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wenn aus filmen leidenschaft wird

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Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück

Alfons Zitterbacke

© 2019 X Verleih

Alfons Zitterbacke kennen wohl viele DDRler noch aus Kinderzeiten. Einst von Gerhard Holtz-Baumert erfunden, erfreute er seit 1956 die heranwachsenden Generationen mit seinen Lausbubenstreichen in Buch- und später auch Filmform und repräsentiert damit die Kultur der “Generation Ost”. Ein Thema, das durch sehr subjektive und lückenhafte Wahrnehmung heute vielerorts als “Kult” gefeiert wird, von dem viele Fans gar keine Ahnung haben, wie es wirklich war.

Natürlich wird erzählt, wie schön man damals gemeinsam zusammengesessen hat, wie Familie und Werte gelebt wurden, wie niedrig die Arbeitslosenquote war und dass die Kinder romantisch verträumt gemeinsam auf Bäume geklettert sind und gespielt haben, aber kurioserweise grenzt man all die tödlichen Fakten dabei immer aus, die ebenfalls zu diesem Regime und dieser Zeit gehörten und zu denen Florian Henckel von Donnersmarck sich hervorragend in Das Leben der Anderen geäußert hat.

Doch all dies soll die in der Ost-Kultur ertrunkenen Nostalgiker nicht weiter beschäftigen, denn hier wird diese Tradition hoch gehoben und erneut auf die Leinwand gebracht: Und der Osten feiert es.

Ich war als Gast zugegen, als der Film im CinemaxX Halle seine Premiere feierte und alles, was Rang und Namen hat, auflief – inkl. einem Ministerpräsident, dem auch im Saal das Wort gegeben wurde und der sich dabei höchst peinlich blamierte. Gerade von Regierungsbeamten erwartet man eigentlich, dass der Wille zur Vereinigung und der Schub in Richtung “Einheit” gesprochen wird und keine Aussagen à lá “Die da drüben denken nämlich immer, das waren sie, dabei waren wir das!” vor tausenden von Menschen ausgesprochen werden – der pure Hass, bei dem eigentlich nur noch die physische Mauer fehlt, um das geteilte Deutschland wieder in Vollendung vor sich zu haben. Sorry, aber sowas ist komplett daneben und einfach die vollkommen falsche Botschaft – und ein lebhaftes Zeugnis davon, dass die Mauer in den Köpfen vieler Menschen eben immer noch existiert und keinesfalls vollständig abgeschafft wurde.

Damit verratet ihr übrigens euer Land und großartige historische Errungenschaften – das aber nur am Rande. Sowas geht gar nicht! T’schuldigung.

Doch mal zurück zum Film: Zitterbacke wurde mit Tilman Döbler konsequenterweise neu besetzt, der erneut den kleinen Lebemann spielt, der sich durch nichts und niemand unterkriegen lässt. Dabei werden ihm prominente Menschen aus allen Erdteilen und sogar dem All an die Seite gestellt, was das Unterfangen grad für die jüngere Riege im Kino echt sehenswert macht: Die Inszenierung wirkt nämlich alles andere als billig und gedreht wurde tatsächlich mit dem echten, wahren und sich wirklich ohne Green-Screen im All befindlichen Alexander Gerst von der Raumstation ISS.

Eine logistische und terminliche Meisterleistung, die tatsächlich gewürdigt werden darf und der ich großen Respekt abzolle, denn die Jungs haben da oben sicherlich besseres zu tun als Spielfilme zu drehen. Umso cooler, dass man den Kids nun so etwas vorsetzt und hier eine eigentlich echt tolle Story erzählt, die sich tatsächlich mit familiären Werten schmückt und anständige Moral in sich trägt.

Mir persönlich gefällt nur der zu sehr auf Ost-Mentalität ausgerichtete Wertefokus nicht so sehr, der zwar sehr herkunftsgetreu ist, aber in einer global agieren-müssenden Welt eher fehl am Platze ist und für Disharmonie sorgt, statt für gutes Beisammensein. Und damit sind die Dinge allenfalls fragwürdig, die hier gepredigt werden … und wie das dann von Erwachsenen aufgenommen und weitergegeben wird, sieht man an dem unglaublich traurigen Bild dieses Ministers.

.kinoticket-Empfehlung: Alte Ost-Tradition und Kultfigur aus der Kindheit vieler DDRler zurück ins Leben gerufen um mit neuen Abenteuern die Leinwand zu beleben.

Die Frage ist, was genau das bringt, wenn man wieder beginnt, sich so hermetisch abzuschotten und gegen den Rest der Welt kämpft, während überall die Grenzen aufgehen und wir damit beginnen sollten, gemeinschaftliche Werte zu erarbeiten, in denen eine zukünftige Gesellschaft leben kann.

Für Nostalgiker perfekt, als Lehrbuch für die Zukunft eher weniger zu gebrauchen.

