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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Schutz

Mia und der weiße Löwe

© 2019 StudioCanal

Mia und der weiße Löwe bekam .trailer-Aufmerksamkeit, jede Menge Poster und somit jede Menge Vorschuss-PR mit auf den Weg, wurde dann in den Kinos aber relativ schnell an den Rand gedrängt und verschwindet jetzt fast schon wieder von der allgemeinen Bildfläche.

Ich habe es nun auch endlich geschafft, mir den Film anzusehen und bin mit gemischten Gefühlen wieder raus spaziert. Why?

Ganz einfach: Der offensichtliche Fokus liegt hier ganz klar darauf, Menschen wieder etwas mehr für die Natur und die Lebewesen darin zu sensibilisieren, verächtliche Dinge wie Wilderei oder Safaris zu unterbinden und somit den Lebensraum von teils gefährdeten Spezies wieder in den Köpfen als „unantastbar“ zu markieren.

Begleitet wird dieses Unterfangen von teils wirklich guten Darstellungen von Daniah De Villiers, die sich aus den sonst doch sehr kindhaften Dialogen durch ihre rebellische Art hervortut. Außerdem wird man betört von Bildern und Landschaften, die einem schlicht den Atem rauben und alles in einer goldenen Kulisse eingehüllt, die vor Romantik und Begehrlichkeit nur so strotzt.

Alles in allem also doch sehr positiv und ansehnlich. Warum also gemischte Gefühle?

Wenn zu Beginn bereits die Marken von Luxus-Uhrenlabels als Presenter aufgefahren werden und der ganze Film prinzipiell von Upper-Class-Kapitalismus gefördert und finanziert wird, fühlt sich die ganz Sensibilisiererei doch ein ganz klein wenig heuchlerisch an, da gerade diese Klientel doch diejenigen sind, die in der Regel den im Film verdammten Freizeitaktivitäten nachgehen.

Vorurteile hin oder her: Ein Hartz IV-Empfänger wird sich wohl kaum den Luxus gönnen (können), irgendwo die Big 5 zu schießen und der gemeine Schüler oder die Durchschnitts-Mama hat wohl auch weniger im Sinn, zwingend nach Afrika zu reisen und einem Löwen den Garaus zu machen … da spricht man moralisch tatsächlich diejenigen an, die Geld haben, Zeit haben und denen im Leben der gewisse Kick fehlt … und das sind dann eben auch diejenigen, denen diese Marken tagtäglich auf dem Tablett serviert werden, was nicht gleichbedeutend ist mit „Alle Kunden dieser Marken haben derartige Verlangen“.

Somit fährt man also eine eigentlich gute Absicht auf, und es fühlt sich bitter nach „Ja, schau mal, wir haben doch aber einen Film unterstützt, der …“-Ausrede an, die man zukünftig bei Diskussionen und Vorhaltungen gegenüber Kritikern auffahren kann. Grundsätzlich richtig – aber moralisch wirklich vertretbar?

Und damit verkommt Mia und der Weiße Löwe zu einem gut produzierten, gut geschauspielerten Werbe-Image-Film für die angebliche moralische Gesundheit teurer Luxus-Klientel, die – sofern sie derartigen Aktivitäten nachgehen und sie in Social Media Kanälen präsentieren – regelmäßig mit Shitstorms überhäuft werden.

.kinoticket-Empfehlung: Beeindruckende Landschaften, tolle Aufnahmen, solides Schauspiel und eine fragwürdige Produktionsmoral, die hinter diesem Film steckt: Hier haben meiner Meinung nach die Falschen die Strippen gezogen.

Alle guten Absichten in allen Ehren: Wenn man Dinge verdammt und selbst zu denjenigen zählt, die quasi mehr oder weniger allein dafür in Frage kommen, darf zumindest gezweifelt werden – was ich hiermit aufrecht tue.

Nachspann
✅ enthält tolle Landschaftsaufnahmen, die aber die Handlung nicht weiter vorantreiben. Darf also jeder selbst entscheiden, ob man sitzen bleibt oder geht.

