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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Steve Jablonsky

Score – Eine Geschichte der Filmmusik

An alle meine Leser, Freunde, Begleiter und Unterstützer:

Ein FROHES NEUES JAHR 2018!

Nachdem ich euch zwischen den Jahren ein wenig mit Beitragszukleisterei verschont habe, gibt es frisch und munter zum Jahresstart gleich eine hochwertige Perle des Kinos für alle von euch: Score – Eine Geschichte der Filmmusik
Wenn mich – schon zu Schulzeiten – jemand gefragt hat, was ich gerne höre, dann kam als Antwort von mir stets “Filmmusik”. “Hä? Was ist denn das?”
Macht dazu doch einfach mal einen Test: Lass einen Spielfilm eurer Wahl laufen und dreht dabei den Ton ab und schaut euch das Ding mal komplett an. Was fühlt ihr?
Jetzt dreht ihr den Spieß um und lasst einen Film laufen, verdeckt aber das Bild und hört euch nur den Ton an. Schon viel spannender, oder?
Aus diesem Grund gibt es in jedem gut sortierten Multimedia-Laden auch eine reichhaltige Auswahl an Filmscores und Soundtracks zu erwerben, aber ich habe noch nirgendwo gesehen, dass man die Bilder ohne den Ton zum Verkauf anbietet.
Daran sieht man, wie enorm wichtig und essentiell Soundtracks und musikalische Untermalungen in Filmen überhaupt sind, denn sie hauchen dem Streifen erst Leben ein und machen ihn zu dem, was er am Schluss ist.
So mancher Kultklassiker wäre nicht das, was er ist, wenn man ihn seiner Töne beraubt hätte. Und wenn man sich ein klein wenig dafür interessiert (oder auch gar nicht, aber bei den Abspännen nicht sofort rausgerannt ist), dann kennt man wohl den ein oder anderen Namen dann doch:
Marco Beltrami, Max Steiner, Christopher Young, David Newman, Trevor Rabin, Bear McCreary, Mervin Warren, Mychael Danna, Hans Zimmer, Rachel Portman, Christophe Beck, Joseph Trapanese, John Debney, Howard Shore, Buck Sanders, Alex North, John Barry, David Arnold, Ennio Morricone, Tom Holkenborg, Bernard Herrmann, Tyler Bates, Heitor Peireira, Mark Mothersbaugh, Joshua Ralph, Dario Marinelli, Patrick Doyle, Moby, Quincy Jones, Jerry Goldsmith, John Williams, Brian Tyler, Alexandre Desplat, Deborah Lurie, Harry Gregson-Williams, Elliot Bruce Goldenthal, Danny Elfman, Christopher Lennertz, Thomas Newman, Michael Trent Reznor, Atticus Ross, Henry Jackman, Steve Jablonsky
Für musikalische Verhältnisse liest sich das runter wie die Creme de la Creme aus Hollywood, das who is who der musischen Szene in allen Facetten, Varianten und Zeitaltern der Filmmusik. Und genau das liefert Score – Eine Geschichte der Filmmusik den Zuschauern auch auf die Leinwand: Die geballte Power von:
Scream
Todeszug nach Yuma
Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Vom Winde verweht
King Kong und die weiße Frau
Casablanca
Hellbound – Hellraiser II
Verlockende Falle
Password: Swordfish
Der Fluch – The Grudge
Anastasia
Die Flintstones
Armageddon
Con Air
Duell der Magier
Battlestar Galactica
The Walking Dead
Outlander
Honey
Little Miss Sunshine
Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger
Blade Runner 2049
Der König der Löwen
Buffy – Im Bann der Dämonen
Straight Outta Compton
Oblivion
Tron: Legacy
Die Passion Christi
Der Herr der Ringe
Aviator
Resident Evil
I, Robot
Knowing