Nachspann
✅ Bitte nicht rausgehen, hier folgt noch ein ziemlich cooles Musikvideo und ein saftiger Abspann.

Kinostart: 11. April 2019

Original Title: Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück
Length: 90 Min.
Rated: FSK 0

Und abschließend noch ein paar Eindrücke von der Premiere des Films im CinemaxX Halle vom 6. April 2019.

Wenn du König wärst (inkl. Gewinnspiel)

Wenn du König wärst

© 2019 Twentieth Century Fox

Die Herausforderungen für Kids werden immer größer. Nicht nur, sich gegen immer ängstlichere Helikopter-Eltern zu wehren, durch eine Million Termine jede Woche durch zu müssen und selbst schon im Sandkasten-Zeitalter einen Business-Terminplan vollgestopft zu haben, der jedwede Zeit zum Spielen, Leben genießen, atmen und einfach leben nicht mehr zulässt, auch im Kino werden die Kids vor immer größere Herausforderungen gestellt … und kommen damit scheinbar klar.

Alle Ängste sind also irgendwie unbegründet.

Ängste?

Wenn du König wärst hat im Vorfeld in der Presse bereits hitzige Diskussionen ausgelöst, die die schon seit Jahren fragwürdige Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft – kurz “FSK” – erneut anzweifelt. Denn dieser Titel hat die Freigabe “FSK 6” bekommen, was selbst Twentieth Century Fox wundert, da hier doch gewaltig düstere Bilder und gruselige Momente aufgefahren werden, die mehr als Anlass dazu bieten, das gesamte Rating-System der FSK komplett zu überdenken und sich eventuell doch etwas näher am amerikanischen Vorbild zu orientieren: Eine “Parental Guidance” wäre hier nämlich in vielen Fällen durchaus angebracht.

Die Kids aus der Pressevorführung wurden natürlich auch danach gefragt, ob sie sich gefürchtet haben und meinten alle: “Ja, es war schon gruselig, aber schön gruselig.” – Nun kann man aber von ein paar Kids nicht auf eine ganze Nation schließen und muss auch bedenken, dass es sensiblere Wesen gibt, Kids, die eben nicht einfach alles so wegstecken und die auch hier und da mal Ängste und Alpträume entwickeln, wenn sich auf einmal Bäume bewegen oder Wurzeln miteinander kämpfen. Was hier aufgeboten wird, ist durchaus teilweise sehr strange und kann verwirrend oder beängstigend wirken. Notgedrungen heraus hätte ich hier auch lieber zum grünen “FSK 12” gegriffen, auch wenn die Zielgruppe im Plot dann leicht veraltet wirken würde.

Die Story ist eindeutig an Kinder ausgerichtet, fährt hier in einer wunderbaren Re-Interpretation einer historischen Saga auf und bringt moderne, coole, schnittige und spannende Änderungen mit sich, die sich des historischen Altstaubs entledigen und definitiv proklamieren: Wir sind in der Zukunft angekommen und orientieren uns trotzdem an den Geschichten des Mittelalters. Und damit hat man einen so fantastischen Absprung geschafft, der es nahezu zwingend erfordert, ein Lichtspielhaus aufzusuchen und die Kids-Variante von Hellboy – Call of Darkness zu besichtigen.

Und vergisst man jetzt hier und da ein paar “10 Minuten” des Films, dann könnte der durchaus auch in der 20-Uhr-Vorstellung für Erwachsene laufen und würde hier für genügend Unterhaltung sorgen, die auch alles mitbringt, was ein guter Kinoabend enthalten sollte: Humor, Drama, Spannung, eine tolle Story, Charme und jede Menge Kurzweil. Und verdammt gute Grafik und Bühnensettings, die schon fast an das Niveau größerer Fantasy-Brüder heranreichen und solchen Monster-Produktionen wie Harry Potter optisch längst das Wasser reichen.

Ihr merkt: Die Ansprüche sind längst gestiegen, werden von der Industrie befriedigt und von den Kids verstanden. Vielleicht sollten wir also alle einfach mal wieder damit beginnen, weniger Ängste zu haben und uns lieber in eins der Kinos zu hocken und wieder völlig entspannt und voller Vorfreude den Film zu genießen?

Wenn du König wärst ist doch schon mal ein super Anfang für diesen Vorsatz. Also rein mit euch!

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox befeuert dieses Vorhaben direkt mal mit drei Fan-Paketen bestehend aus jeweils 1×2 Freikarten + Kinoplakat für euch, die ihr in diesem Beitrag abstauben könnt.

Frage diesmal: Wie steht ihr dazu, dass immer mehr Kinderfilme aggressiver nach unten gerated werden? Muten wir unseren Kids immer mehr zu und ist das richtig oder sollte die FSK wieder etwas strenger werden, was dazu führt, das Kinder nicht mehr so viel Filmmaterial zu Gesicht bekommen?