Kinostart: 31. Januar 2019

Original Title: Mia et le Lion Blanc
Length: 97 Min.
Rated: FSK 6

Fly, Rocket Fly! – Mit Macheten zu den Sternen

Beim Plakat könnte man an einen zweitklassigen Film aus den 70ern denken, der Titel reißt vielleicht auch nicht jeden vom Hocker und wenn man beim näheren Hinsehen dann auf das Wort “Dokumentation” stößt, schreckt das die restlichen Interessenten wohl auch noch ab.
Habt ihr ein Glück, dass ich so kinoversessen bin und wirklich überall reingehe. Ich hab nämlich anfangs auch gedacht: “Naja, was soll da schon kommen” – saß dann drin und wurde sofort gepackt.
Leute? Das Ding steht in der Topliste diese Woche – und das nicht ohne Grund!
Fly, Rocket Fly schafft es, dem Zuschauer deutsche Raumfahrtgeschichte so packend zu verkaufen, als würde es gerade erst passieren. Man spürt förmlich den Drang und die Lust auf Abenteuer, neue Welten zu entdecken und auch, wenn man kein SciFi-Fan ist, erlebt man doch, was die Raumfahrt mit den Menschen anrichtet, und das am eigenen Körper.
Dieser Rausch nach mehr, dieser Rausch, über sich selbst hinauszuwachsen und etwas zu vollbringen – und dabei die unglaublichsten Dinge zu erleben … Manches davon ist so irre, dass es unmöglich erscheint – und dem entgegen steht, dass dies hier keine Mockumentary oder Fake-Doku ist, sondern ausschließlich Archivmaterial verwendet und damit zu 100% auf glaubwürdige Quellen zurückgegriffen wurde.
Und von Raumfahrt mal abgesehen: Zeitgleich erlebt man, wie diese Welt funktioniert, wie politisch manche Sachen gehandhabt werden und bekommt einen wunderbaren Einblick in menschliche Wesenszüge, die das Potenzial haben, immer die abartigsten Dinge aus allem zu schlagen.
Fly, Rocket Fly ist ein Kinoerlebnis, dem man sich unter keinen Umständen entziehen sollte. Ich weiß nicht, warum man so zurückhaltend mit der Presse umgeht oder auch sonst nichts von diesem Projekt hört und sieht, aber ihr habt als Zuschauer die Möglichkeit, die kleinen Säle zu füllen und dem Verleih zu zeigen, dass genau so etwas gerne geschaut wird – es lohnt sich und ist dermaßen spannend und unterhaltsam, dass der Kinoabend auf jeden Fall gesichert ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Deutschland vor der USA im Weltraum?
Dieser Film erzählt eine unglaubliche und zu 100% wahre Geschichte und deckt dabei menschliche und politische Machenschaften auf, ohne auch nur eine einzige Sekunde zu langweilen. Es ist DIE dokumentarische Überraschung überhaupt, die jeden einzelnen, der sie bereits gesehen hat, absolut verblüfft hat.
Ein .kinoticket für diesen Film zu lösen, ist nicht nur lohnenswert, sondern Pflicht! Geht da rein und lasst euch von dieser unfassbaren Story mitreißen!

 
Nachspann
❌ wartet nicht mit neuen Sequenzen auf, man darf also wieder nach draußen und in den Himmel starren. 🙂
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Fly, Rocket, Fly
Length: 90 Min.
Rate: FSK 12

The Great Wall (3D)