Warm Bodies
World War Z
Spartacus
Endstation Sehnsucht
Cleopatra
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Jenseits von Afrika
Der mit dem Wolf tanzt
Independence Day
Stargate
Alle James Bond von 1997 bis 2008
Zwei glorreiche Halunken
Spiel mir das Lied vom Tod
The Hateful Eight
Mad Max: Fury Road
Deadpool
Psycho
Final Destination Reihe
Minions
Ich, einfach unverbesserlich I & II & III
Thor: Ragnarok
Lucky Number Slevin
Stolz und Vorurteil
V wie Vendetta
Harry Potter-Reihe
Der Schakal
Heat
Die Farbe Lila
Get Rich or die Tryin’
Poltergeist
Total Recall
Basic Instinct
Schindlers Liste
Sieben Jahre in Tibet
E.T. – Der Außerirdische
Der Weiße Hai
Krieg der Sterne
The Fast and the Furious-Reihe
Alien vs. Predator 2
Die Unfassbaren I & II
Die Queen
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Florence Foster Jenkins
The Danish Girl
Valerian
Hellboy – Die goldene Armee
Spider Man 2
Wanted
Shrek-Reihe
Die Chroniken von Narnia
X-Men Origins: Wolverine
Friedhof der Kuscheltiere
Alien 3
Interview mit einem Vampir
Frida
Edward mit den Scherenhänden
Alice im Wunderland
Batman
Good Will Hunting
Men in Black
Alvin und die Chipmunks
Kill the Boss
Passengers
Die Verurteilten
Skyfall
The Social Network
Verblendung
Fear the Walking Dead
The Da Vinci Code – Sakrileg
Fluch der Karibik
The Dark Knight
Monsters vs. Aliens
Michael Bays Texas Chainsaw Massacre
Die Insel
Transformers-Reihe
Deepwater Horizon
The Last Witch Hunter
Battleship
Desperate Housewives
… könnt ihr noch?
Das waren jetzt aber nur Auszüge … denn hier sind die Leute am Start, die in 100% aller Fälle ihre Finger mit im Spiel eines jeden je gemachten Films (selbst Stummfilmen) hatten: Komponisten.
Score – Eine Geschichte der Filmmusik entführt hinter die Kulissen des Filmemachens und erzählt die Geschichte, Abenteuer, das familiäre Zusammenspiel einer in sich geschlossenen Welt innerhalb der Faszination Hollywoods und ist nicht nur für Musikbegeisterte eine wahre Bereicherung.
Allein das Gefühl, in einem Kino zu sitzen und wieder die echten “aus der guten, alten Zeit”-Dinos aus Jurassic Park über die Leinwand springen und brüllen zu sehen – gefolgt von den geilsten Szenen aus Mad Max: Fury Road und einem Tom Holkenborg, der aus dem Nähkästchen seiner Produktion plaudert, um alsgleich von einem schwertschwingenden Transformer hinweggebasht zu werden … und es sind gerade einmal 48 Sekunden vergangen … der Wahnsinn!
Und dabei wird wirklich nichts ausgelassen, was sich im Laufe der Geschichte Hollywoods alles so getan hat: Von den frühen Anfängen über verschiedene Epochen (wusstet ihr, dass Star Wars musikalisch eine entscheidende, prägende Rolle im Filmbusiness gespielt hat?) bis hin zur Moderne bekommen diejenigen das Wort, die einem jeden Film Leben einhauchen und ihn erst zu etwas besonderem machen.
Score läd euch ein dazu, in die Kathedralen der Tonmacher abzutauchen, ihre Arbeitsweise kennenzulernen und so vieles über Filme zu erfahren, das man als Zuschauer oft gar nicht mitkriegt, denn: Der beste Soundtrack in einem Film ist der, den der Zuschauer gar nicht bemerkt.
Wie könnte man besser in ein Jahr starten, als mit solch einem Meisterwerk, dass die geballte Ladung Kino an den Ort zurückträgt, aus dem sie entstammt?
 