Beantwortet bis einschließlich Sonntag, 21. April 2019 diese Frage in den Kommentaren und ihr seid im Lostopf dabei. Unter allen Teilnehmern wird per Random.org entschieden und die Gewinner*innen anschließend per E-Mail benachrichtigt – bitte gebt deshalb eine Mailadresse an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich eure Adresse abfragen und euch das Paket zuschicken kann.

Eure Daten werden nicht gespeichert, sondern ausschließlich von mir persönlich zum Zweck des Versands genutzt und anschließend gelöscht.

Und denkt dran: Das ist auch Erwachsenen-Stuff, also nicht nur nicht mitmachen, weil keine Kinder im Haushalt sein sollten 😉

Ich wünsche viel Glück – und natürlich viel Spaß beim Film.

.kinoticket-Empfehlung: Rated es in “PG” – dann bin ich vollkommen zufrieden.

Optik, Story, Darsteller, Charme, Humor und geniale Einfälle stimmen bei diesem Werk und liefern eine derartig amüsante, wunderschön-gruselige Neuinterpretation dieses Stücks und leveln Kinderfilme dabei in ein Fantasy-Niveau, dass den Erwachsenen beginnt, Konkurrenz zu machen. Versprecht mir, dass ihr euch als Eltern einfach mit rein setzt – dann ist diese ganze Sache einfach großartig und sollte von euch im Kino bestaunt werden.

Nachspann
❌ Muss man nicht bis zum Schluss ausharren, nach der Schwarzblende kommt nichts weiter.

Kinostart: 18. April 2019

Original Title: The Kid Who Would Be King
Length: 121 Min.
Rated: FSK 6

Unheimlich perfekte Freunde

Unheimlich perfekte Freunde

© 2019 SquareOne Entertainment

Fangen wir mal mit den positiven Dingen an: Die Jungdarsteller und -darstellerinnen überzeugen durch die Bank weg mit ihrer Performance und gehören damit nicht der typischen Nerv-Kind-Sorte an, sondern liefern hier erstklassige Arbeit ab.

Auch die Idee des Films kann sich sehen lassen und ist meiner Meinung nach exzellent umgesetzt.

Problematisch wird’s eher beim Inhalt. Irgendwie hapert es da ein bisschen an der Gesamt-Schnittigkeit und dem überzeugenden Etwas, das keiner so richtig benennen kann. Nach dem Film kam ich aus dem Kino, hatte immense Schwierigkeiten, mich damit anzufreunden, hab ein wenig drüber gesprochen und beim Reden dann erst gemerkt, wie tiefgründig und geil die Botschaft des Films eigentlich ist.

Und da sind wir wieder beim Positiven: Die Moral von der Geschicht’ ist über alle Maßen toll – und irgendwie verreckt dabei auf der Strecke eigentlich nur das Wesentliche.

Na toll, mag jetzt jemand sagen – genau das sollte doch eigentlich passen und überwiegend überzeugen … tut es auch, halt nur indirekt, danach … irgendwie. So ganz rund ist das Konzept eben nicht, aber genau das gehört dann wahrscheinlich auch dazu.

So wie ich manchmal die innere Zerrissenheit und Zerstörung in Form von schrecklichen Texten in eine Rezension einbaue – quasi als “Stilmittel”, so wurde hier an Perfektion und Durchgestyltheit rumgekraxelt, dass am Ende eben das komische Gefühl bleibt, einen nicht so tollen Film gesehen zu haben – der, je länger man darüber nachdenkt, geiler eigentlich nicht sein kann.

Und das nenn ich doch mal eine interessante Mischung, die den Gang ins Kino wiederum rechtfertigt. Doch nicht nur das, auch die beiden Hauptdarsteller sind es wert, sich das Ding zu besehen, selten hab ich so viel Coolness und Schlagfertigkeit in einer so jungen “Krass, mich gibt’s doppelt!”-Rolle gesehen, wie hier.

Und das allergeilste ist irgendwie, dass das zwar ein Kinderfilm ist, der sich aber auch in Richtung Erwachsenen-Dasein räkelt, denn die Gedanken, die man hier hervorruft, sind in vielerlei Hinsicht sehr bemerkenswert und in unzähligen Erziehungsmodellen dringend notwendig, um den Heranwachsenden wieder ein lebenswertes Dasein zu verschaffen, fernab von jedweder skurril-kranker Wahnvorstellungskraft der “Erwachsenen”, die sonst was im Kopf haben außer das Wohl des Kindes.

Uh, böses Thema … sollte am besten gar nicht angeschnitten werden, schon gar nicht von einem kinderlosen Typ in weiß … ich weiß 😉 Also, lasst den Film sprechen, denn die Aussagen da drin gefallen mir über die Maßen gut und ich finde, man darf sich davon gerne eine dicke Scheibe abschneiden – auch wenn der Film komisch ist.

