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Tag: Superhelden

Glass

Glass

© 2018 Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

M. Night Shyamalan‘s Filme gehören zu denen, die man eigentlich verbieten müsste zu erklären: Sämtliche Über-Unter-Erklärbär-Texte machen alles nur noch schlimmer. Dabei sind seine Filme gar nicht so übel, wie man ursprünglich denkt – sie passen schlichtweg nur nicht in das Mainstream-Denken aktueller Generationen, weil sich Shyamalan darum ganz bewusst nicht schert.

Ich selbst liebte seine alten Werke und habe sie als Kind auf DVD hoch und runter gespielt und konnte mit den aktuellen Dingen auch weniger anfangen. Split war bis heute für mich der Tiefpunkt des Regisseurs, da hier einfach viel zu viele Logikfehler gemacht wurden, was die komplette Story an sich unglaubwürdig erscheinen ließ und man danach einfach gar nichts mehr ernst nehmen konnte und alles irgendwo nur noch lachhaft erschien.

Von diesen Logikfehlern hat er sich in Glass nicht vollständig getrennt, sie aber zumindest auf ein übersehbares Maß heruntergespielt, so dass man jetzt schon genauer hinschauen muss, um noch gravierende Fehler zu entdecken.

Allerdings hat mich der Film in der Tat völlig positiv überrascht: Irgendwie schafft man es, eine faszinierende magische Anziehungskraft zu entwickeln, die den Zuschauer schon irgendwo in seinen Bann zieht und einen die Story miterleben lässt.

Steven Gätjen bei der exklusiven Preview von Glass im Mathäser Filmpalast in München

Der eigentliche Hauptgrund, sich den Streifen im Kino anzuschauen, ist allerdings James McAvoy! Und ja, jetzt heulen wieder alte Split-Freunde auf, dass dies ja damals schon der Grund war, weshalb Split so gut ist etc. Blabla … jedoch gibt es hier einen wesentlichen Unterschied: Im alten Film hat er auch schon unterschiedliche Charaktere auf beeindruckende Weise authentisch verkörpern können, jedoch immer mit Schnitten drin, bei denen keiner von uns Zuschauern weiß, wieviel Zeit McAvoy hatte, um sich auf die neue Rolle vorzubereiten und diese anschließend im nächsten Take glaubhaft zu verkörpern.

Glass zieht hier gänzlich andere Saiten auf und holt ein förmliches Lebens-Meisterwerk aus diesem Schauspieler heraus, für das er eigentlich schon jetzt den Oscar® verdient hätte! Hier zu erleben, wie er in mehreren Minuten langen, schnittfreien Shots einfach zig mal die Persönlichkeit wechselt und tatsächlich völlig ohne Pause auf die nächste Person umschaltet, ist gleichermaßen faszinierend wie beängstigend: Probiert es vorm Spiegel mal selbst, wie schwierig es schon ist, mit zwei unterschiedlichen Stimmlagen zu sprechen und dann auch noch völlig anders dabei auszusehen … Das, was McAvoy hier abliefert, ist Kino der Meisterklasse und nahezu alleiniger Hauptgrund, sich Glass definitiv anzusehen!

Dazu wartet der Film mit einem genüsslichen Reigen an diversen Plot-Twists auf, die teilweise zwar vorhersehbar, dadurch aber nicht minder spannend sind und dem Film einen Charme verleihen, der wiederum zur magischen Anziehungskraft beiträgt. Man spürt, dass hier mit „guten alten Mitteln“ gearbeitet wurde und die Chemie zwischen dem Regisseur und Schauspielern stimmt.

Dominik Porschen im Gespräch mit Regisseur M. Night Shyamalan bei der exklusiven Preview von Glass im Mathäser Filmpalast in München

Ich persönlich habe Mitte des vergangenen Jahres bereits das Vergnügen gehabt und durfte M. Night Shyamalan persönlich im Kino kennenlernen und dabei seinen Ausführungen über das neueste Projekt lauschen, bei denen er u.a. erzählte, welche Schwierigkeiten er als Filmemacher hat, sich bei den großen Studios durchzuboxen, um überhaupt gezeigt zu werden.