Matt Damon in einen zumindest in meinem Kino nicht hochauflösend gezeigten Trailer über chinesische Inhalte zu schicken, zeugte nicht unbedingt von dem Wunsch, Zuschauer in dieses Werk zu locken, denn es wirkte nicht nur “billig”, sondern irgendwo auch verloren.
Wie mir zu Ohren gekommen ist, haben sich wohl auch sehr viele daran gestört, dass Damon innerhalb dieser chinesischen Publikation sogenanntes Whitening betreibe, was natürlich lächerlich ist, da sein Charakter auch geschichtlich absolut in seine gespielte Rolle passt und man ihm daher rein gar nichts vorwerfen kann. Im Gegenteil.
Vorwerfen kann man auch dem Film selbst nichts, denn The Great Wall etabliert sich als eines der Kunstwerke, für die 3D wieder mal wie geschaffen ist. Was hier an Räumlichkeit über die Leinwand in den Saal reinschiebt, ist endlich mal wieder echte Liebe zur Dreidimensionalität und beweist einmal mehr, dass hier und da der Griff zum teureren 3D-Ticket durchaus lohnenswert ist.
Aber nicht nur das, sondern auch das verhaltene Andeuten im Trailer und die daraus resultierende überraschende Auflösung der Pointen ist bei The Great Wall mehr als gelungen. Die Action, das epische Auffahren von abartigen Szenen, die kolossalen Kämpfe, denen man hier beiwohnt, erzeugen im Saal nicht nur mächtig Gänsehaut, sondern lassen auch den Zuschauer tief in diese mystische Welt eintauchen, derer sich die Schöpfer anhand von Mythen & Sagen aus der dortigen Region bedienten.
Der Film als solches war für mich eine absolut gelungene Überraschung auch die Crazyness der Gegenspieler punktete bei mir mit Einfallsreichtum und sowohl grafisch als auch “logistisch” super umgesetzter Ideenvielfalt.
Die Momente, in denen man vor Staunen einfach nur entzückt in seinem Kinostuhl verharrt und sich über den immensen Aufwand bei der Produktion freut, häufen sich hier nicht nur zahlreich, sondern übertrumpfen sich auch selbst immer wieder und lassen auch hierzulande die chinesische Filmtradition erfolgreich weiterleben.
Dass man hier auch zum Schluss nicht in heroischen Heldenunsinn verfällt, sondern die Bühne mehr oder weniger der grafischen Explosion widmet, war für mich auch ein weiterer Pluspunkt, auch wenn sich daran wohl der ein oder andere stören könnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Fakt ist: Als geballtes Actionkino mit sagenhafter Unterhaltung und jeder Menge epischer Szenen erkämpft sich dieses Werk den Weg in die Toplisten der sehenswerten 3D-Filme und erzeugt nicht selten spürbar grandiose Momente.
Da es sich hier um eine Sage handelt, sollte man geschichtlich nicht allzu viel erwarten, der Sehspaß bleibt davon aber unberührt.
So niedrige Erwartungen der Trailer vermuten ließ, so hoch hat man sich übertrumpft und sensationelle Action geboten – definitiv sehenswert!

 
Nachspann
die ersten paar Sekunden beobachten, wem das egal ist, einfach nach draußen gehen.

Die Vampirschwestern 3 – Reise nach Transsilvanien

Man nehme:

  • 14 Schnapsgläser
  • Reichhaltig von einem hervorragenden Hochprozentigen
  • Ein Brett (am besten mit Einkerbung, damit die Schnapsgläser nicht rausrutschen)

Dann startet das Trinkspiel. Jedes mal, wenn im Kino der Name “Antanasia” gesagt wird: trinken!
Erstens wirds dadurch im Laufe der Zeit wirklich erträglich, der Story zu folgen. Zweitens ersäuft man so seinen inneren Hass auf die biederen Klischees, die im Film ausgeschmückt und verehrt werden und drittens fällt mir keine andere Methode ein, um dieses Werk, das bereits im Trailer abscheuliche Antipathien streute, auch nur näherungsweise leichter zu ertragen.
Alternativ kann man auch jedesmal zum Glas greifen, wenn man sie sieht. Das erhöht die Chancen, dass man bewusstlos umkippt, bevor der Film zu Ende ist. Dann ist das ganze noch leichter zu ertragen.
Nein, Leute, mal im Ernst: wer denkt sich so einen Schwachsinn aus und wieso gibt’s davon dann gleich drei Teile? Mein Kinobuddy lotete die Zielgruppe auf unter 10 aus und selbst für die finde ich die Darstellungen und das Gewese allenfalls zweifelhaft. Lehrreiche Interpretationen des Lebens oder liebenswürdige Umgarnung leidvoller Darstellungen aus dem echten Leben oder wenigstens mit einer Moral für selbiges? Fehlanzeige.
Statt dessen …. AntanaaaaaasiaaaahhhhhhTRINK! …. äh, wo waren wir?
Eins hat der Film definitiv bei mir geschafft: einen neuen Tiefpunkt zu entdecken, was Niveau, schauspielerische Leistungen und überzeugendes Können angeht.
Ich schau mir ja viel an. Auch wenn das untertrieben ist. Und ich lass mich auf vieles ein und bin dabei auch eigentlich immer recht tolerant beim Umgang mit der Suche nach dem passenden Publikum. Aber das hier?
 