.kinoticket-Empfehlung: Seltsam, irgendwie nicht ganz rund und dennoch mit einer großartigen Pointe, die den Film tiefsinnig und damit doch wieder höchst wertvoll macht.

Die Kids überzeugen, die Erwachsenen werden zur Diskussion gebeten und dieses Thema wird endlich mal wieder exzellent beleuchtet und von jeglichen Skurrilitäten befreit, obwohl alles doch etwas sehr befremdlich ist da drin.

Interessante Mischung, lasst sie euch in einem Kino eurer Wahl munden 😉

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, wenns auf Schwarz geht kommt nichts weiter.

Kinostart: 04. April 2019

Original Title: Unheimlich perfekte Freunde
Length: 92 Min.
Rated: FSK 6

Rocca verändert die Welt

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© 2019 Warner Bros. Ent.

Tja, was soll ich sagen? Es ist der Film, auf den die Welt gewissermaßen gewartet hat, der so vieles so grundlegend anders macht, der sich endlich gegen bestehende Regeln auflehnt und ein meisterliches Beispiel dafür liefert, wie es funktionieren kann – und der dennoch dabei an einigen Dingen scheitert.

Scheitert? Da gibt’s nicht viel. Eigentlich nur ein paar winzige Punkte, die mir im Kino aufgefallen sind: Zum Beispiel die Sprechweise der Kinder und das “typische Verhalten” einiger Erwachsener in solchen Kinderfilmen, das mir immer noch bitter aufstößt und wo ich mir so oft etwas mehr Realismus wünsche.

Sei’s drum: Hier wird ansonsten mit so viel erfrischender Andersartigkeit aufgefahren, die jede Regel, jedes Klischee, jedes Eingefahren sein und jedes Vorurteil mit einer so modernen, klugen, selbstbewussten und gleichberechtigten Weise kontert, dass der Titel bereits jetzt zu Recht mit dem Prädikat “wertvoll” ausgezeichnet wurde.

Und dabei steht Rocca im Vordergrund, deren löbliche Einstellung und tolles Verhalten zwar manchmal die Affinität zur Nerverei aufweist, die aber ständig wieder durch erstaunliche Reaktionen verblüfft und zeigt, dass der Kampf ums Gesehen werden eben auch anders geführt werden kann und dafür nicht zwingend Hass und wilde Raserei von Nöten ist.

So hier wird’s richtig gemacht, meiner Meinung nach.

Nicht selten schafft man es, den Zuschauer an die Grenzen der Rührseligkeit zu bringen und sorgt für mächtig Stimmung im Gefühlsbad der Emotionen, denn, was hier gezeigt wird, ändert einige Ansichten und bringt völlig neue Ideen auf den Tisch.

Aber auch hier ein paar wenige Kritikpunkte: Natürlich mag in der Moral gute Absicht versteckt sein, gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass teils zu unreflektierte “Wahrheiten” wiedergegeben sein wollen, die man nicht zwingend voraussetzen muss, um in der Welt Gutes zu tun: Stichwort: “Fame”. Natürlich ist es herrlich gewesen, endlich mal solch ein Beispiel zu sehen, dieses Verhalten stufe ich jedoch wieder als etwas zu gutgläubig ein, denn es dürfte sich in der Praxis wohl eher als heuchlerisch erweisen und auf lange Zeit nicht durchführbar sein.

Dass wir an manchen Stellen nicht von Realismus sprechen müssen, der glaubhaft und ernst genommen werden kann, bedarf keiner Erwähnung, all dies ändert nichts an der tollen Message und der hervorragenden Intention, die hier durchgezogen wird und mit kindlicher Frische und einer unfassbar energiegeladenen Positivität in die Welt geströmt wird.

.kinoticket-Empfehlung: Mehr davon!

Ein unangefochten einzigartiges Beispiel für selbstbewusstes Gesehen werden im Kampf des Heranwachsens und der Geschlechterdiskriminierung: Hier werden so tolle Chancen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man dem alltäglichen Mobbing entgegen treten kann ohne dabei in Depression und Selbstmitleid oder gar Hass zu versinken.

Dass dies von Kindern dargestellt wird, verstärkt den Effekt und sorgt für ein unvergleichbares Kinoerlebnis, das ihr schnellstmöglich aufgreifen solltet, solange der Titel noch auf den Leinwänden ist.

Nachspann
✅ Rennt nicht gleich raus, hier werden zu Beginn noch Sequenzen gezeigt, die ihr auf jeden Fall mitnehmen dürft. Die Gute Laune macht auch im Nachspann keinen Halt.