Es ist gleichermaßen faszinierend, dass gerade Disney als Publisher in Erscheinung tritt, die mit der Tochterfirma Marvel ja nun an der gänzlich gegenteiligen Erzählweise und Film-Form arbeiten und quasi hier etwas präsentieren, das vollständig aus ihrem Portfolio ausbricht und alle Regeln und Gesetze verwirft. Shyamalan mag kein CGI, dreht lieber „analog“ und verzichtet auf so viele Computer wie nur irgend möglich: Sämtliche Szenen im Film sind tatsächlich so dargestellt und wurden auch im Kameraverlauf so durchchoreografiert, dass am Ende ein schlüssiges Bild entsteht und man als Zuschauer wieder mal verwundert sein darf über die ein oder andere Szene.

Diese teils trockene und subtile Erzählsprache ist heute nahezu ausgestorben, da man andernorts fast vollständig auf überbordende Special Effects setzt und mit Gigantismus einander auszustechen versucht, während Shyamalan dies hier mit einigen wenigen Sätzen andeutet und fast förmlich abarbeitet.

Damit zeugt man einmal mehr davon, dass seine Filme nichts im Mainstream verloren haben und immer noch zum Nischenkino gehören, Disney als weltweit führendes Label aber einen Massenmarkt damit erobern möchte und für komplett andere Absichten steht. Auch hier findet man sich in teils unerklärlichen Gefilden wieder, die so typisch für Shyamalans Filme sind.

.kinoticket-Empfehlung: Kurzum: James McAvoy haut einen hier vom Hocker, dass sich die Balken biegen und lässt dabei sogar Split wie ein Kindergartenfest aussehen!

Er allein ist DER Grund überhaupt, in den Film zu gehen, der desweiteren aber ebenfalls positiv überrascht! Plot, Twists und der fein abgestimmte Weg, den man damit einschlägt, überzeugen durchaus und präsentieren quasi den Gegenteils-Marvel-Superhelden auf eine völlig eigene Art und Weise. Damit ist für mich der Tiefpunkt seiner Karriere beendet und Shyamalan wieder voll im Rennen!

Nachspann
✅ Bei Split hat sich schon angedeutet, dass hier kleine Gimmicks versteckt werden und auch damit hat man bei Glass ganze Arbeit geleistet: Neue Szenen kommen zwar keine, jedoch ist der Abspann bis zum Schluss nett anzusehen.

Kinostart: 17. Januar 2019

Original Title: Glass
Length: 130 Min.
Rated: FSK 16 | PG-13

Die Unglaublichen 2 (3D)