.kinoticket-Empfehlung: Verlasst den Ort der Schande und zeigt offen, dass so etwas gar nicht geht.
Nicht, weil es nicht familientauglich wäre oder auf den ausgelutschten Trend der Vampircoolness hinarbeitet, sondern weil die Umsetzungen einfach dermaßen schlecht sind, dass selbst die Kotze zu schade ist, die man dafür verschwenden müsste.
Sorry, für diese ehrlichen Worte, aber anders kann ich dieses Ding nicht beschreiben. Es war die größte Erleichterung, als ich endlich wieder aus dem Saal raus durfte.

 
Nachspann
Um dem allen noch einen drauf zu setzen kommt hier noch was.

Doctor Strange (3D)

Wer Marvel kennt, weiß, dass man sich hier wieder auf herausragendes Blockbusterkino einlässt, dass nicht nur unglaublich die Massen ins Kino zieht, sondern auch eine markante Bodenständigkeit aufweist, die trotz Superheldentum irgendwo klassisch-konservativ anmutet und einen erneut zum Staunen einlädt.
Was ich dabei interessant finde, sind nicht etwa die Einfälle und Bewegungen, die man hier aus der Realität heraus macht, sondern vielmehr die unglaublich funktionierende Größe, mit der man sich innerhalb dieser Produktionen bewegt und einmal mehr beweist, dass es nicht sonderlich viel braucht, um etwas Herrschaftliches zu erschaffen, hinter dem dennoch tiefere Abgründe verborgen sind.
Die majestätische Rückführung in die Höhle des Bösen, wie es bei DC oft der Fall ist, findet hier gar nicht statt, sondern man entfesselt einen neuen Charakter aus dem Marvel-Universum auf der Leinwand und erklärt damit der Langeweile den Krieg. Doctor Strange hinterlässt nicht nur mit seinem ersten Eindruck bleibende Erinnerungen sondern überzeugt auch mit einem vortrefflichen 3D, dass sich den Namen tatsächlich verdient.
Hiermit werden Sphären geschaffen, die sich nicht nur aus der Zweidimensionalität heraus bewegen, sondern sowohl Geist als auch Seele entführen und in neue Welten vorstoßen, die sich abseits der bisherigen Auseinandersetzungen befinden und einmal mehr etwas Neues in Angriff nehmen, dem man sich auf diese Weise bislang noch nicht in dieser Form genähert hat.
Auch hier herrscht wieder viel Interpretationsspielraum, kreative Bühne für neue Ideen, die einem guten Kinobesuch das gewisse Etwas verleihen und dafür Sorgen, dass man als Zuschauer eher geschmeichelt als gekränkt ist und sich auch in seinem Intellekt nicht verraten fühlt. Gleichwohl gibt es an der Gesamtumsetzung viel Diskussionswürdiges zu bemerken, das allerdings im Gros der Erzählung keinen nennenswerten Unterschied macht, sondern sich auf hervorragendes Popcornniveau begibt und hier – ganz klassisch – die Massen unterhält.
Die Effekte sind anfangs ein Augenschmaus, etablieren sich meiner Meinung nach dann aber etwas zu früh und lassen damit etwas Geschwindigkeit im Film liegen, was stellenweise zur Übersättigung des Zuschauers führt, jedoch reißt dies die nahezu kritiklose Darstellung eines Benedict Cumberbatch wieder raus, der hier den Charakter des Doktor Strange wunderbar vorstellt und damit den Grundstein für viele weitere, tolle Geschichten legt, die sich im Marvel-Universum abspielen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ich für meinen Teil war begeistert von der schonungslosen Veränderlichkeit, die man hier in einem bekannten Erzähluniversum durchzieht und welcher Mittel man sich alles bediente, um keinen übertrieben-krampfhaft-sinnigen Film zu machen, sondern durchaus effektvoll und bleibend eine Figur einzuführen, von der ich persönlich auch in Zukunft gerne mehr sehen will.
Die schauspielerische Arbeitsleistung ist hoch lobenswürdig und auch das Team im Hintergrund hat ganze Arbeit geleistet, um wieder einen Sprung nach vorne zu machen und sich einmal mehr in dem zu übertreffen, was man dem Publikum vorsetzt.
Dass dabei der Geist auf wundersame Reisen geschickt wird, ist nur einer der positiven Effekte, die dieser Film auf seine Besucher haben wird.