Kinostart: 14. März 2019

Original Title: Rocca verändert die Welt
Length: 101 Min.
Rated: FSK 0

Anna und die Apokalypse

Anna und die Apokalypse

© 2018 Splendid Film GmbH

 

Ernsthaft? Die Idee ist großartig! Alljährlich wird man zugemüllt mit Weihnachtsmovies der immer gleichen Sorte und ertrinkt fast in Romantik und Kitsch! Anna und die Apokalypse wartet als Musical mit einer total verblödeten Story auf, die aber zusätzlich ein Genre ins Spiel bringt und damit als “Zombie-Weihnachts-Musical” auf dem Plan steht.

Dafür? Chapeu!

Zombiefilme sind inzwischen genauso Massen-Mainstream, den niemand mehr sehen will und kann und jetzt mit Konstrukten wie “Rom-Zom-Com” um sich werfen zu können ist derart verrückt, dass es fast schon wieder Spaß machen könnte.

Für meinen Teil dauerte es ein wenig zu lange, bis der Titel den roten Kleister ausgepackt hat und den letzten ernsthaften Zombie-Movie habe ich vor meiner Reinkarnation gesehen, ergo sollten die Erwartungen ebenfalls in Grabesnähe dümpeln und keineswegs emporsteigen.

Tatsache: Das Ding ist so dämlich, dass man tatsächlich mehrfach damit beschäftig ist, ob der Dummheit zu lachen und sich insgeheim richtig geil unterhalten fühlt. Dabei wartet man mit typischen La La Land-Manieren auf und bringt dabei den obskuren Witz eines 90er Jahre Zombieslashers mit ins Spiel, was absolut absurd wirkt und der Geschichte ein wenig Würze verleiht.

Dazu entwickelt der Streifen in den ersten Folgeminuten einen tiefschwarzen Humor, der förmliche Lachsalven in den Kinosaal wehte und sowohl jung als auch alt dazu zwang, Zwerchfelltraining zu betreiben! Diesen Humor hätte ich mir ausgebaut gewünscht und dabei noch ein zwei Spitzen mehr in den Plot eingebaut. Jedoch merkt man sehr schnell, dass die Luft ziemlich dünn wird und anschließend nicht mehr viel zu erwarten ist.

Damit pendelt sich das Niveau im ersten Teil schon ziemlich ein, was sich dann bis zum Schluss durchträgt und weder besser noch schlechter wird. Wer damit kein Problem hat, darf sich dieses Jahr zu Weihnachten mal über einen abnormalen Film freuen, der von Weihnachtskitsch nicht viel übrig lässt und eine völlig neue Humbug-Variante ins Spiel bringt, die als Idee – wie anfangs schon erwähnt – echt grandios ist.

 

.kinoticket-Empfehlung: Tolle Idee mit teils grandiosen Gags, die aber relativ schnell absacken und gegen Ende des Films nichts mehr wirklich vorhalten.

Man könnte meinen, es handelt sich um ein wahnsinnig professionell gestaltetes Studentenprojekt, zumindest, was das Plotniveau angeht, auch wenn die Optik dazu viel zu geil aussieht. Die Jokes sind neu und die Idee ist zum Abfeiern, jedoch hätte ich mir wesentlich mehr zynischen Humor gewünscht und vor allem zum Ende viel mehr Biss.

Als Weihnachts-Alternative auf jeden Fall zu gebrauchen, schraubt eure Erwartungen aber nicht höher als die Leichen in den Gräbern.

 

Nachspann
✅ ist animiert, man braucht also nicht gleich raus rennen.

Kinostart: 6. Dezember 2018

Original Title: Anna and The Apocalypse
Length: 92 Min.
Rate: FSK 16 | R

Night School

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© 2018 Universal Pictures International

 

Abendschule, wie der dumm übersetzte deutsche Titel heißen könnte, spielt mit Kevin Hart und landet daher auch voll in dessen Metier. Wer mit ihm also schon immer nichts anfangen konnte, möge diesen Titel meiden. Wer mit seiner Humor-Klasse klar kommt, der erlebt einen Film, der mit fortschreitender Zeit tatsächlich immer besser wird und quasi in einem fulminanten Ende gipfelt. Je länger man also im Saal sitzen bleibt, umso besser wird es. Und diesen Fakt hat es eigentlich schon ewig nicht mehr gegeben, denn normalerweise wird’s mit fortschreitender Zeit ja eigentlich immer lahmer, bis es schließlich enttäuschend endet. Nicht hier.

Und haltet euch dabei bitte immer vor Augen, dass die Grenzen zu Hart‘s Verständnis von Humor und Comedy dabei niemals überschritten werden und auch kein Dwayne Johnson die Show retten könnte, was viele noch bei Central Intelligence erlebt haben. Es mag also Enttäuschungen geben von Menschen, die hierzulande ins Kino wanken, in den USA hat das Teil inzwischen die Toplisten erklommen und erfreut sich bester Beliebtheit – und dort passt der Film auch irgendwo hin.