Disney (naja, eigentlich Pixar) schickt eine Animationsfilm-Fortsetzung in den Ring und macht dabei ausnahmsweise mal alles richtig: Man lässt sich gepflogene 14 Jahre (!) Zeit, um Teil zwei endlich abzudrehen und bucht nicht direkt im Anschluss an den inzwischen 644 Millionen US-Dollar schweren Erfolg die Fließband-Nachfolgeproduktion.
Seinerzeit als erster Film mit nur menschlich animierten Figürchen gewann Die Unglaublichen damals sogar den Oscar® für den besten Animationsfilm des Jahres und erfreut bis heute mit einem unglaublich starken Charme jung und alt.
Filme, für die man sich Fortsetzungen wünscht und damals noch der Meinung war, dass die nie gedreht werden dürfen, weil “Teil 2” immer scheiße war.
Ist er diesmal nicht. Im Gegenteil!
Die Unglaublichen 2 boostet gleich mal zu Anfang mit ungeheurer Erzählgeschwindigkeit und holt die Zuschauer sofort wieder zurück in die Incredibles-Welt: Sympathie, Charakterauffrischung und die Freude an diesem Universum – alles sofort wieder da.
Und man hat sich kein bisschen lumpen lassen, sondern fordert dem Zuschauer erneut viel Lachmuskel-Elastizität ab. Zwar generiert man hier und da auch ernsthaftere Szenen, bombardiert jedoch immer wieder mit dermaßen gelungenen Jokes, dass der Film selbst niemals ernst oder gar langweilig wird. Es ist ein Fest, das bereits in den Sneak Previews gefeiert wurde und ab dieser Woche seinen (hoffentlich erneuten) Siegeszug dann regulär in den Kinos antreten darf: Familie Parr ermittelt wieder und trumpft dabei mit jeder Menge Neuigkeiten auf.
Auch wenn politische und gesellschaftliche Veränderungen im Laufe der Zeit stattgefunden haben und man sich als Major-Label darauf jetzt einlassen muss, um von der Masse akzeptiert zu werden (ja, ohne das verdient niemand Geld!), so machen diese “Gleichberechtigungskompromisse” den Film nicht durch Kitsch und erzwungene politische Korrektheit kaputt, sondern man geht herrlich spielerisch damit um und gönnt dem Spaß dennoch, uneingeschränkt an erster Stelle im Film zu stehen. Auch dafür von mir ein großes Lob.
Einziges Manko des Films: Dank der Übersetzung verliert der wieder ein klein wenig seiner originellen Bissigkeit und erweicht in der Sülze der Translation-Kompromisse, aber damit werden wir wohl hierzulande leben müssen. Es sei denn, ihr verzieht euch in eine der immer häufiger auftauchenden OV / OmU-Vorstellungen, wozu ich an dieser Stelle dringlichst raten würde.
Hauptsache ihr geht rein und beweist Disney, dass mit Pixar immer noch alles stimmt.
 

.kinoticket-Empfehlung: 14 lange Jahre nach dem sensationellen Erfolg tritt man erneut aufs Gaspedal und zeigt, dass viel Zeit zwischen Fortsetzungen das pure Paradies für Filmschöpfer ist.
Der dämliche 1-Jahres-Zyklus ist durchbrochen und das spürt man an allen Ecken und Enden: Die Jokes stimmen, die Zusammensetzung stimmt, das Ding ist “mitgewachsen” ohne erwachsen worden zu sein und man wird bestens unterhalten und hat extrem viel zu lachen.
Egal, ob alt oder jung, morgens oder abends, großer oder kleiner Saal: Der Film zieht überall und sollte von jedem von euch genossen werden – egal, wo. Hauptsache im Kino 🙂

 
Nachspann
✅ ist animiert und lädt ein, bis zum Schluss sitzen zu bleiben.
Kinostart: 27. September 2018
Original Title: Incredibles 2
Length: 118 Min.
Rate: FSK 6