 
Nachspann
Marvel … also sitzenbleiben. Und wenn die Post-Sequenz vorbei ist: Sitzenbleiben. Es gibt noch eine Aftershow-Party, die nennenswerte und wichtige Szenen zeigt und nicht nur billig die Leute bis zum Schluss im Kino halten will. Also fesselt euch an die Stühle und lasst die Idioten rausrennen, aber seid selbst keiner von denen.

Die Insel der besonderen Kinder (3D)

Was soll jemand wie ich über einen Film wie diesen sagen?
Tim Burton.
Reicht das?
Im Trailer wird dazu eingeladen, in magische Fantasiewelten einzutauchen und die Realität hinter sich zu lassen. Es funktioniert.
Nicht nur, dass Burton wieder einmal einen Geniestreich abliefert, sondern die Eindrücke – ob nun audiovisueller oder tatsächlich bildhafter Art – setzen sich im Gehirn nieder und beginnen zu brüten. Der Trip, auf den man hier geschickt wird, ist nicht nur unbehaftet von anderen Inspirationen, sondern birgt wieder extremes Unterhaltungspotenzial, das nicht verschenkt, sondern genüsslich Stück für Stück ausgekostet und an den Zuschauer verteilt wird.
Dass Burton auch oft Kinder dazu einlädt, an seinen erzählerischen Machenschaften teilzuhaben, darf man bei Die Insel der besonderen Kinder gerne mal außer Acht lassen, denn der Stoff ist für die Jüngsten fast schon zu starker Tobak, dafür aber für das erwachsenere Klientel mega gut geeignet, um sich für eine Weile aus dem Alltag entführen und in eine gänzlich andere Welt schicken zu lassen.
Und ja, diese Reise funktioniert wirklich. Schon bald beginnt man, mit den Unnatürlichkeiten der Story zu harmonieren und erlebt sich selbst, wie man in einem Boot der Gefühle auf einer See umhergeschaukelt wird, die man vorher weder kannte, noch beherrschte. Und nicht nur der visuelle Anspruch sucht hier Menschen, deren Kopf noch funktioniert, sondern auch die inhaltlichen Pointen erfordern Denkenskraft, um die richtigen Parallelen zu unserer Welt zu ziehen und die richtige Moral davon mit in den Alltag zu kopieren.
Für mich persönlich war jedoch die visuelle Bildgewalt der ausschlaggebendste Punkt, weshalb man sich diesen Film im Kino anschauen sollte: Die Eindrücke beflügeln und lassen selbst Werke wie Big Friendly Giant (3D) ungeschlagen hinter sich – und das soll was heißen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Hier darf jeder unüberlegt reinspazieren, der Märchen, fantastischen Erzählungen und der Magie des Lebens etwas abgewinnen kann.
Dass hier ein Profi am Werk sitzt, braucht nicht weiter erwähnt werden, dass der sich jedoch wieder einmal selbst übertroffen hat, wäre Grund genug, andere Vorstellungen sausen zu lassen, um Die Insel der besonderen Kinder zu durchleben und nicht nur am grandiosen 3D seinen Spaß zu haben.

 
Nachspann
nur Namen und Berufsbezeichnungen und nichts magisches – auch hinterher nicht.

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