Der Humor bleibt sich selbst absolut treu und trägt vollkommen Hart‘s Siegel: Dumm genug, um nicht elitär zu wirken oder auf normaler Ebene wahrgenommen zu werden, aber eben auch gut genug, um nicht als Schund abgestempelt zu werden und in die unterste Schublade abzurutschen: Wer in vergangenen Filmen hier und da lachen musste, sollte den Titel auf jeden Fall mitnehmen und die bitterbösen ersten Minuten überstehen, denn die sind erstmal sehr merkwürdig und reizen stark, den Saal einfach zu verlassen und sein Geld zurückzufordern.

Aber dann kommt so etwas wie “Niveau” in die Geschichte rein und man spürt, dass hier eben keine Schulklassensprecher am Werk waren, sondern schon Erfahrung und auch eine Portion Geld drin steckt und die Gags immer Ausgewählter werden und so mancher “Wow”-Moment auf der Bildfläche erscheint. Und das macht aus dem Ding am Schluss dann eben doch einen Kinoabend, der nicht völlig für die Katz war, sondern sehr wohl zu unterhalten wusste, auch wenn davon später vielleicht nicht zwingend etwas hängen bleibt.

 

.kinoticket-Empfehlung: Je länger, desto besser: Wer am Anfang raus rennt, verpasst die besten Szenen, denn der Film wird mit fortlaufender Zeit immer besser.

Night School ist absolut Kevin Hart: zu schlecht, um ihn hier in den Himmel zu loben, und gleichzeitig zu gut, um ihn deswegen nicht gesehen zu haben: Wer mit seinem Humor klar kommt, erlebt hier vielleicht den besten Film, den er je gedreht hat.

 

Nachspann
❌ braucht man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 15. November 2018

Original Title: Night School
Length: 111 Min.
Rate: FSK 12

Das schönste Mädchen der Welt

Ich stell euch mal zwei Vasen auf den fiktiven Geist-Tisch in euren Köpfen:
Vase 1: Deutsches Kino.
Vase 2: Comedyfilm.
Na, bei wem zieht sich inzwischen alles zusammen? 😉
Jap – genau dieses Problem hat man mit Das Schönste Mädchen der Welt endlich ausgemerzt und einen Movie geschaffen, der sich den Problemen Jugendlicher annimmt und sie in ihrer eigenen Sprache und Machart komplett versteht und so wiedergibt, dass man nicht das permanente Gefühl von Peinlichkeit und Scham hat.
Regisseur Aron Lehmann vollbringt hier die unglaubliche Höchstleistung, in einer deutschen Produktion Schauspieler miteinander zu vereinen, die in Sachen Coolness, Up-2-Date und Vorzeigbarkeit ein bisher ungekanntes Niveau erreichen und den Zuschauer permanent verblüffen.
Und zwar auf allen Gleisen, die es so gibt: Die Sprüche sind geil, die Musik ist der Hammer (und ja, ich steh normalerweise überhaupt nicht auf dieses Genre), die Schauspieler spielen alle sowas von abartig cool, alt und jung, dass man es kaum aushält, diesen Film nur einmal zu sehen und dann warten muss, bis er endlich im regulären Kino läuft und man ihn sich nochmal anschauen kann.
Die Jokes sind erste Sahne, die Zusammengehörigkeit und das Gruppengefühl toppt sogar Fack Ju Göhte und offenbart sich selbst somit als eben jene Trilogie, nur halt “in gut”. Auch für die Kritiker.
Stimmen zum Film waren u.a. “Die ersten 20 Minuten hab ich etwas gebraucht, um warm zu werden, aber dann war er wirklich richtig gut.” – und tatsächlich: Deutschland hat in seinem Kinorepertoire kaum etwas, worauf man a la “Alien Chestbuster” zurückgreifen kann, was dem Zuschauer innerhalb von Sekunden ein komplett bekanntes Phänomen vermittelt, auf das man dann einen Situationskomik-Plot aufbauen kann und muss sich somit erstmal selbst ein Fundament schaffen, auf dem der Reigen dann tanzen kann.
Das Schönste Mädchen der Welt schafft dies und rattert dabei locker alle Gefühls-Wellen ab, die man so kennt und erfasst dabei jeden, der sich in den Saal begeben hat.
Großartig – endlich ein Film, der auf internationalem Niveau vollkommen überzeugen kann und für den man sich als Deutscher kein bisschen schämen muss, quasi das A Clockwork Orange unserer Zeit!
Danke, Tobis, Danke Aron Lehmann!
 

.kinoticket-Empfehlung: Großartiges Kino über die Generation Jugend, die Sprechen und Benehmen verlernt hat und sich in der großen Übung der Liebe probiert.
Eine deutsche Komödie mit großartigen Schauspielern, einem hervorragenden Plot und zündenden Witzen ist hierzulande eine totale Seltenheit, die bislang jeden berührt hat und auf der Leinwand großartig funktioniert. Endlich fängt’s auch hier an, richtig Laune zu machen und man darf auf weitere Publikationen dieser Art gespannt sein.

