieses “altmodische” Verständnis dafür hat mir an dem Film sehr gefallen. Das beruhigte, unaufgeregte und einfach erzählerische, dass sich mit Situationen auseinandersetzt, die wir heute in unserer Raserei vielleicht vollkommen nüchtern bewerten sollten, um ein gutes Miteinander zu schaffen, bei dem Gewalt, Hass und Argwohn außen vor bleibt.
Wer jetzt glaubt, nur weil die Zahl 1940 aufgetaucht ist, wieder in einer der Schwarz-Weiß-Kriegsschmonzetten zu landen, der irrt gewaltig: Weiß man das nicht, fällt es einem gar nicht auf und man könnte meinen, der Autor hätte einfach ein sehr seltsames Weltbild unserer heutigen Situation. Also keine Angst: Es ist alles in Farbe und zeugt nicht von altdeutschem Charakter.
Dennoch – vielleicht gerade deshalb – ist die Sichtweise, die uns der Regisseur offenbart, eine sehr wertvolle, weil sie unsere Flüchtlings”krise” völlig neu bewertet und zumindest Anlass dafür gibt, sie einmal neu zu diskutieren. Was eignet sich dabei mehr als Einstieg, als ein toller Unterhaltungsfilm?
 

.kinoticket-Empfehlung: Großartige Einblicke in das Leben der Menschen, die in den Ländern, wo sie verweilen, nicht geduldet sind.
Der Film gibt Aufschluss über das Leben als Verstoßener und bietet reichhaltige Chancen, ein unaufgeregteres, saubereres Bild unserer Welt zu gestalten, das nicht mehr vom Gift des Hasses durchsät ist. Allein dafür lohnt sich der Blick ins Innere eines Kinosaals.

 
Nachspann
Der Film darf vorzeitig verlassen werden, hier folgt nichts nach dem Abspann.
Kinostart: 5. April 2018
 
Und zum Abschluss gibt es noch ein paar Eindrücke von der Filmpremiere am 5. April 2018 in München im City Kino, bei der u.a. Regisseur Christian Petzold, Kameramann Hans Fromm, Darstellerin Maryam Zaree, Darsteller Matthias Brandt sowie Hauptdarsteller Franz Rogowski zu Gast waren.
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Call Me By Your Name

Lasst uns mal ein bisschen träumen: Ich bete schon, seit ich ihn gesehen habe, dafür, dass genau dieser Film den Goldjungen in der Kategorie “Best Picture” abräumt!
Es wäre so ein dermaßen endgeiles Statement der Academy und ganz ehrlich: Timothée Chalamet spielt zum Heulen schön! Egal, was du über die Thematik denkst: Nach diesem Film bleibt garantiert kein Auge trocken und kein Herz unberührt!
Bislang hat man noch nicht oft genug versucht, den Menschen diese Inhalte in einer derartig normalen Version zu vermitteln, und alle früheren Versuche hatten bislang eins gemeinsam: Sie scheiterten grandios!
Call Me By Your Name macht die Ausnahme und holt garantiert jeden aus seiner Ecke ab und pulvert ihn mit Normalität zu, dass gar nicht auffällt, was sich hier eigentlich tatsächlich abspielt!
Und Leute: Vorbilder! Es ist so tränenrührend nachahmenswert, wie sich Stuhlbarg und Co. hier verhalten: Jede Gesellschaft muss davor niederknien, zutiefst um Entschuldigung flehen und anschließend schwören, sich für alle Zeiten zu bessern! Eine bessere, sinnlichere und aufwühlendere Pointe in einem Bilderbad der Gefühle hat bislang noch niemand so unvergesslich auf die Leinwand gebannt!
Nach Call Me By Your Name gibt es einfach keine Entschuldigungen mehr, kein “Ich konnte es ja nicht wissen”, keine Intoleranz und Wegsehen – danach muss es endlich jeder verstanden haben und ich erbitte, dass die Welt reif genug ist, um damit umgehen zu können: Der Oscar® in Best Picture würde ein Vielfaches dazu beitragen!
Und ja, ich hab selten so intensiv und berührt im Kino gesessen und einfach geweint!
 

.kinoticket-Empfehlung: Mein Lieblingsfilm 2018? Call Me By Your Name.
Timothée Chalamet legt eine Performance an den Start, die dieses Genre ENDLICH mit Normalität, verspielter Jugendlichkeit und absolut liebenswürdiger Unerfahrenheit beseelt, was aus Call Me By Your Name für mich schon jetzt DEN Film des Jahres macht!
Rein! Anschauen und von dem lernen, was euch da vor die Füße gespielt wird – etwas herzergreifenderes wie das hier werdet ihr sowieso nicht so schnell wieder finden!
Vote 4 Best Picture!

 
Nachspann
😭😭😭😭😭😭😭 Wer hält sowas aus?
Kinostart: 1. März 2018
P.S: Man spricht bereits über Fortsetzungen … JAAAAAA BITTE!!!

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