.kinoticket-Empfehlung: Matt Schrader läd ein zum Tag der Offenen Tür in Hollywoods Filmschmieden und lässt den Zuschauer auf eine gewaltige Produktion los, die alle ereignisreichen und bedeutenden Filme in 93 Minuten verpackt und dem Zuschauer als monströs-kompaktes Spektakel-Extrakt vor die Füße wirft!
Wer hier nicht zuschlägt, hat von Filmen keine Ahnung – und sei es nur, um alte Ereignisse erneut auf dem Big Screen zu bewundern.
Heimkino, TV-Publikation und alle anderen Veröffentlichungen zählen hier nicht: Der einzige Ort, an dem man dieses Wunderwerk bestaunen darf, sollte ausschließlich Kino sein – auch wenn ich mir persönlich das Ding sofort zu Verkaufsstart in die eigene Sammlung stellen werde… – aber ich war ja auch bereits schon im Kino und anschließend megamäßig geflasht.
Rein!

 
Nachspann
Sitzen bleiben, oder ihr verpasst eine wahnsinnig spannende Geschichte zu Titanic.
Kinostart: 4. Januar 2018

Transformers – The Last Knight (3D)

Ist es nicht unglaublich, was für eine epische Macht aus einem Plastikspielzeug hervorgehen kann? Im Jahre 2007, als sich Michael Bay daran machte, eine erwachsenentaugliche Version der Hasbro-Spielzeuge zu verfilmen, ahnte noch keiner, was das für weitreichende Konsequenzen für die Filmindustrie haben würde.

Heute, im Jahr 2017, feiern wir bereits den fünften und gleichzeitig ersten Teil eines aufkommenden Transformers-Universums, dass sich ganz speziell an eine bestimmte Kundschaft richtet: Den Popcorn-Cineasten.

Mal im Ernst: In Transformers, und Transformers – Die Rache waren wir alle noch leicht begnügt damit, als man uns die Charaktere vorstellte, die Figuren einführte und wenigstens ansatzweise ein klein wenig Story bot, auch wenn da von Anfang an eigentlich nichts nennenswertes da gewesen ist, dass man nachträglich noch als tiefsinnig hätte bezeichnen können.

Spätestens im dritten Teil war jedem zunehmend klar, dass es hier nicht um Story oder Rahmenhandlung geht, sondern man einfach nur irre geil auf Special Effects gezielt, die Waffe abgedrückt und einschlagende Ergebnisse produziert hat. Nicht nur in Sachen 3D wurden Maßstäbe gesetzt, auch in punkto Optik und Filmtechnik hat man mit Avatar gleichgezogen und die Messlatte hoch positioniert.

Und Bay hat niemals aufflammen lassen, hier erzählerische Höchstleistungen vollbringen zu wollen, sondern er präsentiert. Und zwar affenscharfe Karren, megageile Transformationen, superscharfe Babes und eine Menge Haudrauf-Action, die absolut keine Hirnleistung erwartet, sondern einfach nur die niedersten Instinkte des Actionkinoliebhabers erfüllen will. Und wird.

Nachdem jeder weiß, was es mit den Autobots und Decepticons auf sich hat, beschäftigt man sich auch nicht länger damit, hier noch irgendwelche Erklärungen abzuliefern, sondern kümmert sich um die Superlative. Was in anderen Filmen nur angedeutet wurde, wird jetzt zum Hauptaugenmerk gemacht und bereits im Trailer ansatzweise präsentiert: Man fährt volle Geschütze auf und geht voll auf Action. Und in 152 Minuten Spieldauer hat man dafür auch genügend Zeit.

Und es macht tierischen Spaß – zwischen all den in letzter Zeit gesehenen Independent-Filmen – einfach mal hirnlos dazuhocken, ein Eis zu schlemmen und sich an der brachialen Action zu erfreuen, die hier gnadenlos von der einen zur anderen Minute vorprescht und die Zeit wie im Fluge vergehen lässt.

Allein die Optik ist den Besuch eines Megakinos wert. Und Leute: Je größer der Saal, je lauter die Boxen, je wuchtiger der Gesamteindruck, umso wertvoller das Erlebnis im Kino. Lasst die Dörfer hinter euch und verzichtet auf das nächstbeste Kino, sondern wählt eines aus, dass euch auch die dazugehörige Technik bieten kann, um diesem Film seine epische Macht zu lassen und ihn nicht auf Stereo-Sound runterbrechen zu müssen, nur weil die Kinos dafür nicht ausgelegt sind. Hier zählt nicht nur auf der Leinwand die Superlative.

Apropos Superlative: Meiner Meinung nach ist man jetzt auf einem Pegel angelangt, auf dem es kaum weiter nach oben gehen kann. Wenn man damit das Universum eröffnet und auch in Zukunft weiterhin Filme dieser Art liefern möchte, wird das die absolute Highlight-Kirsche auf der Torte des Kinojahres.