Saban's Power Rangers

Die Marketingabteilung dieser Produktion wird es in den nächsten Monaten schwer haben, zielgerichtete Werbung zu erstellen, mit der man nicht nur die vermeintlich jugendliche Zielgruppe erreicht.
Die ursprüngliche Serie aus Japan, die neu für die USA adaptiert wurde und aus der einige Kinofilme und Spin Offs entstanden sind, erfährt unter der Leitung von Dean Israelite eine Wiederauferstehung, die bei vielen jetzt womöglich Gedanken a la “Großer Gott, nicht noch ein Remake, alles wird ständig wiederholt” hervorrufen könnte.
Ehrlich gesagt erweckt es auch ein wenig den Eindruck, wenn man die Neupublikationen der letzten Wochen und Monate aus Hollywood näher betrachtet hat. Wir befinden uns scheinbar in einem Zeitalter, in dem die Filme aus den vergangenen Jahrzehnten einfach neu abgedreht werden, damit noch mal richtig Geld verdient wird, und man einfach altbekannte Geschichten mit der aktuellen Technik verfeinert.
Dazu dann noch der Markenname, der ja auch schon wie bei anderen Filmen dieser Art (zum Beispiel Transformers oder Avengers) dazu beiträgt, eben jene Kinder anzulocken, die man auch mit dem unzähligen Merchandising erreichen möchte. Und die Erfahrung hat unlängst bewiesen, dass diese Unterfangen aus kinotechnischer Sicht meist in die Hose gehen.
Natürlich verkauft man hinterher wieder mehr Spielfiguren, wenn es derzeit aktuell einen bombastischen Film im Kino dazu gibt und wieder alle Läden und Restaurants auf diesen Zug aufspringen und ihre Variante dazu ausgraben, um vom Erfolg des Films zu profitieren. Spiele- oder Spielzeugverfilmungen sind sowieso oft gefährdet, wenn es um den Erfolg und die Harmonie einer gut erzählten Geschichte geht.
An dieser Stelle erlebt man mit Power Rangers eine Sensation! Dieses Reboot ist mit Dacre Montgomery, Naomi Scott, Elizabeth Banks, Bryan Cranston und Bill Hader nicht nur hervorragend besetzt, sondern der Regisseur hat eine weitere Sache geschafft: Den Menschen inmitten einer von computeranimierten Effekten beherrschen Generation wieder in den Mittelpunkt zu stellen und unersetzbar zu machen. Jeder einzelne Charakter erfährt so viel Liebe, Zeit und Hingabe beim Gestalten seiner Persönlichkeit und den Verwirrungen, die abseits des Superhelden-Mythos entstehen, dass man als Zuschauer direkt von der ersten Minute mit den Darstellern sympathisiert.
Dabei geht es eben nicht um die klischeehafte Auseinandersetzung mit einem Menschen, der im Verlauf der Geschichte über sich selbst hinaus wächst, sondern man implementiert genauso Themen wie Mobbing, Unangepasstheit, Gruppendruck oder familiäre Probleme.
Das Ziel der Macher, hierbei möglichst nahe an der ursprünglichen Serie zu bleiben, was die Action und den Humor der Power Rangers angeht, wurde von allen Beteiligten mit Bravour erreicht. Man wollte den Hauptdarstellern sehr viel mehr Freiraum zur Entfaltung ihrer Emotionen und Persönlichkeit gewähren und gleichzeitig den Film mit sehr viel mehr Humor und spritzigen Szenen aufladen. Dies ist aus meiner Sicht mehr als gelungen.
Man spürt, dass man die Geschichte nicht nur in das Hightech-Zeitalter katapultiert hat und sich hier effektemässig ganz nah an der Schwelle zur Zukunft bewegt, sondern muss an dieser Stelle lobenswert erwähnen, dass man sich im Vergleich zu anderen Filmen dieser Klasse deutlich aus der Masse heraushebt und hier eben mit einer Story punktet, die fast interessanter ist als die dazugehörige Action.
Beide Teile haben in diesem Film ihre Bühne und bekommen ausreichend Spielzeit zugestanden, sodass eben nicht nur die Generation angesprochen wird, die damals mit den Figuren gespielt hat und jetzt im gleichen Alter ist, sondern man erhält einen Film, bei dem sowohl Alt als auch Jung unterhalten werden und der neben granatenmäßiger Action eben auch eine sehr tiefsinnige, unterhaltsame und absolut kurzweilige Geschichte erzählt.
Trotz einer Spielzeit von 124 Minuten gibt es hier nicht einen einzigen Moment der Langeweile. Der Drive, den dieser Film von der ersten Minute an entwickelt, ist sensationell und reißt den Zuschauer sofort mit in seinen Bann.
Die Freigabe ab 12 ist in meinen Augen angesichts des Szenen, die man zu Gesicht bekommt, auch mehr als gerechtfertigt, auch wenn das bedeutet, dass man hier eben nach unten hin weniger Publikum abbekommt, dafür aber erwähnen muss, dass das Potenzial nach oben hin unermesslich ist.
Und genau dieser Generation möchte ich diesen Film schwer ans Herz legen. Ihr bekommt hier nicht nur ein Reboot, das mit allen Wassern gewaschen ist und seine Konkurrenten mit Leichtigkeit in die Tasche steckt, sondern auch einen Kinoabend voller Unterhaltung und Spaß, der augenscheinlich den Jüngsten gewidmet ist, hier aber viel eher die ältere Generation anspricht.
Solltest du also zu denen gehören, die in ihrer Kindheit mit den Figuren gespielt und die Serien im Fernsehen gesehen haben, dann bist du genau derjenige, für den dieses Machwerk erschaffen wurde.
Selten habe ich es erlebt, dass ich eine Neuerschaffung den Originalen vorziehen würde – und genau das ist hier der Fall.
Ich bin absolut begeistert von dem Ergebnis, dass mir gestern auf der Leinwand präsentiert wurde und kann es kaum erwarten, wenn der Film am Donnerstag diese Woche endlich in den Kinos regulär anläuft.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist das erste Mal in der Filmgeschichte, dass eine Neuauflage so gelungen und überragend ist, dass sie sein Vorbild locker in die Tasche steckt.
Als Fan der Power Rangers gibt es an dieser Stelle sowieso nichts zu überlegen, und auch als jemand, der genrefremd ist, tut man gut daran, einen Kinobesuch einzuplanen.
Das filigrane Zusammenführen von den Geschichten der einzelnen Hauptdarsteller und dem epischen Machwerk der technischen Animateure ist hier absolut gelungen.
Von daher tut euch selbst den Gefallen und geht auf jeden Fall ins Kino, alle anderen Medienkanäle sind an dieser Stelle ungeeignet, da sich der Film dort nicht zu 100% entfaltet.