 
Nachspann
✅ wenn auch nicht optischer Natur, für einen Lacher reicht’s noch 😉
Kinostart: 6. September 2018
Original Title: Das Schönste Mädchen der Welt
Length: 102 Min.
Rate: FSK 12

Meine teuflisch gute Freundin

Wir sind wieder im deutschen Kino und man findet auf der Leinwand diesbezüglich fast alles, was hierzulande Rang und Namen hat – zumindest, wenn man die aktuellen Teenie-Stars mal so durchforstet. Dementsprechend kratzt man auch wieder an meiner heiß geliebten Theatersprache und beordert meine Fav-Stars gleich mal in den Keller, weil man so einfach nicht spricht. Aber was soll’s.
Samuel Finzi dürfte meinen Lesern aktuell noch aus HERRliche Zeiten in Erinnerung sein und wenn ich euch jetzt verrate, dass sein vorheriges Projekt Hot Dog war, dürfte jeder wissen, wie meine Sympathien um diesen Darsteller stehen und mit welchen Gefühlen und Erwartungen ich diesen Film begonnen habe.
Die Startvoraussetzungen sind also unterirdisch und genau da setzt wohl auch der Plot an, der – zu meiner großen Überraschung – zwar von vielen kleinen filmischen Gemeinheiten gebeutelt wird, sich daraus aber extravagant empor kämpft und dem Zuschauer, im speziellen dem Zielpublikum, eine wahrhaft sehenswerte Story vorbeibringt, die von Moral und guten Vorbildern geprägt ist und gleichsam durch seine Ungewöhnlichkeit ungemein viel Spaß bereitet.
Wer jetzt mit Anstand und Konservativismus ankommt, so von wegen “Teufel”, “Dämonen” und “Das ist nichts für Kinder, schon gar nicht für meine”, darf diese Vorurteile gerne sofort wieder einstecken, denn davon ist im Film rein gar nichts zu sehen. Schaut euch ein Profilbild des Darstellers an, dann seht ihr alles, was an “Teufelsfratze” im Antlitz erstrahlt – die Kindertauglichkeit ist demnach also gewährleistet.
Vielmehr finden die diabolischen Streifzüge eher in den Handlungen statt, wobei hier angemerkt werden darf, dass der Alltag in deutschen Schulen wohl oftmals wesentlich boshafter ist, als auf der Leinwand gezeigt. So mag wohl auch manch einer die Überschwänglichkeit der guten Seite anzweifeln, die jedoch im Rahmen des Films meiner Meinung nach super ausgelotet dargestellt wurde und fast wie der sprichwörtlich trockene Schwamm vorbildhaftes Verhalten an die Tagesordnung bringt, die unserer Gesellschaft in Teilen heute so arg fehlt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist schon bezeichnend, dass man erst in die Hölle hinabsteigen muss, um moralisch-ethisch vertretbares Handeln zu finden, was metaphysisch betrachtet schon wieder ein glanzvolles Beispiel zum derzeitigen Zustand unserer Welt offenbart.
Das alles in einen kinderfreundlichen Film verpackt, der wieder ehrbares Verhalten lehrt und dabei noch wunderbar unterhält, ist Inhalt dieses Films. Familientaugliche Kost, die gerne im Kino konsumiert werden kann – wer danach noch mit den Kids über das Verhalten der verschiedenen Charaktere spricht, hat pädagogisch alles richtig gemacht! Top!

 
Nachspann
✅ Ist zwar nicht sonderlich wichtig oder Story-vorantreibend, aber es werden alle Figuren nochmal schön bebildert gezeigt.
Kinostart: 28. Juni 2018