.kinoticket-Empfehlung: Bay erfüllt hier keinerlei Erwartungen an Story, Handlung oder sonstige bahnbrechende Elemente, sondern erfüllt einzig und allein den Zweck, megamäßige Effekte aufzubauen und mit niederschmetterndem Donner auf den Zuschauer niederregnen zu lassen.

Wer hier rein geht, sollte wissen, worauf er sich einlässt und die Show einfach genießen. Ohne Erwartungen wird man auch nicht enttäuscht, sondern mit einer Show der Superlative belohnt, die die Zeit im Kino unvergessen werden lassen.

Nachspann
❌ Für einen Film dieser Länge der kürzeste Nachspann, den ich jemals gesehen habe. Im Ernst: bleibt mal hocken und lasst euch überraschen, wie schnell der vorbei ist …

Kinostart: 22. Juni 2017

Original Title: Transformers: The Last Knight
Length: 149 Min.
Rated: FSK 12

The Last Witch Hunter

Schon als ich den Trailer gesehen habe, wusste ich: Das Ding hier wird ganz groß! Und ehrlich gesagt habe ich an meinem Kinotag eigentlich nur auf diesen Höhepunkt hingefiebert.
Vin Diesel steht ja nicht erst seit Fast and Furious für großartiges Kino. Schon in seinen älteren Filmen merkt man ihm an, dass er nicht nur Geld verdient, sondern sein Schauspiel lebt und voll bei der Sache ist. Das gilt auch zu 100% für The Last Witch Hunter. In all den Jahren, in denen mir als Geister-/Hexen-/Übernatürliches-Liebhaber immer wieder Filme dieses Genres vorgesetzt wurden, habe ich noch nie einen derart ernstzunehmenden, vorbildhaften und großartigen Film mit derart viel Liebe zum Detail, Leidenschaft und Hingezogenheit zur Epik erlebt wie hier.
Allein so manche Szenen, in denen das Drift-Spiel zwischen den jeweiligen Welten vollzogen wird, grenzen nahezu an echte Magie. Und oben drauf: Man erlebt hier nicht nur die uns an Halloween wieder überschüttende Liebe für Grauen erregenden Kitsch, sondern wird vor bösartige Tatsachen gestellt, dass sich vor Freude die Nackenhaare aufstellen: Die Hexen sind endlich wieder böse, das Genre erfindet sich durch Ernsthaftigkeit und dunkle Vollkommenheit herrlich neu – das Fadenspiel zwischen übertriebener Brutalität und spinnerhafter Hokus-Pokus-Witzigkeit wurde sagenhaft gemeistert und derart brillant ausbalanciert, dass man vor Freude schreien möchte.
Kurzum: The Last Witch Hunter ist bis dato der beste Hexenfilm, den ich je gesehen habe. Und gleichzeitig kein Massenprodukt, denn die Tatsache, dass man die Vorstellungen auf spät abends verlagert, hat ihre Gründe. Und genau hier sehe ich nur Vorteile: Man ist endlich bereit dazu, mit Millionen von Dollars in Nischen zu springen und diese gebührend auszufüllen. Man verzichtet auf die allgegenwärtige Weichzeichnerei bei Charakteren und Darstellung und befriedigt eben endlich mal nicht die Masse, sondern die Randgruppen und respektiert somit, dass nicht jeder automatisch die gleiche Gemeinsame-Teilmenge-Meinung besitzt wie irgend ein Trend es vorzugeben versucht.
Hut ab!
 

.kinoticket-Empfehlung: Als Fan von Mysteriösem auf der Leinwand sollte man sich diesen Film unbedingt ansehen.
Die Twilight-Massenphänomen-Weichzeichnerei ist vorbei. Endlich ist das Böse wieder böse, das Gute wieder menschlich und die fantastische Darstellung so, dass auch Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern daran Gefallen finden.
Ein Film, von dem gerne mehr kommen darf – und laut Diesel demnächst auch werden wird.

 
Nachspann
gibt es keinen, dafür aber saftige Bilder, wahnsinnige Animationen und jede Menge diffuse Welten, durch die es zu spazieren mächtig Spaß macht.

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