 
Nachspann
Man sollte nicht gleich rausrennen, kurz nach Anfang des Abspanns kommt noch eine Szene.

The Lego® Batman® Movie (3D)

Als bekennender Fan der neuen Batman-Filme und Liebhaber von Blockbuster-Action war es für mich quasi schon fast Pflicht, diesen Titel hier zu konsumieren. Meine Erwartungen nach den Trailern waren extrem hoch. Und wurden bereits in den ersten Sekunden übertroffen.

The Lego® Batman® Movie punktet nicht nur mit hervorragendem 3D, einer stilsicheren Parodie auf so ziemlich alle (Superhelden)Filme, die mir je untergekommen sind, sondern thematisiert auch auf wundersame Art und Weise die tiefgründige Botschaft, die uns in den legendären Nolan-Filmen nähergebracht werden sollten.

Somit hat dieser Geniestreich bei mir eine derartige Punktlandung hingelegt, die nicht nur die Komödienerwartung vollends befriedigt, sondern auch in allen anderen Belangen mit seinen ernstgemeinten großen Brüdern gleichzieht. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ist hervorragend animiert und auch Filmunwissende haben zeitweilig wirklich ihren Spaß.

So richtig zum Tragen kommt die volle Ladung natürlich erst, wenn man ansatzweise ein paar der satirisch-interpretierten Originale kennt, aber bei der Menge, die man sich hier vorgeknüpft hat, sollte einem mindestens 20% der Filme bekannt sein, selbst wenn man “eigentlich gar nie TV schaut”.

Somit reiht sich diese kommerzialisierte Variante von Spielzeug auch wieder in die Reihe der funktionierenden Unterhaltungsstreifen ein und bastelt nicht nur einen funktionierenden Plot, sondern ebenfalls jede Menge Grinsen auf die Gesichter der Zuschauer, denn endlich gibt es mal wieder was zu lachen, das modern, großartig und nicht unter der Gürtellinie ist.

Und beileibe: Die Jokes sind durchaus gelungen und haben selbst mir als Comedyfilm-Hasser ständig Lacher aus dem Bauch gerissen.

.kinoticket-Empfehlung: Ein legendäres Spiel mit den bekannten Figuren des DC-Universums, das meinen Geschmack einer guten Satire in diesem Genre durchaus getroffen hat.