Die brillante Mademoiselle Neila

Der Titelschriftzug sagt im Prinzip schon alles aus: Brillant!
Man sollte sich auf jeden Fall auf den Weg machen und diesen Film suchen! Wo immer er läuft – jedes Kino ist recht, hauptsache man geht rein und sieht ihn! Im Rahmen der galanten Suche nach kunsttragender Orientierung innerhalb eines Geschwulsts aus Politik, Intrigen und infantiler Dummheit entpuppt sich auf einmal ein intellektuelles Stück Lehrgeschichte, dass nicht nur von Eleganz getragen wird, sondern vor allem durch seine niederschmetternde Lehre punktet und dabei allen Argumentatoren sämtliche Register aus der Tasche klaut und sie vernichtend schlägt.
Obwohl man geistesschreiend nach Abwehr-Reaktionen sucht und flehentlich bittet, dass dieser politisch inkorrekten Verhaltensweise keine Klarheit angedeihen möge: Der Film ist gnadenlos und verfolgt seine bitteren Ziele bis zum Schluss – und die Erleuchtung ist großartig!
Ja, ich war zwiegespalten, als ich geohrfeigt wieder aus dem Laden rausgetrümmert wurde und wusste erstmal nicht wirklich was mit mir anzufangen. Doch letzten Endes sind diese Methoden bei weitem Ungeschlagen und: Trotz Schmerz und körperlichen Qualen: Sie tragen Früchte und sollten wohl auch in unserem Alltag desöfteren mal angewandt werden, um die Menschen stark zu machen, die diese Stützen dringend brauchen und ihnen eine Waffe an die Hand zu geben, mit der sie ihr Leben herausragend meistern.
Wer jetzt glaubt, ich rede von “Randgruppen” oder der Ansicht ist, ich breche hier bestimmte Bevölkerungsgruppen auf irgendwas runter, der irrt: Ich rede von jedem einzelnen! Denn jeder Mensch ist auf irgendeinem Teil der Welt einer Randgruppe zugehörig und damit “potentiell gefährdet, selbst auf der Schlachtbank zu sitzen”.
Und was wären wir froh darüber, würden wir anstelle der Hauptdarstellerin da stehen und das mit auf den Weg bekommen, was sie bekommen hat…. Warte mal…. durch den Film würde dann ja genau das eintreten. Also aufhören zu quatschen und Abmarsch ins Kino => Lehrstunde!
 

.kinoticket-Empfehlung: Intellektuelle Sahnekirsche mit großartigen Schauspielern und einem Plot, der garantiert Diskussionen auslöst!
Die himmelschreiende Unfassbarkeit in einer Zeit, in der politisch korrekter Schwachsinn Hochkonjunktur ohnegleichen feiert – ein Film, der nicht besser in unsere Epoche passen könnte. Und jeder von uns hat eine Menge daraus zu lernen.

 
Nachspann
❌ braucht nicht ausgeharrt zu werden, hier folgen keine weiteren Szenen mehr.
Kinostart: 14. Juni 2018

Die Grundschullehrerin

Seit ein paar Wochen schwärme ich schon davon, dass es demnächst jede Menge Filme geben wird, die euer Herz fordern werden – ohne dabei Namen zu nennen – dies hier ist einer davon.
Mit so viel Liebe, Inbrunst, Herzblut und pädagogischem Vorbild geht man die zwischenmenschlichen Beziehungen im frühen Kindesalter an und entdeckt die Welt einmal völlig neu und von vorne. Dabei ist die Herausarbeitung der verschiedenen Persönlichkeiten enorm! Das Meckern über mangelnde Profiltiefe bei zu oberflächlich dargestellten Charakteren trifft spätestens hier auf seine Grenzen, denn die Ineinanderverflechtung der verschiedensten Ausgangssituationen erlebt in einem völlig herzlichen und absolut empfehlenswerten Film seinen Höhepunkt.
Dabei wurden die Darsteller sowas von sorgfältig ausgewählt, dass einem selbst als Kinderhasser das Herz aufgehen muss, denn die Kleinen leisten Umwerfendes! Das rührt fast schon zu Tränen!
Man mag kaum glauben, dass es sich diesmal nicht um eine wahre Geschichte handelt, sondern alles nur fiktiv ist und spürt die zweijährige Recherche an allen Ecken und Enden. Das Ergebnis ist mehr als authentisch und zeugt von so viel Vorbildcharakter, dass ich diesen Titel fast schon als Lehrstudie im Unterrichtsplan von angehenden Lehrkräften sehen möchte. Als absoluten Pluspunkt muss man an dieser Stelle ebenfalls erwähnen, dass die Menschen hier nicht auf ihre Berufe reduziert oder süffisant auf ihre Stereotypen runtergebrochen wurden, sondern man tatsächlich das Kunststück (was eigentlich keins sein sollte) geschafft hat, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen, das keinen Aspekt des Lebens außen vor lässt und Menschen gedanklich Unmögliches abverlangt.
Gerade das Umgehen mit Schwächen, das Lernen in allen Perspektiven und die spielerische Auseinandersetzung mit todernsten Themen machen aus diesem Film eine Perle, die man definitiv gesehen haben muss.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ob ihr den Titel nun im Kino, Heimkino oder irgendwo unterwegs schaut, sei dahingestellt – wichtig ist nur, dass er auf eurer To-Do-Watchlist steht und ihr keinesfalls versäumt, die Inhalte dieses französischen Peaks zu konsumieren.
Natürlich würde ich immer die gemütliche Abendrunde mit Freunden im Independent-Kino eurer Wahl bevorzugen, für mich verbirgt sich hinter dem fast unscheinbaren Titel aber eine ganz große Story, die es wert ist, der Welt gezeigt zu werden.
Also schaut sie euch an.

 
Nachspann
muss nicht abgebrochen werden, man wird hier endlich wieder mal “sanft entlassen”.
Kinostart: 15. Februar 2018

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