Ich hatte den ganzen Film über richtig Spaß und musste mehrfach über die Einfälle lachen, die uns hier von Seiten der Macher präsentiert wurden.

Unterhaltungsspaß für die ganze Familie, da nicht nur kleine und noch kleinere, sondern auch Erwachsene voll auf ihre Kosten kommen. Das hat man dem Kinosaal auch deutlich angemerkt.

Nachspann
✅ ist animiert und darf gern noch eine Weile angeschaut werden, bevor man aus dem Saal rennt.

Kinostart: 9. Februar 2017

Original Title: The Lego® Batman® Movie
Length: 105 Min.
Rated: FSK 6

Fantastic Four

Wenn ich eines vorweg nehmen darf: Tut es euch nicht an. Ich weiß nicht, ich werde mit dem Film einfach nicht glücklich.
Das begann schon damit, dass er schon seit Monaten dermaßen aggressiv und häufig beworben wurde, dass irgendwas damit nicht stimmen muss, sonst hätte man wohl kaum so vehement Werbung dafür auf die Leinwände geknallt.
Die Theorie ging bei Terminator: Genisys (3D) irgendwie auf und trifft hier dann so richtig ins Schwarze. Der große Showact, den man nach diesen verbissenen Trailern erwartet, existiert einfach nicht. Ja, die Geschichte ist großartig ausgebreitet und nimmt viel Land ein, aber genau das ist beim Erzählen auch das Problem: Zwischen den interessanten Stellen ist immer sehr viel Platz und man braucht lange, um in die nächste, interessante Ecke davon zu gelangen.
Die Erzählweise ist so langsam und ausgedehnt, dass man müde davon wird und es nicht durch Spannung oder andere Obskuritäten herausgerissen wird. Man dämmert so vor sich hin und wacht vielleicht am Schluss dann wieder etwas auf, wenn die völlig aus der Luft gegriffenen, überdrehten Animationsszenen ihren Überfluss feiern und den Film irgendwie beenden.
An Genialität oder markanten Momenten war rein gar nichts zu finden. Obwohl es im großen Stil gedreht und vom Budget sicherlich auch reich gesegnet wurde, kam hier nicht der große Brüller, den man z.B. bei The Dark Knight aus der Kiste gelassen hat. Im Gegenteil: Die Dialoge sind schwach, einsilbig und wirklich für jeden Depp zu verstehen und die Geschichte als solche glänzt auch nicht unbedingt mit unvorhersehbaren Szenen, sondern frühstückt eher ab, was jeder aus den bisherigen Teilen sowieso schon kennt.
Beim ersten Mal hab ich den kompletten Schluss verpasst (es lebe der gesunde Schlaf – in der 14 Uhr-Vorstellung!), beim zweiten Mal bin ich am Anfang weggedöst und habe mich dann gezwungen, den restlichen Film durchzuhalten, damit ich euch hier wenigstens über alles berichten kann und nicht nur selbst die Hälfe davon gesehen habe. Aber es war eine Qual und ich kann euch versprechen: Es bringt mich keiner nochmal in diesen Film rein – nie im Leben.
 

.kinoticket-Empfehlung: Es laufen so viele tolle Filme zur Zeit, dass man auf diesen Flop gerne verzichten darf.
Mich hat er überhaupt nicht angesprochen, Dialoge sind platt, Story vorhersehbar und an Effekten wird auch nichts geboten, dass man nicht schon tausendmal anderswo wesentlich besser gesehen hätte. Schade eigentlich, denn genügend inspirativer Stoff wäre da, um daraus auch einen Meilenstein der Kinogeschichte zu machen.
Potenzial verschenkt.

 
Nachspann
Nichts sehenswertes oder animiertes oder nachfolgendes. Und auch die Musik in diesem Film war leicht verstörend, hat irgendwo so gar nicht meinen Nerv getroffen.

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